Fotoprojekt Nr. 12 – Retro Foto – Kindheit Fotoproject No. 12- Retro photo- childhood

Manni hat ein sehr interessantes neues Fotoprojekt ausgelobt. Eingereicht werden sollen digitalisierte Kinderphotos. Da kann ich als Silver Ager  aus dem Vollen schöpfen. Für diesen Fotochallenge danke ich Mannis daher sehr.

Die gezeigten Fotos sind gut 60 Jahre alt und stammen aus dem Fotoalbum meiner Großeltern.  Sie sind immer noch von erstaunlich guter Qualität. Meine eigenen Fotos, die viel später aufgenommen wurden, sind oft verblasst, vor allem die Farbbilder.

Das Digitalisieren alter Fotos ist eine interessante Erfahrung. Fotografiert habe ich mit dem Weißausgleich „Schatten“. Das kam dem Retrolook der Fotos am Nächsten.

Manni has announced a very interesting new photo project. Digitalised children’s photos are to be submitted. As a Silver Ager, I have of course a great choice.Therefore, I would like to thank Manni very much for this photo challenge.

The photos shown are a good 60 years old and come from my grandparents‘ photo album.  They are still of amazingly good quality. My own photos, which were taken much later, are often faded, especially the color pictures.

Digitizing old photos is an interesting experience. I photographed with the white balance „shadow“. This came closest to the retro look of the photos.

Nun zu meinem Beitrag

Zunächst seht ihr, dass ich schon in zartem Alter gerne Fotos, natürlich von mir (!), angeschaut habe.

Now to my contribution

First of all you can see that I liked to look at photos, of course of me (!), already at a tender age.

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Als Kleinkind spielte ich gerne mit dem Telefon (auch Retro !) und wählte dabei irgendwelche Nummern. Manchmal meldete sich jemand und dann erschrak ich heftig !

As a toddler I liked to play with the phone (also retro !) and dial any number. Sometimes somebody answered and then I got a fright !

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Auch mein Schreibhobby kam früh zur Geltung. Am liebsten haute ich in die Tasten. Wobei ich dann „Fehler“ entdeckte, die mit dem Radiergummi beseitigt werden mussten.

Also my writing hobby came up early. I liked best to hit the keys. But then I discovered „mistakes“, which had to be removed with the eraser.

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Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Always looking forward to your feedback.

 

 

 

 

 

Ferien im Fichtelgebirge 4 Holiday in the Fichtelmountains 4

11.7.2020

Als nächster Berg stand  der Schneeberg an, der mit 1.053 Metern der höchste Berg im Fichtelgebirge und im gesamten Frankenland ist. Wir beschlossen, es ein bisschen ruhiger als am Vortag anzugehen und die Rundwanderung vom Wanderparkplatz am  Gasthaus Silberhaus zum Schneeberg zu verkürzen.

Zunächst ging es mäßig steil bis zur Felsformation Platte, einem beeindruckenden Meer aus stattlichen Granitblöcken mit schönem, wenn auch leicht diesigem Ausblick.

11.7.2020

Our next goal was the Schneeberg, which at 1,053 metres is the highest mountain in the Fichtelgebirge and the whole of Franconia. We decided to take it a bit quieteras on the day before and to shorten the circular hike from the hiking car park at the Silberhaus inn to Schneeberg.

At first, the path went moderately steep up the Platte rock formation, an impressive sea of stately granite blocks with a beautiful, albeit slightly misty, view.

 
2 Fichtelgebirge (148)

2 Fichtelgebirge (155)

Von dort liefen wir, auf Forstwegen und auf felsigen Pfaden bis zum „Seehaus“, wo wir nach einer  Brotzeit wie geplant umkehrten, statt noch drei Kilometer weiter zum Schneeberg hin und zurück zu gehen. Das „Dach Frankens“ wollten wir bei einer anderen Wanderung besteigen.

From there we walked, on forest tracks and rocky paths, to the „Seehaus“, where we turned back as planned after a snack, instead of walking another three kilometers to the Schneeberg and back. We wanted to climb the „Dach Frankens“ („Roof of Franconia“) on another hike. 

2 Fichtelgebirge (161)

Beim  Abstieg zum Fichtelsee fanden wir den im Führer beschriebenen Weg nicht gleich und nahmen deswegen einen anderen, der direkt und kürzer dort hin führte, während der Wanderführer nur einen Abstecher vorsah. Dann passierten wir einen Wanderparkplatz an der B 303, der voll besetzt war. Erst wunderten wir uns, weil wir bisher im Fichtelgebirge nur wenige Besucher  getroffen hatten, auch am heutigen Samstag. Ein Blick auf die Karte löste das Rätsel. Dort begann der kürzeste Aufstieg zum Schneeberg . Außerdem führte eine gemütlich flache Strecke zum Fichtelsee. Auf Letzterer erreichten wir das Gewässer bald und umrundeten es zur Hälfte. Von der Brücke in der Seemitte hatten wir einen sehr schönen Ausblick über den gesamte See. In diesem Moment lockerte die Bewölkung etwas auf. Da bot sich eine kleine Kaffeepause auf der gut besuchten Terrasse des Seehotels an.

On the descent to the Fichtelsee we did not find the path described in the guide immediately and therefore took another one, which led directly and shorter there, while the hiking guide only suggested a side trip. Then we passed a parking place for hikers at the B 303, which was fully occupied. First,  we were surprised, because we had met so far only few visitors in the Fichtelgebirge, also today, on Saturday. A look at the map solved the mystery. There the shortest ascent to the Schneeberg began.  In addition a comfortable flat route led to the Fichtelsee. On the latter we soon reached the lake and circumnavigated half of it. From the bridge in the middle of the lake we had a very nice view over the whole lake. In this moment it brightened up a little bit. So we had a little coffee break on the well-visited terrace of the Seehotel. 
2 Fichtelgebirge (168)2 Fichtelgebirge (169)

Der Rückweg zum Parkplatz war länger als gedacht und  mehrere, nicht immer beschilderte Abzweigungen waren zu beachten. Auf den letzten Kilometern zog ich Google Maps zu Rate und war ziemlich erleichtert, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Highlights bot diese noch 5 km lange Strecke nicht. Oft wanderten wir  an Fichtenmonokulturen entlang.

The way back to the parking lot was longer than expected and several, not always signposted turn-offs had to be considered. On the last kilometers I used Google Maps and was quite relieved that we were on the right way. No Highlights were offered on this still 5 km long route. Often we walked along spruce monocultures.

2 Fichtelgebirge (171)

Auf der Rückfahrt zu unserer Unterkunft in Himmelkron legten wir einen Stopp in Bad Berneck ein. Die Geschäfte waren am Samstagnachmittag geschlossen, daher wirkte die Altstadt wie ausgestorben. Am historischen Marktplatz genossen wir den Ausblick auf die Ruine Hohenberneck. Zu weiteren Erkundigungen und insbesondere dem Gang zum Turm fehlte uns jedoch die Energie.

