Perfect Ponds in Japan

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Today, I am showing memories of my trip to Japan in 2019 again.

Japanese Gardens are very carefully and beautifully laid out and they always feature a pond with marvelous reflections. I would love to see these gardens in autumn with the colored foliage. Perhaps next year … ?

Kinkaku-ji „Golden Pavilion“, Kyoto
Koi pond at a Teahouse Garden, Kyoto
Shinjuku Gyoen Park, Tokyo

This is for Debbie’s One Word Sunday Challenge „Pond/Ponder“.

Always looking forward to your feedback.

Honen-in Temple Kyoto

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This is my first contribution to the Thursday Doors Challenge. Thank you Dan, for hosting this wonderful challenge. In my archives I hardly found any door pictures. But I am going to look out for doors, from now on !

While I was traveling through Japan I visited many temples, in Kyoto perhaps too many …
Close to the Philosopher’s Path in Kyoto I looked at Eikando Temple, beautiful and but also very crowded. On a short detour I then discovered nearby Honen-in Temple that was visited by only few people. The temple area was much smaller and the buildings could not be entered but I really liked the peaceful and relaxing atmosphere and aesthetic design of the temple park .

Always looking forward to your feedback

„Wöchentliche Fotochallenge“ #10 „Weekly Photo Challenge #10

Roland von Royusch-Unterwegs ruft uns in dieser Woche auf, ein Foto zum Thema Vergänglichkeit zu posten. Spontan fielen mir eher düstere Themen ein, z.B. der menschliche Aspekt. Mit Fotos von Friedhöfen und alten Menschen (Es wird immer solche geben, die noch älter sind als man selbst, oder wenigstens so aussehen 😉) wollte ich mir aber nicht die Aufbruchstimmung des beginnenden Frühlings verderben.

Mein Foto habe ich auf einer Wanderung auf der Insel Miyajima in Japan aufgenommen. Hinter einem blühenden Kirschbaum zog an diesem schönen, aber windigen Tag eine vereinzelte Wolke vorbei. Kurz danach verschwand sie aus meinem Blickfeld.

Die Kirschblüte dauert ca. zehn Tage.

In Japan steht die Kirschblüte (Sakura) für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit Die Zeit der Kirschblüte markiert einen Höhepunkt im japanischen Kalender und den Anfang des Frühlings.
Quelle Wikipedia

Das kurze Aufblühen der Kirschbäume wird in Japan mit Hanami Picknicks unter den Bäumen gefeiert. Während man die Schönheit der Blüten betrachtet , fotografiert und oft reichlich Sake konsumiert, erscheint das Leben der Menschen so vergänglich wie die herabschwebenden Blüten.

Danke, Roland !

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Erster Tag/First Day in Japan

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Heute vor zwei Jahren, am 20.3. 2019, verbrachte ich den ersten Tag meiner Reise durch Japan, Korea und Taiwan in Kyoto.

Am ersten Reisetag ließ ich es eher langsam angehen.

Als Erstes besorgte ich mir eine lokale SIM Card für das Smartphone und ließ mir bei der Installation helfen, was aufgrund von Sprachproblemen über eine Stunde dauerte. Zunächst hatte ich deutsche Anweisungen auf Englisch übersetzt aber dann kam ich auf die Idee, die japanische Fassung einzustellen.

Als ich kurz ins Hotel zurückkehrte, erschreckte ich die Putzfrau in meinem Badezimmer fast zu Tode. Der Frau hatte ich mich von hinten genähert. Sie konnte aber meinen Gruß nicht hören, weil sie taubstumm war.

Dann schlenderte ich durch die Stadt und ging eine Kleinigkeit essen, Thunfischomelett mit weiteren eher undefinierbaren Zutaten (Shrimps, Gemüse, Algen ?) und Oolong Tee.

Am Nachmittag nahm ich an einer Free Guided Tour durch das Geishaviertel Gion und den Tempel- und Altstadtbezirk Higashiyama teil. Wir wurden sehr gut über das Geishawesen, japanische Tempelbesuche und weitere Aspekte des japanischen Alltagslebens informiert. Ein prima Einstieg in das Reiseland! Erstaunlich war, dass niemand drängelte, obwohl es in Higashiyama ziemlich voll war. Alle Passanten nahmen aufeinander Rücksicht.

