Rund um Murnau/Around Murnau

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Manchmal rede ich mit mir selbst. Auf meinen Reisen, wenn ich keine Ansprechpartner habe, gerne auch laut. Oder ich spreche mit Hunden, Katzen und Kühen am Wegesrand. Natürlich nur, wenn ich meine, dass mich niemand hört. Zu Hause im Alltag führe ich stille Zwiegespräche.

Es ist dann so, als ob meine Persönlichkeit gespalten wäre. Inga I ist vernünftig, geduldig und meint, dass wir Corona durch angemessene Maßnahmen bekämpfen müssen. Außerdem erkennt sie, dass es ihr in der Pandemie relativ gut geht. Gesund zu bleiben und keine finanzielle Not zu leiden, sind schließlich am Wichtigsten.

Inga II jammert oft und zwar ausgiebig:
Meine Tochter habe ich seit einem Jahr nicht mehr in den Arm genommen. Bin in Rente und kann die Vorteile nicht genießen. Dass ich eineinhalb Jahre früher in Rente gegangen bin, um mehr Zeit für meine Hobbies zu haben, hat mir nicht viel geholfen. Kann nicht ins Ausland reisen wegen Corona. Gesundheitlich bin ich auch eingeschränkt. Die Sehenswürdigkeiten sind geschlossen, die Zoos und die Botanischen Gärten auch. Shoppen ist nicht so mein Ding, aber meine Lieblingscafés in der Stadt möchte ich mal wieder besuchen. Wie langte dauert das Ganze noch? Es reicht !
usw., usw.

Inga I: Aber wir dürfen immerhin im Freien spazieren gehen.

Inga II: In „unserem“ Wald begegne ich sehr, sehr vielen Spaziergängern, Radfahrern und heftig keuchenden Joggern. Die meisten halten den Mindestabstand nicht ein, so dass ich oft ausweichen muss und dann im Gebüsch stehe. Das hat sich seit Beginn der Pandemie kaum verändert (siehe auch hier). Auf Spaziergängen kann ich mich selten entspannen. Corona ist immer präsent.

Inga I: Klage doch nicht immer! Du bist in Rente und hast viel Zeit. Du lebst in München. Es gibt viele schöne Ausflugsziele. Es ist nicht weit in die Berge. Du kannst dir einen Tag mit gutem Wetter aussuchen und dann gehst du Wandern!

Mittwoch letzter Woche war es soweit, bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen begab ich mich nach Murnau am Staffelsee , das in der Nähe von Garmisch liegt. Zum Einstieg in meine Wandersaison hatte ich mir den rund sechs Kilometer langen „Drachenstichrundweg“ mit geringen Höhendifferenzen ausgesucht.

Vom Bahnhof Murnau lief ich zunächst zum bestens ausgeschilderten Münter-Haus. Nachdem die Malerin Gabriele Münter das Haus an der Kottmüllerallee in Murnau 1909 erworben hatte, hielten sie und Wassily Kandinsky sich oft in diesem Haus, im Volksmund auch als „Russenhaus“ bezeichnet, auf.

Die Murnauer Landschaft, insbesondere das Haus selbst, der Garten und die unmittelbare Umgebung, wurde für Münter und Kandinsky zu einer wichtigen Inspirationsquelle. Oft malten sie den Blick aus dem Fenster zur Kirche und zum Schloß sowie zur Bergkette. Das Münter-Haus spielte auch eine ausschlaggebende Rolle in der Geschichte des „Blauen Reiter“. Es wurde zu einem bedeutenden Treffpunkt der Avantgarde. Das Haus ist mit Gemälden, Graphiken und Hinterglasbildern von Kandinsky und Münter sowie mit Beispielen der Volkskunst, die sie sammelten, und mit ihren selbst bemalten Möbeln ausgestattet und kann besichtigt werden (derzeit leider geschlossen).
Quelle: http://www.muenter-stiftung.de/de/das-munter-haus-2/

Weiter ging es durch die historische Kottmüller-Allee, einen Fußweg mit 140 Eichen. Gleich am Anfang der Allee legte ich einen kurzen Abstecher zur Lourdes Grotte ein, die einige hundert Meter weiter, etwas versteckt aber gut ausgeschildert, in einer Schlucht unterhalb der Baumallee liegt.