On the drive back to our lodgings in Himmelkron we stopped in Bad Berneck. The shops were closed on Saturday afternoon, so the old town looked deserted. At the historical market place we enjoyed the view of the ruins of Hohenberneck. However, we lacked the energy for further explorations and especially the walk up to the tower.

2 Fichtelgebirge (173)2 Fichtelgebirge (174)

 

„Im Fichtelgebirge habe ich schon Schöneres gesehen“ dachte ich „ Aber wir haben den Weg ein gutes Stück verkürzt, so ist ein bisschen Abwechslung verloren gegangen. Bis zum Fichtelsee hat es mir trotzdem sehr gut gefallen.“

Etwa 13km, 250 hm, ca. 3,5 Stunden

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

 

In the Fichtelgebirge I have already seen more beautiful“ I thought “ But we have shortened the trail quite a bit, so that a little change was lost. Up to the Fichtelsee I liked it nevertheless very much.“

About 13km, 250 hm, about 3,5 hours

Always looking forward to your feedback.

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Ferien im Fichtelgebirge 3 Holiday in the Fichtel Mountains 3

10.7.2020

An unserem 3. Tag im Fichtelgebirge hatten wir uns die Besteigung eines weiteren „Gipfels“ vorgenommen. Es ging auf den Ochsenkopf (1.024 m). Wir starteten vom Wanderparkplatz am Gasthaus Karches, wo wir zunächst einen idyllischen kleinen See in der Morgensonne passierten.

10.7.2020

On our 3rd day in the Fichtelgebirge we had planned the ascent of another „summit“. We were going on the Ochsenkopf (1.024 m). We started from the hiking car park at the Gasthaus Karches, where we first passed an idyllic little lake lying  in the morning sun.

2 Fichtelgebirge (87)Nach einem kurzen etwas steileren Aufstieg erreichten wir den Weißmainfelsen. Noch fit stiegen wir gleich über die Leitern nach oben.

After a short, somewhat steeper ascent we reached the Weißmain rock. Still fit we climbed up the ladders to the top.

2 Fichtelgebirge (94)

Und dann ging es weiter zur Weißmainquelle. Obwohl ich viele Jahre in Frankfurt gewohnt habe, wußte ich tatsächlich nicht, wo der Main entspringt. Die Quelle des Weißen Mains sahen wir nun vor uns, die des Roten Mains liegt einige Kilometer südlich von Bayreuth. Die beiden Mainarme fließen bei Kulmbach zusammen. Der 527 km lange Fluss passiert u.a. Würzburg und Frankfurt und mündet in Mainz in den Rhein. Auch diese Quelle ist seit dem 18.Jahrhundert touristisch erschlossen. Goethe soll auch dort gewesen sein (noch ein Bezug zu unserer alten Heimat Frankfurt), der war aber schon längst weg, als wir kamen 😉. Außerdem ist die Quelle der Startpunkt des Mainwanderweges.

And then we went on to the Weißmainquelle. Although I lived in Frankfurt for many years, I actually didn’t know where the Main River originated. We saw the source of the White Main in front of us now, the source of the Red Main is a few kilometers south of Bayreuth. The two arms of the Main flow together near Kulmbach. The 527 km long river passes i.a. Würzburg and Frankfurt and flows into the Rhine at Mainz. Also the source has been touristically developed since the 18th century. Goethe is said to have been there as well (another reference to our old hometown Frankfurt), but had already left when we came 😉. The source is also the starting point of the Main hiking trail.

2 Fichtelgebirge (103)2 Fichtelgebirge (106)

Zum Ochsenkopfgipfel ging es nun eher gemächlich bergauf, allerdings auf gewohnt steinigem Pfad. Um so erstaunter waren wir als wir in der Nähe des Gipfels Mountainbiker sahen, die dabei waren, sich, bergab zu stürzen und sogar noch etwas Anlauf nehmen wollten.

To the summit of the Ochsenkopf we went now rather leisurely uphill, but on the usual stony path. We were all the more surprised when we saw mountain bikers near the summit, who were about to speed downhill and even wanted to take a run-up.

2 Fichtelgebirge (107)

Auf dem Ochsenkopf bewunderten wir kurz den 1957/1958 erbauten, 191 Meter hohen Fernsehsendeturm. Mit Hilfe dieser Antenne konnte in der Zeit des Kalten Krieges auch in Teilen der DDR Westfernsehen empfangen werden. Vor der Besteigung des historischen Asenturms wollten wir uns im Selbstbedienungsrestaurant stärken. Lange hielten wir es aber nicht aus, weil es ziemlich windig war und sich zudem freche Wespen auf unseren Kuchen und vor allem das alkohofreie Weißbier stürzten. Das Besteigen des Turms war nur mit Maske möglich, hinter der ich heftig nach Luft schnappen musste. Der fabelhafte Ausblick  entschädigte mich aber reichlich für die Mühe.

On top of the Ochsenkopf we briefly admired the 191-metre high television broadcasting tower built in 1957/1958. With the help of this antenna, West German television could also be received in parts of the GDR during the Cold War. Before we climbed the historic Asenturm, we wanted to eat in the self-service restaurant. But we couldn’t stand it for long, because it was quite windy and cheeky wasps were attacking our cake and especially the non-alcoholic wheat beer. Climbing the tower was only possible with a mask, behind which I had to gasp for air. But the great view compensated me  for the effort.

2 Fichtelgebirge (116)2 Fichtelgebirge (111)2 Fichtelgebirge (117)

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Auf den Ochsenkopfgipfel führen zwei Seilbahnen. Daher war es bald ziemlich belebt. Wir wählten den im Wanderführer „als anfangs steil“ beschriebenen Weg. Tatsächlich musste man zu Beginn mit Händen und Füssen zwischen den Felsen hinabklettern. Fand ich aber nicht so schlimm. Sehr viel beschwerlicher war das anschließende lange, zum Teil steile Bergabgehen. Nach einer Weile schmerzte mein Knie und ich zog vorsichtshalber meine orthopädischen Knieschützer an. Ich ärgerte mich, dass wir nicht die Talfahrt mit dem Sessellift genommen hatten. Aber das wäre gegen meinen Wanderstolz gegangen. Beim nächsten Mal würde ich es anders halten und lieber noch ein Stück länger laufen.

Two cable cars lead to the summit of Ochsenkopf. So it was soon quite busy. We chose the path described in the hiking guide „as steep at the beginning“. In fact, at the beginning we had to climb down between the rocks with hands and feet. But I didn’t think it was that bad. Much more arduous was the following, long and partly steep downhill walk. After a while my knee hurt and I put on my orthopaedic knee pads as a precaution. I was annoyed that we had not taken the chairlift downhill. But that would have gone against my walking pride. Next time I am going to do it differently and I would rather walk a bit longer.

