Sylt im Winter #7

Unsere Erfahrungen und Tipps für den Winterurlaub auf Sylt

Unterwegs am Sylter Ellenbogen am 9.12.2022

Um kurz nach 9 Uhr fuhren wir mit dem Bus nach List, Deutschlands nördlichste Gemeinde. Wir wollten zum Ellenbogen laufen, der das Sylter Nordkap bildet. Benannt wurde der Ellenbogen nach seiner Form, die an einen angewinkelten Arm erinnert.

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Das Gebiet ist im Winter nicht gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, aber die Strecke von List zum Ellenbogen und zurück war uns zu weit. Mit Hilfe der Touristeninformation in Westerland fanden wir eine Lösung. Wir blieben an der Endhaltestelle in List im Bus sitzen und fuhren wieder zurück. Unsere Busverbindung war eine der wenigen, die auf dem Rückweg einen Umweg nach Nordwesten zum Parkplatz „Weststrand“ einlegte.

Nach 10 Minuten Fahrt setzte uns der Busfahrer an der menschenleeren Stelle ab. Das Wetter war sonnig und nicht sehr kalt, eigentlich angenehm, aber als wir den großen verlassenen Parkplatz überquerten, um zum Wanderweg zu gelangen, stellten wir fest, dass es stark vereist war. Vorsichtig gingen wir weiter zur Mautstraße (für Wanderer kostenlos), die bis zur Spitze des Ellenbogens führt. Dort hatten wir gleich einen wunderschönen Ausblick, der noch durch einen Regenbogen abgerundet wurde.

Allerdings war auch diese Straße spiegelglatt. Wir liefen ganz im Rand im Gras und mussten bei jedem Schritt aufpassen. Auf Schildern wurde auf die Schafzucht hingewiesen. Man sollte Hunde an die Leine nehmen. Leider sahen wir keine Schafe und das sollte den ganzen Tag so bleiben. Wahrscheinlich waren die Tiere längst im warmen Stall untergebracht.

Panoramabild zum Anklicken.

Bald bogen wir ab und spazierten wir durch die Dünen zum Weststrand. Dort war es wunderschön. Wieder ein breiter Strand mit weißem Sand, kleine Schneereste, nur wenige Leute, rollende Wellen und dramatische sich auftürmende Wolken, die sich glücklicherweise nicht abregneten und sehr fotogen aussahen.

Unser nächstes Ziel war der Leuchturm West. Diesen konnten wir vom Strand nicht sehen, so dass wir nach einem Blick auf Google Maps auf den Dünenkamm abbogen. Bald kamen wir bei dem rot weiß gestreiften Turm an, der trotz seiner geringen Höhe von 12,5 Metern ein schönes Fotomotiv ist.

Danach folgten wir einem Pfad durch die Dünen, um zum nördlichsten Punkt Deutschlands (55° 3′ 31,1″ N , 8° 25′ 3,1″ O), unserem Tagesziel, zu gelangen. Ein Pfad durch die Dünen führte uns allmählich wieder hinunter zum Strand. Nach einer Weile kamen wir an die mit zwei hohen Pfählen und einem Schild gekennzeichneten Stelle (auf dem letzten Foto im Hintergrund zu sehen).

Dort aßen wir unsere mitgebrachte Brotzeit. Als Sitzgelegenheit bot sich nur ein nasser Baumstamm an. Wir schauten uns die gegenüberliegende Küste der dänischen Insel Rømø an, blieben aber nicht lange, weil es kalt und windig war.

Wären wir im Sommer bei längerem Tageslicht unterwegs gewesen, hätten wir nach einer ausgiebigen Ruhepause den Weg bis zum Leuchturm-Ost und zur Ellenbogenspitze fortgesetzt. Auch dürfte es dann eine Busverbindung für eine Rückfahrt geben oder man mietet sich ein Fahrrad in List. Wir wussten, dass uns noch ein längerer Rückweg nach List bevorstand, also kehrten wir um.

Etwas schwierig war es, den Rückweg auf die Mautstraße zu finden, aber nach einigem Suchen fanden wir den Weg durch die Dünen zum Parkplatz.


Die Straße war inzwischen „aufgetaut“, so dass wir flott vorwärtskamen und bald wieder die Mautstelle erreichten. Dann liefen wir ein Stück auf einem Radweg neben der kaum befahrenen Straße. An der Jugendherberge bogen wir rechts ab und erreichten einen schönen Weg, der durch die Wanderdünen bei List führte.

Wanderdünen bestehen aus Sand, der von Wind und Wasser erodiert und transportiert wird, und bilden sich an Küstenabschnitten, die von starkem Wind und Wellen ausgesetzt sind. Die Dünen bei List sind besonders eindrucksvoll, weil sie bis zu 25 Meter hoch werden und sich im Laufe der Jahre verändern und verschieben.

