Innsbruck: Zauberhafter Zirbenweg/Enchanting Zirbenweg

English text see below.

Drei schöne Tage hatte ich mit Sightseeing in Innsbruck verbracht. Nun wurde es Zeit für meine erste Wanderung. Zum Einstieg hatte ich mir den Zirbenweg ausgesucht.

Dieser leicht bis mittelschwierige Panoramaweg oberhalb von Innsbruck und Hall in Tirol ist ein Klassiker unter den Tiroler Genusswanderwegen. Er bietet herrliche Tiefblicke ins Inntal und Ausblicke auf rund 400 Alpengipfel, vor allem auf das Karwendel, das direkt gegenüber liegt. Das besondere dieser Wanderroute ist ihr Namensgeber, die Zirbe: der Panoramaweg führt durch einen der größten und ältesten Zirbenbestände Europas. Die stärksten Zirben sind hier 250 Jahre alt, die älteste Zirbe sogar mehr als 700 Jahre. Der Baumbestand an der Waldgrenze ist licht.
Quelle: http://www.tirol.at/reisefuehrer/sport/wandern/wandertouren
Der Zirbenweg ist 7,5 Km lang und führt auf einer durchschnitllichen Höhe von 2000 m immer am Kamm entlang. Man fährt mit der Seilbahn von Igls zur Bergstation am Patscherkofl und läuft dann bis zur Tulfeinalm. Dann nimmt man die Glungezerbahn hinunter nach Tulfes und fährt mit dem Bus zurück zur Talstation in Igls. Es wird ein Kombiticket für die Bahn- und die Busfahrt angeboten (21,50 €, ermäßigt 18,50 €). Soweit die Theorie …

Von der Innsbrucker Innenstadt nahm ich den Bus und kam nach ungefähr 30 Minuten an der Talstation in Igls an. An der Kasse wurde mir eröffnet, dass die oberste Sektion der Glungezerbahn neu gebaut wurde. Das bedeutete, dass man von der Tulfeinalm noch 500 Höhenmeter absteigen musste, um von der Mittelstation nach Tulfes hinunterzu fahren. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, gehe ich nicht gerne bergab, habe mich dabei auch schon verletzt. Nun war ich aber schon in Igls und die Dame an der Kasse versicherte mir, dass der Abstieg über Forstwege führte und nicht steil sei. Also würde ich über den Zirbenweg wandern.

Der Zirbenweg begann kurz hinter der Patscherkoflbergstation mit einem schönen Holztor. Von Anfang an gab es wunderschöne Ausblicke auf die Nordkette, das Inntal und Innsbruck. Wie gut, dass ich mit der Wanderung gewartet hatte, bis das Wetter besser wurde! Zunächst war es sehr voll. Den schönen und relativ leichten Weg hatten sich viele Wanderer mit ihren Familien ausgesucht. Hinter dem Gasthaus Boscheneben, nach ca. 30 Minuten, zweigte der Weg links ab und führte ein Stück durch den Wald. Plötzlich war ich dort alleine unterwegs und wollte gerade umkehren, als mir Wanderer entgegenkamen, die mir versicherten, dass ich noch auf dem Zirbenweg ging. Offensichtlich hatten viele Leute nur den Weg bis zum Gasthaus genommen und würden nach einer gemütlichen Rast mit der Patscherkoflbahn zurück fahren.

Der Rest des Weges war sehr angenehm zu gehen. Er führte zum Teil leicht bergab und dann wieder etwas bergauf. Man musste nur auf einige Felsen achtgeben. Und immer wieder konnte ich nur über die zauberhafte Landschaft staunen. Die Zirben verströmten noch dazu einen leicht würzigen Duft. Die Wanderung war wirklich ein Genuss! An der Tulfeinalm kam ich nach 2:45 Stunden an. Dort ergatterte ich den letzten Sitzplatz im Freien und ließ mir bei Topfenkirschstrudel und Cappuccino gutgehen.

Alles schmeckte ausgezeichnet, aber richtig entspannen konnte ich mich nicht. Die Wanderung zur Mittelstation der Glugenzerbahn sollte eine Stunde dauern. Ich rechnete mit bis zu zwei Stunden, weil ich bergab sehr vorsichtig gehe. Um 14:45 Uhr startete ich und um 17 Uhr fuhr die letzte Bahn. Zu Beginn gab es noch einmal sehr schöne Ausblicke auf Hall in Tirol und die Umgebung. Dann ging es in Serpentinen über Forststraßen durchgehend steil bergab. Mein rechtes Knie begann zu „meckern“. Es war aber nirgends gefährlich oder rutschig. Einigen Wanderern war es zu langweilig, sie stiegen über steile Hänge direkt an der Lifttrasse hinunter. Im Zickzackmodus bewältigte ich den letzte Wiesenhang bis zur Seilbahn. Um 16 Uhr saß ich alleine (!) in einer Zweiergondel. Ich hatte tatsächlich nur eine gute Stunde gebraucht.
Ca. 11 km, bergauf 190 m, bergab 590 m, 3,75 Stunden

An der Talstation nahm ich den direkten Bus nach Innsbruck und fuhr nicht über Igls zurück. In meiner Ferienwohnung relaxte ich ausgiebig und freute mich über meine wunderbare Wanderung. Die Wetter App prognostizierte weiterhin schönes Sommerwetter, also würde ich am nächsten Tag wieder wandern. Nach dem leichten Einstieg würde ich mir nun eine Route mit mehr Höhenmetern aussuchen.

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For three beautiful days I had done sightseeing in Innsbruck. Now it was time for my first hike. For the start I had chosen the Zirbenweg.

This easy to moderately difficult panoramic trail above Innsbruck and Hall in Tyrol is a classic among the Tyrolean pleasure trails. It offers magnificent views down into the Inn valley and views of around 400 Alpine peaks, especially of the Karwendel, which lies directly opposite. The special feature of this hiking route is its namesake, the Swiss stone pine: the panorama trail leads through one of the largest and oldest stands of Swiss stone pine in Europe. The strongest Swiss stone pines here are 250 years old, the oldest Swiss stone pine even more than 700 years. The tree population at the timberline is light.
Source: http://www.tirol.at/reisefuehrer/sport/wandern/wandert
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The Zirbenweg is 7.5 km long and leads along the crest at an average altitude of 2000 m. You take the cable car from Igls to the top station at Patscherkofl and then walk to the Tulfeinalm. Then you take the Glungezerbahn down to Tulfes and the bus back to the valley station in Igls. A combined ticket for the train and bus ride is offered (21,50 €, reduced 18,50 €). The reality was different …

I took the bus from downtown Innsbruck and arrived at the valley station in Igls after some 30 minutes. At the ticket office I was informed that the second section of the Glungezerbahn was newly built. This meant that you had to descend 500 meters in altitude from the Tulfeinalm to go down from the middle station to Tulfes. As you may have noticed, I don’t like to go downhill, I have already injured myself. But now I was already in Igls and the lady at the ticket office assured me that the descent was on forest tracks and not steep. So I would hike on the Zirbenweg.

The Zirbenweg started shortly after the Patscherkoflbergstation with a beauitful wooden gate. From the beginning there were beautiful views of the Nordkette, the Inn valley and Innsbruck. How good that I had waited with the hike until the weather got better! First it was very crowded. Many hikers and their families had chosen the beautiful and relatively easy path. Behind the Boscheneben Inn, after about 30 minutes, the trail turned left and led a bit through the forest. Suddenly I was alone there and was about to turn back when hikers came towards me, who assured me that I was still walking on the Zirbenweg. Obviously many people had only taken the way to the inn and would return with the Patscherkoflbahn after a comfortable rest.

The rest of the way was very pleasant to walk. It led partly slightly downhill and then again moderately downhill. You only had to watch for some rocks. And again and again one could only marvel at the enchanting landscape. The Swiss stone pines also exuded a slightly spicy scent. The hike was really a pleasure.

I arrived at the Tulfeinalm after 2:45 hours and got the last seat outside. Everything tasted excellent, but I couldn’t really relax. The hike to the middle station of the Glugenzerbahn should take one hour. I reckoned with up to two hours, because I walk downhill very carefully. I started at 14:45 and at 17:00 the last cable car was going to leave. At the beginning there were once again very nice views of Hall in Tirol and the surrounding area. Then it went in serpentines over forest roads continuously steeply downhill. My right knee started to „grumble“. But the trail was not dangerous or slippery. Some hikers found it too boring, they climbed down steep slopes directly at the lift track. In zigzag mode I managed the last meadow slope up to the cable car. At 16:00 I was sitting alone (!) in a two-person gondola. I really only needed a good hour.
About 11 km, uphill 190 m, downhill 590 m, 3.75 hours

At the valley station I took the direct bus to Innsbruck and did not return via Igls. In my vacation apartment I relaxed extensively and was happy about my wonderful hike. The Weather App predicted further nice summer weather, so I would hike again the next day. After the easy start I would now choose a route with more altitude gain.