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Unten in  Bischofsgrün legten wir unsere Mittagspause ein. Auf einer schönen Gasthausterrasse ließen wir es uns gutgehen. Der Wind wehte nun sehr stark, war aber nicht kalt. Wir fragten uns, ob es uns das Essen vom Teller wehen würde, was aber glücklicherweise nicht geschah.

Dann ging es noch einmal bergauf und über Stock und Stein,  was wir aber kaum mitbekamen, weil wir dem idyllischen Mainlehrpfad folgten.

Down in Bischofsgrün we had our lunch break. On a beautiful terrace of an inn we pampered ourselves. The wind blew very strong, but was not cold. We wondered if it would blow the food off our plates, which fortunately did not happen.

Then we went uphill and over hill and dale, which we hardly noticed, because we followed the idyllic Main nature trail.

2 Fichtelgebirge (126)2 Fichtelgebirge (127)2 Fichtelgebirge (128)2 Fichtelgebirge (134)2 Fichtelgebirge (138)

Zum Schluss durften wir noch einmal einen Forstweg in der prallen Sonne begehen. Wo war bloss dieser schöne Wind geblieben ? Nun wehte nicht einmal ein kleines Lüftchen. Am Rand des schnurgeraden Wegs wuchsen wenigstens zahlreiche Blumen, u.a. wie überall im Fichtelgebirge, der hochgiftige Fingerhut.

At the end we had to walk on a forest path in the blazing sun once again. Where had the nice wind gone?  Now not even a little breeze blew. At the edge of the dead straight way at least numerous flowers grew, among others like everywhere in the Fichtelgebirge, the highly poisonous foxglove.

2 Fichtelgebirge (142)2 Fichtelgebirge (144)

Von den Strapazen erholten wir uns schließlich auf der Terasse des Gasthauses Karches mit leckerem Eis und Blick auf den See.

Finally, we recovered on the terrace of the Karches Inn with having delicious ice cream and a view of the lake.

2 Fichtelgebirge (146)

320 hm, 10 km, Wanderzeit laut Führer 3,15 Stunden (!)

„Schon wieder ein toller und abwechselungsreicher Wandertag,“ dachte ich „und überhaupt nicht öde !“

Wart ihr schon einmal von einem Urlaubsziel positiv überrascht und wo war das ? Auf euer Feedback freue ich mich immer sehr.

320 hm, 10 km, hiking time according to guide 3, 15 hours (!)

„Another great and varied day of hiking,“ I thought, „and not dull at all!“

Have you ever been positively surprised by a holiday destination and where was that ?

Always very much looking forward to your feedback.

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Bloggen in Corona Zeiten Blogging in Corona times

Seit vier Monaten leben wir mit der Bedrohung durch das Corona Virus. Es soll hier nicht die Rede davon sein, dass die Pandemie unendliches Leid  über Millionen Menschen gebracht hat. Vielmehr konzentriere ich mich im folgenden Beitrag nur auf die Auswirkungen auf Wander-/Reiseblogger.

Wer Gefallen am Bloggen gefunden hat, möchte nach meiner Erfahrung nicht so schnell damit aufhören. Foodblogger hatten wohl kein Problem mit dem Lockdown und den noch bestehenden Reisebehinderungen, eher im Gegenteil.

Wanderblogger waren zeitweise stark eingeschränkt. Mehrtageswanderungen sind immer noch schwierig. Persönlich gehöre schon lange nicht mehr zu den Campingfans und in einem oft nur verfügbaren Mehrbettzimmer möchte ich mich nicht anstecken, daher pilgere ich in diesem Jahr nicht auf dem Jakobsweg.

Auslandsreisen sind teilweise wieder möglich. Aber sollte ich wirklich in einem vollbesetzten Flugzeug in ein stark betroffenes Land reisen und evtl. dazu beitragen, dass sich das Virus hierzulande wieder verbreitet? Reisen ist meine Leidenschaft. Ob ich mutig bin, Risiken in Kauf nehme (bin eher vorsichtig), entscheide ich selbst, aber  mit meinem Verhalten evtl. anderen zu schaden, entspricht nicht dem Kant‘schen Imperativ.

Also was tun, wenn ein unheimliches Virus grassiert und das Bloggingthema behindert, weil man nicht so reisen kann wie bisher?

Eine Möglichkeit, von der ich auch Gebrauch gemacht habe, waren Rückblicke auf vergangene Reisen. Ohne Corona hätte ich über Aktuelleres statt über wunderbare, vergangenen Reise gepostet. Fragt sich nur, wie lange man zurückgehen kann. Mein Ziel ist es, Reiseeindrücke möglichst lebhaft  wieder zu geben. Nicht immer schrieb ich ein ausführliches Reisetagebuch, in der Regel nur,  wenn ich alleine unterwegs war. Und nur anhand der Fotos zu berichten, funktioniert bei mir nicht, wenn die Reise schon länger zurückliegt.

Während des Lockdowns bin ich viel im Wald spazieren gegangen und habe mehr in meiner unmittelbaren Umgebung fotografiert als je zuvor. Den Frühling abzulichten, hat mir viel Spaß gemacht, aber irgendwann war die Luft raus. Ich konnte schlichtweg keine Fotos von Bäumen, Blumen und Insekten o.Ä. mehr sehen.

Natürlich bietet sich Corona als Thema an, aber zu lamentieren ist nicht mein Ding. Mehr oder weniger sachliche Impressionen vom Leben mit dem Virus waren mein Ziel. Schwierig ist es aber mit den Fotos, auf denen andere abgebildet sin , weil Persönlichkeitsrechte entgegenstehen.

Die ersten Wanderungen nach dem Lockdown waren ein rauschhaftes Erlebnis und darüber berichtete ich sehr gerne. Das Gleiche  gilt für Besuche in wieder geöffneten Museen. Auch auf meinen ersten Städtetrip nach Linz und Enns  war ich gespannt und habe meine Erlebnisse sehr gerne wiedergegeben. Momentan poste  ich über unseren Urlaub im überaschend schönen Fichtelgebirge.

Sehr bereichernd fand ich es, an Fotochallenges teilzunehmen. Man kann dabei viel von anderen Fotografen lernen. Auch entdeckte ich sehr schöne Bilder in meinem Archiv wieder. Derzeit fotografiere ich immer noch sehr viel. Wenn ich keine Kamera mitgenommen habe, muss das Smartphone daran glauben. Trotzdem betrachte ich mich eher als Hobbyfotografin, der es um das Festhalten visueller Eindrücke geht. Schreiben ist nach vor meine primäre Motivation zum Bloggen.

Aber wie geht es jetzt weiter? Wenn wir Glück haben, können wir vor der zweiten Welle, von deren Eintreffen ich ausgehe, noch ein bisschen reisen. Völlig unbeschwert dürfte das trotz Lockerungen aber nicht möglich sein. Ich glaube, das wir die zweite Welle gut in den Griff bekommen können, weil Regierung und Gesundheitsbehörden  besser vorbereitet sind. Aber die neuerlichen (Reise-)Beschränkungen werden für uns sehr bitter sein.