Zurück auf der Eichenallee, auf der nur wenige Spaziergänger unterwegs waren, gelangte ich alsbald auf einen Höhenrücken. Von einem Aussichtspavillon sollte man eigentlich einen traumhaften Blick auf das Murnauer Moos, eine ausgedehnte Moorlandschaft, und die dahinterliegende Bergkette genießen können. Sogar die Zugspitze, unser höchster Berg, sollte zu sehen sein. Trotz des guten Wetters war die Sicht aber wegen des Saharastaubs und des Gegenlichts äußerst diesig. Die Umgebung von Murnau wird wegen ihrer Bedeutung für den „Blauen Reiter“ das „Blaue Land“ genannt. Nun sah es eher nach einem „Gelben Land“ aus.

Inga II: So ein Mist! Von Dachau aus, habe ich letzte Woche die mehr als 100 km entfernten Berge viel klarer gesehen. Das wird schwierig mit dem Fotografieren.

Inga I: Ist das schön, was für ein zauberhafter Ausblick! Wenn man ein bisschen genauer hinschaut, kann man die Silhouetten der Berge erkennen. Die Fotos kann ich mit HDR und Bracket aufnehmen und noch nachbearbeiten.

Kurz darauf zweigte ein Weg zum „Ähndl“ ab, dem Georgskirchl aus dem 8. Jahrhundert, das als die älteste Kirche im Staffelseegebiet bezeichnet wird. Die Kirche und die daneben liegende Wirtschaft waren leider geschlossen.

Inga II: Warum ist diese Kirche geschlossen ? Und das Foto wäre mit einem Berg im Hintergrund viel schöner.

Inga I: Schöne alte Kirche und der Biergarten sieht toll aus. War klar, dass der nicht geöffnet hat. Im Inneren der Kirche sind wertvolle Gegenstände. Sie ist deswegen wahrscheinlich nur am Wochenende offen, wenn auch das Wirtshaus mit Speisen zum Mitnehmen geöffnet ist.

Von der Kirche sah ich, dass auf dem darunterliegenden Parkplatz viele Autos standen. Die meisten Wanderer waren wohl auf dem 12 km langen Rundweg durch das Murnauer Moos unterwegs. Das wäre sicher eine schöne Tour, die ich aber nur bei guter Sicht auf die Bergkette unternehmen würde.

Zurück auf dem Rundweg kam ich bald an den Drachenstich, eine idyllische Schlucht mit einem kleinen Wasserfall. Dann ging es über steile Stufen hinauf auf einen weiteren Höhenrücken. Wieder einmal fiel mir auf, dass meine Fitness stark ausbaufähig war. Nach kurzer Zeit blieb ich stehen, um die Wanderer hinter mir vorbei zu lassen. Während ich den Blick von oben auf den Wasserfall genoss, stellten sich die Beiden direkt neben mich. In gewohnter Manier wich ich zurück und sagte in freundlichem Ton. „Jetzt bin ich Ihnen doch gerade ausgewichen!“ „Oh, Entschuldigung!“, antworteten sie. Wir kamen dann ins Gespräch. Die Leute, die auf Mitte 40 schätzte, erzählten mir, dass sie zwar vorsichtig seien, manchmal aber doch zu unbesorgt, weil sie beiden schon an Corona erkrankt waren. Die Frau hatte nur vorübergehend den Geschmacksinn verloren, während sich der Mann mit Fieber und Schüttelfrost drei Tage lang ziemlich schlecht gefühlt hatte.

Inga I: Wie schön, so wäre Corona kein Problem!

Inga II: Mich würde es bestimmt heftiger treffen!

Nach Überquerung einer Straße ging ich durch einen schönen Wald mit ersten Frühlingsblüten hinunter zum Staffelsee.

Als ich den Staffelsee erreichte, staunte ich nicht schlecht. Das Gewässer war größtenteils mit Eis bedeckt, obwohl es schon seit Tagen frühlingshaft warm war. Am Strandbad Murnau stand ein geöffneter Kiosk, der allerlei Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbot. Ich entschied mich für Cappuccino und Käsekuchen und ließ mich damit auf der Wiese nieder. Viele, aber nicht zu viele Menschen genossen dort den Blick über den See bei angenehmer Frühlingssonne.