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Meine Fotos zeige ich übrigens auch in Instagram unter wanderlustig2020.

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Innsbruck: es reißt auf/ it’s brightening up !

Nach dem Regentag in Innsbruck sollte sich das Wetter bessern. Als ich morgens aus dem Fenster sah, hingen die Wolken immer noch tief. Aber wenigstens regnete es nicht mehr. Der Alpenblick, den man von meiner Ferienwohnung haben sollte, war nicht zu erkennen. Meine erste Wanderung hatte ich auf dem Zirbenweg geplant. Dort  sollte es dauernd herrliche Ausblicke auf Innsbruck und die Nordkette geben, den südlichen Teil des  Karwendelgebirges, der steil hinter Innsbruck aufragt. Diese Berge hätte ich auch von meinem Balkon sehen sollen. Eine Weile trödelte ich noch herum,  aber da sich die Wolken nicht bewegten, beschloss ich noch einen Tag auf das Wandern zu verzichten. Da mir nach einem weiteren Kirchen- und Museumsbesuch nicht der Sinn stand, entschied ich mich für einen Kompromiss. Von meinem Quartier würde ich auf den Bergisel zur Olympia Sprungschanze gehen. Diese lag zwei Kilometer entfernt und der Weg führte auch ein Stück durch den Wald und etwas bergauf.

Zunächst lief ich durch das Stadtviertel Wilten. Am Weg lagen die Stiftkirche und die Basilika des Klosters Wilten, zwei Barock-/Rokokokirchen. Da konnte ich doch nicht widerstehen. Beide Kirchen waren mit einem Vorhallengitter abgesperrt, so dass ich nur kurz hineinblickte. Ziemlich erstaunt war ich, als ich auf einen Reisebus mit französischen Touristen traf, die sich trotz Corona auf Besichtungsfahrt befanden.

Als ich aus der zweiten Kirche kam, sah ich, dass es vom Süden aufklarte. Dort konnte man schon einige Bergspitzen sehen, die aus den Wolken aufgetaucht waren. Auch die Wolkendecke, die an der Nordkette klebte, begann aufzusteigen. Auf dem Weg zur Schanze hätte ich mich fast verlaufen. Statt durch die Anlage mit dem Denkmal für Andreas Hofer zu gehen und der Beschilderung zu folgen, folgte ich auf dem „Panoramaweg“. Bald wurde mir klar, dass mich dieser recht steile Pfad zwar in einem großen Bogen zur Bergstation der Schanze gebracht hätte, ich wollte aber durch das Stadium nach oben steigen und ein Stück mit dem Aufzug und dem Lift zurücklegen. Beim Zurückgehen entdeckte ich einen Platz, der sich nur wenige Meter über der Autobahn befand und knipste dort einige Fotos. Die Berg Isel Schanze liegt an sich wenig idyllisch zwischen Brennerstraße und der  Autobahn, aber davon bekam ich außer an dieser Stelle nichts mit. Die Straßen waren im Schanzenbereich weder zu sehen noch konnte man den Verkehrslärm hören. Das ist sicher auch damit zu erklären, dass die Autobahn zum Teil tief unter der Schanze in mehreren Tunneln durch den Bergisel verläuft.

Mit dem Schrägaufzug und dann mit dem Lift fuhr ich mit Maske und vielen anderen Besuchern zum höchsten Punkt, dem Schanzenkopf. Von der Aussichtsterrasse hatten wir einen atemberaubenden Blick auf Innsbruck, die Nordkette und das Inntal. Besonders schön war dieser Ausblick für mich, weil ich zum ersten Mal die Umgebung richtig sehen konnte. Der Wolkenschal, der unter den Gipfeln hing, störte nicht, sondern war richtig fotogen.

After the rainy day in Innsbruck the weather was supposed to improve. When I looked out the window in the morning, the clouds were still hanging low. But at least it wasn’t raining anymore. The alpine view, which one should have from my holiday flat, was not to be seen. I had planned my first hike on the Zirbenweg. There one enjoys should  constantly wonderful views of Innsbruck and the Nordkette, the southern part of the Karwendel mountains, which rises steeply behind Innsbruck. I should have seen these mountains also from my balcony. I dawdled around for a while, but since the clouds didn’t move, I decided to give up hiking for another day. Since I didn’t feel like it after another church and museum visit, I decided to make a compromise. From my quarters I went up the Bergisel to the Olympic ski jump. This was two kilometres away and the path also led a bit through the forest and a bit uphill.

At first, I walked through the district of Wilten. On the way were the Stiftkirche and the Basilica of the monastery of Wilten, two baroque / rococo churches. There I could not resist. Both churches were locked with a vestibule grid, so that I looked only briefly inside. I was quite astonished when I met a coach with French tourists who were on sightseeing tour despite Corona.

When I came out of the second church, I saw that it cleared up from the south. There, one could already see some mountain peaks that had emerged from the clouds. Also the cloud cover, which stuck to the Nordkette, began to rise. On the way to the ski jump I almost got lost. Instead of walking through the complex with the monument to Andreas Hofer and following the signs, I followed the „Panoramaweg“. Soon I realized that although this rather steep path would have taken me to the top station of the ski jump in a big curve, but I wanted to climb up through the stadium and cover part of the distance by lift and elevator. On my way back I discovered a place which was only a few meters above the highway and took some photos there. Bergisel Schanze is not very idyllically situated between Brennerstraße and the Autobahn, but I didn’t notice this except for this place. The roads were not visible in the area of the ski jump, nor could the traffic noise be heard. This is probably also due to the fact that the motorway runs through the Bergisel in several tunnels, partly deep under the ski jump.

With the inclined elevator and then with the lift I went wearing mask and with many other visitors to the highest point, the Schanzenkopf. From the viewing terrace we had a breathtaking view of Innsbruck, the Nordkette and the Inn valley. This view was especially beautiful for me because I could see the surroundings properly for the first time. The cloud scarf hanging under the summits did not disturb, but was really photogenic.

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Die Olympische Sprungschanze am Bergisel (Olympiaden 1964 und 1976) ist eine von vier Austragungsstätten der Vierschanzentournee. 2002 wurde die nach Entwürfen der Star-Architektin Zaha Hadid umgebaute Olympische Sprungschanze eröffnet. Das Stadium bietet 28.000 Zuschauerplätze. Im Sommer wird die Anlage mit Matten zum Sommertraining der Springer genutzt. Die beindruckende moderne Architektur und der grandiose Rundblick haben die Schanze zu einer der Hauptsehenswürdigkeiten von Innsbruck werden lassen.
Quellen: Wikipedia, bergisel.info, innsbruck.info

An der Schanze entlang stieg ich hinunter bis zum Schanzentisch, um die Architektur der Schanze und den Blick in das Stadium bewundern zu können. Der Tisch, also der Ort an dem Springer sich nach einem rasanten Anlauf hinabstürzen, wirkte auf mich wenig spektakulär. Sich vorzustellen, wie mutig diese Sportler sein mussten, um den Abflug zu wagen, war etwas anderes. Neben einem grandiosen Ausblick über Innsbruck und seine Umgebung haben die Springer auch den unmittelbar südlich des Stadiums gelegenen riesigen Friedhof Wilten vor Augen.

Abschließend besuchte ich noch die Olympischen Ringe, wo das Olympische Feuer 1964 und 1975 gebrannt hatte.

The Olympic ski jump on the Bergisel (1964 and 1976 Olympics) is one of four venues of the Vierschanzentournee . In 2002, the Olympic ski jump, rebuilt according to the designs of star architect Zaha Hadid, was opened. The stadium offers 28,000 spectator seats. In summer, the facility is used with mats for the summer training of the jumpers. The impressive modern architecture and the grandiose panoramic view have made the jump one of Innsbruck’s main attractions.
Sources: Wikipedia, bergisel.info, innsbruck.info

Along the ski jump I climbed down to the ski jump table to admire the architecture of the ski jump and the view into the stadium. The table, i.e. the place where jumpers descend after a rapid approach, did not seem spectacular to me. To imagine how brave these athletes had to be to take off was something else. Apart from a magnificent view over Innsbruck and its surroundings, the jumpers also see the huge Wilten cemetery just south of the stadium.

Finally, I visited the Olympic Rings, where the Olympic Fire had burned in 1964 and 1975.

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Inzwischen war es Mittag und ich erholte mich am Fuß des Bergisel in einem schönen Gartenlokal. Für meine Wanderung auf dem Zirbenweg war es nun zu spät, daher beschloss ich, den Alpenzoo zu besuchen. Zunächst lief ich zurück in die Stadt, wo ich mich darüber  freute, dass die Gebäude wie z.B. der Triumphbogen, und die Maria-Theresia- Straße bei dem sonnigen Wetter so viel schöner aussahen. In der Innenstadt waren aber auch wieder sehr viele Passanten unterwegs, so dass ich zeitweise freiwillig Maske trug.

