Im schwäbischen Schwarzwald: Baiersbronn 5 In the Swabian Black Forest: Baiersbronn 5

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Morgens beim ersten Blick aus dem Fenster bestätigten sich die Wetterprognosen. Wieder sah es äußerst trüb aus. Es handelte sich nicht um Hochnebel . Vorhergesagt war ein durchweg stark bewölkter Tag mit Regenchance. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn nach der gestrigen Wanderung in der Sonne ein weitere gefolgt wäre! Als wir beim Frühstück saßen, begann es leicht zu nieseln. Wir wollten aber unbedingt wandern und nicht schon wieder einen Ruhetag einlegen. Eifrig studierten wir Wanderführer und -karten sowie verschiedene Wetter-Apps. Tatsächlich wurde ein Nachlassen des Regens gegen Mittag angezeigt. Während wir den Tag entspannt mit einem weiteren Kaffee angehen ließen, entschieden wir uns für den Baiersbronner Erlebnispfad „Von Mönchen und Lehensbauern“ . Dieser Rundweg führte vom Kloster Reichenbach in einem weiten Bogen um den Ort Klosterreichenbach und versprach einen abwechselungsreichen Verlauf. Nur wenige Höhenmeter waren zu bewältigen, aber laut Höhenprofil ging es immer wieder einmal hinauf und hinunter, würde also nicht langweilig werden.

Unsere Tour starteten wir mittags am Kloster Reichenbach. Das Kloster wurde 1082 von Mönchen des Klosters Hirsau gegründet. Im Jahre 1085 wurde die Klosterkirche eingeweiht. Die Klosterkirche besteht im Wesentlichen aus einem romanischen einschiffigen und flachgedeckten Langhaus. Die Mauern der Vorhalle und die Untergeschosse der Türme datieren aus dem 11. Jahrhundert.

1603 wurde das Kloster Reichenbach reformiert und ein protestantischer Pfarrer eingesetzt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster erneut von Benedektinermönchen besiedelt. Diese mussten aber nach dem Westfälischen Frieden wieder abziehen. Heute befindet sich im Klostergebäude eine evangelische Kirche.
Quelle Wikipedia

Foto zum Vergrößern bitte anklicken !

Nach einer kurzen Kirchenbesichtigung begaben wir uns auf den Erlebnispfad. Zunächst liefen wir durch den Kurgarten und folgten ein Stück dem Reichenbach. Vorbei an der historischen Klosterquelle erreichten wir nach kurzem Aufstieg den ersten Aussichtspunkt, den Beckenberg. Die Aussicht über das Reichenbachtal und Klosterreichenbach wäre bei klarem Wetter sicherlich beeindruckender gewesen, aber immerhin: es regnete nicht! Außerdem trafen wir nur selten auf andere Wanderer, in Corona Zeiten definitiv ein Vorteil.

Schöne Perspektiven über das Murgtal boten uns dann zwei weitere Wegpunkte „Kirchweg“ und „Am Berg“, die sich auf derselben Höhe wie der Beckenberg befanden und die wir auf einem ebenen Pfad am Waldrand erreichten. Perfekt !

In der Nähe von Heselbach wendete sich das Blatt. Wir stiegen nun ins Tal hinunter. Auf der Strecke kamen wir an einer größeren Lamaherde vorbei. Einige Tiere kamen gleich angelaufen und beäugten uns neugierig. Mir fiel auf, dass auf ihrer Weide nur noch trockenes und niedriges Gras wuchs. Das brachte mich auf eine Idee. Ich rupfte etwas Gras aus, das am Wegrand wuchs, und bot es den Lamas an. Ein süßes weißes Tier (flauschig wie in der bekannten Matratzenwerbung im Fernsehen, aber nicht so sauber !) langte eifrig zu und wenn es ein Grasbüschel verspeist hatte, hob es den Kopf und schaute mich auffordernd an.

Nach diesem netten Intermezzo überquerten wir die Bundesstraße, die S-Bahn und die Murg. Der Erlebnispfad entfernte sich sofort wieder von diesen Verkehrwegen. Allerdings wartete nun ein weiteren Aufstieg auf uns. Der Ausschilderung folgend durchqueren wir das parkartige Gelände des Ailwaldhotels. Das Hotel sah richtig nobel aus, wirkte aber verlassen. Wir trafen keinen Menschen, worüber wir hinterher ganz froh waren, als wir beim Verlassen des Areals ein Schild mit der Aufschrift „Privatgelände – Betreten nur für Hotelgäste und -personal“ sahen. Wahrscheinlich war die Wegführung nicht auf dem neusten Stand oder das Verbot galt nicht für Wanderer (?).

Als Nächstes erreichten wir einen weiteren Aussichtspunkt, den Buckenberg, der uns eine schöne Sicht auf Klosterreichenbach und das Murgtal bot. Vorbei an Wiesen und Wäldern folgten wir dem Weg und trafen am Seidtenhof ein, der zu den ältesten Höfen im Murgtal gehört. Ein Schild informierte uns, dass die Gastronomie des Hofs im Jahr 2020 geschlossen hatte. Das war wirklich sehr schade, weil die Bauernstube und die historischen Gebäude schön rustikal und urig aussahen. Von der Terrasse bewunderten wir wenigstens den tollen Ausblick ins Murgtal. Außerdem konnte man sich aus einem Kühlschrank selbst bedienen. Hausgemachtes Eis und Getränke wurden angeboten, natürlich gegen ein Entgelt in eine Kasse. Obwohl es nicht gerade warm war, genehmigte ich mir einen kleinen Becher Himbeer-Bio-Eis. Sehr lecker ! Wenn ich wieder einmal in der Gegend bin und das Wetter schön warm ist, möchte ich auf dieser Terrasse einen köstlichen Eisbecher verspeisen. In aller Ruhe, die Aussicht genießend, und an Corona garnicht oder nur wie an ein Ereignis aus vergangener Zeit denkend …

Danach wanderten wir auf einem sanft abfallenden Weg hinunter zur Murg. Dem plätschernden Fluß folgend erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt.

