CMMC February – Fields

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This is for CEE Neuner’s Pick a Topic from my Photo Challenge. Thank you CEE for hosting this fun challenge !
For this challenge I choose photos from Bavaria and Switzerland. Fields as such often do not look interesting in reality but their special beauty as part of the scenery may be depicted on a photo.

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Rainy Days on the Munich Way of St. James

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Walking the Munich Way of St. James in October 2019 I often suffered heavy rain and thick fog. From time to time there was a funny looking rainbow and finally, having arrived at my destination in Lindau, I even saw the sun over Lake Constance, briefly.

This is for Lens-Artists Challenge #186 – Low-Light. Thank you, Sofia for the interesting topic and for hosting.

My photos might not very artistic but they convey the mood and the atmosphere of my pilgrimage on this section of the trail.

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Lübeck-Travemünde lohnt sich/Worthwhile trip to Luebeck-Travemünde #5

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An meinem letzten Tag an der Ostsee hatte ich mir eine kleine Wanderung auf der Halbinsel Priwall vorgenommen. Leider blieb das Wetter den ganz Tag lang äußerst trübe, wenn auch trocken.

Nachdem ich gegen 8:30 Uhr mein Hotel in der Kaiserallee verlassen hatte, wo sich mehrere historische Gründerzeitvillen befanden, ging ich zur Fähre nach der Halbinsel Priwall. Ich musste über die Strandpromenade durch den ganzen Ortskern laufen. Es gab eine zweite, näher gelegene Fährverbindung, die angeblich nur im Sommer betrieben wurde. Dass diese Information nicht stimmte und das Boot sehr wohl fuhr, sollte ich später sehen, fand es aber nicht schlimm, weil ich Travemünde bisher nur im Dunkeln gesehen hatte und so einen kleinen Stadtbummel einlegen konnte. Ich nutzte außerdem die Gelegenheit für einen Spaziergang durch den historischen Dorfkern.

Im Fährbüro löste ich auch ein Ticket für die Rückfahrt und bekam eine Broschüre mit dem eingezeichneten Wanderweg. Am Quai fuhr gerade wieder eine riesige Skandinavienfähre vorbei. Auf das Boot nach Priwall musste ich nicht lange warten, es verkehrt alle paar Minuten. Die Fahrt über die 240 m breite Trave dauerte nur kurze Zeit. Unterwegs gab es wunderbare Ausblicke auf Travemünde mit dem Hochhaus des Hotels „Maritim“ und den davor zwergenhaft wirkenden alten Leuchturm.

Der Rundweg führte nicht an der Ostsee entlang, aber ich wollte noch ein bisschen das Meer genießen, daher spazierte ich zunächst lange am Naturstrand entlang und wollte erst später auf den Priwallweg abbiegen.

Aber zunächst folgte ich der Promenade am Priwall Hafen . Dort wurde vor einigen Jahren eine großflächige Feriensiedlung mit Marktplatz und Lokalen errichtet. Auch die „Passat“, ein zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebautes Segelschiff und das Wahrzeichen von Travemünde, liegt dort. Ein Rundgang durch das Schiff war im November aber leider nicht möglich. Da es mir zwischen den grauen und bunten Neubauten nicht so gut gefiel, durchquerte ich das Gebiet zügig.

Am Strand waren viele Muscheln angespült worden, die von den zahlreichen Spaziergängern, vor allem den Kindern, aufgesammelt wurden. Es handelte sich um einen feinsandigen und sehr breiten Strand, so dass man gut ausweichen konnte. Eigentlich ein sehr schöner Fleck, aber im Gegensatz zur Steilküste an der ich am Vortag spaziert war, fand ich es nach einer Weile fast ein bisschen langweilig. Wahrscheinlich lag das aber auch an dem extrem diesigem Licht, das die Küste ziemlich kontrastarm aussehen ließ.

Sehr interessant waren dagegen die Informationen auf einem Schild, das an der früheren Grenze zur DDR stand. Neben teilweise tragischen Fluchtgeschichten wurde von einem jungen Mann berichtet, der dort in den 1970er Jahren am damaligen FKK Strand badete. Im Wasser lief er-unbekleidet- an der Absperrkette entlang auf das DDR-Gebiet. Besorgte Badegäste riefen ihn zurück. Er reagierte nicht. DDR-Grenzsoldaten kamen mit vorgehaltener Kalaschnikow auf den nackten Mann zu und zwangen ihn die Hände hoch zu nehmen. Er blieb so ungefähr eine halbe Stunde stehen. Erst nach einer Stunde durfte er zurückgehen. Es handelte sich um einen jungen Briten, der kein Deutsch verstand.

Die Grenzbefestigungen wurden nach der deutschen Einheit abgebaut, um einen verbliebenen bunt bemalten Wachturm grasten nun friedliche Schafe.

