Top Highlight in Patagonia: Laguna de los Tres (El Chaltén)

An meinem zweiten Wandertag in El Chaltén im Januar 2017 im argentinischen Patagonien wollte ich bei besserem Wetter unterwegs sein. Bei meiner Tour zur Laguna Torre am Vortag hatte es geregnet und die Sicht war recht schlecht gewesen
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Nun versprach mir die WetterApp einen sonnigen Tag. Diesen brauchte ich für die Königsetappe zur Laguna de los Tres, einer anstrengende Tagestour, bei der man mit einer unvergleichlich schönen Aussicht auf den Monte Fitzroy belohnt wird. Den Berg, der eine Hauptattraktion des Wandergebiets um El Chaltén darstellt,  hatte ich schon auf vielen Fotos bewundert und wollte ihn gerne in der Realität sehen.

Als ich morgens aufbrach war es leicht bewölkt, aber kaum hatte ich den Wanderweg erreicht, da zog es sich rasch zu und begann zu regnen. Während der ersten 1,5 Stunden konnte man den Berg überhaupt nicht sehen und meine Laune begann in den Keller zu sinken. Für den Aufstieg hatte ich die Variante über die Laguna Capri gewählt, in der sich der Fitzroy auf das Schönste spiegeln sollte. Aber natürlich war das nicht der Fall und der Ort lud auch nicht zum Verweilen ein, weil dort ein eisiger Wind pfiff.

On my second hiking day in El Chaltén in January 2017 in the Argentinean Patagonia I wanted to be on the road in better weather. During my tour to Laguna Torre the day before it had rained and the visibility had been quite bad
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Now the WetterApp promised me a sunny day. I needed that for the king’s stage to the Laguna de los Tres, a strenuous day tour where you are rewarded with an incomparably beautiful view of Monte Fitzroy. On many photos I had already admired the mountain that is a main attraction of the hiking area around El Chaltén and wanted to see it in reality.

When I set off in the morning it was slightly cloudy, but as soon as I reached the hiking trail, it quickly closed up and it started to rain. During the first 1,5 hours you couldn’t see the mountain at all and my mood started to sink into the cellar. For the ascent I had chosen the variant over the Laguna Capri, in which the Fitzroy should be reflected in the most beautiful way. But of course this was not the case and the place did not invite to stay either, because there was an icy wind whistling.

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Und dann geschah das Wunder: der Fitz Roy tauchte plötzlich aus den Wolken auf. Das sollte während des gesamten Tages so bleiben. Oft wehten zarte Wolkenschleier über die  Bergspitzen, was den Berg aber nur noch fotogener aussehen  ließ.

And then the miracle happened: the Fitz Roy suddenly emerged from the clouds. This was to last throughout the day. Often there were soft veils of cloud blowing over the mountain tops, but this only made the mountain look more photogenic.

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Die 10 km lange Strecke zur Laguna de los Tres führte lange angenehm bergauf. Das Wasser des  Rio Blanco konnte man sogar trinken, viele Wanderer füllte dort ihre Wasserflaschen vor dem kommenden Steilanstieg auf . Ein sportlicher Zeitgenosse ging das Ganze sogar im Jogging Tempo an.  Auf den letzten zwei Kilometern  ging es dann, wie schon  bei der Wanderung zur Base de las Torres im Torres  del Paine Nationalpark  https://wordpress.com/post/wanderlustig2019.wordpress.com/1071
ordentlich zur Sache. Es  waren ca. 450 hm zu bewältigen. Wie gut, dass es zwischendurch Durchhalteschilder mit der verbleibenden Entfernung gab.

The 10 km long stretch to the Laguna de los Tres led uphill for a long time in a pleasant way. One could even drink the water of the Rio Blanco, where many hikers filled up their water bottles before the coming steep ascent. A sporty contemporary even started the whole thing at jogging speed.  On the last two kilometres the action was really happening as already during the hike to the Base de las Torres in the Torres del Paine National Park
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There were about 450 hm to master. How good that in between there were stamina signs showing the remaining distance.

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Wie froh war ich als die Bergspitzen endlich wieder in meinem Blickfeld auftauchten. Oben angekoummen war alle Mühe vergessen.  Der atemberaubende Blick auf den Berg, den Gletscher, über die Felsenlandschaft und das in verschiedenen Blautönen schimmernde Wasser der Lagune entschädigten mich überreichlich.  Ich machte es mir an einer windgeschützten Stelle mit meinem Lunchpaket bequem und staunte und fotografierte und fotografierte. Immer wenn eine Wolkenschleier über die Zinnen zog, sah es wieder anders und noch schöner aus. Zu Hause fiel es mir nicht leicht, unter den Fotos mit dem selben, fast identischen Motiv auszuwählen. In der Sonne ließ es sich gut aushalten, daher fiel es mir sehr schwer, mich von dem fantastischen Anblick loszureißen. Ich hätte noch stundenlang bleiben können. Mir stand aber ein mindestens dreistündiger Rückweg bevor, daher brach ich nach einer Stunde wieder auf.

