Endlich!

Gestern erhielt ich den heiß ersehnten Befund: nach über drei Monaten ist mein Rücken geheilt und nun kann ich ihn wieder voll belasten. Es steht natürlich noch Krankengymnastik an, aber endlich darf ich mich normal bewegen. Bin praktisch nicht mehr ausgebremst, nur die Achillessehne ist noch ein bisschen gereizt.

Gestern Abend feierten wir mit Rotwein und Pralinen. Heute Nachmittag nutzte ich das schöne Herbstwetter zu meinem ersten unbeschwerten Spaziergang seit langem.

Die Fotos stammen von meinem Smartphone. Sie sind technisch nicht perfekt, geben aber das warme Waldlicht wieder und meine gute Stimmung …

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Endlich ! erschien zuerst auf Wanderlustig.


Ausgebremst #4: Riemer Park München

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Wieder einmal packte mich ein heftiger Bewegungsdrang, obwohl ich mich doch schonen sollte (Ausgebremst #1). Außerdem ging das Gehen mit meiner Achillessehne besser. An einem sonnigen Nachmittag im September beschloss ich, wieder einmal den Riemer Park zu besuchen.

Normalerweise laufe ich von zu Hause dort hin. Es ist nicht allzu weit. Aber die Entfernungen im Park, der auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens München-Riem zur „Bundesgartenschau 2005“ angelegt wurde, sind relativ groß. Daher fuhr ich ein Stück mit dem Bus und stieg in der Nähe des Parks aus.

Mit meiner neuen Fußbandage war das Gehen fast normal, was mich sehr freute. Leichtfüßig spazierte ich durch den „Riemer Park“ zum „Riemer oder Messe See“, der für die Bundesgartenschau künstlich angelegt wurde. Das naturnahe Westufer besitzt einen Schilfgürtel. Eine Fussgängerbrücke überspannt eine bepflanzte Flachwasserzone. Das Ostufer ist das Badeufer. Am Kiesstrand schließt sich eine Liegewiese an.

Am See herrschte noch Badebetrieb. Das Wasser war wohl nach der Sommerhitze angenehm warm. Wie immer stieg ich auf den Aussichtshügel, der grundsätzlich einen traumhaften Blick auf die Alpenkette ermöglicht. Auch an diesem Nachmittag war es aber wieder recht diesig und auf dem Gipfel ist die Vegetation inzwischen so hoch gewachsen, das man nicht mehr viel sieht. Am besten ist die Aussicht auf der Treppe, die auf den Hügel hinauf führt.

Abschließend lief ich noch zur „Messestadt Riem“, einem auf dem Flughafengelände neu gebauten Wohnviertel, neben dem sich die „Neue Messe München“ befindet. Im Einkaufszentrum „Riem Arcaden“ gönnte ich mir einen Zwetschgendatschi (Zwetschgenkuchen mit Hefeteig) mit Sahne zum Cappuccino, bevor ich mit Bus und U-Bahn zurück nach Hause fuhr.

Nachfolgend zeige ich einige Impressionen des sonnigen Nachmittags (Panoramabilder bitte anklicken).

Als ich aus dem Bus stieg, spürte ich wieder ein Ziehen der Achillessehne. Der Fitnesstracker zeigte mir fast 7km an. Das war wesentlich mehr, als ich geplant hatte. Trotzdem hatte es mit dem Gehen recht gut geklappt. Auch hatte mir der kleine Ausflug sehr gefallen. An den nächsten beiden Tagen lief ich nicht viel. Die Achillessehne dankte es mir und die Entzündung klang langsam aber stetig ab.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

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Ausgebremst # 3: Münchner Westpark

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Jetzt wohne ich schon über 30 Jahre in München. Seit Corona habe ich meine Heimatstadt neu entdeckt und dabei viele Orte besucht, an denen ich nie zuvor war. Aber in den Westpark hat es mich noch nie verschlagen. Das mag daran liegen, dass ich ganz im Münchner Osten wohne. Aber wenn ich die Entfernung zu diesem Park z.B. mit meiner Reise nach Patagonien vergleiche, dann handelt es sich um den sprichwörtlichen Katzensprung (oder eher Mäusehüpfer ?).

Der Westpark in München wurde 1983 zur internationalen Gartenausstellung angelegt. Er ist nach dem Englischen Garten, Schlosspark Nymphenburg und dem Olympiapark der viertgrößte Park in München. Der Park ist in zwei Teile aufgeteilt (Westteil und Ostteil) und besitzt zwei Seen.