Auf der Suche nach meinem Wanderweg irrte ich dann noch eine Weile in einer verlassenen Ferienhausgegend umher. Schließlich beschloss ich, die Runde in der anderen Richtung vom Fährterminal aus zu beginnen und ging zurück. Noch einmal kam ich an der „Passat“ vorbei, begegnete einem Seebären und kehrte in einem Restaurant/Café ein. Als ich gemütlich im Warmen sitzend einen Cappuccino schlürfte, fühlte ich mich sofort viel besser. Zum Frühstück hatte ich mir koffeinfreien Kaffee bestellt, weil ich nach den Beschwerden vom Vortag vorsichtig sein wollte. Dass mir die Wanderung auf dem Priwall bisher schwergefallen war, lag eindeutig an meinem ungewöhnlich niedrigen Koffeinspiegel!

An der Autofähre fand ich dann schnell den Wanderweg, der um den südlichen Teil der Halbinsel herumführt. Zunächst passierte ich das große Gelände eines Seniorenheims, das direkt am Wasser lag und lief dann am Traveufer mit Blick auf den gegenüber liegenden Skandinavienkai. Leider lagen dort keine Fährschiffe. Die riesigen Pötte waren wohl gerade unterwegs. Nach der Südspitze von Priwall wurde der Weg richtig schön. Zunächst führte er durch ein Schilfgebiet und dann durch ein riesiges Moor, wo früher ein Flugplatz lag (?) und nun eine sehr große Wiesenfläche. Da graste dann auch noch eine Herde Wasserbüffel ! Durch ein Waldstück gelangte ich nach eineinhalb Stunden zurück zur Fähranlegestelle.

Bald war ich nach Travemünde zurückgekehrt, wo ich mich mit einem leckeren Krabbenbrötchen für den Rückweg ins Hotel stärkte. Ich bummelte sodann gemütlich an der Strandpromenade entlang und stattete auch dem Hauptstrand noch einen längeren Besuch ab. Dort blieb ich bis es dämmerte (leider ohne einen schönen Sonnenuntergang) und kehrte dann in meine Unterkunft zurück.

Insgesamt war ich immerhin 16 km gelaufen und hatte einen sehr schönen Tag verbracht, der bei besserem Wetter wohl traumhaft gewesen wäre.

Am nächsten Tag würde ich nach Lübeck zurückkehren, wo ich noch an einer Rathausführung teilnehmen wollte. Und danach sollte es mit der Bahn nach Hause gehen.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Lübeck-Travemünde lohnt sich/Worthwhile trip to Luebeck-Travemünde #4

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Travemünde ist ein Stadtteil von Lübeck und liegt 20 km entfernt an der Ostsee. Es ist normalerweise durch eine kurze Zugfahrt zu erreichen. Wegen Bauarbeiten auf der Strecke benutzte ich im November 2021 den Bus.

Auf den Aufenthalt am Meer hatte ich mich sehr gefreut. Zuletzt hatte ich mich vor zwei Jahren in Lanzarote an der Küste aufgehalten. Dementsprechend groß war meine Sehnsucht.

Morgens brach ich ziemlich früh auf. Als ich am Busbahnhof ankam, sah ich an der Haltestelle den Bus nach Travemünde stehen. Vorsichtshalber begann ich mit dem Rollenkoffer zu rennen. Der Busfahrer erzählte mir dann aber, dass noch Zeit bis zur Abfahrt blieb.

Und dann geschah es: zuerst wurde mir schwindelig, dann begann mein Herz zu rasen. Ich versuchte, ruhig weiter zu atmen. Nach und nach beruhigte sich der Pulsschlag, aber auf dem Brustkorb blieb ein unangenehmer Druck. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich beunruhigt war! Die Busfahrt zog sich in die Länge. Als ich Travemünde erreichte, ging es mir besser, aber ich war ziemlich erledigt.

Im Hotel konnte ich schon einchecken, aber mein Zimmer natürlich noch nicht beziehen. Nach einer Ruhepause am Kamin und einer Flasche eiskaltem Wassers, die mir der Hotelier spendiert hatte, fühlte ich mich wesentlich besser und begab mich auf die geplante Strandwanderung.

Mein Hotel lag nahe am feinsandigen und sehr breiten Badestrand von Travemünde, der sich etwas außerhalb des Ortszentrums befindet. Dort schaute ich mich zunächst einmal lange um und zog dann sehr gemütlich weiter.

An diesem Morgen war es ziemlich bewölkt und es herrschte praktisch kein Wellengang, aber es gab viel zu sehen, z.B. Möwen und riesige Pötte, die vom Travemünder Skandinavienkai nach Helsinki fuhren. Am anderen Ende des Strands bildete der Wolkenkratzer des Hotels Maritim eine Art fragwürdiges Wahrzeichen. Aber das Meer fand ich zum Weinen schön!

Nun begann es zu regnen, so dass ich noch einmal zum Hotel zurückging, um mir einen Schirm zu holen. Kaum hatte ich das gute Stück aufgespannt, hört es wieder auf.

