Corona Pilgern: auf Belanas Spuren wandeln Corona pilgrimage: walking in Belana’s footsteps

In diesem Sommer wollte ich den Jakobsweg, dem ich im letzten Jahr bis Lindau gefolgt war, in der Schweiz fortsetzen. Wegen wieder steigender Coronazahlen traute ich mich nicht. Auf meiner Route, die in Konstanz beginnt, standen zur Übernachtung vielfach nur Mehrbettzimmer zur Verfügung und das war mir zu heikel. Und über das Campingalter bin ich schon lange hinaus …

Mir tat das aber sehr leid und da brachte mich Belana Hermine mit ihren Beiträgen zum Coronapilgern (z.B. hier) auf eine Idee. In regelmäßigen Abständen ca. jeden zweiten Tag ging ich aus dem Haus, um eine längere Strecke zu wandern und danach wieder nach Hause zurück zu kehren. So würde ich weder jemanden mit dem Virus anstecken noch mich selbst infizieren.

Dabei kombinierte ich zum Teil mehrere bekannte Wege und fügte ein neues Zwischenstück ein. Die Routen erstellte ich erstmals mit Komoot (und landete häufiger im Gebüsch!). Wir bzw. ich legten Strecken von 7 bis 21 km zurück und entdeckten in unserer Umgebung sehr viel Neues. Ich traute mich sogar auf das Gelände eines aufgegebenen Kieswerkes. Das war schon fast ein Lost Place, aber auf bayerisch: alles sauber und abgeschlossen.

Die selbst geplanten Routen haben mir viel Spaß gemacht. Sie verliefen nicht nur durch den Wald sondern auch auf Nebenstraßen. Ich durchquerte mehrere kleine Orte zum ersten Mal zu Fuß. Zum Teil ging der Wanderweg kilometerweit gerade aus, war also recht eintönig. Aber gerade das erinnerte mich an Strecken auf dem Jakobsweg (hier). Andererseits waren diese flachen Wegteile dazu geignet, in einem flotten Rhythmus zu laufen und dabei den Gedanken nachzuhängen.

Ganz wunderbar fand ich, dass ich direkt von der Haustür starten und ohne Wanderschuhe, -stöcke und -klamotten gehen konnte. Wasser, ein paar Nüsse, ein Schirm und natürlich die Kamera waren schnell eingepackt. Ohne Anreise los zu wandern, hat mir sehr gefallen. Das werde ich fortsetzen. Überlege schon, ob ich von München aus zu den Bergen laufe.

Ganz so wie auf Camino fühlte sich mein Corona Pilgern aber nicht an. Es gab zu wenige Kirchen, keinen Pilgerstempel und der schwere Rucksack fehlte …

Fehlt euch das Pilgern auch und was unternehmt ihr stattdessen ? Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

This summer I wanted to continue the Way of St. James in Switzerland, which I had followed to Lindau last year. Because of the increasing corona numbers I did not dare to do so. On my route, which begins in Konstanz, there were often only shared rooms available for overnight stays, and that was too delicate for me. And I have long since passed the age for camping …

But I was very sorry about that and Belana Hermine with her contributions to the Corona pilgrimage (e.g. here) gave me an idea. In regular intervals about every second day I went out of the house to hike a longer distance and then return home. So I would neither infect someone with the virus nor would I infect myself.

In doing so, I sometimes combined several known paths and added a new intermediate section. I created the routes for the first time with Komoot (aand landed in the bushes more often!). We or I covered distances of 7 to 21 km and discovered many new things in our surroundings. I even ventured onto the grounds of an abandoned gravel plant. That was almost a lost place, but in Bavarian: everything clean and shut up.

I enjoyed the self-planned routes a lot. They ran not only through the forest but also on side roads. I crossed several small villages on foot for the first time. Some of the trails went straight for miles, so it was quite monotonous. But just this reminded me of the routes on the Way of St. James (here). On the other hand, these flat parts of the path were suitable for walking in a brisk rhythm and to let my thoughts wander.

It was wonderful to start right at the front door and walk without walking shoes, sticks or clothes. Water, a few nuts, an umbrella and of course the camera were quickly packed. Hiking without having to travel I really enjoyed . I will continue that. I’m already thinking about walking from Munich to the alps.

Do you also miss pilgrimage and what do you do instead? I am always very happy about your feedback.
Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

DSC07797DSC07800DSC07809DSC07814DSC07815P1060058

11 Kommentare zu „Corona Pilgern: auf Belanas Spuren wandeln Corona pilgrimage: walking in Belana’s footsteps

  1. Sehr gut gefallen hat mir die erste Etappe bis zum Kloster Schäftlarn, die zum großen Teil an der Isar entlang führt. Die gut 20 km kann man auch abkürzen oder in mehrere Strecken aufteilen. Die Anbindung an die S-Bahn ist gegeben .

    Gefällt 1 Person

  2. Ich wäre sehr gerne einmal den Bayerischen Jakobsweg von München an den Bodensee gewandert, so wie du. Aber leider, leider kam dann meine Muskelerkrankung dazwischen, bevor ich meine Pläne in die Tat umsetzen konnte… Aber ich freue mich immer sehr, wenn ich auf meinen kleinen Wanderungen ein Weilchen auf dem Jakobsweg gehen kann.

    Liken

  3. In der heimischen Umgebung wandern ist tatsächlich eine gute Alternative. Wir haben in diesem Jahr einige schöne Touren ohne, oder mit kurzer Anreise gemacht. Dabei kann man sein zu Hause neu entdecken.
    Und Deine schönen Bilder machen direkt Lust, gleich wieder loszugehen.
    Viele Grüße
    Richard

    Liken

  4. Ich mache so etwas Ähnliches ein bis zwei Mal pro Jahr. Jetzt nicht Pilgern, aber ich starte/ende meine Wandertouren von zu Hause aus. Ziel ist es an 10 (mittlerweile bin ich bei 15, pro Jahr wird um einen Tag erhöht)) aufeinanderfolgenden Tagen, mindestens 10.000 Schritte zu laufen/wandern. Das fängt dann meistens so mit etwas 7/8 km an und hört, je nach Kondition, dann mit ca. 28 km auf. Danach fühle ich mich „ausgepumpt“, aber mein Kopf ist frei und ich freue mich wieder tierisch auf mein Fahrrad 😀
    Liebe Grüße
    Roland

    Liken

  5. Lieben Dank, dass Du meinen Blog hier so erwähnt hast.
    Ja, es ist anders, aber es ist doch erfüllend und allemal besser als das Pilgern ganz ausfallen zu lassen.
    Dann auf ein nächstes Jahr mit wieder „richtigem“ Pilgerweg 🙂

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.