Wunderbares Wandern in den spanischen Pyrenäen (3) Miraculous hiking in the Spanish Pyrenees (3)

Nach einem wochenlangen Lockdown wegen Covid-19 erfolgen nun schrittweite immer weitere Lockerungen. In Bayern sollen in der nächsten Woche die Biergärten wieder öffnen !
Die Reisefreiheit wird peu à peu zurückkehren. Mit Auslands- oder gar Fernreisen wird es aber noch dauern. Auch die Jakobswege in Spanien und Portugal werden wohl für den Rest des Jahres geschlossen bleiben.
Deswegen erinnere ich mich sehr gerne an unseren aussergewöhnlich schönen Wanderurlaub in den spanischen Pyrenäen im Sommer 2018 und poste nun den letzten Teil meines Berichts noch einmal (mit unverändertem Text und der englischen Übersetzung).

16. – 19.9.2018

Wir schließen uns einer Massenveranstaltung an und bestehen eine Ausdauerprobe. Nur der Berg geht uns verloren. Dann wären wir fast im falschen Film gelandet, sehen furiose Vorführungen und ich bestehe den absoluten Kältetest. Ich hoffe, dass mich nicht die Geier holen, und dann fehlt uns eine Machete, aber wir treffen auch auf eine Karawane. Unsere abschließende Wanderung in den Pyrenäen führt schließlich zu neuen Herausforderungen.

Morgens um 7:30 Uhr brachen wir zu unserer Wanderung im Valle de Ordesa bei Torla auf. Es wurde gerade erst hell. Die Sonne geht in Spanien ziemlich spät auf, weil dort die MEZ gilt, während es nach dem Sonnenstand eigentlich GMT geben müsste.

Wir fuhren mit dem Auto nach Torla. Das war mit über 60 km (einfache Strecke) unsere längste Fahrstrecke dieses Urlaubs. Die Fahrspur war  teilweise schmal, aber es gab auch besser ausgebaute Strecken und am frühen Samstag morgen herrschte nicht viel Verkehr. Nach einer guten Stunde kamen wir in Torla an. Auf einem riesigen Parkplatz, der schon sehr gut gefüllt war, ließen wir das Auto und stiegen in den Shuttlebus zur Pradera Ordesa. In den Sommermonaten ist die Straße für den Privatverkehr gesperrt und die Fahrt zum Wanderparkplatz ist nur per Bustransfer möglich. Als wir auf der engen Straße fuhren, die an steilen Hängen entlang führte und die nicht mit richtigen Leitplanken sondern mit Holzlatten gesichert war, war ich unendlich  dankbar, dass wir nicht selber fahren mussten. Wenn sich die Busse begegneten, verständigen sie sich vorher per Funk über die jeweilige Ausweichstelle !

Schon beim Warten auf den Bus war uns aufgefallen, dass sehr viele Wanderer unterwegs waren. Das würde sich im Laufe des Tages noch verstärken.

Beim Aussteigen  entdeckten wir eine große Bar, in der wir uns für den langen und anstrengenden Marsch, der uns bevorstand, mit einem köstlichen heißen Café con Leche und sehr leckeren Nussteilchen stärkten.

Die beliebteste  Wanderstrecke geht  leicht ansteigend am Río Arazas entlang zum Wasserfall Cola de Caballo.Wir hatten uns für die deutlich anstrengendere Variante mit einem Aufstieg von ca. 700 m auf eine Höhe von 2000 m (Senda de los Cazadores) entschieden. Danach ging es weiter über Faja de Pelay  mit einer herrlichen Sicht auf das Ordesa-Tal. Unser Ziel lag ebenfalls am Wasserfall und dann wollten wir  auf dem breiten leicht abfallenden Weg zurück zum Parkplatz wandern.

Was soll ich sagen, der Aufstieg, bei dem wir von zahlreichen Leidensgenossen begleitet wurden, die meisten, aber nicht alle, schneller waren als wir, verlief gut 2,5 Stunden in immer währenden Serpentinen ziemlich steil bergauf. Es war leicht bewölkt und in der Höhe herrschten ohnehin niedrigere Temperaturen, ideales Wanderwetter. Zwischendurch wurden wir immer wieder mit herrlichen Aussichten auf das Ordesa Tal und die gegenüberliegenden Felswände belohnt.

After a week-long lockdown due to Covid-19, further loosening is now taking place step by step. In Bavaria the beer gardens are to open again next week !
The freedom to travel will return bit by bit. But it will still take time with foreign or even long-distance travel. Also the Jacob’s ways in Spain and Portugal will probably remain closed for the rest of the year.
To relive my fond memories of our exceptionally beautiful hiking holiday in the Spanish Pyrenees in the summer of 2018  I am posting the last part of my report again (with unchanged text and the English translation).
16. – 19.9.2018

We join a mass event and pass an endurance test. But we lose the mountain. Then we almost ended up in the wrong film, watch furious performances and I pass the  test of absolute coldness. I hope the vultures don’t get me and then we are missing a machete, but we also meet a caravan. Our final hike in the Pyrenees finally leads to new challenges.

In the morning at 7:30 a.m. we set off for our hike in Valle de Ordesa near Torla. It was just getting light. The sun rises quite late in Spain, because there CET is valid, while there should be GMT according to the position of the sun.

We drove by car to Torla. That was with more than 60 km (one way) our longest driving distance of this holiday. The lane was partly narrow, but there were also better developed tracks and early Saturday morning there was not much traffic. After a good hour we arrived in Torla. On a huge parking lot, which was already very well filled, we left the car and took the shuttle bus to the Pradera Ordesa. During the summer months the road is closed for private traffic and the trip to the hiking parking lot is only possible by bus transfer. When we drove on the narrow road that led alongside some steep slopes and that was not secured with some real crash barriers but with wooden slats, I was infinitely grateful that we did not have to drive by ourselves. If the busses met each other, they communicated before by radio about the respective passing place !

Already while waiting for the bus we noticed that there were a lot of hikers on the way. This would increase in the course of the day.

When we got off the bus we discovered a big bar where we fortified ourselves for the long and exhausting march that was ahead of us with a delicious hot café con leche and very tasty nut pastry.

The most popular hiking route is a slightly ascending route alongside the Río Arazas to the waterfall Cola de Caballo. We had decided to take the more exhausting variant with an ascend of approximately 700 m to a height of 2000 m (Senda de los Cazadores). Afterwards we went on over Faja de Pelay with a wonderful view of the Ordesa valley. Our destination was also at the waterfall and then we wanted to hike back to the parking lot on the wide slightly sloping path.

What can I say, the ascent, during which we were accompanied by numerous fellow-sufferers, most, but not all, faster than us, took a good 2.5 hours in everlasting serpentines rather steeply uphill. It was slightly cloudy and at the altitude there were lower temperatures anyway, ideal hiking weather. In between we were rewarded again and again with wonderful views of the Ordesa Valley and the opposite rock faces.

Fotos zum Vergrössern bitte anklicken.
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Eigentlich war die Steigung nicht schlimm, aber der Aufstieg dauerte unendlich lange und nach etwa zwei Stunden, als es dann steiler wurde und Kletterei mit Händen und Füßen begann, waren meine Beine so schwer, dass jeder Schritt eine Überwindung bedeutete. H. und ich sind zwar nicht die Fittesten, aber wir sind hartnäckig und waren ein bisschen stolz, als wir bis zum Mirador, dem höchsten Punkt, geschafft hatten.

Actually, the ascent wasn’t that bad, but it took endlessly long and after about two hours, when it got steeper and the climbing with hands and feet started , my legs were so heavy that every step meant overcoming. H. and I may not be the fittest, but we are persistent and were a bit proud when we reached the Mirador, the highest point.

Dort trafen wir unsere vielen Mitwanderer, denen wir im Laufe der nächsten Stunden immer wieder begegnen sollten. Wir unterhielten uns sehr nett mit einem norwegischen Ehepaar, das an einem Fjord wohnte und ähnliche Steigungen schon oft zurückgelegt hatten. Spanier waren in großen Gruppen unterwegs und unterhielten sich laut aber fröhlich. Viele Franzosen trafen wir aber kaum englischsprachige Wanderer. Vor einer deutschen Gruppe mit einem schlecht gelaunten Wanderführer, der jedesmal meckerte,  wenn sich die Gruppenmitglieder ausruhen wollten, flohen wir regelrecht. Am angenehmsten ging es sich hinter den verschiedenen spanischen Gruppen, deren Gespräche wir nur ansatzweise verstanden.

Die Wanderung verlief nun sehr angenehm an der 2000 m Höhenlinie und an dramatischen  Felswänden entlang und dann leicht abfallend Richtung Wasserfall.

There we met our many fellow hikers, whom we saw again and again in the course of the next few hours. We had a very nice conversation with a Norwegian couple who lived on a fjord and had often done similar climbs. Spaniards came in large groups and talked loud but cheerfully. Many French people we met but hardly English speaking hikers. We literally fled from a German group with a bad-tempered hiking guide who grumbled every time group members wanted to rest. The most pleasant way was walking behind the different Spanish groups, whose conversations we only partly understood.

Then,  the hiking route was very pleasant alongside the 2000 m height line and dramatic rock faces and then descending slightly to the waterfall.

Nach vier Stunden Wanderung nahmen wir unsere Brotzeit ein. Das Sitzen war herrlich. Wir hatten großen Hunger und das Essen schmeckte viel besser als sonst.

After four hours of hiking we took our snack. Sitting was wonderful. We were very hungry and the food tasted much better than usual.

Von unserem Picknickplatz blickten wir auf den Wasserfall und für einen kurzen Augenblick sahen wir den Monte Perdido, den höchsten Berg im Nationalpark (3355 m) , und dann hatten wir ihn wieder  in den Wolken „verloren“.

From our picnic spot we looked at the waterfall and for a short moment we saw Monte Perdido, the highest mountain in the national park (3355 m), and then we „lost“ it again in the clouds.

Pyrenäen (201)

Als wir am Wasserfall ankamen, dachten wir, jetzt wäre  es nur noch ein Spaziergang  Tatsächlich liefen wir nun auf einem schönen Pfad zurück. Es ging an brausenden Wasserfällen entlang und durch einen herrlichen Wald, aber die Strecke „zog sich“.

When we arrived at the waterfall, we thought it would be just a walk from now on. In fact, we returned  on a nice path, walking  along roaring waterfalls and through a beautiful forest, but the path „dragged on“.