Nach einer Pause in einer Imbissbude nahm ich die Küstenwanderung von Travemünde nach Norden bis Niendorf in Angriff. Wissen muss man, dass die Höhenunterschiede an der Brodtner Steilküste maximal 20 Meter betragen. Ich hatte mir also nicht zuviel zugemutet. Am Ortsende führte mich der oberhalb der Küste verlaufende Wanderweg zunächst durch einen schönen Laubwald. Es ging leicht bergauf. Vor mir lief ein (viel!) älteres Ehepaar. Ich wollte die Beiden überholen und ging einen Schritt schneller. Und da geschah es wieder: Schwindel, Herzrasen und Schwächegefühl. Sehr langsam bewegte ich mich weiter. Unterwegs setzte ich mich praktisch auf jede Bank. Es ging mir wieder etwas besser, aber mir war klar, dass ich nicht bis zum ca. vier Kilometer entfernten Niendorf laufen konnte.

Als ich den Aussichtspunkt Hermannshöhe erreicht hatte, wollte ich mit Bus oder Taxi zurück zum Hotel fahren und evtl. einen Arzt aufsuchen. Beim Surfen mit dem Smartphone stellte ich allerdings fest, dass die Praxen bis zum späteren Nachmittag geschlossen waren, also spazierte ich langsam zurück. Unterwegs eröffneten sich immer wieder sehr schöne Ausblicke auf die Steilküste. Ich sah außerdem, dass die meisten Leute am naturbelassenen Strand entlang liefen. Auf einem Schild las ich, dass es an Brodtner Steilküste nur in Travemünde und in Nienhagen Verbindungen zwischen dem Steilküstenweg und dem Strandweg gibt. Von andren Auf- und Abstiegen über den Steilhang wurde dringend gewarnt. Ich ärgerte mich ein bisschen, dass ich nicht unten am Ufer geblieben war.

Als ich wieder am Badestrand angekommen war, fühlte ich mich gut und beschloss noch ein Stück am Naturstrand zurück zu gehen. Und es war wunderschön! Eigentlich wollte ich bald umkehren, schaffte es aber erst nach einer ganzen Weile. Zuerst überquerte ich den Hundestrand, dann den FKK-Bereich und folgte danach dem Steilufer. Der Strand war mit Seegras, Steinen, Felsen und Treibgut übersät. Umgestürzte Bäume lagen am Ufer und noch lebendige Buchen klammerten sich am Klippenrand fest. In der Brandung, die dort etwas kräftiger war als im Ort, schaukelten Schwäne und Enten.

Als es gegen 15 Uhr zu dämmern begann, konnte ich mich losreißen und kehrte zurück ins Hotel. Abends ging ich im Ortszentrum essen und gönnte mir nach dem überstandenen Schrecken ein Grünkohlgericht mit Bratkartoffeln und Mettwurst. Und ein erfrischendes Bier gab es natürlich dazu.

Ein denkwürdiger Tag, aber auch ein sehr schöner!

PS: Inzwischen habe ich einen Kardiologen aufgesucht. Es ist nichts Ernstes, aber ich muss jetzt Cholesterinsenker einnehmen. Nun ja, das Alter …

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Lübeck lohnt sich/Worthwhile trip to Lübeck #3

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Nachdem ich die Hansestadt Lübeck bisher nur im schönsten Sonnenschein gesehen hatte (siehe Lübeck #1 und Lübeck #2 ) , stellte ich am Morgen des dritten Tages fest, dass das vorhergesagte schlechte Wetter eingetroffen war. Es war sehr diesig, Nebel hing in Tröpfchen in der Luft und ließ die rot-braunen Backsteingebäude viel dunkler erscheinen. Das musste das berüchtigte norddeutsche „Schietwetter“ sein.

Nach einem ausgedehnten Frühstück begab ich mich ein bisschen widerwillig auf eine weitere Runde durch die Lübecker Altstadt. Zunächst ging es zur St. Petri Kirche, wo ich mit dem Lift auf die Aussichtsplattform fuhr. Leider herrschte nicht das beste Wetter für diese Unternehmung, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Die Fernsicht, die bis zur Ostsee gehen sollte, war nicht vorhanden. Auch zog es oben auf dem Turm ganz gewaltig. Es war feucht kalt, richtig eisig. Aber ich konnte die hohe Marienkirche und das Rathaus endlich ohne stürzende Linien und die auf dem Marktplatz aufgebauten Weihnachtsmarktbuden ablichten. Auch die Sicht auf den Dom und das nahe Holstentor gefielen mir sehr. Allerdings begab ich mich sofort wieder nach unten, nachdem ich in alle Richtungen fotografiert hatte.

Als ich die Kirche verließ, regnete es. Schnell ging ich zum Dom. Ich wählte den Weg durch die Mitte der Altstadtinsel, der wesentlich kürzer war, als derjenige am Ufer der Trave, wo ich am Vorabend herumgeirrt war.

