Gyeongju: ein „Museum ohne Mauern“ in Südkorea

Einführung

Gyeongju ist eine Stadt im Südosten Südkoreas. Es war die Hauptstadt des Vereinigten Sillareichs, das fast ganz Korea umfasste. Das Königreich entstand zum Beginn des 1. Jahrhunderts und beherrschte den größten Teil der Koreanischen Halbinsel vom 7.  bis zum 9. Jahrhundert. Heute kann man noch ist eine große Anzahl historischer Stätten aus dieser Zeit zu besichtigen. In vielen Reiseführern wird Gyeongju daher als „Museum ohne Mauern“ bezeichnet.

Gyeongju habe ich Ostern 2019 besucht. Obwohl fast 30 % der Koreaner christlichen Glaubens sind, gab es keine Hinweise auf die Feiertage, keine Osterdekorationen, Verkauf von Schokoladenprodukten etc. Gut, dass ich einen  Schokoladenhasen von zu Hause mitgebracht hatte!  Das arme Tier fiel mir allerdings am Ostersonntag zum Opfer Osterhase in Korea .

Tumuli und ein Obbservatorium

Im Stadtgebiet von Gyeongju, zum Teil ganz in der Nähe des Busbahnhofs,  befinden sich mehere Tumuli Zonen. Es handelt sich um Gruppen von Königsgräbern aus der Silla Periode in grasbewachsenen Hügeln, die bis zu 15 m hoch sind. Die größte Gruppe Daereungwon enthält 23 Gräber. Das Grab Cheonmachong kann man sogar von Innen besichtigen und neben den prächtigen Fundstücken (Repliken) sieht man wie über den Gräbern erst Steinhügel und dann Erdmassen aufgeschichtet wurden. Während Daereungwon innerhalb einer Mauer liegt und einen geringen Eintritt (ca. 2,5 Euro) kostet, befinden sich im Stadtbereich von Gyeongju weitere öffentlich zugängliche Gruppen von Hügelgräbern, die zum Teil sehr pittoresk vor der herrlichen Berglandschaft in der Umgebung liegen.

Sehr interessant fand ich auch die Cheomseongdae Sternwarte, das älteste erhaltene Observatorium in Ostasien, das während der Silla Zeit im 7.Jahrhundert erbaut wurde. Es soll der Beobachtung der Sterne gedient haben und zu Wettervorhersagen. Zum Teil wird angenommen, dass der nur von außen über eine Leiter zugängliche Turm eher rituellen oder astrologischen Zwecken gedient haben könnte.

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Auf dem Weg zum Nationalmuseum von Gyeongju  spazierte ich über die prächtige  Woljeonggyo Brücke (Vorgängerbau aus dem 8.Jahrhundert).

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Im  ohne Eintritt zugänglichen Nationalmuseum in Gyeongju bestaunte ich die zahlreichen wunderbaren Fundstücken aus der Silla Zeit. Bei einzelnen Stücken  handelte es sich wohl um Repliken, da ich diese schon im Koreanischen Nationalmuseum in Seoul bewundert hatte.
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Bulguksa Tempel, Seokguram und Golgulsa Tempel

Am Ostersonntag fuhr ich mit dem Bus in ca. 40 Minuten zum Bulguksa Tempel. Es handelt sich um einen rekonstruierten Tempel aus der Silla Zeit (8. Jahrhundert) , der auf mehreren Steinterrassen errichtet wurde. Diese sind zum Teil im Original erhalten. Die Tempelanlage mit über 20 Gebäuden ist wunderschön in die Landschaft eingebettet und liegt in einem dichten Wald.

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Am Bulguksa war buchstäblich die Hölle los. Viele Besucher waren gekommen, um vor den vielen Altären zu beten. Mit Ostern konnte das in einem buddhistischen Tempel wohl nichts zu tun haben … Alle Zufahrten waren, kurz nachdem ich angekommen war, mit PKWs verstopft.

Nach der Besichtigung des Tempels fuhr ich mit dem Bus zur Seokguram Grotte, die auf einem Berg auf 740 m Höhe über dem Bulguksa in einer herrlichen Berglandschaft liegt (Fußweg ca. 45 Minuten). Vom Parkplatz bis zur Grotte ging es noch einmal bergauf. Trotzdem war es ein herrlicher Spaziergang durch den frühlingshaften Laubwald. Von oben genoß ich die  großartige Sicht über die Landschaft, die an klaren Tagen bis zum Japanischen Meer reichen soll.
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Die Seokguram Grotte war einer der Gründe gewesen, warum es mich nach Gyeongju verschlagen hatte. Es handelt sich um eine künstliche angelegte Felsenhöhle aus dem 8. Jahrhundert, in dem sich eine fein ausgearbeitete Buddhastatue aus Granit befindet. Sie ist 3,2 m hoch und sitzt im Lotussitz auf einem  steinernen Podest. Im koreanischen Nationalmuseum in Seoul hatte ich in einer  Animation gesehen, wie die einzelnen Steinblöcke kuppelartig über der Statue aufgeschichtet wurden. Diesen Ort musste ich sehen ! Leider befindet sich aus konservatorischen Gründen inzwischen eine Holzkonstruktion mit raumhohen Glaswänden vor der Rotunde, so dass man die wunderschöne Statue nicht richtig sehen kann. Außerdem gilt ein allgemeines Fotografierverbot in der Grotte. So konnte ich leider nur den Eingang zur Grotte ablichten.

