Wöchentliche Fotochallenge/Weekly Photo Challenge #24

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In dieser Woche fordert uns Roland in seinem Blog „Royusch-Unterwegs“ auf, ein Foto zum Thema Frucht/Früchte zu posten. Wieder einmal beteilige ich mich gerne und danke dir Roland für dein tolles Engagement in Sachen Fotochallenges.

Mein Foto zeigt eine Hallabong. Diese Frucht wird in Südkorea hauptsächlich auf der südlichen Insel Jeju angebaut. Die intensiv süße Hallabong, eine Art Tangerine, ist kernlos, leicht zu schälen und sehr saftig. Und sie schmeckt ganz köstlich ! Als ich Jeju verließ, nahm ich mir die bekannte Hallabong Schokolade mit. Am besten schmeckte mir aber die frische Frucht.

Die Schönste ist die Hallabong allerdings nicht, daher lautet ihr englischer Spitzname „Ugly Orange“.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Challenge Your Camera #7 Bridges

This is for Dr. B’s Challenge „Bridges“.

Participating in photo challenges, especially when looking at the various posts, I learn a lot about photography. Thank you all!

Hiroshima, Japan
Buenos Aires, Argentina
Himmelkron, Bavaria, Germany
Gyeongju, South Korea
National Park Taroko Gorge, Taiwan

Valentinstag/Valentine’s Day

Gyeongju, South Korea

English text below.

Den Valentinstag haben wir in den vergangenen Jahren nur wenig beachtet. Oft war ich unterwegs, in der Regel auf der Berlinale. Aber in diesem Jahr ist alles anders.

Laut der bayerischen Ausnahmebewilligung dürfen Blumenläden heute Blumen verkaufen, wenn auch nur zur Abholung im sogenannten „Click&Collect“ und ohne vorherige Besichtigung im Geschäft und die Läden dürfen nur in der Zeit von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr „zum Zwecke der Abgabe von Blumen“ geöffnet sein.

Na, dann lassen wir es doch lieber bleiben! Es spricht aber nichts dagegen, sich einen schönen Tag zu machen und den Partnern zu danken, die uns in unseren wechselnden, oft nicht gerade fröhlichen Stimmungen seit fast einem Jahr geduldig beistehen.

In recent years we have paid little attention to Valentine’s Day . I was often out and about, usually at the Berlinale. But this year everything is different.

According to the Bavarian exemption permit, flower shops are today allowed to sell flowers, albeit only for pick-up in the so-called „Click&Collect“ (i.e.buy online or by phone) and without prior inspection and the shops may only open from 8:00 am to 12:00 noon „for the purpose of handing out flowers“.

Well, we’d better leave it at that! But there’s nothing wrong with having a nice day and thanking the partners who have patiently stood by us in our changing, often not exactly cheerful moods for almost a year.


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My Year 2019 Review Mein Jahr 2019 Rückblick

Last year  I  travelled a lot. First of all, from mid-March to the end of May, I took a long-distance trip to Japan, South Korea and Taiwan. In each country I stayed for about three weeks. It was an individually planned and carried out trip on which I travelled alone.
Im vergangenen Jahr  bin ich sehr viel gereist. Zunächst habe ich von Mitte März bis Ende Mai eine Fernreise nach Japan, Südkorea und Taiwan unternommen. In jedem Land habe ich mich rund drei Wochen aufgehalten. Es handelte sich um eine individuell geplante und durchgeführte Tour, auf der ich alleine gereist bin. 

Japan had long been my dream destination. From Kyoto and Osaka I took the Shinkasen to Hiroshima and Fukuoka and then to Tokyo. I also visited Nara, Koyasan, Miyajima, Himeji and the Kawaguchiko Lakes near Fujisan. Besides the cherry blossom which I finally experienced, the trip gave me an incredibly diverse impression of the Japanese landscape and culture. Three weeks were not enough to get to know this fascinating country. I would like to return to Japan during the time of leaf colouring in autumn.