9,5 km, 150 Höhenmeter

Fazit:
Eine sehr schöne, leichte Halbtageswanderung mit tollen Ausblicken, auf der es viel Neues zu entdecken gibt. Wird bei weiteren Aufenthalten in Baiersbronn wiederholt, wenn die Sonne lacht !

Einen gelungenen Abschluss dieser Wanderung bildete unser Besuch in einem nahen Café. Als wir dort ankamen, staunten wir über den fast vollbesetzten, großen Parkplatz. Am Eingang mussten wir zwar auf einen freien Platz warten, aber nach kurzer Zeit wurde uns ein Tisch zugewiesen. Bald entdeckten wir, warum es dort so voll war. Die Schwarzwälder Kirschtorte war ein Traum !

Im Nachhinein wundere ich über unsere Unbekümmertheit, die alle Gäste in dem großen Saal zu teilen schienen. Man fühlte sich auch in den Innenräumen der Gastronomie einigermaßen sicher, obwohl zu dieser Zeit (Ende September 2020) die Corona Infektionszahlen bereits am Steigen waren. Bei meinen ersten Coronaurlauben im Sommer war ich nur sehr selten drinnen eingekehrt. Im herbstlichen Schwarzwaldklima gab es meistens keine andere Möglichkeit. Wir dachten, dass schon nichts Schlimmes passieren werde, wenn die Gastwirte die Hygienemaßnahmen (Abstand und Desinfektion der Tische, maskentragende Servicekräfte) beachteten und die Gäste sich die Hände desinfizierten, ihre Kontaktdaten hinterließen sowie den Mund-Nasen-Schutz nur am Tisch absetzten. Angesteckt haben wir uns jedenfalls nicht, obwohl wir in diesem Urlaub oft mehrmals täglich Restaurants besuchten. Haben wir nur Glück gehabt ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Street Art „Werksviertel München“

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Neulich las ich in der Süddeutschen Zeitung unter der Überschrift „Eine Reise ins Niemandsland“ einen interessanten Artikel über Street Art im „Werksviertel München“. Das brachte mich auf eine Idee.

Im Zuge des neuerlichen Lockdowns hatten wieder alle Museen geschlossen. Aber Kunstwerke kann man auch außerhalb von Kulturtempeln genießen, besonders Street Art. Praktischerweise musste ich zum „Werksviertel“ nicht einmal mit dem Auto fahren oder in ein öffentliches Verkehrsmittel einsteigen, sondern konnte das Radl benutzen. Fahrradfahren mag ich nicht besonders, aber diese Strecke konnte ich gut bewältigen.

Das Areal des „Werksviertels“ hat eine Größe von 39,5 Hektar. Hier befand sich noch in den 1980er-Jahren ein Gewerbegelände, auf dem unter anderem das Stammwerk der Kartoffelfabrik „Pfanni“, die „Optimol Ölwerke“ und der Fahrzeughersteller „Zündapp“ lagen. Bis Mitte der 1990er Jahre wurden alle Fabrikstandorte aufgegeben.

Das Pfanni- und Optimol-Gelände, das danach brach lag, wurde verpachtet und es entstand Vergnügungspark, der „Kunstpark Ost“. Bis September 1996 eröffneten dort bis zu dreißig Diskotheken. Nachfolger wurden die „Kultfabrik“ und die „Optimolwerke“, ein Kultur- und Veranstaltungszentrum bzw. ein Clubareal. Beide mussten schließlich dem Stadtentwicklungsprojekt für das neue Werksviertel weichen.

Auf dem Gelände entstehen mehr als 1000 Wohnungen, fünf Hotels (darunter auch ein Youth Hostel), Gastronomiebetriebe, Sportangebote und sogar ein Konzertsaal. Das „Werksviertel“ wird etwa 7000 neue Arbeitsplätze schaffen. Als Zwischennutzung des für das Konzerthaus vorgesehenen Geländes wurde 2019 ein 78 Meter hohes Riesenrad in Betrieb genommen (derzeit coronabedingt geschlossen).
Quelle Wikipedia

Im „Werksviertel“ angekommen staunte ich über die bereits errichteten Gebäude. Das leuchtend orange „Werk 3“, in dem es sogar Gaststätten mit Speisen zum Mitnehmen gab, und der schwarze Wolkenkratzer des Hotels „Adina“ bildeten einen spannenden Gegensatz zu den alten Werksbauten, deren Abriss im vollen Gange war. Bei meinem Streifzug über das Areal konnte ich, wie in der Süddeutschen Zeitung beschrieben, die wunderbaren Werke bekannter Street Art Künstler bewundern. Man merkte, dass hier „nicht einfach so gesprüht“ wurde, sondern dass viele Bilder vom renommierten Street-Art-Guru Loomit sozusagen kuratiert wurden. Von den diversen Stilrichtungen, den vielfältigen Farben und Formen sowie der Qualität der Kunstwerke war ich restlos begeistert ! Sehr schade ist, dass sie über kurz oder lang der Abrissbirne zum Opfer fallen werden. Wenn es euch interessiert, könnt ihr Näheres in der Süddeutschen Zeitung nachlesen.

Aber genug der Worte : nachfolgend zeige ich euch Impressionen aus dem „Münchner Werksviertel“.

Foto zum Vergrößern bitte anklicken !

Fazit:
Dem Werksviertel werde ich sicher weitere Besuche abstatten, um die Entwicklung dieses sehr interessanten Stadtteils mit zu verfolgen. Auch eine Fahrt mit dem Riesenrad steht schon lange auf meiner Wunschliste. Wenn es sich wieder dreht …

In diesem Sinne: passt gut auf euch und andere auf und bleibt gesund !