Um zu meinem letzten Ziel, dem Golgulsa Felsentempel, zu kommen, musste ich mit dem Bus fahren und zwei Mal umsteigen, was normalerweise kein Problem gewesen wäre. Allerdings standen wir in der Nähe des Bulguksa Tempels sehr lange mit dem vollbesetzten Bus im Stau. Zum Golgulsa wollte ich hauptsächlich,  um die Summodo Kampfkunstvorführungen der Mönche um 15 Uhr zu erleben. Leider schaffte ich es nicht rechtzeitig. Die Vorführung, die ca. eine Stunde dauert, war gerade zu Ende, als ich dort ankam. Interessant war, dass unter den mir entgegenkommenden Besuchergruppen sehr viele  Leute deutsch sprachen. Sie trugen eine Art Judobekleidung und unterhielten sich angeregt. Als ich eine Gruppe ansprach, erzählten sie mir,  dass sie sich auf einem Temple Stay im Golgulsa Tempel befanden und dass sie  gerade Taekwondo hatten vorführen dürfen, bevor die Mönche Summodo präsentierten. Schade, dass ich die berühmte und gut besuchte Vorführung verpasst hatte!

Wenigstens stieg  ich, schon leicht erschöpft , die steilen Treppen zum Felsenbuddha hinauf. Das überlebensgroße Buddharelief auf der Spitzr einer steilen Klippe wurde im 9. Jahrhundert errichtet.

Als ich zum Ausgang ging, konnte ich noch einige interessante Statuen bestaunen, daunter auch einen Summodo Kämpfer.

 

Fazit:

In Gyeongju befindet man sich inmitten zahlreicher historischer Sehenswürdigkeiten. Die koreanische Geschichte der frühen Neuzeit wird lebendig. Ich war 2,5 Tage dort. Wenn man individuell und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sollte man drei oder vier Tage bleiben, da die Sehenswürdigkeiten zum Teil weit auseinander liegen. Auch wäre ich gerne noch gewandert. Der Weg auf den Namsan soll großartig sein. Wenn man nicht viel Zeit hat, sollte man sich evtl. einer organisierten Tour anschließen.

Mein Aufenthalt in Gyeongju gehörte zu den schönsten Erlebnissen meiner Südkorea Reise.

Wart Ihr schon einmal in der Region ? Und wo hat es euch am besten gefallen?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

 

Traumlandschaft in Taiwan: Kenting Nationalpark

Aufenthalt im Kenting Nationalpark

Der Kenting Nationalpark befindet sich im äußersten Süden Taiwans auf der Hengchun Halbinsel. Es handelt sich nicht um einen gewöhnlichen Nationalpark. Innerhalb  des Parks gibt es kleine Orte mit Unterkünften, die wegen der weißen Sandstrände und des tropischen Klimas gerne von Touristen besucht werden.

Nicht nur die Strände sind von Korallengesteinen umgeben, auch in den Landschaftsschutzgebieten befinden sich im Laufe der Erdgeschichte aufgestiegene Korallenriffe, die mit vielen tropischen Pflanzen bewachsen sind, u.a. Banyan Feigenbäumen. Dichte Wälder befinden sich auf den Hügeln, die wunderbare Aussichten bieten.

Vier Tage lang hielt ich mich in Kenting auf, dem Hauptort am Strand. Viel Zeit verbrachte ich am und im Pool und erholte mich von den Strapazen meiner Reise. Deutlich kürzer blieb ich an der malerischen Bucht „Little Bay“, wo es für meinen Geschmack zuviel Party mit lauter Musik gab.

 

Sheding National Park und Kenting Forest Recreation Area

Den Sheding National Park und die Kenting Forest Recreation Area wollte ich als Erstes besuchen, hatte aber gehört, dass es keine Busse im Park gab. Zunächst wollte ich mich daher im Visitor’s Center über Transportmöglichkeiten und über die Trails informieren. Das Zentrum lag fast 4 km von meinem Hotel entfernt, eigentlich eine fußläufige Entfernung.  Sobald ich aber aus dem klimasierten Gebäude trat, umfing mich eine derart intensive und feuchte Saunahitze, dass ich mich fragte, ob ich überhaupt laufen wollte/konnte. Kurzentschlossen nahm eines der in Taiwan nicht sehr teuren Taxis. Dem Fahrer musste ich allerdings die Abzweigung zum Visitor’s Center an der Hauptstraße zeigen ….

