Pull up a Seat Photo Challenge 2021-Week 47

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Glyptothek Munich, Museum of Greek and Roman Sculptures

The photo was taken when I could finally return to my favorite coffee location, the museum café at the Glyptothek. The inner courtyard is beautiful and features a very relaxing atmosphere, so rare in the hectic Munich city center! But I also love the unique ambiance of the inside restaurant where you sit in the vicinity of the ancient statues. In the café they serve perhaps the best Italian coffee in town and a very tasty selection of cakes (and other snacks and beverages).

And of course the collection is really worth visiting. For further information please look here.

Those were the happy times in summer and early autumn …

Due to extremely high corona numbers, the 2G rule (access only for vaccinated and recovered persons) applies to the Bavarian gastronomy. In the face of the dramatic utilization of intensive care units, the Bavarian government has today i.e. decided that in corona hotspots with an incidence of over 1000 (in Munich currently: 754) restaurants and hotels will be closed again at least until December 15. If you are interested in all current Bavarian Anti Covid measures please look here.

In a way the whole situation seems to me like a terrible nightmare from which one does not wake up. And there are still those who refuse to be vaccinated …

This is for XingFu Mama’s fun challenge. Thank you for hosting!

Always looking forward to your feedback.

Lens Artist # 167 – The Colors of Autumn

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This is for Amy‘s photo challenge. Thank you Amy for hosting.

In Munich the autumn colors have not yet arrived but I found a few photos from my Bavarian walks in 2020 in my archives. Fall is my favorite season for many reasons. I hope for ravishing coloring in the coming weeks and I might post fresh autumn images later on.

Always looking forward to your feedback.

Ferien in der Fränkischen Schweiz/Holidays in Franconian Switzerland (5)

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Unser fünfter Wandertag in der Fränkischen Schweiz war vor allem anstrengend !

Wir liefen auf dem „Frankenweg“ von Obertrubach nach Egloffstein und auf dem Rückweg durch das Trubachtal. Nach der kurzen Wanderung vom Vortag (s. hier) wollten wir etwas länger gehen. Auch wollte für meine Pilgerwanderung auf dem Schweizer Jakobsweg trainieren, die ich mir kurz nach dem Urlaub in der Fränkischen Schweiz vorgenommen hatte.

Bei schönstem Sonnenwetter brachen wir morgens auf. Beim Kletterzentrum Obertrubach stiegen wir an einer Felswand entlang über eine steile Felstreppe auf den Frankenweg in Richtung Hundsdorf hinauf. Über Wiesen und Felder führte uns der Weg noch weiter, aber angenehmer hinauf. Bald erreichten wir eine Wiese, von der es hinab in einen Wald ging, wo wir wieder bergauf steigen mussten. Und nach diesem Muster ging es den ganzen Tag weiter! Zwar leitete uns Weg immer wieder durch lauschige kleine Mischwälder und vorbei an schönen Wiesen, wo wir auf keine anderen Wanderer trafen, aber es gab praktisch keine ebenen Strecken. Zum Teil betrug die Entfernung zwischen Auf- und Abstieg nicht einmal fünf Meter!

Einen kleinen Umweg legten wir zum Signalstein ein, der sich in einer für die Fränkische Schweiz typischen Felsenlandschaft befand.

Der Signalstein ist einer der höchsten Aussichtsfelsen der Fränkischen Schweiz.

Im Mittelalter verständigten und warnten sich die Burgen Leienfels, Bärnfels, Obertrubach, Egloffstein und Thuisbrunn durch Signalfeuer, sogenannte Fanale, die hier entzündet wurden. Ein weiträumiges Netz an Warten, Wartsteinen und Signalsteinen reichte bis ins Thüringische. Diese Art des Warnsystems wurde bis in das 19. Jahrhundert angewandt.
Quelle: Tourismuszentrale Fränkische Schweiz

Wir kletterten über eine extrem steile, aber gut gesicherte Treppe auf den Felsen, die uns an das Wandern auf dem Malerweg in der Sächischen Schweiz erinnerte, um festzustellen, dass die Aussicht komplett zugewachsen war. Das Signalsystem würde heutzutage nicht mehr funktionieren !

