Warum blogge ich ?

Nach gut eineinhalb Jahren ist es Zeit, meine Motivation und meine Erfahrungen als Bloggerin Revue passieren zu lassen und zu hinterfragen.

Schreiben war schon immer ein Hobby.  Vor allem auf meinen Reisen habe ich ausführlich Tagebuch geschrieben (Von anderen schriftstellerischen Versuchen soll hier nicht die Rede sein.).  Etwas zu veröffentlichen,  bot mir einen zusätzlichen Anreiz. Meine Themen wählte ich nach meinen eigenen Interessen aus. Ich reise sehr gerne und liebe es, ins Kino zu gehen. Sehr gut möglich, dass ich mich damit nicht gerade in einer attraktiven Nische befinde !

Meine Tochter hatte mich gewarnt, dass Aufmerksamkeit in sozialen Medien sehr schwer zu bekommen und zu halten ist, aber natürlich träumte ich von einer gewaltigen Resonanz auf meine Beiträge.

Mein erster Post befasste sich mit meinen Erlebnissen auf der Berlinale 2018 (ist inzwischen gelöscht) und generierte einen Aufruf und einen Like. Bei den folgenden Berichten aus Berlin war es ähnlich. Ein Post wurde garnicht aufgerufen. Zu dieser Zeit beschrieb ich hauptsächlich meine Erfahrungen als Akkreditierte, wie es mir erging auf der Berlinale. Es gab ausführliche Texte und sehr wenige Fotos. Da ich neu im Geschäft war, hatte ich die Wichtigkeit nicht erkannt und zwischen den Kinovorstellungen nicht geknippst.

Tatsächlich fotografiere ich sehr gerne, aber nicht auf professionellem Niveau. Durch meine Beschäftigung mit anderen Blogs habe ich viel über Bildaufbau o.Ä. gelernt. Das ist weiterhin so und es gefällt mir sehr. Auch das Lesen von Blogs war und ist sehr lehrreich und davon abgesehen oft ziemlich spannend und informativ.

Bei meinen nächsten Beiträgen verwendete ich  mehr Fotos. Letztendlich ist das immer noch so. Es ist gut, ein Foto zu posten, wenn es aussagekräftig ist und man spart sich eine umständliche und evtl. missverständliche Beschreibung. Leider gerät dabei der Text etwas ins Hintertreffen. Schreiben aber war und ist, was mir am meisten Spaß macht.

Nach und nach erhielt ich mehr Aufrufe, auch Likes und Kommentare. Aber ist das der Grund, warum ich blogge ? Irgendwo habe ich gelesen, dass Likes das Belohnungszentrum im Gehirn ansprechen (Und das ohne Kalorienzufuhr !). Und ich freue mich tatsächlich sehr über Likes, habe aber den Verdacht , dass es so sein könnte  wie bei allen Belohnungen.  Man hält sie für erstrebenswert solange sie ausstehen oder knapp sind, aber danach ist es nicht mehr so wichtig. Aber soweit ist es bei meinem Blog noch lange nicht …

Kommentare sind etwas anderes. Sie bedeuten, dass jemand  sich mit einem Beitrag befasst hat und dir eine Rückmeldung dazu gibt. Es entsteht der Austausch, den ich für den eigentlichen Sinn der Bloggerei halte. Sehr schön finde ich auch, dass ich zwar nicht hunderte Follower habe, aber dass relativ viele meine Beiträge sehen und darauf reagieren.

Aus kommerziellen Gründen blogge ich nicht. So Einnahmen zu erzielen, hielte ich für recht mühselig. Auch möchte ich mir den Spaß am Hobby nicht verderben. Wenn ich z.B. Fristen einhalten müsste, um bestimmte Beiträge zu posten, würde das doch stark „nach Arbeit riechen“. Und, hoffentlich trete ich niemand zu nahe, mein Eindruck bei sogenannten gesponserten Beiträgen ist oft zwiespältig. Würde der*die Autor*in so positiv über ein Produkt schreiben, wenn es nicht kostenlos zur Verfügung gestellt worden wäre? Persönlich versuche ich,  jegliche, auch kostenlose, Werbung für Hotels, Veranstalter etc. zu vermeiden, indem ich die Namen nicht nenne. Bewerten kann ich ja auf einschlägigen Portalen, z. B. bei Amazon und Google.

Mich beschäftigt zur Zeit der Ton, in dem ich meine Beiträge schreiben sollte. Zu Beginn meiner Bloggerei stellte ich meine persönlichen Erlebnisse in den Vordergrund. Ich wollte weder Festival- noch Reiseführer schreiben. Von der Wiedergabe persönlicher Empfindungen habe ich mich ein Stück weit entfernt. Wen interessiert es schon, ob ich keine Zeit zum Essen hatte und dann – oh Wunder! – Hunger bekam?   Ist eigentlich banal.