Im Informationszentrum wurde ich sehr freundlich empangen und bekam großartigerweise einen der Rentner, die als Volunteer im Park arbeiten, als Chauffeur und Führer zugeteilt. Herr Ch., ein emeritierter Physikprofessor, war Anfang 60, kam monatlich zum Freiwilligendienst in den Nationalpark, erhielt keine Bezahlung oder Verpflegung und wohnte in einer primitiven Unterkunft im Schlafsaal. Wegen der wunderschönen Landschaft und der vielen interessanten  Besucher des Parks machte es ihm aber sehr viel Spaß.  Für mich war es ein richtig toller Tag mit dem netten Taiwaner. Auf Englisch konnten wir uns gut verständigen und freuten uns beide, dass wir nicht alleine laufen mussten. Auch brauchte ich mich ein (einziges) Mal auf der Reise nicht um die Orientierung kümmern und konnte mich entspannt führen lassen.

Wir fuhren zunächst zum Sheding Park, wo Herrr Ch. das Auto langsam und sehr vorsichtig einparkte.  Zuerst folgten wir einem Seitenpfad zum ausgewiesenen Weg, dem „Secret Butterfly Trail“. Tatsächlich ließen viele prächtige Schmetterlinge blicken. Einige bekam ich auch vor die Linse aber die schönsten mitternachtsblauen Tiere waren sehr unruhig. Sie setzten sich immer nur kurz und flogen gleich wieder davon.

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Wir liefen dann kreuz und quer durch den Sheding Park und bestiegen mehrere höher gelegene Plattformen (Verdant, Shortcut und Skyward Pavillon) mit fantastischen Aussichten.

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Es wurde sehr heiß und ich bat Herrn Ch. um eine Pause. Er  nickte, führte mich aber zunächst noch ca. 1 km auf der glutheißen Straße zur Kenting Forest Recreation Area, wo ich einen geringen Eintritt (ca. 2 Euro) zahlte. Gleich hinter der Kasse lag die Recreation Area mit einen Pausenraum und Getränke- und Snackautomaten. Dort saßen wir sehr angenehm bei natürlicher Air Condition, d.h. im Durchzug. Leider lief auf mehreren Bildschirmen ein Video über die Flora und Fauna des Parks mit einer immer wieder auftauchenden giftgrünen Schlange. Gott sei Dank handelte es sich um das einzige Reptil, das ich an diesem Tag  zu sehen bekam !

Wir spazierten danach  recht angenehm über die größtenteils schattigen Wege der Recreation Area. Das Korallengestein, das sich vor Millionen Jahren aus dem Meer erhoben hatte, und die dort wurzelnden Pflanzen. u.a. die riesigen Würgefeigenbäume, die auch die Ruinen von Angkor umschließen, waren ganz zauberhaft anzusehen. Die zwitschernden Vögel, die üppige Vegetation, die alles überwucherte und in ein magisches grünliches Licht tauchte, trugen zur mystischen Stimmung bei. Auch waren nur wenige Besucher unterwegs.

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Auch  eine kleine Tropfsteinhöhle konnten wir durchqueren (Spinnenphobiker schauen bitte weg) und sehr dicke Spinnennetze bewundern. Die tierischen Baumeister ließen sich aber nicht blicken.

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Auf den Aussichtsturm konnte man sogar mit dem Aufzug fahren. Der Blick auf die bewaldeten Hügel und das Meer bis zur Südspitze Taiwans mit dem Eluanbi Lighthouse war atemberaubend. Außerdem gab es oben ein kleines Restaurant. Bei einem Isogetränk (leider eine Limonade, kein alkoholfreies Weißbier) konnte ich mich erholen und bedankte mich bei Herrn Ch. für den wunderbaren Tag. Reizenderweise fuhr mich der Taiwaner noch zurück zu meinem Hotel.

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Eluanbi Park und Südkap von Taiwan

Nach einem weiteren Erholungstag  fuhr ich mit dem Bus nach Süden zum Eluanbi Park (fährt ca. jede Stunde). Mit einem internationalen Führerschein kann man auch einen Elektoroller leihen und auf der Küstenstraße rund um die Südspitze fahren.

Der Eluanbi Park (Eintritt ca. 2 Euro) ist eine weitläufige Parklandschaft mit kleineren Wanderwegen und dem während der Qing Dyanstie mit Hilfe englischer Ingenieure errichteten Leuchturm.

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Die Trails führten an dicht bewachsenen Korallenriffe vorbei , einer Höhle und durch eine sehr enge, nicht für Übergewichtige geeignete,  Felsenpassage („Narrow Gorge“). Letztendlich handelte es sich um ähnliche Formationen wie in der Kenting Forest Recreation Area.

