Kurze Wanderpause in Innsbruck Short hiking break in Innsbruck

Vormittag in Hall in Tirol

Am Sonntag nahm ich mir Urlaub vom Wandern. Es war schon morgens sehr heiß und ich fürchtete, dass in den Bergen sehr viele Mountainbiker und Wanderer unterwegs sein würden.

Mit dem Zug fuhr ich in zehn Minuten nach Hall in Tirol, eine kleine Stadt mit ca. 15.000 Einwohnern, die etwa zehn Kilometer östlich von Innsbruck im Inntal liegt. Schon im 13. Jahrhundert bildete das Salzbergwerk die zentrale Industrie der Stadt und der Umgebung. Im 15. Jahrhundert verlegte der Erzherzog die landesfürstliche Münzstätte nach Hall. Das Wahrzeichen von Hall ist der Münzerturm. Hall ist dafür bekannt, dass es die größte historische Altstadt in Tirol besitzt.
Quelle: Wikipedia

In Hall angekommen lief ich zunächst durch eine malerische, aber ausgestorben wirkende Altstadt. Auch das Wahrzeichen war am Sonntag nicht zugänglich. Einige Kirchen hatten geöffnet, so dass ich erst einmal beschäftigt war. Natürlich waren sämtliche Geschäfte am Sonntag geschlossen, aber das war mir recht. Ein Gedrängel wie in Innsbruck brauchte ich nicht und seit Corona grassiert, ist mir der Spaß am Shoppen vergangen. Als ich schon befürchtete, dass auch die Cafés und Restaurants nicht geöffnet wären, kam ich an den Oberen Stadtplatz, den Hauptplatz mit dem Rathaus, der Nikolauskirche und mehreren Gastronomiebetrieben mit schönen Terrassen. In einem Café gönnte mir ein köstliches Stück Torte (österreichischer Kuchen ist einfach Spitze !) und einen Cappucino und verbrachte einige Zeit mit People Watching. Viele Einheimische kamen vorbei und hielten einen Schwatz mit Bekannten und auch einige Touristen, die zum Teil pausenlos fotografierten. Hm ja, viel besser bin ich auch nicht!

Dann besichtigte ich die drei Kirchen bzw. Kapellen, die an den Platz grenzten. Als ich aus der Hauptkirche St. Nikolauskirche kam, entdeckte ich die Hauptattraktion von Hall, jedenfalls empfand ich das so. Hinter der Stadt bilden die steil aufragenden Karwendelgipfel eine grandiose Bergkulisse.

Mit dem Bus fuhr ich in einer halben Stunde zum Schloss Ambras, das am südlichen Stadtrand von Innsbruck liegt.

Morning at Hall in Tirol

On Sunday I took a break from hiking. It was already very hot in the morning and I was afraid that there would be many mountain bikers and hikers in the mountains.

I took the train in ten minutes to Hall in Tyrol, a small town with about 15,000 inhabitants, which is located about ten kilometers east of Innsbruck in the Inn Valley. Already in the 13th century the salt mine was the central industry of the town and the surrounding area. In the 15th century the archduke moved the princely mint to Hall. The landmark of Hall is the mint tower. Hall is known for having the largest historic old town in Tyrol.
Source: Wikipedia

In Hall I walked through a picturesque, but seemingly empty old town. Also the landmark was not accessible on Sunday. Some churches were open, so that I was busy for a while . Of course all stores were closed on Sunday, but that was fine with me. I didn’t need a scramble like in Innsbruck and since Corona is rampant, my fun of shopping was gone. When I already feared that the cafés and restaurants would not be open either, I came to the Upper Town Square, the main square with the town hall, the Nikolaus Church and several restaurants with nice terraces. In a café I was treated to a delicious piece of cake (Austrian cakes are simply great !) and a cappucino and spent some time with people watching. A few locals passed by and had a chat with friends and some tourists came along, some of whom took pictures non-stop. Hm yes, I am not much better!

Then I visited the three churches or chapels that bordered the square. When I came out of the main church St. Nikolauskirche, I discovered the main attraction of Hall, at least that’s how I felt. Behind the city, the steeply rising Karwendel peaks form a magnificent mountain backdrop.

By bus I went in half an hour to Schloss Ambras, which is located on the southern outskirts of Innsbruck.

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Nachmittag auf Schloss Ambras

Schloss Ambras Innsbruck liegt etwa 100 Meter über dem Inntal auf einem Felsen. Erzherzog Ferdinand II. (1529–1595) ließ die mittelalterliche Burg Ambras zum Wohnschloss im Stil der Renaissance ausbauen. Unterhalb des Hochschlosses wurde einer der bedeutendsten Saalbauten der Spätrenaissance errichtet (1570–72), der „Spanische Saal“. Die kulturhistorische Bedeutung des Schlosses besteht darin, dass der Erzherzog seine bereits damals berühmte Sammlung von Harnischen, Waffen, Portraits und Naturalien, Raritäten, „Wunder der Natur“, neuesten naturwissenschaftlichen Instrumenten, Musikinstrumenten und Kostbarkeiten in Schloss Ambras zusammenführte. Die Originalsammlungen im Schloss Ambras Innsbruck bilden älteste Museum der Welt mit dem historisch frühesten systematischen Sammlungs- und Präsentationskonzept .
Quelle: https://www.schlossambras-innsbruck.at/entdecken/das-schloss/die-geschichte-von-schloss-ambras-innsbruck/

Nachdem ich mich im Restaurant im Innenhof des oberen Schlosses mit sehr leckeren Schlutzkrapfen gestärkt und die Grisaillemalerei an den Wänden ausgiebig bewundert hatte, war ich bereit für den Museumsbesuch mit Schutzmaske. Mehr als zwei Stunden ging ich staunend durch die beeindruckenden Sammlungen. Die Rüstungen, die an die Welt der Ritter erinnerten, glänzten prächtig und obwohl ich normalerweise keine Waffensammlungen mag, fand ich deren gut dokumentierte Entwicklung sehr interessant. In der Kunst- und Wunderkammer sah ich erlesene Kostbarkeiten und Kunstwerke, z.B. die Skuptur das Tödlein (der kleine Tod), aber auch Kurioses wie ein Gemälde, das einen komplett behaarten Mann darstellte, der im 16. Jahrhundert am Hof des Erherzogs gelebt hatte.

Den Höhepunkt meines Besuchs von Schloss Ambras stellte natürlich der bereits erwähnte Spanische Saal dar. In dem überaus prächtigen Renaissancesaal befand sich ausser mir nur eine vierköpfige Familie. Das Ehepaar und die erwachsenen Töchter fotografierten ausgiebig und lange sowohl die Architektur und als auch sich gegenseitig. Und sie trugen keine Masken !

Es gab danach noch viel zu sehen, aber mich hatte die Energie verlassen. Das Tragen der Maske bei hohen Temperaturen machte mir zu schaffen. Bevor ich das Schlossgelände verließ, holte ich mir noch ein erfrischendes Eis. Durch den schattigen Schlossgarten schlenderte ich zur Bushaltestelle. Der Bus brachte zurück nach Wilten, wo ich in meiner Ferienwohnung den mit großartigen Eindrücken gefüllten Tag Revue passieren ließ.

Afternoon at Schloss Ambras

Schloss Ambras Innsbruck is situated on a rock about 100 meters above the Inn valley. Archduke Ferdinand II. (1529-1595) had the medieval castle Ambras extended to a residential castle in the Renaissance style. Below the high castle one of the most important hall buildings of the late Renaissance was built (1570-72), the „Spanish Hall“ .The cultural-historical meaning of the castle consists of the fact that the archduke united his already then famous collection of armour, weapons, portraits and natural objects, rarities, „miracles of nature“, newest scientific instruments, musical instruments and preciousnesses in Ambras castle.The original collections in Ambras Castle Innsbruck are the oldest museum in the world with the historically earliest systematic collection and presentation concept.

After I had spoiled myself with very tasty Schlutzkrapfen in the restaurant in the courtyard of the upper castle and admired the grisaille painting on the walls extensively, I was ready for the museum visit with a protective mask. For more than two hours I walked through the impressive collections in amazement. The armors, which reminded me of the world of knights, shone magnificently and although I usually do not like weapon collections, I found their well documented development very interesting. In the chamber of arts and curiosities I saw exquisite treasures and works of art, e.g. the sculpture „Tödlein“ (the little death), but also curiosities like a painting depicting a completely hairy man who had lived at the court of the Erherzoog in the 16th century.

The highlight of my visit to Schloss Ambras was, of course, the already mentioned Spanish Hall. In the extremely splendid Renaissance hall there was only a family of four besides myself. The couple and their adult daughters took extensive photographs of the architecture and of each other. And they did not wear masks !

There was still a lot to see afterwards, but I had lost my energy. Wearing the mask at high temperatures was getting to me. Before I left the castle area I got myself a refreshing ice cream. I strolled through the shady castle garden to the bus stop. The bus brought me back to Wilten, where I reviewed the day filled with great impressions in my vacation apartment.