Nach der Tour ging ich zu einem von Guide D. empfohlenen Stand einen sehr guten Drip Coffee trinken und setzte mich in den kleinen Garten nebenan, wo man sehr gut Leute beobachten konnte, vor allem im geliehenen Kimono gekleidete Touristinnen.

Nach einer ersten Tempelbesichtigung (Noch viele weitere sollten folgen!) genehmigte ich mir ein Matchaeis und stellte ernüchtert fest, dass ich dem Matcha Hype nicht folgen konnte. Schön sah es aber schon aus !

Aber vor allem genoss ich unzählige fantastische, neue Eindrücke und stellte bereits fest, dass Japan ein zutiefst faszinierendes Reiseland ist.

Nachfolgend einige, recht willkürlich ausgewählte, Impressionen meines ersten Tages in Kyoto/Japan.

Drei Wochen reiste ich durch Japan. Als ich von Tokyo nach Seoul flog, stellte ich fest, dass die Zeit nicht ausgereicht hatte. Es gab in diesem Land unendlich viel zu bestaunen und zu erleben. Ich träume davon, zur Zeit der Laubfärbung im November nach Japan zurückzukehren, um mir die restlichen Sehenswürdigkeiten anzuschauen aber vor allem um die Schönheit des Landes, den ausgereiften Sinn der Japaner für Ästhektik und die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen zu genießen.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Reiseexperimente/Experimental Travel

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Definition „Experimental Travel“

Vor einigen Jahren wurde ich auf den „Lonely Planet Guide to Experimental Travel“ von Joël Henry und Rachael Antony aufmerksam. Die Idee ist grob gesagt, dass man anstatt eine Reise akribisch zu planen und dann mit Hilfe von Reiseführern und Smartphone touristische Sehenswürdigkeiten hinteinander abzuhaken, das Reiseziel auf spielerische Weise entdeckt und dadurch Details wahrnimmt, die individuelles Erleben ermöglichen und näher zur Lebenswirklichkeit in den Orten führen können.

Joël Henry, beschreibt Experimentelles Reisen so:
«Experimental travel evades definition, but it can loosely be described as a playful way of travelling, where the journey’s methodology is clear but the destination may be unknown»

Im Buch werden 40 Möglichkeiten vorgeschlagen, eine Stadt oder eine Gegend zu erkunden, z.B. „Ästhetische Reisen“, „Counter Tourism“ (Das Gegenteil von dem tun, was ein Tourist tun würde“), Reiseziele auswürfeln, Reisen ans Ende einer Bahn-/Bus-Linie oder 24 Stunden auf einem Flughafen verbringen, ohne ein Flugzeug zu nehmen (derzeit keine gute Idee!).

Erster Versuch in Lindau am Bodensee

Im Sommer vor drei Jahren unternahm ich eine experimentelle Reise nach Lindau. Ich benutzte keinen Reiseführer und googelte nicht über das Reiseziel. Für meinen Aufenthalt wählte ich die Methode „Automatic Travel“, die im Buch wie folgt beschrieben wird:
„…escape from the constraints of reason by travelling automatically (i.e. without thinking) and see where your subconscious takes you.“

Morgens reiste ich mit dem (vorgebuchten) Flixbus an. Als erstes erkundete ich das nahe Einkaufszentrum und entdeckte dabei ein schönes Selbstbedienungsrestaurant, in dem ich lange gemütlich sitzen blieb, Leute bebachtete und über ein aktuelles Problem nachdachte.

Dann lief ich spontan los, am Bodenseeufer entlang. Blöderweise gelangt man in Lindau nach kurzer Zeit auf die Insel, auf der die gesamte Altstadt liegt, aber einen Tag lang schlenderte ich ziellos durch die Gassen und entdeckte touristisch Sehenswertes nebenbei, z.B. eine Ausstellung mit Gemälden von Paul Klee, von der ich nichts gewusst hatte. Etwas schwierig war es eine Unterkunft zu bekommen, aber schließlich kam ich relativ günstig in einem sehr schönen Hotel am See unter. Allein das Frühstück mit Blick auf die Seepromenade am nächsten Morgen war jeden Euro wert. Am zweiten Tag zog ich aber doch ein kleines Besichtigungsprogramm nebst Bootsfahrt auf dem See durch. Am Nachmittag entschied ich mich spontan, mit dem Zug nach Hause zu fahren.