Sehr erholsam fand ich es auf dem höhergelegenene Sea Pavillon. Zunächst musste man eine steile Treppe hinaufsteigen , konnte dabei aber den „Kissing Rock“ bewundern. Auf der Plattform genoss ich eine Weile eine leichte Brise, die fast kühl wirkte, und  blickte auf  das in den unglaublichen Blautönen schimmernde Meer .

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Zurück am Leuchturm stellte ich fest, dass der Zugang zum Südkap versperrt war. Ich musste zum Ausgang zurück bergab laufen und dann über die Straße wieder hinaufsteigen. In der brütenden Hitze zog sich der Weg ziemlich. Auch wurde ich von zahlreichen Touristen überholt, die lässig auf Elektrorollern saßen.
Insgesamt handelte es sich eher um ein „I was there“ Erlebnis. An Taiwans südlichstem Punkt gibt es ein häßliches Denkmal und davor unzählige Selfies schießende Leute. Auf einer Fototafel wird erklärt, dass auf der einen Seite die Baisha Street und auf der anderen der Pazifik liegt. Sehen konnte man das von dort nicht. Die Küstenlinie verläuft scheinbar gerade.

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Wegen der starken Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit waren Wanderungen nur erschwert möglich.

Wart Ihr schon bei tropischen Temperaturen Wandern und wie ging es euch ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

 

 

 

Tophighlight in Taiwan: Taroko-Schlucht

Einführung

Die Tarokoschlucht liegt im gleichnamigen Nationalpark in der Nähe der Ostküste von Taiwan. Die Schlucht wurde durch den Fluss Liwu tief in die oft aus Marmor bestehenden Felsen eingegraben. Eine  wunderschöne Mäanderlandschaft ist so entstanden. Es handelt sich um eine der schönsten Gebirgslandschaften in Taiwan.

Die Straße (Highway No. 8) führt direkt durch die  Taroko-Schlucht. Den Nationalpark besucht man ohne eigenes Fahrzeug mit einem Hop-On Hop-Off Bus, der von Hualien bis nach Tianxiang fährt. Der Tagespass kostet 250 NT$ (etwa 7,5 €). Der Bus fährt nur ca. alle 50 Minuten, so dass eine Tagestour zu den schönsten Punkten nur sehr zügig zu bewältigen ist. Ich nahm den 2. Bus  um 8:30 Uhr vom Bahnhof in Hualien und die letzte Verbindung zurück,  die in Tianxiang schon um 17 Uhr losgefahren war. Wenn man nur einen Tag Zeit hat, empfiehlt es sich, den ersten Bus um 7:00 Uhr zu benutzen.

Shakadang Trail

Auf meinem Ausflug ging ich zunächst auf dem Weg in der Shakadang Schlucht, einem Seitenarm der Taroko Gorge (hin- und zurück ca. 4 km und 1,5 Stunden, zahlreiche Fotostops miteingerechnet)  mit spektakulären Felsformationen aus Marmor auf einem in den Felsen geschlagenen Weg. Dort musste man des öfteren den Kopf einziehen !

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Yanzikou

Dann ging es mit dem Bus  zur Schwalbengrotte (Yanzikou). Auf der Fahrt bewunderte ich die unglaubliche Schönheit der Berg- und Flusslandschaft. Je weiter der Bus in die Schlucht fuhr,  desto höher wurden  Berge, desto tiefer der Abgrund.  Die Taroko Gorge wird von den steilen grünen Hängen der bis zu 3000 m hohen Bergen eingerahmt. Zudem hingen Nebelschwaden sehr fotogen im Bereich der Gipfel.

 

Der Pfad zur Schwalbengrotte führt direkt neben der Straße durch einen Tunnel für Fußgänger. Es wird dringend empfohlen, auf diesem Weg Schutzhelme zu tragen. Häufige Steinschläge haben schon zu ernsten Verletzungen und sogar Todesfällen geführt. Unser Busfahrer hatte uns darauf nicht hingewiesen und war an der Verleihstation der Helme vorbeigefahren. Die Passagiere aus unserem Bus trugen daher keine Helme. Ich hatte ein  mulmiges Gefühl.
Man lief ca. 20 Minuten direkt an der Taroko Schlucht entlang, die hier sehr eng war, mit einer wunderbaren Aussicht auf die gegenüberliegenden von der Erosion „durchlöcherten“ Felsen,  in der sich z.T. Schwalbennester befanden. Die Aussicht auf die durch Erosion entstandenen Kunstwerke der Natur war so atemberaubend, dass es mir nichts ausmachte,  den Weg an der nicht sehr befahrenen Straße wieder zurück gehen zu müssen, weil es keinen Rundweg gab. So konnte ich die Felsformationen ein weiteres Mal bestaunen.