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Schloss Ambras Innsbruck danke ich herzlich für die Erlaubnis diese Fotos auf meinem Blog zu zeigen.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Schloss Ambras Innsbruck thank you very much for the permission to show these photos on my blog.

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Innsbruck: Traumwanderung über dem Inntal Innsbruck: Dream Walk above the Inn Valley

Nach der anstrengenden Hüttenwanderung wollte ich mich und vor allem meine Knie ein bisschen schonen. Außerdem würde es wieder sehr heiß werden. Im Wanderführer fand ich eine leichte Strecke (“ ausgedehnter Spaziergang“ ), den Adolf-Pichler-Weg, der mit relativ geringen Höhendifferenzen von Absam im Inntal zur Bergstation der Hungerburgbahn führte.

Von meiner Ferienwohnung im schönen Stadtteil Wilten ging ich in die Innenstadt und stieg dort in den am Samstag fast leeren Bus, der mich in 25 Minuten nach Absam brachte. An der Wallfahrtskirche, die ich natürlich kurz anschauen musste, stieg ich aus und fand nach zweimaligem Fragen den Wanderweg, der am Waldrand oberhalb des Inntals und unterhalb der Nordkette verlief. Zunächst lief ich an großen Maisfeldern vorbei, aber dann führte der Weg durch den Wald.

Nun war die erste Steigung fällig, die zum aussichtsreichen Romedikirchl hinauf führte. Die Kapelle war leider geschlosssen, aber von der Terrasse des gegenüberliegenden Wirtshauses genoss ich neben einem kühlen Getränk den zauberhaften Ausblick auf das Inntal und die Tuxer bzw. Stubaier Alpen. Direkt danach kam ich zur Burgruine Thaur. Natürlich konnte ich es nicht lassen, bis ganz oben auf den Burghügel zu steigen, auch wenn ich für den steilen Abstieg einen Wanderstock brauchte. Der traumhafte Ausblick mit den Mauerresten im Vordergrund und den Bergen in der Ferne entschädigte mich reichlich für die geringe Mühe.

Dann ging es zunächst schattenlos weiter leicht bergauf und danach glücklicherweise in den Wald. Zwischendurch freute ich mich immer wieder über die Aussicht auf die steil über mir aufragenden Berge der Nordkette. Außerdem waren trotz des Wochenendes nicht viele Leute anzutreffen, auch auf Mountainbiker sah ich nur selten. So hatte ich es mir vorgestellt und war sehr zurieden, dass meine Rechnung aufgegangen war. Nach zwei Dritteln der abwechselungsreichen Strecke legte ich eine Pause im Gasthof Rechenhof ein, wo ich es mir bei vegetarischem Pfifferlingsgoulasch mit Knödeln und alkoholfreiem Weißbier gutgehen ließ. Auch dort gab es wieder eine Aussicht zu beiden Gebirgsseiten, einfach wunderschön.

Die letzte Stunde bis zur Hungerburgbahn fand ich anstrengender. Zunächst musste ich in der prallen Sonne eine sich ziehende Steigung bewältigen und dann führte der Weg durch den Wald ziemlich lange bergab. Die Nähe zu Innsbruck machte sich außerdem durch zunehmenden Ausflugsverkehr bemerkbar. Auf dem letzten der angegebenen 11 km schwächelte ich etwas, legte mehrere Trinkpausen ein, erreichte aber schließlich die Hungerburgbahn.
11 km, 350 m Aufstieg, 120 m Abstieg, 11 km 4 Stunden

Die Bahn nach unten war um 15:30 Uhr noch nicht sehr voll, aber es war, zumindest mit Maske, unerträglch heiß im Inneren. Gut, dass die Fahrt nur sieben Minuten dauerte! Nicht verstanden habe ich bis heute, warum es in der Talstation eine Rolltreppe nach unten gibt, man aber wenn man müde und verschwitzt zurückkehrt mit Mund-Nasenschutz eine steile Treppe hinaufschnaufen muss. In einen vollbesetzten Aufzug mochte ich mich auch nicht begeben.

In der Stadt fand ich keinen Platz in einem schönen schattigen Café. Schließlich landete ich bei einem Selbstbedienungsladen mit Joghurteis, das ich eigentlich nicht sehr mag, aber es war erfrischend kalt und auf der Terrasse wehte eine angenehm kühle Brise.

Den restlichen Tag erholte ich mich im Appartment und ging immer wieder auf den Balkon, um das Bergpanorama zu bewundern. Einen schönen Sonnenuntergang erlebte ich nicht, was kein Wunder war, bei einer Sicht nach Norden. Mit der sehr abwechselungsreichen Wanderung auf dem Adolf-Pichler-Weg war ich sehr zufrieden. Die Tour führte bergauf und bergab, bot wunderbare Ausblicke und verlief zum großen Teil im schattigen Wald, was ideal an einen heißen Sommertag war. Und mich hatte diese Wanderung ausreichend gefordert …

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

After the strenuous hike to the alpine inns I wanted to take care of myself and especially my knees a little bit. Besides, it would be very hot again. In the hiking guide I found an easy route (“ extended walk“ ), the Adolf-Pichler-Weg, which led from Absam in the Inn Valley to the top station of the Hungerburgbahn with relatively small differences in altitude.

From my vacation apartment in the beautiful district of Wilten I walked to the city center and got on the bus, which was almost empty on Saturday, and took me to Absam in 25 minutes. I got off at the pilgrimage church, which I of course had to look at briefly, and after asking twice I found the hiking trail that ran along the edge of the forest above above the Inn valley and below the Nordkette.

At first I walked past large corn fields, but then the path led through the forest. Now the first ascent was due, which led up to the Romedikirchl with its beautiful views. Unfortunately, the chapel was closed, but from the terrace of the inn opposite I enjoyed a cool drink and the enchanting view of the Inn valley and the Tux and Stubai Alps. Directly after that I came to the castle ruin Thaur. Of course I couldn’t resist climbing to the top of the castle hill, even though I needed a walking stick for the steep descent. The fantastic view with the remains of the wall in the foreground and the mountains in the distance compensated me abundantly for the little effort.

Then I continued without shade uphill and then fortunately into the forest. In between, I marveled at the view of the mountains of the Nordkette, which towered steeply above me. In addition, despite the weekend, there were not many people, and I rarely saw mountain bikers. That’s how I had planned it and I was very happy that it had worked out.

After two thirds of the varied route, I took a break at Gasthof Rechenhof, where I enjoyed a vegetarian chanterelle goulash with dumplings and non-alcoholic wheat beer. Again, there was a view to both sides of the mountains, simply beautiful.

The last hour to the HungerburgbahnI i found more exhausting. First; I had to climb a longer slope in the blazing sun and then the path led downhill through the forest for quite a long time. The proximity to Innsbruck was noticeable by an increasing excursion traffic. On the last of the indicated 11 km I weakened a bit, took several drinking breaks, but finally reached the Hungerburgbahn.
11 km, 350 m ascent, 120 m descent, 11 km 4 hours

The train was not very full at 3:30 pm, but it was, at least with a mask, unbearably hot inside. Luckily, the ride took only seven minutes. To this day I have not understood why there is an escalator down in the valley station of the Hungerburgbahn, but when you return tired and sweaty with mouth and nose protection you have to puff up a steep staircase. I also did not want to take the fully occupied elevator.

In the city I did not find a seat in a nice shady café. Finally, I ended up at a self-service store with yoghurt ice cream, which I actually don’t like very much, but it was refreshingly cold and on the terrace there was a pleasantly cool breeze.

The rest of the day I spent relaxing in the apartment and kept going out to the balcony to admire the mountain panorama. I didn’t experience a beautiful sunset, which was no wonder when looking north.

With the very varied hike on the Adolf-Pichler- Weg I was very satisfied The tour went uphill and downhill, offered wonderful views and ran for the most part in the shady forest, which was ideal on a hot summer day. And this hike had challenged me enough …
11 km, 350 m ascent, 120 m descent, 11 km 4 hours
hallenged me enough …

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Innsbruck: Anstrengende Almenrunde Innsbruck: Hard hike to alpine inns

Nach meiner leichten Einstiegstour hatte ich mir eine Wanderung ausgesucht, die zu vier Almen führte. Das sah auf den ersten Blick gemütlich aus. Obwohl die Wanderung im Führer als leicht eingestuft war, mussten 800 hm bewältigt werden. Sogleich beschloss ich, auf die höchstgelegene Alm zu verzichten, wodurch ich knapp 200 hm sparen würde.

Am frühen Vormittag ging ich durch die Innenstadt und stieg dann in die fast leere Hungerburgbahn, die mich auf eine Höhe von 860 m brachte. Nachdem ich die Bergstation bewundert hatte, die wieder von der berühmten Architektin Zahia Hadid entworfen wurde und kurz in die nahe Theresienkirche mit expressionistischen Fresken aus dem 20. Jahrhundert geschaut hatte, startete ich.

