Tophighlight: Jardín de Cactus (Lanzarote)

Ein weiteres Sehnsuchtsziel ist für mich die auf außergewöhnliche Art schöne Insel Lanzarote. Am 1. Dezember 2019 besuchte ich bei prächtigem Wetter, angenehmen 20 Grad und leichtem Sonnenschein, den Jardín de Cactus, eine der Hauptattraktionen und ein weiteres Werk des lanzarotenischen Ausnahmekünstlers, Architekten und Naturschützers Cesar Manrique.

Der Kakteengarten, Jardín de Cactus, befindet sich am Rand von Guatiza. Ein überdimensionaler Metall-Kaktus weist auf den Eingang hin. 1989 hatte Manrique begonnen, diesen Botanischen Garten inmitten von Opuntienfeldern in einen aufgelassenen Steinbruch hineinzubauen. (Opuntienkakteen werden insbesondere zur Gewinnung des Farbstoffes Cochenille-Rot kultiviert). 1990 wurde der Jardín de Cactus offiziell eröffnet. Es handelt sich um das letztes großes Werk von Manrique . Wahrzeichen des Gartens ist eine restaurierte Gofio-Mühle (Gofio ist ein traditionelles Getreidegericht aus Mais, Gerste etc.).

Der Kakteengarten ist terrassenförmig wie ein Amphitheater angelegt. Den Boden bedeckt vulkanisches Lapilli, den nächtlichen Tau speichernde Vulkanasche, die vielfach im Trockenfeldbau auf Lanzarote benutzt wird. Insgesamt gedeihen auf 5000 Quadratmetern mehr als 10.000 Exemplare 1400 verschiedener Kakteenarten.
Architektonisch sehr gelungen hat Manrique auch das zugehörige Bar-Restaurant aus dem Vulkangestein der Umgebung bauen lassen.
(Quelle Wikipedia)

Den Jardín besuchte ich am Nachmittag nach einer längeren Wanderung rund um die Bucht von Famara
https://wanderlustig2019.wordpress.com/2019/12/15/traumwanderungen-auf-lanzarote/ .
Ein bisschen geschafft war ich schon und hatte nicht erwartet, dass mich der Kakteengarten sehr fesseln würde. Es handelt sich aber um ein touristisches Highlight auf der Insel , das ich auch keinen Fall verpassen wollte.

Nachdem ich mich auf der erhöhten Terrasse der Bar mit wunderschönem Ausblick über den Garten gestärkt hatte, spazierte kreuz und quer durch das Gelände mit kleinen Teichen und Wasserfällen. Es gab unendlich viele zum Teil sehr ungewöhnliche Kakteen aus Lanzarote und vielen weiteren Ländern zu bewundern. Natürlich stieg ich auch auf den kleinen Hügel mit der Windmühle und schaute mir den Ausblick auf den Park und die angrenzenden Oputienfelder an. Im Zentrum des Gartens sah ich monolithartige Säulen aus Vulkangestein. Da sie sich nicht entfernen ließen, wurden sie in das Kunstwerk integriert.

Das Grün der Pflanzen harmonierte auf das Schönste mit dem zartblauen Himmel und dem Schwarzbraun und Rot des Vulkangesteins und bot zauberhafte Fotomotive. Am liebsten hätte ich jede Pflanze fotografiert und das schien den anderen Besuchern ebenso zu gehen.

Faszinierend fand ich auch die sorgfältige kreative Gestaltung der gesamten Anlage. Sogar die Toiletteneingänge waren Kunstwerke!

Aber schaut selbst …

For me, a further destination of longing is the island Lanzarote that is beautiful in an extraordinary way. On the 1st of December 2019, I visited the Jardín de Cactus, one of the main attractions and another work of the exceptional Lanzarote artist, arquitect and nature conservationist Cesar Manrique, in gorgeous weather, pleasant 20 degrees and light sunshine.

The cactus garden, Jardín de Cactus, is located on the edge of Guatiza. An oversized metal cactus points to the entrance. In 1989 Manrique began to build this botanical garden in the middle of opuntia fields in an abandoned quarry. (Opuntia cacti are cultivated chiefly for the extraction of the dye cochineal red).  The Jardín de Cactus was officially opened in 1990. It is the last great work of Manrique. The symbol of the garden is a restored gofio mill (gofio is a traditional cereal dish made from corn, barley, etc.).

The cactus garden is terraced like an amphitheatre. The ground is covered with volcanic lapilli, volcanic ash that stores the night dew and is often used in dry farming in Lanzarote. In total, more than 10.000 specimens of 1400 different cactuses grow on 5000 square metres.
Architecturally very successful, Manrique has also had the associated bar-restaurant built from the volcanic rock of the surrounding area.
(Source Wikipedia)

I visited the Jardín in the afternoon after a longer hike around the bay of Famara,
https://wanderlustig2019.wordpress.com/2019/12/23/marvellous-hikes-in-lanzarote/
Being a little tired and I was not expecting that the cactus garden would fascinate me very much. But it is a tourist highlight on the island, which I did not want to miss.