Der Lübecker Dom war der erste große Backsteinkirchbau an der Ostsee und mit fast 132 Metern Länge eine der längsten Backsteinkirchen. 1173 wurde der Lübecker Dom von Heinrich dem Löwen gestiftet und 1247 geweiht.
Quelle: Wikipedia

Im Inneren schaute ich mir das Triumphkreuz und den Lettner mit der Kirchenuhr von Bernt Notke aus dem 15. Jahrhundert sowie die gotischen Flügeraltäre an und schlenderte in aller Ruhe durch die Kirche. Ein bisschen grauste es mir davor, nach draußen ins Naßkalte zurück zu kehren. Bald bemerkte ich, dass sich die anderen Kirchenbesucher ebenfalls ungewöhnlich lange umsahen.

Bei diesem Wetter half nur noch ein Museumsbesuch. Vom Dom war es nicht weit zum Museumsquartier St. Annen. Aber zunächst musste ich durch das „Fegefeuer“ gehen !

Das Lübecker Museumsquartier St. Annen befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen St. Annenklosters. Es umfasst neben dem St. Annen-Museum die Kunsthalle St. Annen. In der 2003 eröffneten Kunsthalle schaute ich mir eine Ausstellung moderner Kunst an. Gezeigt wurde Kunst nach 1945 aus den Sammlungen der Kunsthallen Lübeck und Rostock. Interessant war es, die unterschiedlichen Kunstströmungen aus dem Osten und dem Westen zu vergleichen.

Danach folgte ein richtiggehendes Kontrastprogamm. Ich schaute mir sakrale Kunst des Mittelalters an, die in den Klostergebäuden präsentiert wird. Das St. Annen Museum verfügt über die größte Anzahl mittelalterlicher Flügelaltäre in Deutschland. Viele stammen aus Lübecker Kirchen. Die in den Kreuzgewölben wunderbar präsentierte Sammlung fand ich sehr beeindruckend, auch wenn diese Kunstrichtung nicht gerade mein Fall ist. Sehr gut gefiel mir aber der Passionsaltar von Hans Memeling vom 1491.

Danach ging es weiter in eine kleine Sonderausstellung über den Lübecker Maler Hans Kemmer, der Meisterschüler von Lucas Cranach dem Ältere gewesen sein soll, mit einem sehenswerten Vergleich der Gemälde beider Künstler.

Es folgten gefühlte 20 Themenräume mit Rats-, Zunft- und Kirchensilber, alten liturgischen Gewändern, Beispielen zur Lübecker Wohnkultur etc. Obwohl das für sich durchaus interessant war, strich ich nun die Segel. Meine Aufnahmefähigkeit war erschöpft.

Als ich das Museum verließ, regnete es nicht mehr. Es hatte sich sogar etwas aufgehellt. Durch die südliche Altstadt ging ich zum Traveufer. Die St. Petri Kirche war aus dem Nebel aufgetaucht, nun konnte ich sie fotografieren. Ich schlenderte zurück zum Hotel, wo ich mich eine Stunde lang ausruhte.

Um 15 Uhr startete ich wieder, um das berühmte Café Niederegger zu besuchen. Lübeck ist die deutsche Marzipanstadt und das vor 200 Jahren gegründete Café des Marzipanfabrikanten Niederegger ist die Institution. Direkt gegenüber dem Rathaus werden unendlich viele Marzipanspezialitäten verkauft. Im Laden im Erdgeschoss herrschte ein ziemlicher Andrang, so dass ich schnell in den ersten Stock hinauf ging, wo sich das Kaffeehaus befindet. Es war gut besucht, aber längst nicht so überlaufen wie ich befürchtet hatte. Eine sehr freundliche, unaufgeregte Kellnerin brachte mir ein Stück Marzipan-Nusssahne-Torte und einen Café Crème. Marzipan mag ich gerne, normalerweise würde es mir aber nicht auf dem Kuchen schmecken, wäre mir zu süß und zu fett. Dieses Kuchenstück war gar köstlich, sehr frisch und schmackhaft und das Marzipan zerging auf der Zunge !

Anschließend ging ich noch kurz durch das kleine Marzipanmuseum im Niederegger, wo die Geschichte des Marzipans und des Hauses Niederegger dargestellt wird.

Vorbei am Lübecker Marzipanspeicher, wo die Süßigkeit ebenfalls erworben werden kann, ging ich zurück zu meiner Unterkunft.

Abends war ich noch so gut gesättigt, dass ich mir nur ein leckeres Fischbrötchen von einer Imbissbude holte. Später setzte ich mich in die Hotelbar, wo ich beim Bier relaxte, Tagebuch schrieb und den nächsten Tag plante. Ich würde in den 20 Km entfernten Lübecker Vorort Travemünde fahren und dort zweimal übernachten. Auf das Spazierengehen am Meer freute ich mich schon sehr. Nach zwei Jahren !

