Postcards from London

Intermezzo

Bevor es mit meinen Berichten über den Münchner Jakobsweg weitergeht, gibt es Impressionen meines Aufenthalts in London mit einem Ausflug zum Hampton Court Palace.

Seit vielen Jahren war ich nicht mehr in der Stadt und bin sehr überrascht von der kosmopolitischen und deutlich entspannteren  Atmosphäre. Das bleibt hoffentlich auch nach dem Brexit so.

Die Sehenswürdigkeiten hatte ich als sehr viel dunkler in Erinnerung. Das wurde wohl einmal sandgestrahlt. Nur Big Ben war so eingerüstet, dass er kaum zu erkennen war.

Auch die Sommerhitze in der Stadt war mir neu. Es herrschten tagelang Temperaturen über 30 Grad!

Den Aufenthalt in London habe ich sehr genossen. Die Sehenswürdigkeiten,  vor allem die weltbekannten Museen, sind einzigartig und die Londoner waren  durchgehend sehr hilfsbereit.

Intermezzo

Before I continue with my reports on the Munich Way of St. James, I am sending you some impressions of my stay in London with a trip to Hampton Court Palace.

London  I had not visited  for many years and I wasvpleasantly surprised by the cosmopolitan and much more relaxed atmosphere. Hopefully, this will remain after the Brexit.

I remembered the sightseeings as much darker. They had probably been sandblasted. Only Big Ben was so scaffolded that it was hardly recognizable.

Also the summer heat in the city was new to me. There were temperatures above 30 degrees for several days!

Visiting London I enjoyed very much. The sights especially the world famous museums, are unique and the Londoners were very helpful throughout.


Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)
1020696
Westminster Abbey
1020689
Trafalgar Nelson‘s Column
1020699
Houses of Parliament
1020706
Dahinter verbirgt sich Big Ben

10206921020693

1020676
Theater West End
1020735
Ausblick St. Paul‘s Cathedral
1020730
Ausblick St. Paul’s Cathedral

1020958

Hampton Court  Palace Base Court

1020967
Hampton Court Palace The Great Hall
1040125
Tower
1040093
Tower mit The Shard
1020800
Pub im Theaterviertel
1040162
Ausblick The Shard
1040178
Ausblick The Shard

 

image
Fish und Chips  😋

Wart ihr in der letzten Zeit in London und wie hat es euch gefallen ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

PS: „Richtige“ aktuelle Postkarten, die auch die neuen Hochhäuser zeigen, gab es in London nur noch wenige zu kaufen …
Have you been in London lately and how did you like it?

Looking forward to  your comments and likes.

PS: „Real“ new postcards, which show the current skyscrapers,  were hard to find in London …

Auf dem Münchner Jakobsweg (2)

Wanderung von Starnberg nach Herrsching, 16 km, ca. 100 Hm

Nur vier Tage nach meiner zweitägigen Probewanderung auf dem Münchner Jakobsweg  Auf dem Münchner Jakobsweg brach ich zu einer Tagestour durch das Fünf-Seen-Land von Starnberg nach Herrsching auf, vom Starnberger See zum Ammersee.

Noch einmal würde ich mit meinem Daypack wandern, den ich dieses Mal auch nur für eine Tageswanderung packte. Danach sollte es „ernst“ werden. Dann wollte ich den Weg auf möglichst langen, mehrtägigen Etappen fortsetzen.

Wieder herrschte schönes Sommerwetter und eine große Hitze wurde erwartet. Als ich morgens gegen 10 Uhr in Starnberg aus der S-Bahn stieg, betrugen die Temperaturen bereits über 25 Grad Celsius.
In der Stadt trank ich noch einen Kaffee und unterhielt mich kurz mit der Kellnerin. Als ich ihr erzählt hatte, dass ich auf dem Münchner Jakobsweg unterwegs war, rief sie „Oh, auf dem Jakobsweg ! Den will ich schon so lange gehen“. Das kannte ich. Alles was vor der Haustüre beginnt, kann man immer noch unternehmen, was dazu führt, dass man es auf später verschiebt und in der Zwischenzeit lieber zu weit entfernten Zielen reist.
Starnberg mit seinem lebhaften Verkehr hatte ich bald durchquert und war am Wasserkraftwerk angelangt, wo der Weg zur Maisinger Schlucht abzweigt, dem ersten landschaftlichen Highlight der heutigen Strecke. Kurz danach erreichte ich den angenehm schattigen Wald und folgte dem munter plätschernden Bach durch das Naturschutzgebiet. Mit meinem leichtem Gepäck lief ich beschwingt weiter.  Zwischendurch überquerte die Autobahn das idyllische Tal, was den Wandergenuss nur kurz störte, weil die Straße auf einer hohen Brücke verlief, die ziemlich eingewachsen war.

