Coronareisejahr 2020 Corona Travel Year 2020

Was für ein verrücktes Jahr haben wir hinter uns! Eigentlich würde ich es gerne so schnell wie möglich vergessen. Trotz weitreichender Einschränkungen habe ich doch viel Neues und Schönes erlebt und davon soll nun die Rede sein.

Das Jahr begann für mich sehr verhalten. Wie schon berichtet ( Rentnerinnenblues 2) hinderte mich mein Gesundheitszustand am Reisen.

Mitte Februar munterte mich unser Besuch der wunderschönen Schmetterlingsausstellung im Botanischen Garten München auf.

Für die Berlinale 2020 hatte ich noch ein letztes Mal eine Akkreditierung erhalten und wollte deswegen Ende Februar unbedingt nach Berlin reisen. Ich gönnte mir ein Appartment in der Nähe des Berlinale Palastes, in dem ich mich zwischen den Filmvorstellungen ausruhen konnte. Auch die Anzahl der gesehenen Filme reduzierte ich. Das Festival konnte ich so sehr genießen. Es fand unverändert statt, aber Corona zeigte sich schon deutlich am Horizont. Die Chinesische Delegation konnte nicht anreisen und generell gab es weniger asiatische Besucher. Gleich zu Beginn des Festivals hatte ich mir einen starken Schnupfen eingefangen. Als ich in einer Vorstellung einmal heftig niesen musste, setzten sich meine Nachbarn schnell weg ! Danach wollte ich mir in der Apotheke Masken kaufen, aber diese waren bereits ausverkauft.

Der Berlinale Besuch hatte mir enormen Auftrieb gegeben und ich überlegte, wie ich kurze Reisen bewerkstelligen könnte. Städtereisen nach Leipzig und Wien hätten mich interessiert. Aber dann erreichte Corona auch Europa und Reisen waren nicht mehr möglich.

Vor dem Inkrafttreten des 1. Lockdowns in Bayern unternahm ich im März noch kleinere Wanderungen bei wunderschönem Frühlingswetter , z.B. am Egglburger See und an den Osterseen. Am Tag der letzteren Wanderung waren die Schulen schon geschlossen und die Gaststätten hatten nur bis 15 Uhr geöffnet. Einige Tage später wurde der 1. Lockdown mit weitreichenden Ausgangsbeschränkungen in Kraft gesetzt.

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken!

Bis Mitte Mai waren dann keine Ausflüge möglich. Man durfte aber spazieren gehen und davon machte ich im April im heimischen Wald und in den Parks reichlich Gebrauch (siehe Kleine Fluchten in Corona Zeiten). Nie zuvor hatte ich den Ausbruch des Frühlings intensiver erlebt. Allerdings waren verständlicherweise viele Menschen im Wald unterwegs, so dass das Spaziergehen mich oft nicht entspannte (siehe COCW).

Als Anfang Mai die Ausgangsbeschränkungen in Bayern aufgehoben wurden, unternahm ich eine erste kleine Wanderung in der Nähe von Bad Wiessee am Tegernsee. Es herrschte klares Sonnenwetter, so dass ich die Berge schon von der Autobahn aus sehen konnte. Über den Anblick freute ich mich sehr, verdrückte aber auch ein paar Tränchen.

Sehr weit wanderte ich nicht, war nach dem vielen auf der Couch Sitzen überhaupt nicht fit. Die Gaststätten hatten noch geschlossen, daher setzte ich mich auf dem Rückweg an einen Bach und verzehrte meine mitgebrachte Brotzeit. Zum ersten Mal seit Monaten traute ich mich in Bad Wiessee Coffee to Go und Eis in einer Eisdiele zu holen. Damit setzte ich mich auf eine Bank am See und war rundherum glücklich. Am sonst sehr bevölkerten Seeufer waren nur wenige Spaziergänger unterwegs. Die Spielplätze hatten wieder geöffnet und das fröhliche Jauchzen der Kinder war einfach nur schön.