Pyrenäen (203)

Unsere Wanderung dauerte noch fast drei Stunden. Nach sieben Stunden war bei mir die Luft raus. Immer wenn ich dachte,  dass wir gleich auf dem Parkplatz ankommen müssten, folgte die nächste Biegung des Weges im Wald. Einige Male mussten wir kurz und sehr leicht ansteigen.  Das fanden meine erschöpften Beine überhaupt nicht lustig.  Schon mehrmals war ich acht Stunden am Tag gewandert, zum Teil auch noch wesentlich länger, aber nun war ich am Rande meiner Kräfte ! Nach siebeneinhalb Stunden (plus Pause) hatten wir es geschafft. Vor der Rückfahrt mit dem Shuttlebus gönnten wir uns noch einen Kaffee, der es schaffte, unsere Lebensgeister einigermaßen aufzupäppeln.

An diesem Tag verlieh mir mein Fitnesstracker für 40.000 Schritte den „Forrest Gump Badge“.

Nach dem Abendessen war ich so müde, dass ich auf unseren gewohnten Abendspaziergang durch das Dorf verzichtete.

Alles in allem war es eine tolle und abwechslungsreiche Wanderung (ca. 30 km), ein richtiges Highlight, auf das man keinesfalls verzichten sollte. Es empfiehlt sich aber, das Wochenende im Ordesa Tal zu meiden.

Am nächsten Tag, dem Sonntag, legten wir eine Wanderpause im nahen Städtchen Ainsa ein. Ainsa ist mit etwas über 2000 Einwohnern der größte Ort im Landkreis Sobrarbre und hat eine sehr sehenswerten Altstadt .

Dort fand eine Fiesta statt, das ganze Dorf war auf den Beinen und viele Besucher aus der französischen Partnerstadt bevölkerten die Gassen. Zunächst wollten wir das Eco Museo besichtigen. Das Museum öffnete gerade und wir folgten einer großen Gruppe bis in einen ziemlich großem Saal, der schon gut gefüllt war. Dass so viele  Einheimische die Videoprojektion des Museums sehen wollten, kam uns „spanisch“ vor . Gerade noch rechtzeitig verließen wir den Saal, nachdem wir die französische Ankündigung eines 90 minütigen Films über einen Priester, der  während der französischen Revolution lebte, verstanden hatten. Gut, dass wir uns „auf Französisch“ verabschieden konnten.

Das Eco Museo war klein, aber die Fauna und Flora der Pyrenäen wurde auf drei Stockwerken entsprechend der Höhenlage ansprechend präsentiert. Dort bewunderten wir einen (nachgebildeten) Lammgeier. Danach schauten wir uns noch die verletzten Vögel an, die dort gepflegt werden.

Our hike still lasted almost three hours. After seven hours I was out of breath. Whenever I thought that we had to arrive at the parking lot right away, the next bend of the path followed in the forest. Some times we had to climb up short and very easy.  My exhausted legs did not find that funny at all.  Several times before I had hiked eight hours a day, sometimes much longer, but now I was at the edge of my strength ! After seven and a half hours (plus a break) we had made it. Before the return trip with the shuttle bus we had a coffee, which managed to pep up our spirits to some extent.

On this day my fitness tracker awarded me the „Forrest Gump Badge“ for 40,000 steps.

After dinner I was so tired that I decided to give up our usual evening walk through the village.

All in all, it was a great and varied hike (about 30 km), a real highlight that one should not miss. However, it is recommended to avoid the weekend in the Ordesa Valley.

The next day was a Sunday. We took a hiking break in the nearby town of Ainsa. Ainsa has a little more than 2000 inhabitants, is the biggest town in the district of Sobrarbre and the old town is very worth visiting.

There a fiesta took place, the whole village was on its feet and many visitors from the French twin town populated the alleys. First we wanted to visit the Eco Museo. The museum just opened and we followed a big group up to a rather big hall that was already well filled. The fact that so many local people wanted to see the video projection of the museum seemed to be „Spanish“ (strange) to us. Just in time we left the hall after we had understood the French announcement of a  90 minutes film about a priest who lived during the French Revolution. Good that we could say goodbye „in French“ (leave without saying goodbye).

The Eco Museo was small, but the fauna and flora of the Pyrenees was attractively presented on three floors according to the altitude. There we admired a (replicated) lamb vulture. Afterwards we took a look at the injured birds, which are cared for there.

Wir bummelten sehr gemütlich durch die Altstadt, aßen leckere Tapas und es gab mehrmals Kaffee. Ganz lassen konnten wir es aber doch nicht. Wir stiegen mit eingezogenem Kopf auf den Kirchturm mit einer wunderbaren Aussicht. Gottlob  schlugen die Glocken in diesem Moment nicht.

We strolled  through the oldtown, ate some tasty tapas and had coffee several times. But we couldn’t help walking completely and had to climb up the church tower, with our heads bowed in. On top we had a wonderful view. Thank God the bells did not strike in this moment.

Schließlich schauten wir uns auf der Plaza Mayor eine beeindruckende Vorführung von aragonesischen Jotas an. Abwechselnd gab es schmetternden Gesang und temperamentvolle Tänze.

Finally,  we watched an impressive demonstration of Aragonese Jotas on the Plaza Mayor. Alternating there was blaring singing and spirited dances.

Am Nachmittag suchten wir noch einmal den idyllischen Badeplatz am Fluss auf. Und dieses Mal tat ich es: ich ging bis zum Hals ins eiskalte Wasser! Ganz langsam watete ich hinein, aber als ich anfing zu schwimmen, blieb mir fast die Luft weg. Mehr als ein paar Züge konnte ich zwischen den Felsen ohnehin nicht machen und dann war es auch gut gewesen.

In the afternoon we visited the idyllic bathing place at the river once again. And this time I did it: I went into the freezing cold water up to my neck! Very slowly I waded in, but when I started to swim my breath almost stopped. I couldn’t make more than a few moves between the rocks anyway and soon I had enough.

Pyrenäen (253)

Am Montag unternahmen wir eine Rundwanderung im Valle de Chisau. Unterwegs hielten wir an einem Parkplatz, wo gutes Geierwatching möglich sein sollte. Tatsächlich entdeckten wir einige Raubvögel, die aber sehr weit oben kreisten.

On Monday we went on a circular hike in the Valle de Chisau. On the way we stopped at a parking lot where good vulture watching should have been possible. Actually, we discovered some birds of prey, but they were circling very high up.

Pyrenäen (258)

Unsere Wanderung begann in Plan, einem kleinen Örtchen, in dem wir den Weg nach Gstain nicht fanden. Die Touristeninformation war geschlossen und viele Einheimische waren auch nicht unterwegs. Wir fragten praktisch jeden Menschen, der uns begegnete, aber ohne Erfolg. Schließlich trafen wir einen sehr netten Mann, der uns, als er merkte, dass wir seine spanische Beschreibung nicht verstanden, bis zur Abzweigung begleitete. Dort waren wir schon vorbeigegangen, es gab in unserer Richtung aber kein Schild. In weniger als einer Stunde waren wir 300 Höhenmeter nach Gstain aufgestiegen und ziemlich stolz auf unsere Leistung. Hinter dem Ort ging es zunächst stark bergauf, bis wir am Mirador mit einem wunderbaren Blick auf das Tal und die umliegenden Berge ankamen.

Our hike began in Plan, a small village where we looked for the way to Gstain. The tourist information was closed and many locals were not outside . We asked practically every person we met, but without success. Finally, we met a very nice man who, when he noticed that we did not understand his Spanish description, accompanied us up to the turn-off. There we had already passed, but had been was no sign in our direction. In less than an hour we had climbed 300 meters up to Gstain and were quite proud of our performance. Behind the village we first went uphill until we arrived at the Mirador with a wonderful view of the valley and the surrounding mountains.

Auf einem als „Kräuterpfad“ bezeichneten Weg, der nun eben verlief, und wo tatsächlich Rosmarin, Thymian und Oregano wuchsen, liefen wir genüsslich mit herrlichen Ausblicken weiter. Zu unserem Etappenziel, dem Dörfchen Serveto, stiegen wir steil herab. Dort wohnten angeblich noch einige Leute. Wir sahen aber nur ein paar Katzen, die  laut maunzend auf uns zukamen. Zu meinem Schrecken ging es hinter dem Ort in der prallen Nachmittagssonne wieder anhaltend bergauf.  Wir waren nun schon über drei Stunden unterwegs und hatten uns ziemlich weit von Plan entfernt.

On a trail called  „Herbal Path“, which was now level and where rosemary, thyme and oregano actually grew, we continued our walk with great pleasure and wonderful views. We descended steeply to our next destination, the village of Serveto. Allegedly some people still lived there. But we only saw a few cats, which came loudly mewing towards us. To my horror, we went uphill again behind the village in the blazing afternoon sun. We had been on the road for more than three hours now and were getting quite far away from Plan.

Schließlich erreichten wir einen Grat, der von mehreren höheren Bergen umgeben war. Wir hatten seit Stunden keinen Menschen gesehen. Nicht wirklich beruhigt war ich , als ich feststellte, dass es auch kein Mobilfunknetz gab. Unser Pfad verlief nun an dramatischen Felswänden entlang und schlängelte sich nicht, wie in unserer Wanderbeschreibung angegeben, gemächlich bergab, sondern verlief steil und teilweise geröllig und forderte unsere ganze Konzentration. Aber dann passierte das Wunderbare: wir sahen direkt über uns kreisende Geier ! Das Fotografieren stellte sich allerdings als schwierig heraus. H. musste mich festhalten, damit ich nicht abstürzte. Aber es war sehr beeindruckend, die Tiere elegant über uns hinweg segelnd  zu erleben. Es tat mir auch nicht mehr leid, dass wir uns gegen einen Besuch der Geierfütterung in Ainsa entschieden hatten. Die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben, war viel schöner.

Finally, we reached a ridge surrounded by several higher mountains. We had not seen a human being for hours. I was not really reassured when I realized that there was no mobile phone network either. Our path now ran along dramatic rock faces and did not wind downhill at a leisurely pace, as we had described in our hiking description, but was steep, partly with pebbles,  and demanded all our concentration. But then the wonderful thing happened: we saw vultures circling directly above us ! But taking pictures turned out to be difficult. H. had to hold on to me, so that I did not fall down. But it was very impressive to see the animals sailing elegantly above us. I was not sorry anymore that we had decided against a visit of the vulture feeding in Ainsa. To experience the animals in their natural habitat was much nicer.