Eine Kamera hatte ich nicht mitgenommen. Ganz konnte ich es aber doch nicht lassen und nahm einige wenige Fotos mit dem Smartphone auf. Interessanterweise sind diese Bilder in meinem Fotoarchiv nicht mehr auffindbar, so dass ich alleine auf meine Erinnerungen angewiesen bin. Eine wieder ganz neue Erfahrung!

„Experimental Travel“ auf Fernreisen ?

Auf Fernreisen hatte ich „Experimental Travel “ nicht eingeplant. Schließlich war ich um die halbe Welt geflogen, um herausragende Sehenswürdigkeiten zu sehen und hatte nicht genug Zeit, um auch noch „experimentell“ unterwegs zu sein. Als ich aber auf meiner Reise durch Japan nach vielen Tempelbesuchen schon völlig übersättigt war, fuhr ich mit dem Zug nach Fukuoka, wo ich zwei Tage lang nichts besichtigen wollte. Vielmehr ging ich nach dem Verlassen des Hotels spontan in eine Richtung und folgte mehr oder minder der Methode „Automatic Travel“. Dabei entdeckte ich zufällig mehrere Plätze, an denen die Einheimischen das Wochenende genossen, u.a. das erste japanische Hanami (Picknick unter den blühenden Kirschbäumen), und es wurde mir überhaupt nicht langweilig. Fukuoka gefiel mir ausnehmend gut ( s. hier ).

„Experimental Travel“ in München und die Farbe „Blau“

Im letzten Sommer dachte ich, dass Experimental Travel in Corona Zeiten eine gute Möglichkeit wäre, den Wohnort neu zu erkunden. Nun probierte ich „Abwechselnde Reisen“ aus, bzw. „Links-/Rechts-Reisen“. An einem Ort, der nicht weit von zu Hause entfernt liegt, lief ich los. Im Buch wird vorgeschlagen, an der ersten Möglichkeit links abzubiegen und dann an der nächsten rechts. Stattdessen wechselte ich zu zwei rechts/zwei links, weil ich mich etwas weiter von zu Hause entfernen wollte. Da es in unserem Vorort nicht so spannend aussieht und ich viele Straßen von meinen Corona Spaziergängen schon gut kannte, stellte ich mir eine weitere Aufgabe aus der Kärtchensammlung „Anywhere Travel Guide“ , und zog das Kärtchen „Look especially for everything blue“.

Bei großer Hitze schlappte ich los und entdeckte vieles in Blau, das mir normalerweise nicht bewußt aufgefallen wäre. Blau ist eine ruhige Farbe, sie signalisiert Frieden und Entspannung. Im Unterschied zu Rot oder Gelb hat Blau keine Warnfunktion. Blau wird auf Verkehrsschildern verwendet, um auf Erlaubtes (z.B. auf Parkmöglichkeiten) hinzuweisen. Blau soll Vertrauen schaffen, daher wird es oft auf Firmenschildern verwendet.

Blau ist eine Farbe der bayerischen Flagge („weiß-blau“ nicht „blau-weiß“). In der bayerischen Hauptstadt sieht man überall Blau. Der Münchner Verkehrsverbund betreibt blaue Busse und Straßenbahnen. Deren Innenausstattung ist meistens blau und alle oberirdischen Haltestellen und der Zugang zur U-Bahn sind so gestaltet. Alle Straßen- und die Hausnummernschilder in München sind blau. Blau war der Himmel an diesem heißen Sommertag. Blau steht für Wasser und besonders das helle Blau erzeugt eine maritime Stimmung. Blaue Blumen sind selten und oft giftig (z.B. der Eisenhut). Blaue Lebensmittel sind in der Regel chemisch gefärbt, z. B. Blaubeerjoghurt und Speiseeis.

Die Komplementärfarbe Gelb wird manchmal zusammen mit Blau verwendet, um das Design eines Objektes aufzupeppen. Das erinnert mich an die „Postbank“ und ich finde, dass Blau in dieser Kombination plaktativ wirkt und den beruhigenden Charakter verliert.