Egloffstein erreichten wir nach zweieinhalb Stunden. Unterhalb der Burg Egloffstein legten wir eine Pause in einem hübschen Café an der Trubach ein. Danach wollten wir eigentlich den Ort Egloffstein besichtigen. Wir schnauften den steilen Weg in Richtung Burg hinauf, fanden aber das Ortszentrum trotz Nachfrage bei der Touristeninformation nicht. Das wohl inzwischen zu Gunsten eines Neubaus aufgegebene Rathaus am Marktplatz überzeugte uns nicht. Läden und Gaststätten gab es dort jedenfalls nicht. Wir beschlossen, nicht weiter bis zur Burg hinauf zu steigen, weil unser Rückweg nach Obertrubach noch lang sein würde.

Auf dem Rückweg liefen wir durch das Trubachtal, eine liebliche und idyllische Flußlandschaft. Immer wieder führte uns der Weg durch Wiesen und Wälder, allerdings auch auf Anhöhen, von denen es sogleich wieder ins Tal ging. Zwischendurch fragte ich mich, ob nicht eine Wegführung auf der Höhe des Flüsschens möglich gewesen wäre. Allerdings wurde es zu keinem Zeitpunkt langweilig, immer wieder boten sich neue und schöne Landschaftbilder.

Untertrubach, das im Jahr 2007 zusammen mit Obertrubach 1000jähriges Gründungsjubiläum gefeiert hatte, enttäuschte meine schwache Hoffnung auf eine Kaffeepause. Der Ort wirkte menschenleer und es gab keinerlei Verköstigungsmöglichkeiten. Das Gasthaus am Ortsrand war ebenfalls geschlossen.

Als wir kurz danach auf einer Brücke am Fluss standen, kam mir das schon komisch vor und in der Tat, wir hatten uns verlaufen. Wir liefen zurück und entdeckten hinter dem Gasthaus die Abzweigung unseres Wegs. Und nach kurzer Zeit ging es wieder steil hinauf.

Auf einem verhältnismäßig ebenen Wegstück genossen wir erneut die Aussicht ins Tal und auf die gegenüberliegenden Felswände. Und schließlich durften wir sogar hinab steigen und die Trubach überqueren. Vorbei ging es am Richard-Wagner-Felsen, dessen Felsprofil dem bekannten Musiker ähnlich sehen soll

Nun führte unsere Strecke auf einem separaten Weg an der kaum befahrenen Straße entlang, aber fast bis zum Schluss galt es, unterhalb der Felsen auf – und abzusteigen. Ziemlich geschafft kehrten wir schließlich nach Obertrubach zurück.

Fazit:
18,5 km, 6 Stunden, 565 Höhenmeter

Mittellange bis lange Strecke, 565 m Auf- sowie Abstieg, obwohl Obertrubach und Egloffstein fast auf einer Höhe liegen. Typischer Mittelgebirgswanderweg, allerdings ist das ständige Auf- und Ab dieses Weges recht extrem. Auch der Rückweg von Egloffstein nach Obertrubach ist kein Spaziergang am Flussufer (s.o.). Sehr abwechselungsreiche Strecke, Landschaft idyllisch und variantenreich.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.


Ferien in der Fränkischen Schweiz/Holidays in Franconian Switzerland (4)

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Nach unserer etwas längeren Tour am Vortag ( s. hier ) planten wir eine kürzere Wanderung rund um den Ort Waischenfeld. Unterwegs wollten wir uns die Sophienhöhle mit ihren schönen Tropfsteinformationen anschauen. Auf der Homepage wurde empfohlen, möglichst online vorzubuchen, da wegen Corona nur 15 Personen an den obligatorischen Führungen teilnehmen durften. Wir wussten aber nicht, wann wir den Ort zu Fuß erreichen würden. Ich dachte mir, dass wir einfach an der Kasse nachfragen könnten, ob und wann es noch Plätze gab.

Nachdem wir in Waischenfeld geparkt hatten gingen wir an der Wisent entlang. Unser Weg verlief nun bis zum Hotel Pulvermühle als „Literaturweg Gruppe 47“ mit interessanten Informationsstelen.