Japan war schon lange mein Traumreiseziel. Von Kyoto und Osaka fuhr ich mit dem Shinkasen nach Hiroshima und Fukuoka und dann nach Tokyo. Ich besuchte außerdem Nara, Koyasan, Miyajima, Himeji und die Kawaguchikoseen in der Nähe des Fujisan. Neben der Kirschblüte, die ich schließlich doch noch erlebte, bescherte mir die Reise unglaublich vielfältige Eindrücke der japanischen Landschaft und Kultur. Drei Wochen waren nicht genug um das faszinierende Land kennenzulernen. Zur Zeit der Laubfärbung im Herbst würde ich gerne nach Japan zurückkehren.

In April  I travelled through South Korea and visited Seoul, Gangneung, Gyeongju, Busan and Jeju Island. In the country I saw beautiful landscapes and marvellous temples. The development of culture and modern society in South Korea I found very interesting.

Durch Südkorea reiste ich im April und besuchte Seoul, Gangneung, Gyeongju, Busan und die Insel Jeju. Im Reiseland bekam ich herrliche Landschaften und wunderbare Tempel zu sehen. Sehr interessant fand ich die moderne Entwicklung von Kultur und Gesellschaft in Südkorea.

Finally, I spent three weeks in hospitable Taiwan with spectacular landscapes and colorful temples. I stayed in Taipei, Juifen, the Taroko Gorge and the Kenting National Park, Kaoshiung, Tainan and at Sun-Moon-Lake. The Yunsan National Park I could not visit due to bad weather. Maybe next time…

Schließlich verbrachte ich drei Wochen im gastfreundlichen Taiwan mit spektakulären Landschaften und farbenfrohen Tempeln. Ich hielt mich in Taipeh, Juifen, der Taroko Schlucht und dem Kenting Nationalpark, Kaoshiung, Tainan und am Sonne-Mond-See auf. Den Yunsan Nationalpark konnte ich wegen schlechten Wetters nicht besuchen. Vielleicht beim nächsten Mal …

In July I spent some days in summery London.
Im Juli verbrachte ich einige Tage im hochsommerlichen London.

Between June and October I hiked in several stages on the Munich Way of St. James from Munich to Lindau. My first Way of St. James, which will not be my last !

In mehreren Etappen wanderte ich zwischen Juni und Oktober auf dem Münchner Jakobsweg von München nach Lindau. Mein erster Jakobsweg, der nicht mein letzter sein wird !

In September we hiked five days on the Malerweg with countless steps through the fantastic landscape of the Elbe Sandstone Mountains. Afterwards we visited Český Krumlov in Bohemia.

Fünf Tage wanderten wir im September auf dem Malerweg mit unzähligen Stufen durch die fantastische Landschaft des Elbsandsteingebirges. Im Anschluss besichtigten wir Český Krumlov in Böhmen.

In November/December I learned Spanish in Lanzarote, looked at the unique landscape and undertook several hikes.
Im November/Dezember lernte ich Spanisch auf Lanzarote, schaute mir die einzigartige Landschaft an und unternahm mehrere Wanderungen.

2019 was an incredible year of travel for me. I do not yet know what will happen in 2020. But as Monaco Franze (in a TV series from Munich from the 80’s) said: “ A bissel was geht immer („A little something is always possible“) ! I will make sure of that.

2019 war ein unglaubliches Reisejahr für mich.  Wie es 2020 weitergeht, weiß ich noch nicht. Aber wie schon Monaco Franze (in der Fernsehserie aus München aus den 80er Jahren) sagte : “ A bissel was geht immer!“ Dafür werde ich sorgen.

Looking  forward to your comments and likes.
Auf eure Kommentare und Likes freue ich mich.

Meine Reise durch Ostasien im Frühjahr 2019

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Einführung

Von Mitte März bis Ende Mai war ich in Japan, Südkorea und Taiwan unterwegs. Meine Erlebnisse könnt ihr in 16 Beiträgen nachlesen. Meistens habe ich am Ende des Berichts ein Fazit gezogen.