Und selbst wenn eine Impfung zur Verfügung steht, wird dann wirklich alles wie vorher ? Bis jetzt sind mehr als 620. 000 Menschen an der Pandemie gestorben und es wird noch weitere Opfer geben. Kann man danach einfach zur Tagesordnung übergehen ?

Erholung ist wichtig und auf Reisen mal etwas anderes zu erleben, ist für die meisten Menschen ein Bedürfnis. Aber momentan bin ich überhaupt nicht in der Stimmung, mich auf eine Fernreise zu begeben, selbst wenn dies möglich wäre.

Bin gerade sehr nachdenklich, auch was das Reisebloggen betrifft. Ich schreibe gerne und das Illustrieren der Berichte mit meinen Fotos stellt eine interessante Herausforderung dar, aber ist das Grund genug für die  Bloggerei ?  Vor Corona war es einfacher. Es gab unendlich viele Reisemöglichkeiten und  -ziele, die es zu beschreiben und zu bewerten galt . Habe mir oft Anregungen für eigene Touren von anderen Reisebloggern geholt. Nun befinden wir uns in einer Situation, in der wir uns vorsichtig und rücksichtsvoll verhalten und daher nicht wie bisher reisen sollten. Ist es dann richtig, andere zum Reisen zu animieren? Was meint ihr ?

Zum Schluss das Wichtigste: Passt auf euch und andere auf und bleibt bitte gesund.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

PS:   Vergesst diesen Post bitte, wenn ich irgendwann wieder von einer tollen Fernreise berichten sollte …

For four months we have been living with the threat of the Corona virus. There is no mention here of the pandemic having caused infinite suffering for millions of people. Rather, in the following article I will concentrate on the effects on hiking/travel bloggers only.

In my experience, anyone who enjoys blogging does not want to stop so quickly again. Food bloggers probably had no problem with the lockdown and the still existing travel restrictions, quite the contrary.

Hiking bloggers were at times severely restricted. Multi-day hikes are still difficult. Personally, I haven’t belonged to the camping fans for a long time and in a multi-bed room, which is often only available, I don’t want to get infected, so I won’t be pilgrimaging on the Way of St. James this year.

Travels abroad are partly possible again. But should I really travel in a fully-occupied airplane to a heavily affected country and possibly contribute to the virus spreading again in our country? Traveling is my passion. Whether I am courageous, whether I accept risks (I am rather careful), I decide myself, but to harm others with my behaviour does not comply with Kant’s imperative.

So what to do if an uncanny virus is rampant and hinders the blogging topic because you can’t travel as you do now?

One possibility I have also made use was to look back on past journeys. Without Corona, I would have posted about more current and not about wonderful past journeys. The only question is how long one can go back. My goal is to give travel impressions as vividly as possible. I did not always write a detailed travel diary, only when I was travelling alone. And to report only on the basis of the photos doesn’t work for me if the journey was long ago.

During the lockdown I walked a lot in the forest and took more pictures in my immediate surroundings than I ever intended to. To take pictures of the spring was a lot of fun, but at some point I could not take it anymore. I simply couldn’t see any more photos of trees, flowers, insects and the like.

Of course Corona is a good subject, but I am not prone to lamenting. More or less factual impressions of life with the virus were my goal. But it is difficult with the photos on which others are depicted, because of opposing privacy rights.

The first hikes after the lockdown were intoxicating experiences and I enjoyed reporting about them. The same applies to visits in museums when they were are open . I was also very excited about my first city trip to Linz and Enns and I was very happy to report my experiences. At the moment I am posting about our holiday in the surprisingly beautiful Fichtelgebirge.

I found it very enriching to participate in Fotochallenges. You can learn a lot from other photographers. I also rediscovered very beautiful pictures in my archive. Currently, I still take a lot of pictures. If I didn’t take a camera with me, I use the smartphone. Nevertheless, I consider myself more of an amateur photographer who is interested in capturing visual impressions. Writing is still my primary motivation for blogging.

But where do we go from here? If we’re lucky, we might be able to travel a little before the second wave, which I expect to arrive. But despite some easing up, completely carefree travel won’t be possible. I believe that we can handle the second wave well because the government and health authorities are better prepared. But the new (travel) restrictions will be very bitter for us.

And even if a vaccination is available, will everything really go on as before? So far, more than 620,000 people have died from the pandemic and there will be more victims. Can we just go back to business as usual ?

Recreation is important and to experience something different when travelling is a need for most people. But at the moment I’m not in the mood to go on a long distance trip, even if it were possible.

Right now I am very thoughtful , i.a. about travel blogging. I like writing and illustrating the reports with my photos is an interesting challenge, but is that reason enough for blogging?  Before Corona it was easier. There were endless travel possibilities and destinations to describe and evaluate. Often I got suggestions for my own tours from other travel bloggers. Now we find ourselves in a situation where we have to be careful and considerate and therefore should not travel as before. Is it then right to incite others to travel ? What do you think?

Finally, the most important thing : Take care of yourself and others and please stay healthy.

Always happy about your feedback.

PS: Please forget this post, if I should tell you about a great long distance trip again sometime …

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Ferien im Fichtelgebirge 2 Holiday in the Fichtel Mountains 2

9.7.2020

Morgens sah das Wetter ziemlich trübe aus, aber es hatte immerhin aufgehört zu regnen. Einen Moment überlegten wir, ob wir Bayreuth besuchen sollten. Aber schließlich waren wir zum Wandern da und wollten nicht schon wieder besichtigen, wie am Vortag. Außerem verhieß uns die Wetter-App eine Wetterbesserung, zumindest sollte es trocken bleiben.  Also fuhren wir zur Freilichtbühne Luisenburg, dem Ausgangspunkt unserer Tour.

In der Freilichtbühne Luisenburg finden jeden Sommer die Luisenburg Festspiele vor der Kulisse des Felsenlabyrinths statt (natürlich nicht in diesem Jahr !) . Es handelt sich um eines der ältesten deutschen Freilufttheater.
Quelle Wikipedia

Zu Beginn der Wanderung liefen wir, wie im Wanderführer empfohlen, durch das Felsenlabyrinth, ein Meer aus Granitblöcken, das seit dem 18. Jahrhundert touristisch erschlossen ist, u. a. wurde es von Goethe besucht. Mehrere Besucher haben sich durch Inschriften auf den riesigen Felsblöcken verewigt.