After I had rested on the elevated terrace of the bar with a beautiful view over the garden, I walked criss-cross through the area with small ponds and waterfalls. There were innumerable, partly very unusual,  cacti from Lanzarote and many other countries to admire. Of course, I also climbed up the small hill with the windmill and looked at the view to the park and the adjacent opuntia fields. In the centre of the garden, I saw monolithic columns made of volcanic rock. Since they could not be removed, they were integrated into the work of art.
The green of the plants harmonized beautifully with the delicate blue sky and the black-brown and red of the volcanic rock and offered magical photo motives. I would have loved to photograph every plant and the other visitors seemed to feel the same way.

I was also fascinated by the careful creative design of the whole plant. Even the toilets entries were works of art!

But see for yourself …

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Der Fundacíon César Manrique danke ich herzlich für ihre Erlaubnis, die Fotos in meinem Blog zu veröffentlichen.

Fazit:
Der Jardín de Cactus ist ein großartiges Beispiel der für Manrique typischen Verbindung von Kunst und Natur. Auch wenn kein Kakteenfreund ist, bzw. schon viele Kakteengärten  gesehen hat, sollte man sich diesen ganz besonderen Garten anschauen. Auf keinen Fall verpassen, wenn man auf Lanzarote ist!

War ihr schon einmal in einem faszinierenden Botanischen Garten und was habt ihr dort erlebt ?

Über eure Kommentare und eure Likes freue ich mich immer sehr.

Thanks to the Fundacíon César Manrique for their permission to publish the photos in my blog.

Conclusion:
The Jardín de Cactus is an amazing example of Manrique’s typical combination of art and nature. Even if you are no cactus lover and/or you have already seen many cacti gardens, you should have a look at this very special site. In no case, you should not miss it if staying in Lanzarote.

Have you ever been to a fascinating botanical garden and what did you experience there?

Looking forward to your comments and likes.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

 

 

 

 

Traumwanderungen auf Lanzarote (2)

An meinem letzten Tag auf Lanzarote, einen Tag vor Nikolaus, wollte ich noch einmal wandern. Der Wetterbericht war nicht sehr ermutigend. Besonders schlecht war die Vorhersage für den Norden der Insel, wo ich laufen wollte: häufige Regenschauer und starker, stürmischer Wind. Ich überlegte, ob ich meinen Plan ändern sollte. Nach meiner Erfahrung zogen die Regenwolken auf der Vulkaninsel schnell vorbei und wurden im Norden vom Passatwind hinweggefegt. Einmal  hatte ich allerdings hartnäckiges Nebelwetter erlebt Unterwegs auf Lanzarote (1)
Ach was, ich musste es einfach versuchen. Mit dem Mietwagen konnte ich immer noch ausweichen.
Auf meinem Weg von Costa Teguise in den Inselnorden fing es tatsächlich bald an zu regnen. Dicke Tropfen prasselten auf den Wagen und ließen meine Stimmung in den Keller sinken. Aber dann sah ich den perfekten Regenbogen! Glücklicherweise befand ich mich auf einer Hauptstraße mit Standstreifen und konnte den auf Spanisch wunderbar poetisch benannten „Arco Iris“ ablichten.
DSC04930Als ich weiter nordwärts fuhr, zogen immer wieder schwere dunkle Regenwolken vorbei. Kurz nachdem ich von der Hauptstraße abgebogen war, wurde es heller und bei Guinate, wo mein Wanderweg begann, war es nur leicht bewölkt, allerdings auch ziemlich windig. Meine Tour würde am Klippenrand entlang führen und bei starkem Wind riet der Wanderführer zur Vorsicht. „Nun ja,“ dachte ich. „Ich werde es einfach versuchen, umkehren kann ich immer noch, wenn es zu stark bläst.“

Rundwanderung bei Guinate auf dem Famara Cliff, ca. 1,5 Stunden, Auf- und Abstieg je 174 m

Zu Beginn lief ich auf einem bequemen, leicht ansteigenden Feldweg durch das Tal von Guinate. Die terrassierten Feldern waren nur noch zum Teil bewirtschaftet, die meisten lagen brach und die Steppenvegetation hatte sie zurück erobert.
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DSC04954Kurz vor dem Talschluss wies ein unscheinbares Steinmännchen, das ich ohne meine Wanderbeschreibung in der felsigen Umgebung nicht entdeckt hätte, auf den steilen Pfad hin, der zum Klippenrand hinaufführte. Nach wenigen Minuten erreichte ich eine kleine Aussichtsterrasse mit einem grandiosen Blick auf die Bucht von Famara, wo ich einige Tage vorher eine schöne Wanderung unternommen hatte Traumwanderungen auf Lanzarote
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Auf einem schmalen aber unproblematischen Trail ging ich am Hang entlang leicht ansteigend und schließlich auf die Klippe. Hier folgte ich dem breiten Weg, der auf Kamm der Felswände verläuft. Natürlich musste man aufpassen, dass man dem Rand der Klippe fern blieb, aber ansonsten war die Strecke leicht zu gehen. Erstaunlicherweise herrschte auf der Höhe weniger Wind als im Tal. Auch wurden mir immer wieder berauschende Ausblicke auf die Playa del Risco am Fuß der Klippe und die Inseln auf der anderen Seite des Meeresarmes El Rio und besonders La Graciosa geboten.
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Ich setzte mich kurz hin und genoß in sicherer Entfernung des Steilhangs eine kleine Brotzeit und den zauberhafte Panoramablick.