Wie sehe ich das nun, wenn ich die gesamte Reise betrachte ?

Meine Tour dauerte neun Wochen. Drei Wochen verbrachte ich in jedem Land. Mir war von vornherein klar gewesen, dass ich nicht viel Zeit in Japan hatte, wo es unendlich viel zu erleben und zu sehen gibt. In Südkorea und Taiwan hielt mich dagegen länger auf als die meisten Reisenden. Ziel war ein entspannteres Reisen.

Beeindruckendes

Die Länge der Reise bot mir eine außergewöhnliche Chance viel zu besichtigten und zumindest ansatzweise etwas über die Kultur des Reiselandes zu erfahren. Zusammenzufassen, was mich in den Ländern besonders beeindruckt hat, ist fast unmöglich.

In Japan fand ich alle besuchten Orte und deren Sehenswürdigkeiten so toll, dass ich nicht sagen kann, was mir am besten gefallen hat.
Es war mir vergönnt, die zauberhafte Kirschblüte (Sakura) mit den entzückten Einheimischen, auch beim Hanami Picknick, zu sehen Kirschblüte in Hiroshima und Fukuoka im März 2019 Japanreise im April 2019

Bei meinem Aufenthalt an den Fuji Seen hatte ich unglaubliches Glück mit dem Wetter. Der Fuji hüllt sich oft in Wolken. Die majestästische Schönheit des Berges durfte ich drei Tage lang bewundern. Auch Ansichten jenseits der Postkartenidylle konnten meine Faszination nicht trüben.

Darüber hinaus habe ich die Freundlichkeit und höfliche Rücksichtnahme der Japaner sehr geschätzt und das überaus ästhetische Design in vielerlei Hinsicht, z.B. in den Tempelgärten, beim Geschirr und der Anrichtung von Speisen.
Unglaublich durchdacht, ja geradezu liebevoll, ist auch die Organisation für die Reisenden, die genauen Beschilderungen auf den Bahnhöfen (auf dem Boden sind die Waggonnummern der Züge aufgemalt und diese halten, auf die Minute pünktlich, genau dort) und im Zug (an jedem Sitz ist die Lage der nächsten Toilette, des Mülleimers etc. verzeichnet), das immer gegenwärtige Servicepersonal, das z.B. auf dem Weg nach Koyasan an der Bergstation der Zahnradbahn steht und jeden Touristen anspricht, um ihm die passende Bushaltestelle zu zeigen. Es ist kaum möglich, sich zu verlaufen und wenn es doch einmal passiert, dann gibt es immer jemanden der bereitwillig hilft. Als ich vom Flughafen Narita nach Seoul fliegen wollte, war die Metroverbindung wegen einer technischen Störung unterbrochen. Mehrere Einheimische,  alle ohne Englischkenntnisse, halfen mir den alternativen Weg zu finden, der ein mehrfaches Umsteigen mit Richtungsänderungen erforderte, indem sie mich nacheinander ein Stück begleiteten.

Nach Japan möchte ich auf jeden Fall noch einmal reisen, am liebsten während der Laubfärbung im Herbst.

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Korea beeindruckte mich mit wunderbaren Landschaften und prächtigen Tempeln. Auf den sorgfältig angelegten Wanderwegen, wo es sogar mit Jute verkleidete Felsen gab, konnte ich oft beides zusammen genießen. Die Wege führten häufig an idyllisch gelegenen Tempeln vorbei. Beim Wandern habe ich sehr sportliche und oft ältere Koreaner getroffen, die mir außerdem sehr freundlich begegneten, mir Süßigkeiten und Energydrinks schenkten Wandern in Südkorea. Zu entdecken gab es auch die spannende Silla Kultur, die ich vor meiner Reise nicht kannte, mit Zeugnissen vom 1. bis zum 7.  Jahrhundert in der ehemaligen Hauptstadt Gyeongju Gyeongju: ein „Museum ohne Mauern“ in Südkorea

Wenn ich noch einmal nach Südkorea komme, würde ich mich gerne näher mit der innovativen und kreativen modernen Architektur und Kunst befassen. Auch das Nebeneinander von Tradition und Moderne könnte durchaus spannend sein.