Der Eintritt betrug 9 € (ermäßigt 8 €), was ich recht teuer fand. Da wußte ich aber noch nicht, dass für das Geld Viel geboten wurde. Der Pfad führte zunächst an malerischen moosbedeckten Felsen vorbei, aber dann begann eine arge, zum Teil steile Kletterei und Krabbelei, die ich recht anstrengend fand. Der Malerweg in der Sächsischen Schweiz, auf dem wir im letzten Herbst gewandert waren, wies einige sehr enge Stellen zwischen den Felsen auf. Das Felsenlabyrinth toppte diese Erfahrung noch. Auch ohne den Tagesrucksack konnten wir uns zum Teil nur mühsam hindurch lavieren. Ein Felsen hing so tief, dass ich auf den Knien weiter kroch. Nicht lustig fand ich, dass sich an dieser Stelle eine Pfütze befand ! Außerdem  musste man sehr aufpassen,damit man auf dem noch nicht getrockneten Weg nicht ausrutschte. Kurzum, ich war heilfroh, als wir am Ende des Labyrinths angelangt waren und erleichtert, dass unser Wanderweg dort weiter führte und wir nicht zurück klettern mussten.

9.7.2020

In the morning the weather looked quite dull, but at least it had stopped raining. For a moment we considered whether we should visit Bayreuth. But finally we were there for hiking and didn’t want to visit it again like the day before. Besides, the weather app promised us a weather improvement, at least it should stay dry.  So we drove to the open air theater Luisenburg, the starting point of our tour.

Every summer, the Luisenburg open-air theatre hosts the Luisenburg Festival against the backdrop of the rock labyrinth (not this year, of course!). It is one of the oldest German open-air theatres.
Source Wikipedia

At the beginning of the hike we walked, as recommended in the hiking guide, through the rock labyrinth, a sea of rocks consisting of granite blocks, which has been developed for tourism since the 18th century, among others it was visited by Goethe. Several visitors have immortalized themselves through inscriptions on the huge boulders.

The entrance fee was 9 € (reduced 8 €), which I found quite expensive. But then I did not know yet that there was a lot offered for the money. First the path led past picturesque mossy rocks, but then a lot of climbing and crawling began, which I found quite exhausting. The Malerweg in Saxon Switzerland, on which we hiked last fall, had some very narrow places between the rocks. But the rock labyrinth topped this experience. Even without the daypack, we could hardly navigate through the labyrinth. One rock hung so low that I crawled on my knees. I did not find it funny that there was a puddle on this spot ! Besides, one had to be very careful not to slip on the not yet dried path. In short, I was very happy when we reached the end of the labyrinth and I was relieved that our hiking trail continued there and that we didn’t have to climb back.

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Der Weg führte nun an mehreren mit Leitern versehenen Felsformationen vorbei. Auf den Kaiserfelsen und der Burgsteinfelsen stiegen wir hinauf. Letzterer bot eine atemberaubende Rundumsicht. Danach sparten wir uns den Umweg zum Habersteinfelsen.

The path now led past several rock formations equipped with ladders. We climbed up the Kaiserfelsen and the Burgsteinfelsen. The latter offered a breathtaking panoramic view. Therfore,  we saved the detour to the Habersteinfelsen.

 

Zum Vergrößern bitte anklicken. Please klick to enlarge.

Weiter ging es zur 945 m hohen Kösseine. Der Weg führte nun durch einen Märchenwald moosbedeckter Granitfelsen. Allerdings machten wir hier auch erstmals Bekanntschaft mit dem typischen Fichtelgebirgswanderweg. Dieser besteht aus großen Felsblöcken, die im Idealfall nicht so sehr hoch sind, und vielen Wurzeln der namensgebenden Fichten. Bergauf ist es kein Problem, dass man sich dort seinen Pfad suchen muss, bergab fand ich es schon schwieriger.

We went on to the 945 m high Kösseine. The path now led through a fairytale forest of moss-covered granite rocks. However, here we made acquaintance with the typical Fichtelgebirge hiking trail for the first time. It consists of large boulders, which are ideally not very high, and many roots of the spruces that give the name to the Fichtelgebirge. Uphill it is no problem that you have to find your path there, downhill I found it
already more difficult. 

DSC06306Zur Kösseine waren nur 4 km ausgeschildert, aber nach dem anstrengenden Labyrinth kam uns die Strecke unverhältnismäßig lang vor. Als es am Ende noch steil bergauf ging, freuten wir uns über die sorgfältige Ausschilderung,  die das Näherkommen des Gipfels im Hundertmeterabständen angab.

Auf der Terrasse des Gipfellokals verbrachten wir eine ausgiebige Mittagspause.  Nun schien die Sonne. Wie gut, dass wir doch zum Wandern aufgebrochen waren !

Only 4 km were signposted to Kösseine, but after the exhausting labyrinth the route seemed disproportionately long to us. At the end, when it was also going steeply uphill, we were happy about the careful signposting, which indicated the approaching of the summit at distances of hundreds of meters.

On the terrace of the summit restaurant we spent an extensive lunch break. Now the sun was shining. How good that we had gone hiking !

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Der Rückweg führte uns an einer weiteren Felsformation, dem Püttnerfelsen, vorbei.

The way back led us past another rock formation, the Püttner Rock.

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Dann kamen wir in den Ort Kleinwendern, in dem uns der Wanderführer „mehrere Gasthäuser“ versprochen hatte. Darauf freuten wir uns, weil wir inzwischen reif für einen Nachmittagskaffee waren. Tatsächlich fanden wir nur ein Landhotel, das coronabedingt nur für Hotelgäste geöffnet war. Etwas frustriert stiegen wir die Fahrstraße am sonnigen Hang hinauf. Als wir endlich im Wald angekommen waren, verließ uns die bis dahin ausgezeichnete Markierung. Wir wussten nicht, welche Abzweigung wir nehmen sollten. Nach einer Trinkpause einem Blick in die Wanderkarten und zu Google Maps landeten wir auf einem schattenlosen Forstweg, auf dem wir die letzten 3 km entlang schlappten.

An der Freilichtbühne hatten wir schon morgens ein Gasthaus gesehen. Zum Abschluss des Wandertages ließen wir es uns dort bei Kaffee und Kuchen gut gehen.  „Sehr schöne Waldlandschaft“ , dachte ich “ und langweilig war es mir heute überhaupt nicht!“

Then we came to the village Kleinwendern, where the hiking guide had promised us „several inns“. We were looking forward to this, because we were ready for an afternoon coffee. Actually, we only found a country hotel that was open for hotel guests only due to  corona. A little frustrated we climbed up the road on the sunny slope. When we finally arrived in the forest, the until then excellent marking left us. We did not know which turnoff we should take. After a drinks break and a look at the hiking maps and Google Maps we landed on a shadeless forest road, on which we walked the last 3 km.

Near the open air theater we had already seen an inn in the morning. At the end of the hiking day we enjoyed coffee and cake there. „Very beautiful forest landscape,“ I thought, „and I wasn’t bored at all today!“

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12,6 km, 300 Hm, 4 Stunden (laut Wanderführer, wir haben viel länger gebraucht !)
12,6 km, 300 Hm, 4 hours (according to the hiking guide, we had taken much longer !)