Die Wettervorhersage war nicht gut, es sollte auch regnen. Zur Not würde ich die Ostsee eben bei Wind und Wetter genießen. Das alles etwas anders kam, werde ich berichten (Lübeck-Travemünde lohnt sich #4).

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Doors of Munich/ Münchner Türen #3

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Asam Haus Sendlinger Straße München
Asam Kirche Sendlinger Straße München
Dallmayr Feinkost/Delicatessen Dienerstraße München
Museum Residenz/Residenz Palace München

A few days ago after an errand in the Munich City Center I went for a walk in the Old Town. I looked especially for doors to take photos and to participate in Dan Antion’s Thursday Doors Challenge. Thank you Dan, for hosting this fun challenge !

W3C Homepage

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Berlinale Blues 2022

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In diesem Jahr soll die Berlinale vom 10. bis 20.2.22 trotz Corona wieder als Präsenzfestival stattfinden. Das Programm wurde gekürzt, alle Empfänge sind abgesagt und die Vorführungen finden unter strengen Hygieneauflagen statt. Und sie werden ohne mich stattfinden!

Es fing damit an, dass ich erstmals keine Akkreditierung mehr bekam. Das hat natürlich mit meinem Rentnerinnenstatus zu tun, aber auch damit, dass es wegen Corona generell weniger Zulassungen gibt.

Seit 2007 habe ich dreizehnmal die Berlinale besucht. Es war immer sehr hektisch und ich habe mich über Vieles geärgert, aber das Privileg, bevorzugt an einem A-Festival teilnehmen zu dürfen, doch sehr genossen (und es weidlich ausgenutzt, wann immer sich ein Timeslot zwischen beruflichen Terminen auftat). Einige Filme waren sensationell andere grottenschlecht, viele bewegten sich in der Mitte, aber das gehört eben zu einem Filmfestival dazu.

Seit Anfang Januar hatte ich überlegt, trotzdem nach Berlin zu fahren. Irgendwie würde ich es schon schaffen, an Kinokarten zu kommen. Und wenn nicht, würde ich in Berlin sehr viel Neues und Interessantes entdecken können. Zum Beispiel wollte ich mir die nach langer Sanierung wieder eröffnete Nationalgalerie anschauen.

Aber dann stiegen die Inzidenzen in Berlin (wie auch in München) immer höher (Stand 25.1.2022: knapp 1600) und mir wurde klar, dass ich mich auf der Berlinale keinesfalls unbesorgt aufhalten konnte. Auch wenn in den Kinos strikte Maßnahmen gelten, bewegt man sich doch ständig in Menschenmengen, z.B. in den Öffentlichen Verkehrsmitteln, im Restaurant und im Hotel. Gelesen habe ich außerdem, dass die Booster Impfung nicht vor der Ansteckung mit Omikron sondern nur vor dem schweren Corona Verlauf schützt. Mich fern der Heimat zu infizieren und dann nicht nach Hause zu können, darauf lege ich wirklich keinen Wert.

Heute recherchierte ich die Filme im diesjährigen Berlinale Wettbewerb und suchte diejenigen aus, die ich gerne sehen möchte. Das geht sicher zu einem späteren Zeitpunkt im Kino oder als Stream. Das Ganze erinnerte mich aber sehr an meine echte Berlinale Planung und es machte mich ziemlich traurig.

Draußen lachte die Abendsonne, also begab ich mich auf einen flotten Waldspaziergang. Und danach ging es mir gleich viel besser. Wahrscheinlich klappt es wieder mit dem Münchner Filmfest im Sommer. Darauf freue ich mich schon sehr …

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Lübeck lohnt sich/Worthwhile trip to Lübeck #2

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Am vorherigen Tag war ich nachmittags in Lübeck angekommen und hatte einen ersten Stadtrundgang unternommen (Lübeck lohnt sich #1). Nun lachte wieder die Sonne. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Zu Hause war es seit Wochen neblig grau gewesen. Allerdings wurde eine Verschlechterung des Wetters in Lübeck vorausgesagt, also musste ich den heutigen Tag für eine ausgedehnte Stadtbesichtigung nutzen.

Vom Hotel ging ich über die Trave in die Altstadt und schaute mir zunächst einige der zum Unesco Welterbe gehörenden Gänge an.

Der Wohnraum innerhalb der Stadtmauern wurde schon ab dem 13. Jahrhundert knapp. Daher brachen geschäftstüchtige Kaufleute und andere findige Hausbesitzer zumeist schmale Gänge durch die Vorderfronten ihrer Häuser und bauten winzige einstöckige und oft fensterlose “Buden” in ihre Hinterhöfe. Diese vermieteten sie an Bedienstete, Tagelöhner, kleine Handwerker und einfache Seeleute mit ihren Familien. Es existieren noch etwa 90 Gänge. Die meisten sind öffentlich zugänglich. Die kleinen, liebevoll restaurierten Ganghäuschen sind heute begehrter Wohnraum im Herzen der Stadt.
Quellen: Wikipedia und Lübeck Tourismus

Als ich vor dem Hellgrünen Gang stand, der von der Straße Engelswisch abzweigte, zweifelte ich an der öffentlichen Zugänglichkeit. Der Eingang war dermaßen niedrig, dass ich nur stark gebückt durchgehen konnte. Allerdings entdeckte ich später, dass es noch einen anderen Zugang von der Untertrave gab, über eine ganz normale, wenn auch ziemlich schmale Gasse.