Nun begann der mühsame und zum Teil gefährliche Abstieg. Kurz nach unserem schönen Geierwatching mussten wir ein Geröllfeld an einem steilen Abhang überqueren. Die Steine waren noch nicht festgetreten und es ging hunderte von Metern ohne eine Haltemöglichkeit bergab. Extrem vorsichtig setzen wir einen kleinen Schritt vor den anderen und erreichten schließlich mit zitternden Knien wieder festen Boden. Vor lauter Schreck hatte ich unbemerkt meinen Hut fallen lassen, aber meine Lust wieder zurückzugehen war gleich Null. Nun stiegen wir sehr lange auf einem schmalen verwachsenen Pfad bergab. Nicht zum ersten Mal an diesem Tag hatte ich den Eindruck, dass diese Wanderung schon lange nicht mehr begangen wurde. Den letzten Teil des Abstiegs bewältigten wir – zu meiner großen Freude – auf einer rutschigen Schotterpiste. Unten im Tal setzte sich die Wanderung zunächst angenehm eben am Fluss entlang fort. Verlaufen konnten wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Der Weg war auch ganz gut ausgeschildert, trotzdem  fragten wir uns häufiger, wo er verlief. Wir waren in einem spanischen Dschungel gelandet. Alles war fast komplett zu gewachsen. Meine Wanderstöcke benutzte  ich, um die Pflanzen zur Seite zu schieben. Ziemlich ermattet kamen wir beim Auto in Plan an. Auf dem Hinweg hatten wir eine Bar gesehen, die höchstens 200 m weit entfernt war. Aber wir waren so müde, dass wir mit dem PKW dort hinfuhren.

Als wir gemütlich auf  der Terrasse beim Kaffee saßen, sah ich, dass wir in der  bekannten “ Bar Bruche“  gelandet waren. Wer sich für den Grund interessiert und dafür,  wie die Junggesellen von Plan und ihr findiger Priester in den 80er Jahren eine Karawane der Frauen  nach Plan geholt haben, sollte hier nachschauen

Erstaunlich fand ich, dass es in der Bar überhaupt keinen Hinweis auf die Karawane der Frauen gab, nicht mal ein Foto. Sehr geschäftstüchtig kam uns das nicht vor. Hätte sich als eine gigantische Werbung für die Bar geeignet.
29 km, ca. 6 Stunden

Am letzten Tag in den Pyrenäen beschlossen wir direkt von Laspuña aus ohne Auto wandern zu gehen. Wir stiegen zum Rio Cinco hinab und gingen bei mäßig warmen, bewölkten Wetter am Fluss entlang. Der Weg verlief recht idyllisch mit kleinen Auf- und Abstiegen zum Teil durch den Wald. Auf dieser Seite des Flusses, wo die Straße nicht entlang führte, gab es keine Picknickplätze und wir mussten lange suchen, bis wir uns ans Ufer durchschlagen konnten. Dort verbrachten wir eine sehr schöne Mittagspause, aßen unsere letzte Brotzeit und schauten noch einmal auf die umliegenden Berge, auf denen wir zum Teil sehr schön gewandert waren. Die Sicht auf das Dörfchen Torla erinnerte uns an unseren ersten Wandertag.

Now the arduous and partly dangerous descent began. Shortly after our beautiful vulture watching we had to cross a scree field on a steep slope. The stones were still loose and the slope went downhill for hundreds of meters without any possibility to hold on. Extremely carefully we put one small step before the other and finally reached solid ground again with trembling knees. I had dropped my hat in fright, but I did not feel like going back again. Then we climbed downhill on a narrow overgrown path for a very long time. It was not the first time that day that I had the impression that this hike had not been done for a long time. The last part of the descent we mastered – to my not so great pleasure – on a slippery gravel road. Down in the valley the hike continued at first pleasantly level along the river. At this point we could no longer get lost. The path was also well signposted, but we still asked ourselves more often where it went. We had landed in a Spanish jungle. Everything was almost completely overgrown. I  had to use my walking sticks to push the plants aside. Pretty tired we arrived at the car in Plan. In the village we had seen a bar, which was at most 200 m away. But we were so tired that we drove there by car.

When we sat comfortably on the terrace with the coffee, I saw that we had landed in the well-known “ Bar Bruche“. If you are interested  how the bachelors of Plan and their resourceful priest got a caravan of women in the 80s, you should look here

nzz.ch/the_women_caravane-1.7761838

Amazingly that there was no reference at all in the bar to the caravan of women, not even a photo. This did not strike us as very businesslike. It would have made a great advertisement for the bar.
29 km, about 6 hours.

On the last day in the Pyrenees we decided to go hiking directly from Laspuña without a car. We descended to the Rio Cinco and walked along the river in moderately warm, cloudy weather. The path was quite idyllic with small ups and downs partly through the forest. On this side of the river, where the road did not lead along, there were no picnic areas and we had to search for a long time until we could make our way to the shore. There we spent a very nice lunch break, ate our last snack and looked again at the surrounding mountains, on which we had partly hiked very beautifully. The view of the village Torla reminded us of our first hiking day.

Auf dem Rückweg schien die Sonne und wir genossen die wunderbaren Blicke auf die Berge und den Fluss zunächst sehr. Dann kamen wir aus dem Wald und folgten dem steinigen Flussbett. Trotz der interessanten Vegetation, die wie ein riesiger Steingarten wirkte, war es uns irgendwann nur noch heiß. Besonders schlimm war das letzte Stück, als wir auf der Straße entlang gehen und nach Laspuña, das auf einem Hügel liegt, aufsteigen mussten. Im Auto war uns der Hügel bei weitem nicht so steil vorgekommen !
Ca. 20 Km, 4 Stunden.

On the way back the sun was shining and we initially enjoyed the wonderful views of the mountains and the river very much . Then we came out of the forest and followed the stony riverbed. Despite the interesting vegetation, which looked like a huge rock garden, at some point it felt only hot for us. The last part was especially bad, when we had to walk along the road and climb up to Laspuña, which is situated on a hill. In the car the hill had not seemed so steep to us by far !
About 20 km, 4 hours.

Zum Abschied fuhren wir dann doch noch mit dem Auto, in den nächsten Ort zum Kaffeetrinken.

Am nächsten Tag verließen wir die wunderschöne Gegend und fuhren nach Tossa de Mar, wo wir uns bei spätssommerlichem Wetter von den Strapazen erholten.

Fazit: So schön und so unberührt hatte ich mir die Landschaft in den Pyrenäen nicht vorgestellt. Ich würde jederzeit wiederkommen. Es gibt unzählige und großartige Wandermöglichkeiten. Geierwatching bietet sich an. Die historischen Bauten, vor allem die romanischen Kirchen, wäre eine eigene Reise wert. Die Straßen sind allerdings gewöhnungsbedürftig.

Wenn ihr euch für das Wandern in den Pyrenäen interessiert und wissen wollt, was wir vorher erlebt hatten, schaut doch mal hier

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/19/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-1-highlight-hiking-in-the-spanish-pyrenees-1/

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/25/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-2-hiking-in-the-spanish-pyrenees-2/

Über eure Kommentare und eure Likes freue ich mich.

 

Saying good bye to the Pyrenees we drove to the next village to drink coffee.

The next day we left the beautiful area and drove to Tossa de Mar, where we recovered from the strains in late summer weather.

Conclusion: So beautiful and so untouched I had not imagined the landscape in the Pyrenees. I would come back any time. There are countless and great hiking possibilities. Vulture watching is great. The historical buildings, especially the Romanesque churches, would be worth a trip on their own. But one has to get used to  the roads !

If you are interested in hiking in the Pyrenees and want to know what we experienced before, take a look here

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/19/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-1-highlight-hiking-in-the-spanish-pyrenees-1/

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/25/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-2-hiking-in-the-spanish-pyrenees-2/

Looking forward to your comments and likes.

 

Tophighlight: Jardín de Cactus (Lanzarote)

Ein weiteres Sehnsuchtsziel ist für mich die auf außergewöhnliche Art schöne Insel Lanzarote. Am 1. Dezember 2019 besuchte ich bei prächtigem Wetter, angenehmen 20 Grad und leichtem Sonnenschein, den Jardín de Cactus, eine der Hauptattraktionen und ein weiteres Werk des lanzarotenischen Ausnahmekünstlers, Architekten und Naturschützers Cesar Manrique.

Der Kakteengarten, Jardín de Cactus, befindet sich am Rand von Guatiza. Ein überdimensionaler Metall-Kaktus weist auf den Eingang hin. 1989 hatte Manrique begonnen, diesen Botanischen Garten inmitten von Opuntienfeldern in einen aufgelassenen Steinbruch hineinzubauen. (Opuntienkakteen werden insbesondere zur Gewinnung des Farbstoffes Cochenille-Rot kultiviert). 1990 wurde der Jardín de Cactus offiziell eröffnet. Es handelt sich um das letztes großes Werk von Manrique . Wahrzeichen des Gartens ist eine restaurierte Gofio-Mühle (Gofio ist ein traditionelles Getreidegericht aus Mais, Gerste etc.).

Der Kakteengarten ist terrassenförmig wie ein Amphitheater angelegt. Den Boden bedeckt vulkanisches Lapilli, den nächtlichen Tau speichernde Vulkanasche, die vielfach im Trockenfeldbau auf Lanzarote benutzt wird. Insgesamt gedeihen auf 5000 Quadratmetern mehr als 10.000 Exemplare 1400 verschiedener Kakteenarten.
Architektonisch sehr gelungen hat Manrique auch das zugehörige Bar-Restaurant aus dem Vulkangestein der Umgebung bauen lassen.
(Quelle Wikipedia)

Den Jardín besuchte ich am Nachmittag nach einer längeren Wanderung rund um die Bucht von Famara
https://wanderlustig2019.wordpress.com/2019/12/15/traumwanderungen-auf-lanzarote/ .
Ein bisschen geschafft war ich schon und hatte nicht erwartet, dass mich der Kakteengarten sehr fesseln würde. Es handelt sich aber um ein touristisches Highlight auf der Insel , das ich auch keinen Fall verpassen wollte.

Nachdem ich mich auf der erhöhten Terrasse der Bar mit wunderschönem Ausblick über den Garten gestärkt hatte, spazierte kreuz und quer durch das Gelände mit kleinen Teichen und Wasserfällen. Es gab unendlich viele zum Teil sehr ungewöhnliche Kakteen aus Lanzarote und vielen weiteren Ländern zu bewundern. Natürlich stieg ich auch auf den kleinen Hügel mit der Windmühle und schaute mir den Ausblick auf den Park und die angrenzenden Oputienfelder an. Im Zentrum des Gartens sah ich monolithartige Säulen aus Vulkangestein. Da sie sich nicht entfernen ließen, wurden sie in das Kunstwerk integriert.