Das erste Ziel, die Umbrüggler Alm, lag gerade einmal 250 hm höher. „Das ist ein Klacks! “ dachte ich und schritt frohgemut voran. Aber ach, du Schreck, es ging steil bergauf! Auch war es inzwischen ziemlich heiß. Ich bleibe nicht gerne gleich am Anfang einer Wanderung stehen, daher versuchte ich es mit ganz langsamem Weitergehen. Informationshalber schaute ich auf die Herzfrequenz meines Fitnesstrackers und erschrak, weil mehr als 150 angezeigt wurden. Da blieb ich dann doch lieber stehen und wartete bis ich bei 120 bis 130 angelangt war. Kaum war ich weitergegangen, beschleunigte sich mein Pulsschlag erneut und ich hielt wieder an.

Mit diesem Rhythmus erreichete ich schließlich die Umbrüggler Alm. Eigentlich hatte ich dort keine Pause eingeplant, aber nun freute ich mich auf eine Rast. Ziemlich schnell landete ich mit meinem Zitronenskiwasser in einem Liegestuhl, wo ich mich mit ausgezogenen Wanderschuhen erholte. In coronatauglichem Abstand nahm ein Einheimischer Platz, der mit dem Mountainbike von der Stadt hinaufgestrampelt war. Wir kamen ins Gespräch. Er erzählte mir, dass die vielen Baustellen in der Altstadt ein Corona Hilfspaket für die Bauwirtschaft darstellten. Die Sanierung wäre normalerweise erst in ein bis zwei Jahren fälllig gewesen. Obwohl die außereuropäischen Touristen ausblieben, sei es nun voller als man gedacht habe und die Besucher drängelten sich an den Engstellen. Aber „normaler“ Touristenbetrieb herrsche noch lange nicht. Besonders voll sei es an den „Italienerwochenenden“ im Dezember. Weihnachtsmärkte gebe es in Italien nicht, deswegen sei der Innsbrucker Weihnachtsmarkt ein beliebtes Ausflugsziel. Witzigerweise gibt es in München am zweiten Wochenende auf der Wies’n (Oktoberfest) auch ein „Italienerwochende“ . Na ja, dieses Jahr nicht …

Dann schaute ich mir das Höhenprofil der Fortsetzung meines Wanderwegs zur Höttinger Alm im Führer an. Oh je, da war es genau so steil wie auf der letztenEtappe ! Der Kellner bestätigte dies und sagte noch, dass der Weg weitgehend schattenlos verlief. Er riet mir die längere Forststraße zu nehmen. Auf der breiten Straße ging es immer noch ganz gut bergauf. Es gab etwas Schatten aber auch weite Strecken in der prallen Sonne. Außerdem kamen immer wieder Mountainbiker herunter gerast, vor denen man sich in Acht nehmen musste. Bei einer Trinkpause auf einer Bank sah ich eine Gruppe Mountainbiker, die anhielten, um die Fortsetzung der Tour zu besprechen. Der Bremsweg einiger Radler war doch ziemlich lang … Also die reine Freude war das Wandern nicht, aber die zahlreichen Ausblicke nach Innsbruck und die Stubaier und Tuxer Alpen bis zum Brenner (sogar die Europabrücke konnte man erkennen) waren einfach grandios. Von weitem sah ich die Höttingen Alm und den Wanderweg, der in Serpentinen über die Wiesen hinaufführte. Da war mir einiges erpart geblieben !

Auf der urigen Höttingen Alm auf 1487 m Höhe verspeiste ich eine leckere Speckknödelsuppe, ein Lieblingsgericht aus lange zurückliegenden Skiurlauben. Noch einmal genoss ich die wunderbare Aussicht. Auf den Almwiesen grasten auch noch die von mir heißgeliebten Schottischen Hochlandrinder (leider auf dem Photo kaum zu sehen ). Der Nachteil meines geänderten Hinwegs war, dass ich die Forststraße wieder ein gutes Stück bis zum Abzweig zur Arzler Alm hinunterlaufen musste. Inzwischen war es sehr heiß und das bisschen Schatten vom Vormittag war fast verschwunden. Nach der Abzweigung lief ich wieder auf einer Forststrecke. Dann ging es auch noch durch einen abgeholzten Wald, eine trostloses Wegstück. Kurzum den, teilweise steilen, Abstieg von 400 hm fand ich sehr anstrengend. Sehr bezeichnend war, dass ich mich nicht mehr zum Fotografieren aufraffen konnte.

In der Arzler Alm verwöhnte ich mich mit Kaffee und Kuchen und es gelang mir auch, die Wespen am Mitessen hindern. Von Forststraßen hatte ich die Nase voll und fragte daher den Kellner nach einer Alternative. Er zeigte auf ein Gatter und sagte „Da nunter und immer links halten.“ Auf meine Frage, ob es steil hinunterging, meinte er, es wäre nicht so schlimm. Mit Stöcken und orthohopädischen Knieschützern, die ich vorsichtshalber angezogen hatte, konnte ich die steilen Stellen problemlos bewältigen. Außerdem war ich nun im Wald und zur Not hätte ich mich auch an Bäumen oder Sträuchern festhalten können. Zeitweise war ich mir nicht sicher, ob ich in die richtige Richtung lief. Aber alles klappte, bald kam ich auf den Wanderweg, der mich zurück zur Hungerburgbahn führte.

Ziemlich erschöpft kehrte ich in meine Ferienwohnung zurück. Für den nächsten Tag wurde wieder heißes Sommerwetter vorhergesagt. Mal sehen, wo ich am besten etwas schattiger und weniger anstrengend wandern konnte.

Seid ihr schon einmal bei großer Hitze gewandert und wie habt ihr das erlebt ?
Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Meine Fotos könnt ihr auch bei Instagram unter wanderlustig2020 sehen.

After my easy first trail I had chosen a hike that led to four Almen (alpine inns). At first sight this looked not to strenous. Although the hike was classified as easy in the guide, 800 hm had to be mastered. Immediately I decided to do without the highest Alm, which would save me about 200 hm.
In the early morning I walked through the city center and then I took the almost empty Hungerburgbahn, which brought me up to an altitude of 860 m. After I admired the top station, which was again designed by the famous architect Zahia Hadid and had a brief look at the nearby Theresienkirche with its expressionist frescoes from the 20th century, I set off.

The first destination, the Umbrüggler Alm, was just 250 hm higher. „It’s a cinch! „I thought and happily walked on. But oh, my goodness, it went steeply uphill! It was also quite hot in the meantime. I don’t like to stop right at the beginning of a hike, so I tried to carry on very slowly. For information, I looked at the heart rate of my fitness tracker and was startled because more than 150 were displayed. So I decided to stop and wait until I was at 120 to 130. No sooner had I moved on than my heart rate accelerated again and I stopped again.

With this rhythm I finally reached the Umbrüggler Alm. Actually, I hadn’t planned a break there, but now I was looking forward to a rest. Pretty soon, I landed with my lemon ski water in a deck chair, where I recovered with my hiking boots off. At a distance suitable for a corona, a local took a seat. He had pedaled up from the city on his mountain bike. We got into conversation. He told me that the many construction sites in the old town were a Corona aid package for the construction industry. Normally the renovation would not have been due for another one or two years. Although no non-European visitors were in the city, it was now fuller than one would have thought and the visitors were crowding into the narrow places. But „normal“ tourist business is still a long way off. It is especially crowded on the „Italian weekends“ in December. There are no Christmas markets in Italy, which is why the Innsbruck Christmas market is a popular destination. Funnily enough, there is also an „Italian Weekend“ in Munich on the second weekend at the Wies’n (Oktoberfest). Well, not this year …


Then I looked up the elevation profile for the continuation of my hiking trail to the Höttinger Alm in the guide. Oh dear, there it was just as steep as on the last stage! The waiter confirmed this and said that the path was largely without shade. He advised me to take the longer forest road.


On the wide road it was still quite steep uphill. There was some shadow but also long stretches in the blazing sun. In addition, mountain bikers came down again and again, which one had to watch out for. During a drinking break on a bench I saw a group of mountain bikers who stopped to discuss the continuation of the tour. The braking distance of some of the cyclists was quite long … So the pure joy was not in the hiking, but the numerous views to Innsbruck and the Stubaier and Tuxer Alps up to the Brenner (even the Europabrücke could be seen) were simply grandiose. From far away I could see the Höttingen Alm and the hiking trail, which went up the meadows in serpentines. I had been spared a lot !

On the rustic Höttingen Alm at 1487 m above sea level I ate a delicious bacon dumpling soup (Speckknödelsuppe), a favorite dish from long ago ski vacations. Once again I enjoyed the wonderful view. The Scottish Highland cattle, which I loved so much, grazed on the alpine pastures (unfortunately, they are hardly visible on the photo).

The disadvantage of my changed route was that I had to walk down the forest road again a good distance till the turnoff to the Arzler Alm. In the meantime it had become very hot and the little shade from the morning had almost disappeared. After the turnoff I walked again on a forest road. Then I went through a cut down forest, a desolate stretch of road. In short, the descent of 400 hm, which was steep in parts, was very exhausting. Very significant was that I could not get up to take pictures anymore.