Vor allem im Westteil des Parks gibt es sehr viel zu entdecken, da hier nach der internationalen Gartenausstellung vieles erhalten blieb. So befindet sich dort das Ostasien-Ensemble mit seinen asiatischen Tempeln und Parkanlagen.

Quelle: https://www.dailytrip.de/ausfluege/westpark-muenchen-sehenswuerdigkeiten-park-muenchen/

Da ich gerade „ausgebremst“ bin, bot sich vor einer Woche ein kleiner Ausflug in die Gartenanlage an. Um meine noch „zickende“ Achillessehne zu schonen, würde ich meine Tour auf den Westteil des Parks beschränken. Ich parkte an der U-Bahn, die mich in einer knappen halben Stunde zur Station „Westpark“ brachte. Nach einem kurzen Spaziergang hatte ich die Grünanlage erreicht.

Am Westsee entlang ging ich zum Ostasien Ensemble. Ich schaute mir den Japanischen Garten an, ein Geschenk der Münchner Partnerstadt Sapporo. Die Anlage fand ich recht hübsch. Sie konnte aber mit den penibel gepflegten Gärten im Herkunftsland nicht mithalten. Wegen der Sommerhitze wirkte das Ensemble zudem leicht ausgedörrt.

Bald erreichte ich den farbenprächtigen thailändischen Pavillon Tempel, der mitten im Wasser steht und daher nicht betreten werden kann. Im Tempel befindet sich eine große Buddha-Statue. Definitiv ein Highlight, aber natürlich nicht ganz so prächtig wie die Tempel in Thailand z.B. in Bangkok.

Beim Blick über den See hatte ich schon die Nepalesische Pagode mit ihren wunderbaren Holzschnitzereien entdeckt, die von 300 nepalesischen Handwerkern in mühevoller Handarbeit geschnitzt und im Rahmen der internationalen Gartenausstellung nach München verschifft wurde. Kurios war, dass die Hohlräume der Pagode beim Transport nach München zum Schmuggel von 400 kg Haschisch genutzt wurden.
Quelle:
https://www.dailytrip.de/ausfluege/westpark-muenchen-sehenswuerdigkeiten-park-muenchen/

Nepal habe ich leider noch nicht besucht. Die Schnitzereien fand ich ausgesprochen schön. Mein Fernweh war geweckt. Aber dass ich es jemals nach Nepal schaffen werde, glaube ich nicht.

Auf der Suche nach einer Einkehrmöglichkeit lief ich am Ufer des Westsees entlang. Wie in allen Münchner Parks waren dort Wildgänse zur Plage geworden und hatten die Wiesen und das Gewässer verschmutzt.

Inzwischen war die Sonne verschwunden und dicke schwarze Wolken zogen auf. Mit dem Kaffeetrinken im Park wurde es dann leider nichts. Der Biergarten am Rosengarten war geschlossen und auf der Terrasse des daneben liegen Restaurants wollte man mich wegen des nahenden Gewitters nicht mehr bedienen. In die Innenräume konnte ich auch nicht gehen, weil dort eine Hochzeitsgesellschaft feierte.

Ich brach schnell wieder auf und erreichte die U-Bahn-Station, noch bevor das Gewitter kam. Erst als ich schon im Zug saß, fiel mir ein, dass ich auf dem Rückweg eigentlich noch den Chinesischen Garten besuchen wollte.

Fazit:
Das Ostasien Ensemble hat mir sehr gut gefallen, war eine tolle Chance einer kleinen Stippvisite durch vier faszinierende Länder. Gastronomisch fand ich den Westteil des Parks eher unattraktiv. Auch die Parkanlage bot im Vergleich zu den anderen großen Münchner Parks nichts Besonderes.

Der Ostteil des Parks soll die schönere Gartenlandschaft besitzen. Außerdem gibt es dort ein viel gelobtes Café am See, das „Gans am Wasser“. Den Ostteil möchte ich noch besuchen, am besten im Herbst, wenn die Blätter bunt gefärbt sind. Dann werde ich auch meinen Besuch im Chinesischen Garten nachholen. Das Laufen sollte dann hoffentlich kein Problem mehr sein.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

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Ausgebremst #2: in Ismaning

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Wie schon berichtet bin ich zur Zeit aus mehreren Gründen wenig mobil (Ausgebremst #1). Habe immer noch ein Rückenproblem (Auf dem französischen Jakobsweg: Yenne) und wegen meiner Achillessehnenentzündung kann ich nicht normal gehen. Nach ärztlicher Anweisung soll ich mich schonen. Aber immer nur schonen kann ich mich nicht. Mir ist es nicht gegeben, wochenlang zu Hause zu bleiben. Ich halte es eher mit Monaco Franze: „Ein bissl was geht immer.“ Seit es mir etwas besser geht, unternehme ich kleine Ausflüge ohne lange Gehstrecken. Dazwischen ruhe ich mich tagelang aus, weil ich möchte, dass bald alles wieder in Ordnung ist.