Das Grün der Pflanzen harmonierte auf das Schönste mit dem zartblauen Himmel und dem Schwarzbraun und Rot des Vulkangesteins und bot zauberhafte Fotomotive. Am liebsten hätte ich jede Pflanze fotografiert und das schien den anderen Besuchern ebenso zu gehen.

Faszinierend fand ich auch die sorgfältige kreative Gestaltung der gesamten Anlage. Sogar die Toiletteneingänge waren Kunstwerke!

Aber schaut selbst …

For me, a further destination of longing is the island Lanzarote that is beautiful in an extraordinary way. On the 1st of December 2019, I visited the Jardín de Cactus, one of the main attractions and another work of the exceptional Lanzarote artist, arquitect and nature conservationist Cesar Manrique, in gorgeous weather, pleasant 20 degrees and light sunshine.

The cactus garden, Jardín de Cactus, is located on the edge of Guatiza. An oversized metal cactus points to the entrance. In 1989 Manrique began to build this botanical garden in the middle of opuntia fields in an abandoned quarry. (Opuntia cacti are cultivated chiefly for the extraction of the dye cochineal red).  The Jardín de Cactus was officially opened in 1990. It is the last great work of Manrique. The symbol of the garden is a restored gofio mill (gofio is a traditional cereal dish made from corn, barley, etc.).

The cactus garden is terraced like an amphitheatre. The ground is covered with volcanic lapilli, volcanic ash that stores the night dew and is often used in dry farming in Lanzarote. In total, more than 10.000 specimens of 1400 different cactuses grow on 5000 square metres.
Architecturally very successful, Manrique has also had the associated bar-restaurant built from the volcanic rock of the surrounding area.
(Source Wikipedia)

I visited the Jardín in the afternoon after a longer hike around the bay of Famara,
https://wanderlustig2019.wordpress.com/2019/12/23/marvellous-hikes-in-lanzarote/
Being a little tired and I was not expecting that the cactus garden would fascinate me very much. But it is a tourist highlight on the island, which I did not want to miss.

After I had rested on the elevated terrace of the bar with a beautiful view over the garden, I walked criss-cross through the area with small ponds and waterfalls. There were innumerable, partly very unusual,  cacti from Lanzarote and many other countries to admire. Of course, I also climbed up the small hill with the windmill and looked at the view to the park and the adjacent opuntia fields. In the centre of the garden, I saw monolithic columns made of volcanic rock. Since they could not be removed, they were integrated into the work of art.
The green of the plants harmonized beautifully with the delicate blue sky and the black-brown and red of the volcanic rock and offered magical photo motives. I would have loved to photograph every plant and the other visitors seemed to feel the same way.

I was also fascinated by the careful creative design of the whole plant. Even the toilets entries were works of art!

But see for yourself …

Lanzarote (323)Lanzarote (338)Lanzarote (329)Lanzarote (340)Lanzarote (332)Lanzarote (333)Lanzarote (341)Lanzarote (331)Lanzarote (334)Lanzarote (335)Lanzarote (337)Lanzarote (339)Lanzarote (326)Lanzarote (342)Lanzarote (344)Lanzarote (345)Lanzarote (350)Lanzarote (351)Lanzarote (352)Lanzarote (353)Lanzarote (348)
Lanzarote (358)Lanzarote (356)

Der Fundacíon César Manrique danke ich herzlich für ihre Erlaubnis, die Fotos in meinem Blog zu veröffentlichen.

Fazit:
Der Jardín de Cactus ist ein großartiges Beispiel der für Manrique typischen Verbindung von Kunst und Natur. Auch wenn kein Kakteenfreund ist, bzw. schon viele Kakteengärten  gesehen hat, sollte man sich diesen ganz besonderen Garten anschauen. Auf keinen Fall verpassen, wenn man auf Lanzarote ist!

War ihr schon einmal in einem faszinierenden Botanischen Garten und was habt ihr dort erlebt ?

Über eure Kommentare und eure Likes freue ich mich immer sehr.

Thanks to the Fundacíon César Manrique for their permission to publish the photos in my blog.

Conclusion:
The Jardín de Cactus is an amazing example of Manrique’s typical combination of art and nature. Even if you are no cactus lover and/or you have already seen many cacti gardens, you should have a look at this very special site. In no case, you should not miss it if staying in Lanzarote.

Have you ever been to a fascinating botanical garden and what did you experience there?

Looking forward to your comments and likes.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

 

 

 

 

Highlight: Wandern in den spanischen Pyrenäen (2) Hiking in the Spanish Pyrenees (2)

Wir leben in einer Situation, die wir uns vor wenigen Wochen noch nicht einmal in einem Alptraum hätten vorstellen können. Auch wissen wir nicht, wie lange wir mit unserer neuen „Normalität“ zurechtkommen müssen.  Das gilt ganz besonders für unsere Urlaubs- und Reisemöglichkeiten. Wichtiger ist zwar, dass wir gesund bleiben oder wenigstens nicht schwer erkranken, aber irgendwann wird hoffentlich alles wieder gut. Solange bis das der Fall ist, zehren wir von unseren Erinnerungen an vergangene Reisen, Wanderungen, Feiern mit unseren Lieben, Kino- und  Restaurantbesuche etc. etc.

Sehr gerne erinnere ich mich an unseren Wanderurlaub in den traumhaft schönen spanischen Pyrenäen. Nun veröffentliche ich noch einmal meine Beiträge über unseren  damaligen Urlaub (mit unverändertem Text plus englischer Übersetzung).

Currently, we live in a situation that we could not even have imagined a few weeks ago in a nightmare. Nor do we know how long we will have to cope with our new „normality“.  This is especially true for our holiday and travel opportunities. It is more important that we stay healthy or at least do not become seriously ill, but hopefully at some point everything will be well again. Until that is the case, we live on our memories of past trips, hikes, celebrations with our loved ones, visits to the cinema and restaurants  etc. etc.

I have fond memories of our hiking holiday in the beautiful Spanish Pyrenees. Therefore,  I publish again my articles about our holiday there (with unchanged text plus English translation).

Fotos zum Vergrössern bitte anklicken.
Please click on the photos to enlarge.

14.-15.9.2018

Wir fliehen vor fiesen Biestern in eine Spelunke und erstarren in eisiger Kälte. Dann sparen wir uns den Flug in die USA, erklimmen wilde Kaskaden und genießen Glockenläuten beim Cafe con leche. 

Nachdem wir am Vortag im strömenden Regen unterwegs gewesen waren, lachte nun wieder die Sonne. Wir unternahmen eine Wanderung im Gebirge, das sich über „unserem“ Dorf Laspuña auftürmt, bis zur Einsiedelei La Espelunga des Hl. Victorian. Im 6.Jh lebte der Heilige dort bis ins hohe Alter und zog dann ins Kloster um, das nach seinem Tod nach ihm benannt wurde.

Bis zum Ausgangspunkt mussten wir nur 14 km fahren . Das Sträßchen war aber so eng, dass wir überlegten, ob wir  die restlichen Kilometer laufen sollten.  Allerdings trauten wir uns nicht, unser Mietauto  am Straßenrand „in the middle of nowhere “ zu parken. Kurz vor dem Kloster befand sich ein  riesiger Wanderparkplatz, von dem mehrere Wege in die Höhe führten. Wir gingen weiter zum Kloster San Victorian, angeblich das älteste Kloster Spaniens. Die Klosterruine wird derzeit wieder aufgebaut. Fertig ist die Kirche, die man nur am Sonntag mit einer Führung besichtigen kann.

14.-15.9.2018

We flee from nasty beasts into a dive bar and freeze in the cold. Then we save the flight to the USA, climb wild cascades and enjoy ringing bells with a cafe con leche. 

After we had been out in the pouring rain the day before, the sun was smiling again. We went for a hike in the mountains that tower above „our“ village Laspuña to the hermitage La Espelunga of St. Victorian. In the 6th century the saint lived there until old age and then moved to the monastery, which was named after him after his death.

We only had to drive 14 km to the starting point. But the road was so narrow that we thought about walking the remaining kilometres.  But we did not dare to park our rental car at the roadside „in the middle of nowhere“. Shortly before the monastery there was a huge car park for hikers from which several paths led up to the heights. We went on to the monastery San Victorian, supposedly the oldest monastery in Spain. The monastery ruins are currently being rebuilt. Finished is the church, which can only be visited on Sunday with a guided tour.

Oberhalb des Klosters führte unser Wanderweg erst allmählich und dann zunehmend steiler in die Höhe. Wir liefen zunächst im Schatten, was sehr angenehm war, weil die Sonne zum Wandern schon fast zu heiß brannte. Allerdings umschwirrten uns ständig kleine und stechende Fliegen, die sich auf Mund, Nase und Augen stürzten wollten.

Unterwegs genossen wir einen Ausblick auf die  schön bewachsene Landschaft des Landkreises Sobrabre, bewunderten die erodierten Reste von Vulkankegeln und kamen  noch an einer weiteren Eremitage vorbei.

Above the monastery, our hiking trail led first gradually and then increasingly steeper above. First we walked in the shade, which was very pleasant, as the sun was almost too hot for walking. But there were always small and stinging flies buzzing around us that wanted to get at our mouth, nose and eyes.

On the way we enjoyed a view of the beautiful overgrown landscape of the Sobrabre district, admired the eroded remains of volcanic cones and passed another hermitage.

Richtig abenteuerlich wurde der Pfad, nachdem wir an der Vegetationsgrenze angelangt waren. Hinter einer Felswand nahmen wir den Kletterpfad zur Espelunga.
The path became really adventurous after we had reached the vegetation boundary. Behind a rock face we took the climbing path to La Espelunga.

Die Einsiedelei ist so in den Felsen eingebaut, dass man sie von weitem nicht erkennen kann. Im Innere befindet sich eine Höhle, in der der Heilige gelebt hat. Die  angebaute Barockkapelle stammt aus dem 16.Jahrhundert. Allerdings war statt eines Altars nur eine Attrappe zu sehen, da wäre die Diebstahlgefahr zu hoch.