Baiyan Trail

Danach fuhr ich zum Endpunkt der Bustour nach Tianxiang und ging zum Start des 1 km enfernten Baiyan Trail (2,1 km einfache Strecke). Einen solchen Wanderweg war ich noch nie gegangen. Er führte durch acht unbeleuchtete Tunnel. Der erste Tunnel, mit dem der Trail begann, war der längste mit ca. 800 m. Mit der Handytaschenlampe konnte man die Tunnel ganz gut begehen. Nur der letzte Tunnel war extrem dunkel, wenn auch nicht nicht sehr lang. Um die Orientierung nicht zu verlieren, taste ich mich am  Geländer weiter, das wie in allen Tunneln an der Felswand angebracht war. Zwischendurch gab es immer wieder eine hinreißende Landschaft zu bestaunen, u.a. steil herabschießende Wasserfälle.

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In einer Höhle am Ende des Trails (2,1 km einfache Strecke) befand sich der Water Curtain. Schon am Eingang tropfte es gewaltig. Ich kehrte recht bald um, weil ich keinen richtigen Regenschutz dabei hatte und Kamera und Handy nicht einfach draußen stehen lassen konnte. Auch wurden die Steine, über die man ins Innere ging, immer glitschiger.

Auf dem Rückweg wollte ich eigentlich noch den Lushi Trail gehen, aber mir lief die Zeit davon.  Als der Bus beim Schrein des Ewigen Frühlings (Changchun Shrine) ankam, hatte es zu regnen begonnen. Daher knipste ich nur ein paar Fotos und entschied mich, den Ausflug auf dem Rückweg am Qixingtan Beach ausklingen zu lassen.

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Fazit:
Mein Besuch in der Taroko Schlucht war eines der schönsten Erlebnisse auf meiner Taiwan Reise. Die Highlights der Taroko Gorge kann man an einem Tag anschauen.
Am nächsten Tag wäre ich gerne noch einmal zurückgekehrt, um weitere, auch längere, Wanderungen zu unternehmen und die grandiose Landschaft noch einmal zu genießen. Es regnete aber leider fast ununterbrochen.
Wenn man nicht auf den Shuttlebus angewiesen sein möchte, empfiehlt es sich ein Fahrzeug zu mieten. Allerdings könnte es zum Teil mit Parkplätzen für PKW eng werden.

Habt ihr schon einmal eine wunderschöne Landschaft erlebt,  die euch nachhaltig beeindruckt hat ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Essen in Südkorea oder wie esse ich mit glatten Metallstäbchen Nudelsuppe?

Einführung

Koreanische Gerichte habe ich als Einzelreisende nach dem Trial and Error Prinzip gegessen. Oft wusste ich nicht genau, was ich bestellte. Das unterschied mich von Reisenden, die z.B. mit einer Gruppe essen gehen und sich bei der Bestellung beraten lassen können.

Erster Eindruck der koreanischen Küche

Auf dem Flug von Tokio nach Seoul bekam ich meine erste koreanische Mahlzeit. Auf dem zweistündigen Flug mit Korean Air gab es tatsächlich ein warmes Mittagessen! Ich bestellte Rind und erhielt ein appetitlich aussehendes Ragout. Aber dann: nach den ersten Bissen konnte ich nicht weiteressen. Während Flugzeugessen normalerweise  schwach gewürzt serviert wird, war dieses Gericht brennend scharf. Neugierig schaute ich mich um, aber die asiatischen Mitreisenden aßen völlig ungerührt weiter.

Die südkoreanische Küche weist einen hohen Anteil von rohen Speisen auf: Fisch, Fleisch und sogar Meeresfrüchte. Am Eingang der Restaurants stehen oft Aquarien, die dicht an dicht bevölkert sind und in denen man sich ein Tier aussuchen kann, das frisch zubereitet wird. Gehört habe ich, dass es in Südkorea besonders geschätzt wird, wenn die Tentakel des rohen Oktopus beim Servieren noch zucken. Gesehen habe ich eine solches Gericht nie, aber um die Restaurants mit den Aquarien habe ich auch einen Bogen gemacht.

Essen im Restaurant

Wenn die koreanische Küche beschrieben wird, ist immer von Kimchi die Rede, dem fermentierten mit Knoblauch und Chili gewürzten Weißkohl. Richtig ist, dass es Kimchi, der in jedem Restaurant anders schmeckt, zu jedem Essen gibt, aber meistens als eine der Beilagen, die zu den Gerichten serviert werden. Auf dem Foto sieht man Kimchi hinten in der Mitte.DSC_1055

