Winterspaziergänge am Tegernsee #3

27.1.2014 – Kleine Wanderung auf die Alm

Die Meterologen hatten schönes Wetter vorhergesagt. Tatsächlich ließ sich die Sonne nur sporadisch blicken und setzte sich erst am späten Nachmittag durch. Es blieb neblig trüb aber trocken, so dass wir uns an der frischen Luft bewegen konnten.

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Morgens stiegen wir hinauf zum „Freihaus Brenner“, einer Edelgaststätte oberhalb von Bad Wiessee. Einkehren wollten wir dort nicht, sondern uns das daneben liegende Domizil von Uli Hoeneß, dem Ehrenpräsidenten des FC Bayern München, anschauen. Berühmt ist auch der 30 m hohe Weihnachtsbaum, eine gewachsene Fichte, den Hoeneß alle Jahre wieder hoch über dem Tegernsee erstrahlen lässt. In unserer Reisezeit war der Spaß schon vorbei, aber wir wollten die Fichte, die 6 m höher ist als der Weihnachtsbaum, der 2023 auf dem Münchner Marienplatz stand, aus der Nähe begutachten. Angemessen beeindruckt warfen wir auch einen Blick auf das im hinteren Teil des großen Grundstücks erbaute Wohnhaus des ehemaligen Fußballprofis und -funktionärs.

Auf einem teilweise steilen Weg gingen wir anschließend hinunter zum Berghotel Sonnenbichl. Dort sahen wir einen Lift mit zwei mitten im Grünen präparieren Pisten. Es handelt sich um das Christa-Kinshofer-Trainingszentrum, das nur dem örtlichen Skiclub zur Verfügung steht. Öffentliches Skilaufen ist nicht zugelassen. Wir schauten eine Weile den Jugendlichen zu, die durch abgesteckte Tore auf zwei unterschiedlich schweren Abfahrten hinunter fuhren und gingen dann weiter hinunter zu den Söllbachwanderparkplätzen.

Dort starten mehrere Bergwanderungen. Von meinen Tagesausflügen kannte ich den Ort, war allerdings noch nicht zu Fuß dorthin gelangt. Unsere Hotelrezeption hatte uns nach meiner Frage nach einem sanften (Wieder-)Einstieg ins Bergwandern zu einer kurzen Tour auf die Saurüsselalm geraten. Dort sei es zwar etwas hochpreisig, aber nicht exorbitant teuer und die Wanderung wegen der geringen Höhendifferenzen zu empfehlen.

Zur Saurüsselalm hinauf zu gehen, stellte für mich kein Problem da, auch wenn ich die auf der halben Strecke vorbeifahrenden Insassen einer Pferdekutsche ein bisschen beneidete. Beim Aufstieg zur Hütte auf 900 m Höhe wurde es zunehmend kälter. Der Weg blieb aber glücklicherweise schneefrei. Nur am Rand lagen noch kleine Reste.

Als wir auf der Alm ankamen, hatte es sich fast völlig zugezogen. Vor dem Gebäude sahen wir zahlreiche parkende Pferdekutschen und dachten uns schon, dass es eng werden könnte mit den Plätzen in der Gaststätte.

Als wir das Haus betraten, wurden wir gefragt, ob wir reserviert hatten, was natürlich nicht der Fall war. Seit wann muss der Wanderer in einer Almhütte reservieren ? Die Saurüsselalm wurde nach einem umfänglichen Ausbau im Jahr 2021 eröffnet. Dass es um diese als Promialm bezeichnete Lokalität viel Streit, auch vor Gericht gab, erfuhr ich erst nach unserem Besuch. Ich kannte das Restaurant noch nicht, hatte mich aber schon gewundert, weswegen die alteingesessene Berggaststätte „Bauer in der Au“ in der Nähe nur noch als Eventlocation buchbar war. Wer mag kann die mit dem Kauf von drei benachbarten Berggaststätten durch den Unternehmer F.J. Haslberger beginnende Geschichte u.a. hier nachlesen.