Hinter dem kleinen Ort Maising ging es zum Maisinger See, einem Moorsee und Vogelschutzgebiet. Die Gaststätte war am Montag, dem Ruhetag, geschlossen. Erst als ich weitergegangen war, fiel mir ein, dass ich wenigstens auf die höhergelegene Terrasse hätte steigen sollen, um dort den Blick über den See zu genießen und zu fotografieren. Ich hatte aber auch nicht damit gerechnet, dass es sich um die letzte Aussicht auf den See handeln würde. Auch der folgende Esslsee war hinter Bäumen versteckt.
Nun ging es durch eine Wiesenlandschaft, die wieder in der prallen Sonne lag. Ein Charakteristikum des Bayerischen Jakobswegs ist, dass er oft auf dem freien Feld und dort auf Asphalt oder Schotter verläuft. Es gibt dann wenig Schutz vor Sonne, Regen oder Wind aber zum Ausgleich kann man prächtige Landschaftpanoramen bewundern.

Auf dem Weg nach Aschering erfreuten mich prächtige Feldblumen und Tiere gab es auch zu sehen, sogar ein bayerisches Zebra, das ich leider nicht fotografiert habe. Ihr könnt es aber zusammen mit weiteren wunderschönen Fotos und Beschreibungen im Beitrag von „Aurora will wandern“   über den König-Ludwig-Weg bestaunen

(https://aurorawillwandern.com/2018/05/27/koenig-ludwig-weg-1-es-beginnt-sanft/ ).

In Aschering bewunderte ich die schöne aber leider geschlossene Kirche und den Maibaum. Auch konnte ich keine geöffneten Gaststätte finden aber dafür ein Zeugnis bayerischen Humors bewundern.

P1020133 - Kopie

Auf dem weiteren Weg nach Herrsching brannte die Sonne und ich war froh, dass ich bei diesem Wetter keine Höhenunterschiede zu bewältigen hatte. Aber es gab Hoffnung am Wegesrand…  Und beten konnte man auch !

Dann folgte die einzige nennenswerte Steigung an diesem Tag. In einem Waldstück gab es einen kurzen steilen Anstieg um ca. 80 Meter. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt und mir daher auf einem Baumstamm noch eine kurze Pause mit einem Energieriegel gegönnt.
P1020155 - Kopie
Als ich aus dem Waldstück trat, sah ich zum ersten Mal die Berge, die noch weit entfernt waren.

P1020159 - KopieSchon aus einigen Kilometern Entfernung konnte man das Kloster Andechs mit seinem markanten Kirchturm auf dem „Heiligen Berg“ sehen, dem sich die Wallfahrenden über einen Kreuzweg nähern.

Das Kloster wird seit dem 15. Jahrhundert von  Benediktinermönchen betrieben, die dort leben und arbeiten. Es ist ein berühmter Wallfahrtsort und ein erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen. Am bekanntesten sind die Gastronomie und die Klosterbrauerei. Zu jeder Jahreszeit strömen Massen von Besuchern nach Andechs. Darauf war ich vorbereitet und suchte gleich die Gaststube des Bräustüberls auf, wo es nicht nur wesentlich kühler und leerer war als auf der Terrasse sondern auch viel uriger. Nach einer ausgiebigen Brotzeit mit Wurstsalat und leckerer Andechser Apfelweißer ( einer fertigenMischung aus Apfelsaft und Hefeweizen, keine Schorle) war ich wieder fit genug,  um die Wallfahrtskirche im Rokokostil zu besichtigen und mir den Pilgerstempel zu holen (nicht in der Kirche, sondern im Pfarramt). Außerdem konnte ich es wieder nicht  lassen: ich stieg auf den Turm. Immerhin war ich ohne schweres Gepäck unterwegs und hatte kaum Höhenmeter bewältigt. Nun holte ich Einiges nach, der Aufstieg auf den hohen Turm war ziemlich steil !  Dafür  bot sich mir eine tolle Aussicht auf das Fünf-Seen-Land und den Ammersee.