Hinter dem Eingang befindet sich ein sehr idyllisches Viertel mit gepflegten Häuschen und winzigen Plätzen. Die Gebäude stammen größtenteils aus dem 18. Jahrhundert.

An der Straße „Engelsgrube“ liegt ein weiteres Gängeviertel. Dort schaute ich mich im Bäckergang um.

Danach war ich bereit für eine Ruhepause im Café, wo ich mir einen Cappuccino und ein Franzbrötchen gönnte. Es handelt sich um ein Plunderteilchen aus Norddeutschland, das mit Zucker und Zimt gefüllt ist und zu meinen Lieblingskuchen zählt. Als ich vor Jahren in einem Bistro in El Calafate im südlichen Patagonien auf ein Teilchen zeigte, um es zu bestellen, antwortete die Kellnerin tatsächlich „Franzbrötchen?“ Ich war begeistert! Schmeckte allerdings nicht so gut wie in der Heimat.

Nun stand eine Kirchenbesichtigung an.

Die Sankt Jakobikirche ist die Kirche der Seefahrer aber auch Pilgerkirche, weil sie an der Via Baltica liegt, einem Jakobsweg, der von Swinemünde nach Osnabrück führt.

Die St. Jakobikirche wurde im 14. Jahrhundert gebaut. Neben bedeutenden Kunstschätzen wie dem spätbarocken Altar und mittelalterlichen Wandmalereien an den Pfeilern befindet sich dort das Rettungsboot des Segelschulschiffs Pamir, das 1957 unterging. Von 86 Passagieren konnten nur sechs gerettet werden. Neben dem Schiff sind die Namen der 80 Ertrunkenen eingemeißelt.
Quelle: Reise KnowHow City Trip Lübeck

Nachdem ich mich umgeschaut hatte, holte ich mir am Informationsstand spaßeshalber noch einen Pilgerstempel für meinen Reiseführer und unterhielt mich mit dem netten älteren Herren am Informationsstand. Er bestätigte mir, was ich schon geahnt hatte. In der gesamten Fußgängerzone in der Altstadt galt Maskenpflicht im Freien, es durfte aber auch eine medizinische Maske sein. Diese besorgte ich mir am Nachmittag tatsächlich, um sie draußen zu tragen. So beschlug meine Brille etwas weniger und ich sah wenigstens halbwegs, wohin ich ging.

Als ich aus der Kirche trat, sah ich das Haus der Schiffergesellschaft, in dem sich ein historisches Lokal mit von den Decken hängenden Schiffsmodellen befindet. Das Essen soll sehr gut sein. Leider habe ich es nicht geschafft, dort während meines Lübeck Aufenthalts zu essen. Vielleicht beim nächsten Mal …

Danach wollte ich das Heiligen-Geist-Hospital anschauen, eine der Top-Sehenswürdigkeiten von Lübeck, aber es war geschlossen, weil im Hof gerade ein weiterer Weihnachstmarkt aufgebaut wurde.

Nach einem Spaziergang durch das Burgtor schaute ich noch am Hafen vorbei. Unterwegs gab es wieder wunderschöne Backsteinhäuser zu sehen, die im Sonnenschein in warmen Farbtönen glänzten. Habt ihr schon gewusst, dass die Norddeutsche Backsteingotik ihre Existenz dem Mangel an geeignetem anderen Baumaterial verdankt ?

Im Europäischen Hansemuseum verbrachte ich eineinhalb lehrreiche Stunden.

Die Hanse war eine zwischen der Mitte des 12. Jahrhunderts und der Mitte des 17. Jahrhunderts bestehende Vereinigung hauptsächlich norddeutscher Kaufleute, zur Sicherung der Schiffspassagen und zur Vertretung gemeinsamer wirtschaftlicher Interessen, besonders im Ausland. Sie war auch auf politischem und kulturellem Gebiet ein wichtiger Faktor.
Quelle: Wikipedia

Im Museum wurde das gesamte Umfeld der Hanse in Lübeck, Brügge, Nowgorod und an weiteren Orten dargestellt. Außerdem konnte man mit einem Chip in der Eintrittskarte an den meisten Stationen noch weitere Informationen abrufen. Die Ausstellung fand ich sehr interessant, aber ich erlebte einen Overkill an Informationen. Jedes der dargestellten Teilgebiete hätte einen eigenen Museumsbesuch gerechtfertigt. Eine Führung wäre ideal gewesen, wurde aber an meinem Besuchstag leider nicht angeboten. Gegen Ende der Präsentation wurden dann noch die großen Pestwellen im Mittelalter und ihre verheeren Auswirkungen auf die Gesellschaft dargestellt, wobei mich natürlich nicht Alles aber doch Einiges an die gegenwärtige Pandemie erinnerte. Die drei Pestwellen im 14. Jahrhundert, die ganz Europa durchzogen, dauerten übrigens jeweils vier bis sechs Jahre (!).