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Fotoprojekt „Fachwerkhäuser“ Foto project „Half-timbered houses“

Royusch hat wieder zu einem interessanten Fotoprojekt aufgerufen. Es geht nun um Fachwerkhäuser. Inzwischen sind sehr gute und interessante Beiträge erschienen. Einige wenige Fotos kann ich auch zeigen, musste allerdings schon ziemlich tief in meinem Archiv graben.

Sehr gut gefiel es mir in Bamberg, wo es sehr schöne Fachwerkhäuser zu bestaunen gab, dazu noch in idyllischer Lage am Fluß.

In unserem Wanderurlaub im Fichtelgebirge haben wir uns hauptsächlich im wunderbaren Fichtenwald aufgehalten und nur kurze Abstecher nach Kulmbach und Bad Berneck (wo einige Fachwerkhäuser stehen) und Bayreuth (wo das weniger der Fall ist) eingelegt.

Royusch danke ich für das spannende Fotoprojekt  und freue ich mich schon auf weitere tolle Fotos von Fachwerkhäusern.

Royusch has again called for an interesting photo project. It is now about half-timbered houses. In the meantime very good and interesting contributions have been published. I can also show a few photos, but I had to dig quite deep into my archive.

Bamberg I liked very much , where there were very beautiful half-timbered houses to admire, in addition still in idyllic situation at the river.

During our hiking holiday in the Fichtelgebirge we stayed mainly in the wonderful spruce forest and only made short side trips to Kulmbach and Bad Berneck (where there are some half-timbered houses) and Bayreuth (where this is less the case).

I thank Royusch for the exciting photo project and I am looking forward to more great photos of half-timbered houses.

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Bamberg Altes Rathaus/Old town hall
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Bamberg Spaziergang am Fluss/Walk along the river
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Bamberg Klein Venedig/Little Venice
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Bamberg Altstadt/Old town
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Bamberg Klein Venedig/Little Venice
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Badd Berneck Marktplatz mit Ruine Hohenberneck/Market place with ruins of Hohenberneck
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Kulmbach Altstadt/ Old Quarter
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Kulmbach Altstad/ld Quarter

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Ferien im Fichtelgebirge Holiday in the Fichtel Mountains

Einführung

In den letzten Jahren folgte ich meiner Reiseleidenschaft und reiste so oft wie möglich durch die große weite Welt. Deutsche Ziele hatte ich hintenangestellt. Nahe Orte konnte man immer noch später „im Alter“ besuchen, wenn alles andere zu beschwerlich wurde. Allerdings verschob sich dieser Zeitpunkt immer weiter nach hinten, je älter ich wurde.

Während meiner ausgiebigen Ostasienreise im letzten Jahr begann schon ein Umdenken. Damals beschloss ich, mehr in Europa zu reisen und evtl. sogar in meinem Heimatland.  Zwischen Juli und Oktober 2019 pilgerte ich dann auf dem Jakobsweg München-Lindau  und im September wanderten wir auf dem Malerweg im Elbsandsteingebirge. Sehr angenehm überraschte mich vor allem die wilde schöne Felslandschaft in der Sächsischen Schweiz. Das hatte ich in Deutschland so nicht erwartet.

Dann kam für mich alles anders als gedacht und durch Corona änderte sich die Situation noch zusätzlich. Deutschlandreisen waren mit einem Mal äußerst attraktiv. Also beschlossen wir, „es“ im Juli zu tun. In einem Hotel wollten wir aber nicht übernachten. In einer Ferienwohnung schien uns das Ansteckungsrisiko kleiner. Zunächst suchte ich eine Bleibe in den deutschen Alpen. Auf diese Idee waren offensichtlich schon viele andere gekommen. In den oberbayerischen Bergen war schon vor Monaten keine vernünftige Unterkunft mehr zu bekommen.

Als eine Urlaubsregion, von der ich schon viel Gutes gehört hatte, kam das Fichtelgebirge in Frage. Aber ich fragte mich schon, ob es dort nicht etwas langweilig war. Der höchste Berg, der Schneeberg, wies gerade einmal 1050 Hm auf. Wenn ich von meinem Wohnort in München zu einem Tagesausflug aufbreche, kann ich tolle Panoramen mit „richtigen“ Bergen bestaunen !

Auch in den Urlaubsorten im Fichtelgebirge waren sämtliche in Frage kommenden Wohnungen belegt. Wir buchten schließlich eine sehr schöne Wohnung im oberfränkischen Himmelkron im Landkreis Kulmbach (aktuelle Coronafälle: 0 !). Himmelkron erwies sich als idealer Ausgangspunkt für unsere Ausflüge. Sowohl das Fichtelgebirge als auch der Frankenwald, Kulmbach sowie Bayreuth waren schnell zu erreichen.

8.7.2020

Nach einer kurzen Anfahrt von 2,5 Stunden trafen wir in Himmelkron ein . Sogleich fing es an zu regnen. Das fing gut an ! Mir fiel ein dummer Spruch von früher ein „Warum an den Gardasee fahren, wenn man im Schnürlregen (d.h. langanhaltender Nieselregen) im Bayerischen Wald (o.Ä) Urlaub machen kann ?“

Nachdem ich die Wohnung großflächig mit Desinfektionsmittel besprüht hatte, liefen wir mit dem Regenschirm in das Ortszentrum von Himmelkron, wo es einige historische Gebäude zu sehen gab, u.a. die Stiftskirche aus dem 13. Jahrhundert (barockisiert im 17.Jh)  mit zum Teil erhaltenen Kreuzgang und Ritterkapelle/Krypta. Über eine schöne alte Brücke am Weißen Main, der uns noch des öfteren begegnen sollte, erreichten wir die  Baille-Maille-Lindenallee.

Die erste Lindenallee wurde im 17. Jahrhundert angelegt. Dort wurde Paille-Maille, ein Vorläufer des Croquet, gespielt. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Bäume von preußischen Soldaten abgeholzt. Im Jahr 1986 wurden mit Hilfe von Spenden aus der Bevölkerung wieder 160 Bäume angepflanzt.
Quelle Wikipedia

Unter dem Blätterdach läßt es sich trefflich flanieren. Man kann Schutz vor Sonne oder Regen suchen. Auch Skulpturen moderner Kunst sind dort ausgestellt. Wir liefen bis zu einer weiteren Mainbrücke und kehrten dann leicht durchnässt zurück in unsere Wohnung.

Dort planten wir unsere Wanderung am nächsten Tag. Wir wollen vom Felsenlabyrinth Luisenburg über die Kösseine und zurück laufen. Hoffentlich wurde das Wetter besser …

Introduction

In the last years I followed my passion for travelling and travelled as often as possible through the big wide world. German destinations I had put behind. Nearby places could still be visited later „in old age“, when everything else became too difficult. However, the older I got, the later this point in time became.