1967 beherbergte die Pulvermühle die Gruppe 47 bei ihrem letzten regulären Treffen. Als Gruppe 47 werden die Teilnehmer an den deutschsprachigen Schriftstellertreffen bezeichnet, zu denen Hans Werner Richter von 1947 bis 1967 einlud. Die Treffen dienten der gegenseitigen Kritik der vorgelesenen Texte und der Förderung junger, noch unbekannter Autoren. Der in demokratischer Abstimmung ermittelte „Preis der Gruppe 47“ erwies sich für viele Ausgezeichnete als Beginn ihrer literarischen Karriere. Beispielhaft erwähnt seien die folgenden Gruppenmitglieder: Ingeborg Bachmann, Tankred Dorst, Hans Magnus Enzensbeger und die späteren Träger des Literaturnobelpreises Heinrich Böll und Günter Grass.
Quelle: Wikikpedia

Nachdem wir das unscheinbar aussehende Hotel Pulvermühle passiert hatten, liefen wir durch ein Wäldchen und gelangten dann in eine Gegend, wo sich blühende Wiesen bis zum Horizont zu erstrecken schienen.

Am späten Vormittag erreichten wir die Burg Rabenstein. Im Biergarten wollten wir noch nicht einkehren. Es war uns zu früh, außerdem hatte sich der Himmel zugezogen, so dass Regen drohte. An der Biergartenkasse erfuhr ich, dass man das Ticket für die Höhle nur direkt am Eingang kaufen konnte. Zur Burg und dann zur Höhle führte ein schöner, mäßig steiler Waldweg. Auf den Hinweisschildern erfuhren wir, dass wir etwa eine halbe Stunde bis zur Sophienhöhle brauchen würden. Wir eilten an der Burg vorbei, nachdem wir von einem Passanten erfahren hatten, dass die übernächste Führung um 15 Uhr durch eine Gruppe ausgebucht war.

Vor dem Höhleneingang warteten wir fast eine Stunde. Da wir ziemlich weit vorne in der Schlange standen, hoffte ich, dass wir hinein kommen würden. Erst ganz kurz vor Beginn der Führung kam eine Dame zum Eingang um zu verkünden, dass es nur noch fünf freie Plätze gebe. Wir durften also nicht hinein, was sich aber zwei Tage später, als wir die Höhle besuchen konnten, als großes Glück herausstellen sollte.

Wutentbrannt wegen der gewöhnungsbedürftigen Organisation stürmte ich weiter auf dem Weg zum Aussichtspunkt Schweinsberg. Dort war die Sicht auf die Burg Rabeneck ziemlich getrübt, da es inzwischen angefangen hatte zu regnen.

Unter dem Regenschirm ging es nun zurück nach Waischenfeld. Wir kamen in eine landwirtschaftlich geprägte Gegend mit großen Feldern und einigen Bauernhöfen. Vielleicht lag es an meinem Frust über das „Höhlenerlebnis“ oder einfach am Wetter, jedenfalls fand ich diesen Teil der Wanderung ziemlich öde.

Wir waren froh als wir wieder in Waischenfeld ankamen. Unsere Hoffnung, dort ein kühles Getränk oder gar einen Snack in einem Gasthaus zu bekommen, erfüllte sich allerdings nicht. Kurz vor 14 Uhr waren alle Restaurants geschlossen.

Fazit:
10 km, ca. 130 Hm Auf- und Abstieg, 3 Stunden ohne Pausen
Nicht unser schönster Wandertag ! Der Hinweg von Waischenfeld zur Burg Rabenstein/Sophienhöhle war abwechselungsreich, der relativ lange Rückweg über Hannberg dagegen ziemlich unspektakulär. Auf beiden Wegteilen wenig Schatten. Lieber eine andere Tour zur Höhle und der Burg wählen (Höhlenführung online vorbuchen!) oder, wie wir zwei Tage später, direkt dorthin fahren und danach evtl. in der Nähe wandern.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Ferien in der Fränkischen Schweiz/Holidays in Franconian Switzerland (3)

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Nachdem es am Vortag stundenlang geregnet hatte (s. hier) , lachte die Sonne, als wir am Morgen aufbrachen.

Wir fuhren nach Pottenstein und parkten unterhalb der Burg Pottenstein. Dann gingen wir durch den Ort zum Start unseres Wanderwegs durch das Püttlachtal.

Zunächst blieben wir in dem idyllischen Tal, wanderten immer am plätschernden Flüsschen Püttlach entlang, und sahen auch steile und überkragende Kletterfelsen.

Auf einem Schotterweg entfernten wir uns von der Püttlach und zweigten dann auf einen steil bergauf führenden wurzeligen Pfad zur Burgruine Hollenberg ab. Vor dem Besuch der Burg verbrachten wir die Mittagspause auf dem Rastplatz beim Kiosk. Der Verkauf findet zwar nur am Wochenende statt, aber der Pickplatz mit gemütlichen Holztischen und -bänken stand uns zur Verfügung. Zu unseren mitgebrachten Snacks konnten wir uns sogar gekühlte Getränke aus dem Automaten ziehen. Was für ein toller Service !