Wir bekamen jedenfalls nur noch einen Platz auf der Außenterrasse. Sobald wir auf der mit Wollteppichen belegten Bank saßen, brachte uns die Kellnerin Decken. Im Wintermantel, mit Mütze, Schal und Handschuhen konnte ich die feuchte Kälte einigermaßen aushalten. Das Essen fanden wir sehr delikat, ziemlich hochpreisig aber für die gebotene Qualität noch im Rahmen (Werbung ohne Auftrag). Der Service war flott und äußerst freundlich, fast ein bisschen unbayerisch. Die Alm liegt auf einem Hochplateau mit wunderbaren Bergpanoramen. Bei schönem warmen Wetter musste es auf der Terrasse einfach herrlich sein.

Mit einem Knieschützer stellte auch der Abstieg für mich kein Problem dar. Es dauerte aber eine Weile, bis es mir wieder richtig warm war.

Fazit:
Schöne Kurzwanderung durch den Bergwald, zu Beginn am Söllbach entlang, mit leichtem An- und Aufstieg, 7,4 km, 150 m Höhenunterschied, knapp zwei Stunden, Einkehr in der Saurüsselalm möglich.

Mir persönlich haben der moderate Weg und die Einkehr in der Alm gut gefallen und ich könnte mir vorstellen, bei wärmeren Temperaturen im Rahmen eines Tagesausflugs zurückzukehren. An einer telefonischen Reservierung von unterwegs sollte es jedenfalls nicht scheitern.

Auf dem Rückweg zum Hotel besuchten wir die auf einem Hügel thronende Kirche Maria Himmelfahrt, die im gotischen Stil während des 1. Weltkriegs von Prof. Rupert von Miller erbaut wurde.

Im Sonnenschein spazierten wir über die Seepromenade von Bad Wiessee zurück ins Hotel. Insgesamt hatte ich mehr als 13 km zu Fuß zurückgelegt, worauf ich ein bisschen stolz war.

Den Abend verbrachten wir wie gewohnt mit gutem Essen und Trinken im Hotel. Am nächsten Tag wurde die Mongolfiade eröffnet, das jährliche Ballonfestival am Tegernsee. Noch wussten wir nicht, wo die Ballons starten würden, weil dies sehr kurzfristig anhand der Wetter- und Windverhältnisse festgelegt wurde. Wir hofften aber sehr, dass ein Startplatz an der Seepromenade in Bad Wiessee, ganz in unserer Nähe liegen würde.

Ob sich unsere Hoffnung erfüllte und wie wir den Nachmittag verbrachten , verrate ich in meinem nächsten Beitrag.

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Out of Rosenheim

Bei mildem Frühlingswetter unternahm ich gestern eine kleine Wanderung um den Tinninger See bei Rosenheim. Wie ich dort mein neues Superweitwinkelobjektiv ausprobierte und was ich sonst noch erlebte, werde ich berichten.

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Anschließend fuhr ich nach Rosenheim, um einen Kaffee zu trinken. Ich kurvte durch die Innenstadt und suchte einen Parkplatz. Dabei kam ich mehrmals an einer kunstvollen Mural vorbei. Nachdem ich das Auto endlich abgestellt hatte, begab ich mich ins Café. Während ich einen sehr leckeren Cappuccino schlürfte, recherchierte ich zur Street Art in Rosenheim und entdeckte, dass dort viele interessante Werke zu sehen sind. Zwei befanden sich ganz in meiner Nähe. Erst ging ich ein Stück zu Fuß, einen anderen Street Art Hotspot fand ich dann auf dem Weg zur Autobahn.

In Rosenheim wird seit 2020 jährlich die *transit art veranstaltet, ein Street Art Festival, zu dem namhafte Künstlerinnen und Künstler eingeladen werden, u.a. die international bekannte Hera von Herakut, von der die wunderschöne zweite Mural stammt. Dementsprechend viele kunstvolle Werke gibt es in der Stadt zu sehen. Nach Rosenheim werde ich sicher zurückkehren, um mir noch weitere Street Art anzuschauen.