Ab 11. Mai durften die größeren Geschäfte und Einkaufszentren in Bayern wieder öffnen, wenn auch unter strengen Hygienevorgaben. Nachdem ich zwischenzeitlich die Waldspaziergänge etwas leid war, traute ich mich zunächst zu Fuß in ein Einkaufszentrum und dann erstmals wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Münchner Innenstadt. Mehr als eine Großpackung Einmalhandschuhe kaufte ich nicht ein, aber ich hatte gesehen, wie sich die Öffnung der Geschäfte auswirkte (s. Shopping in Corona Times).

Eine Traumwanderung führte mich Ende Mai auf die Kesselalm und bot mir grandiose Aussichten. Inzwischen durften die Gaststätten im Außenbereich wieder öffnen, so dass ich auf der Terrasse der Alm eine Leberknödelsuppe verspeisen konnte. Nach der Wanderung „belohnte“ ich mich mit Kaffee und Kuchen auf der Terrasse des für seine leckeren Kuchenspezialitäten bekannten Café Winklstüberl.

Nachdem die Museen im Juni unter Hygieneauflagen (u.A. Abstandhalten und Maskentragen) wieder öffnen durften, besuchte ich das Lenbachhaus und die Münchner Pinakotheken, feierte ein Wiedersehen mit meinen Lieblingsbildern und besuchte Ausstellungen.

Ende Juni waren Reisen nach Österreich wieder möglich. Ich fuhr mit dem Auto nach Oberösterreich, übernachtete in einer Ferienwohnung und verbrachte drei sehr schöne Tage in Linz und Enns. In Österreich waren die Infektionszahlen damals sehr niedrig, so dass es deutlich lockerer als in Deutschland zuging. Maskenpflicht bestand nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Mir war das manchmal nicht geheuer, dann trug ich den Mund-Nasen-Schutz freiwillig, z.B. in Kirchen und Museen. Obwohl in Linz einige Hauptattraktionen, z.B. das Ars Electronica Center, noch nicht geöffnet waren, genoss ich diese Reise sehr, die ich auch wie eine Erholung vom Corona Stress empfand.

Ende Juli verbrachten wir einige Wandertage im Fichtelgebirge ( s. hier und in den Fortsetzungen ) und waren sehr angenehm überrascht über die landschaftliche Schönheit der Gegend und die zahlreichen Wandermöglichkeiten. Das Fichtelgebirge und Bayreuth hatten schon lange auf meiner Wunschliste gestanden, aber wenn mich Covid-19 nicht an Fernreisen gehindert hätte, hätte ich die Gegend wohl noch lange nicht besucht.

Anfang August fuhr ich mit dem Zug in knapp zwei Stunden nach Innsbruck, vorsichtshalber in der 1. Klasse. Die Tiroler Hauptstadt hatte ich auch schon sehr lange besuchen wollen. Die perfekte Mischung aus Stadtbesichtigung und Bergwandern in der unmittelbaren, spektakulär schönen Umgebung gefiel mir wie zu erwarten sehr gut (s. hier und in den Fortsetzungen). Nicht so wohl fühlte ich mich in der Innenstadt in den Touristenmassen, die sich zwischen den vielen Baustellen dicht an dicht aneinander vorbei drückten. Das galt auch für die Gondeln mit großer Fahrgastkabine, die meistens voll besetzt waren. Da beruhigte mich der Maskenzwang nur ein wenig.

Im September musste ich wieder an meine Neujahrsvorsätze denken. Dazu hatte die Fortsetzung des Jakobswegs in der Schweiz gehört. Die Coronazahlen waren schon wieder am Steigen und in manchen Schweizer Orten am Jakobsweg würde eine Übernachtung in Mehrbettzimmer unumgänglich sein. Daher verzichtete ich in diesem Jahr lieber auf das Pilgern. Stattdessen unternahm ich mehrere „Corona Pilgerwanderungen“, d.h. Tageswanderungen direkt von zu Hause aus. Wir wanderten längere Strecken und erkundeten unsere Umgebung (s. hier).