Zur Ruine ging es danach nur noch kurz aber knackig bergauf.

Die Burgruine Hollenberg war eine spätmittelalterliche Amtsburg, die vermutlich Kaiser Karl IV. errichten ließ. Sie liegt auf einer Bergkuppe über dem Weiler Hollenberg in der Gemeinde Pegnitz im oberfränkischen Landkreis Bayreuth in Bayern, Deutschland. Wahrscheinlich wurde sie im Bauernkrieg 1525 zerstört.Von der Burg haben sich einige Gebäudereste und Bodenspuren erhalten.
Quelle Wikipedia

Tatsächlich gab es vom Burggebäude nur noch wenig zu sehen, aber das Landschaftspanorama war spektakulär und die Atmosphäre auf dem Plateau mit den riesigen Bäumen wirkte sehr stimmungsvoll.

Panoramafoto bitte anklicken!

Wir stiegen dann steil herunter, wobei wir die nur über ein steiles und wurzeliges Pfädchen zugängliche, Zwergenhöhle links liegenließen. Aber ein Foto musste doch sein!

Sodann landeten wir auf einem Schotterweg. Von da an veranstalteten wir ein Suchspiel. Der Weg war nun nicht mehr durchgehend ausgeschildert, die Wegzeichen wechselten mehrmals und waren zum Teil schwer zu finden. Schließlich fanden wir dank der guten Beschreibung im Wanderführer das Brandtal mit seiner friedlichen saftig grünen Wald- und Wiesenlandschaft.

Aus dem schönen Tal führte ein steiler Pfad hinauf in Richtung Elbersberger Kapelle. Dann folgte eine lange Strecke auf einem Schotterweg , der an großen Feldern entlang führte und wenig Schatten bot. Immerhin befanden wir uns nun laut Wanderführer „auf einem aussichtsreichen Bergrücken“.

Panoramafoto bitte anklicken!

Den Aussichtsturm „Pottensteiner Himmelsleiter“, an dem wir dann vorbeikamen, mochten wir nicht mehr besteigen. Wir dachten aber, dass wir von der Burg Pottenstein, die am Weg lag, einen ebenso guten Ausblick haben würden. Tatsächlich ging es nach dem Turm noch ein längeres Stück bergab, so dass uns wohl ein schöner Weitblick entgangen war.

Als wir schließlich an der Burg Pottenstein ankamen, waren wir schon ziemlich matt. Über eine lange Holztreppe schleppten wir uns zum Eingang. Oben angelangt schauten wir uns vor allem den Ausblick ins Tal und den wunderschönen Ort Pottenstein an.

Die Burg Pottenstein ist eine der ältesten Burgen der Fränkischen Schweiz und beherbergt ein Burgmuseum. Sie erhebt sich auf einem Felsen über der gleichnamigen Stadt Pottenstein im oberfränkischen Landkreis Bayreuth in Bayern. Die Gründung der Burg Pottenstein soll zwischen den Jahren 1057 und 1070 erfolgt sein.
Quelle: Wikipedia

Schließlich ging es nur noch ein kurzes Stück bergab und direkt zurück zu unserem Parkplatz.

Fazit:
15,4 km, 250 m Höhenunterschied, ca. 5 Stunden (ohne Pausen).
Längere, aber leichte und sehr abwechselungsreiche Rundwanderung durch eine idyllische Landschaft. Ein Höhepunkt ist die Burgruine Hollenberg, sehr schöner Rastplatz unterhalb der Burg, Rückweg zum Teil schwer zu finden, gute Wegbeschreibung oder Karte mitnehmen. Der Aussichtsturm „Pottensteiner Himmelsleiter“ sollte eine Besteigung wert sein. Die Burg Pottenstein liegt am Weg. Ein Besuch lohnt sich vor allem wegen der schönen Aussicht.

Ferien in der Fränkischen Schweiz/Holidays in Franconian Switzerland (2)

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Zuletzt hatte ich von meinem ersten Tag auf dem Schweizer Jakobsweg berichtet (s. hier), nun geht es weiter mit unserem Wanderurlaub in der Fränkischen Schweiz im Juli (Post zur ersten Wanderung siehe hier).