Den Weg durch die Dünenlandschaft fanden wir sehr schön, aber ich war inzwischen ein bisschen fertig und dazu kam, dass der Pfad, der zum Teil als Bohlenweg verlief, erneut vereist war. Es ging dann noch etwas bergauf und bald kam eine Abzweigung zum Aussichtspunkt „Jensmettenberg“. Das wollte ich mir nun doch nicht entgehen lassen und so stiegen wir auf der Treppe hinauf. Die Aussicht war phänomenal. Die zusätzliche kleine Anstrengung hatte sich gelohnt.

Panoramafoto zum Anklicken!

Bald darauf endete der Wanderweg und wir erreichten die ersten Häuser von List. Dann ging es noch eine Weile kreuz und quer durch den Ort mit Google Maps, bis wir schließlich den Hafen und das Gosch Restaurant, die „Nördlichste Fischbude Deutschlands“, erreichten (zu Gosch: Sylt im Winter #2). Dort ließen wir es uns schmecken und fuhren danach mit dem Bus zurück nach Westerland.

Fazit:
12 km, Höhenunterschiede gering, 3,5 Stunden
Wunderschöne mittellange Wanderung, an Traumstränden und durch eine einzigartige Dünenlandschaft, mein persönliches Wanderhighlight auf Sylt. Die Wanderung kann auf ca. 20 km bis zur Spitze des Ellenbogens verlängert wenden. Auch als Fahrradtour auf der Mautstraße geeignet.

Nachdem ich den nördlichsten Punkt Deutschlands erreicht hatte, recherchierte ich das südlichste Pendant. Ich dachte mir, dass dieser von unserem Wohnort in München gut zu erreichen sein würde. Es handelt sich um das Haldenwanger Eck auf 1931 Meter Höhe in den Allgäuer Alpen, das auf der deutsch-österreichischen Grenze zwischen Bayern und Voralberg liegt. Um dort hinzukommen, muss man sich auf eine lange Bergtour begeben …

Etwas erschöpft, aber sehr zufrieden, verbrachten wir den Rest des Tages in unserer gemütlichen Ferienwohnung.

Wie wir den nächsten und unseren letzten Tag auf der Trauminsel Sylt verbrachten, verrate ich im nächsten Beitrag (folgt).

Sylt im Winter #7 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Sylt im Winter # 5

Unsere Erfahrungen und Tipps für den Winterurlaub auf Sylt

Von Keitum nach Kampen am 7.12.2022

Nach unserem eher faulen Tag auf Sylt mit Strandspaziergängen am Westerländer Strand, waren wir reif für eine neue Wanderung. Wir wollten auf der Wattseite von Keitum nach Kampen gehen. Bisher waren wir nur am Weststrand gelaufen, bis auf ein kurzes Stück in der Hörnumer Odde vor dem Sylter Südkap. Nun waren wir sehr gespannt, wie uns die Ostküste der Insel gefallen würde.

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Mit dem Bus fuhren wir in etwa zwanzig Minuten nach Keitum.

Keitum wird als das schönste Dorf der Insel bezeichnet und ist bekannt für seine vielen, teils sehr alten Friesenhäuser, die oft von Steinmauern (Friesenwällen) umgeben sind und für seine 200 oder sogar 300 Jahre alten, reetgedeckten Kapitänshäuser.Im 17. und 18. Jahrhundert siedelten sich wohlhabende Kapitäne hier an, im damaligen Hauptort der Insel.
Quelle: Wikipedia und Handbuch Reise Know How Sylt

Als wir bei windigem und stark bewölktem Wetter durch Keitum liefen, präsentierte sich der Ort als gänzlich menschenleer. Die Restaurants und Geschäfte (teilweise handelte es sich um Luxusmarken) schienen geschlossen zu sein. Wir liefen einmal quer durch das Dorf, bewunderten wunderschöne und imposante Kapitänshäuser und fotografierten. Zusammen mit den nun kahlen Alleebäumen wirkte das intakte Ortsbild wesentlich idyllischer als unser Standort Westerland, aber weniger für einen Urlaub im Winter ohne eigenes Fahrzeug geeignet.

Den Wanderweg am Watt hatten wir schnell gefunden. Ich hatte erwartet, dass es an dieser Inselseite wärmer sei, das war aber nicht der Fall, weil der eisige Wind gerade genau von Norden kam.