Im Baiersbronn im Nordschwarzwald durchwanderten wir Ende September traumhaft schöne Wälder. Den Hochschwarzwald oder Südschwarzwald betrachte ich als meine zweite Heimat und hatte daher nicht erwartet, dass es mir im Schwäbischen Schwarzwald (s. auch die Fortsetzungen) so gut gefallen würde.

Mit der Rückkehr der Urlauber begann die Zahl der Corona Fälle im Laufe des Oktobers kräftig anzusteigen. Die zweite Welle rollte auf uns zu und es war abzusehen, dass wieder ein Lockdown kommen würde. Noch vor dem Inkraftreten des Lockdown „Light“ am 2. November, der zur Schließung von Gaststätten und Kultureinrichtungen führte, besuchte ich mehrere Münchner Museen und unternahm meinen jährlichen Herbstspaziergang im Englischen Garten. Am Wochenende vor dem Inkrafttreten der Maßnahmen setzte ich einen lange gehegten Plan um. Bei Goldenem Oktoberwetter folgte ich dem Isarufer nach Norden bis zum Oberföhringer Wehr und ging dann auf der anderen Flußseite durch den Englischen Garten zurück. Im Biergarten „Hirschau“ verbrachte ich eine entspannte Mittagspause mit vielen anderen Gästen, die eine der letzten Gelegenheiten eine Wirtschaft zu besuchen nutzen wollten. Eine Band spielte fetzige Pop Klassiker und animierte zum Mitsingen, aber die rechte Stimmung kam doch nicht auf.

Mehrere Herbstwanderungen unternahm ich im November bei traumhaftem Sonnenwetter. Ich umrundete den Ismaninger Speichersee, genoss den Bergblick bei der Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ bei Kleinhöhenrain, schaute noch einmal am Egglburger See vorbei und wanderte auf den Hirschhörnlkopf bei Jachenau. An letztere Wanderung werde ich lange zurückdenken, nicht nur wegen der traumhaften Ausblicke, sondern auch weil dort meine geliebte Sony RX 10 Kamera den Geist aufgab.

Mit weiter steigenden Coronazahlen wurde unsere Welt wieder enger. Den öffentlichen Nahverkehr wollte ich in dieser Lage nicht mehr benutzen. Mit dem Radl fuhr ich zum Werksviertel und bewunderte dort die beeindruckende Street Art.

Ein letztes Mal vor dem „harten Lockdown“ am 16.12.2020 (Schließung aller Geschäfte, die nicht dem täglichen Bedarf dienen und Ausgangsbeschränkungen) traute ich mich dann doch, nahm Ende November die U-Bahn und spazierte durch das Stadtzentrum (siehe hier). Inzwischen herrschte dort eine weitgehende Maskenpflicht. Meine Brille musste ich immer wieder absetzen, weil sie dauernd beschlug. Trotzdem genoss ich diesen Bummel bei schönem Herbstwetter noch einmal sehr.

Die Zahl der Corona Infektionen stieg im Dezember stetig. Die bisherige Höhepunkte wurden am 18. Dezember mit 33.777 Neuinfektionen und am 30. Dezember mit 1.129 neuen Todesfällen erreicht. In dieser Situation bleibe ich dann doch lieber zu Hause und gehe einmal täglich in „unserem“ Wald spazieren. Das tun viele andere auch, so dass sich die Wege wie im 1. Lockdown bevölkern. Sogar bei neblig nasskaltem Wetter sind die Massen unterwegs !