In Südkorea besitzt Essen und Essen gehen einen sehr hohen Stellenwert. Wie in Japan gibt es zahlreiche Viertel mit vielen nebeneinander liegenden Restaurants, die sehr gut besucht sind.
Am Eingang befindet sich eine Theke, an der man bestellt. Da ich kein Hangeul lesen kann und in der Regel keine englischen Speisekarten aushingen, fragte ich dort, was es gab. Zum Teil wurden dann englische „Menus“ herausgezogen oder es gab Fotos, auf denen mehr oder minder viel zu erkennen war. Nach kurzem Aufenthalt im Land hatte ich festgestellt, dass koreanisches Essen äußerst scharf gewürzt sein kann. Auch wollte ich keinen rohen Fisch oder Fleisch essen. Wenn ich mir ein Gericht ausgesucht hatte, fragte ich daher immer noch „not spicy ?“ und „not raw ?“. Ersteres wurde entweder verstanden oder ich konnte es durch Zeichensprache vermitteln.  Letzteres war schwieriger, aber letztendlich bekam ich nie rohes Fleisch oder ungekochten Fisch serviert. Einmal kam tatsächlich eine Pfanne mit rohen Zutaten, mehreren Gemüsesorten, Tintenfisch und Shrimps. Es handelte sich aber um eines der vielen Restaurants, in denen am Tisch gekocht wird. In die Tischplatte war eine Kochstelle eingelassen und eine Kellnerin kam mehrmals zum Umrühren vorbei. Nie habe ich frischeren Oktopus gegessen und die Shrimps waren butterzart: ein sehr leckeres Essen, wäre da nicht die höllisch scharfe Chilisauce gewesen, in der das Gericht gekocht worden war.

Nach der Bestellung an der Theke wird man zu einem Tisch gebracht und erhält kostenloses gefiltertes Wasser, Mineralwasser oder Tee.  Das Essen wird meist recht schnell serviert. Zum Zahlen geht man wieder an die Theke. Zahlen mit Kreditkarten ist weit verbreitet. Trinkgelder sind nicht üblich.

Suppe essen

In Busan lernte ich Pork Rice Soup kennen. In Downtown gibt es sogar eine „Pork Soup Alley“ mit Restaurants, die diese Spezialität anbieten. Serviert wird eine kräftige Brühe mit leckeren, sehr saftigen Bauchfleischstücken, die ähnlich kräftigend wirkt wie eine japanische Ramen. Zur nur schwach gewürzten Suppe gibt es Reis, weitere Beilagen (z.B. Kimchi ) und Würzmittel, die man nach Gusto in die Suppe geben kann. Sehr lecker ! Die servierten Knoblauchzehen und Chilischoten habe ich aber übrig gelassen.
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Häufiger aß ich auch Nudelsuppe mit Fleisch oder Meeresfrüchten. In koreanischen Restaurants gibt es in jedem Tisch Schubladen, aus denen der Gast Stäbchen und Servietten nimmt. Mit Stäbchen war ich bis dahin in allen bereisten asiatischen Ländern gut zurecht gekommen. Die koreanische Variante besteht aus extrem langen und glatten Metallstäbchen. Später erzählte mir ein Chinese, dass sogar er Schwierigkeiten habe, mit diesem Besteck zu essen.
dsc_1075-kopie.jpgNudelsuppen zu essen, bedeutete eine besondere Herausforderung für mich . Zur Suppe gab es meistens einen kleinen Löffel, z. T. aus Plastik. Mit diesem schöpfte ich zunächst etwas Flüssigkeit ab. Aber dann glitten mir die Nudeln oft wieder von den Stäbchen und platschten in die Brühe. Sehr viel Kleidung hatte ich nicht dabei, daher musste ich entweder rasant zurückweichen oder mit dem Kopf dicht über der Suppenschale die Nudeln sehr schnell schlürfen, was Koreaner perfekt beherrschen.
Als ich einmal, schon in Taiwan, meinen Kaffee verschüttete, lief dieser nicht über meine Kleidung sondern über die Bank, auf der ich gesessen hatte. Mein Training in Korea hatte sich gelohnt. Ich konnte immer noch blitzschnell ausweichen !
Nach meinem sehr anstrengenden Wandertag im Hallasan National Park   Wandern in Südkorea bestellte ich mir eine Gabel und rollte die Nudeln über dem Suppenlöffel wie Spaghetti auf.

Auf Jeju Island gibt es eine spezielle Schweinerasse namens „Black Pork“. In der Inselhauptstadt Jeju-Si besuchte ich die „Black Pork Alley “ (Auf die „Raw Fish Street“ verzichtete ich.) In einem Grillrestaurant durfte ich als Einzelne essen, während die anderen Tische von koreanischen Gruppen belegt waren, die das leckere leicht marmorierte Fleisch genossen und dazu reichlich Soju tranken. Der milde Kartoffel- und Reisschnapps schmeckte mir auch, aber bei einem Alkoholgehalt von 20 % wollte ich nicht die Viertelliterflasche leeren, die in den Restaurants serviert wird.  Das Fleisch wird mit den Beilagen auf Elektoplatten am Tisch gegrillt. Statt eines Messers verwendet man in Korea eine Schere, mit der man Oktopus, Fleisch und Teigtaschen u.s.w. in mundgerechte Stücke schneidet. Das Zerteilen von Knochen o.Ä. hörte sich für mich oft gewöhnungsbedürftig an. Das Gegrillte wird schließlich mit Würzsaucen in ein Salbeiblatt gerollt, was sehr schmackhaft ist.