Der Alpenzoo liegt oberhalb von Innsbruck und ist in wenigen Minuten mit der Hungerburgbahn von der Talstation in der Nähe des Hofgartens zu erreichen. Die Hungerburgbahn ist eine sehr steile Zahnradbahn. Alle Stationen wurden Zaha Hadid entworfen, so dass sich der Kreis zur Bergiselschanze, die ich am Vormittag besucht hatte, für mich schloss.

In the meantime it was noon and I went to relax at the foot of the Bergisel in a nice garden restaurant. It was now too late for my hike on the Zirbenweg, so I decided to visit the Alpenzoo. First I walked back to the city, where I was admired the buildings like the Triumphbogen and the Maria-Theresia- Street that looked so much nicer in the sunny weather. In the city centre, however, there were again a lot of passers-by, so that I wore a mask voluntarily at times.

The Alpenzoo is located above Innsbruck and can be reached in a few minutes by the Hungerburgbahn from the valley station near the Hofgarten. The Hungerburgbahn is a very steep rack railway. All stations were designed by Zaha Hadid, so that the circle to the Bergisel ski jump, which I had visited in the morning, closed for me.

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Im Alpenzoo, der sich bewusst auf heimische Tiere konzentriert und wo keine Exoten  präsentiert werden, verbrachte ich einen sehr schönen und spannenden Nachmittag. Natürlich herrschte dort bei dem schönen Wetter ein ziemlicher Betrieb. Aber zum Einen war die Wegführung mit auf dem Weg aufgemalten Bärentatzen, die nur in einer Richtung zu begehen war, sowohl genial einfach als auch coronatauglich und zum Anderen konnte ich dort, wo mir zuviele Leute herumstanden, freiwillig Maske tragen. Aber schaut selbst, was ich dort Schönes gesehen habe.

A very nice and exciting afternoon I spent in the Alpenzoo, which consciously concentrates on native animals and where no exotic animals are presented. Of course there was quite a lot of activity going on in the beautiful weather. But on the one hand, the route with bear paws painted on the path, which could only be walked in one direction, was both ingeniously simple and corona-compatible and on the other hand, where there were too many people standing around, I could voluntarily wear a mask. But see for yourself what I saw there.

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Auf dem Rückweg war die Bahn gestopft voll. Nicht zum letzten Mal während meines Aufenthaltes fragte ich mich, ob es neben der Maskenpflicht eine Obergrenze für die Anzahl der Benutzer gab und wie diese aussah. Als wir auf die Bahn warteten, hatte ein kleiner Junge, der noch keine Maske tragen musste, Hustenanfälle (??), was seinen Vater nicht zu bedrücken schien. Er grinste fortwährend und klopfte dem Kleinen ab und zu leicht auf den Rücken. Als die Bahn kam, stieg ich in das am weitesten von dieser Familie entfernten Abteil ein.

Abends im Appartment genoss ich auf dem Balkon die angenehme Wärme und endlich (!) den Bergblick.

On the way back the train was packed full. Not for the last time during my stay I wondered if there was an upper limit for the number of users besides the mask obligation and what it amounted to. When we were waiting for the train, a little boy who had not yet had to wear a mask had coughing fits (??), which did not seem to depress his father. He grinned constantly and tapped the little boy lightly on the back every now and then. When the train arrived, I boarded the compartment furthest away from this family.

In the evening in the apartment I enjoyed the pleasant warmth on the balcony and finally (!) the mountain view.

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Der Bergiselgesellschaft und dem Alpenzoo Innsbruck danke ich herzlich für die Erlaubnis zum Posten der entsprechenden Fotos.

Meine Fotos zeige ich jetzt auch bei Instagram unter wanderlustig2020.

Über euer Feedback freue ich immer sehr.

Thank you to to the Bergisel Society and the Alpenzoo Innsbruck for the permission to post the corresponding photos.

My photos I am also showing now at Instagram under wanderlustig2020.

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Regentag/Rainy Day in Innsbruck

Am nächsten Morgen bot sich vom Balkon des Appartements immer noch kein Bergblick, der Regen rauschte unermüdlich (und das sollte sich während des gesamten Tages nicht ändern).
Nun gut, dann würde ich tatsächlich einen Museums- und Besichtigungstag einlegen.

Zunächst folgte ich der Leopoldstraße bis zum Triumphbogen, der am Beginn der Maria-Theresien-Straße steht und das Tor zur Innsbrucker Innenstadt bildet. Der Bogen gehört zu den markantesten Sehenswürdigkeiten in Innsbruck und wurde im Auftrag von Kaiserin Maria-Theresia im 18. Jahrhundert errichtet. Die Triumphpforte erinnert an ein freudiges und ein tragisches Ereignis: auf der sonnigen Südseite an die Hochzeit von Maria Theresias Sohn Erzherzog Leopold in Innsbruck und auf der schattigen Nordseite an den plötzlichen Tod des Ehemanns der Kaiserin während der Hochzeitsfeierlichkeiten.
Quelle innsbruck.info
Den Triumphbogen lichtete ich im Regen zum ersten Mal ab, eine sonnige Südseite gab es bei diesem Wetter nicht.

Dann besuchte ich das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. Zu Beginn war ich ziemlich angetan von der Sammlung gotischer Skulpturen und Altäre, zum Teil aus dem heutigen Südtirol. Auch einige Ziergläser und großartig bemalte Humpen bestaunte ich. In der Gemäldegalerie ging mir aber nach ca. zwei Stunden buchstäblich die Puste hinter der Schutzmaske aus und ich beschloss, es gut sein zu lassen. Beim Weggang kam dann der Schock. Meinen Schirm, den ich zum Abtropfen an die Gardarobe gehängt hatte, fand ich nicht mehr. Ich konnte es nicht glauben und suchte mehrmals den Raum ab. Einen Regenschutz brauchte ich dringend, draußen regnete es immer noch stark ! Rasch kaufte ich einen neuen Schirm in Knallrot, damit er nicht so leicht „verwechselt“ werden konnte.

Inzwischen hatte ich einen gewaltigen Hunger. Das Mittagessen gestaltete aber sich eher schwierig. In der Altstadt waren alle Plätze sowohl drinnen und sogar draußen besetzt, obwohl es stark abgekühlt hatte. Schließlich ging ich nach Anbruggen auf die andere Innseite an den bunten Häusern entlang und fand ein nepalesisches Restaurant. Hier war es nicht so voll und die Gäste saßen nicht ganz so eng bei einander. Bei einem ausgezeichneten Butter Chicken regenerierte ich mich.

Nach dem Mittagessen besuchte ich den Dom zu Sankt Jakob mit prächtiger Rokokoausstattung im Inneren. Das Highlight ist jedoch ein nicht besonders großes Madonnenbild auf dem Altar von Lucas Cranach dem Älteren aus dem 16. Jahrhundert.

Inzwischen sehnte mich nach Entspannung an der frischen Luft ohne Maske und schlenderte daher zum Hofgarten. Dort stehen zahlreiche Mammutbäume der verschiedensten Arten, die sogar einen gewissen Regenschutz boten. Auch schöne wenn auch tropfnasse Pflanzen wollten bestaunt werden.

Schließlich besuchte ich die Hofkirche. Der Innenraum der Kirche enthält das leere Prunkgrab, den Kenotaphen, von Kaiser Maximilian aus dem 16. Jahrhundert, um das überlebengroße schwärzliche Bronzefiguren von Ahnen und Vorbildern des Kaisers, z.B. Artus von England, gruppiert sind. Die Kirche wird wegen der schwarzen Mannesfiguren auch Schwarzmanderkirche genannt (es gibt aber auch Frauenfiguren) . Grab und Figuren bilden ein sehr beeindruckendes Gesamtkunstwerk. Wegen Verwendung der Fotos, die euch gerne zeigen würde, habe ich beim Museumsträger angefragt, aber noch keine Antwort erhalten (werden ggf. nachträglich eingefügt).

Auf dem Rückweg kaufte ich noch eine Brotzeit ein und verbrachte den Abend recht erschöpft im Apartment. Obwohl ich sehr Interessantes gesehen hatte, reichte es mir mit dem umständlichen Fotografieren unter dem Regenschirm und dem stundenlangen Maskentragen. Hoffentlich wurde das Wetter wie angekündigt bald besser. Ich wollte endlich wieder wandern !

Auf euer Feedback freue ich mich immer sehr.

The next morning the balcony of the apartment still did not offer a view of the mountains, the rain was rushing tirelessly (and that was not to change during the whole day).