Nun, das war mein Jahr 2020, in dem ich fast nur „heimische“ Ziele aufgesucht habe. Obwohl ich in den letzten Jahren hauptsächlich Fernreisen unternommen hatte, gefielen mir die diesjährigen Reisen ausnehmend gut. Deutschland und Österreich haben sehr viel Schönes und Interessantes zu bieten und das Exotische fehlte mir nicht. Die Anreise waren immer recht kurz und das Reisen war sehr einfach. Was ich aber stark vermisste, war die Unbeschwertheit des Verreisens. Corona lauerte immer mehr oder minder deutlich im Hintergrund!

Natürlich betrifft meine Klage über Reisebeschränkungen ein Luxusproblem. Viel wichtiger ist, dass wir gesund bleiben und dazu möchte ich soviel wie möglich beitragen. Irgendwann, wenn Corona Geschichte ist, können wir auch wieder frei reisen! Deutsche und europäische Ziele werde ich aber nicht aus den Augen verlieren. Man wird ja auch nicht jünger …

Wenn ihr jetzt ein bisschen Aufmunterung braucht, dann verabschiedet ihr am besten das alte Jahr noch einmal mit dem etwas fiesen aber ziemlich lustigen Video mit einem Abgesang 2020 (hier) .

Im vergangenen Jahr habe ich so fleißig gebloggt wie nie zuvor. Für die sehr erfreuliche, starke Zunahme von Klicks, Kommentaren und Likes habe ich euch, meinen treuen Lesern und Followern, zu danken. Tolle fotografische Anregungen habe ich durch die Teilnahme an Foto Challenges erhalten und es war einfach wunderbar, das Fotoarchiv gründlich durchzuforsten. Für das Ausrufen der vielen spannenden Fotoprojekte und die netten Kommentare bedanke ich mich vor allem bei Manni von Mannis Fotobude, Roland von Royusch-Unterwegs und Antje von one photo a day .

Im schwäbischen Schwarzwald/ In the Swabian Black Forest (Baiersbronn 5)

Morgens beim ersten Blick aus dem Fenster bestätigten sich die Wetterprognosen. Wieder sah es äußerst trüb aus. Es handelte sich nicht um Hochnebel . Vorhergesagt war ein durchweg stark bewölkter Tag mit Regenchance. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn nach der gestrigen Wanderung in der Sonne ein weitere gefolgt wäre! Als wir beim Frühstück saßen, begann es leicht zu nieseln. Wir wollten aber unbedingt wandern und nicht schon wieder einen Ruhetag einlegen. Eifrig studierten wir Wanderführer und -karten sowie verschiedene Wetter-Apps. Tatsächlich wurde ein Nachlassen des Regens gegen Mittag angezeigt. Während wir den Tag entspannt mit einem weiteren Kaffee angehen ließen, entschieden wir uns für den Baiersbronner Erlebnispfad „Von Mönchen und Lehensbauern“ . Dieser Rundweg führte vom Kloster Reichenbach in einem weiten Bogen um den Ort Klosterreichenbach und versprach einen abwechselungsreichen Verlauf. Nur wenige Höhenmeter waren zu bewältigen, aber laut Höhenprofil ging es immer wieder einmal hinauf und hinunter, würde also nicht langweilig werden.

Unsere Tour starteten wir mittags am Kloster Reichenbach. Das Kloster wurde 1082 von Mönchen des Klosters Hirsau gegründet. Im Jahre 1085 wurde die Klosterkirche eingeweiht. Die Klosterkirche besteht im Wesentlichen aus einem romanischen einschiffigen und flachgedeckten Langhaus. Die Mauern der Vorhalle und die Untergeschosse der Türme datieren aus dem 11. Jahrhundert.