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Im Gamcheon Cultural Village Busan

Taiwan hat mir wegen der traumhaften Landschaften, u.a. in der Tarokoschlucht und im Kenting Nationalpark sehr gut gefallen. Bei besserem Wetter hätte ich außerdem in den Alishan Forest Recreation fahren können, was wegen einer Straßensperrung nicht möglich war Taiwan, die Zweite.
Dort muss es magisch schön sein. Sollte ich noch einmal in die Gegend kommen, hole ich den Besuch nach.
Ganz wunderbar fand ich die reizenden Taiwaner, die mir z.T. schon zu Hilfe eilten, wenn ich noch nicht einmal darum gebeten hatte.
Auch für die farbenfrohen Tempel in Taiwan konnte ich mich noch einmal begeistern, obwohl ich in Japan und Korea schon so viele besucht hatte.

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Nachdenkliches

Allerdings wurde es mir oft zu viel. Es waren einfach zu viele Eindrücke zu verarbeiten. Zwischen den Besichtigungen hatten ich vor allem in Korea längere Wanderungen geplant, was so nicht möglich war Meine andere Südkoreareise
In Taiwan verhinderte oft die Regenzeit mit  sturzbachartigen Niederschlägen längere Aufhalte in der Natur Taiwan, die Zweite

So lange war ich seit vielen Jahren nicht mehr unterwegs gewesen. Als Reisepartnerin bin ich ziemlich ungeeignet, weil ich oft spontan meine Pläne ändere, noch einen Umweg gehe, etwas anderes weglasse oder verschiebe. Viele Reisen hatte ich daher schon alleine zurückgelegt und das auch meistens sehr genossen.
In Ostasien gab es wenig Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme. Viele Asiaten bleiben gerne unter sich und sind in Gruppen unterwegs. Auch traf ich sehr selten auf alleinereisende Frauen. Vor allem in Korea aber auch in Taiwan gab es auch nur wenige westliche Touristen.
In den zweieinhalb Wochen zwischen dem Besuch des Bulguksa Tempels in Korea und der Taroko Schlucht in Taiwan begegnete ich keinem einzigen Deutschen. Ich begann meine Landsleute regelrecht  zu vermissen …  Im Taroko Nationalpark quatschte ich deutschsprachige Reisende an, um mich wieder einmal in meiner Muttersprache über Reiseeindrücke austauschen zu können.
Oft habe ich in Hotels übernachtet, aber auch in Hostels und in Guesthouses war die Atmosphäre nicht kommunikativer. Gemeinsame Aufenthaltsräume wurden nicht  genutzt.
Kurzum, ich fühlte mich oft ziemlich einsam. Gut, dass es WhatsApp gibt und die Möglichkeit kostenlos nach Hause zu telefonieren!
Was das für künftige Reisen bedeutet, überlege ich noch. Zu Beginn einer Süd- oder Mittelamerikareise könnte ich einen Sprachkurs buchen (endlich richtig Spanisch lernen!) und mich erst einmal im Land akklimatisieren. Gruppenreisen mag ich nicht, aber zwischendurch einen Reisebaustein zu buchen, wäre eine Option .

Fazit:

Eine faszinierende Reise mit sehr vielfältigen Eindrücken, viel gelernt über die durchaus unterschiedlichen Kulturen in Ostasien, verlief zum Teil anders als erwartet, habe mich selber noch besser kennenlernt, viel Stoff zum Nachdenken und nachhaltiges Interesse an den besuchten Ländern gewonnen.

Wart ihr schon in Ostasien unterwegs und wie hat es euch gefallen ? Wie waren eure Erfahrungen mit dem Alleinreisen ?