Nach einem guten Kilometer erreichten wir die evangelisch-lutherische Kirche St. Severin, die älteste Kirche auf Sylt. Das Gotteshaus wurde im 13. Jahrhundert erbaut, der Glockenturm erst 200 Jahre später. Prunkstücke der Kirche sind der spätgotische Flügelalter, die Orgel und der Taufstein aus Sandstein. Eine besonders friedliche Atmosphäre zeichnet den Friedhof mit Blick über das Wattenmeer aus. Die ältesten Grabsteine stammen aus dem 17. Jahrhundert.
Quelle: Handbuch Reise Know How Sylt

In der Kirche St. Severin heiratete im Juli 2022 Bundesminister Christian Lindner. Die prunkvolle Hochzeit wurde in den Zeiten von Krieg und Inflation als unpassend empfunden.

Die Kirche fand ich gleichzeitig schlicht und prächtig. Sie ist ausgesprochen schön. Am Taufstein aus dem 13. Jahrhundert spielte ein Musiker auf einer Art Hammondorgel. Vielleicht übte er für das Konzert, das an jedem Mittwochabend in der Kirche stattfindet. Am Ausgang wollte ich eine Kerze anzünden, aber das dauerte etwas. Ein Ehepaar bat mich, sie beim Ringtausch abzulichten. Sie hatten sich auf Sylt neue Eheringe anfertigen lassen, die alten waren bei einem Einbruch gestohlen worden. Nachdem wir zahlreiche Posen „durch“ hatten, kam ich zu meiner Kerze, die ich in der Hoffnung anzündete, wieder einmal auf das wunderbare Sylt zurückkehren zu können.

Es ging weiter Richtung Munkmarsch. Dort wollten wir eine Mittagspause einlegen. Als wir um 12 Uhr vor dem Restaurant am Hafen standen, sahen wir, dass erst um 13 Uhr geöffnet wurde. Wir gingen dann noch ein Stück zurück zum Restaurant „Zur Mühle“, das aber wegen Betriebsurlaub geschlossen war.

Der weitere Weg verlief dann am Rand eines geschützten Dünengürtels direkt am Strand entlang. Beim Laufen durch den nassen Sand sank man bei jedem Schritt ein, was ich ziemlich anstrengend fand. Froh war ich daher, als wir im Naturschutzgebiet „Braderuper Heide“ ankamen und über Bohlenwege laufen konnten.

Das aus Kaolinsand gebildete „Weisse Kliff“ sahen wir zwar nicht richtig, da wir oberhalb entlang liefen, aber die Heidelandschaft am Strand fand ich selbst im Winter wunderschön. Im Herbst, wenn die Heide blüht, muss es dort traumhaft sein.

Panoramabild zum Anklicken

Langsam verzogen sich die Wolken und die Sonne kam heraus. Hinter der Braderuper Heide bogen wir nach Kampen ab, und legten noch etwas mehr als einen Kilometer bis in den Ort zurück. Vorbei kamen wir an bombastisch großen, abgeschotteten Reetdachvillen auf ebensolchen Grundstücken. Was diese gekostet haben, kann man sich kaum vorstellen, da sich in Kampen die teuersten Sylter Immobilien befinden sollen.

Die Bauweise ist in Kampen übrigens verbindlich vorgeschrieben, seit 1913 dürfen nur reetgedeckte Häuser gebaut werden. Kampen verfügt daher über ein schönes Ortsbild, es geht bis zur Wattseite, liegt aber etwas vom Meer entfernt. Der Ort gilt als der Treffpunkt der Reichen und Schönen, die heutzutage nicht mehr mit dem Porsche „cruisen“ sondern sich angeblich in ihrem Villen verschanzen sollen.
Quelle: Handbuch Reise Know How Sylt

Fazit:
ca. 9,5 Km, 3 Stunden (ohne Pausen/Besichtigungen), geringe Höhenunterschiede im Bereich der Braderuper Heide

Sehr schöner, mittellanger und abwechselungsreicher Weg am Strand der Wattseite, Highlights sind die Kirche St. Severin und die Braderuper Heide, sehenswert soll auch das Sylt Museum in Keitum sein (wegen Restaurierung bis Februar 2023 geschlossen).

Als wir in der Dorfmitte ankamen, war es schon 13:30 Uhr und wir hatten seit dem Frühstück nichts gegessen. Hungrig stürmten wir an mehreren geschlossenen Restaurants vorbei und danach in das erstbeste, völlig überteuerte Bistro. Kampen wurde seinem Ruf gerecht!

Danach spazierten wir zu einer Aussichtsplattform am Nordseestrand. Diese war mehr als einen Kilometer entfernt, aber den Weg durch den breiten Dünengürtel, der vom warmen Nachmittagslicht vergoldet wurde, genossen wir sehr. Unterwegs sahen wir sogar noch ein neolithisches Hünengrab („Das ist aber klein !“ meinte H.). Es hatte sich ursprünglich auf dem Roten Kliff befunden und wurde verlegt, als es nach Stürmen freigelegt worden war und abzustürzen drohte.