Inga I und II: Bin begeistert!

Anschließend ging ich hinauf in die Altstadt, wobei ich wieder ziemlich ins Schnaufen kam. Offensichtlich reichte es nicht, täglich spazieren zu gehen. Ich musste mehr tun. Einige vom Lockdown betroffene Einzelhandelsgeschäfte hatten zum Zeichen des Protestes ihre Schaufenster verkleidet und kündeten eine Klagewelle gegen die Corona Maßnahmen der Regierung an.

Die Murnauer Altstadt kannte ich von einem Besuch vor einigen Jahren. Im Hochsommer hatte ich in einem Café in der Fußgängerzone gesessen und es viel zu heiß gefunden. Wie gut es mir damals ging!

Nun schlenderte ich an den schönen bunt bemalten Häusern mit historischen Hinweisschildern vorbei und freute mich, dass doch einige Passanten auf Bänken saßen, mit Einkaufstüten oder einem Speiseeis vorbei gingen. Es herrschte eine ganze andere Stimmung als in Dachau, wo nur wenige Menschen mit der obligatorischen Maske vorbeieilten.

Inga II: Schon schön, aber wenn man die Berge im Hintergrund sehen könnte, wäre es noch schöner. Und ein Eis würde ich jetzt gerne essen, bin aber noch satt vom Käsekuchen.
Inga I: Aber es ist nicht überlaufen und die Altstadt ist wirklich malerisch.

Dank einer sehr guten Ausschilderung fand ich ohne weiteres zum Bahnhof zurück.

Fazit:
Schöne und sehr abwechselungsreiche Kurzwanderung (6,1 km, mit Abzweigungen zur Lourdes Grotte und zum Georgskirchl ca. 8 km, 110 Höhenmeter, gut 2 Stunden, 3 Stunden mit Pausen). Die Murnauer Altstadt ist sehr sehenswert. Wer sich für den „Blauen Reiter“ interessiert, sollte das Münter Haus und das Schlossmuseum Murnau besuchen, wenn die Museen wieder geöffnet sind.

Inga I: Sehr schöner Ausflug! Das hat mir gut getan.
Inga II: Stimmt, aber beim nächsten Mal will ich die Berge sehen!

PS: Inga I setzt sich meistens durch.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.




Zauberhafter Ausflug nach Wasserburg am Inn Magical excursion to Wasserburg am Inn

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1. Eine unheimliche Erscheinung

Es war im zweiten Jahr der Pandemie. An diesem Abend saß ich auf dem Sofa und surfte schon seit geraumer Zeit auf meinem Ipad. Zunächst hatte ich nach den aktuellen Coronazahlen gesucht und war dann zu grundsätzlichen Fragen übergegangen bis ich schließlich bei „Wie lange dauert Corona noch ?“ landete. Auf einmal wurde der Bildschirm meines Geräts schwarz und sogleich erfolgte ein ohrenbetäubendes Krachen.

Vorsichtig öffnete ich die Augen, die ich voller Panik geschlossen hatte. Ungläubig bestaunte ich die ältere Dame, die gegenüber auf unserem Sofa Platz genommen hatte. Zur Sicherheit setzte ich meine Brille auf und schaute genauer hin. Ach du Schreck, wie kam eine Fremde so plötzlich in unser Wohnzimmer? Sie lächelte mich freundlich an, sagte aber Nichts.

„Wer sind Sie ? Was machen Sie hier ?“
„Ich bin die gute Fee, “ antwortete sie mit sanfter Stimme.
„Das glaube ich nicht. Sie sehen nicht so aus !“

Tatsächlich war sie keine zierliche blonde Erscheinung auch nicht jung und schön. Ihr faltiges Gesicht, die grauen Haare und ihre nachlässige Kleidung, Jeans und Holzfällerhemd, statt einer pastellfarbigen fließenden Robe kamen mir alles andere als feenhaft vor.

