Wien – kurz und knapp #7

3.9.2025 – Abschiedsspaziergang, Rückreise und Fazit

Nach dem frühen Frühstück Koffer gepackt und eine Abschiedsrunde durch die Altstadt gedreht. Die Sonne kam gerade zart heraus : ein sehr schönes Fotolicht.

For translation please use the Google Translate Button on my site.

Gegen 9 Uhr mit der U-Bahn zum Westbahnhof aufgebrochen, wo ich ratzfatz ankam. Im Bahnhof folgte ich einem Hinweisschild zur Felberstraße. Rollte mein Köpferchen noch schnell zu der im Street Art Guide angegebenen Adresse, konnte die Mural aber nicht finden. Vielleicht beim nächsten Wienaufenthalt …

Die Fahrt in der Comfort Class der Westbahn verlief wieder sehr angenehm. Pünktliche Ankunft in München-Ost, wo H. mich abholte. Und bald danach : Home sweet home!

Fazit

Wien hat sich gelohnt. Erstaunt war ich über die fast geschlossene historische Bebauung in der großen Altstadt. Die barocken Häuser : einfach wunderschön !
Die klassischen Sehenswürdigkeiten musste ich mir nicht mehr anschauen, aber die Ausstellungen in den Museen, vor allem die beiden Albertinas, fand ich erstklassig.
Street Art war etwas schwierig zu entdecken, die Suche oft aufwändig. Beim nächsten Mal würde ich die Walks noch besser planen.
Sehr gut klappte die Mobilität mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln und das Seniorenticket kostete nur 1,50 bzw. 1,70 Euro pro Fahrt ( leider abgeschafft ).
Schönes Hotel, wunderbar in der Nähe des Stephansdoms gelegen, mit riesigem Einzelzimmer, nur das Frühstück war nicht so besonders.
Die komfortable und pünktliche Fahrt mit der Westbahn in der Comfort Class ( 2. Klasse plus ) kann ich empfehlen.

Fest steht : Wien sieht mich wieder und es wird nicht wieder 20 Jahre dauern !


Wien – kurz und knapp # 6

2.9.2025 – Street Art, Naschmarkt und „Albertina Modern“

Nicht verheimlichen möchte, dass es mir nachts nicht gut ging. Mein gesundheitliches Problem meldete sich wieder. Zunächst nahm ich eine Tablette, setzte mich dann in einem bequemen Sessel direkt vor die Klimaanlage und surfte ein bisschen. Dabei entdeckte ich eine Street Art Map des „Calle Libre Street Art Festivals“ mit Werken in der Nähe des Naschmarkts, zwar ohne GPS-Track aber mit genauen Adressen. Ich plante eine Tour und derart abgelenkt ging es mir nach einer Weile wieder besser.

For translation please use the Google Translate Button on my site.

Etwas später als sonst und sehr gemütlich brach ich morgens auf. Eigentlich wollte ich mir zunächst die Ausstellung KLIMT ⇄ WARHOL in der „Heidi Horton Collection“ anschauen, stellt aber fest, dass das Museum erst um 11 Uhr öffnete. Also zog ich die Street Art Tour vor.

Mit der U-bahn fuhr ich bis zur Haltestelle „Pilgramgasse“ und verfolgte dann eine etwas abgekürzte Route auf der Basis der gefundenen Street Art Map. Überanstrengen wollte ich mich nicht wieder.

Schön war’s ! Auch wenn die Sonne brannte, ich manche Werke eine Weile suchen musste und einige Fassaden inzwischen übermalt worden waren.

Um 12 Uhr kam ich am Naschmarkt an : Zeit für eine Mittagspause! Befolgte einen Tipp von ChatGPT und setzte mich im ruhigeren Marktteil, wo die Tische nicht so dicht aneinander stehen, auf eine Terrasse. Dort bestellte ich mir eine rote Linsensuppe: sehr delikat, nur ein bisschen zu scharf. Aber das Beste war, dass ich auf einem bequemen und tiefen Sofa saß. Das gab mir Gelegenheit, die Passanten unauffällig zu beobachten. Ich befand mich auf Augenhöhe mit den oft fetten Bäuchen der Touristen, die häufig kurze Hosen trugen. Die unterschiedlichsten Typen schlenderten über den Markt, zum großen Teil amerikanisch aussehend und fast immer paarweise. So verbrachte ich eine sehr nette und erholsame Stunde im Lokal.

Als ich dann vor der Horten Collection stand, entdeckte ich, dass Dienstags geschlossen war. Inzwischen hatte es sich stark bewölkt, daher kehrte ich ins Hotel zurück, wo ich eine Stunde lang relaxte, was mir richtig gut tat.

Am Nachmittag schüttete es stark. Für die paar Schritte ins Café musste ich tatsächlich meinen Schirm aufspannen. In dem traditionell eingerichteten Wiener Kaffeehaus gefiel mir sehr und die Jubiläumstorte mit Himbeeren, Schokolade und Creme war ausgesprochen köstlich.

Inzwischen hatte ich beschlossen, die Ausstellung „Remix“ in der „Albertina Modern“ zu besuchen. Um dort einigermaßen trocken anzukommen, fuhr ich mit der U-Bahn zum Karlsplatz.

Von dort sollten es nur 100 Meter zum Museumseingang sein. Nur leider nahm ich den falschen Ausgang, fragte einen Passanten, der mich zur „Albertina“ schickte und eilte schließlich ein gutes Stück über überflutete Gehwege. Mein leichte Regenjacke bestand den Stresstest selbst unter dem Schirm nicht.