Nun musste ich die Fortsetzung des Weges finden. Zunächst folgte ich einem Pfad, der durch Steinmännchen ausgeschildert war und leicht bergauf und dann wieder bergab führte.
DSC04978Aber dann ging es immer steiler hinab, was überhaupt nicht mein Fall war. Auch kam mir bald  ein starker böiger Wind entgegen und dann sah ich nur noch steinigen Untergrund voller Geröll. Außerdem stand ich am Rand einer hohen Felswand. Den Weg konnte ich nicht mehr entdecken. Ich ging zurück, um den Weg wieder zu finden. Das gelang mir nicht. Ich konnte auch nirgends Steinmännchen sehen. So beschloss ich, die gesamte Strecke zurück zu wandern. Das klappte zunächst ganz gut und ich kam noch einmal in den Genuss der tollen Panoramablicke.

Aber dann musste ich den steilen Pfad von der Aussichtsterrasse hinunter laufen, auf dem ich morgens hinauf geklettert war. Es war glücklicherweise keine lange Strecke. Irgendwie schaffte ich es nach unten, zum Teil auf dem Hosenboden und mich ständig an der spärlichen Vegetation festhaltend, wobei es galt, keine der  zahlreichen dornigen Pflanzen anzufassen. Mit zitternden Knien kam ich wieder auf dem Talboden an.
Nun musste ich den gesamten Weg im Tal wieder zurück gehen. Sehr schön war aber, dass das warme Licht nun viel besser zum Fotografieren war. Auch das Wetter hielt immer noch, nur der Wind blies nun ziemlich stark.
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Als ich wieder Auto saß, begann es nach kurzer Zeit zu schütten. Auch auf der Weiterfahrt kam es immer wieder zu Platzregen. Bei meiner Wanderung hatte ich unwahrscheinliches Glück mit dem Wetter gehabt !

Fazit:
Die Wanderung rund um Guinate war für mich die schönste auf Lanzarote, obwohl ich den Rückweg nicht gefunden hatte und fast drei Stunden unterwegs gewesen war.  Bei relativ geringer Höhendifferenz und weitgehend leichter Wegführung durfte ich eine einzigartige Landschaft erleben.

Diese Wanderung bestärkte mich in meinem Vorsatz, nach Lanzarote zurückzukehren und dort noch weitere Treks zu gehen.

Wart ihr schon auf einer Klippe wandern und wie hat es euch gefallen ?
Über eure Likes und Kommentare freue ich mich immer sehr.

 

 

 

 

 

Traumwanderungen auf Lanzarote

Am ersten Adventswochenende  konnte ich endlich durch die Vulkanlandschaft Lanzarotes wandern. Die Sonne lachte und bei ca. 23 Grad herrschte schönes Wanderwetter.  Die Wanderungen führten durch eine  einzigartige Landschaft.

Zwei-Vulkan-Wanderung

Die leichte Wanderung beginnt in der Nähe des Weinbaugebiets „La Geria“. Es handelt sich um weitgehend ebene Strecken auf breiten, von der Nationalparkverwaltung angelegten Wegen mit einigen Informationstafeln. Der Weg wird als eine der schönsten Wandermöglichkeiten auf Lanzarote bezeichnet.

Rundwanderung Montana del Cuervo

Am Samstag morgen parkte ich auf dem ausgewiesenen Stellplatz  in der Nähe der Montana del Cuervo.  Der markante Berg ist erst durch die Eruptionen in den Jahren 1730 bis 1736 enstanden (Näheres unter Unterwegs auf Lanzarote (2) ). Seine Seitenflanke wurde durch die Explosionen aufgerissen, so dass die Caldera begangen werden kann, ohne dass man über den Kraterrand klettern muss. Die Umrundung dauert ca. eine Stunde. Wenn man gegen den Uhrzeigersinn geht, bietet sich die Möglichkeit, die Caldera zu besuchen nach kurzer Zeit. Ich stieg in den Vulkankrater hinab. Es war ein sehr kurzer und nur wenig steiler Abstieg, für den ich noch nicht einmal meine Wanderstöcke benutzen musste. In der Caldera bewunderte ich mit einigen anderen Besuchern die eingerissenen Felswände und bestaunte die Vielfalt der Lavaformationen. „Wann hat man schon die Chance so einfach und gefahrlos in das Innere eines Vulkans hineinzuspazieren?“ freute ich mich.
Viele Touristen gingen nach dem Besuch der Caldera auf dem Weg zurück. Ich hatte keine Eile und ließ mir die Umrundung des Berges nicht nehmen. Belohnt wurde ich mit wunderbaren Ausblicken auf die weiten Lavawüsten, die das Vulkangebiet umgeben, und  auf die Feuerberge im Nationalpark Timanfaya (dazu Unterwegs auf Lanzarote (2) )

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Wanderung um die Caldera Colorada

Meine Mittagpause verbrachte ich in „La Geria“ in einer übervollen Bodega. Der Ort mit Weinverkostung ist das Ziel unzähliger Reisebusse. Die Zwei-Vulkan-Wanderung kann man ohne weiteres am Stück unternehmen. Der Wanderweg bei der Caldera Colorada beginnt nur einen Kilometer entfernt von der Montana del Cuervo. Wegen fehlender Einkehrmöglichkeiten und Toiletten hatte ich aber eine Pause im Ort eingelegt.