„Inga, wie hast du dir denn eine Fee vorgestellt ? Du hast wohl zu viele Disney Filme gesehen. Weißt du nicht, dass wir uns anpassen? Ich bin die Fee, die älteren Herrschaften erscheint. Und Schluss jetzt mit dem Gejammer! Du hast drei Wünsche frei. Also los!“

Da musste ich nicht lange überlegen.
„Bitte beende die Pandemie sofort, damit wir zur Normalität zurückkehren können!“

Sie schüttelte den Kopf. Zwischen ihren Augenbrauen erschien ein tiefe, senkrechte Falte.

„Das wünschen sich heutzutage alle. Tut mir leid, so mächtig bin ich nicht. Ich kann dir einen persönlichen Wunsch erfüllen, aber nicht die ganze Welt retten. Dein nächster Wunsch lautet wie?“

„Ich möchte, dass sich niemand aus unserer Familie ansteckt.“

„Mhm, ja … “ Die Fee schaute mich traurig mit heruntergezogenen Mundwinkeln an. Ihre Miene glich nun derjenigen von Angela Merkel . Tatsächlich legte die Fee ihre Hände in die charakteristische Rautenform und sagte betont sachlich:

„Dafür müßt ihr selber sorgen. Wenn ihr auf euch und andere aufpasst, den Mindestabstand und die Kontaktbeschränkungen einhaltet sowie den Mund-Nasen-Schutz tragt, werdet ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit gesund bleiben.“

Mir war zum Heulen zumute. Da erschien mir einmal im Leben eine Fee, und ich hatte mir zweimal etwas gewünscht, dass sie nicht erfüllen konnte. Aber einen Wunsch hatte ich noch.

“ Kannst du denn dafür sorgen, dass die Museen sehr schnell wieder öffnen? Im endlosen Lockdown war ich soviel im Wald spazieren, dass ich dringend etwas Anderes sehen will, am liebsten Kunst. Das müsste doch gehen, wenn die Museen strikte Hygienevorschriften erfüllen, oder ?“

Sie überlegte kurz und dann erschien ein seliges Lächeln auf ihrem Gesicht. Ihre Falten glätteten sich, so dass sie mit einem Mal viel jünger wirkte.

„Wie schon gesagt, Corona beeinflussen kann ich nicht. Aber ich habe eine Idee! In Wasserburg am Inn gibt es einen Skulputurenweg, im Freien, sehr schön am Innufer gelegen. Das ist ein wunderbarer Spaziergang. Es ist gerade eisig kalt, aber morgen wird die Sonne scheinen. Du wirst sehen, das wird ganz zauberhaft.“

Mit einem weiteren lauten Schlag verschwand die Fee, bevor ich mich bedanken konnte. Der Bildschirm meines Ipads flackerte und zeigte mir die Suchergebnisse meiner letzten Frage. Ganz oben las ich „Wissenschafter rechnen mit zwei Jahren.“

2. Ausflug nach Wasserburg am Inn

Als ich morgens aufwachte, war ich sicher, dass ich die ganze Geschichte geträumt hatte. Ich schaute aus dem Fenster. Die Sonne lachte wie schon lange nicht mehr. Das Thermometer zeigte knackige -9 Grad Celsius. Trotzdem fand ich die Idee, einen Ausflug nach Wasserburg zu unternehmen, genial. Ich beschloss, sie am Nachmittag umzusetzen. In meine wärmste Skikleidung eingepackt und mit heißem Tee im Tagesrucksack fuhr ich mittags los.

Die Altstadt von Wasserburg am Inn liegt sehr idyllisch auf einer Halbinsel im Fluss. Der Spaziergänger folgt dem Inn um die Stadt auf dem 1,5 km langen Skulpturenweg. Künstler des örtlichen Kunstvereins „Arbeitskreis 68“ stellen dort über 30 Werke aus. Der Skulpturenweg in Wasserburg ist die größte “open air Galerie” in Bayern und eine der größten in Deutschland.

Nach einer einstündigen Autofahrt über die eisfreie Bundesstraße kam ich in Wasserburg an. Nach ein bißchen Suchen fand ich sowohl einen Parkplatz und als auch das Ende des Skulpturenwegs. Das war mir ganz recht, so konnte ich in den Weg in umgekehrter Richtung gehen, dann durch die Altstadt zurück.