How happy I was when the mountain tops finally reappeared in my field of vision. When I arrived at the top, all my efforts were forgotten.  The breataking view of the mountain, the glacier, the rocky landscape and the water of the lagoon shimmering in different shades of blue compensated me abundantly.  I made myself comfortable with my packed lunch in a wind-protected place and marvelled and took pictures and took pictures again. Whenever a veil of cloud moved over the peaks, it looked different and even more beautiful. At home it was not easy for me to choose among the photos with the same, almost identical motif. It was very pleasant in the sun, so it was very difficult for me to tear myself away from the fantastic view. I could have stayed for hours more. But I had at least three hours to go back, so I left after one hour.

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Nach dem ersten steilen Abstieg lief ich sehr angenehm zurück. Der Weg zog sich ein bisschen, wie immer wenn man schon etwas müde ist. Auch die Kilometerschilder denen ich nun entnahm, wie weit es noch war, nervten auf dem Rückweg eher. Allerdings gab es immer wieder eine perfekte Sicht auf den Fitzroy.

Beim Mirador Fitz Roy hatten sich mehrere Wanderer auf einem in der Sonne liegenden Baumstamm niedergelassen  Ich setzte mich dazu und genoss den wunderbaren Ausblick und die Wärme. Dabei unterhielt mich mit zwei Niederländern, die natürlich (!) sehr gut Deutsch sprachen. Sehr schnell kam das Gespräch auf Traumreiseziele. Sie schwärmten von ihrem Namibiatrip, auf dem mit einem Geländewagen gereist waren und in der Wüste übernachtet hatten. Damals dachte ich, dass dies eines meiner nächsten Reiseziele sein könnte, aber es kam anders.  Ein Grund war, dass ich diese Reise nicht alleine unternehmen könnte…

After the first steep descent I walked back very pleasantly. The way seemed a bit long, as always when you are already a little tired. Also the mileage signs, from which I took the distance I still had to go, were more like a pain on the way back. But again and again there was a perfect view of the Fitzroy.

At the Mirador Fitz Roy several hikers had settled down on a tree trunk lying in the sun. I joined them and enjoyed the wonderful view and the warmth. I talked to two Dutchmen, who of course (!) spoke very good German. Very quickly the conversation turned to dream destinations. They raved about their trip to Namibia, on which they had travelled in an off-road vehicle and spent the night in the desert. At that time I thought that this could be one of my next travel destinations, but it turned out differently. One reason was that I could not do this trip alone…

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Auf dem letzten Stück der Wanderung freute ich noch einmal über den Ausblick auf den Rio de las Vueltas und kam danach wieder im El Chaltén an. Obwohl ich fußlahm und zersaust zurückkehrte, freute ich mich, dass ich durch den Ort laufen musste, um zu meiner Unterkunft zu kommen. So dauerte es auch nicht lange, bis ich mich in einem Café niederließ und dort eine Waffel mit Dulce die Leche zum Café con leche verzehrte. Die Milchcreme mit Vanille und Zucker hatte ich sonst zu süß und zu fett gefunden, aber nach der langen Wanderung war das genau richtig.

On the last part of the hike I enjoyed the view of the Rio de las Vueltas once more and arrived back at El Chaltén. Although I returned footloose and ruffled, I was happy that I had to walk through the village to get to my accommodation. So it did not take long until I settled down in a café and ate a waffle with Dulce die Leche with a café con leche. The milk cream with vanilla and sugar I had usually found too sweet and too fat, but after the long hike it was just right.

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22 km, 10 Stunden (mit Pausen), 800 hm

Es folgt der Bericht über den letzten Wandertag in El Chaltén, an dem ich nicht nur Angenehmes erlebte …

Was habt ihr beim Wandern in traumhafter Gegend erlebt ? Wo fandet ihr es am Schönsten ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Meine Fotos zeige ich jetzt übrigens auch auf Instagram unter wanderlustig2020.

22 km, 10 hours (with breaks), 800 hm
Upcoming is  the report about the last hiking day in El Chaltén, on which not only  pleasant things happened to me …

What did you experience while hiking in a dreamlike area ? Where did you find it most beautiful ?

Looking forward to your feedback.