Auf der Aussichtsplattform über dem Strand eröffnete sich ein Traumblick. Im Süden sahen wir sogar das Rote Kliff, das wir bei unserer ersten Wanderung nach Kampen verpasst hatten. Die Klippe glühte rotgolden, lag aber leider im gleißenden Gegenlicht. Als Erinnerung an den wunderbaren Ausblick fotografierte ich sie dennoch und zeige das Foto auch. Natürlich hätte ich hinunter zum Strand gehen können, um einen besseren Standpunkt für die Aufnahme zu finden, aber dazu fehlte mir doch die Lust. Außerdem habe ich fest vor, nach Sylt zurück zu kehren. Dann möchte ich einen Sonnenuntergang am Roten Kliff genießen und gebührend ablichten.

Mit dem Bus fuhren wir zurück nach Westerland und ließen den Nachmittag bei Kaffee und leckerem Kuchen ausklingen, den wir uns im Café Wien mitnahmen („Werbung ohne Auftrag“).

Ein etwas anstrengender aber wunderschöner Tag!

Sylt im Winter # 5 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Sylt im Winter # 3

Unsere Erfahrungen und Tipps für den Winterurlaub auf Sylt

Wandern durch die Hörnumer Odde am 5.12.2022

Nach der recht langen Tour von Westerland nach Kampen (Sylt im Winter : Erfahrungsbericht – #2) nahmen wir uns am nächsten Tag eine kürzere Wanderung vor. Wir wollten die Sylter Südspitze umrunden. Das naturbelassene Dünen- und Strandgebiet wird Hörnumer Odde genannt und liegt südlich des kleinen Ortes Hörnum, der an drei Seiten von Wasser umgeben ist. Die Landspitze wird langsam aber sicher schmaler. Tatsächlich werden jährlich 1,5 Meter Strand vom Meer verschlungen, bei Sturmfluten ungleich mehr.
Quelle: Sylt Handbuch Reise Know How 11. Auflage 2022/2023

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Morgens fuhren wir mit dem Bus zum Hörnumer Hafen, den wir nach einer knappen halben Stunde erreichten. Am Hafen war es schweinekalt. Es regnete nicht, war aber äußerst trüb und ein starker böiger Wind wehte uns entgegen.

Der Hafen liegt an der Ostseite der Insel. Von dort gingen wir nach Süden auf einer kleinen asphaltierten Straße, die bald endete. Dann passierten wir den Leuchtturm und nun verlief die Wanderung über den Strand.

Das Laufen im Sand war recht anstrengend und es wehte ein starker, unangenehm kalter Wind. Sogar H., der kälteunempfindlichste Mensch, den ich kenne, hatte sich eingemummelt, trug Handschuhe und Mütze und darüber noch die Kapuze seines Parkas. Die Wellen brausten heran und an manchen Stellen an der Ostseite war der Strandstreifen schon sehr schmal. Die Nachbarinseln Föhr und Amrum konnte bei diesem Wetter leider nicht sehen.

Wie die anderen Spaziergänger folgten wir der Spur einer Planierraupe im Sand, die nicht ganz bis zur Südspitze führte, sondern kurz vorher nach Westen abbog. Direkt am Südufer kann man nur zu bestimmten Zeiten bei Ebbe laufen. Nachdem wir die Richtung gewechselt hatten, bewegten wir uns endlich im Windschatten der Dünen.

Auf der Westseite entdeckten wir die sog. Tetrapoden, die als Landschutz für die Hörnumer Odde dienen aber teilweise unterspült wurden und den Landverlust sogar beschleunigt haben sollen. Schön sahen sie zwar nicht aus, bildeten aber ein interessantes Fotomotiv. Fotografiert hätte ich gerne noch häufiger, aber das trübe Wetter animierte dazu nicht wirklich. Die eiskalten Finger und dass ich bei dieser Witterung besonders auf die Kamera achtgeben musste, taten ein Übriges.

Am Weststrand hätten wir 18 Km bis nach Westerland zurücklaufen können, wir bogen aber doch lieber nach Hörnum ins Landesinnere ab . Ohne meinen GPS-Track hätte ich diese Abzweigung wohl kaum gefunden. Es folgte ein mit großen Reetdachhäusern bebautes Dünenareal. Unterwegs fragte ich mich, wie dort Baugenehmigungen erteilt werden konnten, während Dünengebiete auf Sylt üblicherweise streng geschützt sind und man dort nicht vom Weg abweichen darf. Es soll sich um eine in den 1960er Jahren errichtete Siedlung handeln und nach Sturmfluten sollen die exponierteren Häuser direkt an der Abbruchkante gestanden haben (Sylt Handbuch a.a.O.).