Der Fluß lag im schönsten Sonnenschein und der Weg bot wundervolle Blicke auf den das gegenüberliegende Hochufer, die sogenannte Innleiten. Die Skulpturen wurden vom warmen Winterlicht wunderschön angestrahlt und gefielen mir ausnehmend gut. Neben allen Skulpturen ist ein Schild angebracht, auf dem der Name des Künstlers steht. Weitere Informationen über die Kunstwerke habe ich leider nicht gefunden (Die Tourismusinformation war geschlossen, aber einen Plan mit Werksverzeichnis kann man hier sehen). Sehr warm angezogen fror ich nicht und freute mich, dass an diesem Wochentag nur einige Spaziergänger unterwegs waren und zwar wesentlich weniger als in München.

Gemächlich spazierte ich am Flußufer entlang bis zum Ende des Skulturenwegs an der Roten Brücke. Am Flußufer stehend genoss ich eine Tasse heißen Tee und tankte etwas Sonne. Dann bog ich nach rechts in die Altstadt ab.

Auch in der Altstadt von Wasserburg gab es Einiges zu sehen. Aber zum Einen waren die meisten Sehenswürdigkeiten geschlossen und zum Anderen wollte ich rechtzeitig zurück fahren. Es war immer noch sehr kalt und eine Rückfahrt auf glatten Straßen wollte ich vermeiden. Daher schlenderte ich nur ein bisschen durch die Gassen schaute mir die farbenfrohen Fassaden der Häuser an. Dabei entdeckte ich zunächst die Frauenkirche aus dem 14. Jahrhundert. Als ich das Gebäude mit Maske betrat, beschlug leider meine Brille so stark, dass ich kaum etwas erkennen konnte. Ohne Brille ging es mir aber genauso! Ich nahm ein Foto auf, um mir die Kirche später anzusehen.

Bald darauf kam ich zum Marienplatz, wo ich das Kernhaus mit der wunderschön struckierten Fassade aus dem 18. Jahrhundert bestaunte und das spätmittelalterliche Rathaus. Zu meiner großen Freude bot das Café im Rathaus Kaffee und Backwaren zum Mitnehmen an. Auf dem Marienplatz stehend schlürfte ich einen Cappuccino und genoss eine Quarktasche, während ich mir die historischen Fassaden anschaute.

Nach diesem würdigen Abschluss eines wunderschönen Nachmittags ging ich zum Auto zurück und fuhr sehr zufrieden nach Hause.

3. Fazit

Die Altstadt von Wasserburg am Inn besticht durch ihre einzigartige Lage auf einer Halbinsel im Fluß. Die Werke auf dem Skulpturenweg sind sehr sehenswert und harmonieren perfekt mit der Umgebung. Durch das Winterlicht und die verschneite Landschaft kamen sie besonders gut zur Geltung. In einer anderen Jahreszeit würde ich den Weg gerne noch einmal besuchen aber vorher versuchen, mehr Informationen über die Künstler und ihre Werke zu bekommen. In der Altstadt von Wasserburg gibt es noch viel zu sehen, z.B. mehrere Museen und die Burganlage. Über die Rote Brücke würde ich gerne zum anderen Innufer spazieren und mir das Altstadtpanorama von dort anschauen. Kurzum: ich werde wiederkommen, aber erst dann wenn Alles wieder geöffnet ist. Eine Stadtbesichtigung macht so einfach mehr Spaß.

Übrigens: vielen lieben Dank, du gute Fee !

El arte limpia del alma el polvo de la vida cotidiana. – Pablo Picasso
Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen.Pablo Picasso

Street Art „Werksviertel München“

Neulich las ich in der Süddeutschen Zeitung unter der Überschrift „Eine Reise ins Niemandsland“ einen interessanten Artikel über Street Art im „Werksviertel München“. Das brachte mich auf eine Idee.

Im Zuge des neuerlichen Lockdowns hatten wieder alle Museen geschlossen. Aber Kunstwerke kann man auch außerhalb von Kulturtempeln genießen, besonders Street Art. Praktischerweise musste ich zum „Werksviertel“ nicht einmal mit dem Auto fahren oder in ein öffentliches Verkehrsmittel einsteigen, sondern konnte das Radl benutzen. Fahrradfahren mag ich nicht besonders, aber diese Strecke konnte ich gut bewältigen.