By the way I am also showing my fotos on Instagram under wanderlustig2020 now.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

 

 

 

 

 

 

Tophighlight in Patagonia/Patagonien: Laguna Torre (El Chaltén)

El  Chaltén, ein kleines Örtchen und das Wandermekka Patagoniens, erreicht man mit dem Bus von El Calafate in drei Stunden, wobei schon  die Anfahrt entlang des Lago Argentino  ein wunderschönes Landschaftserlebnis bietet. Die Wanderungen beginnen direkt in El Chaltén und führen durch die traumhafte  Berglandschaft des Parque Nacional de los Glaciares. Die Attraktionen bilden die Berge Cerro Torre ( 3128 m) und Fizroy (3406 m). Beide Gipfel hüllen sich gerne in Wolken. Als ich im Januar 2017 im Ort ankam, war ich gespannt, ob ich die Berge während meines dreitägigen Aufenthalts zu Gesicht bekäme. Immerhin wollte ich drei Tage im Nationalpark verbringen und da würde es doch bestimmt einmal schönes Wetter geben, selbst in Patagonien, oder ?

Am ersten Tag unternahm ich eine relativ leichte Wanderung ohne größere Steigerungen zur Laguna Torre. Leider begann es gleich am Anfang leicht zu regnen. Mit meiner Regenhose und -jacke war das eigentlich kein Problem, zumal, für patagonische Wetterverhältnisse untypisch, kaum Wind wehte. Der Weg führte sehr idyllisch durch einen südlichen Buchenwald und  an einem steinigen Bachbett entlang. Aber es zeigte sich schon am ersten Aussichtspunkt, dem Mirador Torre,  der Cerro Torre nicht, sondern blieb hinter dichten Wolken verborgen. Auch am Endpunkt, der Laguna Torre, dem Gletschersee des Cerro Torre, herrschte kein besseres Wetter. Eine Weile wartete ich noch, ob der Berg sich wenigstens kurz präsentieren würde. Es klarte sogar kurz leicht auf, aber das bekannte Fotomotiv der Spiegelung des Berges in der Lagune war nie zu sehen. (Tatsächlich sieht man auf den bearbeiteten Fotos mehr als in Wirklichkeit.) An der Lagune, die mitten in einer wilden Felslandschaft liegt, gefiel es mir trotzdem. Das schlechte Wetter verstärkte den dramatischen Landschafteindruck noch. Schließlich schlenderte ich gemütlich nach El Chaltén zurück und erholte mich bei Kaffee und Kuchen.

18 km, 200 hm, 5 Stunden mit Pausen

El Chaltén, a small village and the hiking mecca of Patagonia, can be reached by bus from El Calafate in three hours, whereby the journey along the Lago Argentino already offers a wonderful landscape experience. The hiking tours start right in El Chaltén and lead through the fantastic mountain landscape of the Parque Nacional de los Glaciares. The attractions are the mountains Cerro Torre (3128 m) and Fizroy (3406 m). Both peaks like to wrap themselves in clouds. When I arrived in the village in January 2017, I was curious whether I would see the mountains during my three-day stay. After all, I wanted to spend three days in the national park and there would be some nice weather, even in Patagonia, wouldn’t it?
On the first day I did a relatively easy hike without much elevation gain to Laguna Torre. Unfortunately, a light rain started right at the beginning. With my rain trousers and jacket that was actually no problem, especially since, for Patagonian weather conditions untypical, there was hardly any wind. The path led very idyllically through a southern beech forest and along a stony creek bed, but already at the first viewpoint, the Mirador Torre, the Cerro Torre did not show up, but remained hidden behind thick clouds. Also at the end point, the Laguna Torre, the glacial lake of the Cerro Torre, there was no better weather. For a while I waited if the mountain would at least show up for a short time. It even cleared up a little bit, but the well-known photo motive of the reflection of the mountain in the lagoon was never visible. (In fact, you can see more on the edited fotos than in reality.) At the lagoon, which is located in the middle of a wild rock landscape, I liked it anyway. The bad weather added to the dramatic landscape impression. Finally,  I strolled back to El Chaltén and relaxed with coffee and cake.

18 km, 200 m elevation gain, 5 hours including breaks

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Über  meine  traumhaft schöne Tour zur Laguna de los Tres mit Aussicht auf den Monte Fitzroy am nächsten Tag berichte ich hier

Ihr wart sicher auch schon einmal bei mäßigem Wetter wandern. Und was habt ihr dabei erlebt ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Upcoming: report about my wonderful tour to the Laguna de los Tres with a view to Monte Fitzroy which I took on the next day . Look here 

Certainly you have already been hiking in rather bad weather. What did you experience ?

Looking forward to  your feedback.