Andererseits sehe ich immer wieder zum Teil äußerst erfolgreiche Blogbeiträge wo genau das wiedergegeben wird und zwar extensiv. Je ausführlicher  ein*e Blogger*in   (gesundheitliche) Probleme schildert und Tränenausbrüche erwähnt, desto besser scheint es zu gefallen. Ob echte Anteilnahme oder ein Anklang von Voyeurismus dahinter steckt, kann ich nicht beurteilen. So zu schreiben, wäre ohnehin nicht mein Stil, aber ich frage ich mich schon, ob ich den Focus neben der sachlichen Information wieder ein bißchen mehr auf Persönliches legen soll. Bei negativen Erlebnissen bleibt es mir jedenfalls wichtig, ein Stück zurückzutreten und das Ganze auch von außen zu betrachten, nach dem Motto „Was ist da denn wieder passiert ? Bedauerlich, aber nicht der Weltuntergang.“

Eine Bloggerin, die ich sehr schätze, hat einmal sinngemäß Folgendes geschrieben. Beim Bloggen soll man sich nicht verbiegen. Publiziere so, wie du es dir gefällt. Mach‘ dein Ding. Diejenigen, die es interessiert, werden dich finden und bleiben. Bis dahin habe viel Geduld.

Persönlich werdend verrate ich euch hiermit, dass Geduld überhaupt nicht zu meinen Stärken gehört. Solange mir das Bloggen Spaß macht, werde ich aber auf jeden Fall weitermachen !

Warum bloggt Ihr ? Was ist euch wichtig  und macht Spaß ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

 

 

 

 

 

 

t

 

Heidelberg in Böhmen : Traumstadt Krumau an der Moldau

Český Krumlov oder Krumau ist eine Stadt in Südböhmen. Die kleine Altstadt liegt malerisch an einer Flussschleife der Moldau.  Der gesamte Ortskern besteht aus über 300 Häusern im Renaissance- oder im Barockstil und ist bei der UNESCO als Kulturdenkmal eingetragen. Über den Häusern ragt das Schloss (erbaut im 13. Jh.) empor. Das Schlossgebäude weist Elemente aus der Spätgotik, der Renaissance und dem Barock auf. Vom runden Schlossturm  hat man einen fantastischen Panoramablick auf die am Fluss gelegene historische Stadt.

Asiatische und vor allem chinesische und koreanische Touristen bevölkern die Stadt in Massen. Sie scheint – zu Recht – festes Ziel einer Europareise zu sein. Die koreanischen Reisegruppen weckten meine Erinnerungen an das Zusammentreffen mit den Einheimischen während meiner Südkoreareise Begegnungen in Südkorea

Wir haben die Stadt Ende September auf der Rückreise vom Elbsandsteingebirge besucht, wo wir fünf Tage lang auf dem Malerweg unterwegs waren, einem der schönsten deutschen Wanderwege (Bericht folgt).

Beim Schlendern durch die Altstadtgassen mit sehr netten Cafés und Restaurants haben wir das empfehlenswerte Schiele Museum (befasst sich u.a. mit den Aufenthalten von Egon Schiele in Krumau, zeigt einige Originalzeichnungen und Reproduktionen von Gemälden, auf denen die Stadt abgebildet ist und zusätzlich Ausstellungen zeitgenössischer Kunst) und das historische Fotoatelier Seidl besucht, das zu einem informativen und spannenden Museum umgebaut wurde, und sind natürlich auf den Schlossturm gestiegen. Leider war das noch funktionsfähige Barocktheater im Schloss gerade geschlossen.
Die Český Krumlov Card gewährt reduzierten Eintritt in fünf Museen (umfasst nicht die Schlossführung aber den Schlossturm) und sie gilt ein Jahr lang. Für uns hat sich die Karte gelohnt. Auch das Kloster aus dem Mittelalter fanden wir sehenswert. Wenn man wenig Zeit hat, muss man es aber nicht unbedingt besuchen und sollte lieber noch ein bißchen durch die Altstadt flanieren.

Wir haben einen wunderbarenTag in einer außergewöhnlich gut erhaltenen und liebvoll restaurierten Altstadt verlebt.

Ganz herzlichen Dank an Hania Kartusch für ihren Bericht über Krumau  Krumau – Český Krumlov .Von ihren meisterhaften Fotos habe ich mich inspirieren lassen.

DSC04169DSC04181DSC04185DSC04177DSC04189DSC04191DSC04192DSC04200DSC04216DSC04224DSC04238DSC04239DSC04241

Wart ihr schon einmal in einer Stadt in Tschechien mit einer schönen Altstadt?  Und was habt ihr erlebt ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

 

Auf dem Münchner Jakobsweg (5)

Wieder einmal war ich auf dem Münchner Jakobsweg unterwegs. An fünf Tagen wollte ich von Dießen am Ammersee nach Marktoberdorf laufen. Bis Lechbruck hatte alles recht gut geklappt, wie schon berichtet.