Im Kiosk „Zwischenstation“ in den Dünen am Weststrand wollten unsere Mittagspause verbringen, fanden es aber nicht. Ich sprach mehrere Passanten an, aber niemand kannte das Lokal, allerdings sagte man uns, dass das bekannte Café Lund in der Dorfmitte geöffnet hatte. Laut Google sollte das Café am Montag Ruhetag haben, aber diese Information stimmte glücklicherweise nicht.

Das Café Lund (Werbung ohne Auftrag) hatten wir in dem kleinen Ort schnell gefunden. Allerdings informierte uns ein Aufsteller im Garten, dass man sich wegen „coronabedingter Ausfälle“ in einer Kurzpause bis 12:30 Uhr befand.

Wir guckten uns ein bisschen in der Umgebung um, aber es gab dort keine Möglichkeiten, um sich aufzuwärmen, also warteten wir vor dem Lokal. Die 20 Minuten Wartezeit kamen mir unendlich lang vor. Mir war kalt bis auf die Knochen und ein Toilettenbesuch war dringend fällig. Überpünktlich wurde das Lokal geöffnet.Im gediegen eingerichteten Gastraum war es warm und sehr gemütlich. Wir bestellten einen leckeren Imbiss und ich gönnte mir noch ein Stück hausgemachte Beerentorte, die sehr lecker schmeckte aber auch ziemlich mächtig war.

Mit dem Bus, der direkt um die Ecke hielt, fuhren wir zurück nach Westerland. Am Bahnhof bewunderten wir die giftgrüne Skulpturengruppe „Reisende Riesen im Wind“ von Martin Wolken. Dargestellt wird eine eine Familie mit wehenden Haaren und überproportional großen Füßen.

Auf dem Weg zu unserer Ferienwohnung lag eine weitere Westerländer Sehenswürdigkeit. Auf dem „Friedhof der Heimatlosen“ wurden von 1854 an 50 Jahre lang unbekannte Seeleute begraben, deren Leichen am Strand angeschwemmt wurden. Auf den Holzkreuzen wurde nur das Auffindungsdatum und der Fundort vermerkt.

Fazit:
6 km, Höhendifferenz unter 10 Meter (!), 2 Stunden (mit Fotopausen und Weg zum Café Lund)
Sehr schöne, kurze Strecke durch die unberührte Natur, aber dem Wind ausgesetzt, Wanderung am besten bei gutem Wetter unternehmen, dann kann man auch die Inseln Föhr und Amrum sehen. Vom Hafen Hörnum sind Schiffsausflüge möglich, u.a. zu Seehundbänken und nach Amrun, allerdings nicht im Winter. Auch der Leuchturm kann in dieser Zeit nicht besichtigt werden.

Nach der Wanderung bei Wind und Wetter hatten wir uns eine Wetterbesserung verdient und dies sollte tatsächlich am nächsten Tag eintreten (Sylt im Winter #4).

Sylt im Winter : Erfahrungsbericht – # 3 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Sylt im Winter # 2

Unsere Erfahrungen und Tipps für den Winterurlaub auf Sylt

Wandern von Westerland nach Kampen am 4.12.2022

Morgens herrschte trübes und kaltes Wetter bei mäßigem Wind. Immerhin regnete es nicht mehr. Wir wollten am Strand entlang nach Norden wandern und schauen, wie weit wir kommen würden, von Westerland bis in den nächsten Ort Wenningstedt oder sogar bis Kampen.

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Von unserer Ferienwohnung legten wir zunächst einen kleinen Umweg nach Süden ein, um über eine längere Treppe auf den höchsten Strandübergang von Westerland, die sog. Himmelsleiter, zu steigen. Unterwegs auf der Landseite entdeckten wir witzige Street Art zum Thema „Sylt“.

Der Zugang zum Strand erfolgt auf Sylt über Treppen oder schmale Pfade und ist auf Inhaber einer Kurkarte beschränkt (1,75 € bzw. 3,50 € pro Person/Tag in der Haupt- bzw. Nebensaison, oder 2 bzw. 4 € für Tagesgäste). Diese Karte wird normalerweise an einem Häuschen oben auf dem Übergang kontrolliert, während unserer Reisezeit gab es aber keine Kontrollen. Den Obulus mag man kritisieren, für uns war er in Ordnung, weil dadurch die touristische Infrastruktur auf der Insel in Stand gehalten wird. Zum Beispiel war an jedem Übergang eine warme und saubere Toilette geöffnet und im Sommer gehört wohl das Baden an von Rettungsschwimmern gesicherten Stränden dazu. Auch gibt es vielfach Holzbohlenwege am Dünenrand der Strände, die das Gehen im Sand erleichtern.