Nachdem ich mich im Museumscafé des Behnhaus Drägerhaus erholt und einen leckeren Bagel mit Lachs verspeist hatte, war ich halbwegs fit für den Museumsbesuch. Die zwei Kaufmannshäuser aus dem 18. Jahrhundert sind prächtig mit zeitgenössischen Möbeln eingerichtet. Wandfriese, Plastiken und Gemälden können bewundert werden. Zudem gibt es dort noch eine Gemäldegalerie mit Bildern aus dem 19. und 20. Jahrhundert und eine Sonderausstellung. Dazu kommt derzeit noch die Ausstellung über Thomas und Heinrich Mann, die aus Buddenbrockhaus verlagert wurde, weil dieses Gebäude gerade saniert wird. Das Behnhaus Drägerhaus ist ein sehr sehenswertes Museum, aber man sollte richtig viel Zeit für den Besuch mitbringen!

Als ich bemerkte, dass um kurz nach 15 Uhr schon die Dunkelheit hereinbrach, legte ich einen Zahn zu. Ich wollte unbedingt noch einen Blick in den Füchtingshof in der Glockengießergasse werfen.
Die Höfe beruhen häufig auf Stiftungen wohlhabender Lübecker Bürger. Der Ratsherr Johann Füchting bestimmte 1636 ein Drittel seines Erbes „zum Nutzen und Besten der Armen“. Als Gegenleistung erbat sich der Stifter das Gebet nach seinem Ableben. Das sollte ihm dann einen „guten Platz im Himmel“ sichern. Noch heute sind 28 Wohnungen günstig an Pensionärinnen, oftmals auch Witwen und Lübecker Kaufleute, vermietet.
Quelle: Hansestadt Lübeck

Abschließend ging ich noch am Dom in der südlichen Altstadt vorbei, aber nun war es stockdunkel und die Kirche war geschlossen. Irrte dann noch etwas in der nicht gut beleuchteten Umgebung herum und kam schließlich nach einem straffen Besichtigungsprogramm und dem stundenlangen Maskentragen ziemlich erschöpft zurück ins Hotel.

Lübeck hatte mir dennoch sehr gut gefallen. Allerdings nahm ich mir vor, es am nächsten Tag etwas ruhiger angehen zu lassen.

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Lübeck lohnt sich! Worthwhile trip to Luebeck #1

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Ende November 2021 unternahm ich eine Kurzreise nach Lübeck, wie schon berichtet (Auf nach Norden: Lübeck) . Dort waren die Corona Inzidenzwerte wesentlich niedriger als in München (in Lübeck am 22.11.2021: unter 200, Stand am 15.01.2022: 896) und ich wollte mich dort freier bewegen, z.B. ohne einen zusätzlichen Test Museen besuchen. Außerdem plante ich, nach Lübeck-Travemünde zu fahren, um nach zwei Jahren das Meer wiederzusehen.

Am Nachmittag des 22. November begab ich mich gleich nach dem Einchecken im Hotel auf eine erste Runde durch die Stadt. Die Sonne stand schon ziemlich tief, tatsächlich ging sie eine gute halbe Stunde früher unter als zu Hause in München, und ich musste mich beeilen, wenn ich noch etwas bei Tageslicht sehen und fotografieren wollte.

Zunächst spazierte ich zum berühmten Holstentor.

Das Holstentor ist ein Stadttor, das die Altstadt der Hansestadt Lübeck nach Westen begrenzt und 1487 erbaut wurde. Es ist das Wahrzeichen der Stadt. Das spätgotische Gebäude gehört zu den Überresten der Lübecker Stadtbefestigung. Das Holstentor ist neben dem Burgtor das einzige erhaltene Stadttor Lübecks.
Quelle: Wikipedia

Das Holstentor fand ich sehr wuchtig, etwas plump, aber es sah doch schön altehrwürdig aus. Auch die rotglänzenden und dunklen Backsteinziegel des Bauwerks gefielen mir. Ziemlich perplex war ich, als ich meine Fotos bearbeitete und feststellte, dass ich das Tor nicht gerade ausrichten konnte. Schließlich las ich, dass das Gebäude auf einer künstlichen Aufschüttung steht und dass es für den Untergrund zu schwer ist. Daher sackte der Südturm leicht schräg ab und im Laufe der Jahrhunderte sank das Bauwerk immer tiefer, so dass die untersten Schießscharten sich nun unter der Erde befinden (!).
Quelle: City Trip Lübeck, Reise Know-How

Weitere Fotos des Holstentors habe ich im obengenannten Post gezeigt.

