FOTD January 14, 2021: Ume

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This is for CEE’s Photo Challenge Flower of the Day .

Thank you to CEE for hosting this photo challenge. My picture was taken in a temple garden in Kyoto in March 2019. I would love to see those gardens with autumn coloured foliage …

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Der Glücksbote (2) The messenger of good luck (2)

English translation below.

Den ersten Teil meiner Kurzgeschichte habe ich euch (hier) vorgestellt.Und das passierte danach …

Irma ist fassungslos, mit zitternden Händen hält sie das Geldbündel fest, streckt vorsichtig die Arme aus und schaut noch einmal genau hin, voller Angst, dass alles nur ein Trick ist oder dass ihre Weitsichtigkeit ihr einen Streich spielt.

„Ja, das ist wundervoll! “ erwidert sie nach einer Pause. Sie hat das Bedürfnis, sich zu setzen, um sich von dem freudigen Schreck zu erholen. Am liebsten würde sie sofort Gerti anrufen.

“Also dann, danke Herr Glück, das hat mich sehr gefreut, “ sagt sie und geht einen Schritt auf den jungen Mann zu, um ihn zu verabschieden.

„Frau Brandt, wie schön, dass Sie so glücklich sind ! Darf ich noch ein Foto von Ihnen mit Ihrem Gewinn machen? Wir bringen das Foto in unserer Kundenzeitung, die im ganzen Land und in Österreich und der Schweiz verteilt wird. Für uns ist eine gute Werbung und Sie können Ihren Freunden ihr Foto als strahlende und hübsche Gewinnerin zeigen!“

Ihr Foto in einer Zeitung ! Aber wie sieht sie denn aus? Sie hat sich noch nicht zurechtgemacht. Rasch öffnet Irma die Türe und geht auf Herrn Glück zu, der sogleich einen Schritt zurückweicht.

„Herr Glück, ja bitte, hier entlang. Ich kämme mir nur schnell die Haare.“

Mit diesen Worten dirigiert Irma den jungen Mann in die Küche und verschwindet im Badezimmer. Den Umschlag mit dem Geld nimmt sie vorsichtshalber mit. Die Badezimmertüre lässt sie einen Spalt breit offen, schließlich ist sie keine unvorsichtige, dumme Gans.

Du lieber Himmel, ihre Haare sind wild zerzaust! Man kann deutlich sehen, dass  sie einen Haarschnitt bei einem guten Friseur braucht. Rasch fährt Irma mit dem Kamm durch ihre dichten Haare. Etwas Puder, ein bisschen Rouge und der neue pinkfarbene Lippenstift sollten ausreichen, um sie auf dem Foto annehmbar aussehen zu lassen.

Aus der Küche hört Irma einen dumpfen Schlag und dann ein anhaltendes, würgendes Husten. Hat sich der nette Herr Glück verletzt oder versucht der Dreckskerl etwa …??? Mit dem Briefumschlag  in der Hand betritt  sie den Gang. Mit heftig klopfendem Herzen schleicht sie zur Küche und späht vorsichtig durch die geöffnete Tür. Sie sieht Herrn Glück zunächst nicht. Sollte er mit ihren Ersparnissen aus der zweiten Kaffeedose, die direkt neben der Kaffeemaschine steht, das Weite gesucht haben ?

Schnell betritt Irma den Raum und schaut sich um. Herr Glück liegt zusammengekrümmt auf dem Boden und röchelt stoßweise. Sein Gesicht ist mit dicken Schweißtropfen bedeckt und sein Teint geht ins Aschgraue. Seine rechte Hand ist in einer unnatürlichen Stellung nach oben gereckt und umklammert die zerknitterte Plastiktüte, in der Irma ihr Geld versteckt. Sie reißt die Tüte an sich und wirft sie auf den Esstisch. Dort liegt auch ihre Lesebrille, die sie rasch aufsetzt. Auf den ersten Blick erkennt sie nun, dass es sich bei den gewonnenen Banknoten um plumpe Fälschungen handelt. 

Irma  schubst den am Boden Liegenden so lange mit dem Fuß, bis sie ihn mit einem schnellen Ruck hochziehen und an der Wand anlehnen kann. Vor ihrer ersten Ehe hatte sie als Krankenschwester gearbeitet. Sie ist nicht mehr so kräftig wie früher, aber den richtigen Griff unter den Achseln beherrscht sie noch. Eigentlich müsste Irma jetzt große Angst spüren. Aber sie fühlt sich nicht wie eine schwache alte Frau, die mit einem Kriminellen alleine ist. Stattdessen bebt sie vor Wut.

