Traumlandschaft in Taiwan: Kenting Nationalpark

For translation please use the Google Translate Button !

Aufenthalt im Kenting Nationalpark

Der Kenting Nationalpark befindet sich im äußersten Süden Taiwans auf der Hengchun Halbinsel. Es handelt sich nicht um einen gewöhnlichen Nationalpark. Innerhalb  des Parks gibt es kleine Orte mit Unterkünften, die wegen der weißen Sandstrände und des tropischen Klimas gerne von Touristen besucht werden.

Nicht nur die Strände sind von Korallengesteinen umgeben, auch in den Landschaftsschutzgebieten befinden sich im Laufe der Erdgeschichte aufgestiegene Korallenriffe, die mit vielen tropischen Pflanzen bewachsen sind, u.a. Banyan Feigenbäumen. Dichte Wälder befinden sich auf den Hügeln, die wunderbare Aussichten bieten.

Vier Tage lang hielt ich mich in Kenting auf, dem Hauptort am Strand. Viel Zeit verbrachte ich am und im Pool und erholte mich von den Strapazen meiner Reise. Deutlich kürzer blieb ich an der malerischen Bucht „Little Bay“, wo es für meinen Geschmack zuviel Party mit lauter Musik gab.

 

Sheding National Park und Kenting Forest Recreation Area

Den Sheding National Park und die Kenting Forest Recreation Area wollte ich als Erstes besuchen, hatte aber gehört, dass es keine Busse im Park gab. Zunächst wollte ich mich daher im Visitor’s Center über Transportmöglichkeiten und über die Trails informieren. Das Zentrum lag fast 4 km von meinem Hotel entfernt, eigentlich eine fußläufige Entfernung.  Sobald ich aber aus dem klimasierten Gebäude trat, umfing mich eine derart intensive und feuchte Saunahitze, dass ich mich fragte, ob ich überhaupt laufen wollte/konnte. Kurzentschlossen nahm eines der in Taiwan nicht sehr teuren Taxis. Dem Fahrer musste ich allerdings die Abzweigung zum Visitor’s Center an der Hauptstraße zeigen ….

Im Informationszentrum wurde ich sehr freundlich empangen und bekam großartigerweise einen der Rentner, die als Volunteer im Park arbeiten, als Chauffeur und Führer zugeteilt. Herr Ch., ein emeritierter Physikprofessor, war Anfang 60, kam monatlich zum Freiwilligendienst in den Nationalpark, erhielt keine Bezahlung oder Verpflegung und wohnte in einer primitiven Unterkunft im Schlafsaal. Wegen der wunderschönen Landschaft und der vielen interessanten  Besucher des Parks machte es ihm aber sehr viel Spaß.  Für mich war es ein richtig toller Tag mit dem netten Taiwaner. Auf Englisch konnten wir uns gut verständigen und freuten uns beide, dass wir nicht alleine laufen mussten. Auch brauchte ich mich ein (einziges) Mal auf der Reise nicht um die Orientierung kümmern und konnte mich entspannt führen lassen.

Wir fuhren zunächst zum Sheding Park, wo Herrr Ch. das Auto langsam und sehr vorsichtig einparkte.  Zuerst folgten wir einem Seitenpfad zum ausgewiesenen Weg, dem „Secret Butterfly Trail“. Tatsächlich ließen viele prächtige Schmetterlinge blicken. Einige bekam ich auch vor die Linse aber die schönsten mitternachtsblauen Tiere waren sehr unruhig. Sie setzten sich immer nur kurz und flogen gleich wieder davon.

DSC02697DSC02700DSC02701

Wir liefen dann kreuz und quer durch den Sheding Park und bestiegen mehrere höher gelegene Plattformen (Verdant, Shortcut und Skyward Pavillon) mit fantastischen Aussichten.

DSC02705DSC02715
Es wurde sehr heiß und ich bat Herrn Ch. um eine Pause. Er  nickte, führte mich aber zunächst noch ca. 1 km auf der glutheißen Straße zur Kenting Forest Recreation Area, wo ich einen geringen Eintritt (ca. 2 Euro) zahlte. Gleich hinter der Kasse lag die Recreation Area mit einen Pausenraum und Getränke- und Snackautomaten. Dort saßen wir sehr angenehm bei natürlicher Air Condition, d.h. im Durchzug. Leider lief auf mehreren Bildschirmen ein Video über die Flora und Fauna des Parks mit einer immer wieder auftauchenden giftgrünen Schlange. Gott sei Dank handelte es sich um das einzige Reptil, das ich an diesem Tag  zu sehen bekam !