Auf dem letzten Wegstück lief ich sehr schön im schattigen Laubwald durch das Kienbachtal, wie am Morgen in der Maisinger Schlucht folgte der Weg dem Bach.

In Herrsching wollte ich eigentlich noch im Ammersee schwimmen, hatte dann aber doch keine Lust mehr, nach dem Strandbad zu suchen. Zur Bootsanlegestelle am Seeufer spazierte ich noch und ließ mir vor der Heimfahrt mit der S-Bahn einen Heidelbeereisbecher schmecken.
P1020181

Fazit:

Eine angenehme Wanderung  durch zwei lauschige Naturschutzgebiete. Durch die schattigen Waldstücke und die wenigen Höhenmeter ist der Weg auch im Hochsommer gut zu begehen. Für ambitionierte Wanderer ist die Strecke möglicherweise zu kurz. Der Wanderführer schlägt eine Etappe vom Kloster Schäftlarn zum Kloster Andechs auf dem Jakobsweg vor, die 27 km lang ist. Entweder übernachtet man dann in Andechs oder spaziert noch sechs Kilometer leicht bergab durch das Kienbachtal nach Herrsching, zum S-Bahnanschluss.

Ausblick:

Mit dieser Genusstour hatte ich meine Probepilgerphase abgeschlosssen. Auf dem Münchner Jakobsweg standen nun für mich mehrtägige Etappen an. Ich plante, den Weg zunächst bis Marktoberdorf zu gehen. Den Ort erreicht man nach 170 km und hat dann mehr als die Hälfte der Strecke von 290 km bis nach Lindau zurückgelegt.
Dieses Ziel habe ich einige Wochen später auch fast erreicht. Was ich auf meiner 5-Tages-Wanderung erlebt habe, werde ich als Nächstes berichten.

Wart Ihr schon einmal im Fünf-Seen-Land wandern und wie hat es euch gefallen ?

Über eure Kommentare und eure Likes freue ich mich immer sehr.

Und was bei meiner Fortsetzung des Weges passierte, erfahrt ihr hier Auf dem Münchner Jakobsweg (3)

 

 

Auf dem Münchner Jakobsweg

Einführung

Fasziniert und voller Bewunderung lese ich seit einiger Zeit die Berichte von Pilgern auf dem Jakobsweg. Den Camino Frances in mehreren Etappen oder den Camino Portugues am Stück zu gehen, würde mich schon reizen. Bisher haben mich beim Wandern oft kürzere Touren auf einen Gipfel mit einem tollen Ausblick interessiert. Lange Strecken mit weniger Höhenunterschieden zu gehen, würde mir vielleicht auch gefallen.

Allerdings hatte ich mich oft gefragt, ob ich eine längere Fernwanderung mit Gepäck durchhalten würde. So war die Idee entstanden, in der Nähe meines Wohnortes zu einem „Probepilgern“ aufzubrechen. Ich begab mich auf den Münchner Jakobsweg, der  in der Münchner Innenstadt an der St. Jakobskirche beginnt und über 290 km nach Lindau führt. So konnte ich, wenn es garnicht gehen würde, ohne Probleme nach Hause zurückkehren.

1. Etappe von München nach Starnberg (ca. 37 km)

Ende Juli an einem heißen Sommertag packte ich meinen Day Pack (einen Wanderrucksack besaß ich noch nicht) und nahm zu Testzwecken etwas mehr mit als ich für meine erste Zweitagestour brauchte. Der kleine Rucksack ohne einen gut sitzenden Hüftgurt wog mit Brotzeit und Getränken dann fast 9 kg und fühlte sich nicht besonders bequem an, schnitt aber nirgends ein oder drückte zu stark.
Den ersten Kilometer von der Jakobskirche über den Marienplatz zum Isartor hatte ich schon ein paar Tage vorher zurückgelegt, daher startete ich nun am Isartorplatz und überquerte zunächst die Isar.
Zuerst hatte ich den Weg mit der 2. Etappe am Kloster Schäftlarn beginnen wollen. Das Isarufer in München kannte ich doch schon. Tatsächlich war es ein neues und intensives Erlebnis von der Innenstadt zum Zoo zu Fuß und dann weiter zu laufen. Die Strecke verlief sehr idyllisch immer an der Isar, querte den Fluss von Zeit zu Zeit und folgte ihm erneut. Schließlich ging es am Isarhochufer mit schönen Ausblicken weiter und dann wieder hinab ins Naturschutzgebiet im Isartal. Obwohl der Weg größtenteils auf Schotter zusammen mit dem belebten Radweg verlief, war es dort wunderschön und im schattigen Laubwald fühlte sich das Wandern trotz großer Hitze erträglich an. Auch gab es keine nennenswerten Steigungen. Inzwischen  habe ich die erste Hälfte des Münchner Jakobswegs  zurückgelegt und die 1. Etappe mir hat bisher am besten gefallen.