In the Arzler Alm I spoiled myself with coffee and cake and I also managed to prevent the wasps from sharing my food. I was fed up with forest roads and asked the waiter for an alternative. He pointed to a gate and said „Go down there and always keep to the left“. When I asked him if it was steep, he said it wasn’t that bad. With sticks and orthopedic knee pads, which I had put on as a precaution, I managed the steep parts without any problems.Besides, I was now in the forest and if necessary I could have held on to trees or bushes. At times I was not sure if I was running in the right direction. But everything worked out, soon I arrived on the hiking trail which led me back to the Hungerburgbahn.

Quite exhausted I returned to my vacation apartment. For the next day hot summer weather was predicted again. I wondered where I could best hike in a little more shade and less strenuous.

Have you ever hiked in great heat and how did you feel?

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Innsbruck: Zauberhafter Zirbenweg Innsbruck: Enchanting Zirbenweg

Drei schöne Tage hatte ich mit Sightseeing in Innsbruck verbracht. Nun wurde es Zeit für meine erste Wanderung. Zum Einstieg hatte ich mir den Zirbenweg ausgesucht.

Dieser leicht bis mittelschwierige Panoramaweg oberhalb von Innsbruck und Hall in Tirol ist ein Klassiker unter den Tiroler Genusswanderwegen. Er bietet herrliche Tiefblicke ins Inntal und Ausblicke auf rund 400 Alpengipfel, vor allem auf das Karwendel, das direkt gegenüber liegt. Das besondere dieser Wanderroute ist ihr Namensgeber, die Zirbe: der Panoramaweg führt durch einen der größten und ältesten Zirbenbestände Europas. Die stärksten Zirben sind hier 250 Jahre alt, die älteste Zirbe sogar mehr als 700 Jahre. Der Baumbestand an der Waldgrenze ist licht.
Quelle: http://www.tirol.at/reisefuehrer/sport/wandern/wandertouren
Der Zirbenweg ist 7,5 Km lang und führt auf einer durchschnitllichen Höhe von 2000 m immer am Kamm entlang. Man fährt mit der Seilbah von Igls zur Bergstation am Patscherkofl und läuft dann bis zur Tulfeinalm. Dann nimmt man die Glungezerbahn hinunter nach Tulfes und fährt mit dem Bus zurück zur Talstation in Igls. Es wird ein Kombiticket für die Bahn- und die Busfahrt angeboten (21,50 €, ermäßigt 18,50 €). Soweit die Theorie …

Von der Innsbrucker Innenstadt nahm ich den Bus und kam nach ungefähr 30 Minuten an der Talstation in Igls an. An der Kasse wurde mir eröffnet, dass die oberste Sektion der Glungezerbahn neu gebaut wurde. Das bedeutete, dass man von der Tulfeinalm noch 500 Höhenmeter absteigen musste, um von der Mittelstation nach Tulfes hinunterzu fahren. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, gehe ich nicht gerne bergab, habe mich dabei auch schon verletzt. Nun war ich aber schon in Igls und die Dame an der Kasse versicherte mir, dass der Abstieg über Forstwege führte und nicht steil sei. Also würde ich über den Zirbenweg wandern.

Der Zirbenweg begann kurz hinter der Patscherkoflbergstation mit einem schönen Holztor. Von Anfang an gab es wunderschöne Ausblicke auf die Nordkette, das Inntal und Innsbruck. Wie gut, dass ich mit der Wanderung gewartet hatte, bis das Wetter besser wurde! Zunächst war es sehr voll. Den schönen und relativ leichten Weg hatten sich viele Wanderer mit ihren Familien ausgesucht. Hinter dem Gasthaus Boscheneben, nach ca. 30 Minuten, zweigte der Weg links ab und führte ein Stück durch den Wald. Plötzlich war ich dort alleine unterwegs und wollte gerade umkehren, als mir Wanderer entgegenkamen, die mir versicherten, dass ich noch auf dem Zirbenweg ging. Offensichtlich hatten viele Leute nur den Weg bis zum Gasthaus genommen und würden nach einer gemütlichen Rast mit der Patscherkoflbahn zurück fahren.

Der Rest des Weges war sehr angenehm zu gehen. Er führte zum Teil leicht bergab und dann wieder etwas bergab. Man musste nur auf einige Felsen abgeben. Und immer wieder konnte man nur über die zauberhafte Landschaft staunen. Die Zirben verströmten noch dazu einen leicht würzigen Duft. Die Wanderung war wirklich ein Genuss. An der Tulfeinalm kam ich nach 2:45 Stunden angekommen ergatterte ich den letzten Sitzplatz im Freien und ließ mir bei Topfenkirschstrudel und Cappuccino gutgehen.

Alles schmeckte ausgezeichnet, aber richtig entspannen konnte ich mich nicht. Die Wanderung zur Mittelstation der Glugenzerbahn sollte eine Stunde dauern. Ich rechnete mit bis zu zwei Stunden, weil ich bergab sehr vorsichtig gehe. Um 14:45 Uhr startete ich und um 17 Uhr fuhr die letzte Bahn. Zu Beginn gab es noch einmal sehr schöne Ausblicke auf Hall in Tirol und die Umgebung. Dann ging es in Serpentinen über Forststraßen durchgehend steil bergab. Mein rechtes Knie begann zu „meckern“. Es war aber nirgends gefährlich oder rutschig. Einigen Wanderern war es zu langweilig, sie stiegen über steile Hänge direkt an der Lifttrasse hinunter. Im Zickzackmodus bewältigte ich den letzte Wiesenhang bis zur Seilbahn. Um 16 Uhr saß ich alleine (!) in einer Zweiergondel. Ich hatte tatsächlich nur eine gute Stunde gebraucht.
Ca. 11 km, bergauf 190 m, bergab 590 m, 3,75 Stunden

An der Talstation nahm ich den direkten Bus nach Innsbruck und fuhr nicht über Igls zurück. In meiner Ferienwohnung relaxte ich ausgiebig und freute mich über meine wunderbare Wanderung. Die Wetter App prognostizierte weiterhin schönes Sommerwetter, also würde ich am nächsten Tag wieder wandern. Nach dem leichten Einstieg würde ich mir nun eine Route mit mehr Höhenmetern aussuchen.

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken !

For three beautiful days I had done sightseeing in Innsbruck. Now it was time for my first hike. For the start I had chosen the Zirbenweg.

This easy to moderately difficult panoramic trail above Innsbruck and Hall in Tyrol is a classic among the Tyrolean pleasure trails. It offers magnificent views down into the Inn valley and views of around 400 Alpine peaks, especially of the Karwendel, which lies directly opposite. The special feature of this hiking route is its namesake, the Swiss stone pine: the panorama trail leads through one of the largest and oldest stands of Swiss stone pine in Europe. The strongest Swiss stone pines here are 250 years old, the oldest Swiss stone pine even more than 700 years. The tree population at the timberline is light.
Source: http://www.tirol.at/reisefuehrer/sport/wandern/wandert
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The Zirbenweg is 7.5 km long and leads along the crest at an average altitude of 2000 m. You take the cable car from Igls to the top station at Patscherkofl and then walk to the Tulfeinalm. Then you take the Glungezerbahn down to Tulfes and the bus back to the valley station in Igls. A combined ticket for the train and bus ride is offered (21,50 €, reduced 18,50 €). The reality was different …

I took the bus from downtown Innsbruck and arrived at the valley station in Igls after some 30 minutes. At the ticket office I was informed that the second section of the Glungezerbahn was newly built. This meant that you had to descend 500 meters in altitude from the Tulfeinalm to go down from the middle station to Tulfes. As you may have noticed, I don’t like to go downhill, I have already injured myself. But now I was already in Igls and the lady at the ticket office assured me that the descent was on forest tracks and not steep. So I would hike on the Zirbenweg.

The Zirbenweg started shortly after the Patscherkoflbergstation with a beauitful wooden gate. From the beginning there were beautiful views of the Nordkette, the Inn valley and Innsbruck. How good that I had waited with the hike until the weather got better! First it was very crowded. Many hikers and their families had chosen the beautiful and relatively easy path. Behind the Boscheneben Inn, after about 30 minutes, the trail turned left and led a bit through the forest. Suddenly I was alone there and was about to turn back when hikers came towards me, who assured me that I was still walking on the Zirbenweg. Obviously many people had only taken the way to the inn and would return with the Patscherkoflbahn after a comfortable rest.

The rest of the way was very pleasant to walk. It led partly slightly downhill and then again moderately downhill. You only had to watch for some rocks. And again and again one could only marvel at the enchanting landscape. The Swiss stone pines also exuded a slightly spicy scent. The hike was really a pleasure.

