Wandern im wildromantischen Elbsandsteingebirge

Im September 2019 waren wir fünf Tage lang auf dem Malerweg im Elbsandsteingebirge unterwegs. Wir sind in Bad Schandau losgelaufen und dorthin auch wieder zurückgekehrt.

Die Tour, die wir bei einem Veranstalter gebucht hatten, folgte größtenteils dem Malerweg, führte zu dessen Hauptattraktionen, ließ aber den weiteren Weg von Bad Schandau nach Pirna aus, was uns entgegenkam. Unsere Etappen auf dem Reiseplan kamen mir zuerst sehr kurz vor. Sie bewegten sich zwischen 10 und 17 Tageskilometern. Insgesamt sind wir (ohne zusätzliche Besichtigungen, z.B. der Feste Königstein) nur 63 km gelaufen. Außerdem hatten wir einen Gepäcktransport zwischen den Unterkünften gebucht. „Na“, dachte ich, „das wird doch recht gemütlich. Genusswandern ist angesagt!“

Tatsächlich haben wir die Wanderung sehr genossen, hatten immer wieder ein atemberaubendes  Landschaftserlebnis: die dramatischen Felsentürme, die herrlichen Mischwälder mit riesigen Buchen und Birken, die moosüberzogenen Felsbrocken, die spektakulären Aussichten über das Elbsandsteingebirge und den Verlauf der Elbe.  Eine derart prächtige und abwechselungsreiche Natur, auch jenseits der bekannten Fotomotive, hatten wir nicht erwartet. Außerdem gab es häufig urige und gemütliche Gasthäuser zum Einkehren mit gutem Essen und leckerem Kuchen, etwa Gerichte mit sächsischen Klößen und Dresdner Eierschecke.

Im Nationalpark Sächsische Schweiz muss man sehr viel klettern. Es geht ständig bergauf und oft sofort wieder bergab usw. usw. , aber alles ist sehr gut gesichert. An jeder steilen Stelle befinden sich Stufen, oft mit Geländer, und sobald es an das Besteigen der Sandsteinfelsen geht, beginnen die Leitern. Diese verlaufen oft zwischen den turmhohen Steinen und zwar zum Teil so eng, dass man sich hindurchzwängen muss. Da war ich heilfroh, dass ich nur meinen Day Pack auf dem Rücken trug. Einmal sind wir sogar eine Leiter hinaufgestiegen, die im 90 Grad Winkel stand ! Mit einem schweren Sack auf dem Rücken hätte ich da vielleicht Probleme bekommen.

Zur Belohnung für die Kletterei (insgesamt sind wir 2317 m hinauf und 2139 m hinunter gelaufen) bekamen wir immer traumhafte Panoramen geboten. Die Nationalparkverwaltung, die das Ganze mustergültig in Schuss hält, meinte es in dieser Hinsicht manchmal zu gut mit dem Wanderer. Sie führte uns oft, wenn mehrere Felsen nebeneinander lagen, nicht auf einen Aussichtspunkt und dann wieder hinunter. Nein, wir durften z.B. bei den Bärensteinen auf dem Weg nach Königstein, einmal auf dem Grat angelangt, noch etwas höher gehen und jeden der zahlreichen Felsen hinauf- und wieder hinuntersteigen.

Kurzum, wir wanderten durch eine traumhaft schöne Landschaft. Trotz kurzer Etappen waren wir körperlich durchaus ausgelastet. Bei aller Kletterei über Stufen jeder Größe und Höhe sowie auf Leitern ohne Ende, war das Wandern nie gefährlich. Der Wanderer sollte allerdings trittsicher und schwindelfrei sein. Wir hatten hauptsächlich trockenes Wetter. Bei Regen muss man sicher sehr gut aufpassen.

Nachfolgend findet ihr einige Impressionen unseres Wanderurlaubs auf dem Malerweg.

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Fazit:

Unseren Wanderurlaub durften wir in einer  fantastischen Landschaft verbringen. Dort gibt es auch viele verschieden lange Wandertouren, die nicht vom Malerweg erschlossen werden. Da die Entfernungen im Elbsandsteingebirge nicht groß sind, eignet sich das Gebiet auch sehr gut für Tagestouren, z.B. von Bad Schandau aus. Von Dresden aus kann man sogar die SBahn nutzen. Sehr idyllisch soll es auch im Bielatal sein. Auf jeden Fall möchte ich in der Gegend noch einmal wandern, vielleicht im Herbst bei buntgefärbtem Laub. Es ist einfach wunderschön dort !

Wart ihr schon einmal auf dem Malerweg unterwegs ? Und wie fandet ihr es ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

5 Kommentare zu „Wandern im wildromantischen Elbsandsteingebirge

  1. Ich war schon dreimal dort. Aber ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, ob ich dem Malerweg zum Teil gelaufen bin. Sicherlich. Meine damalige Freundin wohnte in Dresden. Da ist man tatsächlich ratzfatz in einem wunderschönen Wandergebiet.

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  2. Gerne ! Tatsächlich war es in der Nähe von Rathen und bei der Bastei ziemlich voll. Ansonsten haben wir Mitte September nicht übermäßig viele Besucher getroffen.

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  3. Herrlich!
    Wir waren 2015 mit meinen Eltern im September eine Woche in Rathen und haben von dort aus Tagestouren unternommen. Und hat es auch sehr gut dort gefallen, allerdings waren für unseren Geschmack zu viele Touristen unterwegs. Aber das ist kein Wunder bei der tollen Landschaft. Danke für die schönen Bilder!

    Gefällt 1 Person

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