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Fotoprojekt 2020; Panorama-Bilder (November) Photo project; panoramic pictures (November)

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Royusch hat uns wieder aufgerufen, im November ein weiteres Panoramabild zu posten. Für diese Fotochallenge danke ich Royusch sehr herzlich. Wie immer war es spannend, mein Archiv durchzuschauen, wo ich das folgende Photo gefunden habe.

Das Foto stammt von unserer Wanderung auf dem Malerweg im Elbsandsteingebirge. Es zeigt die Aussicht vom „Papststein“. Im Vordergrund sind die typischen Sandsteinfelsen zu sehen und im Hintergrund u.a. die Tafelberge der Sächischen Schweiz. Der „Papststein“ gehört auch zu diesen Bergen.

Für nähere Infos über unsere Wanderung auf dem Malerweg und weitere Fotos schaut doch einmal hier und dort hinein.

Das Photo habe ich mit der Panoramafunktion meiner Sony RX 10 aufgenommen. Aktuelle Panoramafotos, habe ich wieder einmal nicht gefunden. Mal sehen, ob ich das bis Dezember ändern kann. Selbst im „Lockdown Light“ müsste es möglich sein …

Den Link zu Royusch Aufruf findet ihr hier.

Foto zum Vergrößern bitte anklicken !

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Foto der Woche 8 Photo of the week 8

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Gerne beteilige ich mich nun an Aequitas Blogparade .

„Bei dieser Aktion geht es darum, im Laufe einer Woche ein Foto von etwas zu schießen, über das man stolpert – es kann eine Sehenswürdigkeit sein, wenn man z. B. gerade verreist ist; das Haustier oder das neue Auto; die Brombeeren aus dem eigenen Garten; der beeindruckende Himmel nach einem Regenschauer … Und dann kann man dazu schreiben, warum man sich gerade für dieses Motiv entschieden hat – … „
Zitat aus Aequitas Challenge

Jedes Jahr nehme ich mir einen Herbstspaziergang im Englischen Garten in München vor. Die riesigen Bäume mit ihrem bunten Herbstlaub sind einfach wunderschön anzuschauen. In diesem Jahr war es schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Anfang letzter Woche waren die Blätter noch zu grün. Dann herrschte oft schlechtes Wetter, aber Sonnenschein braucht es um die Herbstfarben zum Strahlen zu bringen. Gestern war es endlich soweit. Als ich nachmittags aufbrach, war es noch sehr trüb, aber dann kam die Sonne heraus und beim zarten Abendlicht konnte ich die Atmosphäre im Englischen Garten richtig genießen.

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Finale im Fichtelgebirge: Bayreuth Final in the Fichtel Mountains: Bayreuth

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Wie im Wetterbericht angekündigt regnete es anhaltend während unseres letzten Tages im Fichtelgebirge. Einerseits war das sehr schade, aber andererseits bot es uns die Gelegenheit, das nahegelegene Bayreuth zu besuchen. Bayreuth stand schon lange auf meiner Wunschliste. Es liegt zwar noch in Bayern aber mit 240 km doch ziemlich weit entfernt von unserem Wohnort in München. Als wir losfuhren, rechneten wir uns allerdings nicht damit, dass es den ganzen Tag lang ohne Pause regnen und zeitweise schütten würde.

Zunächst besuchten wir die Eremitage, die etwas außerhalb von Bayreuth liegt.
Die Eremitage, eine 1715 entstandene historische Parkanlage vor den Toren der Stadt Bayreuth, beherbergt das Alte Schloss mit Innerer Grotte und Wasserspielen. Weiterhin befinden sich das Neue Schloss mit Orangerie und dem zentralen Sonnentempel auf dem Gelände.
Quelle: Wikipedia

Trotz Dauerregen spazierten wir durch die zauberhafte Gartenanlage und auch ein bisschen durch den Landschaftpark. Besonders der Sonnentempel und die angrenzenden Gebäude faszinierten, weil sie aus bunten mosaikartigen Steinen zusammengesetzt wurden. Richtig schade war, dass alle Innenräume und die Grotte geschlossen waren. Die Räumlichkeiten sind so klein, dass die unter Coronabedingungen einzuhaltende maximale Besucherzahl zu schnell erreicht ist. Auch das Café im Sonnentempel, das einen wunderbaren Ausblick auf die Brunnenanlage und den Garten bietet, war leider geschlossen.

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken.

Danach fuhren wir in die Bayreuther Innenstadt, wo wir uns als Erstes Tickets für die nächste Führung im Markgräfliche Opernhaus holten. Das UNESCO-Weltkulturerbe ist eines der schönsten Barocktheater. Bayreuth hat es der Markgräfin Wilhelmine zu verdanken. Aktuell waren nur 28 Besucher zugelassen, für die es Platzkarten gab. Wir saßen dann sehr weit auseinander im Zuschauerraum, der 1267 Sitzplätze aufweist. Nur jede dritte Reihe war belegt. Außerdem saßen die Besucher diagonal versetzt und zueinander mit vier Sitzen Abstand. Auch H. und ich wurden so platziert. Es gab einen kurzen Film über die Historie des Opernhauses, dann erzählte der Führer etwas über die Entstehunggeschichte, und das war es dann auch schon. Für mich war das in Ordnung. Hatte ich doch überlegt, ob ich mich überhaupt in eine Filmvorführung trauen sollte. Immerhin habe ich seit Ende Februar kein Kino mehr besucht (!). Sehr schade war, dass man ohne Stativ in dem prächtigen Raum nicht ordentlich fotografieren konnte. Wenn ihr mögt, schaut doch einmal hier.

Nach dem Mittagessen beim Vietnamesen (zur Abwechselung mal keine fränkischen Knödel mit Braten) bummelten wir durch die Altstadt und schauten bei der Stadtkirche aus dem 13. Jahrhundert vorbei.