Hinter dem Tor überquerte ich die Trave und gelangte bald in die Altstadt. Dort ging es recht geschäftig zu, was nicht nur mit der Haupteinkaufsgegend um die Breite Straße zu tun hatte, sondern auch mit dem an diesem Tag eröffneten Weihnachtsmarkt. In Bayern waren sämtliche Weihnachtsmärkte wegen Corona sehr kurzfristig untersagt worden. Im weniger betroffenen Lübeck traute man sich noch, allerdings unter strikten Vorgaben. Wie ich bald feststellen sollte, herrschte in der gesamten Fußgängerzone eine Maskenpflicht im Freien und der Zugang zum Hauptteil des Weihnachtsmarktes auf dem Platz hinter dem Rathaus war rundherum abgesperrt. Der Zugang war nur mit 2 G Nachweis (geimpft oder genesen) möglich. Ich hatte nicht vor, den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Schon in normalen Zeiten bin ich kein Fan vom Glühweintrinken und fettigem Essen in der Kälte, so dass ich mir den Besuch wegen des Ansteckungsrisikos gerne schenken wollte.

Zunächst ging ich durch das Hauptportal des Rathauses an der Breite Straße und dann am Zaun entlang, um das prächtige, ab dem 13. Jahrhundert errichtete Rathausgebäude zu fotografieren, das gerade von der untergehenden Sonne auf das Schönste angestrahlt wurde. Bald musste ich feststellen, dass der gesamte Platz durch den Weihnachtsmarkt eingenommen wurde. Also zeigte ich meinen Impfausweis und den Personalausweis vor. Beides wurde eingescannt und dann durfte ich den glücklicherweise gerade kaum besuchten Weihnachtsmarkt betreten. Auf dem Marktplatz war es ziemlich eng und dann standen auch noch die Buden beim Fotografieren im Weg! Aber den schönen Blick auf die Gebäude konnte ich trotzdem genießen und die Fotos können dies zumindest ansatzweise vermitteln.

Nachdem mein Fotostop erledigt war, verließ ich sogleich den Weihnachtsmarkt. Das Rathaus wollte ich später mit einer Führung besuchen. Recht schnell stellte ich fest, das auch die Marienkirche, die mir als Nächstes anschauen wollte, nur über den Weihnachtsmarkt zugänglich war. Also zurück zu einem anderen Zugang, wo ich wieder alles vorzeigen musste.

Die Lübecker Marienkirche wurde von 1277 bis 1351 erbaut. Die Lübecker Markt- und Hauptpfarrkirche befindet sich auf dem höchsten Punkt der Lübecker Altstadtinsel. Sie ist Teil des UNESCO-Welterbes Lübecker Altstadt und eine der größten Backsteinkirchen der Erde. St. Marien gilt als „Mutterkirche der Backsteingotik“ und als ein Hauptwerk des Kirchenbaus im Ostseeraum.
Quelle: Wikipedia

Das Innere der Kirche, die eine Museumskirche ist und 4 Euro Eintritt kostete, sah leider gerade wie eine großen Baustelle aus. Hauptwerke der Kirchenausstattung, wie das Kruzifix von Gerhard Marcks von 1959 als auch die berühmte astronomische Uhr waren durch hohe Gerüste größtenteils verdeckt. Auch war mir im Reiseführer nicht aufgefallen, dass die Kopie des im 15. Jahrhundert gemalten Totentanzzyklus im 2. Weltkrieg zerstört wurdee und dass nur noch einige Photos an den Wänden der Totentanzkapelle zu sehen sind. Allerdings gab es dort noch zwei schöne zeitgenössische Glasfenster zum Thema Totentanz von Alfred Mahlau und das halbrunde Fenster von Markus Lüpertz.

Nachdem ich die Hauptsehenswürdigkeiten angeschaut hatte, ging ich noch eine Runde durch die Kirche und bewunderte die schiere Größe des Bauwerks, das aber gleichwohl nicht bombastisch sondern gerade zu leicht in die Höhe strebend wirkte. Die einsetzende Dunkelheit und die spärliche Beleuchtung des Kircheninneren erzeugten eine geradezu magische Stimmung.

Vom ersten Stadtrundgang in Lübeck erholte ich mich in einem Café, an dem ich schon mehrmals vorbeigegangen war. Die Champagnertorte schmeckte mir ausgezeichnet, aber durch den Cappuccino hatten sie nur einige wenige Bohnen geschossen. Aber das passte schon, zum Kaffeetrinken war es für mich schon recht spät …

Nach dem Abendessen traute ich mich sogar noch in die Hotelbar, wo ich gemütlich beim Bier saß und den nächsten Tag plante. Ich war gespannt, wie sich Corona entwickelte und ob ich meine Reise wie geplant verwirklichen konnte.

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