Aber nun genug der Worte: schaut selber!

Mit der Zwei rechts/zwei links Methode landete ich nach einiger Zeit an der Bahnlinie. Dann wurde es mit dem Rechtsabbiegen schwierig, weil es nur wenige Brücken in fußläufiger Entfernung zueinander gibt. Einmal zählte ich sogar die Zufahrt zu einer Bushaltestelle als rechte Abbiegung, damit ich bei der nächsten Brücke die Gleise überqueren konnte. Hier wirkte sich meine Ortskenntnis nachteilig aus. Immerhin gelangte ich über die Brücke in ein Stadtviertel, das ich noch nie zu Fuß betreten hatte. Ich entdeckte, dass es dort nicht nur ein Gewerbegebiet sondern auch Wohnungen gab. Schließlich befand ich mich wieder an einem Bahngleis und dann sogar zwischen zwei Bahnstrecken, die ich nach einigem Hin- und Her überqueren konnte. Nun entdeckte ich eine kleine, mir bis dahin unbekannte Parkanlage, in der ich mich im Schatten von der Hitze erholte. Zurück an der Hauptverkehrsstraße beschloss ich, das Experiment zu beenden, trank noch einen Cappuccino und fuhr dann mit dem Bus zurück.

Als ich nachschauen wollte, wieviele Schritte ich zurückgelegt hatte, sah ich, dass ich meinen Fitnesstracker verloren hatte. Das führte dazu, dass ich einen Großteil der Strecke noch einmal ging um zu suchen, aber leider ohne Erfolg.

Fazit :

Ein bis zwei Tage „Automatic Travel“ eignen sich bei längeren Reisen sehr gut zur Reduzierung des Besichtigungsstresses. Zwei rechts/zwei links ist ein einfache Methode, die man gut am Wohnort ausprobieren kann. Sie funktioniert aber besser, wenn man durch ein unbekannte Gegend spaziert. In München gibt es viele Stadtviertel, in denen ich mich nicht auskenne. Dort würde ich beim nächsten Mal starten. In Corona Zeiten könnte einige Methode gute Alternativen zu klassichen Reisen bieten.

Die „Anywhere Travel Guide“ Kärtchensammlung bietet sehr viele Möglichkeiten, um Stadtspaziergänge, auch bei geschlossenen Institutionen, spannend zu gestalten. Manches passt zu Corona Zeiten nicht so gut, z.B. einen Gegenstand mit einem Fremden zu tauschen oder Passanten anzusprechen. Anderes mag man persönlich nicht, u.a. „Walk down the street in a funny way“. Aber dann zieht man einfach so lange Kärtchen, bis es passt. Natürlich geht das Ganze auch ohne Kombination mit „Experimental Travel“.

PS:
Nur wenige blaue Autos fahren in München zur Zeit. Die Farbe ist aus der Mode gekommen. Hauptsächlich Firmenautos sind so lackiert. Persönlich würde ich auch eine andere Autofarbe vorziehen. Aber zur Zeit, mit einer dicken Haube Schnee, sehen sie doch nicht schlecht aus. Fast Bayerisch …

Wie geht es euch auf Reisen ? Wollt ihr manchmal auch spontaner reisen und wie stellt ihr das an? Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Meine Reise durch Ostasien im Frühjahr 2019

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Einführung

Von Mitte März bis Ende Mai war ich in Japan, Südkorea und Taiwan unterwegs. Meine Erlebnisse könnt ihr in 16 Beiträgen nachlesen. Meistens habe ich am Ende des Berichts ein Fazit gezogen.

Wie sehe ich das nun, wenn ich die gesamte Reise betrachte ?

Meine Tour dauerte neun Wochen. Drei Wochen verbrachte ich in jedem Land. Mir war von vornherein klar gewesen, dass ich nicht viel Zeit in Japan hatte, wo es unendlich viel zu erleben und zu sehen gibt. In Südkorea und Taiwan hielt mich dagegen länger auf als die meisten Reisenden. Ziel war ein entspannteres Reisen.

Beeindruckendes

Die Länge der Reise bot mir eine außergewöhnliche Chance viel zu besichtigten und zumindest ansatzweise etwas über die Kultur des Reiselandes zu erfahren. Zusammenzufassen, was mich in den Ländern besonders beeindruckt hat, ist fast unmöglich.