The hermitage is built into the rock in such a way that it cannot be seen from far away. Inside is a cave where the saint lived. The attached baroque chapel dates back to the 16th century. However, instead of an altar only a dummy was to be seen, as the danger of theft would be too high.

Auf der „Terrasse“ vor der Eremitage verzehrten wir unsere mitgebrachte Brotzeit. Es gab wieder Weißbrot, Käse, Salami, Obst und Müsliriegel und dazu Wasser und warme Cola. Ich genoß die schöne Aussicht, dachte aber etwas wehmütig , wie schön es wäre, wenn an dieser Stelle ein Café leckeres Essen und mein koffeinhaltiges Lieblingsgetränk anböte.

Der steile Abstieg mit lockeren Steinen war gar nicht mein Fall. Aber auf der Rückfahrt kam die Belohnung. In einer Bar im nächsten Dörfchen bekamen wir Kaffee und leckeren Obstkuchen und genossen die wunderbare Aussicht auf die Berge.

On the „terrace“ in front of the Hermitage we ate the snack we had brought with us. We had white bread, cheese, salami, fruit and muesli bars again and in addition water and warm cola. I enjoyed the beautiful view, but thought a little wistfully how nice it would be if a café offered delicious food and my favourite caffeinated drink at this place.

The steep descent with loose stones was not my cup of tea. But on the way back the reward came. In a bar in the next village we got coffee and tasty fruit cake and enjoyed the wonderful view of the mountains.
DSC09150Auf dem Dach des Hauses sieht man einen traditionellen Kamin. Der unförmige Kegel stellt eine Hexe dar. Die Leute glaubten früher, dass Hexen durch den Kamin hereinkommen und um sie davon abzuhalten, wurde so signalisiert, dass im Haus schon eine Hexe wohnt.

Auf der Rückfahrt wurden wir dann von einer Rinderherde gestoppt, die  sehr gemächlich und friedlich vorbeitrottete.

On the roof of the house you can see a traditional chimney. The shapeless cone represents a witch. People used to believe that witches came in through the chimney and to prevent them from doing so, it was signalled that a witch already lived in the house.

On the way back we were stopped by a herd of cattle, which rode past very slowly and peacefully.DSC09153Unsere Wanderung hatte nur 3 Stunden gedauert, das Wetter war nach wie vor herrlich, daher beschlossen wir die vom Veranstalter empfohlene Badestelle am Fluss aufzusuchen. Dort war es ziemlich idyllisch, am munter plätschernden Wasser erholten wir uns von den Strapazen des Vormittags. Das Wasser war allerdings extrem kalt,  so dass wir nur kurz heftig bibbernd durch den Fluss wateten.

Our hike had lasted only 3 hours, the weather was still wonderful, so we decided to go to the bathing place at the river recommended by the travel agent. There it was quite idyllic, at the lively splashing water we recovered from the strains of the morning. But the water was extremely cold, so that we only waded through the river for a short time and trembled heavily.

Am nächsten Tag wanderten wir im Valle de Pineta im  Monte Perdido Nationalpark. Schon während der Anfahrt brach ich wieder in entzückte Wow-Rufe aus. Die Landschaft wirkte sehr beeindruckend und erinnerte mich an den Zion Nationalpark im Südwesten der USA.

The following day we hiked in Valle de Pineta in the Monte Perdido National Park. During the journey I alreadybroke out again into delighted wow calls. The landscape looked very impressive and reminded me of the Zion National Park in the southwest of the USA.

Aus dem Talkessel  stiegen wir an mehreren Wasserfällen des Rio Cinca  entlang auf die Hochsebene Llanos de Lalarri.  Der Weg verlief zunächst  am kühlen Wasser und durch dichten Wald, was den steilen Aufstieg sehr angenehm machte.  Kurz vor der Hochebene war es damit vorbei, aber der Blick in den Talschluss war danach spektakulär.

From the basin we hiked uphill along several waterfalls of the Rio Cinca to the high plateau Llanos de Lalarri. At first, the path ran along the cool water and through dense forest, which made the steep ascent very pleasant. Shortly before the plateau that was over, but we were rewarded with a spectacular view into the valley end.

Unser Ziel war der Wasserfall am Talende. Dort legten wir unsere Mittagsbrotzeit ein und gingen dann über die Hochebene auf dem gleichen Weg zurück. Auf der riesigen Almwiese sahen wir zahlreiche Kühe und Pferde.

Our destination was the waterfall at the end of the valley. There we had our lunch and went back over the plateau on the same way. On the huge alpine meadow we saw numerous cows and horses.

Vorbei an einem weiteren Wasserfall kehrten wir zum Parkplatz zurück, wo wir auf der Terrasse der Nationalparkbar Kaffee tranken. Kuchen gabs keinen aber einen Logenblick  auf die nebenan grasenden Kühe mit Kälbchen und heftiges Gebimmel.

Passing another waterfall we returned to the parking lot where we had coffee on the terrace of the National Park Bar. There was no cake but we had a good outlook  of  the cows grazing next door with calves and much tinkle of bells.

16  Km, 4,5 Stunden mit Pause

Wollt Ihr wissen, wie es  uns zuvor in den Pyrenäen ergangen ist, dann schaut doch einmal hier

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/19/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-1-highlight-hiking-in-the-spanish-pyrenees-1/

Über eure Kommentare und eure Likes freue ich mich immer sehr.

16 Km, 4,5 hours with break

If you want to know how we fared before in the Pyrenees, then take a look here

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/19/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-1-highlight-hiking-in-the-spanish-pyrenees-1/

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Highlight: Wandern in den spanischen Pyrenäen (1) Highlight: Hiking in the Spanish Pyrenees (1)

Spanien entwickelte sich für mich gerade zu einem Reiseland,  in dem ich noch viele Ziele besuchen wollte. Im letzten Jahr besuchte ich auch einen Spanisch-Intensivkurs auf Lanzarote.

Nun,  mit dem Reisen in der sehr schwer von Covid 19 betroffene Land wird es wohl in diesem Jahr nichts werden. Zwischenzeitlich  bleibt die Erinnerung an wunderbare vergangene Reisen. In diesem Sinne veröffentliche ich noch einmal meine Beiträge über unseren  Wanderurlaub in den spanischen Pyrenäen (mit unverändertem Text plus englischer Übersetzung). Damals war ich sehr angenehm überrascht von der spektakulären Landschaft mit zahlreichen Zeugnissen mittelalterlicher Kultur, den Kapellen von Eremiten und romanischen Kirchen.
Wir verlebten einen ganz besonderen Wanderurlaub in einer bei uns weitgehend unbekannten Region.
Fotos zum Vergrößern bitte anklicken.

Einführung

Nach einem  Aufenthalt in der wunderbaren aber auch unverschämt teuren Stadt Barcelona fuhren wir mit dem Mietwagen in die Pyrenäen.

Wir hatten im idyllischen Dörfchen Laspuña bei Ainsa über einen Reiseveranstalter eine Unterkunft und das Programm „Wandern auf eigene Faust“ gebucht. Gegen die ebenfalls angebotene Wanderreise in einer Gruppe hatten wir uns bewusst entschieden. Von Laspuña aus unternahmen wir täglich Wanderungen und folgten dabei meistens den Wandervorschlägen des Reisebüros (oder versuchten es zumindest !).

Die Benutzung eines Fahrzeugs war notwendig, um zu den Ausgangspunkten der Wanderungen zu kommen. Angebote öffentlichen Nahverkehrs sind in der Gegend praktisch nicht vorhanden.

Übrigens: ich beschreibe unsere zu 100 % selbst finanzierte Reise …

Viel Spass beim Lesen wünscht eure Inga und ich denke dabei besonders an Pilgerin Belana Hermine, deren tägliche Reiseberichte von ihrer Pyrenäenwanderung vom Atlantik zum Mittelmeer meine Vorfreude auf unseren Pyrenäenurlaub sehr gesteigert hatten.

 10.9.2018 bis 13.09.2018

Wir begeben uns auf eine Höllenfahrt, besuchen Einsiedeleien, begegnen gefährlichen Raubvögeln, finden den Ausstieg aus dem kleinen Grand Canyon nicht und haben dabei rauschende Erlebnisse. Nach einem Aufstieg in einen Zirkus, wringen wir uns in einer Hütte aus und gönnen uns dann Schleckereien in einer Tankstelle.

An unserem ersten Tag in den Pyrenäen wollten wir es ruhig angehen lassen. Wir wählten daher eine kombinierte Tour  zu  den Dörfchen Tella und  Revilla mit kurzen Wanderungen bzw. Spaziergängen. Angegeben war die Fahrstrecke mit 24 km hin und zurück.

Zunächst fuhren wir von Laspuña abwärts  zur Hauptstraße, die entlang des Rio Cinca verläuft. Dort sind alle paar Kilometer schöne Picknickplätze am Fluss ausgewiesen, die wir aber nie besuchten. Die Straße führt über Bielsa nach Frankreich und ist sehr gut ausgebaut.  Dann bogen wir Richtung Tella ab, das mit 1360 m ca. 700 m höher liegt und prompt war „Schluss mit lustig“. Wir bekamen einen ersten Eindruck von den in unserem Fall stets asphaltierten aber sehr kurvigen  und engen Sträßchen, die oft auch noch zahlreiche Schlaglöcher aufwiesen und an steilen Abhängen, zum Teil ohne Vegetation oder Leitplanken, verlaufen.

Gleichzeitig fuhren wir durch sehr schöne Landschaft, die Ausblicke waren bereits atemberaubend. Allerdings konnte H. sie nicht betrachten, weil er sich auf die Straße konzentrieren musste, während ich die berühmten „tausend Tode“ starb. Da die Orte an der Straße kaum bewohnt sind und wir in der Nebensaison unterwegs waren, kamen uns nur wenige Fahrzeuge entgegen. Dabei fuhr jeder vorsichtig und mit ein bisschen Vor- und Zurückrangieren  klappte es immer mit dem Vorbeifahren.

Tella, ein winziges Örtchen, liegt am Eingang des Nationalparks „Monte Perdido & Ordesa“ (Eintritt kostenlos). Von hier aus legten wir eine kurze Rundwanderung zu drei Eremitagen aus dem 10. bis 16.Jahrhundert („Ruta de los Ermitos“)  mit weiten und faszinierenden Ausblicken  zurück.

Spain had just developed into a travel destination for me, where I still wanted to visit many destinations. Last year I also took an intensive Spanish course in Lanzarote.