„Hören Sie mal!“ herrscht sie den stark zitternden und leise stöhnenden Herrn „Glück“ an.

„Sie haben wohl geglaubt, ich bin ein armes, altes Muttchen vom Lande, aber hier in der Großstadt kennen wir uns aus! Und jetzt hauen Sie ab, aber schnell, sonst ruf’ ich die Polizei! An ihrer Stelle würde ich zum Arzt gehen, sonst können ihr Gaunereien vergessen!“

Der „Glücksbote“ stemmt sich mit äußerster Mühe an der Wand hoch und tritt auf sie zu. Irma weicht zurück und flüchtet in den Gang, um sich im Schlafzimmer einzuschließen. Verrückt ist sie nicht. Soll er ihr Geld doch mitnehmen. Wichtiger ist ihre Gesundheit. Herr „Glück“ dreht sich aber wortlos um, geht langsam und kopfschüttelnd durch die Wohnungstür, die hinter ihm zufällt.

Schwer atmend lässt sich Irma auf einen Stuhl fallen. Sie sackt zusammen und spürt wie sie mit einem Mal alle Energie verlässt. Aber was liegt da auf dem Boden?  Ein schwarzer Gegenstand: sein Portemonnaie! Keine Papiere, das ist typisch. Aber, was ist das denn?  In einem versteckten  Seitenfach  entdeckt sie zehn fein säuberlich zusammengefaltete Scheine: 10.000 Euro! Sie hält einen Schein gegen das Licht und erkennt den Sicherheitsstreifen und das Wasserzeichen. Es handelt sich nicht um Falschgeld. Das Geld hat der Mann bestimmt nicht ehrlich verdient. Und als vermisst wird er es sicher nicht melden.

In diesem Augenblick läutet das Telefon. Schnell hebt Irma den Hörer ab.

„Hallo, hier ist Gerti, ich wollte dir doch noch die Geschichte von meiner Bekannten erzählen. Ein Gauner hat ihr ganzes Geld gestohlen! Die Inge hatte angeblich in einem Preisausschreiben gewonnen und sie hat ihn in die Wohnung gelassen, …“

Irmas Gedanken begeben sich wieder auf Wanderschaft. Während der nächsten zehn Minuten unterbricht sie Gerti nur durch kurze Ausrufe.

Dann beginnt der Wortschwall am anderen Ende der Leitung nachzulassen. Jetzt ist Irmas Einsatz gekommen. Mit betont ruhiger Stimme sagt sie.

„ Sag mal Gerti, hast du Lust, heute in der Stadt Shoppen zu gehen? Ich hab’ gerade eine größere Ausschüttung von meinem Immobilienfonds bekommen und ich brauch’ unbedingt eine neue Sommergarderobe…“

-Ende-

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

The first part of my short story I presented to you (here). This is what happened next

Irma is stunned, with trembling hands she holds the bundle of money tight, carefully stretching out her arms taking a closer look, full of fear that someone is pulling a prank on her or that her farsightedness has played a trick on her.

„Yes, it is wonderful! „she replies after a pause. She feels the need to sit down to recover from the joyful fright. She would like best to call Gerti immediately.

„Well then, thank you Mr. Glück, I am very pleased, “ she says and takes a step towards the young man to say goodbye.

„Mrs. Brandt, how nice that you are so happy! May I take a photo of you with your prize? We will publish the photo in our customer magazine, which will be distributed throughout the country and in Austria and Switzerland. For us it is a good advertisement and you can present your photo as a shining and pretty winner to your friends.

Her photo in a newspaper ! But what does she look like ? She hasn’t not dressed up yet. Irma quickly opens the door and approaches Mr. Glück, who immediately takes a step back.

Mr. Glück, yes, please, this way, I’m just combing my hair. „

With these words, Irma directs the young man into the kitchen and disappears into the bathroom. She takes the envelope with the money with her as a precaution. She leaves the bathroom door ajar, after all, she is not a careless, stupid goose. Good heavens, her hair is wildly disheveled ! One can clearly see that she needs a haircut at a good hairdresser. Irma quickly runs the comb through her thick hair. Some powder, a bit of blush and the new pink lipstick should be enough to make her look acceptable in the photo.