Well, then I would actually have a museum and sightseeing day: First I followed the Leopoldstraße to the Triumphbogen (triumphal arch), which is located at the beginning of the Maria-Theresien-Straße and is the gate to Innsbruck’s city center. The arch is one of the most striking sights in Innsbruck and was built in the 18th century by order of Empress Maria-Theresia. The Triumphal Gate commemorates a joyful and a tragic event: on the sunny south side it commemorates the wedding of Maria Theresa’s son Archduke Leopold in Innsbruck and on the shady north side it commemorates the sudden death of the empress’s husband during the wedding celebrations.
Source innsbruck.info
I took a foto of the Triumphbogen in the rain, there was no sunny side today.

Then I visited the Tyrolean State Museum Ferdinandeum. At the beginning I was quite taken with the collection of gothic sculptures and altars, some of them from today’s South Tyrol. I also marvelled at some decorative glasses and magnificently painted beakers. In the picture gallery, however, after about two hours I literally ran out of breath behind the protective mask and I decided to let it go. When I left the museum I was shocked I couldn’t find my umbrella, which I had hung on the cloakroom to drain. I could not believe it and searched the room several times. I urgently needed a rain protection, outside it was still raining heavily ! Quickly I bought a new umbrella in bright red, so that it could not be „mixed up“ so easily.

In the meantime I had an enormous hunger. But getting lunch turned out to be rather difficult. In the old town all places were occupied both inside and even outside, although it had cooled down a lot. Finally, I went to Anbruggen and walked along the colourful houses on the other side of the Inn and found a Nepalese restaurant. There it was not so crowded and the guests did not sit so close together. Eating an excellent Butter Chicken I regenerated.

After lunch I visited the cathedral of St. Jacob with its splendid rococo interior. The highlight, however, is a not very large Madonna picture on the altar by Lucas Cranach the Elder from the 16th century.

In the meantime I was longing for relaxation in the fresh air without a mask and therefore strolled to the Hofgarten. There are numerous giant trees of the most different kinds and they even offered a certain rain protection. Also beautiful although dripping wet plants had to be admired.

Finally, I visited the Hofkirche. The interior of the church contains the empty ceremonial tomb, the cenotaph, of Emperor Maximilian from the 16th century, around which are grouped larger than liife black bronze figures of ancestors and idols of the emperor, e.g. Arthur of England. The church is also called Schwarzmanderkirche because of the black man figures (there are also female figures). Grave and figures form a very impressive total work of art. Because of the use of the photos, which I would like to show you, I have asked the museum institution, but have not yet received an answer (fotos will be added later if possible).

On the way back I bought a snack and spent the evening quite exhausted in the apartment. Although I had seen some very interesting things, I was tired of taking pictures under the umbrella and wearing my mask for hours. Hopefully the weather got better soon as announced. I finally wanted to hike again !

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Ankunft/Arrival in Innsbruck

Nun stand er also an, mein Aufenthalt in Innsbruck. Ein bisschen aufgeregt war ich schon, weil ich mich auf meine erste Zugfahrt seit Corona begeben würde. Sicherheitshalber hatte ich in der ersten Klasse gebucht, in der Hoffnung, dass es dort nicht so voll sein würde. Tatsächlich hatte ich Glück, das Abteil teilte ich nur mit einem weiteren Reisenden und wir saßen uns am Fenster und am Gang diagonal mit großem Abstand gegenüber. Außerdem trugen wir Masken, was mir auf der fast zweistündigen Fahrt etwas lästig war, aber bei den recht niedrigen Temperaturen gut auszuhalten.

Während der Zugfahrt hatte es geregnet, bei der Ankunft in Innsbruck hörte es kurz auf, aber nach kurzer Zeit begann es wieder zu nieseln. Das war keine große Überraschung, der Wetterbericht für die nächsten zwei Tage lautete genau so. Danach sollte es aber bis zum Ende meines Aufenthaltes schönes Wetter geben. Gut, dass ich mich für Innsbruck als Reiseziel entschieden hatte, wo man bei schlechtem Wetter auf Sightseeingtour gehen und die schönen Tage zum Wandern nutzen kann.

Bei meiner Ankunft  war es noch zu früh zum  Einchecken. Daher legte ich meinen Koffer in ein Schließfach im Bahnhof und schlenderte Richtung Altstadt. Das Zentrum der Stadt mit 133.000 Einwohnern erreichte ich nach knapp zehn Minuten und sah schon von weitem das Goldene Dachl, das um 1500 für Kaiser Maximilian errichtet wurde und als Wahrzeichen der Tiroler Hauptstadt gilt. Es handelt sich um einen spätgotischen Prachterker, der mit feuervergoldeten Kupferschindeln gedeckt und mit mehreren Reliefs verziert ist.
Quelle Wikipedia

Now my stay in Innbruck was approaching. I was a little bit excited, because I was going on my first train ride since Corona. To be on the safe side, I had booked in first class, hoping that it wouldn’t be so crowded there. In fact, I was lucky, I only shared the compartment with one other passenger and we sat diagonally opposite each other at the window and in the aisle with a large distance between us. We also wore masks, which was a bit of a nuisance for me during the almost two-hour trip, but it was quite bearable in the rather low temperatures.

During the train ride it had been raining, when we arrived in Innsbruck it stopped for a short time, but shortly after it started drizzling again. This was no big surprise, the weather forecast for the next two days had been exactly the same. But after that there was supposed to be nice weather until the end of my stay. It was good that I had chosen Innsbruck as my destination, where you can go sightseeing in bad weather and use the beautiful days for hiking.

At my arrival it was still too early to check in. So I put my suitcase in a locker at the train station and strolled towards the old town. I reached the centre of the city with 133,000 inhabitants after about ten minutes and saw the Goldenes Dachl (Golden Roof) from afar. The Dachl was built around 1500 for Emperor Maximilian and is considered the landmark of the Tyrolean capital. It is a late gothic showpiece, which is covered with fire-gilded copper shingles and decorated with several reliefs.
Source Wikipedia

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Man kann darüber streiten, ob der Prunkerker die bedeutendste Innsbrucker Sehenswürdigkeit ist. Jedenfalls lässt ihn kein Besucher aus und jeder lichtet das Gebäude ab. Da wollte ich nicht zurückstehen. Schon vorher war mir aufgefallen, dass große Touristenmassen unterwegs waren. Überall hörte ich italienische und mehr oder minder hochdeutsche Stimmen. Kurz vor dem Dachl wurde es noch einmal enger, weil rundherum gebaut wurde. Das Fotografieren ohne Kräne im Vordergrund erwies sich als schwierig. Außerdem konnte man nicht genug weit vom Dachl zurücktreten, ohne auf die Baustelle zu geraten.  Niemand schien auf den Mindestabstand zu achten, der in Österreich in den meisten Fällen nur einen Meter beträgt. Besonders kuschlig wurde es aber an den Touristenhotspots. Beim Fotografieren vergaßen die Leute jede Vorsicht. Mit einem solchem Trubel hatte ich nicht gerechnet. Vorsichtshalber setze ich meine Maske auf.

One can argue about whether the magnificent bay window is the most important sight of Innsbruck. In any case, no visitor leaves it out and everybody takes pictures of the building. So I did not want to stand back. Already before I had noticed that there were big masses of tourists on the way. Everywhere I heard Italian and more or less High German voices. Shortly before the Dachl it became even narrower, because there was construction all around. Taking pictures without cranes in the foreground proved to be difficult. In addition, one could not step back far enough from the Dachl without getting into the construction site.  Nobody seemed to pay attention to the minimum distance, which in Austria is only one meter in most cases. But it became especially cuddly at the tourist hotspots. When taking pictures people forgot to be careful. I had not expected such hustle and bustle so I put on my mask as a precaution.

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„Nun gut,“ dachte ich „dann schaue ich mir die Altstadt eben von oben an.“ und löste ein Ticket zur Besteigung des Stadtturms. Die 133 Stufen hinaufzusteigen war mit der vorgeschriebenen Maske etwas beschwerlich aber immerhin gab es getrennte Treppen für den Auf- und den Abstieg. Die Aussicht über die Stadt war gut, nur die umliegenden Berge konnte man bei dem Wetter kaum erkennen.

„Well,“ I thought, „then I’ll just have a look at the old town from above,“ and bought a ticket to climb the town tower. Climbing up the 133 steps with the compulsory mask was a bit strenous but at least there were separate stairs for the ascent and the descent. The view over the city was good, only the surrounding mountains were hardly visible in this weather.

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Nach einem Gang  auf die Innbrücke, wo die bunten Häuser in Anbruggen auf der anderen Innseite gut zu erkennen waren,  aber nicht die steil dahinter aufragenden Berge der Nordkette ging ich müde und leicht durchnässt zu meinem Appartment. Erfreut stellte ich fest, dass der Fußweg von der Altstadt nur ca. 10 Minuten dauerte.