Von der Aussichtsplattform genossen wir den Blick in den Süden sowie in den Norden der Insel und weithin erstreckte sich der durchgehende Weststrand mit feinem weißem Sand. Die Aussicht über Westerland war auch gegeben, aber bezeichnenderweise fotografierte ich sie nicht ein einziges Mal, obwohl ich mehrmals das Panorama von der Himmelsleiter bewundern sollte. Zunächst einmal versperrte ein riesiger Baukran den Blick, auch muss man zugegen, dass Westerland, auch wenn dort noch ein paar wunderschöne Friesenhäuser stehen (s. später in diesem Blog) baulich keine Schönheit ist. Am Hauptstrand fallen sogar große Appartmentblöcke unangenehm auf, Bausünden aus den 1960er Jahren, der Frühzeit des Tourismusbooms. Inzwischen werden moderne Ferienwohnungen und Hotels im Reethausstil oder als Backsteinhäuser errichtet. Westerland gehört demnach nicht zu den schönsten Orten auf Sylt, bietet aber einige Attraktionen (dazu später) und das breiteste Angebot an Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und Unterkünften. Der Ort eignet sich aufgrund seiner zentralen Lage auch sehr gut zum Erkunden der Insel mit dem Bus. Und der sehr breite Hauptstrand, der zu Füßen der Fußgängerzone in der Friedrichstraße liegt, ist barrierefrei zugänglich und lässt nichts zu wünschen übrig.

Vom Aussichtspunkt stiegen wir die Treppe hinunter, liefen zunächst auf der Strandpromenade (einem Holzbohlenweg) entlang nach Norden und gingen bald an den Strand. Außer uns waren zahlreiche Spaziergänger unterwegs. An dem breiten Strand, der im Winter nicht mit Strandkörben zugestellt war, verteilten sich die Menschen gut, aber ich war doch überrascht, wie viel auf Sylt in der absoluten Nebensaison los war. Angenehmerweise bedeutete das auch, das fast alle Restaurants geöffnet waren, wobei einige zwei anstatt einen Ruhetag einlegten.

Am Strand entlang zu schlendern und nach den herbei brausenden Wellen zu schauen, war ungeheuer entspannend. Zuerst lief es sich sehr angenehm auf dem Sand, aber dann wurde es anstrengender, weil die Flut auflief und wir auf den weicheren Untergrund ausweichen mussten. Für kurze Zeit ließ sich sogar die Sonne blicken, was aber leider nicht von Dauer war.

Vor dem Ort Wenningstedt wichen wir ins Landesinnere aus und folgten Pfaden und einer kleinen Straße bis zum „Gosch am Kliff“, wo wir eine Kleinigkeit essen wollten.

Im Jahr 1972 eröffnete Jürgen Gosch in einem Verkaufswagen einen Imbiss am Hafen in List/Sylt, der für sich reklamierte, die „Nördlichste Fischbude Deutschlands“ zu sein, was wohl stimmt, weil List die nördlichste Ortschaft in Deutschland ist (Bericht zu unserer Wanderung im Norden der Insel folgt).

Ab den 1980er Jahren expandierte Gosch zunächst auf der Insel und dann auf dem Festland. Selbst Kreuzfahrtschiffe bieten Gosch Sylt Restaurants.
Quelle Wikipedia

Im Gosch Restaurant in Wenningstedt ließen wir es uns gut gehen, saßen im überdachten Außenbereich und verspeisten leckere Fischgerichte. Gosch ist ein Selbstbedienungsrestaurant mit einer sehr großen Auswahl an äußersten frischem köstlichen Fisch und Getränken (Werbung ohne Auftrag). Die Aussicht des in den Dünen gelegenen Restaurants in Wenningstedt kann man am besten im Sommer von den Außenplätzen genießen, aber immerhin gab es von unserem Sitzplatz einige „Alltagsmenschen“, Statuen von Christel und Laura Lechner, zu bewundern. Es handelte sich um die drei Surferinnen. Als wir dann wieder zum Strand hinunterstiegen, entdeckten wir den Mann mit dem Fernglas. Weitere Statuen sind im Ort verteilt.

Nach dem Mittagessen wehte ein stärkerer eisiger Nordwind. Ich merkte zu diesem Zeitpunkt, dass mein Plan, mich auf den Wanderungen mit mehreren Lagen Sportkleidung nach dem Zwiebelprinzip anzuziehen, im Sylter Winter nicht funktionierte. Zwar trug ich zusätzlich noch eine winddichte Regenhose, aber das reichte gerade so aus, wenn ich mich bewegte, war aber alles andere als wohlig warm. Künftig musste ich auf meinen dicken Daunenmantel zurückgreifen, den ich gerade erst gekauft hatte, und der mir für Strandspaziergänge eigentlich zu schade gewesen war.

