Rückkehr vom französischen Jakobsweg

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Nach zehn Tagen Pilgerwanderung mit Rucksack auf dem französischen Jakobsweg, der Via Gebennensis, die über 350 km von Genf nach Le Puy führt, bin ich schon wieder zu Hause. Von Anfang an herrschte eine sengende Hitze von 30 bis 37 °C. Das Pilgern auf den weitgehend schattenlosen Strecken und fast immer ohne Einkehrmöglichkeiten fand ich sehr herausfordernd, war aber zuversichtlich, dass ich es, vielleicht mit mehreren Unterbrechungen, bis Le Puy schaffen würde.

Einen Ruhetag verlebte ich in Yenne, einem zauberhaften Städtchen mit viel französischem Charme. Dort begann auch mein erstes gesundheitliches Problem. Es handelte sich dieses Mal nicht um die üblichen Kniebeschwerden, sondern um einen heftigen Bewegungsschmerz im Rücken. Die ärztliche Bereitschaftspraxis, die ich am Samstag aufsuchte, verließ ich mit einer Verordnung von Medikamenten, aber ohne genaue Diagnose. Als ich die Tabletten nach einigen Tagen weisungsgemäß absetzte, kam der Schmerz zurück. Dann begann meine rechte Achillessehne zu schmerzen. Zunächst ließ das mit dem täglichen „Einlaufen“ nach, aber nach einigen Tagen nicht mehr. Schweren Herzen beschloss ich in La Côte-Saint-André, als ich die Hälfte der Via Gebennensis zurückgelegt hatte, es gut sein zu lassen. Ich fuhr mit dem Bus nach Lyon, schaute mir die historisch sehr interessante und schöne Stadt zwei Tage lang an und fuhr gestern mit dem Zug nach Hause. Über meine Erlebnisse werde ich wie gewohnt berichten, auch darüber, dass mir das Pilgern in Frankreich trotz alledem gefallen hat.

Fazit: Wahrscheinlich bin ich nicht gemacht für das Langstreckenwandern. Länger als zehn Tage am Stück schaffe ich einfach nicht.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Rückkehr vom französischen Jakobsweg erschien zuerst auf Wanderlustig.

27 Kommentare zu „Rückkehr vom französischen Jakobsweg

  1. Danke dir! Gehe zum Arzt und hoffe sehr, dass dabei nicht das Aus für Langstreckenwanderungen herauskommt. Wenn nein, würde ich wahrscheinlich ab Le Puy weiter gehen, wo auch die Infrastruktur besser sein dürfte. An einen Rucksacktransport habe ich auch schon gedacht.

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  2. Oh, das ist aber wirklich schade. Dann hoffe ich in einem ersten Schritt, dass es Dir bald wieder besser geht und Du grundsätzlich wieder längere Strecken laufen kannst. Wo diese dann langgehen, wird sich einfach zeigen. Es gibt ja auch in der näheren Umgebung viele Pilgerwege und Wallfahrtsorte.
    Allerdings ist es vielleicht noch ein bisschen zu früh, um die Flinte hinsichtlich längerer Streckenwanderungen ins Korn zu werfen. Spätestens an Puy en Velay gibt es definitiv Gepäcktransport.

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  3. Ok, dann hast du ja schon alle Optionen gecheckt. Dann hoffe ich, dass der Doc dir weiterhelfen kann. Auf deinen Bericht über Lyon warte ich dann mit Spannung! Danke für den Museumstipp 👍.

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  4. Danke! Ein Gepäcktransport hätte mich interessiert, wurde auf der Via Gebennensis aber nicht angeboten und die raren Unterkünfte waren nicht so gestrickt, dass man gegen Kostenübernahme darum bitten konnte. Mein Rucksack passt mir eigentlich sehr gut und das Gewicht ist maximal reduziert. Allerdings musste ich dieses Mal wegen der Hitze, und da wegen Trockenheit viele Brunnen abgestellt waren, mindestens 2,5 l Wasser mitschleppen.
    Lyon lohnt sich (Bericht folgt)! Mein persönlicher Tipp ist das Musée Lumière, das Wohnhaus der gleichnamigen Brüder, die den ersten Cinematographen erfunden und damit den ersten Film gedreht haben.

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  5. Ja, sehr schade, aber nicht zu ändern. Vielleicht wäre eine solche Tour mit Gepäcktransport besser für dich? Nur mit Tagesgepäck wandert es sich rückenfreundlicher. Vielleicht würde,es aber auch einfach ein anderer Rucksack tun. Nicht jeder passt jedem/jeder. Ich drücke die Daumen, dass der Arztbesuch dich weiter bringt. Lyon steht übrigens auch auf meiner Liste schon etwas länger 😎.

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  6. Gute Besserung!
    Und selbst wenn du in Zukunft nur eine Woche schaffst – dann laufe halt öfter! Es macht dir doch so viel Freude! 👍😄

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  7. Aber ich denke auch, dass die Hitze eine große Rolle bei der ganzen Geschichte gespielt hat…. 37¨C sind wirklich keine Temperaturen für lange Reisen.
    Schade, dass Sie Ihre Reise aus gesundheitlichen Gründen verkürzen mussten.

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  8. Ich kann dich sehr gut verstehen und deine vernünftige Entscheidung nur loben. Du warst 10 Tage unterwegs und das ist bei diesen klimatischen Verhältnissen sehr beachtenswert und eine wertvolle Erfahrung! Ich hoffe, dass es dir bald wieder besser geht. Bei geänderten Rahmenbedingungen und bester Gesundheit wirst du das restliche Stück auf diesem Camino und darüber hinaus noch gehen. Ich freue mich auf deine Berichte. Ultreia! Heiner

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