Nach dem Einchecken führte ich eine regelrechte Desinfektionsorgie durch. Vom Vermieter hatte ich erfahren, dass die Wohnung morgens noch belegt gewesen war, daher war ich besonders gründlich. Das Einzimmer-Appartment war nicht sehr groß, hatte aber reichlich Stauraum und viele Schränke. Immer wieder entdeckte ich neue Ablage- und Griffflächen. Und so sprühte und sprühte ich. Sämtliche Fenster wurden geöffnet, um den Geruch des Mittels und einige Viren zu vertreiben. Schließlich hatte ich die halbe Flasche Sagrotan verbraucht ! Das kam ich mir alles sehr seltsam vor, aber es waren ja auch besondere Zeiten. Letztes Jahr auf meiner Reise durch Ostasien hatte ich die vielen Menschen, die Masken trugen, z.B. um sich und andere vor Grippe zu schützen, als befremdlich erlebt und dabei oft gedacht:  “ Das ist hier eine andere Kultur, bei uns würde das nicht gehen. „

Nach dem Einkaufen von Lebensmitteln ging ich zum Abendessen. Als ich das Restaurant mit Maske betrat, erntete ich verwunderte Blicke. Es stellte sich heraus, dass es keine Maskenpflicht in österreichischen Restaurants gab, weder für Gäste noch für die Kellner, was  ich zunächst etwas beängstigend fand. Im Juni, als ich Linz besucht hatte, musste zumindest das Servicepersonal eine Maske tragen, obwohl die Infektionszahlen niedriger gewesen waren.

Abends überlegte ich mir ein Programm für den kommenden Regentag. Vor dem Schlafengehen schaute ich vom Balkon auf das Alpenpanorama, mit dem das Appartment annonciert worden war. Die Berge waren aber nicht zu sehen. Die Wolken hatten es sich dicht über der Stadt bequem gemacht. Das konnte nur besser werden !

Meine Fotos teile ich jetzt übrigens auch in Instagram unter wanderlustig 2020 .

Wie geht ihr mit einer Ankunft bei Regen im Urlaub um ? Auf euer Feedback freue ich mich immer sehr.

After a walk to the bridge over the Inn, where the colourful houses on the other side of the Inn in Anbruggen were clearly visible , but not the steep mountains of the Nordkette behind them, I walked tired and slightly soaked to my apartment. I was pleased to find out that the walk from the old town only took about 10 minutes.

After checking in I performed a extensive disinfection. From the landlord I had learned that the apartment was still occupied in the morning, so I was especially thorough. The one-room-apartment was not very big, but it had a lot of storage space and many cupboards. Again and again I discovered new storage and handle surfaces. And so I sprayed and sprayed. All windows were opened in order to drive away the smell of the agent and some viruses. Finally,  I had used up half the bottle of Sagrotan ! This all seemed very strange to me, but these were special times. Last year on my trip through East Asia I found it strange that so many people wore masks, e.g. to protect themselves and others from influenza and I often thought “ This is a different culture here, it would not work with us. „

After shopping for food, I went to dinner. When I entered the restaurant weearing the mask,  I received astonished looks. It turned out that there was no mask obligation in Austrian restaurants, neither for guests nor for the waiters, which I found a little frightening at first. In June, when I visited Linz, at least the service staff had worn a mask, although the infection rates had been lower.

In the evening I thought about a program for the coming rainy day. Before going to bed I looked from the balcony at the alpine panorama with which the apartment had been advertised. But the mountains were not to be seen. The clouds had made themselves comfortable close above the city. That could only become better!

By the way I am sharing my fotos at Instagram under wanderlustig2020.

How do you deal with arriving on holiday when it rains? Always looking forward to your feedback. 

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Innsbruck: Reisen in Corona/ Travel in Times of Corona

Reisen in Coronazeiten bedeutet für mich auch, dass ich es nun zu Zielen schaffe, die ich schon seit langer Zeit aufsuchen wollte. Neben dem Fichtelgebirge, wo wir vor kurzem einen wunderbaren Wanderurlaub verbrachten, gehörte dazu auch Innsbruck. Unzählige Male sind wir dort vorbeigefahren,  meistens unterwegs zu einem Italienurlaub in Südtirol oder an der Adria. Wenn du von München aus in zwei Stunden am Brenner bist, dann legst du keine Pause auf halber Strecke in Innsbruck ein. Du kannst es gar nicht erwarten, den ersten echten Cappuccino in Italien zu schlürfen oder du bist auf dem Rückweg und möchtest nach langer Staufahrt endlich nach Hause. Wie dem auch sei, nach Innsbruck, das gerade mal knapp 100 km entfernt ist, hatten wir es nie geschafft.

Ende Juni verlebte ich zwei schöne Tage in Linz und Enns. Damals gab es sehr wenige Neuinfektionen und die Corona Regeln waren entsprechend  locker. Masken mussten nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Mir war das damals nicht geheuer. Ich schützte mich freiwillig, z.B. im Museum und in Kirchen. Danach dachte ich mir,  dass ich noch einmal nach Österreich fahren möchte, was gewissermaßen auch einen Urlaub von Corona bedeutete.

Innsbruck reizte mich schon lange, man konnte dort sowohl im nahen Gebirge wandern oder sich auf Stadtbesichtigung begeben. Deswegen hatte ich für Anfang August eine Ferienwohnung in Innsbruck gebucht. Ein Urlaub im Hotel kam für mich nach wie vor nicht in Frage.

Inzwischen ist die Zahl der Neuinfektionen in Österreich auf mehr als 110 pro Tag gestiegen und die Maskenpflicht wurde an vielen Orten wieder eingeführt.

Was ich in der Stadt des goldenen Dachls beim Sightseeing  und Wandern in atemberaubender Natur (nicht nur im übertragenen Sinne!) erlebt habe, werde ich euch demnächst berichten.

Wie haben  sich euere Reisepläne durch Corona verändert ? Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Travelling in Corona times also means for me that I now make it to destinations I have wanted to visit for a long time. Besides the Fichtelgebirge, where we recently spent a wonderful hiking holiday, Innsbruck was one of them. Countless times we passed by there, mostly on the way to a holiday in Italy in South Tyrol or at the Adriatic Sea. If you are at the Brenner Pass from Munich in two hours, you don’t stop halfway in Innsbruck. You can’t wait to sip your first real cappuccino in Italy or you’re on your way back and want to go home after a long journey in a traffic jam. Either way, we never made it to Innsbruck, which is just under 100 km away.

At the end of June I spent two beautiful days in Linz and Enns. At that time there were very few new infections and the Corona rules were accordingly relaxed. Masks only had to be worn in public transport. At that time I was a bit uneasy about it. I protected myself voluntarily, for example in museums and churches. Afterwards I thought to myself that I would like to go to Austria again, which in a way also meant a holiday from Corona.

Innsbruck had been appealing to me for a long time, one could go there either for hiking in the nearby mountains or for sightseeing. This is why I had booked a holiday flat in Innsbruck at the beginning of August. A holiday in a hotel was still out of question for me.

Meanwhile the number of new infections in Austria has risen to more than 110 per day and the compulsory wearing of masks has been reintroduced in many places.

What I experienced in the city of the Golden Dachl  while sightseeing and hiking in breathtaking nature (not only in the figurative sense !),  I am going to tell you soon.

How have your travel plans changed through Corona ? Always  looking forward to  your feedback.

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Enns entdecken Discover Enns

Nach meinem sehr schönen Aufenthalt in Linz  hatte ich noch Zeit, um auf der Rückfahrt einen Abstecher zum 25 km entfernten Enns zu unternehmen.

Enns ist eine oberösterreichische Stadt mit ca. 12.000 Einwohnern. Sie liegt an der Donau und am Fluss Enns. Die Stadt bezeichnet sich als älteste Stadt Österreichs, was jedoch umstritten ist. Die Stadtrechtsurkunde stammt aus dem Jahr 1212.  Enns ist die Nachfolgestadt des römischen Garnisonsstützpunktes Lauriacum, der im 3. Jahrhundert zur Sicherung des Limes diente. Wahrzeichen der Stadt ist der 60 m hohe Stadtturm.
Quelle Wikipedia

In Enns angekommen besichtigte ich die gotische Marienkirche und die darin gelegene Wallseerkappelle mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert und einer Madonnenstatue mit Kind. Sehr gut gefielen mir die gotischen, filigran wirkenden Spitzbögen und das helle Kircheninnere.

Eine Pause legte ich auf dem Hauptplatz mit Blick auf den Stadtturm aus dem 17. Jahrhundert ein. Bei Cappuccino und Teilchen ließ sich das Kleinstadtleben trefflich beobachten.