Schließlich gingen wir zum Neuen Schloss, wo wir durch den Garten flanierten.

Den Abschluss unserer Städtetour bildete das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel. Dort finden jährlich die berühmten Wagnerfestspiele statt. Natürlich ist auch diese Veranstaltung in diesem Jahr ausgefallen. Die Besichtigung des Hauses sparten wir uns, da wir nicht zu den Wagner Fans gehören.

In Bayreuth gibt es sehr viel Interessantes zu sehen. Die schöne Umgebung konnten wir am Regentag nur erahnen. Die Umgebung bietet auch Wandermöglichkeiten. Die Stadt muss ich, wenn Corona überstanden ist, noch einmal besuchen.

Fazit:
Im Fichtelgebirge hat es uns wesentlich besser gefallen als erwartet. Man kann tolle Wanderungen durch den märchenhaften Wald mit seinen spektakulären Felsformationen unternehmen. Zwischendurch sind Städtetouren nach Bayreuth und Kulmbach möglich, zwei völlig unterschiedliche Orte (siehe Kulmbach). Aber auch kleinere Orte haben ihren Charme und bieten oft Überraschendes. Habt ihr gewusst, dass der Schriftsteller Jean Paul in seiner Jugend in Wunsiedel lebte ? Oder dass Alexander von Humboldt als staatlicher Bergassessor den Bergbau in der Region Bayreuth in technischer und ökonomischer Hinsicht reorganisierte? Zahlreiche Museen können besucht werden, z.B. das Zinnfigurenmuseum in Bamberg.

Kurzum: das Fichtelgebirge ist eine landschaftliche sehr reizvolle Region mit einer sehr interessanten Historie. Die Gegend würde ich gerne wieder besuchen. Interessieren würde mich aber auch ein Wanderurlaub in der südwestlich gelegenen Fränkischen Schweiz.

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Nasser Nordschwarzwald Rainy Northern Black Forest

Regen, Regen und nochmals Regen ! Es schüttet nun schon fast 24 Stunden und dabei wehen kräftige Windböen, so dass die Nässe auch von der Seite und nicht nur von oben kommt. Die Temperatur ist einstellig und nähert sich schon dem Gefrierpunkt.

Zwei Tage sind wir nun im Nordschwarzwald bei Baiersbronn gewandert (darüber wird zu berichten sein). Es blieb weitgehend trocken und zum Wandern war die Temperatur recht angenehm. Nachdem ich schon sehr oft im Hoch- oder Südschwarzwald war ( s. hier) wollte ich schon lange einmal in den Nordschwarzwald fahren. Und wenn nicht jetzt, zu Corona Zeiten, wann dann …

Bei unseren bisherigen Wanderungen gefiel mir die Landschaft sehr gut. Sie ist etwas lieblicher als im Hochschwarzwald. Und meine geliebten dunklen Schwarzwaldtannen passen auch sehr gut in den Mischwald.

Nur das Wetter muss wenigstens etwas besser werden …

(Fortsetzung folgt).

Rain, rain and rain again ! It’s been pouring for almost 24 hours now and stronss of wind are blowing, so that the wetness also comes from the side and not only from above. The temperature is in the single digits and is already approaching freezing point.

For two days we have been hiking in the Northern Black Forest near Baiersbronn (I am going to report about that). It remained mostly dry and for hiking the temperature was very comfortable. After having been in the Black Forest very often (see here) I wanted to go to the Northern Black Forest for a long time. And if not now, at Corona times, when …

On our hikes I liked the landscape very much. It is a bit more lovely than in the Southern Black Forest. And my beloved dark Black Forest firs also fit very well into the mixed forest.

Only the weather has to get a little better …

(to be continued).

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Ferien im Fichtelgebirge 7 Holiday in the Fichtel Mountains 7

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Vormittag: Granitlabyrinth und Steinbruchweg

Das Fichtelgebirge besteht zu 70 % aus Granit, der schon seit dem frühen Mittelalter abgebaut wurde (Quelle: Wikipedia). Wir hatten daher beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen und fuhren nach Kirchenlamitz am Fuße des Fichtelgebirges.

Zunächst besuchten wir das in Granit-Labyrith. Das quadratische Labyrinth hat fünf Umgänge und eine Ausdehnung von 34 x 34 m. Es ist durch ein erkennbares Achsenkreuz in vier Quartiere eingeteilt, die auf dem Weg zur Mitte zu durchschreiten sind. Dieser Weg wird von 180 großen Granitquadern eingerahmt. Um zum Ziel zu gelangen, muss man immerhin vom Eingang aus 400 m zurücklegen. Im Zentrum befindet sich ein fünf Meter hoher Obelisk aus Epprechtsteingranit in den zur Besinnung anregende Sprüche eingraviert sind.
Quelle: https://www.fichtelgebirge.net/…/labyrinthe/granitlabyrinth-am-epprechtstein

Es handelt sich nicht um einen Irrgarten im klassischen Sinne. Man kann sich darin nicht verirren. Interessanterweise lief ich anfangs recht flott und glaubte, dass ich den Obelisken schnell erreichen würde, aber da landete ich oft in einer Sackgasse. Als ich anfing, mit Ruhe zu gehen und über die Blöcke hinaus nach dem Weg zu schauen, kam ich dem Ziel nach und nach näher. Was für ein Sinnbild für das Leben und eine gute Strategie zur Problemlösung !