From the kitchen, Irma hears a thud and then a persistent, gagging cough. Did the nice Mr. Glück hurt himself or is the bastard trying to …??? Carrying the envelope, she enters the hallway. With her heart pounding, she creeps to the kitchen and peers cautiously through the open door, not seeing Mr. Glück at first. Should he have taken off with her savings from the second coffee can, which is right next to the coffee machine?

Irma quickly enters the room and looks around. Mr. Glück is curled up on the floor, gasping fitfully. His face is covered with thick drops of sweat and his complexion has turned ash-gray. His right hand is stretched upward in an unnatural position, clutching the crumpled plastic bag in which Irma is hiding her money. She snatches the bag and throws it on the dining table. There are also her reading glasses, which she quickly puts on. At first glance, she now realizes that the banknotes she has won are clumsy forgeries.

Irma pushes the man lying on the floor with her foot until she can pull him up with a quick jerk and lean him against the wall. Before her first marriage, she worked as a nurse. She is no longer as strong as before, but she still masters the right grip under the armpits. Actually, Irma should feel great fear now. But she does not feel like an weak, old woman alone with a criminal. Instead, she is quivering with rage.

„Listen,“ she orders the trembling and moaning Mr. „Glück,“

„You probably thought I was a poor, old mummy from the countryside, but here in the big city we know our way around! And now get out of here, but hurry, or I’ll call the police! If I were you, I’d go to the doctor, otherwise you can forget about your rogue life!“

The „messenger of good fortune“ lifts himself up on the wall with the utmost effort and steps toward her. Irma backs away and flees into the hallway to lock herself in the bedroom. She is not crazy. Let him take her money, her health is more important. But Mr. „Glück“ turns around without a word, walks slowly and shaking his head through the apartment door, which slams shut behind him.

Breathing heavily, Irma drops onto a chair. She slumps down and feels all energy leave her all at once. But what is lying on the floor? A black object: his wallet! No papers, that’s typical. But, what is this? In a hidden side compartment, she discovers ten neatly folded bills: 10,000 euros! She holds a bill up to the light and recognizes the security strip and the watermark. It is not counterfeit money. The man certainly did not earn this money honestly. And he certainly won’t report it missing.

At that moment, the phone rings. Irma quickly picks up the receiver.

„Hello, this is Gerti, I wanted to tell you the story of my friend. A crook stole all her money! Inge had supposedly won a contest and she let him into the apartment, … „

Irma’s thoughts start wandering again. For the next ten minutes, she interrupts Gerti only with short exclamations, and then the torrent of words on the other end of the line begins to subside. Now Irma’s cue has come. In an emphatically calm voice, she says.

„Tell me, Gerti, would you like to go shopping in town today? I just got a big payout from my real estate fund and I really do need a new summer wardrobe…“

– The End –

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

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Projekt ABC – A Project ABC – A

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Wortman hat den Fotochallenge „ABC“ ausgerufen.

Beim Projekt „ABC“ sollen die Buchstaben nacheinander bebildert werden. Woche 1 beginnt mit „A “ und in der Woche 26 endet es mit „Z“.

Im letzten Jahr habe ich an Antjes „Monatsmotto Buchstaben“ teilgenommen. Das hat mir viel Spaß bereitet. Leider bin ich erst beim Buchstaben „M“ eingestiegen. Nun ergreife ich die Chance, am Anfang des Alphabets zu beginnen. Danke, Wortman !

Eine meiner ersten Wanderungen nach Aufhebung der Corona Ausgangsbeschränkungen unternahm ich auf einem Teil des

Altmühltal Panoramawegs

in Mittelfranken. Wunderschön, allerdings sah man nur wenige Panoramen, da der urig schöne Wald dicht und hoch gewachsen war.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

PS: Darf man auch zwei Bilder posten ?

Fotoprojekt 2021 (Januar): Nahrung Photo project 2021 (January): Food

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Royusch neues Fotojahresprojekt lautet „Nahrung“. Ganz toll Roland, dass du dir so ein wunderbares und vielfältiges Projekt ausgedacht hast. Habe schon jede Menge Ideen zur Umsetzung und freue mich auf ein spannendes Fotojahr 2021!

In Toxyo habe ich die Nakamise-dori im Stadteil Asakusa besucht. Sie läuft auf den ältesten buddhistischen Tempel Tokyos, den Senso-ji, zu. Die ca. 250 Meter lange Einkaufsgasse wird von ca. 90 kleinen Geschäften gesäumt, die allerlei japanische Souvenirs und traditionelles Kunsthandwerk verkaufen.