Ich lief bis zum Kloster Schäftlarn, wo ich mir in der Klosterkirche den ersten Stempel holte. Das Kloster wurde erstmals im 8. Jahrhundert errichtet. Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert im Barock-Rokoko-Stil von bedeutenden Baumeistern prächtig ausgestattet. Barockkirchen würde ich auf dem Münchner Jakobsweg immer wieder besuchen. Obwohl ich ältere Kirchen, z.B. gotische, lieber mag, begann ich die üppig ausgestatteten barocken Gotteshäuser mit der Zeit zu schätzen. Sie passen gut in die Landschaft. Auch war es ein schönes Gefühl als erschöpfte Wanderin in eine helle und prächtige Kirche einzutreten.

Den Pilgerpass für den Münchner Jakobsweg gibt es nur nach einem Aussendegottesdienst in der Jakobskirche, zu dem man sich spätestens zwei Wochen vorher anmelden muss. Ich hatte es nicht rechtzeitig geschafft, mir den Pass zu holen. Daher musste einstweilen mein Wanderführer für die Stempel herhalten.

Im Klostergasthof Schäftlarn konnte ich nicht bleiben, dort war ausgebucht. Deswegen musste ich noch einen relativ steilen, aber nur einen Kilometer langen, Weg nach Ebenhausen gehen. Inzwischen lief ich so ziemlich „auf dem Zahnfleisch“. Das Tragen des schweren Rucksacks hatte meine Füße stärker als vorgestellt belastet. Meine Fußsohlen brannten nach 23 Kilometern wie Feuer. Auftreten konnte ich am Ende nur noch unter Schmerzen. Dem Rücken ging es gut. An den Hüften ziepte es ein bisschen, das ging aber nach ein paar Dehnübungen am Abend weg.  Insgesamt war ich von meiner Konstitution positiv überrascht, beschloss aber am nächsten Tag statt bis Herrsching am Ammersee nur 14 km bis nach Starnberg zu laufen.

Recht gut erholt und mit „voll vertapten“ Fuẞsohlen starte ich meinen zweiten Wandertag. In Ebenhausen hatte ich Probleme, den Weg zu finden, was aber auch daran lag, dass ich mich an das oft verblichene kleine blaue Wanderzeichen mit der gelb strahlenden Muschel gewöhnen musste, dass  oft hinter dichten Laubwerk verborgen war. Nach und nach lernte ich, dass der Weg auf der Strecke lange identisch mit dem König-Ludwig-Weg verlief, so dass ich mich notfalls auch an dieser Beschilderung orientieren konnte.

Die Etappe verlief fast nur auf kleinen, zumindest am Feiertag, nicht befahrenen Straßen, die wenig Schatten boten. Zwischendurch gab es eine Reihe Apfelbäume,  blühende Feldblumen und eine wenig idyllisch an der Autobahn gelegene kleine Kapelle zu sehen, die mir aber gut gefiel.

Der Jakobsweg ging dann hinunter zum Starnberger See, dessen Ufer man auf den letzten Kilometern bis Starnberg folgt. Unterwegs lagen wunderbare historische Villen, die sich hinter hohen Hecken versteckten, so dass schöne Fotos leider nicht möglich waren.
Ich war ganz froh, als es sich schließlich bewölkte. Es fielen sogar ein paar Regentropfen, aber von dem angekündigten Gewitter blieb ich verschont. Am Nachmittag fuhr ich mit der S-Bahn zurück.

