Meine andere Südkoreareise

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Ursprünglicher Plan

Im April 2019 habe ich Südkorea bereist. Ich will euch nicht verschweigen, dass es mir dort nicht so gut gefallen hat wie in Japan. Ein Grund war sicher, dass mein Plan, in Korea dem Volkssport Wandern in den Nationalparks nachzugehen, nicht geklappt hat.

Auf meine Japanreise hatte ich mich minutiös vorbereitet, sämtliche  Hotels gebucht, alle Sehenswürdigkeiten vorab ausgesucht. In Korea und Taiwan wollte ich spontaner sein und mir mehr Zeit nehmen. Vor allem ging es mir darum, nun weniger Sehenswürdigkeiten zu „absolvieren“ sondern mich eher in der Natur zu bewegen. Auch hatte ich mich nur oberflächlich über das Wandern im Land informiert.

Auf meiner ersten Wanderung  im Bukhansan Nationalpark, den ich von Seoul aus in einer guten halben Stunde mit dem Bus erreichte, erlebte ich eine unangenehme Überraschung. Die Wanderung auf den Baegundae Mountain (836 m hoch) war sehr schön und bot gute Ausblicke auf die Stadt und die frühlingshafte Berglandschaft. Übersehen hatte ich ein Schild, wonach das letzte Stück des als „moderate“ ausgezeichneten Weges als „expert level“ weiterging. Kurz danach „hing“ ich an einem Seil und zog mich mühsam über den glatten Felsen nach oben. Das ging, soweit ich bis zum ca. 100 m höher gelegenen Gipfel sehen konnte, immer so weiter, so dass ich beschloss umzukehren. Bemerkenswert war, dass Gruppen drahtiger älterer Koreaner wie die Bergziegen an mir vorbeizogen, teilweise ohne das Seil zu benutzen! Vor dem Abstieg legte ich vorsichtshalber meine orthopädischen Kniebandagen an. Ich war zwei Stunden lang auf einem felsigen Weg mit vielen Stufen hinaufgestiegen und nun stellte ich fest, dass es sehr steil abwärts ging (Zu koreanischen Wanderwegen, die zwischen äußerst sicher und sehr  gepflegt sowie abenteuerlich changieren, werde ich in einem Wanderspecial berichten – Wandern in Südkorea). Leider vertrat ich mich kurz danach und stürzte auf den Unterbauch. Die Beine waren aufgrund der Bandagen heil geblieben. Ich brauchte aber eine Weile, bis ich wieder aufstehen konnte, war geschockt und ein paar Minuten lang hatte ich auch Schmerzen.  In dieser Zeit wurde ich sehr lieb von Mitwanderen betreut, die mir Wasser und Bonbons gaben und ihre Hilfe anboten. Im Großmuttertempo setzte ich den Abstieg fort und kam nach drei Stunden erschöpft unten an.

Alternativen

Ernsthaftes Wandern war für mich erst einmal erledigt, vor allem weil ich von mehreren  Seiten hörte, dass ich auf einem relativ leichten Weg unterwegs gewesen war. Kürzere Wanderungen und auch eine längere Tour beim Mount Hallasan auf Jeju Island habe ich aber doch unternommen (Wandern in Südkorea).

Im übrigen besuchte ich wieder einige Tempel.

In Gangneung, wo ich ein Hotel gebucht hatte, um im Odasan Nationalpark zu wandern, ging ich stattdessen  am Traumstrand spazieren.

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Auch erfreute ich mich an den zahlreichen Frühlingsblumen. Es gab sogar noch ein paar Kirschblüten.

Außerdem reiste ich nach Gyeongju, um die Zeugnisse der Silla-Kultur aus dem 6. bis 8. Jahrhundert zu bewundern, u.a. Goldschätze, aus Grabungen in den im Stadtgebiet immer noch vorhandenen Tumuli. Einen ausführlicheren Bericht könnt ihr hier lesen Gyeongju: ein „Museum ohne Mauern“ in Südkorea

DSC01564In Busan besuchte ich u.a. einen weiteren Fischmarkt in der in Korea üblichen Variante. Man sucht sich eines der in großen Fischtanks schwimmenden Tiere aus und lässt es zubereiten. Fisch habe ich an diesem Tag nicht gegessen!

Auf der Insel Jeju wollte ich bei subtropischem Klima das Strandleben genießen. Es war aber meistens kalt und regnerisch. Zwei Wanderungen auf der Vulkaninsel   Wandern in Südkorea , der Besuch der Lavahöhle Manjanggul und des Jeju Stone Park waren aber machbar.

Bei meinem dreiwöchigen Aufenthalt sind mir außerdem einige Kuriositäten aufgefallen,  Skurriles und Geniales. Davon werde ich in einem anderen Post berichten

 Kurioses und Geniales aus Südkorea.

Ist euch das auch schon passiert, dass  ihr eure Reisepläne  ändern musstet ? Und wie fandet ihr das ?

Über eure Kommentare und eure Likes freue ich mich immer sehr.

 

4 Kommentare zu „Meine andere Südkoreareise

  1. Ich freue mich immer auf Deine Reiseberichte. 🙂

    Aus meiner Erfahrung ist es das, was auf Reisen schief geht, was besonders lange in Erinnerung bleibt und immer Stoff für Erzählungen liefert, bzw. man sich immer wieder erzählt. Vorausgesetzt, dass nicht was wirklich schlimmes passiert ist.

    Gefällt 1 Person

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