Dann wanderten wir auf dem Steinbruchwanderweg, der in der Nähe begann. Der sanft ansteigende Weg führt, vorbei an alten Mauern und großen Abraumhalden, zu sechs ehemaligen Steinbrüchen aus dem 19. Jahrhundert, einer Pulverkammer, einem Schutzunterstand und einer Verladerampe am Fuße des Epprechtsteins
Quelle: https://www.tz-fichtelgebirge.de/de/touren/detail/5784a929975aeb1d14ee6249

Wir folgten dem ausgeschilderten Weg, nahmen aber zunächst die Abzweigung zur Burgruine Epprechtstein, die wir nach einem weiteren kurzen Anstieg erreichten. Die Aussichtsplattform auf dem verfallenen Gemäuer aus dem 12. Jahrhundert bot einen Rundumblick und einen sehr schönen Ausblick auf das Fichtelgebirge. Auch den Ochsenkopf, auf den wir am zweiten Urlaubstag gewandert waren, konnte man erkennen.

Danach ging es zu den sechs Steinbrüchen, die größtenteils noch sehr gut erhalten waren, auch wenn die Natur sich die Areale wieder zurück erobert hatte. Mehrere Informationstafeln vermittelten einen sehr anschaulichen Eindruck von den damaligen Arbeitsbedingungen (z.B. Mittagspause in der Regel während der Sprengungen im Schutzunterstand !).

Wanderung ca 4 km, 200 hm, 2,5 Stunden

Nachmittag: Rund um den Weißenstädter See

Nach dieser kleinen aber sehr abwechslungsreichen Wanderung fuhren wir nach Weißenstadt, wo wir zu Mittag aßen. Neben der leckeren Mahlzeit sind vor allem die Corona-Schutzmaßnahmen erwähnenswert. Auf der Gasthausterrasse standen große und sehr breite Tische. Der findige Gastwirt hatte quer durch die Mitte der Tische eine Plexiglaswand montiert und dort die Speise- sowie die Getränkekarte auf Lesehöhe aufgeklebt. Derart vor dem „bösen“ Coronavirus geschützt saßen wir einem Ehepaar direkt gegenüber. Etwas seltam war, dass wir die Leute wegen der Aufkleber nicht richtig sehen konnten !

Gut gestärkt umrundeten wir den Weißenstädter See auf dem vier Kilometer langen Uferweg. Der See ist größtenteils naturbelassen und wird von herrlichen Blumenwiesen und Bäumen, oft Birken, umrahmt. Noch einmal genossen wir auch den Ausblick zum Ochsenkopf. Das Städtchen Weißenstadt mit der Altstadt und der Lage am See und zum Fichtelgebirge gefiel mir so gut, dass ich beschloss, beim nächsten Aufenthalt im Fichtelgebirge dort nach einer Unterkunft zu suchen.

Auf der Wanderung war es immer noch heiß, bewölkte sich aber nach und nach. Man konnte das angesagte schlechte Wetter schon vorausahnen …

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Finally, I managed to install the button to Google translate. The Google translation into English has improved. I like it now to some extent. Also Google Translate allows the translation into many other languages. Therefore, I would like to ask my English speaking readers to use this feature.

I would appreciate your feedback if you like the google translation.

Ferien im Fichtelgebirge 5 Holiday in the Fichtel Mountains 5

Nachdem wir am Vortag dem mit 1051 m höchsten Gipfel des Fichtelgebirges und von Franken schon nahegekommen waren, wollten wir ihn nun besteigen. Die Wanderung von Weißenstadt verkürzten wir wieder um ein Stück und parkten an der einsam gelegenen Weißenhaider Mühle, deren Gasthaus schon seit Jahren geschlossen ist.

Der Wanderweg war schnell gefunden, allerdings liefen wir in der Gegenrichtung zur Beschreibung im Wanderführer. Ob es daran lag oder an etwas anderem, weiß ich nicht, jedenfalls waren wir recht bald von der Strecke abgekommen und Google Maps erwies sich mal wieder als wenig hilfreich auf Wanderstrecken. Dann zogen auch noch dunkele Wolken über dem Schneeberg auf. Schließlich fanden wir zurück in die richtige Richtung und die Sonne kehrte zurück. Statt auf dem Wanderweg landeten wir aber auf dem letzten Stück vor dem Gipfel auf der Straße.

Die US-Streitkräfte requirierten Anfang der 1950er Jahren einen Teil des Schneeberggipfels , errichteten verschiedene Gebäude und Stahlkonstruktionen für Antennen und Parabolspiegel. 1967 nahm ein Fermeldeturm der Bundeswehr seinen Betrieb auf. Der Berggipfel war militärisches Sperrgebiet. Nach dem Ende des Kalten Kriefes verließen die US-Streitkräfte 1992 den Schneeberg, 1993 stellte die Bundeswehr ihren militärischen Aufklärungsbetrieb ein.
Quelle Wikipedia

Aus den genannten Gründen liefen wir nun auf einer gut ausgebaute Straße, die für den Autoverkehr gesperrt ist. Sehr beliebt ist die Strecke bei Mountainbikern, die uns in Scharen begegneten. Wir beobachteten, wie die Radler mühsam, oft laut stöhnend, nach oben strampelten und ihre zum Teil sehr rasanten Abfahrten, laut jauchzend, genossen . Das galt wenigstens für die jüngeren Leute. Ich schoß viele Fotos für Mannis Fotochallenge „Geschwindigkeit“ , fand das Ergebnis aber wenig aussagekräftig, so daß ich mich für eine andere Herangehensweise an das Thema entschied (siehe hier ).

Auf dem Schneeberggipfel steht ein kleiner hölzerner Aussichtsturm, liebevoll Backöfele genannt. Von dort hatten wir einen weiten Blick über das Frankenland und die verlassenen, wenig ansprechenden Militärgebäude. Man wünschte sich, dass diese entweder neu genutzt oder abgerissen werden. Eine Möglichkeit wäre, dort ein Ausflugslokal zu eröffnen … Da es das nicht gab, setzten wir uns wie viele andere mit unserer Brotzeit auf die schöne große Gipfelwiese.