1603 wurde das Kloster Reichenbach reformiert und ein protestantischer Pfarrer eingesetzt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster erneut von Benedektinermönchen besiedelt. Diese mussten aber nach dem Westfälischen Frieden wieder abziehen. Heute befindet sich im Klostergebäude eine evangelische Kirche.
Quelle Wikipedia

Nach einer kurzen Kirchenbesichtigung begaben wir uns auf den Erlebnispfad. Zunächst liefen wir durch den Kurgarten und folgten ein Stück dem Reichenbach. Vorbei an der historischen Klosterquelle erreichten wir nach kurzem Aufstieg den ersten Aussichtspunkt, den Beckenberg. Die Aussicht über das Reichenbachtal und Klosterreichenbach wäre bei klarem Wetter sicherlich beeindruckender gewesen, aber immerhin: es regnete nicht! Außerdem trafen wir nur selten auf andere Wanderer, in Corona Zeiten definitiv ein Vorteil.

Schöne Perspektiven über das Murgtal boten uns dann zwei weitere Wegpunkte „Kirchweg“ und „Am Berg“, die sich auf derselben Höhe wie der Beckenberg befanden und die wir auf einem ebenen Pfad am Waldrand erreichten. Perfekt !

In der Nähe von Heselbach wendete sich das Blatt. Wir stiegen nun ins Tal hinunter. Auf der Strecke kamen wir an einer größeren Lamaherde vorbei. Einige Tiere kamen gleich angelaufen und beäugten uns neugierig. Mir fiel auf, dass auf ihrer Weide nur noch trockenes und niedriges Gras wuchs. Das brachte mich auf eine Idee. Ich rupfte etwas Gras aus, das am Wegrand wuchs, und bot es den Lamas an. Ein süßes weißes Tier (flauschig wie in der bekannten Matratzenwerbung im Fernsehen, aber nicht so sauber !) langte eifrig zu und wenn es ein Grasbüschel verspeist hatte, hob es den Kopf und schaute mich auffordernd an.

Nach diesem netten Intermezzo überquerten wir die Bundesstraße, die S-Bahn und die Murg. Der Erlebnispfad entfernte sich sofort wieder von diesen Verkehrwegen. Allerdings wartete nun ein weiteren Aufstieg auf uns. Der Ausschilderung folgend durchqueren wir das parkartige Gelände des Ailwaldhotels. Das Hotel sah richtig nobel aus, wirkte aber verlassen. Wir trafen keinen Menschen, worüber wir hinterher ganz froh waren, als wir beim Verlassen des Areals ein Schild mit der Aufschrift „Privatgelände – Betreten nur für Hotelgäste und -personal“ sahen. Wahrscheinlich war die Wegführung nicht auf dem neusten Stand oder das Verbot galt nicht für Wanderer (?).

Als Nächstes erreichten wir einen weiteren Aussichtspunkt, den Buckenberg, der uns eine schöne Sicht auf Klosterreichenbach und das Murgtal bot. Vorbei an Wiesen und Wäldern folgten wir dem Weg und trafen am Seidtenhof ein, der zu den ältesten Höfen im Murgtal gehört. Ein Schild informierte uns, dass die Gastronomie des Hofs im Jahr 2020 geschlossen hatte. Das war wirklich sehr schade, weil die Bauernstube und die historischen Gebäude schön rustikal und urig aussahen. Von der Terrasse bewunderten wir wenigstens den tollen Ausblick ins Murgtal. Außerdem konnte man sich aus einem Kühlschrank selbst bedienen. Hausgemachtes Eis und Getränke wurden angeboten, natürlich gegen ein Entgelt in eine Kasse. Obwohl es nicht gerade warm war, genehmigte ich mir einen kleinen Becher Himbeer-Bio-Eis. Sehr lecker ! Wenn ich wieder einmal in der Gegend bin und das Wetter schön warm ist, möchte ich auf dieser Terrasse einen köstlichen Eisbecher verspeisen. In aller Ruhe, die Aussicht genießend, und an Corona garnicht oder nur wie an ein Ereignis aus vergangener Zeit denkend …

Danach wanderten wir auf einem sanft abfallenden Weg hinunter zur Murg. Dem plätschernden Fluß folgend erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt.