Über eure Likes und Kommentare freue ich mich immer sehr.

 

Gyeongju: ein „Museum ohne Mauern“ in Südkorea

Einführung

Gyeongju ist eine Stadt im Südosten Südkoreas. Es war die Hauptstadt des Vereinigten Sillareichs, das fast ganz Korea umfasste. Das Königreich entstand zum Beginn des 1. Jahrhunderts und beherrschte den größten Teil der Koreanischen Halbinsel vom 7.  bis zum 9. Jahrhundert. Heute kann man noch ist eine große Anzahl historischer Stätten aus dieser Zeit zu besichtigen. In vielen Reiseführern wird Gyeongju daher als „Museum ohne Mauern“ bezeichnet.

Gyeongju habe ich Ostern 2019 besucht. Obwohl fast 30 % der Koreaner christlichen Glaubens sind, gab es keine Hinweise auf die Feiertage, keine Osterdekorationen, Verkauf von Schokoladenprodukten etc. Gut, dass ich einen  Schokoladenhasen von zu Hause mitgebracht hatte!  Das arme Tier fiel mir allerdings am Ostersonntag zum Opfer Osterhase in Korea .

Tumuli und ein Obbservatorium

Im Stadtgebiet von Gyeongju, zum Teil ganz in der Nähe des Busbahnhofs,  befinden sich mehere Tumuli Zonen. Es handelt sich um Gruppen von Königsgräbern aus der Silla Periode in grasbewachsenen Hügeln, die bis zu 15 m hoch sind. Die größte Gruppe Daereungwon enthält 23 Gräber. Das Grab Cheonmachong kann man sogar von Innen besichtigen und neben den prächtigen Fundstücken (Repliken) sieht man wie über den Gräbern erst Steinhügel und dann Erdmassen aufgeschichtet wurden. Während Daereungwon innerhalb einer Mauer liegt und einen geringen Eintritt (ca. 2,5 Euro) kostet, befinden sich im Stadtbereich von Gyeongju weitere öffentlich zugängliche Gruppen von Hügelgräbern, die zum Teil sehr pittoresk vor der herrlichen Berglandschaft in der Umgebung liegen.

Sehr interessant fand ich auch die Cheomseongdae Sternwarte, das älteste erhaltene Observatorium in Ostasien, das während der Silla Zeit im 7.Jahrhundert erbaut wurde. Es soll der Beobachtung der Sterne gedient haben und zu Wettervorhersagen. Zum Teil wird angenommen, dass der nur von außen über eine Leiter zugängliche Turm eher rituellen oder astrologischen Zwecken gedient haben könnte.

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Auf dem Weg zum Nationalmuseum von Gyeongju  spazierte ich über die prächtige  Woljeonggyo Brücke (Vorgängerbau aus dem 8.Jahrhundert).

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Im  ohne Eintritt zugänglichen Nationalmuseum in Gyeongju bestaunte ich die zahlreichen wunderbaren Fundstücken aus der Silla Zeit. Bei einzelnen Stücken  handelte es sich wohl um Repliken, da ich diese schon im Koreanischen Nationalmuseum in Seoul bewundert hatte.
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Bulguksa Tempel, Seokguram und Golgulsa Tempel

Am Ostersonntag fuhr ich mit dem Bus in ca. 40 Minuten zum Bulguksa Tempel. Es handelt sich um einen rekonstruierten Tempel aus der Silla Zeit (8. Jahrhundert) , der auf mehreren Steinterrassen errichtet wurde. Diese sind zum Teil im Original erhalten. Die Tempelanlage mit über 20 Gebäuden ist wunderschön in die Landschaft eingebettet und liegt in einem dichten Wald.

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Am Bulguksa war buchstäblich die Hölle los. Viele Besucher waren gekommen, um vor den vielen Altären zu beten. Mit Ostern konnte das in einem buddhistischen Tempel wohl nichts zu tun haben … Alle Zufahrten waren, kurz nachdem ich angekommen war, mit PKWs verstopft.