In der Albertina Modern vergaß ich schnell die nassen Klamotten. Ich schaute mir zunächst die Ausstellung mit Damien Hirsts Zeichnungen und seiner Zeichenmaschine an und danach „Remix. Von Gerhard Richter bis Katharina Grosse“. Ein schöner Ausklang meiner Wienreise und ideal bei Regenwetter!

Abends aß ich Ramen in einem Chinarestaurant. Meinen Bedarf an österreichischem Essen hatte ich inzwischen gedeckt. Die Brühe schmeckte sehr würzig aber nicht zu scharf und die selbst gezogenen Nudeln waren ein Gedicht. Durch den Regen ging ich zwei Häuser weiter in ein asiatisches Restaurant mit Bar, wo ich mir einen alkoholfreien Cocktail mit Gurken, Wasabi und hausgemachtem Calpis (japanischer Softdrink) bestellte. Eine interessanter und erfrischender Drink, der aber doch nach flüssigem Gurkensalat schmeckte.

Im Hotel packte ich noch ein bisschen für die am nächsten Morgen anstehende Rückreise und ging nach dem schönen und erholsamen Tag gegen 22 Uhr ins Bett.

Wien – kurz und knapp # 6 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Wien – kurz und knapp #5

1.9.2025 – Uno- und Donau City, Wirtschaftsuniversität Wien und Prater

Morgens mit der U-Bahn zur Donau-City gefahren. Die Sonne lachte ! Der Zutritt zur Uno-City war nur mit Führung möglich.

For translation please use the Google Translate Button on my site.

Die Führung dauerte eine gute Stunde und war richtig interessant. In Wien sind u.a. die Internationale Atomenergie Organisation, das Hohe Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), das Büro der UN für Weltraumfragen und dasjenige für Drogen- und Verbrechensbekämpfung sowie die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung angesiedelt. Die Uno-City ist exterritorial und gibt eigene Briefmarken heraus.

Wir schauten auch in einen (leeren) Sitzungssaal. Simultandolmetscher übersetzen die Redebeiträge in die sechs Amtssprachen der UN (Englisch, Spanisch, Französisch, Chinesisch, Russisch und Arabisch) und in Wien auch in Deutsch.

Und zu guter Letzt gingen wir noch durch die Rotunde, den zentralen Marktplatz, wo ein Teil der Kunst- und Gemäldesammlung der UN hängt. Dazu gibt es noch eine separate Führung, die prompt auf meiner To-Do-Liste landete.

Danach spazierte ich zum Kaiserwasser (einem mittelgroßen Badeteich), in dem sich die Uno-City schön spiegelte.

In einem Bäckereicafé in der angrenzenden Donau-City stärkte mich und fotografierte noch ein bisschen.

Die Wirtschaftsuniversität Wien (WU) hatte ich mir von ChatGPT als Fotospot für Moderne Architektur vorschlagen lassen. Praktischerweise lag sie in der Nähe des Praters, den ich danach besuchen wollte. Auf dem recht langen Fußweg zur WU entdeckte ich zufällig Street Art des Calle Libre Festivals 2024, die wesentlich besser erhalten war, als die meisten Werke, die ich am Westbahnhof gesehen hatte.

In der WU bekam ich einen guten Cappuccino und leckeren Zwetschgenkuchen zum Studentenpreis. Man bestellte auf Englisch und eine Melange wurde nicht angeboten. Hach, wie international ! Fotografisch interessant war vor allem der zentrale Platz.

Den Prater war ein tolles Erlebnis : ein riesiges Areal, mit hochhaushohen Fahrgeschäften, statt Bierzelten wie auf dem Oktoberfest mehr oder minder große Lokale mit Biergärten und massenweise total überdrehte, quengelnde Kinder, die mit ihren Eltern vor dem Schulanfang in der kommenden Woche einen Ausflug unternahmen. Es gab Unendlich viel zu schauen und zu bestaunen. Darüber vergaß ich fast das Fotografieren. Zum Abschluss gönnte ich mir einen köstlichen Marilleneisknödel. Diese Österreicher können Süßspeisen !

Abends speiste ich wieder in meinem Lieblingslokal in der Nähe des Hotels, aber dieses Mal vegetarisch. Danach hatte ich ausnahmsweise noch etwas Platz im Magen und fragte nach einem leichten Dessert. Es kam ein großer Teller mit einem „Othello“ (früher : „Mohr im Hemd“), ein kleiner saftiger Schoko-Nuss-Kuchen, der in einer großen Menge fetter Schokoladensauce und Schlagobers stand. Wirklich lecker, aber danach war ich pappsatt, und brauchte einen längeren Verdauungsspaziergang.

Über den Graben und den Kohlmarkt ging ich bis zum Michaelerplatz und dann durch das Tor der Hofburg in den Innenhof mit dem Schweizer Tor. Nach der Hitze des Tages tat mir das Spazieren in der milden Nachtluft richtig gut.

Noch einmal fotografierte ich mit meinem lichtstarken 35er Objektiv den Stefansdom und kehrte dann, erst um 22:30 Uhr, ins Hotel zurück. Was für ein Tag !

Vorhaben für den letzten Tag : Horton Collection oder Street Art des Calle Libre Festivals, nachmittags Albertina Modern, falls es regnet (Spoiler : das tat es und nicht nur bisschen !)

Wien – kurz und knapp #5 erschien zuerst auf Wanderlustig.