Am zweiten Ferientag fuhren wir von unserer Unterkunft in Obertrubach nach Gößweinstein. Dort besichtigten wir die Wallfahrtskirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit.

Seit dem Mittelalter ist Gößweinstein ein bedeutendes Pilgerzentrum. Die heutige barocke Wallfahrtskirche entstand nach Plänen des großen fränkischen Barockbaumeisters Balthasar Neumann ab dem Jahr 1730.
Quelle: https://www.fraenkische-schweiz.com/de/detail/remoteid=55245ee8975a5b90ddbd6ab7

Von der Kirche war es nicht weit bis zur Burg Gößweinstein, die auf eine mittelalterliche Burganlage zurückgeht. Ende des 19. Jahrhunderts entstand die heutige neugotische Form des Gebäudes.
Quelle: Informationstafel am Aufgang zur Burg

Besonders gut gefiel uns die Aussicht ins Grüne von der hinteren Aussichtsterasse (Panoramabild bitte anklicken), der interessant gestaltete Garten und der Blick auf Gößweinstein. Bei einem kühlen Getränk auf der Terrasse des Burgrestaurants schlossen wir unser Besichtigungsprogramm ab.

Nun sollte unsere Wanderung beginnen. Als wir um 11 Uhr in Gößweinstein starteten, begann es zu tröpfeln. Wir gingen recht zügig durch den Ort. Im Wald angekommen waren wir zunächst vor dem Regen geschützt. Es dauerte allerdings nicht lange, bis wir Schirm bzw. Regenjacke brauchten. Trotzdem gefiel es uns inmitten der frischen grünen Vegetation, zwischen der auch wieder die für die Fränkische Schweiz typischen Dolomitfelsen auftauchten, zunächst sehr gut.

Ziemlich enttäuschend verlief unser Besuch im bekannten Felsendorf Tüchersfeld. Dort überragen bizarre Felsen das fränkische Dörfchen und die Fachwerkhäuser scheinen regelrecht zwischen den Steinen zu stehen. Der Regen war stärker geworden und die Sicht hatte sich verschlechtert. Nicht nur fototechnisch war das sehr schade. Bei diesem Wetter verzichteten wir darauf, auf dem steilen Treppensteig auf den Fahnenstein, einen der höchsten Felsen, zu wandern. Außerdem waren alle Gasthäuser an diesem Montag wegen Ruhetags geschlossen. In der Nähe der vielbefahrenen Bundesstraße B 470 fanden wir schließlich einen Unterstand, wo wir eine paar Nüsse und Obst mit lauwarmen Wasser zu uns nahmen und hinaus in den Regen starrten.

Unsere Wanderroute führte uns danach wieder in den Wald. Nach einer Viertelstunde standen wir an einem Campingplatz. In den Innenräumen des Kiosks tranken wir Kaffee und warteten darauf, dass der Regen aufhörte, was tatsächlich ziemlich bald geschah. H.’s WetterApp hatte mäßigen Regen von 12 bis 14 Uhr vorausgesagt, tatsächlich regnete es, zum Teil stärker, von 11 Uhr bis 15 Uhr.

Als wir weiter in Richtung Hühnerloh gingen, begann ein längerer Aufstieg . Nun schien die Sonne und nach dem Regen war es unangenehm feuchtwarm. Daher beschlossen wir unsere 13-km-Strecke abzukürzen und einige Auf- und Abstiege einzusparen.

In Hühnerloh bogen wir von unserem Wanderweg ab und ließen den weit nach Süden gehenden Bogen des Rückwegs weg. Vielmehr nahmen wir den Marienweg und den Jakobsweg „Fränkische Schweiz“, der uns direkt nach Gößweinstein zurückführen würde. Zuerst war ich ganz begeistert von der Aussicht, wieder auf einem Jakobsweg zu wandern. Leider handelte es sich um einen allzu typischen Pilgerweg, schattenlos und größtenteils asphaltiert. Schön war es dagegen, durch die landwirtschaftlich geprägte Gegend und die kleinen Dörfer zu laufen.

Bevor wir wieder auf unserem Parkplatz in der Nähe der Basilika ankamen, mussten wir noch einen recht langen Anstieg an der Hauptstraße entlang bewältigen. Zurück in Obertrubach stärkten wir uns wieder mit leckerem Kuchen und Kaffee.