Eine meiner kleinen Fluchten führte mich in der letzten Woche nach Ismaning, eine Gemeinde im Norden des Landkreises München mit rund 17.500 Einwohnern. Der Ort soll schon im 6./7. Jahrhundert besiedelt gewesen sein.

Nach Ismaning fuhr ich am Nachmittag eine kurze Strecke mit der S-Bahn (17 Minuten ab Ostbahnhof). Da kamen gleich nostalgische Gefühle auf. Der Ort liegt an der Strecke zum Münchner Flughafen, den ich seit fast drei Jahren nicht mehr betreten habe.

Vom Bahnhof spazierte ich leicht hinkend zum historischen Ortskern, vorbei am Schloss (beherbergt das Rathaus und kann nicht besichtigt werden) und dann in den Schlossgarten. Dort gefiel mir das tiefe Grün der Vegetation und besonders das LichtHaus. Ich setzte mich ein paar Minuten lang in das bunte Glashaus und freute mich über die farbigen Durchblicke zum Schlossmuseum und in den Park.

Im Kallmann Museum im Schlosspark schaute ich mir die sehr sehenswerte Ausstellung „Kaleidoskop Expressionismus – vom Aufbruch in die Moderne zur NS-Verfemung Werke aus der Sammlung Gerhard Schneider“ an. Besonders interessant fand ich, dass neben den bekannten Expressionisten auch zahlreiche Werke unbekannter oder vergessener Künstler gezeigt werden. Natürlich darf man in einem kleinen Museum keine großformatigen Gemälde erwarten, aber die gezeigte Auswahl, darunter viele Druckgrafiken, ist doch beachtlich.

Danach schlenderte ich noch etwas durch den Park. Ich schaute kurz im Schlosspavillon vorbei, wo eine kleine Ausstellung zum 40jährigen Bestehen der dortigen Galerie gezeigt wurde.

Auf dem Rückweg folgte ich der idyllischen Promenade am Seebachufer. Schon auf dem Hinweg hatte ich mir eine Kaffeepause im denkmalgeschützten „Gasthof zur Mühle“ mit Biergarten und altem Baumbestand vorgemerkt. Leider wurde dort neben dem obligatorischen Apfelstrudel mit Eis und Vanillesauce (Ist für mich nicht mehr so attraktiv, seit ich in Bayern wohne, genau wie Leberkässemmel, Hax’n und ähnliche Spezialitäten), überhaupt kein Kuchen angeboten, so dass ich wieder aufbrach. Schließlich fand ich ein kleines Café an der Hauptstraße, wo ich auf einer sonnigen Terrasse Platz nahm und zum Cappuccino sogar noch das letzte (!) Stück Himbeerkuchen serviert bekam.

Nachfolgend zeige ich einige Impressionen. Die Bilder aus der Ausstellung kann ich aus Gründen des Urheberschutzes leider nicht publizieren. Der Austellungsflyer auf der Webseite des Kallmann Museums zeigt aber eine gute Auswahl.

Fazit:
Ismaning ist ein sympathischer Ort mit historischen Gebäuden und idyllischem Weg am Seebach. Im Kallmann Museum, dem Schlosspavillon und dem Schlossmuseum werden Wechselaussstellungen gezeigt. Die Ständige Sammlung des Schlossmuseums beleuchtet die Lokalgeschichte und dürfte eher für Einheimische interessant sein.

Es lohnt sich, einige Stunden in Ismaning zu verbringen. Nicht nur für Ausgebremste!