I arrived at the Tulfeinalm after 2:45 hours and got the last seat outside. Everything tasted excellent, but I couldn’t really relax. The hike to the middle station of the Glugenzerbahn should take one hour. I reckoned with up to two hours, because I walk downhill very carefully. I started at 14:45 and at 17:00 the last cable car was going to leave. At the beginning there were once again very nice views of Hall in Tirol and the surrounding area. Then it went in serpentines over forest roads continuously steeply downhill. My right knee started to „grumble“. But the trail was not dangerous or slippery. Some hikers found it too boring, they climbed down steep slopes directly at the lift track. In zigzag mode I managed the last meadow slope up to the cable car. At 16:00 I was sitting alone (!) in a two-person gondola. I really only needed a good hour.
About 11 km, uphill 190 m, downhill 590 m, 3.75 hours

At the valley station I took the direct bus to Innsbruck and did not return via Igls. In my vacation apartment I relaxed extensively and was happy about my wonderful hike. The Weather App predicted further nice summer weather, so I would hike again the next day. After the easy start I would now choose a route with more altitude gain.

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Innsbruck: es reißt auf ! Innsbruck: it’s brightening up !

Nach dem Regentag in Innsbruck sollte sich das Wetter bessern. Als ich morgens aus dem Fenster sah, hingen die Wolken immer noch tief. Aber wenigstens regnete es nicht mehr. Der Alpenblick, den man von meiner Ferienwohnung haben sollte, war nicht zu erkennen. Meine erste Wanderung hatte ich auf dem Zirbenweg geplant. Dort  sollte es dauernd herrliche Ausblicke auf Innsbruck und die Nordkette geben, den südlichen Teil des  Karwendelgebirges, der steil hinter Innsbruck aufragt. Diese Berge hätte ich auch von meinem Balkon sehen sollen. Eine Weile trödelte ich noch herum,  aber da sich die Wolken nicht bewegten, beschloss ich noch einen Tag auf das Wandern zu verzichten. Da mir nach einem weiteren Kirchen- und Museumsbesuch nicht der Sinn stand, entschied ich mich für einen Kompromiss. Von meinem Quartier würde ich auf den Bergisel zur Olympia Sprungschanze gehen. Diese lag zwei Kilometer entfernt und der Weg führte auch ein Stück durch den Wald und etwas bergauf.

Zunächst lief ich durch das Stadtviertel Wilten. Am Weg lagen die Stiftkirche und die Basilika des Klosters Wilten, zwei Barock-/Rokokokirchen. Da konnte ich doch nicht widerstehen. Beide Kirchen waren mit einem Vorhallengitter abgesperrt, so dass ich nur kurz hineinblickte. Ziemlich erstaunt war ich, als ich auf einen Reisebus mit französischen Touristen traf, die sich trotz Corona auf Besichtungsfahrt befanden.

Als ich aus der zweiten Kirche kam, sah ich, dass es vom Süden aufklarte. Dort konnte man schon einige Bergspitzen sehen, die aus den Wolken aufgetaucht waren. Auch die Wolkendecke, die an der Nordkette klebte, begann aufzusteigen. Auf dem Weg zur Schanze hätte ich mich fast verlaufen. Statt durch die Anlage mit dem Denkmal für Andreas Hofer zu gehen und der Beschilderung zu folgen, folgte ich auf dem „Panoramaweg“. Bald wurde mir klar, dass mich dieser recht steile Pfad zwar in einem großen Bogen zur Bergstation der Schanze gebracht hätte, ich wollte aber durch das Stadium nach oben steigen und ein Stück mit dem Aufzug und dem Lift zurücklegen. Beim Zurückgehen entdeckte ich einen Platz, der sich nur wenige Meter über der Autobahn befand und knipste dort einige Fotos. Die Berg Isel Schanze liegt an sich wenig idyllisch zwischen Brennerstraße und der  Autobahn, aber davon bekam ich außer an dieser Stelle nichts mit. Die Straßen waren im Schanzenbereich weder zu sehen noch konnte man den Verkehrslärm hören. Das ist sicher auch damit zu erklären, dass die Autobahn zum Teil tief unter der Schanze in mehreren Tunneln durch den Bergisel verläuft.

Mit dem Schrägaufzug und dann mit dem Lift fuhr ich mit Maske und vielen anderen Besuchern zum höchsten Punkt, dem Schanzenkopf. Von der Aussichtsterrasse hatten wir einen atemberaubenden Blick auf Innsbruck, die Nordkette und das Inntal. Besonders schön war dieser Ausblick für mich, weil ich zum ersten Mal die Umgebung richtig sehen konnte. Der Wolkenschal, der unter den Gipfeln hing, störte nicht, sondern war richtig fotogen.

After the rainy day in Innsbruck the weather was supposed to improve. When I looked out the window in the morning, the clouds were still hanging low. But at least it wasn’t raining anymore. The alpine view, which one should have from my holiday flat, was not to be seen. I had planned my first hike on the Zirbenweg. There one enjoys should  constantly wonderful views of Innsbruck and the Nordkette, the southern part of the Karwendel mountains, which rises steeply behind Innsbruck. I should have seen these mountains also from my balcony. I dawdled around for a while, but since the clouds didn’t move, I decided to give up hiking for another day. Since I didn’t feel like it after another church and museum visit, I decided to make a compromise. From my quarters I went up the Bergisel to the Olympic ski jump. This was two kilometres away and the path also led a bit through the forest and a bit uphill.

At first, I walked through the district of Wilten. On the way were the Stiftkirche and the Basilica of the monastery of Wilten, two baroque / rococo churches. There I could not resist. Both churches were locked with a vestibule grid, so that I looked only briefly inside. I was quite astonished when I met a coach with French tourists who were on sightseeing tour despite Corona.

When I came out of the second church, I saw that it cleared up from the south. There, one could already see some mountain peaks that had emerged from the clouds. Also the cloud cover, which stuck to the Nordkette, began to rise. On the way to the ski jump I almost got lost. Instead of walking through the complex with the monument to Andreas Hofer and following the signs, I followed the „Panoramaweg“. Soon I realized that although this rather steep path would have taken me to the top station of the ski jump in a big curve, but I wanted to climb up through the stadium and cover part of the distance by lift and elevator. On my way back I discovered a place which was only a few meters above the highway and took some photos there. Bergisel Schanze is not very idyllically situated between Brennerstraße and the Autobahn, but I didn’t notice this except for this place. The roads were not visible in the area of the ski jump, nor could the traffic noise be heard. This is probably also due to the fact that the motorway runs through the Bergisel in several tunnels, partly deep under the ski jump.

With the inclined elevator and then with the lift I went wearing mask and with many other visitors to the highest point, the Schanzenkopf. From the viewing terrace we had a breathtaking view of Innsbruck, the Nordkette and the Inn valley. This view was especially beautiful for me because I could see the surroundings properly for the first time. The cloud scarf hanging under the summits did not disturb, but was really photogenic.

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Die Olympische Sprungschanze am Bergisel (Olympiaden 1964 und 1976) ist eine von vier Austragungsstätten der Vierschanzentournee. 2002 wurde die nach Entwürfen der Star-Architektin Zaha Hadid umgebaute Olympische Sprungschanze eröffnet. Das Stadium bietet 28.000 Zuschauerplätze. Im Sommer wird die Anlage mit Matten zum Sommertraining der Springer genutzt. Die beindruckende moderne Architektur und der grandiose Rundblick haben die Schanze zu einer der Hauptsehenswürdigkeiten von Innsbruck werden lassen.
Quellen: Wikipedia, bergisel.info, innsbruck.info

An der Schanze entlang stieg ich hinunter bis zum Schanzentisch, um die Architektur der Schanze und den Blick in das Stadium bewundern zu können. Der Tisch, also der Ort an dem Springer sich nach einem rasanten Anlauf hinabstürzen, wirkte auf mich wenig spektakulär. Sich vorzustellen, wie mutig diese Sportler sein mussten, um den Abflug zu wagen, war etwas anderes. Neben einem grandiosen Ausblick über Innsbruck und seine Umgebung haben die Springer auch den unmittelbar südlich des Stadiums gelegenen riesigen Friedhof Wilten vor Augen.

Abschließend besuchte ich noch die Olympischen Ringe, wo das Olympische Feuer 1964 und 1975 gebrannt hatte.

The Olympic ski jump on the Bergisel (1964 and 1976 Olympics) is one of four venues of the Vierschanzentournee . In 2002, the Olympic ski jump, rebuilt according to the designs of star architect Zaha Hadid, was opened. The stadium offers 28,000 spectator seats. In summer, the facility is used with mats for the summer training of the jumpers. The impressive modern architecture and the grandiose panoramic view have made the jump one of Innsbruck’s main attractions.
Sources: Wikipedia, bergisel.info, innsbruck.info

Along the ski jump I climbed down to the ski jump table to admire the architecture of the ski jump and the view into the stadium. The table, i.e. the place where jumpers descend after a rapid approach, did not seem spectacular to me. To imagine how brave these athletes had to be to take off was something else. Apart from a magnificent view over Innsbruck and its surroundings, the jumpers also see the huge Wilten cemetery just south of the stadium.

Finally, I visited the Olympic Rings, where the Olympic Fire had burned in 1964 and 1975.