Am letzten Tag wollte ich eine Strecke von 26 km zurücklegen. Es sollte meine „Königsetappe“ werden.  Wahrscheinlich wollte ich mir beweisen, dass ich so weit mit Gepäck laufen kann. Wie dem auch sei, es hat nicht ganz funktioniert.

Von Lechbruck nach Stötten am Auerberg , 15 km

Morgens brach ich in Lechbruck auf und lief vorbei an der Kirche, eine der wenigen am Weg, die geschlossen waren. Den Pilgerstempel hatte ich aber schon im Hotel bekommen.
Am Vortag hatte ich geflucht, dass ich zum Hotel noch bergauf durch den Ort gehen musste.  Das kam mir jetzt zugute. Sehr schnell erreichte ich den Jakobsweg, der als Panoramaweg wunderbare Ausichten über den Ort, den Lechstausee und die Berge  bot.

P1020515 - Kopie

Auf dem weiteren Weg gab es kilometerweit keinen Schatten. Als ich durch die pralle Sonne lief, merkte ich schon, dass ich mich nicht fit fühlte. Ich durchquerte Gegend mit schön bemalten Bauernhäusern und wunderte mich, dass ich, obwohl es Samstag und damit kein Tag für Pendler war, nur wenige Einheimische sah. War es ihnen etwa zu heiß ?

P1020524 - KopieP1020526P1020529P1020544Nach einem sanften Anstieg musste ich mich schon erholen. Auf einer Bank im Schatten vor einer Kapelle legte ich eine Trinkpause ein.P1020534

P1020535P1020536

In Bernbeuren schaute ich in der Kirche vorbei und stärkte mich für den bevorstehenden Aufstieg zum Auerberg mit einem starken schwarzen Kaffee. Ein Café gab es nicht, aber einen Laden und gemütliche Bänke.

P1020542Zunächst verlief der Wanderweg  durch die romantische Feuerschlucht mit geringen Steigungen. Das sanfte Plätschern des Baches war sehr wohltuend.

P1020545P1020546

Aber dann ging es richtig zur Sache.  Der Anstieg um 300 m auf den 1055 m hohen Auerberg verlief sehr steil. Der Jägersteig ging am Waldrand entlang und war größtenteils schattig . Es gab auch immer wieder schöne Aussichten. Ich schleppte mich aber mühsam auf den Berg.

P1020550

Auf dem Auerberg angekommen legte ich eine Mittagsrast ein. Ich war ausgepowert, hatte auch sehr viel Wasser getrunken, so dass ich kaum Hunger hatte. Eine Rinderbrühe mit Brätstrudel und ein Kaffee weckten meine Lebensgeister wieder. Danach war ich fit genug um über die enge Holztreppe auf den Turm der St. Georgs-Kirche zu klettern und die Aussicht zu bewundern.

P1020553

P1020562P1020563

Nun folgte ein angenehmer Waldweg, der ohne starkes Gefälle nach Stötten führte. Trotzdem kam ich ziemlich geschafft dort an. Als ich bei Cappuccino und Apfelstrudel saß, konsultierte ich den Wanderführer. Der Weg nach Marktoberdorf schaute recht eben aus, aber ich hätte noch fast 12 km laufen müssen. Die Kellnerin bestätigte mir, dass es über Wiesen ging und dass die Strecke nur sehr wenig Schatten bot. Nun musste ich leider zugeben, dass ich mein Ziel nicht erreichen würde. Ein letztes Kirchenfoto knipste ich noch mit dem Handy. Das Innere der Kirche besichtige ich, wenn ich den Weg, wahrscheinlich im Oktober, an dieser Stelle fortsetze.
DSC_1377 - KopieNachdem ich festgestellt hatte, dass der nächste Bus erst mehrere Stunden später fuhr, bestellte ich mir ein Taxi. Es brachte mich zum Bahnhof Markoberndorf, wo ich nach kurzer Wartezeit  in den Zug nach München stieg.

Fazit:

Den Münchner Jakobsweg bin ich bis Kilometer 159 gegangen. Die 25 km, die ich am Ammersee ausgelassen habe Auf dem Münchner Jakobsweg (3), werde ich auf einer Tageswanderung nachholen.

Während meiner 134 km habe ich einige Tageswanderer gesehen, aber fast keine Pilger getroffen. Gleich zu Beginn des Weges in den Münchner Isarauen unterhielt ich mich mit einer Pilgergruppe vom Bodensee, die von München zurück nach Hause unterwegs waren. Weitere Wanderer mit Rucksack, insgesamt vielleicht fünf, habe ich nicht angesprochen, um sie zu fragen, ob sie den Weg gehen wollten. Am Münchner Jakobsweg gibt es keine Pilgerherbergen. Künftig möchte ich häufiger in pilgerfreundlichen Unterkünften übernachten und hoffe, dort andere zu treffen mit denen ich mich über Pilgererlebnisse austauschen kann.