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Auf Jeju wächst auch die unglaublich süße und saftige Hallabong, eine nur dort vorkommende Tangerinenart.
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Nach einem äußerst pikanten Esssen gönnte ich mir in Korea manchmal einen besonderen Nachtisch aus der Heimat.
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Fazit:

Die Küche Südkoreas ist äußerst vielfältig. Sehr frische Zutaten werden verarbeitet. Obwohl ich gerne etwas scharf esse, überforderte mich der Schärfegrad vieler Gerichte. Außer Suppen habe ich aber Gerichte gefunden, die meistens milder gewürzt wurden, z.B. Bulgogi  (Ragout aus mariniertem Rindfleisch) oder Bibimbap Eintopf mit Rindfleisch, Gemüse und rohem Spiegelei. Einen sehr gastfreundlichen Eindruck machten auf mich die zahlreichen Beilagen, die zusammen mit dem bestellten Essen oft den ganzen Tisch bedeckten. Auch die kostenlosen Getränke (Wasser und Tee), die zu jedem Essen gehörten, haben mir gefallen.

PS: Es gab überhaupt kein Problem mit meinem koffeinhaltigen Lieblingsgetränk in Südkorea. In den Städten fand ich viele Shops von Kaffeeketten, die Cappuccino, Latte Macchiato und Drip Coffee, frisch aufgebrühten Filterkaffee, anboten. Nur am Kuchenangebot könnten die Koreaner noch etwas arbeiten …

Wie hat euch das Essen auf Reisen geschmeckt und wo besonders gut ?

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Gyeongju: ein „Museum ohne Mauern“ in Südkorea

Einführung

Gyeongju ist eine Stadt im Südosten Südkoreas. Es war die Hauptstadt des Vereinigten Sillareichs, das fast ganz Korea umfasste. Das Königreich entstand zum Beginn des 1. Jahrhunderts und beherrschte den größten Teil der Koreanischen Halbinsel vom 7.  bis zum 9. Jahrhundert. Heute kann man noch ist eine große Anzahl historischer Stätten aus dieser Zeit zu besichtigen. In vielen Reiseführern wird Gyeongju daher als „Museum ohne Mauern“ bezeichnet.

Gyeongju habe ich Ostern 2019 besucht. Obwohl fast 30 % der Koreaner christlichen Glaubens sind, gab es keine Hinweise auf die Feiertage, keine Osterdekorationen, Verksuf von Schokoladenproduktne etc. Gut, dass ich einen  Schokoladenhasen von zu Hause mitgebracht hatte!  Das arme Tier fiel mir allerdings am Ostersonntag zum Opfer Osterhase in Korea .

Tumuli und ein Obbservatorium

Im Stadtgebiet von Gyeongju, zum Teil ganz in der Nähe des Busbahnhofs,  befinden sich mehere Tumuli Zonen. Es handelt sich um Gruppen von Königsgräbern aus der Silla Periode in grasbewachsenen Hügeln, die bis zu 15 m hoch sind. Die größte Gruppe Daereungwon enthält 23 Gräber. Das Grab Cheonmachong kann man sogar von Innen besichtigen und neben den prächtigen Fundstücken (Repliken) sieht man wie über den Gräbern erst Steinhügel und dann Erdmassen aufgeschichtet wurden. Während Daereungwon innerhalb einer Mauer liegt und einen geringen Eintritt (ca. 2,5 Euro) kostet, befinden sich im Stadtbereich von Gyeongju weitere öffentlich zugängliche Gruppen von Hügelgräbern, die zum Teil sehr pittoresk vor der herrlichen Berglandschaft in der Umgebung liegen.

Sehr interessant fand ich auch die Cheomseongdae Sternwarte, das älteste erhaltene Observatorium in Ostasien, das während der Silla Zeit im 7.Jahrhundert erbaut wurde. Es soll der Beobachtung der Sterne gedient haben und zu Wettervorhersagen. Zum Teil wird angenommen, dass der nur von außen über eine Leiter zugängliche Turm eher rituellen oder astrologischen Zwecken gedient haben könnte.

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Auf dem Weg zum Nationalmuseum von Gyeongju  spazierte ich über die prächtige  Woljeonggyo Brücke (Vorgängerbau aus dem 8.Jahrhundert).

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Im  ohne Eintritt zugänglichen Nationalmuseum in Gyeongju bestaunte ich die zahlreichen wunderbaren Fundstücken aus der Silla Zeit. Bei einzelnen Stücken  handelte es sich wohl um Repliken, da ich diese schon im Koreanischen Nationalmuseum in Seoul bewundert hatte.