9,5 km, 150 Höhenmeter

Fazit:
Eine sehr schöne, leichte Halbtageswanderung mit tollen Ausblicken, auf der es viel Neues zu entdecken gibt. Wird bei weiteren Aufenthalten in Baiersbronn wiederholt, wenn die Sonne lacht !

Einen gelungenen Abschluss dieser Wanderung bildete unser Besuch in einem nahen Café. Als wir dort ankamen, staunten wir über den fast vollbesetzten, großen Parkplatz. Am Eingang mussten wir zwar auf einen freien Platz warten, aber nach kurzer Zeit wurde uns ein Tisch zugewiesen. Bald entdeckten wir, warum es dort so voll war. Die Schwarzwälder Kirschtorte war ein Traum !

Im Nachhinein wundere ich über unsere Unbekümmertheit, die alle Gäste in dem großen Saal zu teilen schienen. Man fühlte sich auch in den Innenräumen der Gastronomie einigermaßen sicher, obwohl zu dieser Zeit (Ende September 2020) die Corona Infektionszahlen bereits am Steigen waren. Bei meinen ersten Coronaurlauben im Sommer war ich nur sehr selten drinnen eingekehrt. Im herbstlichen Schwarzwaldklima gab es meistens keine andere Möglichkeit. Wir dachten, dass schon nichts Schlimmes passieren werde, wenn die Gastwirte die Hygienemaßnahmen (Abstand und Desinfektion der Tische, maskentragende Servicekräfte) beachteten und die Gäste sich die Hände desinfizierten, ihre Kontaktdaten hinterließen sowie den Mund-Nasen-Schutz nur am Tisch absetzten. Angesteckt haben wir uns jedenfalls nicht, obwohl wir in diesem Urlaub oft mehrmals täglich Restaurants besuchten. Haben wir nur Glück gehabt ?

Corona Obstacle Course Walking (COCW)

Waldspaziergang in „normalen“ Zeiten

Seit vielen Jahren gehe ich in „unserem“ Wald spazieren. Meistens begegnete ich nur einigen Joggern, Radfahrern, Hundehaltern und nur wenigen Spaziergängern . Am Sonntagnachmittag und bei schönem Wetter konnte es auch schon einmal voller werden. Oft schlurfte ich gedankenverloren durch den Wald. Mal langsamer und mal schneller je nach Lust und Laune. Dabei kamen mir oft gute Ideen. Probleme, über die ich auf dem Sofa sitzend lange nachgedacht hatte, lösten sich auf einmal fast von alleine.

Ausgangsbeschränkungen in Bayern

Bayern ist vom Coronavirus überdurchschnittlich stark betroffen. Nachdem sich immer mehr Einwohner mit der Krankheit infiziert hatten, verhängte die Bayerische Staatsregierung ab 21.März 2020 weitgehende Ausgangsbeschränkungen und Regeln zum „Social Distancing“. Diese wurden gestern vorerst bis zum 3.5.2020 verlängert. Neben Wegen zur Arbeit, Einkäufen und Arztbesuchen bleiben nur Spaziergänge und Sport treiben an der frischen Luft erlaubt. Voraussetzung ist, dass man alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung unterwegs ist. Dabei ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.

Spazierengehen in Corona Zeiten

Im Wald oder Park zu spazieren, zu radeln, zu joggen, mit dem Hund Gassi zu gehen o.Ä. sind die wenigen Möglichkeiten zu einem Tapetenwechsel. In „unserem“ Wald hat sich dadurch einiges geändert. Menschenmassen bevölkern die Wege wie nie zuvor.
Viele Münchner fliehen aus den überlaufenen Parks und Stadtwäldern. Sie fahren in die Berge. Nur um sich dort  in der Gesellschaft zahlreicher anderer Großstadtbewohner wiederzufinden!