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Inzwischen war es Mittag und ich erholte mich am Fuß des Bergisel in einem schönen Gartenlokal. Für meine Wanderung auf dem Zirbenweg war es nun zu spät, daher beschloss ich, den Alpenzoo zu besuchen. Zunächst lief ich zurück in die Stadt, wo ich mich darüber  freute, dass die Gebäude wie z.B. der Triumphbogen, und die Maria-Theresia- Straße bei dem sonnigen Wetter so viel schöner aussahen. In der Innenstadt waren aber auch wieder sehr viele Passanten unterwegs, so dass ich zeitweise freiwillig Maske trug.

Der Alpenzoo liegt oberhalb von Innsbruck und ist in wenigen Minuten mit der Hungerburgbahn von der Talstation in der Nähe des Hofgartens zu erreichen. Die Hungerburgbahn ist eine sehr steile Zahnradbahn. Alle Stationen wurden Zaha Hadid entworfen, so dass sich der Kreis zur Bergiselschanze, die ich am Vormittag besucht hatte, für mich schloss.

In the meantime it was noon and I went to relax at the foot of the Bergisel in a nice garden restaurant. It was now too late for my hike on the Zirbenweg, so I decided to visit the Alpenzoo. First I walked back to the city, where I was admired the buildings like the Triumphbogen and the Maria-Theresia- Street that looked so much nicer in the sunny weather. In the city centre, however, there were again a lot of passers-by, so that I wore a mask voluntarily at times.

The Alpenzoo is located above Innsbruck and can be reached in a few minutes by the Hungerburgbahn from the valley station near the Hofgarten. The Hungerburgbahn is a very steep rack railway. All stations were designed by Zaha Hadid, so that the circle to the Bergisel ski jump, which I had visited in the morning, closed for me.

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Im Alpenzoo, der sich bewusst auf heimische Tiere konzentriert und wo keine Exoten  präsentiert werden, verbrachte ich einen sehr schönen und spannenden Nachmittag. Natürlich herrschte dort bei dem schönen Wetter ein ziemlicher Betrieb. Aber zum Einen war die Wegführung mit auf dem Weg aufgemalten Bärentatzen, die nur in einer Richtung zu begehen war, sowohl genial einfach als auch coronatauglich und zum Anderen konnte ich dort, wo mir zuviele Leute herumstanden, freiwillig Maske tragen. Aber schaut selbst, was ich dort Schönes gesehen habe.

A very nice and exciting afternoon I spent in the Alpenzoo, which consciously concentrates on native animals and where no exotic animals are presented. Of course there was quite a lot of activity going on in the beautiful weather. But on the one hand, the route with bear paws painted on the path, which could only be walked in one direction, was both ingeniously simple and corona-compatible and on the other hand, where there were too many people standing around, I could voluntarily wear a mask. But see for yourself what I saw there.

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Auf dem Rückweg war die Bahn gestopft voll. Nicht zum letzten Mal während meines Aufenthaltes fragte ich mich, ob es neben der Maskenpflicht eine Obergrenze für die Anzahl der Benutzer gab und wie diese aussah. Als wir auf die Bahn warteten, hatte ein kleiner Junge, der noch keine Maske tragen musste, Hustenanfälle (??), was seinen Vater nicht zu bedrücken schien. Er grinste fortwährend und klopfte dem Kleinen ab und zu leicht auf den Rücken. Als die Bahn kam, stieg ich in das am weitesten von dieser Familie entfernten Abteil ein.

Abends im Appartment genoss ich auf dem Balkon die angenehme Wärme und endlich (!) den Bergblick.

On the way back the train was packed full. Not for the last time during my stay I wondered if there was an upper limit for the number of users besides the mask obligation and what it amounted to. When we were waiting for the train, a little boy who had not yet had to wear a mask had coughing fits (??), which did not seem to depress his father. He grinned constantly and tapped the little boy lightly on the back every now and then. When the train arrived, I boarded the compartment furthest away from this family.

In the evening in the apartment I enjoyed the pleasant warmth on the balcony and finally (!) the mountain view.

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Der Bergiselgesellschaft und dem Alpenzoo Innsbruck danke ich herzlich für die Erlaubnis zum Posten der entsprechenden Fotos.

Meine Fotos zeige ich jetzt auch bei Instagram unter wanderlustig2020.

Über euer Feedback freue ich immer sehr.

Thank you to to the Bergisel Society and the Alpenzoo Innsbruck for the permission to post the corresponding photos.

My photos I am also showing now at Instagram under wanderlustig2020.

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Fotoprojekt Welt-Foto-Tag Foto project World Foto Day

Royusch hat uns aufgerufen, ein Foto zum „Welt-Foto-Tag“ zu posten. Royusch danke ich für den Hinweis auf den Tag und finde seine Initiative sehr gut.

Sich für ein geeignetes Bild zu entscheiden, war sehr schwer. Schließlich habe ich beschlossen, meinen Wunsch zu bebildern. Ich wünsche mir, dass wir irgendwann wieder unbeschwert reisen können, ohne an die Ansteckung durch Aerosole zu denken einer Musikdarbeitung folgen, uns in eine Menschenmenge begeben und uns überall frei bewegen können.

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Royusch has asked us to post a photo for the „World Photo Day“. I would like to thank Royusch for pointing out the day and I think his initiative is very good. It was very difficult to decide on a suitable picture. Finally, I decided to illustrate my wish. My wish is that one day we will be able to travel again without worrying about aerosol contamination, to follow a music performance, to get into a crowd and to move freely everywhere.

Indien (387)
Jodhpur Indien/India

 

Vogesen (1)
Wissembourg France

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Regentag in Innsbruck Rainy Day in Innsbruck

Am nächsten Morgen bot sich vom Balkon des Appartements immer noch kein Bergblick, der Regen rauschte unermüdlich (und das sollte sich während des gesamten Tages nicht ändern).
Nun gut, dann würde ich tatsächlich einen Museums- und Besichtigungstag einlegen.

Zunächst folgte ich der Leopoldstraße bis zum Triumphbogen, der am Beginn der Maria-Theresien-Straße steht und das Tor zur Innsbrucker Innenstadt bildet. Der Bogen gehört zu den markantesten Sehenswürdigkeiten in Innsbruck und wurde im Auftrag von Kaiserin Maria-Theresia im 18. Jahrhundert errichtet. Die Triumphpforte erinnert an ein freudiges und ein tragisches Ereignis: auf der sonnigen Südseite an die Hochzeit von Maria Theresias Sohn Erzherzog Leopold in Innsbruck und auf der schattigen Nordseite an den plötzlichen Tod des Ehemanns der Kaiserin während der Hochzeitsfeierlichkeiten.
Quelle innsbruck.info
Den Triumphbogen lichtete ich im Regen zum ersten Mal ab, eine sonnige Südseite gab es bei diesem Wetter nicht.

Dann besuchte ich das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. Zu Beginn war ich ziemlich angetan von der Sammlung gotischer Skulpturen und Altäre, zum Teil aus dem heutigen Südtirol. Auch einige Ziergläser und großartig bemalte Humpen bestaunte ich. In der Gemäldegalerie ging mir aber nach ca. zwei Stunden buchstäblich die Puste hinter der Schutzmaske aus und ich beschloss, es gut sein zu lassen. Beim Weggang kam dann der Schock. Meinen Schirm, den ich zum Abtropfen an die Gardarobe gehängt hatte, fand ich nicht mehr. Ich konnte es nicht glauben und suchte mehrmals den Raum ab. Einen Regenschutz brauchte ich dringend, draußen regnete es immer noch stark ! Rasch kaufte ich einen neuen Schirm in Knallrot, damit er nicht so leicht „verwechselt“ werden konnte.

Inzwischen hatte ich einen gewaltigen Hunger. Das Mittagessen gestaltete aber sich eher schwierig. In der Altstadt waren alle Plätze sowohl drinnen und sogar draußen besetzt, obwohl es stark abgekühlt hatte. Schließlich ging ich nach Anbruggen auf die andere Innseite an den bunten Häusern entlang und fand ein nepalesisches Restaurant. Hier war es nicht so voll und die Gäste saßen nicht ganz so eng bei einander. Bei einem ausgezeichneten Butter Chicken regenerierte ich mich.

Nach dem Mittagessen besuchte ich den Dom zu Sankt Jakob mit prächtiger Rokokoausstattung im Inneren. Das Highlight ist jedoch ein nicht besonders großes Madonnenbild auf dem Altar von Lucas Cranach dem Älteren aus dem 16. Jahrhundert.

Inzwischen sehnte mich nach Entspannung an der frischen Luft ohne Maske und schlenderte daher zum Hofgarten. Dort stehen zahlreiche Mammutbäume der verschiedensten Arten, die sogar einen gewissen Regenschutz boten. Auch schöne wenn auch tropfnasse Pflanzen wollten bestaunt werden.

Schließlich besuchte ich die Hofkirche. Der Innenraum der Kirche enthält das leere Prunkgrab, den Kenotaphen, von Kaiser Maximilian aus dem 16. Jahrhundert, um das überlebengroße schwärzliche Bronzefiguren von Ahnen und Vorbildern des Kaisers, z.B. Artus von England, gruppiert sind. Die Kirche wird wegen der schwarzen Mannesfiguren auch Schwarzmanderkirche genannt (es gibt aber auch Frauenfiguren) . Grab und Figuren bilden ein sehr beeindruckendes Gesamtkunstwerk. Wegen Verwendung der Fotos, die euch gerne zeigen würde, habe ich beim Museumsträger angefragt, aber noch keine Antwort erhalten (werden ggf. nachträglich eingefügt).