Derart gestärkt traten wir den Rückweg an. Dieser führte uns an zwei weiteren Highlights, den Felsformationen Drei Brüder und Rudolfstein. Letzterer ist durch eine steile, aber gut gesicherte Treppe erschlossen und bietet eine schöne Aussicht, u.a. auf den Weißenstädter See. Dann suchten und fanden wir die Abzweigung zur Weißenhaider Mühle. Auf dem letzten Stück schlugen wir uns durch einen zugewachsenen Weg, den uns ein Einheimischer gezeigt hatte, der die Strecke um ein gutes Stück abkürzte und direkt zur Mühle führte.

Zum Abschluss fuhren wir nach Weißenstadt, wo die Restaurants leider von 14 bis 17 Uhr geschlossen hatten. Stattdessen legten wir eine Pause in einem Café mit köstlichem Kuchen ein. Den Weg zum nahegelegenen See sparten wir uns. Wir waren doch ziemlich erschöpft. Den Rundweg um den See haben wir aber nachgeholt …

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

After we had already approached the highest peak of the Fichtelgebirge and Franconia with 1051 m the day before, we wanted to climb it now. We shortened the hike from Weißenstadt again and parked at the lonely situated Weißenhaider Mühle, whose inn has been closed for years. The hiking trail was quickly found, but we walked in the opposite direction to the description of the trail in the guide. I don’t know if it was because of this or for some other reason, but we soon lost our way and Google Maps again proved to be not very helpful on hiking trails. Then dark clouds came up over the Schneeberg. Finally, we returned to the right direction and the sun came back. But instead of on the hiking trail we ended up on the road on the last part before the summit.

In the early 1950s, the US forces requisitioned part of the Schneeberg summit, erected various buildings and steel structures for antennas and parabolic mirrors. In 1967, a telecommunications tower of the Bundeswehr (German Armed Forces) began to operate. The mountain summit was a restricted military area. After the end of the Cold War, the US forces left Schneeberg in 1992, and in 1993 the Bundeswehr ceased its military reconnaissance operations.
Source Wikipedia

For the reasons mentioned above, we now walked on a well-maintained road, which is closed for car traffic. The route is very popular with mountain bikers, who we met in droves. We observed how the bikers struggled uphill, often groaning loudly, and enjoyed their sometimes very fast descents, cheering loudly. At least that was true for the younger people. I took a lot of photos for Manni’s photo challenge „Speed“, but found the result not very meaningful, so I decided to take a different approach to the topic (see here ).

On the Schneeberg summit stands a small wooden observation tower, affectionately called Backöfele. From there we had a wide view over the Franconian country and the abandoned, not very attractive military buildings. One wished that these would either be used again or demolished. One possibility would be to open a restaurant for hikers and bikers there … Since this did not exist, we sat down like many others with our snack on the beautiful and large summit meadow.

Thus strengthened we started our way back. This led us to two more highlights, the rock formations Drei Brüder and Rudolfstein. The latter is accessible by a steep, but well secured staircase and offers a beautiful view, among others of the Weißenstädter See. Then we searched and found the turnoff to the Weißenhaider Mühle. On the last part we made our way through an overgrown path, which a local had shown us. It shortened the route by a good part and led directly to the mill.

Finally, we drove to Weißenstadt, where the restaurants were unfortunately closed from 2 pm to 5 pm. Instead we took a break in a café with delicious cake. We did not got to the nearby lake, being quite exhausted after all. But we made up for the round trip around the lake later …

Always very happy about your feedback.

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2 Fichtelgebirge (197)2 Fichtelgebirge (200)2 Fichtelgebirge (198)2 Fichtelgebirge (202)2 Fichtelgebirge (209a)

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2 Fichtelgebirge (223)2 Fichtelgebirge (219)2 Fichtelgebirge (224)2 Fichtelgebirge (230)2 Fichtelgebirge (233)2 Fichtelgebirge (234)2 Fichtelgebirge (238)2 Fichtelgebirge (242)

Ferien im Fichtelgebirge 4 Holiday in the Fichtelmountains 4

11.7.2020

Als nächster Berg stand  der Schneeberg an, der mit 1.053 Metern der höchste Berg im Fichtelgebirge und im gesamten Frankenland ist. Wir beschlossen, es ein bisschen ruhiger als am Vortag anzugehen und die Rundwanderung vom Wanderparkplatz am  Gasthaus Silberhaus zum Schneeberg zu verkürzen.

Zunächst ging es mäßig steil bis zur Felsformation Platte, einem beeindruckenden Meer aus stattlichen Granitblöcken mit schönem, wenn auch leicht diesigem Ausblick.

11.7.2020

Our next goal was the Schneeberg, which at 1,053 metres is the highest mountain in the Fichtelgebirge and the whole of Franconia. We decided to take it a bit quieteras on the day before and to shorten the circular hike from the hiking car park at the Silberhaus inn to Schneeberg.

At first, the path went moderately steep up the Platte rock formation, an impressive sea of stately granite blocks with a beautiful, albeit slightly misty, view.

 
2 Fichtelgebirge (148)

2 Fichtelgebirge (155)

Von dort liefen wir, auf Forstwegen und auf felsigen Pfaden bis zum „Seehaus“, wo wir nach einer  Brotzeit wie geplant umkehrten, statt noch drei Kilometer weiter zum Schneeberg hin und zurück zu gehen. Das „Dach Frankens“ wollten wir bei einer anderen Wanderung besteigen.

From there we walked, on forest tracks and rocky paths, to the „Seehaus“, where we turned back as planned after a snack, instead of walking another three kilometers to the Schneeberg and back. We wanted to climb the „Dach Frankens“ („Roof of Franconia“) on another hike. 