During my extensive trip to East Asia last year a rethinking began. At that time I decided to travel more in Europe and maybe even in my home country.  Between July and October 2019 I then made a pilgrimage on the St. James‘ Way from Munich to Lindau and in September we hiked on the Malerweg in the Elbe Sandstone Mountains. I was very pleasantly surprised by the wild and beautiful rocky landscape in Saxon Switzerland. I had not expected this in Germany.

Then everything came for me differently than expected and with Corona the situation changed even more. All of a sudden, travelling in Germany became very attractive. So we decided to do „it“ in July. But we did not want to stay in a hotel. In a holiday flat the risk of infection seemed to be smaller. First I was looking for a place to stay in the German Alps. Obviously many others had already had this idea. In the Upper Bavarian mountains there was already months ago no more reasonable accommodation to get.

As a vacation region, from which I had already heard a lot of good things, the Fichtelgebirge came into question. But I already asked myself whether it was not a little boring there. The highest mountain, the Schneeberg, was only 1050 m high. When I leave my home town in Munich for a day trip, I can admire great panoramas with „real“ mountains !

Also in the holiday resorts in the Fichtelgebirge all apartments in question were occupied. We finally booked a very nice apartment in the Upper Franconian town Himmelkron in the Kulmbach district (current Corona Falls: 0 !). Himmelkron proved to be the ideal starting point for our excursions. The Fichtelgebirge as well as the Frankenwald, Kulmbach and Bayreuth were within easy reach.

8.7.2020

After a short drive of 2.5 hours we arrived in Himmelkron. Immediately it began to rain. That started well ! I remembered a stupid saying from the past: „Why go to Lake Garda, when you can spend your holiday in the Bavarian Forest (or similar) in the Schnürlregen (i.e. long lasting drizzle) ?

After spraying the apartment with disinfectant, we walked with the umbrella to the center of Himmelkron, where there were some historical buildings to see, among others the collegiate church from the 13th century (baroque in the 17th century) with partly preserved cloister and knight’s chapel/krypt. Over a beautiful old bridge at the White Main, which we should still meet several times, we reached the Baille-Maille-Lindenallee.

The first linden tree avenue was created in the 17th century. Paille-Maille, a forerunner of Croquet, was played there. At the end of the 18th century the trees were cut down by Prussian soldiers. In 1986, with the help of donations from the population, 160 trees were planted again.
Source Wikipedia

Under the leaf canopy one can stroll splendidly. It is perfect to seek shelter from sun or rain. Sculptures of modern art are also exhibited there. We walked up to another bridge over the Main river and returned to our apartment slightly soaked.

There we planned our hike for the next day. We wanted to walk from the rock labyrinth Luisenburg over the Kösseine and back. Hopefully the weather became better …

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Plant ihr Urlaub in Deutschland ? Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Are you planning a vacation in your home land? Always looking forward to your feedback.

 

 

 

Fotoprojekt „Geschwindigkeit-Bewegung“ Foto project „Speed-Motion“

Manni hat wieder zu einem spannenden Fotoprojekt aufgerufen. Dieses Mal handelt es sich um „Geschwindigkeit – Bewegung“.

Im Urlaub habe ich Radfahrer aufgenommen, die nach dem anstrengendem Strampeln auf den höchsten Berg des Fichtelgebirges, den Schneeberg, die rauschende Fahrt ins Tal genießen. Allerdings fand ich das Ergebnis eher langweilig. Mannis Anregung nehme ich aber sehr gerne auf und werde mich künftig mit dem Fotothema „Abbildung von Geschwindigkeit“ befassen.

Zeigen möchte ich euch Fotos aus Indien. Dort befinden sich unzählige Menschen (und Tiere, z.B. die freilaufenden heiligen Kühe) in permanenter Bewegung und zwar mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit. Fotografiert habe ich oft während der langen Autofahrten durch das riesige Land. Die Fotos sind nicht perfekt, geben aber meine Eindrücke wieder.

Manni has again called for an exciting photo project. This time it is about „Speed – Motion“.

On holiday I took pictures of cyclists who, after the strenuous pedalling up the highest mountain of the Fichtelgebirge, the Schneeberg, enjoy the rushing ride down.  However, I found the result rather boring. But I take up Mannis suggestion very gladly and am going to work in the future with the photo topic „Illustration of speed“.

However, I would like to show you photos from India. There, countless people (and animals, e.g. the free-running holy cows) are in permanent motion and with very different speeds. I often took pictures during the long car trips through the huge country. The photos are not perfect, but they reflect my impressions.

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Enns entdecken Discover Enns

Nach meinem sehr schönen Aufenthalt in Linz  hatte ich noch Zeit, um auf der Rückfahrt einen Abstecher zum 25 km entfernten Enns zu unternehmen.

Enns ist eine oberösterreichische Stadt mit ca. 12.000 Einwohnern. Sie liegt an der Donau und am Fluss Enns. Die Stadt bezeichnet sich als älteste Stadt Österreichs, was jedoch umstritten ist. Die Stadtrechtsurkunde stammt aus dem Jahr 1212.  Enns ist die Nachfolgestadt des römischen Garnisonsstützpunktes Lauriacum, der im 3. Jahrhundert zur Sicherung des Limes diente. Wahrzeichen der Stadt ist der 60 m hohe Stadtturm.
Quelle Wikipedia

In Enns angekommen besichtigte ich die gotische Marienkirche und die darin gelegene Wallseerkappelle mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert und einer Madonnenstatue mit Kind. Sehr gut gefielen mir die gotischen, filigran wirkenden Spitzbögen und das helle Kircheninnere.

Eine Pause legte ich auf dem Hauptplatz mit Blick auf den Stadtturm aus dem 17. Jahrhundert ein. Bei Cappuccino und Teilchen ließ sich das Kleinstadtleben trefflich beobachten.

Danach schaute ich kurz im Stadtmuseum vorbei, wo u.a. zahlreiche Ausgrabungsstücke aus der römischen Garnison gezeigt wurden. Wieder war ich im Museum alleine und trug vorsichtshalber eine Maske (!). Bei dem schönen Wetter fehlte mir dann doch die Lust zu einer ausgiebigen Besichtigung.

Ein kurzer, leicht bergaufführender Spaziergang führte mich zum Schloss Ensegg. Das Schloss kann man nicht von innen besichtigen, aber durch den Hof und den Schlosspark flanieren und von dort einen Ausblick auf das Umland genießen. In der Ferne konnte ich die Alpen erahnen.

Einen  interessanten Anblick  bot auch die Renovierung eines kupfernen Schlossturms durch einen angeseilten Handwerker.