Auf der Kurzwanderung (ca. 1 Stunde vom Parkplatz an der Caldera Colorada) kann man den Berg umrunden,  in den Krater darf man nicht gehen.
Im Gegensatz zu meiner Wanderung am Morgen war ich nun alleine unterwegs. Dabei war es fast noch schöner. Hinter jeder Ecke eröffnete sich ein neuer atemberaubender Blick auf die rötlich schimmernden Felswände. Mehrere Vulkanbomben, riesige z.T. runde Gesteinsbrocken, die bei den Eruptionen aus dem Berg geschleudert worden waren, lagen dort und sahen wie Wurfgeschosse von Riesen aus.
Sehr gut gefiel mir auch das Farbspiel der Landschaft: rostrote Felswände, gelbliche Flechten, die die Grundlage für die kommende Vegetation bilden, kleine grüne Büsche an den Hängen, die den Passatwinden ausgesetzt sind, und braun-schwarzer Picon (Lavakies). Und das ganze auch vor einem blauen Himmel voller zarter Wolken …

Wandern auf Lanzarote hatte mir so gut gefallen, dass ich beschloss, am Sonntag wieder zu Fuss zu gehen.

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Rund um die Famarabucht (reine Gehzeit ca. 2, 5 Stunden)

Die Bucht von Famara liegt vor dem steilen Famara Felsmassiv. Neben einer großartigen Landschaft gibt es dort den längsten Dünenstrand von Lanzarote. Wegen beständiger Nordwinde herrscht dort in der Regel eine wilde Brandung, so dass die Bucht als Mekka von Surfern  gilt.
Die Rundwanderung führte mich am Sonntagmorgen, nachdem ich mich zunächst im urigen Ort Caleta de Famara mit einem zweiten Frühstück gestärkt hatte, ein Stück am Hang hinauf und dann unterhalb des Bergkamms entlang. Auf dem Weg hatte ich immer wieder einen zauberhaften Ausblick auf die vorgelagerten Inseln. La Graciosa, die Hauptinsel, hat nur 600 ständige Einwohner und ist weitgehend naturbelassen. Man kann dorthin einen Tagesausflug mit einem angeblich ziemlich schaukeligen Boot unternehmen und dann in traumhaft schöner Gegend wandern. Bei meinem nächsten Aufenthalt auf Lanzarote (steht schon fest auf meiner Bucket List !) möchte ich unbedingt Wandertouren auf La Graciosa unternehmen.

Schließlich stieg ich hinunter zum Traumstrand, an dem ich zurück spazierte.  In den Dünen gibt es kleine aufgeschichtete Steinwälle, in denen sich man windgeschützt aufhalten kann. Das nutzte ich,  um meine Brotzeit zu verzehren und den wilden Wellengang zu bewundern. Den Surfern waren die Wellen scheinbar nicht hoch genug. Auf dem Rückweg zum Auto sah ich nur wenige Wellenreiter.

Von dieser Wanderung hatte ich nicht viel erwartet, mich sogar gefragt, ob sie nicht langweilig sein würde. Das war überhaupt nicht der Fall. Der Ausblick auf die Inseln La Graciosa und Montana bei wechselnden Lichtverhältnissen entschädigte mich dafür, dass ich  bei meinem Ausflug zum Mirador del Rio im Nebel keine Sicht auf den Archipel gehabt hatte Unterwegs auf Lanzarote (1). Das steile Felsmassiv beindruckte mich aus der Nähe noch mehr und selbst in der vorgelagerte trockenen Steppe wuchs bei näherem Hinsehen eine besondere Vegetation.

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Wart ihr schon auf den Kanaren wandern und wie hat es euch gefallen ?
Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

 

 

 

Nachmittags in Lanzarotes Inselhauptstadt Arrecife

Während meines Aufenthaltes in Costa Teguise auf Lanzarote besuchte ich einen Intensivsprachkurs. Das bedeutete täglich drei bis vier Stunden Unterricht, zum Teil als Privatstunde. Danach war Entspannung mit Spaziergängen am Strand o.Ä. angesagt und schließlich waren umfangreiche und zum Teil grammatikalisch schwierige Hausaufgaben zu erledigen. Bei diesem von mir selbst so gewählten Programm blieben mir die Wochenenden und zwei Tage am Ende meines Aufenthaltes, um Fahrten zu den Sehenswürdigkeiten und Wanderungen zu unternehmen.

Einmal hatte ich morgens nur zwei Stunden Gruppenunterricht und das musste ich einfach ausnutzen, um in das nahegelegene Arrecife zu fahren.
Laut Fahrplan fuhren die Busse alle 20 Minuten und die Fahrt dauert nur eine Viertelstunde (Preis 1,40 Euro einfache Fahrt). Sowohl auf meiner Hin- als auch auf meiner Rückfahrt schienen Busse ausgefallen zu sein, so dass die Fahrt eher eine gute Stunde dauerte,  was aber nicht tragisch war.

In Arrecife gibt nur wenig Historisches zu sehen. Die Attraktion der Stadt liegt eher in der entspannten Atmosphäre und der herrlichen Lage am Meer. Auch gibt es hier die Chance, einheimisches Leben zu beobachten, während sich die hauptsächlich britischen und deutschen Besucher in den drei große Touristenorten Playa Blanca, Puerto del Carmen und Costa Teguise unter ihresgleichen bewegen. Lanzarote wird jährlich von 2,5 Millionen Touristen besucht. Dem stehen knapp 150.000 Inselbewohner gegenüber, wovon etwa 60.000 in Arrecife leben.

