Ausgebremst # 3: Münchner Westpark

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Jetzt wohne ich schon über 30 Jahre in München. Seit Corona habe ich meine Heimatstadt neu entdeckt und dabei viele Orte besucht, an denen ich nie zuvor war. Aber in den Westpark hat es mich noch nie verschlagen. Das mag daran liegen, dass ich ganz im Münchner Osten wohne. Aber wenn ich die Entfernung zu diesem Park z.B. mit meiner Reise nach Patagonien vergleiche, dann handelt es sich um den sprichwörtlichen Katzensprung (oder eher Mäusehüpfer ?).

Der Westpark in München wurde 1983 zur internationalen Gartenausstellung angelegt. Er ist nach dem Englischen Garten, Schlosspark Nymphenburg und dem Olympiapark der viertgrößte Park in München. Der Park ist in zwei Teile aufgeteilt (Westteil und Ostteil) und besitzt zwei Seen.

Vor allem im Westteil des Parks gibt es sehr viel zu entdecken, da hier nach der internationalen Gartenausstellung vieles erhalten blieb. So befindet sich dort das Ostasien-Ensemble mit seinen asiatischen Tempeln und Parkanlagen.

Quelle: https://www.dailytrip.de/ausfluege/westpark-muenchen-sehenswuerdigkeiten-park-muenchen/

Da ich gerade „ausgebremst“ bin, bot sich vor einer Woche ein kleiner Ausflug in die Gartenanlage an. Um meine noch „zickende“ Achillessehne zu schonen, würde ich meine Tour auf den Westteil des Parks beschränken. Ich parkte an der U-Bahn, die mich in einer knappen halben Stunde zur Station „Westpark“ brachte. Nach einem kurzen Spaziergang hatte ich die Grünanlage erreicht.

Am Westsee entlang ging ich zum Ostasien Ensemble. Ich schaute mir den Japanischen Garten an, ein Geschenk der Münchner Partnerstadt Sapporo. Die Anlage fand ich recht hübsch. Sie konnte aber mit den penibel gepflegten Gärten im Herkunftsland nicht mithalten. Wegen der Sommerhitze wirkte das Ensemble zudem leicht ausgedörrt.

Bald erreichte ich den farbenprächtigen thailändischen Pavillon Tempel, der mitten im Wasser steht und daher nicht betreten werden kann. Im Tempel befindet sich eine große Buddha-Statue. Definitiv ein Highlight, aber natürlich nicht ganz so prächtig wie die Tempel in Thailand z.B. in Bangkok.

Beim Blick über den See hatte ich schon die Nepalesische Pagode mit ihren wunderbaren Holzschnitzereien entdeckt, die von 300 nepalesischen Handwerkern in mühevoller Handarbeit geschnitzt und im Rahmen der internationalen Gartenausstellung nach München verschifft wurde. Kurios war, dass die Hohlräume der Pagode beim Transport nach München zum Schmuggel von 400 kg Haschisch genutzt wurden.
Quelle:
https://www.dailytrip.de/ausfluege/westpark-muenchen-sehenswuerdigkeiten-park-muenchen/

Nepal habe ich leider noch nicht besucht. Die Schnitzereien fand ich ausgesprochen schön. Mein Fernweh war geweckt. Aber dass ich es jemals nach Nepal schaffen werde, glaube ich nicht.

Auf der Suche nach einer Einkehrmöglichkeit lief ich am Ufer des Westsees entlang. Wie in allen Münchner Parks waren dort Wildgänse zur Plage geworden und hatten die Wiesen und das Gewässer verschmutzt.

Inzwischen war die Sonne verschwunden und dicke schwarze Wolken zogen auf. Mit dem Kaffeetrinken im Park wurde es dann leider nichts. Der Biergarten am Rosengarten war geschlossen und auf der Terrasse des daneben liegen Restaurants wollte man mich wegen des nahenden Gewitters nicht mehr bedienen. In die Innenräume konnte ich auch nicht gehen, weil dort eine Hochzeitsgesellschaft feierte.

Ich brach schnell wieder auf und erreichte die U-Bahn-Station, noch bevor das Gewitter kam. Erst als ich schon im Zug saß, fiel mir ein, dass ich auf dem Rückweg eigentlich noch den Chinesischen Garten besuchen wollte.

Fazit:
Das Ostasien Ensemble hat mir sehr gut gefallen, war eine tolle Chance einer kleinen Stippvisite durch vier faszinierende Länder. Gastronomisch fand ich den Westteil des Parks eher unattraktiv. Auch die Parkanlage bot im Vergleich zu den anderen großen Münchner Parks nichts Besonderes.

Der Ostteil des Parks soll die schönere Gartenlandschaft besitzen. Außerdem gibt es dort ein viel gelobtes Café am See, das „Gans am Wasser“. Den Ostteil möchte ich noch besuchen, am besten im Herbst, wenn die Blätter bunt gefärbt sind. Dann werde ich auch meinen Besuch im Chinesischen Garten nachholen. Das Laufen sollte dann hoffentlich kein Problem mehr sein.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Ausgebremst # 3: Münchner Westpark erschien zuerst auf Wanderlustig.

8 Kommentare zu „Ausgebremst # 3: Münchner Westpark

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