Zurück  lief ich auf dem „Erlebnisweg“ durch eine bewaldete Parkanlage, die an der mittelalterlichen  Stadtbefestigung entlang führte. Die sehr steilen und ziemlich hohen Mauern erstaunten mich. Fotografieren ließ sich das Ganze, hinter Blättern verborgen,  aus keiner möglichen Perspektive. Vielleicht hätte ich doch auf den Stadtturm steigen sollen, um einen Überblick über die mittelalterlichen Befestigungen zu bekommen …

Mit dem Auto fuhr ich zu der außerhalb des Stadtkerns gelegenen Laurentius Basilika. Die Kirche mit Friedhof befindet sich auf dem Gebiet der Garnison Lauriacum. Bei Ausgrabungen stieß man u.a. auf mächtige römische Mauerreste, die hinter dem Altar zu sehen sind. Auf dem Friedhofsgelände steht ein Beinhaus (Karner) aus dem 17. Jahrhundert. Darin befindet sich eine Ecce-Homo-Szene. Dargestellt sind Jesus und Pilatus, der wie ein türkischer Würdenträger gekleidet ist, was wohl mit der Belagerung von Wien durch die Türken zu tun hatte.

Schließlich trat ich die Rückfahrt an. Eigentlich wollte ich noch Mittagessen. Aber in der Nähe der Basilika, die in einem Industriegebiet lag, sah ich nichts Ansprechendes. Die österreichischen Autobahnraststätten werden von einer  Restaurantkette bewirtschaftet. Ein Restaurant schaute ich mir an. Nachdem ich gesehen hatte, dass es dort nur Essen vom Buffet gab, machte ich schnell kehrt.

Fazit: Enns ist ein sehr sehenswerter Ort, wo es viel Historisches zu bestaunen gibt. Die Atmosphäre ist kleinstädtisch entspannt und eine Besichtigung innerhalb eines halben Tages möglich. Geht auch als Tagesausflug von Linz aus.

Auf der Rückfahrt hörte ich im Radio eine skurrile Nachricht. Inzwischen hatte es die bekannten Coronaausbrüche im Schlachthof Tönnies gegeben. Eine Seniorenradlergruppe aus Güterslo hatte ein Hotel in Bayern gebucht. An diesem Tag hatte die bayerische Regierung die Beherbergungsbetrieb im Freistaat angewiesen, keine Touristen aus den Landkreisen Gütersloh und Warendorf aufzunehmen (Wurde später dahin gehend modifiziert, dass ein negativer Corona Test vorgelegt werden muss.) Die Senioren wurden abgewiesen,  fuhren schnurstracks weiter nach Österreich, stiegen dort ab und erst am nächsten Tag, als sich die Gruppe auf einem Tagesausflug befand, ging dem Hotelier ein Licht auf. Nun mussten alle Radler und das gesamte Hotelpersonal auf Corona getestet werden. Wie die Geschichte ausgegangen ist, weiß ich nicht, konnte im Netz nichts dazu finden.  Sie machte mich aber sehr nachdenklich und zeigte mir sie mir doch, wie schnell  die Situation wieder umschlagen konnte. Sehr dankbar war ich nun, dass ich ziemlich unbeschwert durch Österreich hatte reisen können. Ich hoffte, dass das auch künftig, oder wenigstens einen Sommer lang, der Fall sein würde. Inzwischen sind die Neuinfektionszahlen in Österreich und in der Schweiz wieder gestiegen. Hoffentlich kommt, dort wie hier, nicht so bald die 2. Welle!

After my very nice stay in Linz, I still had time to make a detour to Enns, 25 km away, on my return trip.

Enns is an Upper Austrian town with about 12.000 inhabitants. It is situated on the Danube and the river Enns. The town calls itself the oldest town in Austria, but this is controversial. The town charter dates back to 1212. Enns is the successor town of the Roman garrison base Lauriacum, which served to secure the Limes in the 3rd century. Landmark of the town is the 60 m high town tower.
Source Wikipedia

Having arrived in Enns I visited the gothic Marienkirche and the Wallseer chapel with frescos from the 16th century and a statue of the Madonna and Child. I liked very much the gothic, filigree looking pointed arches and the bright interior of the church.

I took a break on the main square with a view of the 17th century city ciy tower. Sitting outside with cappuccino and pastries I could observe the small town life very well.

Afterwards, I shortly visited the city museum, where among other things, numerous excavation pieces from the Roman garrison were presented. Again I was alone in the museum and wore a  protective mask (!) as a precaution. With the beautiful weather I had no desire for an extensive inspection of the museum.

A short, slightly uphill walk led me to Schloss Ensegg. The castle cannot be visited from inside, but you can stroll through the courtyard and the castle gardens and enjoy a view of the surrounding countryside. In the distance I could discern the Alps.

An interesting sight was also the renovation of a copper castle tower by a rope-linked craftsman.

I walked back on the „adventure path“ through a wooded park, which led along the medieval city fortification. The very steep and rather high walls amazed me. The whole thing could not be photographed, hidden behind leaves, from any  perspective. Maybe I should have climbed the city tower to get an overview of the medieval fortifications …

By car I drove to the Laurentius Basilica, which is located out of town. The church with cemetery is located on the territory of the garrison Lauriacum. During excavations one came across mighty Roman wall remainders, which are to be seen behind the altar. On the cemetery grounds there is an ossuary (Karner) from the 17th century. Inside is an Ecce Homo scene. It depicts Jesus and Pilate dressed as a Turkish dignitary, which probably had to do with the siege of Vienna by the Turks.

Finally, I started the return journey. Actually I wanted to have lunch. But near the Basilica, which was located in an industrial area, I saw no appealing place. The Austrian motorway service stations are run by a restaurant chain. I looked at one restaurant. After I saw that there was only food from the buffet, I quickly turned back.

Conclusion: Enns is very worth seeing, a town with many historical sights. The atmosphere is small-town relaxed and a viewing is possible within half a day. This is also possible as a day trip from Linz.

On the way back I heard a bizarre message on the radio. In the meantime there had been the well-known corona outbreaks in the slaughterhouse Tönnies. A group of senior cyclists from Gütersloh had  booked a hotel in Bavaria. On that day, the Bavarian government had instructed the accommodation providers in Bavaria not to accept tourists from the districts of Gütersloh and Warendorf (was later modified to require a negative corona test). The seniors were turned down, but drove straight on to Austria, checked in a hotel there and only the next day, when the group was on a day trip, did the hotelier become aware of the situation. Now all cyclists and the entire hotel staff had to be tested on Corona. How the story ended, I don’t know, couldn’t find anything on the net.  But it made me very thoughtful as it showed how quickly the situation could change again. I was very grateful that I had been able to travel through Austria without any problems. Hopefully  this would be possible in the future, or at least during the  summer. In the meantime the number of new infections in Austria and Switzerland has risen again. Let’s hope, there as well as here, the 2nd wave will not come so soon!

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Habt ihr Reisepläne für den Sommer und wohin traut ihr euch ?
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Do you have travel plans for the summer and where do you dare to go ?
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