Well, travelling in the country, which is heavily affected by Covid 19,  will probably not happen this year. In the meantime the memory of wonderful past journeys remains. With this in mind, I am publishing once again my posts about our hiking holidays in the Spanish Pyrenees (text unchanged, plus English translation). At that time I was pleasantly surprised by the spectacular scenery with numerous testimonies of medieval culture, the chapels of hermits and Romanesque churches.
We spent a very special hiking holiday in a region largely unknown in our country.

Introduction

After a stay in the wonderful but also outrageously expensive city of Barcelona we drove with the rental car to the Pyrenees.

We had booked accommodation and the program „hiking on your own“ in the idyllic village Laspuña near Ainsa through a tour operator. We had consciously decided against the  offered hiking tour in a group. From Laspuña we went on daily hikes and mostly followed (or at least we tried!) the hiking suggestions of the travel agency.

The use of a vehicle was necessary to get to the starting points of the hikes. There is practically no public transport in the area.

By the way: I am writing about our 100% self-financed trip …

I hope you enjoy reading it and I am thinking especially of Belana Hermine, whose daily posts of her Pyrenees hike from the Atlantic Ocean to the Mediterranean Sea had greatly increased my anticipation of our Pyrenees holiday.

Please click on the photos to enlarge.

9/10/2018 to 9/13/2018

We go on a highway to hell, visit hermitages, meet dangerous birds of prey, cannot find the exit from the small Grand Canyon and have rushing experiences. After an ascent to a circus, we have a dripping wet break in a hut and then treat ourselves to some delicacies at a gas station.

On our first day in the Pyrenees we wanted to take it easy. So we chose a combined tour to the villages of Tella and Revilla with short hikes or walks. The route was indicated as 24 km roundtrip.

First we drove down from Laspuña to the main road, which runs along the Rio Cinca. Every few kilometers there were nice picnic stops at the river, which we never visited. The road leads via Bielsa to France and is very well developed. Then we turned towards Tella, which is with 1360 m about 700 m higher and promptly it turned into „end of fun“. We got a first impression of the always asphalted but very curvy and narrow little roads, which often also had numerous potholes and run on steep slopes, partly without vegetation or crash barriers.

At the same time we drove through very beautiful landscape, the views were already breathtaking. However, H. could not look at them, because he had to concentrate on the road, while I was dying the famous „thousand deaths“. Since the villages along the road were hardly inhabited and we were  in the off-season, we met only a few vehicles. Everybody drove carefully and with a little back and forth we always managed to pass safely.

Tella, a tiny village, is located at the entrance of the national park „Monte Perdido & Ordesa“ (free entrance). From here we made a short round trip to three hermitages from the 10th to 16th century („Ruta de los Ermitos“) with wide and fascinating views.

„Wow !“ rief ich zum ersten Mal in diesem Wanderurlaub. Die Landschaften in den Pyrenäen sind auf eine sehr besondere Weise beeindruckend und überhaupt nicht überlaufen. So manches Mal erinnerten sie mich an die Nationalparks im Südwesten der USA. Nur dass es in den Pyrenäen mit den Eremitagen und den romanischen Kirchen mehr historische Gebäude zu sehen gab, von den kleinen Orten mit ihren alten Steinhäusern ganz abgesehen.
Auf dem Rückweg durch das verlassene Tella begegneten uns nur einzelne Katzen, die uns eher skeptisch musterten.

„Wow !“ I cried out for the first time on this hiking trip. The landscapes in the Pyrenees are impressive in a very special way and not overcrowded at all. Many times I was reminded of the national parks in the southwest of the USA. But that there were more historical buildings to see in the Pyrenees with the hermitages and the Romanesque churches, not to mention the small villages with their old stone houses.
On the way back through the abandoned Tella we only met some cats that looked at us rather sceptically.

Wir „erholten“ uns auf der Terrasse der erst kürzlich eröffneten Bar mit großartigem Ausblick (einzige Einkehrmöglichkeit in Tella) und besuchten dann das Museum über die riesigen Höhlenbären, die vor ca. 30.000 Jahren in der Gegend lebten.

Die Abzweigung nach Revilla hatten wir schon auf der Hinfahrt gesehen und die Straße wurde nicht besser!  Wir liefen dann vom Wanderparkplatz relativ gemütlich eine halbe Stunde  zu zwei nebeneinanderliegenden Miradores mit Blick in die dramatische Escuain-Schlucht.

We „relaxed“ on the terrace of the recently opened bar with a great view (the only place to snack in Tella) and then visited the museum showing the huge cave bears that lived in the area about 30,000 years ago.

We had already seen the turnoff to Revilla on our way to Tella and the road did not get any better now! From the hiking car park a relaxing walk of half an hour took us to two adjacent Miradores with views into the dramatic Escuain Gorge.

Schon während ich die ersten Fotos schoss, flog in einem Abstand von ca. 10 Metern der erste Geier vorbei. Es war einer der seltenen Lammgeier, die vom Aussterben bedroht sind und von denen es im Sobrarbe Landkreis, zu dem auch Laspuña gehört, aber wieder ca. 30 Paare geben soll. In der Gegend hat man angeblich die weltweit besten Möglichkeiten, Raubvögel und speziell Geier zu beobachten.

Mit dem Fokussieren der Vögel, die nun fast im Minutenabstand elegant vorbei segelten, hatte ich aber ein Problem und erwischte nur die, wenn auch sehr malerischen, Felswände. Erst später erfuhren wir, dass in der Nähe der Miradores die Geier zusätzlich gefüttert werden. Hätte ich gewusst, dass dies meine beste Begegnung mit den Geiern bleiben würde, wäre ich länger geblieben, um zu fotografieren! Stattdessen dachte ich irrtümlich  „Na ja, erster Tag, da kommt noch viel Besseres!“
15 km, zwei Spaziergänge von ca. 1,5 Stunden.

Already while I was taking the first photos, the first vulture flew past at a distance of about 10 meters. It was one of the rare lamb vultures threatened with extinction and of which there are said to be about 30 pairs again in Sobrarbe County, to which Laspuña also belongs. The area is said to have the best opportunities in the world to observe birds of prey and especially vultures.

But I had a problem with the focusing of the birds, which now elegantly sailed past almost every minute, I only caught the, albeit very picturesque, rock faces. Only later we learned that near the Miradores the vultures are additionally fed. Had I known that this would remain my best encounter with the vultures, I would have stayed longer to take pictures! Instead, I mistakenly thought „Well, first day, there will come something better!“
15 km, two walks of about 1.5 hours.


Pyrenäen (25)

Am nächsten Tag fuhren wir zum Cañon im Valle de Anisclo. Die Zu- und Abfahrt verläuft normalerweise im Einbahnstraßenverkehr auf zwei verschiedenen  Straßen. Allerdings ist eine der beiden Straßen seit 2017 wegen eines Tunneleinbruchs gesperrt, so dass wir das Vergnügen hatten, auf der engeren und schlechteren Straße über Buerba hin und zurück zu fahren. Für die insgesamt 40 km brauchten wir mehr als eineinhalb nervenaufreibende Stunden.

Schon auf dem  ersten Mirador-Parkplatz mit Blick in die Schlucht brach ich aber schon wieder in einen entzückten „Wow“ Ruf aus.

The next day we drove to the canyon in Valle de Anisclo. The entrance and exit is normally one-way traffic on two different roads. But one of the two roads is closed since 2017 due to a tunnel break-down, so that we had the pleasure to drive there and back on the narrower and worse road via Buerba. For the total of 40 km we needed more than one and a half nerve-racking hours.

But already at the first Mirador parking lot with a view into the gorge I broke out into a delighted „Wow“.

Vom nächsten Mirador, wo wir das Auto parkten (wir wussten nicht, dass man noch weiter unten an der gesperrten Straße halten konnte), stiegen wir hinunter in den Canyon.
From the next mirador, where we parked the car (we were unaware that it was possible to stop further down the closed road), we hiked down into the canyon.

Wir liefen im Cañon de Anisclo unter steil aufragenden ockerfarbenen Felswänden, am türkisfarbenen Wasser des Rio Bellos entlang und an zahlreichen Wasserfällen. Natürlich kamen wir auch wieder an einer Eremitage vorbei, die unter einer hervorkragenden Felswand errichtet worden war. Der Weg verlief dann durch einen verwunschenen bemosten Märchenwald mit idyllischen Rastplätzen am Flußufer. Unterwegs gab es sogar eine der vielen Trinkwasserquellen in der Gegend („Fuente“).

Eigentlich waren wir überaus glücklich, hätte da nicht in der Wanderbeschreibung gestanden, dass wir einen „Buchsbaumpfad weiter hoch nach Mondoto“ nehmen sollten. Ziemlich am Anfang des Weges hatte es eine Abzweigung gegeben, die aber mit anderen Zielen beschildert war, und danach  ging es nur noch weiter in die Schlucht hinein. Wir beschlossen schließlich, noch eine Weile dem wunderschönen Flußpfad zu folgen, legten eine Mittagspause an einem rauschenden Wasserfall ein und spazierten zurück, wobei wir zum Schluss noch einen kleinen Rundweg (Circuito San Urbez) gingen.

Auf dem Rückweg zum Auto fluchten wir ein bisschen, weil wir schon etwas müde waren, an der kaum befahrenen Straße entlang hinaufsteigen mussten. Allerdings sahen wir dabei die Landschaft im goldfarbenen Nachmittagslicht.

We walked in the Cañon de Anisclo under steeply rising ochre coloured rock walls, alongside the turquoise water of the Rio Bellos and numerous waterfalls. Of course, we also passed again a hermitage that had been built under a protruding rock wall. The path then ran through an enchanted mossy fairy tale forest with idyllic resting places on the river bank. On the way there was even one of the many drinking water springs in the area („Fuente“).
Actually we were very happy, had it not been written in the description of the hike that we should take a „box tree path further up to Mondoto“. At the beginning of the trail there was a turn-off, but it was signposted with other destinations, and after that we only continued into the gorge. We finally decided to follow the beautiful river path for a while, stopped for lunch at a gushing waterfall and walked back, finishing with a short circuit (Circuito San Urbez).
On the way back to the car we cursed a bit because we were already a rather tired, but we had to climb up the road with little traffic . But then we admired the landscape in the golden afternoon light.

Vor der anstrengenden Rückfahrt erholten wir uns in einer der beiden Bars im Dorf  Buerba. Wer in den Pyrenäen zum Wandern geht, muss wissen, dass es dort nur sehr selten Einkehrmöglichkeiten während des Wanderns gibt. Die Brotzeit muss man sich mitnehmen und kann dann vor oder nach dem Wandern in einer Bar im Ort einkehren, die es aber nicht in jedem Dorf vorhanden ist. Viele abgelegene Orte wurden schon von ihren Einwohnern verlassen.
20 Km,  ca. 5 Stunden plus Pausen.