Wir spazierten danach  recht angenehm über die größtenteils schattigen Wege der Recreation Area. Das Korallengestein, das sich vor Millionen Jahren aus dem Meer erhoben hatte, und die dort wurzelnden Pflanzen. u.a. die riesigen Würgefeigenbäume, die auch die Ruinen von Angkor umschließen, waren ganz zauberhaft anzusehen. Die zwitschernden Vögel, die üppige Vegetation, die alles überwucherte und in ein magisches grünliches Licht tauchte, trugen zur mystischen Stimmung bei. Auch waren nur wenige Besucher unterwegs.

DSC02749DSC02743DSC02726

DSC02756

Auch  eine kleine Tropfsteinhöhle konnten wir durchqueren (Spinnenphobiker schauen bitte weg) und sehr dicke Spinnennetze bewundern. Die tierischen Baumeister ließen sich aber nicht blicken.

DSC02731DSC02759

Auf den Aussichtsturm konnte man sogar mit dem Aufzug fahren. Der Blick auf die bewaldeten Hügel und das Meer bis zur Südspitze Taiwans mit dem Eluanbi Lighthouse war atemberaubend. Außerdem gab es oben ein kleines Restaurant. Bei einem Isogetränk (leider eine Limonade, kein alkoholfreies Weißbier) konnte ich mich erholen und bedankte mich bei Herrn Ch. für den wunderbaren Tag. Reizenderweise fuhr mich der Taiwaner noch zurück zu meinem Hotel.

DSC02737DSC02733DSC02734

Eluanbi Park und Südkap von Taiwan

Nach einem weiteren Erholungstag  fuhr ich mit dem Bus nach Süden zum Eluanbi Park (fährt ca. jede Stunde). Mit einem internationalen Führerschein kann man auch einen Elektoroller leihen und auf der Küstenstraße rund um die Südspitze fahren.

Der Eluanbi Park (Eintritt ca. 2 Euro) ist eine weitläufige Parklandschaft mit kleineren Wanderwegen und dem während der Qing Dyanstie mit Hilfe englischer Ingenieure errichteten Leuchturm.

DSC02769DSC02762

Die Trails führten an dicht bewachsenen Korallenriffe vorbei , einer Höhle und durch eine sehr enge, nicht für Übergewichtige geeignete,  Felsenpassage („Narrow Gorge“). Letztendlich handelte es sich um ähnliche Formationen wie in der Kenting Forest Recreation Area.

Sehr erholsam fand ich es auf dem höhergelegenene Sea Pavillon. Zunächst musste man eine steile Treppe hinaufsteigen , konnte dabei aber den „Kissing Rock“ bewundern. Auf der Plattform genoss ich eine Weile eine leichte Brise, die fast kühl wirkte, und  blickte auf  das in den unglaublichen Blautönen schimmernde Meer .

DSC02775DSC02777

Zurück am Leuchturm stellte ich fest, dass der Zugang zum Südkap versperrt war. Ich musste zum Ausgang zurück bergab laufen und dann über die Straße wieder hinaufsteigen. In der brütenden Hitze zog sich der Weg ziemlich. Auch wurde ich von zahlreichen Touristen überholt, die lässig auf Elektrorollern saßen.
Insgesamt handelte es sich eher um ein „I was there“ Erlebnis. An Taiwans südlichstem Punkt gibt es ein häßliches Denkmal und davor unzählige Selfies schießende Leute. Auf einer Fototafel wird erklärt, dass auf der einen Seite die Baisha Street und auf der anderen der Pazifik liegt. Sehen konnte man das von dort nicht. Die Küstenlinie verläuft scheinbar gerade.

DSC02796DSC02798


Wegen der starken Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit waren Wanderungen nur erschwert möglich.

Wart Ihr schon bei tropischen Temperaturen Wandern und wie ging es euch ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

 

 

 

2 Kommentare zu „Traumlandschaft in Taiwan: Kenting Nationalpark

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.