Diesen Beitrag widme ich dem kürzlich verstorbenen Regisseur Percy Adlon und seinem wunderbaren Film „Out of Rosenheim“ (englischer Titel: „Bagdad Café).

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Verrücktes Wetter in Tarifa

Nach einem schrecklichen Tag mit Dauerregen und Sturm färbte sich der Himmel pötzlich leuchtend orange. Ich schnappte mir die Kamera und eilte zum Strand. Dort sah ich einen dramatischen Sonnenuntergang, den schönsten während meines Aufenthalts in Tarifa.

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Winterspaziergänge am Tegernsee #2

26.1.2014 – Rund um den Tegernsee

Den Sonnenaufgang bewunderten wir im Hotelzimmer und brachen gleich nach dem Frühstück bei bewölktem Himmel zu unserer Tour auf. Nachmittags war Regen angekündigt, daher wollten wir die trockene Zeit möglichst lange nutzen.

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Zunächst spazierten wir auf der Bad Wiesseer Seepromenade nach Osten und entdeckten Alt Wiessee, den historischen Ortskern mit urigen Bauernhöfen, der ruhig am Seeufer abseits der befahrenen Landstraße liegt. Bei meinen Tagesausflügen in der Gegend hatte ich mich nie länger in Bad Wiessee aufgehalten, war immer gleich in die Berge gegangen, hatte höchstens hinterher einen Kaffee am See getrunken, aber nach über 30 Jahren in München nicht gewusst, dass es diesen beschaulichen Ort gab. Ich war begeistert.

Wir folgten dem Wanderweg bis Ringsee, wo wir den gerade eintreffenden Bus nach Rottach-Egern nahmen und uns so die über 3 km lange Strecke an der stark befahrenen Bundesstraße sparten.

Rottach-Egern gefällt mir persönlich nicht. Wer gerne Luxusklamotten einkauft oder eine sündhaft teure Immobilie erwerben will, ist aber wahrscheinlich am richtigen Ort. Wir gingen durch den Kurpark vorbei an Bronzestatuen Ludwig Ganghofer, Leo Slezak und Ludwig Thoma (Schriftsteller, die am Tegernsee lebten) zum sog. Malerwinkel, der in der Egerner Bucht gegenüber der Halbinsel Point beim Ort Tegernsee liegt.

Der Aussichtspunkt heißt Malerwinkel, weil dort früher die Maler ihre Staffeleien aufbauten, um die Kirche mit dem Wallberg im Hinter- und dem See im Vordergrund abzubilden. In meiner Kindheit galt diese Ansicht als Inbegriff der Gebirgsromantik. Ich erinnere mich an ältere Verwandte aus Köln, in deren Wohnzimmer ein Gemälde des Malerwinkels am Tegernsee hing. Heutzutage sind es die Touristen, die an der Stelle Selfies knipsen. Vielleicht sollte man den Aussichtspunkt umbenennen.

Im Herbst 2022 hatte ich mich mit der Ruderfähre von der Point nach Rottach-Egern übersetzen lassen, die leider im Winter nicht in Betrieb ist.

An der Bushaltestelle in Rottach-Egern warteten wir 20 Minuten auf den Bus nach Tegernsee. Dann merkten wir, dass wir uns beim Blick auf den Fahrplan vertan hatten. Bis zur nächsten Busverbindung hätten wir uns noch einmal 35 Minuten gedulden müssen. Leicht frustriert brachen wir zu Fuß auf. Dann kam die Sonne heraus und unsere Laune besserte sich, als wir nach einem Kilometer von der Straße zur Seepromenade an der Point abbiegen konnten.

Von dort war es nicht mehr weit zum Aussichtspavillon, dem Kleinen Paraplui, der auf einem Hügel über dem Ufer liegt. Dort ruhten wir uns einen Moment auf einer Bank aus und schauten uns um. Danach stiegen wir vorsichtig über die feuchte Wiese hinunter zum Seeufer.