Before the exhausting return trip we relaxed in one of the two bars in the village of Buerba. Hikers in the Pyrenees should know that possibilities to visit a restaurant during the hiking are rare. One has to bring a  snack  and then can have a break before or after the hiking in a bar in the village, but this is not available in every village. Many remote villages have already been abandoned by their inhabitants.

20 km, about 5 hours plus breaks.

Der Verlauf des dritten Tages bewahrte uns vor einem Overkill an schönen Landschaftserlebnissen. Ausgesucht hatte ich die Tour, weil sie keine abenteuerliche Anfahrt erforderte, sondern der Wanderparkplatz zum „Circo de Barrosa“ direkt an der Strasse über Bielsa nach Frankreich in der Nähe von Parzan lag. Auf dem Hinweg tankten wir und kehrten, einem Tipp unseres Veranstalters folgend, in der Bar an der Tankstelle ein. Tatsächlich war dort um 10 Uhr morgens schon einiges los : eine fröhliche Runde von Fernfahrern frühstückte dort deftig mit Tortilla,Wein und Kaffee mit Schnapps. Beim Cafe con Leche entdeckte ich, dass es frischen Kuchen gab. Bis dahin hatte ich das in den Pyrenäen noch nicht bekommen und merkte es mir für den Rückweg vor.

Beim Einkauf im  angrenzenden Supermarkt fiel uns auf, dass es ein sehr breites Spirituosenangebot gab und zwar hauptsächlich in XXL-Flaschen. Hinterher fiel uns ein, dass dies auf die vielen französischen Touristen zielte, die hier über die nahe Grenze kamen.

Nachdem wir das Auto geparkt hatten, liefen wir auf einem angenehm ansteigenden Weg an den Ruinen einer Blei- und Silbermine entlang in den imposanten Talkessel des Circo de Barroso, dem wir bis zum Ende folgen sollten.

The course of the third day saved us from an overkill of beautiful landscape experiences. I had chosen the tour because it did not require strenous driving. The hiking parking lot to the „Circo de Barrosa“ was located directly at the road via Bielsa to France near Parzan. On our way , we filled up with petrol and, following a tip from our travel agent, stopped at the bar of the petrol station. In fact, there was already a lot going on there at 10 a.m.: a merry group of truck drivers had a hearty breakfast with tortilla, wine and coffee with schnapps. Sipping a cafe con leche I discovered that there was freshly baked cake. Until then, I had not yet seen it in the bars in the Pyrenees and I made a note for the way back.

While shopping in the adjacent supermarket we noticed that there was a very wide range of spirits, mainly in XXL bottles. Afterwards we supposed that this was offered for the many French tourists who came here over the nearby border.

After we parked the car, we walked on a pleasantly ascending path alongside the ruins of a lead and silver mine into the imposing basin of the Circo de Barroso, which we were supposed to follow until the end.

Nun bewölkte es sich zunehmend, was wir aber nicht weiter beachteten. Dem Rio Barrosa waren wir stetig gefolgt und überquerten ihn an der ausgeschilderten Stelle mühelos, von Stein zu Stein gehend. Danach stiegen wir zu einer Schutzhütte (Refugio) auf 1740 m Höhe auf, die unser erstes Ziel bildete. Als wir dort ankamen, fielen ein paar Regentropfen. Wir verzogen uns ins Innere, wo einfache Stockbetten, ein Tisch mit Stühlen und sogar ein Ofen standen. Diesen sollte man allerdings nicht benutzen, weil der Abzug nicht funktionierte. Nachdem wir unsere Brotzeit  relativ komfortabel eingenommen hatten, hörte es auf zu regnen. Ich fühlte mich noch nicht ausgelastet und schlug vor, dass wir zur zweiten Schutzhütte gehen, die in unserer Wanderbeschreibung mit 1880 m Höhe angegeben war. Unterwegs regnete es immer mal wieder ein bisschen, aber nicht schlimm. Wir zogen unsere Regenjacken an und stiegen in Serpentinen immer weiter auf. Irgendwann kam uns das Ganze „spanisch“ vor: wir mussten schon auf etwa 2000 m Höhe sein. Wir kehrten um und in diesem Moment fing es  richtig stark zu schütten an. So schnell wir konnten, liefen wir den Berg hinunter und entdeckten dabei unser „Ziel“ , das zweite Refugio unweit der ersten Schutzhütte, eine zwischen hohen Felsen versteckte Ruine (!) .

Now it became increasingly cloudy, but we did not pay attention. We followed the Rio Barrosa steadily and crossed it effortlessly at the signposted place, walking from stone to stone. Then we ascended to a refuge (Refugio) at 1740 m height, which was our first destination. When we arrived there, a few raindrops fell. We moved inside, where there were simple bunk beds, a table with chairs and even an oven. But it was not supposed to be heated, because the exhaust pipe was out of order. After we had taken our snack in relative comfort, it stopped raining. I was still feeling fit  and suggested that we go to the second refuge hut that was mentioned in our hiking description at  a height of 1880 m. On the way it rained a little bit every now and then, but not badly. We put on our rain jackets and climbed up in serpentines higher and higher. At some time, that seemed odd to us: we already had to be at a height of approximately 2000 m. We turned back and in this moment it started to pour really hard. As fast as we could, we ran down the mountain and discovered our „destination“ the second refugio not far from the first refugio, a ruin hidden between high rocks (!) .

Als wir in das Refugio zurückgekehrten, wo wir unsere Mittagspause verbracht hatten, waren wir bis auf die Haut nass. Wir zogen einige Sachen aus und hängten sie an die Haken in der Hütte. Meine Jacke konnte man auswringen. Wir warteten eine halbe Stunde und schauten auf die Pfütze am Eingang der Schutzhütte.  Nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte, traten wir den Rückweg an. Interessant war, dass die nassen Klamotten sich auf der Haut zunächst ekelhaft klamm anfühlten und dann beim Wandern Körpertemperatur annahmen.

Der Rio Barroso hatte sich inzwischen in einen reissenden Fluss verwandelt, die Furt am Wanderweg gab es nicht mehr. Wir fanden schließlich eine Stelle, wo wir einigermaßen queren konnten. Allerdings  kam dabei Wasser in meine Schuhe. Meine Füße waren bis dahin meine  letzten trockenen Stellen gewesen. In einer guten Stunde, sehr viel schneller als auf dem Hinweg, waren wir zurück am Auto, das einsam auf dem Parkplatz stand. Die anderen Wanderer waren anscheinend vernünftiger gewesen und früher umgekehrt.

In der Bar an der Tankstelle gab es dann Kaffee und leckeren Kuchen. Allerdings blieben wir nicht lange, weil wir uns in den nassen Klamotten nicht wohlfühlten.

Insgesamt war das ein sehr denkwürdiger Tag, der uns zeigte, wie unvorsichtig wir gewesen waren. Allerdings ärgerten wir uns auch über die Beschreibung des Wanderwegs, die nicht aktuell war.

15 Km, ca. 5 Stunden

Wart Ihr auch schon in den Pyrenäen wandern und was habt ihr erlebt ?

When we returned to the Refugio where we had spent our lunch break, we were wet to the skin. We took off some clothes and hung them on the hooks in the hut. My jacket could be wrung out. We waited half an hour and looked at the puddle at the entrance of the hut. After the rain had eased off a little, we started our way back. It was interesting that the wet clothes felt disgustingly clammy on the skin at first and then took on body temperature while hiking.

Meanwhile, the Rio Barroso had turned into a raging river, the ford at the hiking trail did not exist anymore. We finally found a place where we could cross to some extent. However, water got into my shoes. My feet had been my last dry spots until then. In a good hour, much faster than on the way there, we were back at the car, which stood lonely on the parking lot. The other hikers had apparently been more reasonable and had turned back earlier.

In the bar at the gas station we had coffee and delicious cake. But we did not stay long, because we did not feel comfortable in the wet clothes.

All in all it was a very memorable day that showed us how careless we had been. But we were also annoyed about the description of the hiking trail, which had not been up to date.
15 km, about 5 hours

Have you also been hiking in the Pyrenees and what did you experience ?

 

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

Always looking forward to your comments and likes.

 

 

Breathtaking Scenery in Lanzarote (2)

On sunday the weather looked much better. Contrary to the previous day https://wanderlustig2019.wordpress.com/2019/11/29/unterwegs-auf-lanzarote-1/
it was only slightly cloudy and became more and more beautiful in the course of the day.

First I drove to El Golfo at the southwest coast of the island. In a bay close to the small idyllic village there is a popular excursion destination, the Charco de los Clicos. It is a volcanic crater half of which has slided into the sea. In front of a black lava beach lies the green shining lagoon lake. The whole thing is framed by a red slope. At the beginning of the path that led to Charco de los Clicos I put on my hiking boots. But this would not have been necessary, because after five minutes I arrived at the Mirador, which offers a breathtaking view of the colorful landscape.

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Then I drove along the coast to Yaiza. The most famous stop on the wild cliff coast is at the so-called Hervideros. There the waves crash with great force against the rocks of deep black lava, shooting up through holes in the rocks. The churned up white spray and the light blue sea offer a very nice colour contrast to the lava rocks. One can walk around in the area and look at some places on rock balconies into the spray.

DSC04436Meanwhile already a little hungry I drove to Yaiza. The little town, which had already been awarded several times as the most beautiful Spanish village, presented itself with picturesque Canarian architecture, and was polished and renovated in an exemplary way. But first I wandered through the village that was deserted on Sunday. The restaurants were closed. Finally, I discovered a very well frequented bar at the main street, where one could also choose from some hot dishes at the bar. The local people also took the food home with them. My stewed chicken with vegetables and potatoes tasted excellent and I even got a seat at the table of an English couple with whom I had a very nice conversation.

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Well strengthened I went to THE highlight of a visit to Lanzarote, the National Park Timanfaya with the Fire Mountains (Montanas del Fuego).