Auf dem Weg konnte ich bei schönstem (wenn auch heißem) Sonnenschein schon sehr oft herrliche Landschaftsbilder und prächtige Rokokokirchen zu bewundern. Nicht so gut gefallen hat mir der hohe Asphalt-  bzw. Schotteranteil. Das wird hoffentlich besser, wenn ich den Weg im Herbst bis Lindau weiter gehe. Und vielleicht gelingt mir dann ein Tagesdurchschnitt von 20 km.

Eine Frage beschäftigt mich: wie weit muss ich eigentlich pilgern, bis mir die innere Einkehr gelingt ? Ich habe den Verdacht, dass dieses Erlebnis bei mir etwas länger dauern könnte. Nun ja, bis Lindau habe ich noch 131 km und dann bis Santiago …

Wie ging es euch, wenn ihr gepilgert seid ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

Wollt ihr wissen, wie es mir im Oktober erging, als ich den Weg fortgesetzt habe. Meine Bericht beginnen hier:

Weiter geht’s auf dem Münchner Jakobsweg .

 

 

 

 

 

Auf dem Münchner Jakobsweg (4)

Wer zum ersten Mal eine Fernwanderung mit Rucksack unternimmt, erwartet wundgelaufene Füße und schmerzende Knochen. Wunderbarerweise war das bei mir nicht der Fall. Allerdings bekam ich ein anderes Problem …

Von Rottenbuch nach Lechbruck, 20,5 km, 282 m nach oben und 278 nach unten

Wie schon berichtet war ich am 3. Abend nicht sicher, ob ich die Wanderung mit meiner Blasenentzündung fortsetzen konnte. Auf dem Weg durch die Ammerschlucht war ich doch ziemlich eingeschränkt gewesen Auf dem Münchner Jakobsweg (3) .
Am nächsten Tag ging es mir nicht besser. Beim opulenten und sehr leckeren Frühstück mit selbstgekochten Marmeladen (von dem ich kaum etwas essen konnte) erzählte ich meiner Wirtin von meinen Malaisen und fragte sie nach der Busverbindung nach Marktoberdorf. Die reizende Frau telefonierte sofort mit der einzigen Ärztin im Dorf und organisierte mir einen Termin um 8.30  Uhr, noch vor dem Sprechstundenbeginn. Die Ärztin berichtete, dass die Jakobswegpilger in der Regel mit schlimmen Blasen oder Kniebeschwerden zu ihr kämen. Die nette Frau Doktor verschrieb mir Antibiotika gegen den Harnwegsinfekt und Schmerzmittel.  Sie hatte keine Bedenken, dass ich den Weg fortsetzte, wenn ich mich gut genug fühlte.
Gegen 10 Uhr konnte ich doch noch in Rottenbuch aufbrechen. Nun begannen wieder die üblichen schattenlosen Kies- und Asphaltwege. Zwischendurch sah ich aber immer wieder schöne Bergpanoramen und war einfach glücklich, dass ich weiterlaufen durfte.P1020466 - KopieBis Wildsteig ging es immer wieder leicht bergauf. Im Ort sah ich die Kirche auf einem Hügel. Ich konnte gerade noch ein Foto schießen, mich aber nicht dazu überwinden,  auf den Kirchenhügel zu steigen. Mir fehlte die Energie und vielleicht machte sich auch eine  beginnnende Übersättigung mit Rokokokirchen bemerkbar.

Auf dem Weg zur Wieskirche kam ich an dem kleinen Weiler Holz vorbei. Vor der Dreifaltigkeitskappelle wurde auf die Entfernung bis Santiago hingewiesen. Ganz schön weit! Ich bewundere Pilger, die vom Wohnort starten und dann die gesamte Strecke zum Grab des Apostels laufen. Irgendwann möchte ich auch nach Santiago pilgern, aber doch lieber in Portugal oder in Frankreich starten.P1020472 - KopieP1020475 - KopieDie  Wies-Kirche (Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland) konnte ich schon von Weitem sehen. Die weltberühmte Kirche gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und wurde im 18. Jahrhundert von den Gebrüdern Zimmermann erbaut bzw. mit Stuckaturen ausgestattet.
P1020484 - KopieZahlreiche Reisebusse mit, oft asiatischen, Touristen waren eingetroffen. Große Besuchermassen strömten in die Kirche.  Der Andrang hatte den Vorteil, dass es im Wirtshaus eine gute Essensauswahl gab. Ich legte erst einmal eine ausgedehnte Mittagspause ein. Auch eine Kopfbedeckung konnte ich an einem der vielen Souvenirstände kaufen, sogar ohne Aufdruck von der Wieskirche, nachdem ich meinen Hut in der Ammerschlucht bei der Buschtoilette verloren hatte.
DSC_1374 - KopieNach dem Mittagessen besuchte ich die Wieskirche. Das Kircheninnere, das  von einzigartiger Schönheit sein soll, ließ mich seltsamerweise kalt. Auf dem Münchner Jakobsweg hatte ich schon sehr viele Rokokokirchen besucht und nach kurzer Zeit hatten sie mir gefallen. Von außen wirkten die Kirchen ziemlich schlicht.  Wenn ich als erschöpfte Pilgerin ins helle, verschwenderisch ausgestattete Kircheninnere trat und  unter anderem die wunderbaren Deckenfresken mit ihren Pastellfarben bewunderte,  war das ein ziemlich erhebendes Gefühl. Auch meine ich, dass die Bayern und Barock gut zusammenpassen. Auf die Wieskirche trifft alles Genannte zu,  aber die Ausstattung aus dem Spätrokoko war mir doch zu überladen. An vielen Statuen hingen oft mehrere Putten, um die noch zusätzlich farbenfrohe, oft goldene, Girlanden aus Stuck drapiert waren.
Den  Pilgerstempel gab es hinter der Kirche in einem Kasten. Mit dem Gotteshaus und den Besuchermassen im Rücken konnte ich die Landschaft bei der Wieskirche ungestört bewundern, den fantastischen Blick über Wiesen, Wälder und ins Gebirge. Die Wallfahrtskirche, die  auf einem kleinen Hügel liegt, wirkt wie auf einem Präsentierteller, lenkt aber auch den Blick auf die Schönheit der Natur.