Ein Nachmittag in Arrecife ist perfekt geeignet, um am gepflegten Strandstrand Playa del Reducto mit dem Gran Hotel (einziges Hochhaus auf der Insel, das Cesar Manrique angeblich wegen eines Auslandsaufenthaltes nicht verhindern konnte) zu promenieren oder zu baden. Man kann das kleine historische Museum in der Festung Castillo de San Gabriel besuchen (Beschriftungen in der Ausstellung nur auf Spanisch, aber vor dem Eingang erklärt eine freundliche Dame in mehreren Sprachen, was es zu sehen gibt !) und dort den herrlichen Ausblick auf Stadt und Meer genießen, die Kirche Iglesia de San Gines anschauen und an der beschaulichen Lagune Charco San Gines Essen gehen oder eine Bar besuchen. Schließlich hat man Gelegenheit, in „richtigen“ Geschäften rund um die Fußgängerzone an der Calle Leon y Castillo  einzukaufen, die nicht nur den üblichen Badetouristenkram führen. In der Ecke gibt es auch noch einzelne historische Gebäude.

In der Inselhauptstadt verbrachte ich einen entspannten Nachmittag. Nur mit dem Shopping klappte es nicht. Ich hatte nicht berücksichtigt, dass in Arrecife eine ausgedehnte Siesta eingehalten wird. Die Geschäfte in der Fußgängerzone waren von ca. 13  bis 17 Uhr geschlossen.  Solange wollte ich nicht bleiben, meine Hausaufgaben für den nächsten Tag warteten!

Nachfolgend füge ich Impressionen meines Besuchs von Arrecife an, der Ende November bei allerschönstem Wetter und ca. 23 Grad Celsius stattfand.
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Habt Ihr schon eine Inselhauptstadt auf den Kanaren besucht und was habt Ihr erlebt ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

 

Unterwegs auf Lanzarote (2)

Am Sonntagmorgen sah das Wetter viel besser aus. Im Gegensatz zum Vortag Unterwegs auf Lanzarote (1) war es nur leicht bewölkt und wurde im Laufe des Tages immer schöner.
Zuerst fuhr ich zur Südwestküste der Insel nach El Golfo. In einer Bucht in der Nähe des  idyllischen Örtchens liegt ein beliebtes Ausflugsziel, der Charco de los Clicos. Es handelt sich um einen Vulkankrater, der zur Hälfte ins Meer abgerutscht ist. Vor einem schwarzem Lavastrand liegt der grün leuchtende Lagunensee. Das Ganze wird von einem tiefroten Hang eingerahmt. Zu Beginn des Pfades, der zum Charco de los Clicos führte, zog ich meine Wanderschuhe an. Das wäre allerdings nicht nötig gewesen, da ich nach fünf Minuten am Mirador ankam, der einen atemberaubenden Blick auf die farbenfrohe Landschaft bietet.

DSC04412Danach fuhr ich an der Küste entlang nach Yaiza. Der bekannteste Halt an der wilden Klippenküste befindet sich bei den sog. Hervideros. Dort prallen die Wellen mit großer Wucht auf die Felsen aus tiefschwarzer Lava, schießen durch Felslöcher hindurch nach oben.  Die aufgewühlte weiße Gischt und das hellblaue Meer bieten noch dazu einen sehr schönen Farbkontrast zu den Lavafelsen. Man kann im Areal herumspazieren und an einige Stellen durch Felsgrotten in die Gischt blicken.

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Inzwischen schon etwas hungrig fuhr ich nach Yaiza. Das Städtchen, das schon mehrfach als schönstes spanisches Dorf ausgezeichnet wurde, präsentierte sich mit malerischer kanarischer Architektur,  blank geputzt und vorbildlich renoviert. Allerdings irrte ich zunächst durch den sonntäglich verlassenen Ort. Die Restaurants waren geschlossen. Schließlich entdeckte ich an der Hauptstraße eine sehr gut besuchte Bar, wo man sich an der Theke auch kleine warme Gerichte aussuchen konnte. Die Einheimischen nahmen das Essen auch mit nach Hause. Mein geschmortes Huhn mit Gemüse und Kartoffeln  schmeckte ausgezeichnet und ich ergatterte sogar noch einen Sitzplatz am Tisch bei einem englischen Ehepaar,  mit dem ich mich sehr nett unterhielt.

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Gut gestärkt begab ich mich zu DEM Highlight eines Lanzarote Besuchs, dem Nationalpark Timanfaya mit den Feuerbergen (Montanas del Fuego).