Auf dem Rückweg kaufte ich noch eine Brotzeit ein und verbrachte den Abend recht erschöpft im Apartment. Obwohl ich sehr Interessantes gesehen hatte, reichte es mir mit dem umständlichen Fotografieren unter dem Regenschirm und dem stundenlangen Maskentragen. Hoffentlich wurde das Wetter wie angekündigt bald besser. Ich wollte endlich wieder wandern !

Auf euer Feedback freue ich mich immer sehr.

The next morning the balcony of the apartment still did not offer a view of the mountains, the rain was rushing tirelessly (and that was not to change during the whole day).

Well, then I would actually have a museum and sightseeing day: First I followed the Leopoldstraße to the Triumphbogen (triumphal arch), which is located at the beginning of the Maria-Theresien-Straße and is the gate to Innsbruck’s city center. The arch is one of the most striking sights in Innsbruck and was built in the 18th century by order of Empress Maria-Theresia. The Triumphal Gate commemorates a joyful and a tragic event: on the sunny south side it commemorates the wedding of Maria Theresa’s son Archduke Leopold in Innsbruck and on the shady north side it commemorates the sudden death of the empress’s husband during the wedding celebrations.
Source innsbruck.info
I took a foto of the Triumphbogen in the rain, there was no sunny side today.


Then I visited the Tyrolean State Museum Ferdinandeum. At the beginning I was quite taken with the collection of gothic sculptures and altars, some of them from today’s South Tyrol. I also marvelled at some decorative glasses and magnificently painted beakers. In the picture gallery, however, after about two hours I literally ran out of breath behind the protective mask and I decided to let it go. When I left the museum I was shocked I couldn’t find my umbrella, which I had hung on the cloakroom to drain. I could not believe it and searched the room several times. I urgently needed a rain protection, outside it was still raining heavily ! Quickly I bought a new umbrella in bright red, so that it could not be „mixed up“ so easily.

In the meantime I had an enormous hunger. But getting lunch turned out to be rather difficult. In the old town all places were occupied both inside and even outside, although it had cooled down a lot. Finally, I went to Anbruggen and walked along the colourful houses on the other side of the Inn and found a Nepalese restaurant. There it was not so crowded and the guests did not sit so close together. Eating an excellent Butter Chicken I regenerated.

After lunch I visited the cathedral of St. Jacob with its splendid rococo interior. The highlight, however, is a not very large Madonna picture on the altar by Lucas Cranach the Elder from the 16th century.

In the meantime I was longing for relaxation in the fresh air without a mask and therefore strolled to the Hofgarten. There are numerous giant trees of the most different kinds and they even offered a certain rain protection. Also beautiful although dripping wet plants had to be admired.

Finally, I visited the Hofkirche. The interior of the church contains the empty ceremonial tomb, the cenotaph, of Emperor Maximilian from the 16th century, around which are grouped larger than liife black bronze figures of ancestors and idols of the emperor, e.g. Arthur of England. The church is also called Schwarzmanderkirche because of the black man figures (there are also female figures). Grave and figures form a very impressive total work of art. Because of the use of the photos, which I would like to show you, I have asked the museum institution, but have not yet received an answer (fotos will be added later if possible).

On the way back I bought a snack and spent the evening quite exhausted in the apartment. Although I had seen some very interesting things, I was tired of taking pictures under the umbrella and wearing my mask for hours. Hopefully the weather got better soon as announced. I finally wanted to hike again !

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Ankunft in Innsbruck Arrival in Innsbruck

Nun stand er also an, mein Aufenthalt in Innsbruck. Ein bisschen aufgeregt war ich schon, weil ich mich auf meine erste Zugfahrt seit Corona begeben würde. Sicherheitshalber hatte ich in der ersten Klasse gebucht, in der Hoffnung, dass es dort nicht so voll sein würde. Tatsächlich hatte ich Glück, das Abteil teilte ich nur mit einem weiteren Reisenden und wir saßen uns am Fenster und am Gang diagonal mit großem Abstand gegenüber. Außerdem trugen wir Masken, was mir auf der fast zweistündigen Fahrt etwas lästig war, aber bei den recht niedrigen Temperaturen gut auszuhalten.

Während der Zugfahrt hatte es geregnet, bei der Ankunft in Innsbruck hörte es kurz auf, aber nach kurzer Zeit begann es wieder zu nieseln. Das war keine große Überraschung, der Wetterbericht für die nächsten zwei Tage lautete genau so. Danach sollte es aber bis zum Ende meines Aufenthaltes schönes Wetter geben. Gut, dass ich mich für Innsbruck als Reiseziel entschieden hatte, wo man bei schlechtem Wetter auf Sightseeingtour gehen und die schönen Tage zum Wandern nutzen kann.

Bei meiner Ankunft  war es noch zu früh zum  Einchecken. Daher legte ich meinen Koffer in ein Schließfach im Bahnhof und schlenderte Richtung Altstadt. Das Zentrum der Stadt mit 133.000 Einwohnern erreichte ich nach knapp zehn Minuten und sah schon von weitem das Goldene Dachl, das um 1500 für Kaiser Maximilian errichtet wurde und als Wahrzeichen der Tiroler Hauptstadt gilt. Es handelt sich um einen spätgotischen Prachterker, der mit feuervergoldeten Kupferschindeln gedeckt und mit mehreren Reliefs verziert ist.
Quelle Wikipedia

Now my stay in Innbruck was approaching. I was a little bit excited, because I was going on my first train ride since Corona. To be on the safe side, I had booked in first class, hoping that it wouldn’t be so crowded there. In fact, I was lucky, I only shared the compartment with one other passenger and we sat diagonally opposite each other at the window and in the aisle with a large distance between us. We also wore masks, which was a bit of a nuisance for me during the almost two-hour trip, but it was quite bearable in the rather low temperatures.

During the train ride it had been raining, when we arrived in Innsbruck it stopped for a short time, but shortly after it started drizzling again. This was no big surprise, the weather forecast for the next two days had been exactly the same. But after that there was supposed to be nice weather until the end of my stay. It was good that I had chosen Innsbruck as my destination, where you can go sightseeing in bad weather and use the beautiful days for hiking.

At my arrival it was still too early to check in. So I put my suitcase in a locker at the train station and strolled towards the old town. I reached the centre of the city with 133,000 inhabitants after about ten minutes and saw the Goldenes Dachl (Golden Roof) from afar. The Dachl was built around 1500 for Emperor Maximilian and is considered the landmark of the Tyrolean capital. It is a late gothic showpiece, which is covered with fire-gilded copper shingles and decorated with several reliefs.
Source Wikipedia

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Man kann darüber streiten, ob der Prunkerker die bedeutendste Innsbrucker Sehenswürdigkeit ist. Jedenfalls lässt ihn kein Besucher aus und jeder lichtet das Gebäude ab. Da wollte ich nicht zurückstehen. Schon vorher war mir aufgefallen, dass große Touristenmassen unterwegs waren. Überall hörte ich italienische und mehr oder minder hochdeutsche Stimmen. Kurz vor dem Dachl wurde es noch einmal enger, weil rundherum gebaut wurde. Das Fotografieren ohne Kräne im Vordergrund erwies sich als schwierig. Außerdem konnte man nicht genug weit vom Dachl zurücktreten, ohne auf die Baustelle zu geraten.  Niemand schien auf den Mindestabstand zu achten, der in Österreich in den meisten Fällen nur einen Meter beträgt. Besonders kuschlig wurde es aber an den Touristenhotspots. Beim Fotografieren vergaßen die Leute jede Vorsicht. Mit einem solchem Trubel hatte ich nicht gerechnet daher setze ich vorsichtshalber meine Maske auf.

One can argue about whether the magnificent bay window is the most important sight of Innsbruck. In any case, no visitor leaves it out and everybody takes pictures of the building. So I did not want to stand back. Already before I had noticed that there were big masses of tourists on the way. Everywhere I heard Italian and more or less High German voices. Shortly before the Dachl it became even narrower, because there was construction all around. Taking pictures without cranes in the foreground proved to be difficult. In addition, one could not step back far enough from the Dachl without getting into the construction site.  Nobody seemed to pay attention to the minimum distance, which in Austria is only one meter in most cases. But it became especially cuddly at the tourist hotspots. When taking pictures people forgot to be careful. I had not expected such hustle and bustle so I put on my mask as a precaution.

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„Nun gut,“ dachte ich „dann schaue ich mir die Altstadt eben von oben an.“ und löste ein Ticket zur Besteigung des Stadtturms. Die 133 Stufen hinaufzusteigen war mit der vorgeschriebenen Maske etwas beschwerlich aber immerhin gab es getrennte Treppen für den Auf- und den Abstieg. Die Aussicht über die Stadt war gut, nur die umliegenden Berge konnte man bei dem Wetter kaum erkennen.