Der Jakobsweg führte weiter über Brettersteige durch ein kleines Hochmoor, das Wiesfilz, das zum Teil mit krüppeligen Kiefern bewachsen war. Erstaunlicherweise gab es trotz wochenlanger Hitze  noch viel Morast. Ich war jedenfalls froh, dass die Holzbohlen trocken und nicht rutschig waren.
P1020498 - KopieP1020500 - KopieEs folgte eine sehr angenehme Strecke. Der Weg verlief mäßig bergab durch den schattigen Wald. Mir kamen die fünf Kilometer überhaupt nicht lang vor.
Das Welfenkloster in Steingaden war leider wegen Renovierung geschlossen.
P1020501 - KopieBevor ich Steingaden verlies, musste ich mich noch mit einem sehr schmackhaften Stück Joghurt-Beeren-Torte und Cappuccino für die letzten sechs Kilometer nach Lechbruck stärken.
In der Gluthitze des Nachmittags stieg ich zunächst auf die kleine Anhöhe „Auf der Egg“. Für die Mühen des kurzen, steilen Anstiegs in der Sonne wurde ich wieder mit einer schönen Aussicht belohnt.
P1020505 - KopieP1020503 - Kopie

P1020509 - KopieDanach folgte ich dem Radwanderweg nach Lechbruck, einer schattenlosen Schotterstrecke. Es war wirklich heiß und ich war dankbar, dass die Strecke nahezu eben verlief.
Zwar gelangte ich flott bis zur Lechbrücke, fand es aber mäßig lustig, dass ich bis ans andere Ende des Ortes und stetig bergauf laufen musste, um das Hotel zu erreichen.
P1020512 - KopieP1020510 - KopieFühlte mich abends ziemlich geschafft. Immerhin hatte ich die bisher längste Strecke meiner fünftägigen Wanderung besser bewältigt, als ich es am Morgen erwartet hatte.

Wie findet Ihr das Wandern bei großer Hitze und wie geht ihr damit um ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

Wollt ihr wissen, wie es weiterging ? Dann schaut doch einmal hier Auf dem Münchner Jakobsweg (5)

 

Auf dem Münchner Jakobsweg (3)

Weitere fünf Tage würde ich auf dem Münchner Jakobsweg mit dem Rucksack pilgern. Ich war sehr gespannt, ob ich das durchhalten würde, oder ob mir bald sämtliche Knochen wehtun würden. Es kam, wie so oft, ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte …

Von Riederau nach Wessobrunn, 18 km, ca. 100 Höhenmeter

Mit meinem neuen Wanderrucksack, der das Gewicht über den Hüftgurt wesentlich besser verteilte als der Day Pack, mit dem ich bisher unterwegs gewesesen war  Auf dem Münchner Jakobsweg , brach ich im Juli bei tollem Sonnenwetter aber auch bei großer Hitze auf. Die S-Bahn brachte mich nach Herrsching am Ammersee, wo ich meine letzte Etappe beendet hatte Auf dem Münchner Jakobsweg (2) .
Der Münchner Jakobsweg verläuft von dort über Breitbrunn, Schondorf und Utting bis nach Dießen, immer am westlichen Seeufer entlang. Ich fuhr mit dem Schiff von Herrsching nach Riederau und nahm die Wanderung dort erst wieder auf. In der Sommerhitze zusätzliche 25 km am See entlang zu gehen, war mir schlicht zu mühsam. Außerdem hatte ich versucht, am See Unterkünfte zu buchen und festgestellt, dass dies in der Ferienzeit kaum noch möglich war. Den Weg am See würde ich als Tagestour bei kühlerem Wetter nachholen.
So begann ich die Tour sehr entspannt mit einer Bootsfahrt von 50 Minuten, auf der man schöne Ausblicke genießen konnte.