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Mal eben an den Starnberger See

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Wie schon berichtet (Ausgebremst #1) bin ich zur Zeit wegen einer Achillessehnenentzündung wenig mobil. Nach längerer Schonung, viel Schmieren mit Voltaren und vorsichtigen Dehnübungen zeigte sich in den letzten Tagen endlich Besserung. Mit Pausentagen dazwischen traute ich mich mit H. in den Zoo, besuchte eine Ausstellung und gestern Nachmittag fuhr ich mit der S-Bahn nach Starnberg. Dort folgte ich eine kleines Stück der Seepromenade und staunte wie viele Menschen dort unterwegs waren. Nach der Dampferanlegestelle verteilte sich die Menge glücklicherweise und ich konnte bei angenehmem Spätersommerwetter entspannt am Starnberger Seeufer flanieren. Auch der Fuß benahm sich anständig und schmerzte nicht.

Abends besuchte ich das Starnberger Kino, um mir im Rahmen des Fünf-Seen-Filmfestivals „Zahori“ anzuschauen, einen argentinischen Film, der in der patagonischen Steppe spielt (Inhaltsangabe: hier). An dem Film, einer Coming of Age Geschichte mit Western Elementen, gefielen mir die grandiosen Landschaftaufnahmen und das wunderbare Spiel der jungen Hauptdarstellerin. Manche Handlungssequenzen, zum Beispiel die Suche nach dem jüngeren Bruder, der in einen Brunnen gefallen war, brachten die Geschichte aber nicht voran, so dass man diese m.E. ohne weiteres in 90 Minuten hätte erzählen können, statt einen Film von 110 Minuten Dauer zu drehen.

Als ich aus dem Kino kam, war alles noch gut. Am S-Bahnhof stand der Zug nach München schon abfahrbereit. Ich wollte nicht auf die nächste Verbindung warten, daher eilte ich hinauf zum Bahnsteig. Zwei oder drei Mal nahm ich zwei Treppenstufen auf einmal und erreichte die Bahn gerade noch. Beim Aussteigen in München schmerzte mein Fuß wieder bei jedem Schritt und ich verfiel in den gewohnten humpelnden Gang.

Heute ist es schon wieder besser, aber ich muss doch vorsichtig bleiben. Geduld ist bekanntlich eine Tugend, eventuell lerne ich diese noch auf meine alten Tage.

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Ausgebremst #1

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Momentan berichte ich von meiner kürzlichen Pilgerwanderung auf der Via Gebennensis, dem französischen Jakobsweg, der von Genf nach Le Puy führt (z.B. Auf dem französischen Jakobsweg #3). Dort habe ich 175 Km zurückgelegt, also ca. die Hälfte des Weges. Allerdings habe ich neben unvergesslichen Eindrücken und Erinnerungen auch mehrere Probleme mitgebracht. Von einem wird hier die Rede sein.

Während der Fernwanderung begann die Achillessehne meines rechten Beins zu schmerzen. Mir fiel das immer dann auf, wenn ich eine Zeitlang nicht gelaufen war, z.B. morgens beim Beginn der Tour. Aber nach ein bis zwei Kilometern war alles normal und ich konnte unbeschwert gehen. Leider kippte das Ganze irgendwann. Seit meiner Rückkehr vom Camino tut jeder Schritt weh und ich humpele wie eine alte Oma, mit dem Unterschied dass meine eigene Großmutter mit über 90 Jahren noch gut zu Fuß war!

Der Orthopäde gab mir eine Spritze, die nichts half, riet zur Schonung und empfahl Dehnübungen (helfen tatsächlich ein bisschen) und eine Stoßwellentherapie (die ich mir ersparen möchte). Das war vor zwei Wochen und seitdem hat es sich nicht sehr gebessert.

Zwar habe ich kein Problem mich zu Hause zu beschäftigen, aber ich bin eine passionierte Geherin. Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, wandere ich sehr gerne. Wenn das nicht geht, spaziere oder walke ich mehrmals wöchentlich durch den heimischen Wald. Nun war ich drei Mal auf meiner allerkürzesten Strecke unterwegs, das reine Vergnügen war es keineswegs, aber jeder Gang durch den Wald war ein rauschhaftes Erlebnis. Ich höre so gerne die Blätter rauschen und lausche mit Vergnügen dem Zwitschern der Vögel. Außerdem liebe ich die changierenden Sonnenflecken auf dem Boden und bewundere die unendlich vielen Grüntöne des Waldes.

Auch das unbeschwerte Bummeln durch die Innenstadt würde ich gerne wieder genießen.

Jetzt hoffe ich erst einmal, dass meine Achillessehnenreizung und eine weitere Malaise (dazu später) sich bald wieder geben. Auf eine Fernwanderung werde ich mich aber so schnell nicht mehr begeben, Tageswanderungen können auch ganz wunderbar sein.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

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