Zur Entstehungsgeschichte folgender Auszug aus Wikivoyage:
“Am 1. September 1730 brach bei der Ortschaft Timanfaya die Erde auf, es bildet sich ein Berg, aus dessen Gipfel Flammen in die Höhe schossen. Es war der Beginn einer gewaltigen Vulkaneruption, die insgesamt 6 Jahre lang andauerte. In ihrem Verlauf wurden 11 Ortschaften zusammen mit dem fruchtbarsten Ackerland der Insel Lanzarote vernichtet. In der Erde bildete sich ein Riss von 14 km Länge, an dessen Rändern Lavafelder entstanden. Der längste Lavastrom hatte eine Länge von über 20 km und erreichte schließlich bei Arrecife das Meer.
Bei diesem von zahlreichen Seebeben begleiteten Naturschauspiels verlor ein Großteil der Bevölkerung auf Lanzarote seine Existenzgrundlage …
Im Jahr 1824 kam es erneut zu einem Vulkanausbruch, es war vorläufig der letzte, sein Zentrum lag am Rand des heutigen  Nationalparks …“

Den Nationalpark kann man nicht auf eigene Faust besichtigen. Es gilt die kargen, im Entstehen begriffenen  und äußerst empfindlichen Flechtenkulturen auf der Lava streng zu schützen. Außerdem ist der Boden vielfach unterhöhlt und es gibt gefährliche Spalten in der Lava.

Mit dem Pkw fährt man, nachdem man den Eintritt bezahlt hat ( aktuell 10 €),  ohne Zwischenstops zum Besucherzentrum „Islote de Hilario“, wo man das Fahrzeug parkt.

Auf dem Weg in den Nationalpark  kann man einen kurzen Ritt auf einem Dromedar unternehmen. Das hatte ich schon einmal ausprobiert. Die schaukelnde Gangart der Tiere hatte mir nicht zugesagt und daher verzichtete ich gerne auf das Vergnügen.

Das Besucherzentrum befindet sich auf einem Hügel. Dort gibt es ein rundherum verglastes Panoramarestaurant, das natürlich wieder vom Lanzeroter Künstler Cesar Manrique konzipiert wurde. Vorführungen der an dieser Stelle herrschenden starken Erdhitze werden geboten. In eine Erdspalte wird ein trockenes Pflanzenbüschel platziert, das sofort in Flammen aufgeht. Außerdem kann man den natürlichen Vulkangrill hinter dem Restaurant bewundern. Gegrillt wird über einem ummauerten Erdloch ausschließlich mit der natürlichen Erdhitze. Im Restaurant kann man so zubereitetes Fleisch und Fisch bestellen. Schmeckt sicher sehr gut,  aber so viel Zeit wollte ich mir doch nicht nehmen.

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Vom Besucherpark starten Busse zu einer Rundfahrt von dreißig Minuten auf der „Ruta de los Volcanes“. Die Strecke führt über 14 km durch einen kleinen Teil eines riesigen Gebietes. Der Bus hält an markanten Punkten kurz an, aber aussteigen darf man nicht. Nach alledem waren meine Erwartungen ziemlich niedrig, als ich mich in dem vollbesetzten Bus setzte, glücklicherweise auf die richtige Seite zum Fotografieren, rechts in Fahrtrichtung.

Während der vom Band abgespielten Erklärungen auf Englisch und Spanisch wurden immer wieder Teile aus der Chronik des Pfarrers von Yaiza wieder gegeben. Don Curbelo erlebte die Katastrophe von 1730  als Augenzeuge und beschrieb sie sehr eindrucksvoll. Es folgt ein Auszug aus seiner Chronik der Katastrophe.

“… Am 1. September 1730, zwischen 9 und 10 Uhr abends, öffnete sich plötzlich die Erde bei Timanfaya, zwei Wegstunden von Yaiza. Ein gewaltiger Berg bildete sich
bereits in der ersten Nacht und Flammen schossen aus seinem Gipfel, die 19 Tage lang weiterbrannten. Wenige Tage später brach ein neuer Schlund auf und der Lavastrom ergoss sich über Timanfaya, Rodeo und einen Teil der Mancha Blanca.
Die Lava floss nach Norden, anfangs wie sprudelndes Wasser, später zähflüssig wie Honig. Doch am 7. September stieg mit unheilvollem Donnern ein riesiger Fels aus der Tiefe und zwang die Lava dazu, ihren Fluss nach Westen und Nordwesten zu wenden. Dort zerstörte sie die Orte Maretas und Santa Catalina.
Am 11. September erneuerte sich die Gewalt der Lava. Sie bedeckte und verbrannte das Dorf Mazo und stürzte danach acht Tage lang als feuriger Katarakt unter furchtbarem Tosen ins Meer, so dass tote Fische in riesigen Mengen an der Oberfläche schwammen oder ans Ufer geworfen wurden. Danach beruhigte sich alles und die Eruptionen hörten auf.
Jedoch am 18. Oktober brachen direkt über dem verbrannten Santa Catalina drei neue Schlünde auf, aus denen schwere Rauchwolken strömten, die sich über die ganze Insel verbreiteten. Sie trugen Unmengen an Asche und Sand mit sich und überall fielen dicke Wassertropfen nieder. Die dadurch verursachte Finsternis, Asche und Rauch vertrieben mehrfach die Einwohner von Yaiza und Umgebung.
Doch kehrten sie wieder zurück, als auf die Eruptionen keine weiteren Ausbrüche mehr folgten. Am 28. Oktober, als diese Ereignisse zehn Tage angedauert hatten,
fiel in der ganzen Region das Vieh tot um, erstickt vom stinkenden Dunst.
Vom 1. bis 20. November brach unaufhörlich Rauch und Asche aus den Kratern hervor und am 27. wälzte sich mit enormer Geschwindigkeit ein Lavastrom die Hänge hinunter. Am 1. Dezember erreichte er das Meer und bildete dort eine erstarrende Insel. Am 16. Dezember änderte die Lava plötzlich ihren Lauf, floss nicht mehr ins Meer, sondern verschüttete das Dorf Chupadero und vernichtete die fruchtbare Ebene von Uga.
Am 7. Januar 1731 kam es zu neuen Ausbrüchen, die die früheren Krater wieder zerstörten. Aus zwei Öffnungen brach Lava heraus, begleitet von dichten Rauchwolken,
in denen rote und blaue Blitze tobten. Dazu donnerte es wie bei Gewittern, was für die Bewohner sehr erschreckend war, da sie auf ihrer Insel keine Gewitter kannten.