Auf dem Weg zum Herzoglichen Brauhaus in Tegernsee (Werbung ohne Auftrag), wo wir zu Mittag essen wollten, bewölkte es sich schon wieder stark. Im historischen Gewölbe des Brauhauses saßen wir sehr gemütlich. Im Lokal war nicht viel los, die Gerichte schmeckten sehr gut und die Preise waren für Tegernseer Verhältnisse moderat. Zum Essen tranken wir natürlich das im Haus gebraute Tegernseer Bier, das wir beide mögen. Witzig fanden wir die Dekoration des Gastraums. Die obligaten Hirschgeweihe standen zersägt zusammen mit Kerzen und anderen Dekoartikeln in den tiefen Fensternischen.

Als wir zum Tegernsee Ortszentrum weiter gingen, begann es zu regnen. Bis zum Schlosscafé Aran am Tegernsee (Werbung ohne Auftrag) , einem meiner Lieblingscafés, hatten wir es nicht weit. Es war leider pickepacke voll. Wir saßen in der 2. Reihe mit Blick über den See und buchstäblich Ellenbogen an Ellenbogen mit den Gästen an den nächsten Tischen. Ich war froh, dass wir dort nicht Mittag gegessen hatten, sondern nur Kaffee tranken. Die Aussicht war allerdings wieder traumhaft, das Wasser schimmerte milchig grün.

Eigentlich wollten wir noch etwas durch dem Ort gehen, aber nun es regnete stärker. Daher fuhren wir gleich mit dem Bus nach Gmund, am Nordufer des Tegernsees, wo wir sofort Anschluss nach Bad Wiessee hatten. Damit war unsere Runde um den See abgeschlossen.

Es blieb regnerisch. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit Relaxen und einem Cafébesuch. Abends ließen wir es uns in der Weinstube des Hotels gut gehen.

Am nächsten Tag sollte das Wetter besser werden. Wir hofften, dass wir eine klitzekleine Bergwanderung unternehmen konnten. Ob das geklappt hat, erzähle ich in meinem nächsten Beitrag.

Winterspaziergänge am Tegernsee # 2 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Zurück aus Andalusien

Gesund und einigermaßen munter kehrte ich gestern von meiner zweiten Andalusienrundreise zurück, die mich von Málaga nach Nerja, Marbella, Gibraltar, Tarifa, Tanger (Tagesausflug), Antequera und wieder zurück nach Málaga führte.

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Über meine Eindrücke und Erlebnisse werde ich wie gewohnt berichten. Seid gespannt!

Es wird aber noch eine Weile dauern, bis ich die vielen Fotos aussortiert und bearbeitet habe. Daher soll es zunächst mit meinen Beiträgen über unseren Winterurlaub am Tegernsee weitergehen.

Mit Impressionen aus dem zauberhaften Antequera beende ich den Preview meiner Andalusientour.

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Street Art in Algeciras

Vor meiner Zugfahrt nach Antequera suchte ich in Algeciras nach einer netten Bar zum Frühstücken.

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Da hatte ich wohl schlechte Karten, ein in Spanien eher seltenes Erlebnis. Schließlich landete ich in der Cafeteria des nahen Busbahnhofs mit sehr nettem Personal bei reduziertem Speisenangebot.

Gelohnt hatte sich mein Spaziergang aber doch. Im Vorübergehen entdeckte ich großartige Murals.

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Rückkehr nach Tarifa

Seit drei Tagen halte ich mich wieder in Tarifa auf. Auf meiner Andalusienrundreise im letzten Jahr hatte ich mich in das Städtchen verliebt und beschlossen, noch einmal zurückzukehren.

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Leider lässt das Wetter stark zu wünschen übrig. Wegen des Starkwinds kommt Regen nicht nur von oben sondern von allen Seiten.

Aber gestern, als ich den südlichsten Punkt des europäischen Festlands besuchte, lief die Sonne für einen Moment zu großer Form auf.

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