2 Fichtelgebirge (161)

Beim  Abstieg zum Fichtelsee fanden wir den im Führer beschriebenen Weg nicht gleich und nahmen deswegen einen anderen, der direkt und kürzer dort hin führte, während der Wanderführer nur einen Abstecher vorsah. Dann passierten wir einen Wanderparkplatz an der B 303, der voll besetzt war. Erst wunderten wir uns, weil wir bisher im Fichtelgebirge nur wenige Besucher  getroffen hatten, auch am heutigen Samstag. Ein Blick auf die Karte löste das Rätsel. Dort begann der kürzeste Aufstieg zum Schneeberg . Außerdem führte eine gemütlich flache Strecke zum Fichtelsee. Auf Letzterer erreichten wir das Gewässer bald und umrundeten es zur Hälfte. Von der Brücke in der Seemitte hatten wir einen sehr schönen Ausblick über den gesamte See. In diesem Moment lockerte die Bewölkung etwas auf. Da bot sich eine kleine Kaffeepause auf der gut besuchten Terrasse des Seehotels an.

On the descent to the Fichtelsee we did not find the path described in the guide immediately and therefore took another one, which led directly and shorter there, while the hiking guide only suggested a side trip. Then we passed a parking place for hikers at the B 303, which was fully occupied. First,  we were surprised, because we had met so far only few visitors in the Fichtelgebirge, also today, on Saturday. A look at the map solved the mystery. There the shortest ascent to the Schneeberg began.  In addition a comfortable flat route led to the Fichtelsee. On the latter we soon reached the lake and circumnavigated half of it. From the bridge in the middle of the lake we had a very nice view over the whole lake. In this moment it brightened up a little bit. So we had a little coffee break on the well-visited terrace of the Seehotel. 
2 Fichtelgebirge (168)2 Fichtelgebirge (169)

Der Rückweg zum Parkplatz war länger als gedacht und  mehrere, nicht immer beschilderte Abzweigungen waren zu beachten. Auf den letzten Kilometern zog ich Google Maps zu Rate und war ziemlich erleichtert, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Highlights bot diese noch 5 km lange Strecke nicht. Oft wanderten wir  an Fichtenmonokulturen entlang.

The way back to the parking lot was longer than expected and several, not always signposted turn-offs had to be considered. On the last kilometers I used Google Maps and was quite relieved that we were on the right way. No Highlights were offered on this still 5 km long route. Often we walked along spruce monocultures.

2 Fichtelgebirge (171)

Auf der Rückfahrt zu unserer Unterkunft in Himmelkron legten wir einen Stopp in Bad Berneck ein. Die Geschäfte waren am Samstagnachmittag geschlossen, daher wirkte die Altstadt wie ausgestorben. Am historischen Marktplatz genossen wir den Ausblick auf die Ruine Hohenberneck. Zu weiteren Erkundigungen und insbesondere dem Gang zum Turm fehlte uns jedoch die Energie.

On the drive back to our lodgings in Himmelkron we stopped in Bad Berneck. The shops were closed on Saturday afternoon, so the old town looked deserted. At the historical market place we enjoyed the view of the ruins of Hohenberneck. However, we lacked the energy for further explorations and especially the walk up to the tower.

2 Fichtelgebirge (173)2 Fichtelgebirge (174)

 

„Im Fichtelgebirge habe ich schon Schöneres gesehen“ dachte ich „ Aber wir haben den Weg ein gutes Stück verkürzt, so ist ein bisschen Abwechslung verloren gegangen. Bis zum Fichtelsee hat es mir trotzdem sehr gut gefallen.“

Etwa 13km, 250 hm, ca. 3,5 Stunden

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

 

In the Fichtelgebirge I have already seen more beautiful“ I thought “ But we have shortened the trail quite a bit, so that a little change was lost. Up to the Fichtelsee I liked it nevertheless very much.“

About 13km, 250 hm, about 3,5 hours

Always looking forward to your feedback.

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Ferien im Fichtelgebirge 3 Holiday in the Fichtel Mountains 3

10.7.2020

An unserem 3. Tag im Fichtelgebirge hatten wir uns die Besteigung eines weiteren „Gipfels“ vorgenommen. Es ging auf den Ochsenkopf (1.024 m). Wir starteten vom Wanderparkplatz am Gasthaus Karches, wo wir zunächst einen idyllischen kleinen See in der Morgensonne passierten.

10.7.2020

On our 3rd day in the Fichtelgebirge we had planned the ascent of another „summit“. We were going on the Ochsenkopf (1.024 m). We started from the hiking car park at the Gasthaus Karches, where we first passed an idyllic little lake lying  in the morning sun.

2 Fichtelgebirge (87)Nach einem kurzen etwas steileren Aufstieg erreichten wir den Weißmainfelsen. Noch fit stiegen wir gleich über die Leitern nach oben.

After a short, somewhat steeper ascent we reached the Weißmain rock. Still fit we climbed up the ladders to the top.

2 Fichtelgebirge (94)

Und dann ging es weiter zur Weißmainquelle. Obwohl ich viele Jahre in Frankfurt gewohnt habe, wußte ich tatsächlich nicht, wo der Main entspringt. Die Quelle des Weißen Mains sahen wir nun vor uns, die des Roten Mains liegt einige Kilometer südlich von Bayreuth. Die beiden Mainarme fließen bei Kulmbach zusammen. Der 527 km lange Fluss passiert u.a. Würzburg und Frankfurt und mündet in Mainz in den Rhein. Auch diese Quelle ist seit dem 18.Jahrhundert touristisch erschlossen. Goethe soll auch dort gewesen sein (noch ein Bezug zu unserer alten Heimat Frankfurt), der war aber schon längst weg, als wir kamen 😉. Außerdem ist die Quelle der Startpunkt des Mainwanderweges.