Danach schaute ich kurz im Stadtmuseum vorbei, wo u.a. zahlreiche Ausgrabungsstücke aus der römischen Garnison gezeigt wurden. Wieder war ich im Museum alleine und trug vorsichtshalber eine Maske (!). Bei dem schönen Wetter fehlte mir dann doch die Lust zu einer ausgiebigen Besichtigung.

Ein kurzer, leicht bergaufführender Spaziergang führte mich zum Schloss Ensegg. Das Schloss kann man nicht von innen besichtigen, aber durch den Hof und den Schlosspark flanieren und von dort einen Ausblick auf das Umland genießen. In der Ferne konnte ich die Alpen erahnen.

Einen  interessanten Anblick  bot auch die Renovierung eines kupfernen Schlossturms durch einen angeseilten Handwerker.

Zurück  lief ich auf dem „Erlebnisweg“ durch eine bewaldete Parkanlage, die an der mittelalterlichen  Stadtbefestigung entlang führte. Die sehr steilen und ziemlich hohen Mauern erstaunten mich. Fotografieren ließ sich das Ganze, hinter Blättern verborgen,  aus keiner möglichen Perspektive. Vielleicht hätte ich doch auf den Stadtturm steigen sollen, um einen Überblick über die mittelalterlichen Befestigungen zu bekommen …

Mit dem Auto fuhr ich zu der außerhalb des Stadtkerns gelegenen Laurentius Basilika. Die Kirche mit Friedhof befindet sich auf dem Gebiet der Garnison Lauriacum. Bei Ausgrabungen stieß man u.a. auf mächtige römische Mauerreste, die hinter dem Altar zu sehen sind. Auf dem Friedhofsgelände steht ein Beinhaus (Karner) aus dem 17. Jahrhundert. Darin befindet sich eine Ecce-Homo-Szene. Dargestellt sind Jesus und Pilatus, der wie ein türkischer Würdenträger gekleidet ist, was wohl mit der Belagerung von Wien durch die Türken zu tun hatte.

Schließlich trat ich die Rückfahrt an. Eigentlich wollte ich noch Mittagessen. Aber in der Nähe der Basilika, die in einem Industriegebiet lag, sah ich nichts Ansprechendes. Die österreichischen Autobahnraststätten werden von einer  Restaurantkette bewirtschaftet. Ein Restaurant schaute ich mir an. Nachdem ich gesehen hatte, dass es dort nur Essen vom Buffet gab, machte ich schnell kehrt.

Fazit: Enns ist ein sehr sehenswerter Ort, wo es viel Historisches zu bestaunen gibt. Die Atmosphäre ist kleinstädtisch entspannt und eine Besichtigung innerhalb eines halben Tages möglich. Geht auch als Tagesausflug von Linz aus.

Auf der Rückfahrt hörte ich im Radio eine skurrile Nachricht. Inzwischen hatte es die bekannten Coronaausbrüche im Schlachthof Tönnies gegeben. Eine Seniorenradlergruppe aus Güterslo hatte ein Hotel in Bayern gebucht. An diesem Tag hatte die bayerische Regierung die Beherbergungsbetrieb im Freistaat angewiesen, keine Touristen aus den Landkreisen Gütersloh und Warendorf aufzunehmen (Wurde später dahin gehend modifiziert, dass ein negativer Corona Test vorgelegt werden muss.) Die Senioren wurden abgewiesen,  fuhren schnurstracks weiter nach Österreich, stiegen dort ab und erst am nächsten Tag, als sich die Gruppe auf einem Tagesausflug befand, ging dem Hotelier ein Licht auf. Nun mussten alle Radler und das gesamte Hotelpersonal auf Corona getestet werden. Wie die Geschichte ausgegangen ist, weiß ich nicht, konnte im Netz nichts dazu finden.  Sie machte mich aber sehr nachdenklich und zeigte mir sie mir doch, wie schnell  die Situation wieder umschlagen konnte. Sehr dankbar war ich nun, dass ich ziemlich unbeschwert durch Österreich hatte reisen können. Ich hoffte, dass das auch künftig, oder wenigstens einen Sommer lang, der Fall sein würde. Inzwischen sind die Neuinfektionszahlen in Österreich und in der Schweiz wieder gestiegen. Hoffentlich kommt, dort wie hier, nicht so bald die 2. Welle!

After my very nice stay in Linz, I still had time to make a detour to Enns, 25 km away, on my return trip.

Enns is an Upper Austrian town with about 12.000 inhabitants. It is situated on the Danube and the river Enns. The town calls itself the oldest town in Austria, but this is controversial. The town charter dates back to 1212. Enns is the successor town of the Roman garrison base Lauriacum, which served to secure the Limes in the 3rd century. Landmark of the town is the 60 m high town tower.
Source Wikipedia

Having arrived in Enns I visited the gothic Marienkirche and the Wallseer chapel with frescos from the 16th century and a statue of the Madonna and Child. I liked very much the gothic, filigree looking pointed arches and the bright interior of the church.

I took a break on the main square with a view of the 17th century city ciy tower. Sitting outside with cappuccino and pastries I could observe the small town life very well.

Afterwards, I shortly visited the city museum, where among other things, numerous excavation pieces from the Roman garrison were presented. Again I was alone in the museum and wore a  protective mask (!) as a precaution. With the beautiful weather I had no desire for an extensive inspection of the museum.

A short, slightly uphill walk led me to Schloss Ensegg. The castle cannot be visited from inside, but you can stroll through the courtyard and the castle gardens and enjoy a view of the surrounding countryside. In the distance I could discern the Alps.

An interesting sight was also the renovation of a copper castle tower by a rope-linked craftsman.

I walked back on the „adventure path“ through a wooded park, which led along the medieval city fortification. The very steep and rather high walls amazed me. The whole thing could not be photographed, hidden behind leaves, from any  perspective. Maybe I should have climbed the city tower to get an overview of the medieval fortifications …

By car I drove to the Laurentius Basilica, which is located out of town. The church with cemetery is located on the territory of the garrison Lauriacum. During excavations one came across mighty Roman wall remainders, which are to be seen behind the altar. On the cemetery grounds there is an ossuary (Karner) from the 17th century. Inside is an Ecce Homo scene. It depicts Jesus and Pilate dressed as a Turkish dignitary, which probably had to do with the siege of Vienna by the Turks.

Finally, I started the return journey. Actually I wanted to have lunch. But near the Basilica, which was located in an industrial area, I saw no appealing place. The Austrian motorway service stations are run by a restaurant chain. I looked at one restaurant. After I saw that there was only food from the buffet, I quickly turned back.

Conclusion: Enns is very worth seeing, a town with many historical sights. The atmosphere is small-town relaxed and a viewing is possible within half a day. This is also possible as a day trip from Linz.

On the way back I heard a bizarre message on the radio. In the meantime there had been the well-known corona outbreaks in the slaughterhouse Tönnies. A group of senior cyclists from Gütersloh had  booked a hotel in Bavaria. On that day, the Bavarian government had instructed the accommodation providers in Bavaria not to accept tourists from the districts of Gütersloh and Warendorf (was later modified to require a negative corona test). The seniors were turned down, but drove straight on to Austria, checked in a hotel there and only the next day, when the group was on a day trip, did the hotelier become aware of the situation. Now all cyclists and the entire hotel staff had to be tested on Corona. How the story ended, I don’t know, couldn’t find anything on the net.  But it made me very thoughtful as it showed how quickly the situation could change again. I was very grateful that I had been able to travel through Austria without any problems. Hopefully  this would be possible in the future, or at least during the  summer. In the meantime the number of new infections in Austria and Switzerland has risen again. Let’s hope, there as well as here, the 2nd wave will not come so soon!

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Habt ihr Reisepläne für den Sommer und wohin traut ihr euch ?
Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Do you have travel plans for the summer and where do you dare to go ?
Always looking forward to your feedback.

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Liebenswertes Linz Loveable Linz

Linz,  Europäische Kulturhauptstadt 2009 (zusammen mit Vilnius),  wollte ich schon sehr lange besuchen. Mich reizte das in der Industriestadt entstandene Angebot moderner Kunst und innovativer digitaler Räume sowie die historische Architektur. Es standen aber so viele Fernreiseziele auf meiner Bucket List , dass ich es bisher nicht nach Linz geschafft hatte. Corona befreite mich, hoffentlich vorübergehend, von diesem „Reiseproblem“. Nachdem sich die Lage etwas entspannt hatte, traute ich mich vor kurzem, einen Kurztrip nach Österreich zu unternehmen (s. auch hier ).

Coronabedingt reiste ich mit dem PKW an und verbrachte zwei Nächte in einer Ferienwohnung. Nachdem ich dort alle Griffflächen, vor allem an Fenstern, Türen und Schränken desinfiziert hatte, fühlte ich mich einigermaßen wohl.