 

Bulguksa Tempel, Seokguram und Golgulsa Tempel

Am Ostersonntag fuhr ich mit dem Bus ca. 40 Minuten lang zum Bulguksa Tempel. Es handelt sich um einen rekonstruierten Tempel aus der Silla Zeit (8. Jahrhundert) , der auf mehreren Steinterrassen errichtet wurde. Diese sind zum Teil im Original erhalten. Die Tempelanlage mit über 20 Gebäuden ist wunderschön in die Landschaft eingebettet und liegt in einem dichten Wald.

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Am Bulguksa war buchstäblich die Hölle los. Viele Besucher waren gekommen, um vor den Altären zu beten. Mit Ostern konnte das in einem buddhistischen Tempel wohl nichts zu tun haben … Alle Zufahrten waren, kurz nachdem ich angekommen war, mit PKWs verstopft.

Nach der Besichtigung des Tempels fuhr ich mit dem Bus zur Seokguram Grotte, die auf einem Berg auf 740 m Höhe über dem Bulguksa in einer herrlichen Berglandschaft liegt (Fußweg ca. 45 Minuten). Vom Parkplatz bis zur Grotte ging es noch einmal bergauf. Trotzdem war es ein herrlicher Spaziergang durch den frühlingshaften Laubwald. Von oben genoss ich die  großartige Sicht über die Landschaft, die an klaren Tagen bis zum Japanischen Meer reichen soll.
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Die Seokguram Grotte war einer der Gründe gewesen, warum es mich nach Gyeongju verschlagen hatte. Es handelt sich um eine künstliche angelegte Felsenhöhle aus dem 8. Jahrhundert, in dem sich eine fein ausgearbeitete Buddhastatue aus Granit befindet. Sie ist 3,2 m hoch und sitzt im Lotussitz auf einem  steinernen Podest. Im koreanischen Nationalmuseum in Seoul hatte ich in einer  Animation gesehen, wie die einzelnen Steinblöcke kuppelartig über der Statue aufgeschichtet wurden. Diesen Ort musste ich sehen ! Leider befindet sich aus konservatorischen Gründen inzwischen eine Holzkonstruktion mit raumhohen Glaswänden vor der Rotunde, so dass man die wunderschöne Statue nicht richtig sehen kann. Außerdem gilt ein allgemeines Fotografierverbot in der Grotte. So konnte ich leider nur den Eingang zur Grotte ablichten.

Um zu meinem letzten Ziel, dem Golgulsa Felsentempel, zu kommen, musste ich mit dem Bus fahren und zwei Mal umsteigen, was normalerweise kein Prolem gewesen wäre. Allerdings standen wir in der Nähe des Bulguksa Tempels sehr lange mit dem vollbesetzten Bus im Stau. Zum Golgulsa wollte ich hauptsächlich,  um die Summodo Kampfkunstvorführungen der Mönche um 15 Uhr zu erleben. Leider schaffte ich es nicht rechtzeitig. Die Vorführung, die ca. eine Stunde dauert, war gerade zu Ende, als ich dort ankam. Interessant war, dass unter den mir entgegenkommenden Besuchergruppen sehr viele  Leute deutsch sprachen. Sie trugen eine Art Judobekleidung und unterhielten sich angeregt. Als ich eine Gruppe ansprach, erzählten sie mir,  dass sie sich auf einem Temple Stay im Golgulsa Tempel befanden und dass sie  gerade Taekwondo hatten vorführen dürfen, bevor die Mönche Summodo präsentierten. Schade, dass ich die berühmte und stets gut besuchte Vorführung verpasst hatte!

Wenigstens stieg  ich, schon leicht erschöpft , die steilen Treppen zum Felsenbuddha hinauf. Das überlebensgroße Buddharelief auf der Spitze einer steilen Klippe wurde im 9. Jahrhundert errichtet.

Als ich zum Ausgang ging, konnte ich noch einige interessante Statuen bestaunen, darunter auch einen Summodo Kämpfer.

 

Fazit:

In Gyeongju befindet man sich inmitten zahlreicher historischer Sehenswürdigkeiten. Die koreanische Geschichte der frühen Neuzeit wird lebendig. Ich war 2,5 Tage dort. Wenn man individuell und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sollte man drei oder vier Tage bleiben, da die Sehenswürdigkeiten zum Teil weit auseinander liegen. Auch wäre ich gerne noch gewandert. Der Weg auf den Namsan soll großartig sein. Wenn man nicht viel Zeit hat, sollte man sich evtl. einer organisierten Tour anschließen.

Mein Aufenthalt in Gyeongju gehörte zu den schönsten Erlebnissen meiner Südkorea Reise.

Wart Ihr schon einmal in der Region ? Und wo hat es euch am besten gefallen?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.