Fazit
10 km, 3 Stunden, etwa 200 Hm Aufstieg und Abstieg
Sehr schöne und abwechselungsreiche Wanderung, die man unbedingt bei gutem Wetter unternehmen sollte. Für die Besichtigungen in Gößweinstein und Tüchersfeld (wenn möglich den Steig auf den Fahnenstein-Felsen gehen) muss zusätzliche Zeit eingeplant werden.

PS:
Wer meinen letzten Beitrag vom Jakobsweg und den heutigen Post aus der Fränkischen Schweiz gelesen hat, meint vielleicht, dass es bei meinen Wanderungen immer nur geregnet hat, aber so war es keineswegs. Lasst euch überraschen …

Über euer Feedback freue ich immer sehr.

Ferien in der Fränkischen Schweiz/Holiday in Franconian Switzerland (1)

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Endlich war es wieder soweit! Ein weiteres Mal verbrachten wir Ferien in Bayern. Nachdem wir im letzten Sommer ins Fichtelgebirge ( siehe z.B. hier) gefahren waren, wollten wir dieses Mal noch kürzer anreisen. Wir fuhren also in die Fränkische Schweiz, wo wir einen Wanderurlaub von einer Woche verbringen wollten.

Die nahen Ziele aufzusuchen, bietet sich in der momentanen Situation an. Ich muss gestehen, dass mir so etwas vor Corona nicht im Traum eingefallen wäre. Ein Reise innerhalb Bayerns hätte mich, wenn überhaupt, in die Alpen geführt. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass in diesem Jahr in den Bergen alles ausgebucht war. Die außerordentlich heftigen Unwetter führten dort zu erheblichen Schäden. Während unseres Urlaubs in der Fränkischen Schweiz war das Wetter größtenteils gut und die Gegend überhaupt nicht überlaufen. Auf unseren Wanderungen begegneten wir oft stundenlang keiner Menschenseele.

Ich gebe zu, dass ich lange nicht wusste, wo die Fränkische Schweiz liegt. Falls es euch genauso geht: dieser bezaubernde Landstrich befindet sich in Bayerns Norden, im Dreieck zwischen Bayreuth, Bamberg und Nürnberg.

Am vorletzten Sonntag erreichten wir nach einer Anfahrt von nur 200 Km unseren Urlaubsort Obertrubach. Zunächst stärkten wir uns mit Kaffee und köstlichem Kuchen im schönen Gastgarten unserer Pension. Zum ersten Mal beobachteten wir die hauseigene Ziegenherde auf einem steilen Felsengrundstück direkt auf der anderen Straßenseite. Tagsüber wurden die Tiere von begeisterten Kindern gefüttert und hielten sich meistens in der Nähe der Futterstelle auf. Abends war es noch schöner, die Herde zu beobachten. Besonders gut gefielen uns die Kämpfe zwischen den Ziegenböcken, die vom lautem Krachen der aufeinander prallenden Hörner begleitet wurden. Dieses Kräftemessen fand oft an den steilsten Stellen statt, führte aber glücklicherweise nie dazu, dass ein Tier abstürzte.

Am Nachmittag brachen wir direkt von unserer Unterkunft zu kleineren Wandertour, der „Bärnfels-Route“, auf. Wir gingen zunächst am Ziegengehege vorbei, wo uns der Leitbock der Herde skeptisch beäugte.

Nach einem Spaziergang durch den kleinen Ort begannen wir unsere Tour am nördlich gelegenen Wanderparkplatz. Dort begann auch unser Wanderweg, der mit einem Schmetterling ausgezeichnet war. Tatsächlich tummelten sich auf der Strecke, vor allem auf den Wiesen, unendlich viele der bunten Tiere, teilweise in dichten Schwärmen. Fotografisch habe ich das leider nur unzureichend erfassen können.

Die Bärnfels Route führte uns zunächst durch eine sattgrüne Wiesenlandschaft, aber schon bald befanden wir uns im Wald und sahen die für die Fränkische Schweiz charakteristischen Felsentürme.
Die Fränkische Schweiz zeichnet sich durch die unterschiedlichsten Felsformationen, zahllose Kletterwände, schroffe Steilhänge und beeindruckende Felsformationen aus und ist ein Eldorado für Kletterer. Auf 800 einzelnen Felsen und 12.000 Kletterrouten verschiedener Schwierigkeitsgrade können sich Abenteuerfans austoben.
Quelle: https://www.wir-entdecken-bayern.de/ausflugsziele/klettern-fraenkische-schweiz

Uns reichte es, beim Wandern die dramatischen Felsentürme und -wände zu bewundern.