P1020295P1020298

Leider verlor ich  gleich zu Beginn der Tour das Meßteil meines Fitnessarmbandes, hatte es wahrscheinlich beim Auf- und Absetzen des Rucksacks abgestreift. Die Uhrzeit nur auf dem Smartphone nachschauen zu können, fand ich nicht schlimm, aber die Schrittzählerfunktion hätte ich auf der Wanderung sehr gerne genutzt. Meine Suche auf dem Boot und ein Anruf beim Fundbüro blieben leider erfolglos. Das fing gut an !

Von Riederau ging es gemütlich eine Stunde lang, immer dem Seeufer folgend,  nach Dießen, vorbei am idyllisch am Ufer gelegenen Kirchlein St. Alban.

P1020301In Dießen fand ich die Beschilderung des Wegs nicht und irrte ich etwas umher, aber das auf dem Berg gelegene Marienmünster war trotzdem nicht schwer zu finden. Bei der Besichtigung der im Rokoko Stil ausgestatteten Kirche aus dem 18. Jahrhundert holte ich mir meinen ersten Pilgerstempel. Außerdem begegnete ich dem Hl. Jakobus gleich zweimal.
P1020310P1020313P1020317P1020312Die Kirchturmuhr schlug Zwölf, als ich das Münster verließ. Nun legte ich im Kiosk nebenan eine schöne Rast im Schatten mit leckeren gebratenen Wollwürsten mit Kartoffel-Gurkensalat und alkoholfreiem Weißbier ein.

Den Abzweig des Weges nach Wessobrunn zu finden, war etwas mühsam. Die Beschilderung war lückenhaft. Der Wanderführer beschrieb es so: “ …  Dem Fußweg folgen Sie bis zu einer Lindenallee, in die sie rechts abbiegen …“. Später lief ich dann tatsächlich auf einer Allee  (mit Linden ?) , aber in diesem Moment sah ich keine. In der Nähe des Münsters waren aber viele Leute unterwegs, so dass man sich durchfragen konnte.
P1020319Im Wanderführer ging es in diesem Stil weiter. An einer Stelle (wo genau ?) sollte man nicht dem Schild „Wessobrunn, 8 km “ folgen sondern der Muschel. Das tat ich. Verwirrend war, dass es kurz darauf noch ein Schild mit der gleichen Aufschrift gab aber ohne Muschelzeichen. Nachdem ich dem Schild gefolgt war, kam dann nach einiger Zeit auch wieder das Camino Zeichen.
Dann befand ich mich auf einer schnurgeraden Schotterpiste, die leicht bergauf durch den Wald führte, aber kaum Schatten bot (Das Foto habe ich an einer schattigeren Stelle aufgenommen).
P1020329
Ich war nun ganz alleine unterwegs. Nur einmal, nach einer guten Stunde, überholten mich zwei Radfahrer. Auch Bänke oder Baumstämme zum Sitzen gab es nicht. Irgendwann musste ich etwas trinken und setzte mich kurz in der prallen Sonne auf den Weg. Auf der kilometerlangen Strecke gab es keinerlei Aussicht. Wenn es einmal etwas schattiger wurde,  überfielen mich sofort Mücken, die völlig unbeeindruckt davon schienen, dass ich mich eingesprüht hatte.

Die 14,5 km von Dießen nach Wessobrunn  zogen sich fürchterlich. Als ich dann endlich eine Bank fand, ließ ich mich erschöpft fallen. Es gab danach ein sehr schönes Alpenpanorama zu sehen, für das ich mich nur noch auf einer weiteren Bank sitzend begeistern konnte.

P1020332P1020334

Das Kloster Wessobrunn konnte ich erst sehen, als ich schon fast davor stand. Die Gebäude befinden sich seit einigen Jahren im Besitz einer Firma; die Klosterkirche kann man aber besuchen. Nachdem ich mir den wohlverdienten Pilgerstempel geholt hatte, ging ich zum Hotel, das glücklicherweise direkt oberhalb des Klosters lag.
P1020347P1020343

Auf der Terrasse erholte ich mich bei Kaffee und Kuchen und nach dem guten Abendessen gab es zur Belohnung sogar noch eine partielle Mondfinsternis, die man  von der Terrasse gut beobachten konnt. Ich schaute aber nur am Anfang zu. War doch müde und brauchte meinen Schlaf vor dem nächsten Wandertag.