In Japan fand ich alle besuchten Orte und deren Sehenswürdigkeiten so toll, dass ich nicht sagen kann, was mir am besten gefallen hat.
Es war mir vergönnt, die zauberhafte Kirschblüte (Sakura) mit den entzückten Einheimischen, auch beim Hanami Picknick, zu sehen Kirschblüte in Hiroshima und Fukuoka im März 2019 Japanreise im April 2019

Bei meinem Aufenthalt an den Fuji Seen hatte ich unglaubliches Glück mit dem Wetter. Der Fuji hüllt sich oft in Wolken. Die majestästische Schönheit des Berges durfte ich drei Tage lang bewundern. Auch Ansichten jenseits der Postkartenidylle konnten meine Faszination nicht trüben.

Darüber hinaus habe ich die Freundlichkeit und höfliche Rücksichtnahme der Japaner sehr geschätzt und das überaus ästhetische Design in vielerlei Hinsicht, z.B. in den Tempelgärten, beim Geschirr und der Anrichtung von Speisen.
Unglaublich durchdacht, ja geradezu liebevoll, ist auch die Organisation für die Reisenden, die genauen Beschilderungen auf den Bahnhöfen (auf dem Boden sind die Waggonnummern der Züge aufgemalt und diese halten, auf die Minute pünktlich, genau dort) und im Zug (an jedem Sitz ist die Lage der nächsten Toilette, des Mülleimers etc. verzeichnet), das immer gegenwärtige Servicepersonal, das z.B. auf dem Weg nach Koyasan an der Bergstation der Zahnradbahn steht und jeden Touristen anspricht, um ihm die passende Bushaltestelle zu zeigen. Es ist kaum möglich, sich zu verlaufen und wenn es doch einmal passiert, dann gibt es immer jemanden der bereitwillig hilft. Als ich vom Flughafen Narita nach Seoul fliegen wollte, war die Metroverbindung wegen einer technischen Störung unterbrochen. Mehrere Einheimische,  alle ohne Englischkenntnisse, halfen mir den alternativen Weg zu finden, der ein mehrfaches Umsteigen mit Richtungsänderungen erforderte, indem sie mich nacheinander ein Stück begleiteten.

Nach Japan möchte ich auf jeden Fall noch einmal reisen, am liebsten während der Laubfärbung im Herbst.

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Korea beeindruckte mich mit wunderbaren Landschaften und prächtigen Tempeln. Auf den sorgfältig angelegten Wanderwegen, wo es sogar mit Jute verkleidete Felsen gab, konnte ich oft beides zusammen genießen. Die Wege führten häufig an idyllisch gelegenen Tempeln vorbei. Beim Wandern habe ich sehr sportliche und oft ältere Koreaner getroffen, die mir außerdem sehr freundlich begegneten, mir Süßigkeiten und Energydrinks schenkten Wandern in Südkorea. Zu entdecken gab es auch die spannende Silla Kultur, die ich vor meiner Reise nicht kannte, mit Zeugnissen vom 1. bis zum 7.  Jahrhundert in der ehemaligen Hauptstadt Gyeongju Gyeongju: ein „Museum ohne Mauern“ in Südkorea

Wenn ich noch einmal nach Südkorea komme, würde ich mich gerne näher mit der innovativen und kreativen modernen Architektur und Kunst befassen. Auch das Nebeneinander von Tradition und Moderne könnte durchaus spannend sein.

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Im Gamcheon Cultural Village Busan

Taiwan hat mir wegen der traumhaften Landschaften, u.a. in der Tarokoschlucht und im Kenting Nationalpark sehr gut gefallen. Bei besserem Wetter hätte ich außerdem in den Alishan Forest Recreation fahren können, was wegen einer Straßensperrung nicht möglich war Taiwan, die Zweite.
Dort muss es magisch schön sein. Sollte ich noch einmal in die Gegend kommen, hole ich den Besuch nach.
Ganz wunderbar fand ich die reizenden Taiwaner, die mir z.T. schon zu Hilfe eilten, wenn ich noch nicht einmal darum gebeten hatte.
Auch für die farbenfrohen Tempel in Taiwan konnte ich mich noch einmal begeistern, obwohl ich in Japan und Korea schon so viele besucht hatte.