Die Vorschriften habe ich dargestellt. Doch wie sieht die Praxis aus? Wir leben in einer Zeit, in der ein unheimlicher, sehr ansteckender Virus die Menschheit bedroht. Nur scheint das von vielen Mitmenschen, trotz eines Informationsdauerbeschusses, noch nicht realisiert worden sein oder sie wollen es nicht wahrhaben. Möglicherweise fühlt sich der ein oder andere unbesiegbar und möchte, warum auch immer, nicht zur Eindämmung der Pandemie beitragen. Zu diesem Thema könnte man eine längere Abhandlung verfassen. Das soll hier aber nicht geschehen. Festhalten möchte ich, dass nicht wenige Mitmenschen den Mindestabstand beim Spazierengehen, Radeln, Joggen etc. nicht einhalten.

Also was kann man tun ? Der Unbekümmerte geht einfach vorbei, der Vorsichtige, von manchen als übervorsichtig oder panisch bezeichnet, überlegt sich, was sie/er unternehmen kann. Aufgefallen ist mir, dass meine Fitness App für den gleichen Waldspaziergang nun mehr Schritte anzeigt. Das brachte mich auf die Idee, dass ich beim Spazierengehen eine neue Sportart treiben könnte : Corona Obstacle Course Walking (COCW).

Regeln/Tipps für COCW-Anfänger und leicht Fortgeschrittene
(nicht ganz ernst zu nehmen !)

  1. Gehe nicht davon aus, dass andere dir ausweichen, um den Mindestabstand einzuhalten. Rechne damit, dass z.B. eine Gruppe von Radfahrern, die die gesamte Wegbreite einnimmt, nebeneinander an dir vorbeifährt oder dich auf breiteren Wegen sogar in die Zange nimmt, also an beiden Seiten an dir vorbeifährt.
  2. Schaue voraus und plane dann deine Route zwischen den auf dich zu kommenden Fußgängern, Radfahrern, Joggern, kurz den beweglichen Hindernissen. Berechne deren Richtung und Geschwindigkeit.
  3. Drehe dich häufig um und verfeinere deine Planung in Bezug auf die von hinten kommenden Hindernisse.
  4. Nähere dich Straßenecken oder Abzweigungen im Wald vorsichtig. Wer weiß wie viele Radfahrer oder Jogger dahinter lauern und plötzlich auf dich zustreben.
  5. Hast du einen Parcours gefunden, dann beobachte die Situation laufend weiter. Gerade ältere Mitmenschen, vor allem Hundebesitzer, und Kinder bleiben oft unvermittelt stehen oder ändern ihre Richtung.
  6. Plane deine Ausweichmöglichkeiten ein, wenn es nicht ausreicht, dass du am äußersten Wegrand spazierst. Liegt neben dem Weg ein geeignetes Dickicht, in das du treten oder zur Not hüpfen kannst ? Oder kannst du auf einer Wiese oder einem Feld weitergehen.? Sehr sicher sind auch schlammige Wegabschnitte. Im zähen Matsch wirst du anderen nur selten begegnen .
  7. Bewerte die Situation laufend neu. Du bist gerade auf die Seite gegangen und zwischen dir und einem anderen Spaziergänger befindet sich nun ein ausreichender Mindestabstand. Schnell nähern sich Radler oder heftig keuchende Jogger. In diesen Zeiten beginnen viele mit Joggen, die das schon lange  tun wollten. Diese wenig trainierten Sportler überfordern sich oft, sind zum Teil knallrot im Gesicht, aber wenigstens hört man sie beim Näherkommen.
    Rechne damit, dass die durch dein Ausweichen entstandene Lücke genutzt wird, um zu überholen. Reagiere schnell und hüpfe auf die Seite oder warte an einem breiten Wegstück, bis diese Zeitgenossen vorbeigezogen sind. Fädele schnell wieder ein, bevor die nächsten Überholer nahen.
  8. Bleib gelasssen! Sprich die Leute nicht an. Wer z.B. zusammen mit anderen fast gesamte Breite des Waldwegs einnimmt oder alleine genau in der Mitte läuft und keinerlei Anstalten macht, dir auszuweichen, ist beratungsresistent.  Nur einmal habe ich zwei Radler, die nebeneinander fahrend, knapp an mir vorbeigefahren waren, freundlich gefragt. „Warum fahren Sie nicht hintereinander?“ Sie radelten ungerührt weiter. Ich hörte noch wie die Frau den Mann erstaunt fragte. „Warum sollen wir denn nicht nebeneinander fahren ?“ (!).
  9. Wenn es, wie an Ostern, sehr voll wird, dann empfehle ich dir, einen weniger naturnahen Weg zu zu wählen, also an der Straße entlang, statt durch den Wald oder den Park. Im Moment herrscht weniger Autoverkehr, so dass das eine entspanntere Alternative sein kann.
    Kürzlich erlebte ich auf dem schmalen Bürgersteig an einer Hauptstraße eine Herausforderung der besonderen Art. Dort verlief kein Radweg.  Viele Radfahrer wollen aber, auch in den verkehrsberuhigten Coronazeiten,  nicht auf der Straße fahren. An der Stelle gab es keine offenen Vorgärten, in die man ausweichen konnte, sondern nur hohe Zäune. Als mir zwei Radler auf dem Trottoir entgegenkamen, dachte ich daran, mich zum Zaun zu drehen und in diese Richtung zu atmen. Kurz vor mir standen plötzlich zwei weitere Radfahrer, die eine Baustelle betrachteten und sich lebhaft unterhielten. Also was tun ? Über den Zaun zu steigen, die Königsklasse von COCW,  kam für mich nicht in Frage. Schnell überzeugte ich mich davon, dass kein Verkehr kam, und wich rasch auf die Fahrbahn aus.