Von Wessobrunn nach Hohenpeißenberg, 15 km, 734 Meter nach oben und 496 Meter nach unten

Am nächsten Tag sollte es wieder sehr heiß werden, also brach ich gegen 8:30 Uhr auf. Mir tat nichts weh, hatte keinen Muskelkater und die Füße waren gut vertapt. Auch der Rücken hatte das Tragen des Rucksacks gut überstanden.
Zunächst ging es durch eine kleine Schlucht im Wald aber dann nach kurzer Zeit wieder ohne Schatten durch eine Wiesenlandschaft mit Bauernhöfen auf einem Asphaltsträßchen ohne Verkehr. Einheimische sah man nicht, aber die Kühe kamen neugierig näher, wenn jemand vorbeilief.
P1020372P1020373Schon nach kurzer Zeit konnte ich den Hohenpeißenberg sehen, der mit 988 m wahrlich den Höhepunkt meines Wandertages darstellen würde.
P1020383In St. Leonhard bewunderte ich die prächtig ausgestattete Rokokokirche. Meine Hoffnung auf ein kühles Getränk erfüllte sich aber nicht. Die Gasthäuser im Ort waren nicht mehr im Betrieb.
P1020384P1020387Hinter St. Leonhard traf ich R., einen jungen Schweden, den ich abends schon im Hotel gesehen hatte. Wir kamen ins Gespräch. Er hatte eine mehrtägige Wanderung auf dem König-Ludwig-Weg von Bernried nach Füssen gebucht und erst vor kurzem erfahren, dass die Route von Dießen bis Wildsteig zugleich mit dem Münchner Jakobsweg verläuft. Den Camino Frances war er  in den letzten beiden Jahren in zwei Etappen gegangen. Im nächsten Jahr wollte er auf dem Camino  Portugues pilgern. Was ich eigentlich auch vorhabe …  Zum ersten Mal konnte ich mit jemand zusammen laufen und mich austauschen. R. hatte das Pilgern sehr gefallen und ich hatte viele Fragen. Bei mir kam ein erstes Camino-Gefühl auf.  Schließlich gingen wir wieder eine schattenlose Schotterstrecke im Wald, die der vom Vortag ähnelte, die ich aber, weil ich durch das Gespräch abgelenkt war, nicht so belastend fand. R. hatte die Strecke bis Wessobrunn ebenfalls als sehr anstrengend empfunden und auf den selben Bänken wie ich Pausen eingelegt.

Wir gingen dann wieder auf einer kleinen Asphaltstraße und kamen in ein ausgestorben wirkendes Dorf. Eine Wirtschaft gab es nicht, nicht einmal eine Sitzbank. An einer schattigen Stelle setzten wir uns auf den Boden. Uns stand der steile Aufstieg auf den Hohenpeißenberg bevor. Daher legten wir eine Trink- und Snackpause ein. R. würde sicher schneller am Berg sein als ich, zumal er keinen großen  Rucksack trug, weil er einen Gepäcktransport gebucht hatte. Deswegen brach ich zuerst auf und ging die bergige Strecke an. Es handelte sich zwar nur um einen Anstieg von ca. 200 m, der aber auf einem Kilometer bewältigt werden musste. Es war die erste Steigung, auf der ich den schweren Rucksack trug. Der Weg führte richtig  steil hinauf und ich schnaufte mächtig.
Nach zehn Minuten musste ich mich sogar an einer Kapelle kurz setzen, um Luft zu holen. Nach einer guten halben Stunde hatte ich es dann geschafft und besaß noch genug Kraft für die Besichtigung der wunderschönen Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt.
P1020393

P1020394
P1020343P1020409Beim Mittagessen im Klostergasthof bewunderte ich die grandiose Aussicht auf die Alpenkette, wegen der der Hohenpeißenberg auch der bayerische Rigi genannt wird, nach dem Aussichtsberg in der Schweiz. Obwohl es dunstig war, konnte man bis zur Zugspitze schauen.
P1020395

Nach dem Essen traf ich R. wieder, der nach mir angekommen war. Beim Kaffee plauderten wir noch ein bißchen. Da er an diesem Tag bis Peiting ging, während ich in Hohenpeißenberg bleiben wollte, würden wir uns  nicht wieder treffen.
Vor dem Abstieg auf dem Wanderweg nach Hohenpeißenberg, den mein Wanderführer mit einer steil abfallenden Kurve anzeigte, fürchtete ich mich. Etwas unentschlossen folgte ich zunächst der Fahrstraße. Schließlich stieß ich auf eine Abzweigung ins Dorf mit der Bezeichnung „Seniorensteig“. „Na, das passt wohl“, dachte ich. Der Weg führte zum Teil recht steil aber auch immer wieder auch in Serpentinen allmählicher nach unten. Am Nachmittag kam ich im gebuchten Gästehaus an. Der Aufstieg war zwar sehr anstrengend gewesen, aber ansonsten hatte ich die Strecke gut gehen können. Von nun an würde ich meine Fitness bestimmt an  jedem  Wandertag zunehmen.