Nach der Besichtigung des Tempels fuhr ich mit dem Bus zur Seokguram Grotte, die auf einem Berg auf 740 m Höhe über dem Bulguksa in einer herrlichen Berglandschaft liegt (Fußweg ca. 45 Minuten). Vom Parkplatz bis zur Grotte ging es noch einmal bergauf. Trotzdem war es ein herrlicher Spaziergang durch den frühlingshaften Laubwald. Von oben genoß ich die  großartige Sicht über die Landschaft, die an klaren Tagen bis zum Japanischen Meer reichen soll.
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Die Seokguram Grotte war einer der Gründe gewesen, warum es mich nach Gyeongju verschlagen hatte. Es handelt sich um eine künstliche angelegte Felsenhöhle aus dem 8. Jahrhundert, in dem sich eine fein ausgearbeitete Buddhastatue aus Granit befindet. Sie ist 3,2 m hoch und sitzt im Lotussitz auf einem  steinernen Podest. Im koreanischen Nationalmuseum in Seoul hatte ich in einer  Animation gesehen, wie die einzelnen Steinblöcke kuppelartig über der Statue aufgeschichtet wurden. Diesen Ort musste ich sehen ! Leider befindet sich aus konservatorischen Gründen inzwischen eine Holzkonstruktion mit raumhohen Glaswänden vor der Rotunde, so dass man die wunderschöne Statue nicht richtig sehen kann. Außerdem gilt ein allgemeines Fotografierverbot in der Grotte. So konnte ich leider nur den Eingang zur Grotte ablichten.

Um zu meinem letzten Ziel, dem Golgulsa Felsentempel, zu kommen, musste ich mit dem Bus fahren und zwei Mal umsteigen, was normalerweise kein Problem gewesen wäre. Allerdings standen wir in der Nähe des Bulguksa Tempels sehr lange mit dem vollbesetzten Bus im Stau. Zum Golgulsa wollte ich hauptsächlich,  um die Summodo Kampfkunstvorführungen der Mönche um 15 Uhr zu erleben. Leider schaffte ich es nicht rechtzeitig. Die Vorführung, die ca. eine Stunde dauert, war gerade zu Ende, als ich dort ankam. Interessant war, dass unter den mir entgegenkommenden Besuchergruppen sehr viele  Leute deutsch sprachen. Sie trugen eine Art Judobekleidung und unterhielten sich angeregt. Als ich eine Gruppe ansprach, erzählten sie mir,  dass sie sich auf einem Temple Stay im Golgulsa Tempel befanden und dass sie  gerade Taekwondo hatten vorführen dürfen, bevor die Mönche Summodo präsentierten. Schade, dass ich die berühmte und gut besuchte Vorführung verpasst hatte!

Wenigstens stieg  ich, schon leicht erschöpft , die steilen Treppen zum Felsenbuddha hinauf. Das überlebensgroße Buddharelief auf der Spitzr einer steilen Klippe wurde im 9. Jahrhundert errichtet.

Als ich zum Ausgang ging, konnte ich noch einige interessante Statuen bestaunen, daunter auch einen Summodo Kämpfer.

Fazit:

In Gyeongju befindet man sich inmitten zahlreicher historischer Sehenswürdigkeiten. Die koreanische Geschichte der frühen Neuzeit wird lebendig. Ich war 2,5 Tage dort. Wenn man individuell und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sollte man drei oder vier Tage bleiben, da die Sehenswürdigkeiten zum Teil weit auseinander liegen. Auch wäre ich gerne noch gewandert. Der Weg auf den Namsan soll großartig sein. Wenn man nicht viel Zeit hat, sollte man sich evtl. einer organisierten Tour anschließen.

Mein Aufenthalt in Gyeongju gehörte zu den schönsten Erlebnissen meiner Südkorea Reise.

Wart Ihr schon einmal in der Region ? Und wo hat es euch am besten gefallen?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.