Nach einem kurzen Anstieg erreichten wir die Bärnfelswände und warfen danach einen Blick in die Reibertshöhle.

Der Waldpfad führte uns anschließend hinauf zur Burgruine Bärnfels, wo wir einen schönen Blick auf Ort und Kirche hatten. Erstaunlicherweise nahm ich nur ein einzelnes Foto auf, als wir aus dem Wald traten. Aber die Burgruine und den dahinter aufragenden Kletterfelsen mit Gipfelkreuz fotografierte ich später und liefere die Fotos nach.

Im weiteren Verlauf spazierten wir, oft von Schmetterlingen umschwirrt, mal über Feldwege und mal durch die traumhaft grüne Wiesenlandschaft und den Wald in einem weiten Bogen zurück nach Obertrubach.

Am Ortseingang bestaunten wir die steilen Felsenwände, die wir auf dem Hinweg zwar nicht übersehen aber doch nicht gebührend bewundert hatten. Auch hier graste eine große Ziegenherde. Auf einer Informationstafel wurde erläutert, dass die Tiere der „Verbuschung“ der Fränkischen Schweiz entgegenwirken können. Durch das Zuwachsen der charakterristischen Felsformationen sollen viele Landschaftsbilder in der Fränkischen Schweiz bereits verschwunden sein.

Fazit:
Erholsame und abwechselungsreiche Wanderung durch eine idyllische Landschaft, 10 km, ca. 100 Hm, drei Stunden, entweder vom Ort (etwa 2 km länger) oder vom Wanderparkplatz .

Als Einstand in unseren Wanderurlaub war diese Nachmittagsrunde genau richtig. Wir waren gespannt, wie es mit unseren Wanderungen in der Fränkischen Schweiz weitergehen würde.

Wieder auf Reisen: Sehr schön war’s! Traveling again: It was very beautiful!

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Das wäre das knappste Resumée, aber dazu nun etwas mehr.

Kurz nach dem Erreichen des vollständigen Impfschutzes trieb es mich hinaus „in die weite Welt“. In Corona Zeiten kann das bedeuten, dass man im eigenen Bundesland bleibt, in meinem Fall also durch Bayern reist. Ich wollte schöne Landschaften erleben, mehrere Tage unterwegs sein, mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, in Hotels übernachten und ausprobieren, ob das Rucksackwandern noch funktioniert. Vor dem Ausbruch der Pandemie hätte ich die genannten Punkte allerdings nicht als Highlights angesehen sondern es als Selbstverständlichkeiten.

Schon der erste Schritt, die Reiseplanung, war inzwischen gänzlich ungewohnt und überforderte mich fast. Schon oft war ich auf individuell geplanten Reisen unterwegs gewesen, in anderen Kontinenten und häufig auch alleine. Wandern in Bayern, wo ich mich auskenne und keine Verständigungsschwierigkeiten habe, war dagegen doch ein Klacks. Eine Schwierigkeit stellte die durchwachsene Wettervorhersage dar, so ich für jedem Tag ein Schön- und ein Schlechtwetterprogramm planen musste, um dann abends in den festgebuchten Unterkünften anzukommen. Schließlich brauchte ich die Schlechtwettervariante überhaupt nicht und konnte meine Tour sogar von drei auf vier Tage verlängern.

Beim Packen des Rucksacks gab ich mir besonders viel Mühe. Ich wog alle Teile und sparte Gewicht ein, wo es nur ging, auch wenn es sich um ein paar Gramm handelte. Statt Tuben mit Salben und Kosmetika packte ich z.B. kleine Döschen ein. Auch kam mir zu Gute, dass ich nur ein paar Tage wandern wollte, und dass im Sommer weniger Klamotten benötigt werden. Der Rucksack wog dann nur etwas mehr neun Kilo mit Getränken. Gegenüber meiner letzten Wanderung auf dem Münchner Jakobsweg im Herbst 2019 waren das etwa drei Kilo weniger.

Am ersten Tag (Bericht s. hier) stand das Wetter auf der Kippe, aber die immer wieder aufziehenden Wolken brachten glücklicherweise keinen Regen. Ich wanderte 16 km auf weitgehend ebener Strecke und stellte fest, dass mich mein Gepäck kaum belastete.