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Nachdenkliches

Allerdings wurde es mir oft zu viel. Es waren einfach zu viele Eindrücke zu verarbeiten. Zwischen den Besichtigungen hatten ich vor allem in Korea längere Wanderungen geplant, was so nicht möglich war Meine andere Südkoreareise
In Taiwan verhinderte oft die Regenzeit mit  sturzbachartigen Niederschlägen längere Aufhalte in der Natur Taiwan, die Zweite

So lange war ich seit vielen Jahren nicht mehr unterwegs gewesen. Als Reisepartnerin bin ich ziemlich ungeeignet, weil ich oft spontan meine Pläne ändere, noch einen Umweg gehe, etwas anderes weglasse oder verschiebe. Viele Reisen hatte ich daher schon alleine zurückgelegt und das auch meistens sehr genossen.
In Ostasien gab es wenig Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme. Viele Asiaten bleiben gerne unter sich und sind in Gruppen unterwegs. Auch traf ich sehr selten auf alleinereisende Frauen. Vor allem in Korea aber auch in Taiwan gab es auch nur wenige westliche Touristen.
In den zweieinhalb Wochen zwischen dem Besuch des Bulguksa Tempels in Korea und der Taroko Schlucht in Taiwan begegnete ich keinem einzigen Deutschen. Ich begann meine Landsleute regelrecht  zu vermissen …  Im Taroko Nationalpark quatschte ich deutschsprachige Reisende an, um mich wieder einmal in meiner Muttersprache über Reiseeindrücke austauschen zu können.
Oft habe ich in Hotels übernachtet, aber auch in Hostels und in Guesthouses war die Atmosphäre nicht kommunikativer. Gemeinsame Aufenthaltsräume wurden nicht  genutzt.
Kurzum, ich fühlte mich oft ziemlich einsam. Gut, dass es WhatsApp gibt und die Möglichkeit kostenlos nach Hause zu telefonieren!
Was das für künftige Reisen bedeutet, überlege ich noch. Zu Beginn einer Süd- oder Mittelamerikareise könnte ich einen Sprachkurs buchen (endlich richtig Spanisch lernen!) und mich erst einmal im Land akklimatisieren. Gruppenreisen mag ich nicht, aber zwischendurch einen Reisebaustein zu buchen, wäre eine Option .

Fazit:

Eine faszinierende Reise mit sehr vielfältigen Eindrücken, viel gelernt über die durchaus unterschiedlichen Kulturen in Ostasien, verlief zum Teil anders als erwartet, habe mich selber noch besser kennenlernt, viel Stoff zum Nachdenken und nachhaltiges Interesse an den besuchten Ländern gewonnen.

Wart ihr schon in Ostasien unterwegs und wie hat es euch gefallen ? Wie waren eure Erfahrungen mit dem Alleinreisen ?

Über eure Likes und Kommentare freue ich mich immer sehr.

 

Japanreise im April 2019

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Impressionen des zweiten Teils meiner Japanreise

Auf einer Japanreise gibt es sehr, sehr viel zu sehen und zu bestaunen. Wie die meisten Besucher habe ich während meiner dreiwöchigen Tour nur die Hauptinsel Honshu  zwischen Hiroshima und Tokio besucht (mit Abstechern nach Fukouka ( Kirschblüte in Hiroshima und Fukuoka im März 2019 ) und Koya-san ( Koya-san im März 2019 ). Aber auch da gibt es Vielfältiges zu erleben  und an jeder Ecke warten zusätzliche Eindrücke.
An dieser Stelle werde ich daher nur einige Schlaglichter auf den weiteren Verlauf meiner Reise werfen. Nach meiner Rückkehr möchte ich ausführlicher berichten.