Fazit:
Nach 37 km Wandern mit Gepäck  kam ich etwas fußlahm aber doch erstaunlich fit zu Hause an. Ich wollte den Jakobsweg auf jeden Fall weitergehen, plante aber als nächstes eine Tagestour ohne Rucksack von Starnberg über das berühmte Kloster Andechs nach Herrsching. Sowohl der Start als auch das Ziel waren für mich mit S-Bahnen zu erreichen. Das wollte ich mir gönnen.  Danach würde es dann in mehrtägigen Etappen weitergehen .

Wart ihr schon auf einem Jakobsweg wandern und wie ging es euch?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

Weiterlesen „Auf dem Münchner Jakobsweg“

Meine Reise durch Ostasien im Frühjahr 2019

Einführung

Von Mitte März bis Ende Mai war ich in Japan, Südkorea und Taiwan unterwegs. Meine Erlebnisse könnt ihr in 16 Beiträgen nachlesen. Meistens habe ich am Ende des Berichts ein Fazit gezogen.

Wie sehe ich das nun, wenn ich die gesamte Reise betrachte ?

Meine Tour dauerte neun Wochen. Drei Wochen verbrachte ich in jedem Land. Mir war von vornherein klar gewesen, dass ich nicht viel Zeit in Japan hatte, wo es unendlich viel zu erleben und zu sehen gibt. In Südkorea und Taiwan hielt mich dagegen länger auf als die meisten Reisenden. Ziel war ein entspannteres Reisen.

Beeindruckendes

Die Länge der Reise bot mir eine außergewöhnliche Chance viel zu besichtigten und zumindest ansatzweise etwas über die Kultur des Reiselandes zu erfahren. Zusammenzufassen, was mich in den Ländern besonders beeindruckt hat, ist fast unmöglich.

In Japan fand ich alle besuchten Orte und deren Sehenswürdigkeiten so toll, dass ich nicht sagen kann, was mir am besten gefallen hat.
Es war mir vergönnt, die zauberhafte Kirschblüte (Sakura) mit den entzückten Einheimischen, auch beim Hanami Picknick, zu sehen Kirschblüte in Hiroshima und Fukuoka im März 2019 Japanreise im April 2019

Bei meinem Aufenthalt an den Fuji Seen hatte ich unglaubliches Glück mit dem Wetter. Der Fuji hüllt sich oft in Wolken. Die majestästische Schönheit des Berges durfte ich drei Tage lang bewundern. Auch Ansichten jenseits der Postkartenidylle konnten meine Faszination nicht trüben.

Darüber hinaus habe ich die Freundlichkeit und höfliche Rücksichtnahme der Japaner sehr geschätzt und das überaus ästhetische Design in vielerlei Hinsicht, z.B. in den Tempelgärten, beim Geschirr und der Anrichtung von Speisen.
Unglaublich durchdacht, ja geradezu liebevoll, ist auch die Organisation für die Reisenden, die genauen Beschilderungen auf den Bahnhöfen (auf dem Boden sind die Waggonnummern der Züge aufgemalt und diese halten, auf die Minute pünktlich, genau dort) und im Zug (an jedem Sitz ist die Lage der nächsten Toilette, des Mülleimers etc. verzeichnet), das immer gegenwärtige Servicepersonal, das z.B. auf dem Weg nach Koyasan an der Bergstation der Zahnradbahn steht und jeden Touristen anspricht, um ihm die passende Bushaltestelle zu zeigen. Es ist kaum möglich, sich zu verlaufen und wenn es doch einmal passiert, dann gibt es immer jemanden der bereitwillig hilft. Als ich vom Flughafen Narita nach Seoul fliegen wollte, war die Metroverbindung wegen einer technischen Störung unterbrochen. Mehrere Einheimische,  alle ohne Englischkenntnisse, halfen mir den alternativen Weg zu finden, der ein mehrfaches Umsteigen mit Richtungsänderungen erforderte, indem sie mich nacheinander ein Stück begleiteten.

Nach Japan möchte ich auf jeden Fall noch einmal reisen, am liebsten während der Laubfärbung im Herbst.