In Österreich mit nur ca. 30 Neuinfektionen pro Tag gelten weniger strenge Beschränkungen. Die Maskenpflicht besteht nur noch in Öffentlichen Verkehrsmitteln. In allen anderen öffentlichen Räumen auch in Restaurants, Kirchen und Museen ist sie aufgehoben. Das Servicepersonal muss aber noch Mund- und Nasenschutz tragen. Der Mindestabstand beträgt nur noch einen Meter.

Die Menschen schienen mir recht gelassen. Es kam mir alles viel normaler vor. Das lag sicher auch daran, dass bei dem schönen Wetter viele Leute auf der Donaupromenade, in Cafés, Restaurants und beim Shoppen unterwegs waren. Die Innenstadt wirkte nicht überlaufen, was wohl an den wenigen Touristen lag.  Auch die in einem Meter Abstand aufgestellten Restauranttische sahen nicht so künstlich vereinzelt aus wie bei uns. In den Hotels  wurden schon wieder Buffets angeboten.  Als ich das sah, war ich sehr froh über meine Ferienwohnung ! Mir waren diese Lockerungen nicht ganz geheuer. Freiwillig trug ich in Kirchen und Museen den Mundschutz und das obwohl ich dort meistens alleine war. Im Zweifelsfall bin ich gerne eher ein bisschen vorsichtiger. Nur bei der Donauschifffahrt musste ich Adresse und Telefonnummer angeben.

Besichtigt habe ich zunächst den barocken Hauptplatz mit der Pestsäule, die (passenderweise?) gerade renoviert wurde. Dann schlenderte ich durch die mittelalterliche Altstadt und ging hinauf zum Stadtschloss, wo es einen sehr schönen Ausblick über die Stadt und die Donau gab.

Außerdem besichtige ich gerne Kirchen und in dieser Hinsicht bot Linz Einiges an. Ich schaute mir u.a. den Alten und den Neuen Dom, die Martins- , die Minoriten- und die Ursulinenkirche an.  In meiner Kindheit  schleppte mich meine Mutter auf Reisen in jede Kirche. Besonders gut erinnere ich mich an unseren Besuch in Wien, wo die Gotteshäuser buchstäblich an jeder Ecke standen. Nach jahrzehntelanger Abstinenz  fällt es mir trotzdem heutzutage schwer, das Innere einer Kirche nicht zu betreten.

Mit der Pöstlingsbergbahn, die für mich eher wie eine Straßenbahn aussah, fuhr ich am zweiten Tag auf den gleichnamigen Aussichtsberg mit Wallfahrtskirche. Die Aussicht auf das an einer Donaukurve gelegene Linz fand ich sehr beeindruckend, allerdings war es leicht diesig, so dass der Blick nicht bis zu den Alpen ging. Auf der Terrasse des Pöstlingsbergsschlössel genoss ich noch einmal den schönen Stadtblick und eine leckere Linzer Schnitte mit Schlagobers.

Am Nachmittag begab ich mich auf eine knapp zweistündige  Donauschiffahrt. Die Fahrt wurde nur von einem Unternehmen angeboten und es fanden lediglich drei Touren pro Tag statt. Trotzdem befanden sich nur wenige Passagiere auf dem riesigen Schiff. Die Fahrt ging entlang  des riesigen Geländes des Stahlwerks „Voest Alpine“ mit rauchendem Hochofen. Dann fuhren wir zum Naturschutzgebiet an der Traunmündung  und auf dem Rückweg besuchten wie den Handelshafen , wo wir einige der bekannten Street Art und Graffiti Kunstwerke sahen. Schließlich passierten wir die OWAG Schiffswerft. Auf Schifffahrten ist mir meistens etwas langweilig aber diese Mischung aus Natur, Industrie und Kultur gefiel mir sehr gut. Gespenstig wenig Verkehr fand dagegen auf der Donau statt. Während der fast zweistündigen Tour begegneten uns nur einige Sportmotorboote. Die Kreuzfahrten von Passau nach Wien werden derzeit wohl nur eingeschränkt angeboten und der Frachtschiffverkehr scheint zum Erliegen gekommen zu sein.

Zum Abschluss besuchte ich das Lentosmuseum moderner Kunst , als eine von drei Besuchern.

Schade war, dass einige Hauptattraktionen noch geschlossen waren. Interessiert hätte mich vor allem das interaktive Medienkunstmuseum Ars Electronica Center , und die Voest Alpine Stahlwelt  . Die Führung durch die Street Art am Mural Harbour fand leider nur einmal wöchentlich statt. Auch der OÖ Höhenrausch,  eine Freiluftausstellung moderner Kunst über den Dächern der Stadt, fiel in diesem Jahr aus. Daher reiste ich nach zwei Tagen ab und besuchte auf der Rückfahrt die Stadt Enns. In einem weiteren Beitrag  berichte ich darüber.

Fazit: Linz ist eine sehr sehenswerte Stadt. Besonders interessant ist der Mix von historischen Gebäuden, moderner Kunst und Industrie. Die freundlichen Einheimischen tragen dazu bei, dass man sich wohlfühlt. Die  Stadt möchte ich noch einmal besuchen, wenn die ausländischen  Touristen zurück und die oben genannten Attraktionen wieder geöffnet sind. In Österreich erwies sich Reisen trotz Corona als viel unkomplizierter als ich erwartet hatte.

Wart ihr schon in Linz oder in einer anderen österreichischen Stadt außer Wien und wie fandet ihr das ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Meine Fotos zeige ich auch auf Instagram unter wanderlustig 2020.

Linz, European Capital of Culture 2009 (together with Vilnius), I have wanted to visit for a long time. I was attracted by the range of modern art and innovative digital spaces created in this industrial city, as well as by its historical architecture. But there were so many long-distance destinations on my bucket list that I had never made it to Linz before. Corona freed me, hopefully temporarily, from this „travel problem“. After the situation had relaxed a bit, I recently dared to take a short trip to Austria (see also here ).

Due to Corona I travel by car and spent two nights in a holiday flat. After I had disinfected all grip surfaces, especially on windows, doors and cupboards, I felt quite comfortable.

In Austria with only about 30 new infections per day, the restrictions are less strict . Masks are now only compulsory in public transport. In all other public places, also in restaurants, churches and museums, it has been abolished. For the service staff masks are still compulsory. Social distancing is now only one meter.

The people seemed quite relaxed. Everything seemed much more normal to me. That was surely also due to the fact that in the beautiful weather many people were on the Danube promenade, in cafés, restaurants and shopping. The city centre did not seem to be crowded, which was probably due to the few tourists.  Also the restaurant tables that were placed at a distance of one metre did not look so artificially isolated as in Germany. In the hotels, there were already buffets offered again.  When I saw that, I was very happy about my holiday flat ! Feeling a bit uneasy about these relaxations voluntarily wore the face mask in churches and museums and that although I was mostly alone there. In case of doubt I like to be a bit more careful. Only at  the Danube boat trip I had to provide my address and telephone number.

First, I visited the baroque main square ( Hauptplatz) with the plague column, which was (appropriately?) just being renovated. Then I strolled through the medieval old town and went up to the city castle, where there was a very nice view over the city and the Danube.

I also like to visit churches and in this respect Linz offered a lot. I visited the Old and the New Cathedral, the Martins-, the Minoriten- and the Ursulinenkirche.  In my childhood my mother dragged me on journeys into every church. I remember especially well our visit to Vienna, where the churches were literally at every corner. After decades of abstinence, I nevertheless find it difficult nowadays not to enter the interior of a church.

On the second day I took the Pöstlingsbergbahn, which looked more like a tram to me, and went up to the panoramic mountain of the same name with its pilgrimage church. I found the view of Linz, which is situated on a bend of the Danube, very impressive, but it was slightly hazy, so that the view did not go as far as the Alps. On the terrace of the Pöstlingsbergsschlössel I enjoyed once again the beautiful city view and a delicious Linzer Schnitte with whipped cream.

In the afternoon I went on a Danube boat trip of almost two hours. The trip was only offered by one company and there were only three tours per day. Nevertheless there were only a few passengers on the huge ship. The trip went along the huge area of the steelworks „Voest Alpine“ with smoking blast furnace. Then we drove to the nature reserve at the mouth of the Traun river and on the way back we visited the commercial harbour where we saw some of the famous street art and graffiti artwork. Finally, we passed the OWAG shipyard. On boat trips I am usually a bit bored but I really liked this mixture of nature, industry and culture. There was very little traffic on the Danube. During the almost two-hour tour we met only some sport motorboats. The cruises from Passau to Vienna are probably only offered in a limited way at the moment and the cargo ship traffic seems to have come to a standstill.

Finally,  I visited the Lentos Museum of Modern Art as one of three visitors.