Besuch der Insel Miyajima

Miyajima wird hauptsächlich von Tagestouristen von Hiroshima aus besucht und ist durch einen kurze Überfahrt mit der Fähre zu erreichen. Dementsprechend  ist der Ansturm auf die kleine Insel. Mein Plan war, einmal dort zu übernachten.  Der berühmte Torii, das Eingangstor zum Itsukushima Shinto Schrein, steht bei Flut im Meer und kann bei Ebbe zu Fuß erreicht werden. Ich wollte den Torii bei jedem Wasserstand und nachts sehen, wenn er angestrahlt wird. Vor allem ging es mir darum, die Insel ohne die vielen Tagestouristen zu erleben. Leider musste ich bei meiner Ankunft auf der Insel mit meinem schweren Koffer, den ich über Treppen auf das Boot gehievt hatte, feststellen, dass mein Hotel, das  Hotel Coral Miyajima auf dem Festland lag, wenig idyllisch direkt neben dem Fährterminal.

Trotzdem genoß ich den Tag. Bei schönem Wetter unternahm ich eine Wanderung über viele Stufen auf den höchsten Berg der Insel den Mount  Minsen (530 m), von dem man eine berauschende Aussicht hat. Inzwischen hatte es sich stark abgekühlt. Auf dem Gipfel fielen sogar vereinzelte Schneeflocken.

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Burg Himeji-jo

Am nächsten Tag eilte ich mit dem Shinkansen nach Himeji. Die Burg Himeji-jo ist vom Bahnhof in ca. 20 Minuten zu Fuß erreichen. Man sieht sie gleich beim Aussteigen. Viele Besucher unterbrechen ihre Zugfahrt nur für ein paar Stunden und fahren dann nach Kyoto oder Tokyo. Ich hatte es nicht so eilig und konnte recht komfortabel im Bahnhofshotel übernachten.

Auf dem Weg zur Burg blies wieder ein eisiger Wind. Ich aß erst einmal eine heiße Ramen, um mich aufzuwärmen und zu stärken. In Himeji war die Kirschblüte wieder etwas weniger ausgeprägt, die Blüten waren laut Auskunft der Touristeninformation erst zu 30 % geöffnet.
Die Burg Himeji ist die prächtigste japanische Burg, stammt aus dem 16. Jahrhundert  und eine der wenigen im Original erhaltenen japanischen Festungen. Der fünfstöckige Holzbau ist von einem Graben und sehr steilen Burgmauern umgeben.
Zur Burg bekam ich ohne Wartezeit Zutritt, aber dann stand ich mit vielen anderen Besuchern in aufeinanderfolgenden Innenhöfen, wo uns ein frischer sehr kalter Wind plagte. Als wir endlich im Untergeschoss der Burg ankamen, wurde es eher noch schlimmer. In japanischen Tempeln zieht man die Schuhe aus und läuft in der Regel auf Socken über die Holzfußböden. So war es auch in der Burg. Es zog dort gewaltig und wir standen immer wieder sehr lange in den einzelnen Stockwerken, wo es außer der beeindruckenden Architektur fast keine Einrichtungsgegenstände zu sehen gab. Im obersten Stock stand einen kleinen Schrein, aber der sehr schöne Ausblick war durch die  Gitterfenster überhaupt nicht geeignet zum Fotografieren. Als ich die Burg verließ, trug ich meine drei Jacken übereinander und bibberte immer noch.  Wie zur Belohnung schien beim Verlassen der Burg die Sonne und wir erfreuten uns an den schönen hängenden Kirschbäumen im Burghof. Kurz danach begann es aber zu regnen, so dass ich beschloss, mich  in mein warmes Hotelzimmer zu begeben.

Schöne Tage an den Fuji-Seen

Nach einer für japanische Verhältnisse langwierigen Anfahrt von fast vier Stunden mit Zug und Bus erreichte ich Kawaguchi-ko am gleichnamigen Fuji-See. Von dort kann man mit einem Touristenbus zu den anderen Seen fahren, die sich zumindest im Vorfrühling nicht stark unterscheiden. Viele Tagestouristen besuchten die Seen von Tokio aus, aber für den Badebetrieb war es noch zu kalt, so dass auch viele Lokale geschlossen waren. Während meines Aufenthaltes hatte ich eine durchgehend klare Sicht auf den Fuji, was nicht selbstverständlich ist, weil sich der Berg oft hinter Wolken versteckt.
Bevor die Tagestouristen kamen und nachdem sie abgereist waren, herrschte buchstäblich „tote Hose“ im Ort. Mein Riokan, eine schöne traditionelle Unterkunft mit Mineralbad im Keller, bot kein Frühstück an. Die sehr netten Familienmitglieder sprachen kein einziges Wort Englisch und konnten mich nicht beraten. Morgens früh waren alle Frühstückscafés geschlossen, so dass ich mehrmals beim Seven Eleven landete, der bekanntesten Convience Store Marke in Japan. Dort gab es eine Essecke und der Cafe Latte war nicht schlecht. Ähnlich ging es mit dem Abendessen, dass man sehr früh einnehmen musste, um nicht vor verschlossenen Türen zu stehen. Am letzten Tag fuhr ich mit dem Zug in 20 Minuten zum Tempel Fuji Sengen-jinja. Über dem Tempel befindet sich eine Pagode, die man über steile Treppen erreicht, um dann mit einem wunderbaren Blick auf den Berg hinter der Pagode und einer tollen Fotomöglichkeit belohnt zu werden. Leider blühten dort wie auch an den Seen die Kirschbäume noch nicht, so dass den Fotos das rosafarbene Itüpfelchen fehlte.