Berühmt ist die Straße auch für die köstlichen Süssigkeiten, die es dort zu kaufen gibt. Mein Foto zeigt das Vanilleeis im Brandteig mit Erdbeersoße, dass ich mir dort gekauft habe. Lecker ! Leider weiß ich nicht mehr, wie die Süßigkeit hieß. Wenn ihr in Tokyo seid, solltet ihr den Markt auf keinen Fall verpassen.

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Foto der Woche 18 Photo of week 18

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An Aequitasetveritas Blogparade „Foto der Woche“ beteilige ich mich wieder gerne. Ich danke Aequitasetveritas noch einmal für diese tolle Foto Challenge, die mich animiert hat, jede Woche mindestens ein Foto in meiner Umgebung aufzunehmen. Und meistens waren es mehrere ….

Bei dieser Aktion geht es darum, im Laufe einer Woche ein Foto von etwas zu schießen, über das man stolpert – es kann eine Sehenswürdigkeit sein, wenn man z. B. gerade verreist ist; das Haustier oder das neue Auto; die Brombeeren aus dem eigenen Garten; der beeindruckende Himmel nach einem Regenschauer … Und dann kann man dazu schreiben, warum man sich gerade für dieses Motiv entschieden hat – … „
Zitat aus Aequitasetveritas Challenge

Endlich Schnee ! Und dann schien gestern auch noch die Sonne. Da bot mein gewohnter Waldspaziergang wieder neue Eindrücke. War auch mal Zeit …

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Fotoprojekt Nr.17„Strände“ Photo project #17 „Beaches“

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Hurra ! Manni hat wieder ein Fotoprojekt ausgerufen. Nun handelt es sich um das Thema „Strände“. Für den Strandurlaub bin ich überhaupt nicht geeignet, gehe aber sehr gerne an der Küste spazieren. Daher habe ich einige Fotos in meinem Archiv gefunden. Leider habe ich es im vergangenen Jahr nicht ans Meer geschafft. Das soll sich in diesem Jahr, wenn möglich, ändern.

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken !

Italienische Strände in Apulien (drei Fotos) , den Cinque Terre und in Sestri Levante

Spanische Strände in Barcelona (zwei Fotos) und Tossa de Mar in der Hochsaison sowie auf Lanzarote im November (sechs Fotos)

Strände in Japan, Süd Korea (vier Fotos) und Kambodscha (zwei Fotos)

Manni danke ich ganz herzlich für das neue und, wie immer, sehr schöne Fotoprojekt. Auch wenn ich noch oft von vergangenen Reisen und Ausflügen berichten kann, so bin ich doch für Foto Challenges sehr dankbar, weil sie viel Spaß machen und mir helfen, meinen Reiseblog am Leben zu erhalten.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

PS:
Eigentlich müsste ich über meine tiefe Bestürzung über die Vorgänge im Capitol in Washington berichten. Im „Mutterland der Demokratie“ ging es zu wie in einer waschechten Diktatur. Wollen wir hoffen, dass der Irre bald ausgebremst wird! Dabei belasse ich erst einmal, zahlreiche Stellungnahmen lassen sich zur Zeit überall nachlesen.

Coronareisejahr 2020 Corona Travel Year 2020

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Was für ein verrücktes Jahr haben wir hinter uns! Eigentlich würde ich es gerne so schnell wie möglich vergessen. Trotz weitreichender Einschränkungen habe ich doch viel Neues und Schönes erlebt und davon soll nun die Rede sein.

Das Jahr begann für mich sehr verhalten. Wie schon berichtet ( Rentnerinnenblues 2) hinderte mich mein Gesundheitszustand am Reisen.

Mitte Februar munterte mich unser Besuch der wunderschönen Schmetterlingsausstellung im Botanischen Garten München auf.

Für die Berlinale 2020 hatte ich noch ein letztes Mal eine Akkreditierung erhalten und wollte deswegen Ende Februar unbedingt nach Berlin reisen. Ich gönnte mir ein Appartment in der Nähe des Berlinale Palastes, in dem ich mich zwischen den Filmvorstellungen ausruhen konnte. Auch die Anzahl der gesehenen Filme reduzierte ich. Das Festival konnte ich so sehr genießen. Es fand unverändert statt, aber Corona zeigte sich schon deutlich am Horizont. Die Chinesische Delegation konnte nicht anreisen und generell gab es weniger asiatische Besucher. Gleich zu Beginn des Festivals hatte ich mir einen starken Schnupfen eingefangen. Als ich in einer Vorstellung einmal heftig niesen musste, setzten sich meine Nachbarn schnell weg ! Danach wollte ich mir in der Apotheke Masken kaufen, aber diese waren bereits ausverkauft.