Am 10. Januar türmte sich ein hoher Berg auf, der noch am selben Tag wieder in sich zusammenstürzte. Steine und Asche regneten auf die Insel und Lavaströme flossen über den Malpaís ins Meer.
Am 7. März entstanden gleich mehrere Vulkane, die sich in einer Reihe von Ost nach West erhoben.
Am 4. Juni öffneten sich in der Timanfaya-Region drei Krater auf einmal. Sie verbanden sich schnell zu einem einzigen Vulkankegel, aus dem ein Lavastrom ins Meer
floss. Aus einem Nebenkrater schossen Asche und Blitze heraus, aus einem anderen entwich weißer Dampf, wie man ihn bisher nicht gesehen hatte. Ende Juni waren alle Küsten an der Westseite der Insel mit riesigen Mengen von toten Fischen bedeckt, von denen man viele Arten noch nie gekannt hatte. Nordwestlich von Yaiza stiegen mit heftigen Detonationen Rauch und Flammen aus dem Meer empor.
Im Oktober und November verstörten neue Eruptionen die Einwohner. Am 25. Dezember bebte die Erde und am 28. schoss ein Lavastrom aus einem neu entstandenen Kegel, zerstörte ein weiteres Dorf und eine Kapelle bei Yaiza …“

Als der Pfarrer die Insel verlassen musste,  brachen die Notizen ab, aber die Eruptionen dauerten noch weitere fünf Jahre an. 

Wir rollten langsam durch eine Landschaft, die nicht von dieser Welt zu sein schien. Die fehlende Vegetation, die vielfältigen Formen und Farbtöne des Gesteins und die Silhouetten der Vulkane  waren von außerirdischer Schönheit. Timanfaya  wird oft mit einer Mondlandschaft verglichen. Ich fand, das es eher wie auf dem roten Planeten, dem Mars, aussah. Einerseits war ich äußerst beeindruckt von der dramatischen Vulkanlandschaft, hätte am liebsten mehrmals laut „Wow“ gerufen, andererseits konnte ich mir wegen der Berichte des Augenzeugen lebhaft vorstellen, wie die Landbevölkerung  im 18. Jahrhundert unter der nicht endenden wollenden apokalyptischen Naturkatastrophe gelitten haben muss. Die Vulkaneruptionen haben Lanzarote nachhaltig verändert. Große fruchtbare Gebiete wurden von einer hohen Lavaschicht bedeckt und waren für den Ackerbau verloren.

Aber schaut selbst, wie atemberaubend diese Landschaft aussieht.
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Nachdem die Busfahrt viel zu schnell vorbei war, gönnte ich mir im Restaurant Kaffee und Kuchen und genoss noch einmal den Ausblick über die wunderschöne Vulkanlandschaft.
Schließlich  schaute ich mir noch die informative Ausstellung über Vulkanismus im Allgemeinen und in Lanzarote im Besucherzentrum in Mancha Blanca an und machte mich dann auf den Rückweg.
Von der Nationalparkbehörde werden übrigens  auch geführte kostenlose Wanderungen für eine geringe Anzahl von Besuchern angeboten. Diese kann man online genau einen Monat vorher buchen aber sie sollen immer sofort ausgebucht sein.

Bevor ich nach Costa Teguise zurückkehrte, besuchte ich noch die Fundacion Cesar Manrique, das zu einem Kunstmuseum umgewandelte Wohnhaus des Künstlers. Diese außergewöhnliche Sehenswürdigkeit und weitere Werke Manriques sind einem eigenen Beitrag vorbehalten.

Wart ihr schon einmal in einer Vulkanlandschaft und wie hat es euch gefallen?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

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Unterwegs auf Lanzarote (1)

Am ersten Wochenende auf Lanzarote war ich mit dem Mietwagen unterwegs. Zum ersten Mal während meines Aufenthalts auf der Insel kam ich über Costa Teguise hinaus.

Am Samstagmorgen schaute ich aus dem Fenster und konnte es nicht glauben. Während der gesamten Woche, die ich im Sprachunterricht verbracht hatte, herrschte wunderbares Wetter. Fast immer schien die Sonne und die Temperaturen bewegten sich um angenehme 20 °C.  Nun regnete es tatsächlich und zwar nicht nur ein bisschen. Meine Reservierung für den Fiat Panda wollte ich aber nicht verfallen lassen, so begab ich mich auf eine Tour durch den Norden der Insel.

Zuerst ging es nach Teguise, in die Inselhauptstadt im Landesinneren. Eigentlich wollte ich dort nicht stoppen,  vertrieb mir dann aber die Zeit mit Kaffeetrinken und Schlendern durch die Altstadtgassen im spanischen Kolonialstil in der Hoffnung auf besseres Wetter.