Nach einer Weile stiegen wir wieder nach oben, wo ein windgeschützter wunderschön gelegener Naturpfad und Holzbohlenweg mitten durch die Dünen mit Traumausblicken zum Strand verlief. Der einzige Nachteil war, dass wir nun oberhalb des bekannten Roten Kliffs unterwegs war. Um dieses zu sehen, hätten wir vom höchsten Punkt des Pfads noch einmal nach unten steigen müssen, wozu uns die Energie fehlte. Außerdem soll das Rote Kliff am schönsten bei Sonnenuntergang leuchten und bei dem stark bewölkten Wetter hätte sich der Abstieg wohl nicht gelohnt.

Der Dünenweg zweigte schließlich nach rechts ab und führte zur Uwe Düne, die mit immerhin 52 Hm die höchste Erhebung auf Sylt bildet. Den Weg auf die Aussichtsplattform über die Treppe mit den 110 Stufen ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Den laut Reiseführer „gigantischen Fernblick“ über die gesamte Insel konnten wir zwar wegen des trüben Wetters nicht genießen und fotografieren, aber doch einen guten Eindruck von der Ausdehnung und Landschaft der Insel gewinnen.

Von der Uwe Düne war es nicht mehr weit nach Kampen. Auf dem Weg zur Bushaltestelle sahen wir die ersten Reetdachvillen mit wunderschönen weißen Gittern vor den Backsteinfassaden.

Der Bus zurück nach Westerland kam nach kurzer Wartezeit. Die Insel ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen. Die Hauptbuslinien verkehren in der Hauptsaison tagsüber alle 15 bis 20 Minuten und in der Nebensaison alle 20 bis 30 Minuten. Ein eigenes Fahrzeug haben wir selbst im Winter nicht vermisst. Der Bus wurde dann richtig voll, am Anfang hatten wir nicht einmal einen Sitzplatz. Von wegen „hochklappte Bürgersteige“ auf Sylt im Winter!

Fazit:
10 km, ca. 3 Stunden, ungefähr 100 m Höhenunterschied.

Eine sehr schöne mittellange Strandwanderung, gerade im Winter gut begehbar, wenn man wegen fehlenden Badebetriebs und ohne Strandkörbe viel Platz zum Laufen hat, unbedingt den Dünenweg zwischen Wenningstedt und Kampen nehmen, Einkehrmöglichkeiten in Wenningstedt. Warm anziehen ist sehr wichtig, Mütze, Schal und Handschuhe nicht vergessen!

Nach 20 Minuten Fahrt kamen wir wieder in Westerland an und kehrten in unsere Ferienwohnung zurück. Bald brachen wir wieder auf und regenerierten im Café Mateika (Werbung ohne Auftrag), einem traditionellen Kaffeehaus mit einer köstlichem hauseigenen Kuchenauswahl, das keine 200 Meter von unserer Bleibe entfernt lag.

Was für ein toller erster Tag auf der Insel!

Sylt im Winter : Erfahrungsbericht – # 2 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Rund um den Riegsee

Nachdem ich endlich nicht mehr ausgebremst war, begann ich Wanderungen in den Bayerischen Alpen zu planen. Übertreiben wollte ich es aber auch nicht gleich, daher schaute ich nach Touren in der Ebene mit schönen Aussichten in die Berge. Gereizt hätte mich der Moos- (hochdeutsch: Moor) Rundweg bei Murnau, aber mehr als 12 km bzw. 4 Stunden Laufen wollte ich meinem Rücken nicht zumuten. Ich entschied mich für eine beschauliche Runde von 9 km um den Riegsee, einem kleinen See in der Nähe von Murnau.

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Als die Sonne wieder einmal lachte und Temperaturen im höheren einstelligen Bereich angekündigt waren, fuhr ich los. Im Örtchen Riegsee fand ich den Wanderparkplatz an der Dorfstraße sofort. Wanderschuhe und -stöcke brauchte ich für diesen Weg nicht und war daher schnell startbereit. Ich lief den Riegseerundweg gegen den Uhrzeigersinn. Es ging über ein Sträßchen, das nur für den landwirtschaftlichen Verkehr zu gelassen war und das asphaltiert bzw. geschottert verlief. Die Strecke führte oberhalb des Sees entlang. Einen direkten Seezugang gab es vorerst nicht. Die Blicke über den See und in das „Blaue Land“, das schon Gabriele Münter und Wassily Kandinsky und ihre Malerkollegen begeistert hatte, mit den Bergen als Hintergrund waren aber wunderschön.

Am Nordzipfel kam ich dem See näher und durchquerte ein kleines Naturschutzgebiet. Der Weg führte kurz bergauf und bald wieder hinunter zum Campingplatz Brugger. Ich war eine gute Stunde gelaufen und spürte, dass mein Rücken etwas müde geworden war. Freudig überrascht war ich, als ich sah, dass das Restaurant geöffnet war. Es war der letzte Tag vor den Betriebsferien. So ein Glück!