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Zum Abschied Kirschblüte in Tokyo

Tokyo hatte ich ans Ende meines Japanaufenthalts gelegt und nun war ich bestens auf den Aufenthalt in der Megacity mit ihren knapp 10 Mio. Einwohnern (37 Mio in der Metropolregion, von denen viele zur Arbeit in die Stadt pendeln) vorbereitet. Mit dem Ubahnfahren kannte ich mich aus und wusste, wie ich mich mit Hilfe von Google Maps zurecht finde. Von Tokyo war ich angenehm überrascht. Alles war  größer als im restlichen Japan aber genauso gut organisiert. Ich hatte nur viereinhalb Tage zu Verfügung, was nicht ausreichte. Auf die geplanten Tagesausflüge nach Nikko und/oder Kamakura  verzichtete ich.

Zunächst schaute ich schwerpunktmäßig an Sakura-Hotspots vorbei, weil die Kirschbäume  schon voll aufgeblüht waren und die Blütenblätter zu fallen begannen. Im Ueno-Park war am Wochenende buchstäblich die Hölle los.

Abends besuchte ich den romantisch beleuchten Meguro River.DSC00934

Sehr angenehm war es  im Shinjuku-Garten, der Eintritt kostete. Neben den Hanami Picknickern gab es  liebvoll angelegte Beete, wunderschöne Bäume und Sträucher zu bewundern.

Schließlich schaute ich mir die Klassiker wie die Shibuya Kreuzung an, die von bis zu 15000 Passanten gleichzeitig überquert wird (leider war es etwas  leerer, weil es regnete).

Aktualisierung April 2020: Wie es auf der Shibuya Kreuzung während der Coronakrise ausschaut, könnt ihr live verfolgen :

https://worldcams.tv/japan/tokyo/shibuya-crossing

Achtung: an japanische Kreuzungen gehen alle Fußgänger gleichzeitig hinüber. Darauf müsstet ihr warten, um den Effekt zu sehen.

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Den Kaiserpalast konnte man nur mit einer vorgebuchten Führung besichtigen. Das wohl relativ flache Gebäude liegt verborgen im riesigen Garten.

Zweimal fuhr ich auf einen Aussichtsturm: den Tokyo Tower und den im Stadteil Asakusa gelegenen Tokyo Skytree. Dort gefiel der Blick besser, weil er noch deutlicher den Charakter der Megalopolis, zeigte.

An meinem letzten Tag in Japan regnete es. Nach dem obligatorischen Besuch des Nationalmuseums schaute ich beim Meji Schrein vorbei, der mitten in der Stadt in einer riesigen Parklandschaft liegt.

Vorläufiges Fazit: Japan ist recht einfach zu bereisen und bietet ganz außergewöhnliche Erlebnisse. Mir hat es sehr gut gefallen.

Es gibt noch viel mehr zu bemerken, aber das kommt zu einem späteren Zeitpunkt.

Es folgt der Bericht über meinen Aufenthalt in Südkorea.

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

Wenn Ihr euch über die vorherigen Stationen meiner Reise informieren möchtet, schaut doch einmal hier  Impressionen aus Kyoto im März 2019 Kyoto, Nara und Osaka im März 2019  Koya-san im März 2019 Kirschblüte in Hiroshima und Fukuoka im März 2019