DSC04320DSC04327Es war immer noch regnerisch. Daher beschloss ich, nach Haria zu fahren und dort das letzte Wohnhaus des Ausnahmekünstlers Cesar Manrique (1919-1992) anzuschauen, das in ein Museum umgewandelt wurde. Manrique war Maler, Architekt, Bildhauer und Designer. Er prägte das Erscheinungsbild von Lanzarote maßgeblich und sorgte dafür, dass die touristische Bebauung mit Hochhäusern unterblieb. Die von ihm entworfenen Ferienanlagen orientierten sich an der traditionellen kanarischen Architektur. Außerdem schuf er Werke, in denen die Natur der Vulkaninsel und die Kunst eine  einzigartige Symbiose eingehen (Über die einzelnen Orte  berichte ich jeweils).

Nach Haria fährt man auf einer Serpentinenstrecke, wird aber mit schönen Ausblicken von mehreren Miradores belohnt. Letzeres war mir nicht gegönnt. Die Gegend war in dichten Nebel gehüllt.

In dem schönen Ort Haria gibt es Manriques liebevoll gestaltetes Haus in exquisitem Design und sein Maleratelier zu sehen. Sehr sehenswert sind u.a. die außergewöhnlichen Bäder mit Glasfronten, durch die man nach draußen in das  Lavaformationen schaut (Fotografieren durfte man in den Innenräumen nicht). Etwas unheimlich war, dass die Einrichtung der Privaträume so belassen wurde, wie Manrique sie vor seinem Unfalltod verlassen hatte. Das geht sogar soweit, dass in der Bar noch seine alten, angebrochenen Flaschen stehen!

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In Haria war es nicht neblig, aber sehr trübe und es regnete ein bisschen. Ich überlegte, ob ich weiter zum Mirador del Rio nach Norden oder zu meinen nächsten Zielen an der  Ostküste fahren sollte. Nun ja, die Hoffnung stirbt zuletzt und so landete ich in einer Nebelsuppe am schönsten Aussichtspunkte von Lanzarote, dem Mirador del Rio.
Der Mirador del Rio mit dem dazugehörigen Restaurant ist ein Werk von Cesar Manrique. Die Cafeteria bietet großartige halbrunde Panoramafenster und ist geschmackvoll und puristisch möbliert, so als ob nicht von dem einzigartigen Ausblick abgelenkt werden soll. Angeblich ist der Blick auf die vorgelagerte Insel La Graciosa einer der schönsten auf den Kanaren. Nur kurz konnte ich dies erahnen. Die Insel tauchte einmal aus dem Dunst auf. Ich stürzte nach draußen, um zu fotografieren, da war es schon wieder vorbei ! Mit Cafe con Leche  und leckerem Apfelkuchen tröstete ich mich und beschloss, noch einmal zum Mirador zu fahren, entweder in diesem Urlaub oder später einmal.

DSC04346Am Nachmittag besichtigte ich ein weiteres Werk von Manrique an der Ostküste. Die Jameos del Aqua liegen nördlich von Arrieta. Dort lachte endlich wieder die Sonne. In einem eingestürzten Lavatunnel befindet sich ein großartiges Gesamtkunstwerk. Rund um einen türkisschimmernden Salzsee mit endemischen Albinokrebschen ließ Manrique ein Restaurant, einen Pool und einen unterirdischen Konzertsaal einbauen.  Wirklich eine einzigartige Sehenswürdigkeit, die durch subtropische  Vegetation noch verschönert wird.

Schließlich besuchte ich noch die nahe Cueva de los Verdes, die einen Teil eines fast acht Kilometer langen Lavatunnels bildet. Mit einer Führung können knapp zwei Kilometer der Höhle besichtigt werden. Stimmungsvoll beleuchtet kommen die Struktur der erstarrten Lavaströme und die verschiedenen eingelagerten Gesteinsarten sehr gut zur Geltung. Immer wieder wurden wir aber auch aufgefordert den Kopf einzuziehen. Die Decke war oft ziemlich niedrig.

Nach einem erlebnisreichen Tag kam ich erschöpft aber glücklich zurück nach Costa Teguise. Über meinen Ausflug am nächsten Tag folgt ein weiterer Bericht.

Wart ihr schon mit dem Mietauto auf Lanzarote oder einer anderen Kanareninsel unterwegs und wie fandet ihr das ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

 

 

 

 

Lanzarote im November

Sehr schöne  Tage auf Lanzarote bei rund 20 Grad verlebe ich gerade. Es ist mein erster Aufenthalt auf der Kanareninsel. In Costa Teguise habe ich einen Intensivspanischkurs gebucht. Noch einmal die Schulbank drücken und endlich ordentlich Spanisch lernen! Das ist der Plan …

Schon jetzt gefallen mir die sympathische und entspannte Atmosphäre und die vulkanische Landschaft. In der Nebensaison trifft man nicht auf Touristenmassen, aber alles ist geöffnet und angenehm belebt.  Über Costa Teguise bin ich noch nicht hinausgekommen, aber das wird sich ändern. Darüber möchte ich noch  berichten. Heute sende ich zunächst einige Impressionen der ersten Tage.

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Wart ihr schon auf Lanzarote und wie hat es euch gefallen?
Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.