Am zweiten Tag genoss ich die Landschaft bei meiner Wanderung auf den Herzogstand (Bericht siehe hier), kämpfte zwar wie üblich mit meinem Fitnessdefizit aber im Großen und Ganzen kam ich zurecht, auch mit dem Höhenanstieg von 880 Metern. Der Rucksack erschwerte die Wanderung meiner Meinung nach nicht sehr.

Am dritten Tag stand Genusswandern mit geringem Höhenunterschied auf dem Programm (Bericht siehe hier), aber die schwüle Hitze und das Gehen auf dem schattenlosen Weg machten mir sehr zu schaffen. Nun empfand ich auch das Tragen des Rucksacks als ziemlich belastend.

Am vierten Tag (Bericht siehe hier) wanderte ich mit kleinem Tagesgepäck . Das ging zunächst sehr gut, aber bei dem zum Teil recht steilen Abstieg plagte ich mich wie gewohnt sehr. Bergabgehen ist nicht mein Ding. Seit einigen Jahren stürze ich leicht und verletze mich dabei auch (s. hier).

Nach den Wanderungen schmerzten mir nicht die Knochen, selbst der Rücken nicht. Ich hatte nur schwachen Muskelkater und an meinen stets gut mit Hirschtalg gepflegten und vertapten Füßen gab es keine Druckstellen oder Blasen. Darüber war ich sehr froh.

Vor einer Ansteckung durch dem Virus fürchtete ich mich nicht. Zum Einen war ich vollständig immunisiert und zum Anderen wurden die Hygienevorschriften in den Hotels und Restaurants sehr ernst genommen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln, vor allem im voll besetzten Zug und Bus auf der mehr als zweistündigen Rückfahrt, hätte ich mich aber trotz FFP2 Maske sehr unwohl gefühlt, wenn ich nicht geimpft gewesen wäre.

Wanderroute:
Bernried am Starnberger See – Seeshaupt – Iffeldorf an den Osterseen – Zugfahrt nach Kochel- Fahrt zur Kesselberghöhe – Herzogstand – Talfahrt mit der Herzogstandbahn zum Walchensee – Busfahrt nach Wallgau – Mittenwald über Buckelwiesenweg – Rundwanderung Hoher Kranzberg über Lauter- und Ferchensee und zurück.

Gesamt : 49,2 km, 1640 Hm

Traumhaft schöne Landschaft! (Näheres siehe Berichte wie oben angegeben). Ich bin sehr froh, dass ich es gewagt habe, wieder einmal auf Reisen zu gehen. Es war ein wunderbares und befreiendes Erlebnis.

Was habe ich gelernt auf meiner Rucksacktour?

Trotz bescheidener Kondition kann ich viel schaffen, wenn ich es sehr langsam angehe. Das Tragen des Rucksacks war grundsätzlich in Ordnung, allerdings nicht bei heißem Sommerwetter. Weitwandern im Hochsommer sollte ich vermeiden oder nur ganz schattige Wege wählen. Bergabgehen bleibt mein Problem. Den Spaß am Wandern will ich mir nicht verderben und werde daher weiterhin Wanderrouten aussuchen, die einen nicht zu steilen Abstieg aufweisen. Eine Alternative ist die Talfahrt mit der Bergbahn, wo dies möglich ist.

Und nicht zuletzt: Es muss nicht immer Patagonien sein

Trotz Corona kann ich als Geimpfte gut reisen, aber ganz unbeschwert ist es natürlich nicht. Hoffentlich verschärft sich die Lage nicht bald wieder, dann wäre es schon wieder vorbei mit dem Reisen.

Was kommt als Nächstes ?

Demnächst wollen wir in die Fränkische Schweiz reisen, wo wir zahlreiche Wanderungen durch die wunderschöne Landschaft unternehmen werden, wenn es das Wetter zulässt.

Danach möchte ich endlich auf dem Jakobsweg in der Schweiz weiter pilgern. Ich plane eine Fernwanderung auf dem Schwabenweg von Konstanz nach Einsiedeln und dann weiter bis Luzern. Leider steigen in der Schweiz die Corona-Inzidenz -Zahlen gerade stark. Ich hoffe aber sehr, dass mein Vorhaben, wenigstens teilweise, klappt.

Vielleicht mögt ihr mir wieder die Daumen drücken wie zuletzt vor meiner gerade beschriebenen Wanderung. Damals ging es um gutes Wetter, und es hat prima funktioniert!

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.