Der Berlinale Besuch hatte mir enormen Auftrieb gegeben und ich überlegte, wie ich kurze Reisen bewerkstelligen könnte. Städtereisen nach Leipzig und Wien hätten mich interessiert. Aber dann erreichte Corona auch Europa und Reisen waren nicht mehr möglich.

Vor dem Inkrafttreten des 1. Lockdowns in Bayern unternahm ich im März noch kleinere Wanderungen bei wunderschönem Frühlingswetter , z.B. am Egglburger See und an den Osterseen. Am Tag der letzteren Wanderung waren die Schulen schon geschlossen und die Gaststätten hatten nur bis 15 Uhr geöffnet. Einige Tage später wurde der 1. Lockdown mit weitreichenden Ausgangsbeschränkungen in Kraft gesetzt.

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken!

Bis Mitte Mai waren dann keine Ausflüge möglich. Man durfte aber spazieren gehen und davon machte ich im April im heimischen Wald und in den Parks reichlich Gebrauch (siehe Kleine Fluchten in Corona Zeiten). Nie zuvor hatte ich den Ausbruch des Frühlings intensiver erlebt. Allerdings waren verständlicherweise viele Menschen im Wald unterwegs, so dass das Spaziergehen mich oft nicht entspannte (siehe COCW).

Als Anfang Mai die Ausgangsbeschränkungen in Bayern aufgehoben wurden, unternahm ich eine erste kleine Wanderung in der Nähe von Bad Wiessee am Tegernsee. Es herrschte klares Sonnenwetter, so dass ich die Berge schon von der Autobahn aus sehen konnte. Über den Anblick freute ich mich sehr, verdrückte aber auch ein paar Tränchen.

Sehr weit wanderte ich nicht, war nach dem vielen auf der Couch Sitzen überhaupt nicht fit. Die Gaststätten hatten noch geschlossen, daher setzte ich mich auf dem Rückweg an einen Bach und verzehrte meine mitgebrachte Brotzeit. Zum ersten Mal seit Monaten traute ich mich in Bad Wiessee Coffee to Go und Eis in einer Eisdiele zu holen. Damit setzte ich mich auf eine Bank am See und war rundherum glücklich. Am sonst sehr bevölkerten Seeufer waren nur wenige Spaziergänger unterwegs. Die Spielplätze hatten wieder geöffnet und das fröhliche Jauchzen der Kinder war einfach nur schön.

Ab 11. Mai durften die größeren Geschäfte und Einkaufszentren in Bayern wieder öffnen, wenn auch unter strengen Hygienevorgaben. Nachdem ich zwischenzeitlich die Waldspaziergänge etwas leid war, traute ich mich zunächst zu Fuß in ein Einkaufszentrum und dann erstmals wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Münchner Innenstadt. Mehr als eine Großpackung Einmalhandschuhe kaufte ich nicht ein, aber ich hatte gesehen, wie sich die Öffnung der Geschäfte auswirkte (s. Shopping in Corona Times).

Eine Traumwanderung führte mich Ende Mai auf die Kesselalm und bot mir grandiose Aussichten. Inzwischen durften die Gaststätten im Außenbereich wieder öffnen, so dass ich auf der Terrasse der Alm eine Leberknödelsuppe verspeisen konnte. Nach der Wanderung „belohnte“ ich mich mit Kaffee und Kuchen auf der Terrasse des für seine leckeren Kuchenspezialitäten bekannten Café Winklstüberl.

Nachdem die Museen im Juni unter Hygieneauflagen (u.A. Abstandhalten und Maskentragen) wieder öffnen durften, besuchte ich das Lenbachhaus und die Münchner Pinakotheken, feierte ein Wiedersehen mit meinen Lieblingsbildern und besuchte Ausstellungen.