Das Areal des „Werksviertels“ hat eine Größe von 39,5 Hektar. Hier befand sich noch in den 1980er-Jahren ein Gewerbegelände, auf dem unter anderem das Stammwerk der Kartoffelfabrik „Pfanni“, die „Optimol Ölwerke“ und der Fahrzeughersteller „Zündapp“ lagen. Bis Mitte der 1990er Jahre wurden alle Fabrikstandorte aufgegeben.

Das Pfanni- und Optimol-Gelände, das danach brach lag, wurde verpachtet und es entstand Vergnügungspark, der „Kunstpark Ost“. Bis September 1996 eröffneten dort bis zu dreißig Diskotheken. Nachfolger wurden die „Kultfabrik“ und die „Optimolwerke“, ein Kultur- und Veranstaltungszentrum bzw. ein Clubareal. Beide mussten schließlich dem Stadtentwicklungsprojekt für das neue Werksviertel weichen.

Auf dem Gelände entstehen mehr als 1000 Wohnungen, fünf Hotels (darunter auch ein Youth Hostel), Gastronomiebetriebe, Sportangebote und sogar ein Konzertsaal. Das „Werksviertel“ wird etwa 7000 neue Arbeitsplätze schaffen. Als Zwischennutzung des für das Konzerthaus vorgesehenen Geländes wurde 2019 ein 78 Meter hohes Riesenrad in Betrieb genommen (derzeit coronabedingt geschlossen).
Quelle Wikipedia

Im „Werksviertel“ angekommen staunte ich über die bereits errichteten Gebäude. Das leuchtend orange „Werk 3“, in dem es sogar Gaststätten mit Speisen zum Mitnehmen gab, und der schwarze Wolkenkratzer des Hotels „Adina“ bildeten einen spannenden Gegensatz zu den alten Werksbauten, deren Abriss im vollen Gange war. Bei meinem Streifzug über das Areal konnte ich, wie in der Süddeutschen Zeitung beschrieben, die wunderbaren Werke bekannter Street Art Künstler bewundern. Man merkte, dass hier „nicht einfach so gesprüht“ wurde, sondern dass viele Bilder vom renommierten Street-Art-Guru Loomit sozusagen kuratiert wurden. Von den diversen Stilrichtungen, den vielfältigen Farben und Formen sowie der Qualität der Kunstwerke war ich restlos begeistert ! Sehr schade ist, dass sie über kurz oder lang der Abrissbirne zum Opfer fallen werden. Wenn es euch interessiert, könnt ihr Näheres in der Süddeutschen Zeitung nachlesen.

Aber genug der Worte : nachfolgend zeige ich euch Impressionen aus dem „Münchner Werksviertel“.

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken !

Fazit:
Dem Werksviertel werde ich sicher weitere Besuche abstatten, um die Entwicklung dieses sehr interessanten Stadtteils mit zu verfolgen. Auch eine Fahrt mit dem Riesenrad steht schon lange auf meiner Wunschliste. Wenn es sich wieder dreht …

In diesem Sinne: passt gut auf euch und andere auf und bleibt gesund !

Zurück im Museum: Lenbachhaus München Back to the museum: Lenbachhaus Munich

Picasso sagte : „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“ Das hat bei mir schon früher sehr gut funktioniert und in der C-Situation gibt es gerade sehr viel zu entstauben. Deswegen finde ich es ganz wunderbar, dass die Museen wieder öffnen durften.

In den letzten Wochen hatte ich schon die Alte und die Pinakothek der Moderne in München besucht. Natürlich waren die Hygieneregeln zu beachten, aber davon abgesehen ging es recht entspannt in  beiden Museen zu. Nur wenige Besucher hatten sich dort hinein verirrt und die Einhaltung des Mindestabstands war viel einfacher als in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Am letzten Sonntag war es wieder soweit: ich brauchte dringend ein paar frische Eindrücke. Also besuchte ich das Lenbachhaus, d.h. die Städtische Galerie im Lenbachhaus in München. Zwar gab es dort mehr Besucher, die sich aber rücksichtsvoll und ruhig verhielten. Auf den Zutritt einiger kleiner Räume mussten wir warten, weil die Höchstbesucherzahl erreicht war. Erstaunlich war, das niemand meckerte. Das hätte es vor Corona nicht gegeben !