Auf der Sonnenterrasse vor dem Lokal war es mir anfangs sogar zu heiß. Die Novembersonne brannte! Recht bald kam der im Wetterbericht angekündigte böige Wind auf, so dass ich mir sämtliche Klamotten wieder anzog und mich in die auf dem Sitz liegende Decke wickelte. Ich genoss die Aussicht und ließ mir das alkoholfreie Weißbier („Weizen“) mit Reiberdatschi („Kartoffelpuffer“) schmecken.

Mit dem Renterehepaar am Nebentisch unterhielt ich mich ein bisschen. So erfuhr ich, dass viele Campingplätze für Dauercamper in Wohnmobilen auch im Winter geöffnet sind. Wäre nicht mein Fall! Recht schnell waren wir beim Thema „Sportverletzungen“. Die Dame erzählte von Unfällen beim alpinen Skifahren, wo sie zweimal von Rasern zusammengefahren und schwer verletzt wurde, einmal an der Schulter durch einen Skilehrer, der mit einem Schüler unterwegs war. Alpinskifahren war früher meine Leidenschaft, die ich vor mehr als 10 Jahren nach einer Verletzung (beim Langlaufen!) aufgeben musste. Aber wenn ich höre, wie es heutzutage auf den Pisten zugeht, tut es mir nicht mehr so leid. Wie ihr vielleicht wisst, kann ich auch einiges zu „Sport ist Mord“ beitragen, erzählte es aber nur kurz, weil der Tag so schön zum Laufen war und ich das typische Rentnerkrankheitsgespräch sobald wie möglich beenden wollte. Wir verabschiedeten uns mit „Alles Gute!“ und „Passen Sie auf sich auf!“

Weiter ging es nach Süden. Am gegenüberliegenden Seeufer konnte ich nun mein Ziel, den Ort Riegsee erkennen.Der Weg verlief weiter über ein Sträßchen nach Egling. Das Schloss Neuegling, ein Villenanwesen vom Beginn des 20. Jahrhunderts, war verrammelt, aber einen Blick auf das Gebäude im weitläufigen Park konnte ich doch erhaschen.

Im kleinen Ort Froschhausen schaute ich mir kurz die St. Leonhard Kirche aus dem 17. Jh. an und kam dann bald zum Froschsee, der südlich des Riegsees liegt und noch einmal kleiner ist.

Hinter dem Froschsee konnte ich bald von der Straße abzweigen und dann begann ein sehr schönes naturnahes Wegstück, das 2 km lang direkt am Seeufer bis zum Ortseingang von Riegsee führt. Inzwischen hatte der kalte Wind noch zugenommen, aber ich lief wunderbar geschützt in der Sonne.

Bald war ich wieder in Riegsee angekommen. Die Kirche war leider geschlossen und auf der Wiese der Alpakafarm standen nur wenige Tiere, die sofort flüchteten, als ich die Kamera auspackte.

Nun benötigte ich dringend einen Koffeinschub, daher beschloss ich, zum Kaffeetrinken ins nahe Murnau zu fahren. Außerdem wollte ich noch näher an die Berge. In Murnau bummelte ich über die zentrale Altstadtmeile, den Obermarkt, und ließ mich bald in einem gemütliches Café nieder, wo ich es mir bei Schokoladennusskuchen und Cappuccino gut gehen ließ. Zum Abschluss spazierte ich zum Kulturzentrum, um mir das Gebirgspanorama anzusehen. Leider hatte es sich inzwischen ziemlich bewölkt, aber ein stimmungsvolles Abendlicht war doch zu sehen.

Glücklich und angenehm überrascht, dass mein Rücken die Wanderung gut „weggesteckt“ hatte, fuhr ich zurück nach Hause.

Fazit:
9km, praktisch keine Steigungen, ca. drei Stunden (ohne Fotostopps!), Bademöglichkeit am Froschsee.

Obwohl der Riegsee 40mal in den Chiemsee hineinpasst, ist er ein sehr schönes Wanderziel. Der Rundweg verläuft nicht immer am See entlang, wartet aber mit bezaubernden Landschaftspanoramen auf. Kurze bis mittellange Strecke und sehr abwechslungsreich. Im Hochsommer nicht zu empfehlen, da die Strecke weitgehend schattenlos ist.

Ein Besuch in Murnau empfiehlt sich wegen der prachtvollen Lage in den Bergen und der schönen historischen Altstadt. Kulturell Interessierte sollten sich die Werke des Blauen Reiter im Schlossmuseum Murnau und das Gabriele-Münter-Haus anschauen.

Rund um den Riegsee erschien zuerst auf Wanderlustig.