And then we went on to the Weißmainquelle. Although I lived in Frankfurt for many years, I actually didn’t know where the Main River originated. We saw the source of the White Main in front of us now, the source of the Red Main is a few kilometers south of Bayreuth. The two arms of the Main flow together near Kulmbach. The 527 km long river passes i.a. Würzburg and Frankfurt and flows into the Rhine at Mainz. Also the source has been touristically developed since the 18th century. Goethe is said to have been there as well (another reference to our old hometown Frankfurt), but had already left when we came 😉. The source is also the starting point of the Main hiking trail.

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Zum Ochsenkopfgipfel ging es nun eher gemächlich bergauf, allerdings auf gewohnt steinigem Pfad. Um so erstaunter waren wir als wir in der Nähe des Gipfels Mountainbiker sahen, die dabei waren, sich, bergab zu stürzen und sogar noch etwas Anlauf nehmen wollten.

To the summit of the Ochsenkopf we went now rather leisurely uphill, but on the usual stony path. We were all the more surprised when we saw mountain bikers near the summit, who were about to speed downhill and even wanted to take a run-up.

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Auf dem Ochsenkopf bewunderten wir kurz den 1957/1958 erbauten, 191 Meter hohen Fernsehsendeturm. Mit Hilfe dieser Antenne konnte in der Zeit des Kalten Krieges auch in Teilen der DDR Westfernsehen empfangen werden. Vor der Besteigung des historischen Asenturms wollten wir uns im Selbstbedienungsrestaurant stärken. Lange hielten wir es aber nicht aus, weil es ziemlich windig war und sich zudem freche Wespen auf unseren Kuchen und vor allem das alkohofreie Weißbier stürzten. Das Besteigen des Turms war nur mit Maske möglich, hinter der ich heftig nach Luft schnappen musste. Der fabelhafte Ausblick  entschädigte mich aber reichlich für die Mühe.

On top of the Ochsenkopf we briefly admired the 191-metre high television broadcasting tower built in 1957/1958. With the help of this antenna, West German television could also be received in parts of the GDR during the Cold War. Before we climbed the historic Asenturm, we wanted to eat in the self-service restaurant. But we couldn’t stand it for long, because it was quite windy and cheeky wasps were attacking our cake and especially the non-alcoholic wheat beer. Climbing the tower was only possible with a mask, behind which I had to gasp for air. But the great view compensated me  for the effort.

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Auf den Ochsenkopfgipfel führen zwei Seilbahnen. Daher war es bald ziemlich belebt. Wir wählten den im Wanderführer „als anfangs steil“ beschriebenen Weg. Tatsächlich musste man zu Beginn mit Händen und Füssen zwischen den Felsen hinabklettern. Fand ich aber nicht so schlimm. Sehr viel beschwerlicher war das anschließende lange, zum Teil steile Bergabgehen. Nach einer Weile schmerzte mein Knie und ich zog vorsichtshalber meine orthopädischen Knieschützer an. Ich ärgerte mich, dass wir nicht die Talfahrt mit dem Sessellift genommen hatten. Aber das wäre gegen meinen Wanderstolz gegangen. Beim nächsten Mal würde ich es anders halten und lieber noch ein Stück länger laufen.

Two cable cars lead to the summit of Ochsenkopf. So it was soon quite busy. We chose the path described in the hiking guide „as steep at the beginning“. In fact, at the beginning we had to climb down between the rocks with hands and feet. But I didn’t think it was that bad. Much more arduous was the following, long and partly steep downhill walk. After a while my knee hurt and I put on my orthopaedic knee pads as a precaution. I was annoyed that we had not taken the chairlift downhill. But that would have gone against my walking pride. Next time I am going to do it differently and I would rather walk a bit longer.

2 Fichtelgebirge (123)

Unten in  Bischofsgrün legten wir unsere Mittagspause ein. Auf einer schönen Gasthausterrasse ließen wir es uns gutgehen. Der Wind wehte nun sehr stark, war aber nicht kalt. Wir fragten uns, ob es uns das Essen vom Teller wehen würde, was aber glücklicherweise nicht geschah.

Dann ging es noch einmal bergauf und über Stock und Stein,  was wir aber kaum mitbekamen, weil wir dem idyllischen Mainlehrpfad folgten.

Down in Bischofsgrün we had our lunch break. On a beautiful terrace of an inn we pampered ourselves. The wind blew very strong, but was not cold. We wondered if it would blow the food off our plates, which fortunately did not happen.

Then we went uphill and over hill and dale, which we hardly noticed, because we followed the idyllic Main nature trail.

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Zum Schluss durften wir noch einmal einen Forstweg in der prallen Sonne begehen. Wo war bloss dieser schöne Wind geblieben ? Nun wehte nicht einmal ein kleines Lüftchen. Am Rand des schnurgeraden Wegs wuchsen wenigstens zahlreiche Blumen, u.a. wie überall im Fichtelgebirge, der hochgiftige Fingerhut.

At the end we had to walk on a forest path in the blazing sun once again. Where had the nice wind gone?  Now not even a little breeze blew. At the edge of the dead straight way at least numerous flowers grew, among others like everywhere in the Fichtelgebirge, the highly poisonous foxglove.

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Von den Strapazen erholten wir uns schließlich auf der Terasse des Gasthauses Karches mit leckerem Eis und Blick auf den See.

Finally, we recovered on the terrace of the Karches Inn with having delicious ice cream and a view of the lake.

2 Fichtelgebirge (146)

320 hm, 10 km, Wanderzeit laut Führer 3,15 Stunden (!)

„Schon wieder ein toller und abwechselungsreicher Wandertag,“ dachte ich „und überhaupt nicht öde !“

Wart ihr schon einmal von einem Urlaubsziel positiv überrascht und wo war das ? Auf euer Feedback freue ich mich immer sehr.

320 hm, 10 km, hiking time according to guide 3, 15 hours (!)

„Another great and varied day of hiking,“ I thought, „and not dull at all!“

Have you ever been positively surprised by a holiday destination and where was that ?

Always very much looking forward to your feedback.

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