Ende Juni waren Reisen nach Österreich wieder möglich. Ich fuhr mit dem Auto nach Oberösterreich, übernachtete in einer Ferienwohnung und verbrachte drei sehr schöne Tage in Linz und Enns. In Österreich waren die Infektionszahlen damals sehr niedrig, so dass es deutlich lockerer als in Deutschland zuging. Maskenpflicht bestand nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Mir war das manchmal nicht geheuer, dann trug ich den Mund-Nasen-Schutz freiwillig, z.B. in Kirchen und Museen. Obwohl in Linz einige Hauptattraktionen, z.B. das Ars Electronica Center, noch nicht geöffnet waren, genoss ich diese Reise sehr, die ich auch wie eine Erholung vom Corona Stress empfand.

Ende Juli verbrachten wir einige Wandertage im Fichtelgebirge ( s. hier und in den Fortsetzungen ) und waren sehr angenehm überrascht über die landschaftliche Schönheit der Gegend und die zahlreichen Wandermöglichkeiten. Das Fichtelgebirge und Bayreuth hatten schon lange auf meiner Wunschliste gestanden, aber wenn mich Covid-19 nicht an Fernreisen gehindert hätte, hätte ich die Gegend wohl noch lange nicht besucht.

Anfang August fuhr ich mit dem Zug in knapp zwei Stunden nach Innsbruck, vorsichtshalber in der 1. Klasse. Die Tiroler Hauptstadt hatte ich auch schon sehr lange besuchen wollen. Die perfekte Mischung aus Stadtbesichtigung und Bergwandern in der unmittelbaren, spektakulär schönen Umgebung gefiel mir wie zu erwarten sehr gut (s. hier und in den Fortsetzungen). Nicht so wohl fühlte ich mich in der Innenstadt in den Touristenmassen, die sich zwischen den vielen Baustellen dicht an dicht aneinander vorbei drückten. Das galt auch für die Gondeln mit großer Fahrgastkabine, die meistens voll besetzt waren. Da beruhigte mich der Maskenzwang nur ein wenig.

Im September musste ich wieder an meine Neujahrsvorsätze denken. Dazu hatte die Fortsetzung des Jakobswegs in der Schweiz gehört. Die Coronazahlen waren schon wieder am Steigen und in manchen Schweizer Orten am Jakobsweg würde eine Übernachtung in Mehrbettzimmer unumgänglich sein. Daher verzichtete ich in diesem Jahr lieber auf das Pilgern. Stattdessen unternahm ich mehrere „Corona Pilgerwanderungen“, d.h. Tageswanderungen direkt von zu Hause aus. Wir wanderten längere Strecken und erkundeten unsere Umgebung (s. hier).

Im Baiersbronn im Nordschwarzwald durchwanderten wir Ende September traumhaft schöne Wälder. Den Hochschwarzwald oder Südschwarzwald betrachte ich als meine zweite Heimat und hatte daher nicht erwartet, dass es mir im Schwäbischen Schwarzwald (s. auch die Fortsetzungen) so gut gefallen würde.

Mit der Rückkehr der Urlauber begann die Zahl der Corona Fälle im Laufe des Oktobers kräftig anzusteigen. Die zweite Welle rollte auf uns zu und es war abzusehen, dass wieder ein Lockdown kommen würde. Noch vor dem Inkraftreten des Lockdown „Light“ am 2. November, der zur Schließung von Gaststätten und Kultureinrichtungen führte, besuchte ich mehrere Münchner Museen und unternahm meinen jährlichen Herbstspaziergang im Englischen Garten. Am Wochenende vor dem Inkrafttreten der Maßnahmen setzte ich einen lange gehegten Plan um. Bei Goldenem Oktoberwetter folgte ich dem Isarufer nach Norden bis zum Oberföhringer Wehr und ging dann auf der anderen Flußseite durch den Englischen Garten zurück. Im Biergarten „Hirschau“ verbrachte ich eine entspannte Mittagspause mit vielen anderen Gästen, die eine der letzten Gelegenheiten eine Wirtschaft zu besuchen nutzen wollten. Eine Band spielte fetzige Pop Klassiker und animierte zum Mitsingen, aber die rechte Stimmung kam doch nicht auf.

Mehrere Herbstwanderungen unternahm ich im November bei traumhaftem Sonnenwetter. Ich umrundete den Ismaninger Speichersee, genoss den Bergblick bei der Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ bei Kleinhöhenrain, schaute noch einmal am Egglburger See vorbei und wanderte auf den Hirschhörnlkopf bei Jachenau. An letztere Wanderung werde ich lange zurückdenken, nicht nur wegen der traumhaften Ausblicke, sondern auch weil dort meine geliebte Sony RX 10 Kamera den Geist aufgab.