Zunächst erlebte ich ein freudiges Wiedersehen mit der weltbekannten Sammlung der Gemälde des Blauen Reiters und schaute ich mir die Ausstellung „Radio Aktivität“ an.
Näheres findet ihr unter: https://www.lenbachhaus.de/

Außerdem flanierte ich durch den öffentlich zugänglichen Museumsgarten, der als Teil der historischen Villa von Franz von Lenbach im 19. Jahrhundert angelegt wurde und zu jeder Jahreszeit ein sehr entspannendes Erlebnis bietet. Dem Lenbachhaus danke ich herzlich für die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Gartenfotos.

Nach getanener „Arbeit“ gönnte ich mir ein leckeres Stück Kuchen mit Cappuccino auf der Terasse des Museumsrestaurants. Von dort genoß ich den Blick auf den Königsplatz. Die Wolkendecke war inzwischen aufgerissen und das frische Sonnenlicht verzauberte die Architektur.

Als ich wieder nach Hause fuhr, fühlte ich mich in der Tat erfrischt. Gedankenschleifen, die sich mit der C-Situation und anderen Alltagssorgen befassten, waren nicht mehr so ausgeprägt. Die Aufnahme neuer visueller Eindrücke machte mir Spaß.

Eigentlich hatte ich nicht fotografieren wollen, freute mich dann aber doch über die vielen schönen Motive. Daher habe ich alle Fotos mit dem Smartphone aufgenommen.

Picasso said: „Art washes away the dust of everyday life from the soul.“ This has worked very well for me in the past, and in the C-situation there’s a lot of dust to get rid of right now. That’s why I think it’s wonderful that the museums were allowed to open again.

In recent weeks I had already visited the Alte and the Pinakothek der Moderne, museums of art in Munich. Of course the rules of hygiene had to be observed, but apart from that it was quite relaxed in both museums. Only few visitors had found their way into the museum and keeping the minimum distance was much easier than in public transport. 

Last Sunday it was that time again: I urgently needed some fresh impressions. So I visited the Lenbachhaus, i.e. the Städtische Galerie at Lenbachhaus in Munich. Although there were more visitors there, they were considerate and calm. We had to wait for some small rooms to enter, because the maximum number of visitors had been reached. It was astonishing that nobody complained. This would not have happened before Corona !

First I had a joyful reunion with the world-famous collection of paintings of the Blauer Reiter and I visited the exhibition „Radio Activity“.
You can find more details under: https://www.lenbachhaus.de/

I also strolled through the publicly accessible museum garden, which was laid out as part of the historic villa of Franz von Lenbach in the 19th century and offers a very relaxing experience in every season. I would like to thank the Lenbachhaus for permission to publish the garden photos.

After having done my „work“ I treated myself to a delicious piece of cake with cappuccino on the terrace of the museum restaurant. From there I enjoyed the view to the Königsplatz. In the meantime the cloud cover had  torn open and the fresh sunlight enchanted the architecture.

When I drove back home, I felt refreshed indeed. Thought loops that dealt with the C-situation and other everyday concerns were no longer so pronounced. I enjoyed recording new visual impressions.

Actually I hadn’t wanted to take pictures, but then I was happy about the many beautiful motives. Therefore I took all photos with my smartphone.

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Fazit:  UNBEZAHLTE WERBUNG Ein sehr gelungener Nachmittag. Das Lenbachhaus ist wegen der Sammlung , insbesondere zur Kunst des Blauen Reiter, immer einen Besuch wert.  Außerdem hat es einen sehr stimmungsvollen Garten und der moderne Anbau ist architektonisch sehr interessant.

Habt ihr schon ein wiedereröffnetes Kunstmuseum besucht und was habt ihr erlebt ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Meine Fotos zeige ich jetzt übrigens auch auf Instagram unter wanderlustig2020.

Conclusion: UNPAID ADVERTISEMENT A very successful afternoon. The Lenbachhaus is always worth a visit because of its collection, especially about the art of the Blauer Reiter. It also has a very atmospheric garden and the architecture of the modern extension is very interesting.

Have you already visited a reopened art museum and what did you experience?

Looking forward to your feedback.

By the way I am also showing my photos on Instagram under wanderlustig2020.

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