The following excerpt from Wikivoyage (translated from German) tells the story of its origin:
On September 1st, 1730, the earth broke up near the village of Timanfaya, a mountain was formed, from whose summit flames shot up into the air. It was the beginning of a huge volcanic eruption, which lasted for 6 years. In the course of it, 11 villages were destroyed together with the most fertile farmland of the island Lanzarote. In the earth, a fissure of a length of 14 km was formed at the edges of which lava fields were originated. The longest lava flow had a length of more than 20 km and finally reached the sea at Arrecife.
During this natural spectacle that was accompanied by numerous seaquakes, a major part of the population of Lanzarote lost its livelihood …
In 1824, another volcanic eruption occurred, the last one for the time being, its centre was located on the edge of the present National Park …“.

You cannot visit the national park on your own. It is necessary to strictly protect the sparse, nascent and extremely sensitive lichen cultures on the lava. Moreover, the ground is often undermined and there are dangerous crevices in the lava.

By car, after having paid the entrance fee (currently 10 €), one drives without any possible stops to the visitor centre „Islote de Hilario“, where one parks the car.

On the way to the national park you can also go on  a short ride on a dromedary. I had already tried camel riding once before.  The rocking gait of the animals had not appealed to me and so I gladly renounced the pleasure.

The Visitors Center is located on a hill. There is also a panorama restaurant with huge windows and that was of course again designed by the artist Cesar Manrique from Lanzarote. Demonstrations of the strong earth heat prevailing at this place are shown. A dry tuft of plants is placed in a crevice of the earth that immediately goes up in flames. You can also admire the natural volcanic grill behind the restaurant. The barbecue is grilled over a walled hole in the ground using only the natural heat of the earth. In the restaurant you can order meat and fish prepared in this way. Supposedly this is very tasty, but I did not want to spend so much time with eating.
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From the Visitors Center buses depart for a thirty-minute round trip on the „Ruta de los Volcanes“. The route runs for 14 km through a small part of a huge area. The bus stops briefly at prominent points, but one is not allowed to get out. After all this, my expectations were quite low when I sat down in the fully occupied bus, luckily on the best side for taking pictures, on the right in the direction of travel.

During the explanations in English and Spanish played from a tape, there were repeatedely parts from the chronicle of the priest of Yaiza. Don Curbelo witnessed the catastrophe of 1730 and described it very impressively. An extract from his chronicle of the catastrophe follows (translated from german)

“… On September 1, 1730, between 9 and 10 in the evening, the earth suddenly opened at Timanfaya, two hours‘ walk from Yaiza. A huge mountain was formed.
Already in the first night and flames shot out of its summit, which continued to burn for 19 days. A few days later, a new gorge opened and the lava flow spilled over Timanfaya, Rodeo and part of Mancha Blanca.
The lava flowed northwards, at first like bubbling water, later viscous like honey. However, on 7 September, a huge rock rose from the depths with ominous thunder, forcing the lava to turn its flow westward and northwest. There it destroyed the towns of Maretas and Santa Catalina.
On September 11th, the violence of the lava was renewed. It covered and burned the village of Mazo, and for eight days afterwards it fell into the sea as a fiery cataract with a terrible roar, so that dead fish swam to the surface in huge quantities or were thrown to the shore. After that everything calmed down and the eruptions stopped.
However, on October 18th, three new gullets broke open directly above the burnt Santa Catalina, from which heavy clouds of smoke streamed out and spread over the whole island. They carried enormous amounts of ash and sand with them and thick drops of water fell down everywhere. The darkness, ashes and smoke caused by these droplets of water drove away the inhabitants of Yaiza and its surroundings several times.
But they returned again when the eruptions were not followed by any further eruptions. On October 28, when these events had lasted for ten days,
cattle all over the region dropped dead, choked by the stinking fumes.
From 1st to 20 November smoke and ash continuously erupted from the craters, and on 27 a lava flow rolled down the slopes at enormous speed. On 1st  December it reached the sea and formed a solidified island. On 16 December, the lava suddenly changed its course, no longer flowing into the sea, but buried the village of Chupadero and destroyed the fertile plain of Uga.
On 7 January 1731, new eruptions occurred, which destroyed the former craters again. Lava erupted from two openings, accompanied by dense clouds of smoke,
where red and blue lightning bolts raged. In addition it thundered like thunderstorms, which was very frightening for the inhabitants, since they knew no thunderstorms on their island.
On 10 January a high mountain piled up, which collapsed again the same day. Stones and ashes rained on the island and lava streams flowed over the Malpaís into the sea.
On 7 March, several volcanoes arose, rising in a row from east to west.
On 4 June, three craters opened at once in the Timanfaya region. They quickly merged into a single volcanic cone, from which a lava flow was released into the seaflowed. Ashes and lightning shot out of a side crater, white steam escaped from another one in a way that had never been seen before. By the end of June, all the coasts on the west side of the island were covered with huge quantities of dead fish, many species of which had never been seen before. Northwest of Yaiza, smoke and flames rose from the sea with violent detonations.
In October and November new eruptions disturbed the inhabitants. On 25 December the earth shook and on 28 December a lava flow shot out of a newly formed cone, destroying another village and a chapel near Yaiza …“

When the priest had to leave the island, the notes broke off, but the eruptions continued for another five years.

We slowly rolled through a landscape that seemed out of this world. The lack of vegetation, the various shapes and colours of the rocks and the silhouettes of the volcanoes were of extraterrestrial beauty. Timanfaya is often compared to a lunar landscape. I found that it looked more like the red planet, Mars. On the one hand I was very impressed by the dramatic volcanic landscape, I would have liked to shout „Wow“ several times, on the other hand after hearing the report of the eyewitness  I could vividly imagine how the rural population must have suffered from the never ending apocalyptic natural catastrophe in the 18th century. The volcanic eruptions have changed Lanzarote permanently. Large fertile areas were covered by a high layer of lava and were lost for agriculture.

But see for yourself how breathtaking this landscape looks.

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After the bus trip was over much too fast, I had coffee and cake in the restaurant and enjoyed once again the view over the spectacular volcanic landscape.
Finally, I visited the very informative exhibition about volcanism in general and in Lanzarote  at the visitors centre in Mancha Blanca and then made my way back.
By the way, the national park authority also offers guided free hiking tours for a small number of visitors. These can be booked online exactly one month in advance but they are supposed to be always fully booked immediately.

Before I returned to Costa Teguise, I visited the Fundacion Cesar Manrique, the house of the artist that was converted to an art museum. This extraordinary sight and further works of Manrique are reserved for a separate report.

Have you ever been in a volcanic landscape and how did you like it?

Looking forward to your comments and likes.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

Marvellous hikes in Lanzarote

On the first advent weekend I was finally able to hike through the volcanic landscape in Lanzarote. The sun was shining and I enjoyed nice hiking weather at around 23 degrees. Hiking in Lanzarote takes you through unique scenery.

Two Volcano Hike

The easy hike starts near the wine-growing region „La Geria“. It remains mainly flat and on a broad path with some information boards about volcanic activity set out by the national park administration. The trail is known as one of the most beautiful hiking opportunities in Lanzarote.

Circular walk Montaña del Cuervo

On Saturday morning I parked in the designated lot near the Montana del Cuervo. The striking mountain was only created by the eruptions in the years 1730 to 1736 ( see more details Unterwegs auf Lanzarote (2) ). The side flank was torn open by the explosions, so that the caldera can be walked on without having to climb over the crater rim. The circumnavigation takes about an hour. If you go counterclockwise, you will be able to visit the caldera after a short time.
I descended into the volcanic crater. For the very short and only slightly steep descent, I didn’t even have to use my hiking poles. In the caldera, I admired the torn rock faces  and marveled at the diversity of the lava formations. I was thrilled. When do you have the chance to walk into the interior of a volcano as easily and safely?
Many tourists went back after visiting the caldera. As I was not in a hurry I did not miss out the walk  around the mountain. I was rewarded with wonderful views of the vast lava deserts that surround the volcanic area and of the fire mountains in the Timanfaya National Park (see Unterwegs auf Lanzarote (2)  ).

DSC04655DSC04664DSC04658DSC04663DSC04659In „La Geria“ I spent my lunch break in an overcrowded bodega. The place offers wine tasting and is the destination of countless coaches.

The two-volcano hike can easily be done in one go. The hiking trail at the Caldera Colorada starts just one kilometer from the Montana del Cuervo. Only because of the lack of refreshment stops and toilets near the trails,  I had decided to have a break in between.

Circular walk Caldera Colorada

On the short hike (approx. 1 hour from the parking lot at the Caldera Colorada) you can circle the mountain, but you may not walk into the crater.
In contrast to my morning hike, I was walking alone. It was even nicer. A breathtaking view of the shimmering red rock walls opened up around every corner. Several volcanic bombs, huge round boulders that had been thrown out of the mountain during the eruptions lay there, looking like the toys of giants.

I was also fascinated by the interplay of colors in the scenery: rust-red rock walls, yellowish lichen, which forms the basis for the coming vegetation, small green bushes on the slopes exposed to the trade winds, and brown-black picon (lava pebbles). And all of it set against a blue sky full of delicate clouds …

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Having enjoyed hiking in Lanzarote so much, I decided to go for another walk on Sunday.

Circular walk at Famara Bay (walking time approx. 2.5 hours)

The bay of Famara lies in front of the steep Famara rock massif. Surounded by a great arid landscape Famara Beach is the longest dune beach in Lanzarote. Due to constant north winds, the surf is usually wild, making the area a mecca for surfers.

After I had enjoyed  a second breakfast in the quaint town of Caleta de Famara, the hike took me up a bit on the slope, and then I followed the trail under the ridge.
On my way I constantly had wonderful views of the offshore islands and the inlet El Rio. La Graciosa, the main island, has only 600 permanent residents and is mainly natural. You can take a day trip there with a supposedly rather rocky boat and then hike through an enchanting area. On my next stay in Lanzarote (which is already on my bucket list!) I plan to go on hiking tours in La Graciosa
Finally,  I went down to the fantastic beach and then walked back. There are small stacked stone walls in the dunes, where you can relax sheltered from the wind. In one of these I ate my snack and admired the wild surf. The waves were apparently not high enough for surfers. On my way back to the car I saw only a few.

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Before going on this hike I had wondered whether it was going to be boring. It turned out to be nothing like that. The views of the islands La Graciosa and Montana in the changing light conditions also made up for the fact that during my trip to the Mirador del Rio I had not enjoyed the view of the archipelago due to thick fog Unterwegs auf Lanzarote (1)
The steep rock massif impressed me even more from up close and even the steppe was not as arid as it seemed at first
look. Plants adapted to semi arid conditions could be discovered.

Have you been hiking on the Canary Islands and how did you like it ?
Looking forward to your comments and likes.