„Well,“ I thought, „then I’ll just have a look at the old town from above,“ and bought a ticket to climb the town tower. Climbing up the 133 steps with the compulsory mask was a bit strenous but at least there were separate stairs for the ascent and the descent. The view over the city was good, only the surrounding mountains were hardly visible in this weather.

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Nach einem Gang  auf die Innbrücke, wo die bunten Häuser in Anbruggen auf der anderen Innseite gut zu erkennen waren,  aber nicht die steil dahinter aufragenden Berge der Nordkette ging ich müde und leicht durchnässt zu meinem Appartment. Erfreut stellte ich fest, dass der Fußweg von der Altstadt nur ca. 10 Minuten dauerte.

Nach dem Einchecken führte ich eine regelrechte Desinfektionsorgie durch. Vom Vermieter hatte ich erfahren, dass die Wohnung morgens noch belegt gewesen war, daher war ich besonders gründlich. Das Einzimmer-Appartment war nicht sehr groß, hatte aber reichlich Stauraum und viele Schränke. Immer wieder entdeckte ich neue Ablage- und Griffflächen. Und so sprühte und sprühte ich. Sämtliche Fenster wurden geöffnet, um den Geruch des Mittels und einige Viren zu vertreiben. Schließlich hatte ich die halbe Flasche Sagrotan verbraucht ! Das kam ich mir alles sehr seltsam vor, aber es waren ja auch besondere Zeiten. Letztes Jahr auf meiner Reise durch Ostasien hatte ich die vielen Menschen, die Masken trugen, z.B. um sich und andere vor Grippe zu schützen, als befremdlich erlebt und dabei oft gedacht:  “ Das ist hier eine andere Kultur, bei uns würde das nicht gehen. „

Nach dem Einkaufen von Lebensmitteln ging ich zum Abendessen. Als ich das Restaurant mit Maske betrat, erntete ich verwunderte Blicke. Es stellte sich heraus, dass es keine Maskenpflicht in österreichischen Restaurants gab, weder für Gäste noch für die Kellner, was  ich zunächst etwas beängstigend fand. Im Juni, als ich Linz besucht hatte, musste zumindest das Servicepersonal eine Maske tragen, obwohl die Infektionszahlen niedriger gewesen waren.

Abends überlegte ich mir ein Programm für den kommenden Regentag. Vor dem Schlafengehen schaute ich vom Balkon auf das Alpenpanorama, mit dem das Appartment annonciert worden war. Die Berge waren aber nicht zu sehen. Die Wolken hatten es sich dicht über der Stadt bequem gemacht. Das konnte nur besser werden !

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After a walk to the bridge over the Inn, where the colourful houses on the other side of the Inn in Anbruggen were clearly visible , but not the steep mountains of the Nordkette behind them, I walked tired and slightly soaked to my apartment. I was pleased to find out that the walk from the old town only took about 10 minutes.

After checking in I performed a extensive disinfection. From the landlord I had learned that the apartment was still occupied in the morning, so I was especially thorough. The one-room-apartment was not very big, but it had a lot of storage space and many cupboards. Again and again I discovered new storage and handle surfaces. And so I sprayed and sprayed. All windows were opened in order to drive away the smell of the agent and some viruses. Finally,  I had used up half the bottle of Sagrotan ! This all seemed very strange to me, but these were special times. Last year on my trip through East Asia I found it strange that so many people wore masks, e.g. to protect themselves and others from influenza and I often thought “ This is a different culture here, it would not work with us. „

After shopping for food, I went to dinner. When I entered the restaurant weearing the mask,  I received astonished looks. It turned out that there was no mask obligation in Austrian restaurants, neither for guests nor for the waiters, which I found a little frightening at first. In June, when I visited Linz, at least the service staff had worn a mask, although the infection rates had been lower.

In the evening I thought about a program for the coming rainy day. Before going to bed I looked from the balcony at the alpine panorama with which the apartment had been advertised. But the mountains were not to be seen. The clouds had made themselves comfortable close above the city. That could only become better!

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Reisen in Corona Zeiten: Innsbruck Travel in Times of Corona: Innsbruck

Reisen in Coronazeiten bedeutet für mich auch, dass ich es nun zu Zielen schaffe, die ich schon seit langer Zeit aufsuchen wollte. Neben dem Fichtelgebirge, wo wir vor kurzem einen wunderbaren Wanderurlaub verbrachten, gehörte dazu auch Innsbruck. Unzählige Male sind wir dort vorbeigefahren,  meistens unterwegs zu einem Italienurlaub in Südtirol oder an der Adria. Wenn du von München aus in zwei Stunden am Brenner bist, dann legst du keine Pause auf halber Strecke in Innsbruck ein. Du kannst es gar nicht erwarten, den ersten echten Cappuccino in Italien zu schlürfen oder du bist auf dem Rückweg und möchtest nach langer Staufahrt endlich nach Hause. Wie dem auch sei, nach Innsbruck, das gerade mal knapp 100 km entfernt ist, hatten wir es nie geschafft.

Ende Juni verlebte ich zwei schöne Tage in Linz und Enns. Damals gab es sehr wenige Neuinfektionen und die Corona Regeln waren entsprechend  locker. Masken mussten nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Mir war das damals nicht geheuer. Ich schützte mich freiwillig, z.B. im Museum und in Kirchen. Danach dachte ich mir,  dass ich noch einmal nach Österreich fahren möchte, was gewissermaßen auch einen Urlaub von Corona bedeutete.

Innsbruck reizte mich schon lange, man konnte dort sowohl im nahen Gebirge wandern oder sich auf Stadtbesichtigung begeben. Deswegen hatte ich für Anfang August eine Ferienwohnung in Innsbruck gebucht. Ein Urlaub im Hotel kam für mich nach wie vor nicht in Frage.

Inzwischen ist die Zahl der Neuinfektionen in Österreich auf mehr als 110 pro Tag gestiegen und die Maskenpflicht wurde an vielen Orten wieder eingeführt.

Was ich in der Stadt des goldenen Dachls beim Sightseeing  und Wandern in atemberaubender Natur (nicht nur im übertragenen Sinne!) erlebt habe, werde ich euch demnächst berichten.

Wie haben  sich euere Reisepläne durch Corona verändert ? Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Travelling in Corona times also means for me that I now make it to destinations I have wanted to visit for a long time. Besides the Fichtelgebirge, where we recently spent a wonderful hiking holiday, Innsbruck was one of them. Countless times we passed by there, mostly on the way to a holiday in Italy in South Tyrol or at the Adriatic Sea. If you are at the Brenner Pass from Munich in two hours, you don’t stop halfway in Innsbruck. You can’t wait to sip your first real cappuccino in Italy or you’re on your way back and want to go home after a long journey in a traffic jam. Either way, we never made it to Innsbruck, which is just under 100 km away.

At the end of June I spent two beautiful days in Linz and Enns. At that time there were very few new infections and the Corona rules were accordingly relaxed. Masks only had to be worn in public transport. At that time I was a bit uneasy about it. I protected myself voluntarily, for example in museums and churches. Afterwards I thought to myself that I would like to go to Austria again, which in a way also meant a holiday from Corona.

Innsbruck had been appealing to me for a long time, one could go there either for hiking in the nearby mountains or for sightseeing. This is why I had booked a holiday flat in Innsbruck at the beginning of August. A holiday in a hotel was still out of question for me.

Meanwhile the number of new infections in Austria has risen to more than 110 per day and the compulsory wearing of masks has been reintroduced in many places.

What I experienced in the city of the Golden Dachl  while sightseeing and hiking in breathtaking nature (not only in the figurative sense !),  I am going to tell you soon.

How have your travel plans changed through Corona ? Always  looking forward to  your feedback.

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Fotoprojekt 2020; Panorama-Bilder (August) Foto project 2020; panoramic pictures (August)

Royusch hat im August wieder zu einer Panoramafotochallenge aufgerufen. Gerne beteilige ich mich. Habe ich doch in letzter Zeit häufiger Panoramabilder aufgenommen!

In August Royusch has again called for a panorama photo challenge. I am happy to participate as I have taken panorama pictures more often lately!

Foto bitte zum Vergrößern anklicken.
Please klick to enlarge.

Passend zu Royuschs Bild der Woche zeige ich ein Foto des Tegernsees in der Nähe von Bad Wiessee, das von meiner ersten Wanderung nach dem Ende des Lockdowns stammt. In „normalen“ Zeiten ist der Tegernsee total überlaufen.  Trotzdem gehört der See im Voralpenland wegen seiner traumhaften Umgebung  zu meinen Lieblingsgewässern in Bayern.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Matching Royusch’s picture of the week I am showing a photo of the Tegernsee near Bad Wiessee which I took at my first hike after the end of lockdown. In „normal“ times the Tegernsee is totally overcrowded.  Nevertheless, the lake in the foothills of the alps is one of my favourite waters in Bavaria because of its beautiful surroundings.

Always looking forward to your feedback.