It was a pity that some main attractions were still closed. I would have been especially interested in the interactive media art museum Ars Electronica Center, and the Voest Alpine Stahlwelt . Unfortunately, the guided tour through the Street Art at Mural Harbour took place only once a week. Also the OÖ Höhenrausch, an open-air exhibition of modern art above the roofs of the city, was cancelled this year. So I left after two days and visited the city of Enns on the way back. In another article I will report about it.

Conclusion: Linz is a very worth seeing city. Especially interesting is the mix of historical buildings, modern art and industry. The friendly locals help to make you feel at home. I would like to visit the city again when the foreign visitors have returned and the above mentioned attractions are open again.Travelling in Austria proved to be much less complicated than I had expected, despite Corona.

Have you already been to Linz or any other Austrian city except Vienna and what did you think of it?

Always looking forward to your feedback.

My fotos I am also showing on Instagram under wanderlustig2020.

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Reisen in Corona Zeiten Travel in Corona Times

Endlich frei sein wollte ich. Nach langen Berufsjahren ging es mir darum, meinen Ruhestand zu genießen. Darunter verstand ich vor allem das entspannte möglichst lange Reisen. Meiner Wanderlust hatte ich in den letzten Jahren ausgiebig nachgegeben. Besonders bei Fernreisen hatte ich aber nie genug Zeit. Selbst wenn ich am Jahresende alle Feiertage nutzen und meinem Arbeitgeber ein paar Tage unbezahlten Urlaub abluchsen konnte, musste ich mich im Reiseland doch immer ziemlich sputen, um mein Programm zu schaffen. Das führte dazu, dass ich zwar mit großartigen Eindrücken gesättigt aber wenig erholt ins Büro zurückkam. Manchmal brachte ich auch eine Infektion oder eine Verletzung mit, z.B. einen Beinbruch, so dass ich nicht sofort an meinem Arbeitsplatz zurückkehren konnte. Dann wurde der Berg Arbeit, der sich in meiner Abwesenheit angehäuft hatte, höher und noch höher. Kurzum: keine ideale Situation ! Aber das sollte sich ändern,  als ich vor einem guten Jahr in Rente ging. Um möglichst lange gesund und fit reisen zu können,  ging ich sogar früher in den Ruhestand.

Die Reisen hatte ich in den letzten Jahren selbst geplant und organisiert, eine Herausforderung, die mir viel Spaß gemacht hatte. Meine letzte große Fernreise führte mich nach Japan, Korea und Taiwan. Etwas mehr als drei Monate reiste ich alleine durch diese Länder, so lange wie nie zuvor. Stolz war ich schon, dass ich das alles ohne Katastrophen geschafft hatte, aber manchmal war es mir trotz vieler freundlicher und hilfbereiter Menschen doch zu exotisch . Ich beschloss, beim nächsten Mal dort hin zu reisen, wo ich die Schrift lesen konnte und die Sprache ansatzweise verstand, wenn es einmal keine englische Verständigungsmöglichkeit gab.

Den Sommer 2019 wollte ich ohnehin in München und Deutschland verbringen. Auf dem Münchner Jakobs- und dem Malerweg gefiel es mir sehr gut. Im Herbst sollte es dann wieder auf Fernreise gehen, am liebsten nach Süd- oder Mittelamerika. Zu Beginn der Reise wollte ich einen Spanischkurs besuchen, um mit den Einheimischen in näheren Kontakt zu kommen als auf meiner Patagonienreise (s. hier, hier oder dort)

Diejenigen die meinem Blog schon länger folgen wissen,  das alles anders kam (s. hier). Ich schaffte es gerade noch bis nach Lanzarote (wo ich den Arzt aufsuchen musste) und dann war es erst einmal vorbei mit Reisen. Nach und nach ging es mir etwas besser, so dass ich sogar die Berlinale Ende Februar 2020 besuchen und einige Filme anschauen konnte. Gerade als ich wieder Hoffnung schöpfte, dass kleine Reisen in die Nachbarländer möglich sein könnten, kam der Corona Lockdown. Dann konnten wir alle nicht mehr reisen und in Bayern noch nicht einmal einen Ausflug unternehmen. Zwecks Eindämmung der Pandemie fand ich das aber vernünftig.

Was habe ich gelernt ? Oft  kommt es ganz anders, als man denkt. Aber ich jammere auf hohem Niveau. Ich  habe genug zu essen und ein konfortables Dach über dem Kopf. Um meinen Arbeitsplatz muss ich nicht mehr fürchten und auch nicht im Home Office kämpfen. Und solange wir gesund bleiben ist alles gut !

Schon vor Corona hatte ich gelernt, mich zu beschränken und zu Hause meinen Hobbies nachzugehen. Auch Entschleunigung hatte ich schon geübt, obwohl Geduld absolut nicht zu meinen Stärken gehört.

Trotzdem ist es hart, wenn ein Traum, den du dir jahrelang ausgemalt hast, erst einmal platzt. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Irgendwann werden wir wieder einigermaßen unbeschwert reisen können. Hoffentlich ist das vor meinem 80. Lebensjahr der Fall !

Nun begebe ich erst einmal auf einen Kurztrip unter Corona Bedingungen. Zwei Nächte in einer Ferienwohnung in Linz sind geplant. Bin sehr gespannt, wie sich das anfühlen wird  mit Maskenpflicht und Mindestabstand und auf die Stimmung im Nachbarland Österreich, das von Covid-19 nicht mehr so stark betroffen ist wie Deutschland und besonders Bayern.  Auf jeden Fall wird das eine sehr interessante Reise. Solche Reiseumstände gab es noch nie zuvor ! Und natürlich freue ich mich auf ein Stück  Original Linzer Torte.

Wart  ihr schon unterwegs unter Corona Bedingungen auf Reisen und wie fandet ihr das ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Finally, I wanted to be free . After years of work, I wanted to enjoy my retirement. By this I understood above all  relaxed travelling as long as possible. I had given in to my wanderlust extensively over the last few years. But especially on long distance trips I never had enough time. Even if I took advantage of all the holidays at the end of the year and managed to wrangle a few days of unpaid leave from my employer, I always had to hurry to get my program ready. This led to the fact that I returned to the office saturated with great impressions but not fully recovered. Sometimes I also brought along an infection or an injury, e.g. a broken leg, so that I could not immediately return to my workplace. This then led to the mountain of work that had accumulated in my absence becoming higher and higher. In short: not an ideal situation ! But this was to change when I retired a good year ago. To be able to travel healthy and fit as long as possible, I even retired earlier.

I had planned and organized the trips myself in the last years, a challenge that I had really enjoyed. My last big long distance trip took me to Japan, Korea and Taiwan. For a little over three months I travelled alone through these countries, longer than ever before. I was proud that I had managed to do all this without any catastrophes, but sometimes it was too exotic for me despite the many friendly and helpful people. I decided to travel the next time to places where I could decipher the script and understand the language to some extent, when there was no way to communicate in English.

I wanted to spend the summer of 2019 in Munich and Germany anyway. I enjoyed it very much on the Munich Jakobsweg and the Malerweg. In autumn I was planning to go on a long distance trip again, preferably to South or Central America. At the beginning of the trip I wanted to take a Spanish course to get in closer contact with the locals than on my Patagonian trip (see here, here or there)

Those of you who have been following my blog for some time know that everything turned out differently (see here). I just made it to Lanzarote (where I had to see the doctor) and then it was over with travelling. Little by little I felt a little better, so that I could even visit the Berlinale at the end of February 2020 and watch some movies. Just when I started to hope again that small trips to the neighbouring countries might be possible, the Corona Lockdown came. Then we all couldn’t travel anymore and in Bavaria couldn’t even go on an excursion . But in order to contain the pandemic, I thought that made sense.

What did I learn? Often things turn out quite differently than you think. But I complain on a high level. I have enough food and a comfortable roof over my head. I don’t have to fear for my job anymore and I don’t have to fight in home office. And as long as we stay healthy, everything will be fine!

Even before Corona I had learned to limit myself and to pursue my hobbies at home. I had also practised deceleration, although patience is not one of my strengths. 

Still, it’s hard when a dream you’ve been following about for years is just about to burst. But hope springs eternal. One day, we will be able to travel more or less carefree. Hopefully this will be the case before I turn 80!

Now I am going on a short trip under Corona conditions. Two nights in a holiday flat in Linz are planned. I’m very curious how it will feel compulsory masks  nd social distancing and about the mood in the neighbouring country Austria, which is not so much affected by Covid-19 as Germany and especially Bavaria.  In any case it will be a very interesting trip. There have never been such travel circumstances before ! And of course I am looking forward to a piece of real Linzer Torte.

Have you already been travelling under Corona conditions and what did you think of it ?

I am always very happy about your feedback.

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