Von Hohenpeißenberg nach Rottenbuch durch die Ammerschlucht, 13 km, 482 m nach oben und 434 m nach unten

An diesem Tag war eigentlich Genußwandern angesagt. Es handelte sich um eine kurze Strecke, die durch die Ammerschlucht, ein landschaftliches Highlight, führte. Aber es sollte anders kommen …
Zunächst folgte ich einem eintönigen Asphaltsträßchen an der Bahnstrecke, das  zwischen Wald- und Wiesenstücken wechselte. Immerhin hatte ich eine schöne Sicht auf den Hohenpeißenberg, von der ich dachte, dass es die letzte sei. Tatsächlich konnte ich den Berg noch einmal kurz vor Rottenbuch sehen.
P1020421Bald merkte ich, dass ich mir eine schmerzhafte Blasenentzündung zugezogen hatte. Das führte dazu, dass mich oft schnell in die Büsche schlagen musste, zum Teil ohne vorher den Rucksack absetzen zu können.

Eine ganze Weile ging ich alleine durch den Wald. Einmal war der Weg so zugewachsen, dass er kaum  zu erkennen war,  und eine Muschel gab es an dieser Stelle auch nicht. Nach der bewährten Regel  “ Wo nichts ausgeschildert ist, geht es weiter gerade aus“  fand ich schließlich den Weg, der steil hinunter zur Ammer führte. Vorsichtshalber zog ich meine orthopädischen Knieschützer an, um mich vor Verletzungen zu schützen. Unten ging es auf einem schön bewachsenen Weg am Ufer entlang.
P1020431P1020429
Am Kalkofensteg, einer schönen Holzbrücke,  zweigte der Weg zur Ammerschlucht ab. Zunächst führte der Weg bergauf und dann verlief er am Hochufer der Ammer.
P1020433Es folgten mehrere Schilder, auf denen vor dem Begehen bei Nässe gewarnt wurde, da die Holzstege, auf denen der Wanderweg zum großen Teil verlief, bei Nässe rutschig werden.
P1020434Der Weg führte tatsächlich über zahlreiche Stege und Brücken ohne Geländer, war aber sehr gut instand gehalten. Bei trockenem Wetter und mit festen Schuhen stellte er kein Problem da. Allerdings muss sich der Wanderer konzentrieren und sollte unbedingt schwindelfrei und trittsicher sein.
In die Ammerschlucht konnte man an keiner Stelle von oben hinabschauen. Es war alles zugewachsen. „Wildromantisch“, wie im Wanderführer beschrieben, war es meiner Meinung nach nur am Flussufer, zu dem man schließlich hinabstieg. Eine genauso schöne und  leichter zugängliche Landschaft hatte ich aber schon  auf meiner ersten Wanderetappe im Isartal  Auf dem Münchner Jakobsweg gesehen. Vielleicht konnte ich die Landschaft nicht richtig genießen, weil mir meine Blasenentzündung zu schaffen machte.
P1020436P1020437P1020440Am Ende der Schlucht musste ich ein kurzes Stück sehr steil bergauf gehen und dann folgte ein schattenloser Weg, der über ca. 3 km nach Rottenbuch führte und  schöne Ausblicke bot. Auch den Hohenpeißenberg konnte ich noch einmal sehen.
Die Stiftskirche in Rottenbuch suchte ich auf,  um mir den Stempel zu holen und ging dann so schnell wie möglich ins Gästehaus.
Antibiotika für den Notfall hatte ich nicht dabei. So nahm ich das pflanzliche Medikament ein, das ich in der Apotheke rezeptfrei  bekommen hatte und eine Schmerztablette. Nachdem ich mich hingelegt und ausgeruht hatte, ging es mir so gut, dass ich die Stifkirche noch einmal richtig besuchen konnte. Im 18. Jahrhundert wurde sie im Rokokostil umgestaltet und beherbergt u.a. Arbeiten der Wessobrunner Stuckateure.

P1020450P1020456Während der Wanderung hatte es keine Einkehrmöglichkeit gegeben. Umso mehr freute ich mich darüber, dass ich im Garten eines schönen Cafés köstlichen Kuchen und den dringend notwendigen Kaffee bekam. Später ging ich noch einmal zurück, um Abend zu essen.
Vor dem Schlafengehen trank ich viel Wasser und nahm eine weitere Ibuprofen. Hoffentlich würde es mir am folgenden Tag besser gehen. Wenn nicht, musste ich meine Wanderung wahrscheinlich abbrechen. Das wollte ich aber nicht !

Wie es weiter ging und ob ich die Wanderung auf dem Münchner Jakobsweg fortgesetzt habe, erfahrt ihr in meinem nächsten Bericht.

Seid ihr schon einmal in einem Wanderurlaub krank geworden ? Und musstet ihr die Wanderung dann beenden ?

Über eure Kommentare und eure Likes freue ich mich immer sehr.

Und so ging es weiter Auf dem Münchner Jakobsweg (4)