Mit weiter steigenden Coronazahlen wurde unsere Welt wieder enger. Den öffentlichen Nahverkehr wollte ich in dieser Lage nicht mehr benutzen. Mit dem Radl fuhr ich zum Werksviertel und bewunderte dort die beeindruckende Street Art.

Ein letztes Mal vor dem „harten Lockdown“ am 16.12.2020 (Schließung aller Geschäfte, die nicht dem täglichen Bedarf dienen und Ausgangsbeschränkungen) traute ich mich dann doch, nahm Ende November die U-Bahn und spazierte durch das Stadtzentrum (siehe hier). Inzwischen herrschte dort eine weitgehende Maskenpflicht. Meine Brille musste ich immer wieder absetzen, weil sie dauernd beschlug. Trotzdem genoss ich diesen Bummel bei schönem Herbstwetter noch einmal sehr.

Die Zahl der Corona Infektionen stieg im Dezember stetig. Die bisherige Höhepunkte wurden am 18. Dezember mit 33.777 Neuinfektionen und am 30. Dezember mit 1.129 neuen Todesfällen erreicht. In dieser Situation bleibe ich dann doch lieber zu Hause und gehe einmal täglich in „unserem“ Wald spazieren. Das tun viele andere auch, so dass sich die Wege wie im 1. Lockdown bevölkern. Sogar bei neblig nasskaltem Wetter sind die Massen unterwegs !

Nun, das war mein Jahr 2020, in dem ich fast nur „heimische“ Ziele aufgesucht habe. Obwohl ich in den letzten Jahren hauptsächlich Fernreisen unternommen hatte, gefielen mir die diesjährigen Reisen ausnehmend gut. Deutschland und Österreich haben sehr viel Schönes und Interessantes zu bieten und das Exotische fehlte mir nicht. Die Anreise waren immer recht kurz und das Reisen war sehr einfach. Was ich aber stark vermisste, war die Unbeschwertheit des Verreisens. Corona lauerte immer mehr oder minder deutlich im Hintergrund!

Natürlich betrifft meine Klage über Reisebeschränkungen ein Luxusproblem. Viel wichtiger ist, dass wir gesund bleiben und dazu möchte ich soviel wie möglich beitragen. Irgendwann, wenn Corona Geschichte ist, können wir auch wieder frei reisen! Deutsche und europäische Ziele werde ich aber nicht aus den Augen verlieren. Man wird ja auch nicht jünger …

Wenn ihr jetzt ein bisschen Aufmunterung braucht, dann verabschiedet ihr am besten das alte Jahr noch einmal mit dem etwas fiesen aber ziemlich lustigen Video mit einem Abgesang 2020 (hier ) .

Im vergangenen Jahr habe ich so fleißig gebloggt wie nie zuvor. Für die sehr erfreuliche, starke Zunahme von Klicks, Kommentaren und Likes habe ich euch, meinen treuen Lesern und Followern, zu danken. Tolle fotografische Anregungen habe ich durch die Teilnahme an Foto Challenges erhalten und es war einfach wunderbar, das Fotoarchiv gründlich durchzuforsten. Für das Ausrufen der vielen spannenden Fotoprojekte und die netten Kommentare bedanke ich mich vor allem bei Manni von Mannis Fotobude, Roland von Royusch-Unterwegs und Antje von one photo a day .

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Life in Colour Photo Challenge 2021 – Brown

Thank you to Travel Words for hosting this photo challenge. This month’s color is „Brown“.

The first photo shows one of the free ranging sika deer in the Temple area of Nara (Japan). The others were taken in the Queen Elizabeth National Park (Uganda).

Would you like to to know more?
Please check out Life in Colour Photo Challenge 2021

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Travel Challenge Photo Gallery

For translation please use the Google Translate button.

Thank you to Maggie and Richard from Monkeys Tale for nominating me for the Travel Challenge. The challenge was to post a favourite travel picture for 10 days, without explanation and to nominate someone each day.

Participating in this challenge was great fun and I am very pleased to have met so many very interesting travelbloggers. Thank you all for your comments and likes.

Here is the gallery of my favourite travel photos, uncovering the secrets …

If you are interested in more information about the pictures or the places please let me know.

I also posted some travel reports, you might like to read and to see more images (see f.ex. concerning photo #4, # 6, # 9 and #10 ).

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