DSC00592

Korea beeindruckte mich mit wunderbaren Landschaften und prächtigen Tempeln. Auf den sorgfältig angelegten Wanderwegen, wo es sogar mit Jute verkleidete Felsen gab, konnte ich oft beides zusammen genießen. Die Wege führten häufig an idyllisch gelegenen Tempeln vorbei. Beim Wandern habe ich sehr sportliche und oft ältere Koreaner getroffen, die mir außerdem sehr freundlich begegneten, mir Süßigkeiten und Energydrinks schenkten Wandern in Südkorea. Zu entdecken gab es auch die spannende Silla Kultur, die ich vor meiner Reise nicht kannte, mit Zeugnissen vom 1. bis zum 7.  Jahrhundert in der ehemaligen Hauptstadt Gyeongju Gyeongju: ein „Museum ohne Mauern“ in Südkorea

Wenn ich noch einmal nach Südkorea komme, würde ich mich gerne näher mit der innovativen und kreativen modernen Architektur und Kunst befassen. Auch das Nebeneinander von Tradition und Moderne könnte durchaus spannend sein.

DSC01750
Im Gamcheon Cultural Village Busan

Taiwan hat mir wegen der traumhaften Landschaften, u.a. in der Tarokoschlucht und im Kenting Nationalpark sehr gut gefallen. Bei besserem Wetter hätte ich außerdem in den Alishan Forest Recreation fahren können, was wegen einer Straßensperrung nicht möglich war Taiwan, die Zweite.
Dort muss es magisch schön sein. Sollte ich noch einmal in die Gegend kommen, hole ich den Besuch nach.
Ganz wunderbar fand ich die reizenden Taiwaner, die mir z.T. schon zu Hilfe eilten, wenn ich noch nicht einmal darum gebeten hatte.
Auch für die farbenfrohen Tempel in Taiwan konnte ich mich noch einmal begeistern, obwohl ich in Japan und Korea schon so viele besucht hatte.

DSC03024 - Kopie

Nachdenkliches

Allerdings wurde es mir oft zu viel. Es waren einfach zu viele Eindrücke zu verarbeiten. Zwischen den Besichtigungen hatten ich vor allem in Korea längere Wanderungen geplant, was so nicht möglich war Meine andere Südkoreareise
In Taiwan verhinderte oft die Regenzeit mit  sturzbachartigen Niederschlägen längere Aufhalte in der Natur Taiwan, die Zweite

So lange war ich seit vielen Jahren nicht mehr unterwegs gewesen. Als Reisepartnerin bin ich ziemlich ungeeignet, weil ich oft spontan meine Pläne ändere, noch einen Umweg gehe, etwas anderes weglasse oder verschiebe. Viele Reisen hatte ich daher schon alleine zurückgelegt und das auch meistens sehr genossen.
In Ostasien gab es wenig Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme. Viele Asiaten bleiben gerne unter sich und sind in Gruppen unterwegs. Auch traf ich sehr selten auf alleinereisende Frauen. Vor allem in Korea aber auch in Taiwan gab es auch nur wenige westliche Touristen.
In den zweieinhalb Wochen zwischen dem Besuch des Bulguksa Tempels in Korea und der Taroko Schlucht in Taiwan begegnete ich keinem einzigen Deutschen. Ich begann meine Landsleute regelrecht  zu vermissen …  Im Taroko Nationalpark quatschte ich deutschsprachige Reisende an, um mich wieder einmal in meiner Muttersprache über Reiseeindrücke austauschen zu können.
Oft habe ich in Hotels übernachtet, aber auch in Hostels und in Guesthouses war die Atmosphäre nicht kommunikativer. Gemeinsame Aufenthaltsräume wurden nicht  genutzt.
Kurzum, ich fühlte mich oft ziemlich einsam. Gut, dass es WhatsApp gibt und die Möglichkeit kostenlos nach Hause zu telefonieren!
Was das für künftige Reisen bedeutet, überlege ich noch. Zu Beginn einer Süd- oder Mittelamerikareise könnte ich einen Sprachkurs buchen (endlich richtig Spanisch lernen!) und mich erst einmal im Land akklimatisieren. Gruppenreisen mag ich nicht, aber zwischendurch einen Reisebaustein zu buchen, wäre eine Option .

Fazit:

Eine faszinierende Reise mit sehr vielfältigen Eindrücken, viel gelernt über die durchaus unterschiedlichen Kulturen in Ostasien, verlief zum Teil anders als erwartet, habe mich selber noch besser kennenlernt, viel Stoff zum Nachdenken und nachhaltiges Interesse an den besuchten Ländern gewonnen.

Wart ihr schon in Ostasien unterwegs und wie hat es euch gefallen ? Wie waren eure Erfahrungen mit dem Alleinreisen ?

Über eure Likes und Kommentare freue ich mich immer sehr.