Fazit:
COCW kann dazu beitragen, vom Spaziergang sicher und gesund nach Hause zu kommen. Es handelt sich um eine fordernde Sportart, einen Lauf um sich erratisch bewegende Hindernisse. Sie erfordert schnelles Reaktionsvermögen und eine hohe Bereitschaft zum schnellen Ausweichen.  Ältere, nicht trainierte Sportler sind grundsätzlich benachteiligt, ihre Muskelkoordination ist schlechter ausgeprägt, so dass plötzliche Ausfallschritte nicht so gut gelingen. Dies lässt sich durch akkurat geplante Parcours partiell ausgleichen. Hier kommt älteren Mitbürgern ihre Lebenserfahrung zu Gute. Sie sind schon lange in der Freizeit unterwegs und kennen ihre Pappenheimer, d.h. sie können die Reaktionen ihrer Mitmenschen bessser einschätzen.

COCW bietet flotte Bewegung an der frischen Luft und stärkt die Fitness und die Abwehrkräfte. Es ist eine herausfordernde Sportart, bei der man immer etwas Neues erlebt.  Zur Entspannung ist COCW weniger geeignet.

Wie erlebt ihr die Bewegung an der frischen Luft in Corona Zeiten ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich imer sehr.

 

Walking in the forest in „normal“ times

For many years I have been walking in „our“ forest. Mostly I met only some joggers, cyclists, dog owners and only a few walkers. On Sunday afternoon and with good weather it could become more populated. Often I shuffled thoughtlessly through the forest. Sometimes slower and sometimes faster depending on my mood. Often good ideas came to me. Problems that I had thought about sitting on the sofa for a long time suddenly almost solved themselves.

Corona Restrictions in Bavaria

Bavaria is affected by the coronavirus above the German average. After more and more inhabitants had become infected with the disease, the Bavarian State Government imposed extensive initial restrictions and rules for „social distancing“ from 21 March 2020. Yesterday, these were extended for the time being until 3.5.2020. Apart from trips to work, shopping and visits to the doctor, only walks and sports in the fresh air will be allowed. The prerequisite is that you are travelling alone or with members of your own household and without any other group formation. A minimum distance between two persons of 1.5 m must be maintained.

Walking in Corona times

Walking in the forest or park, cycling, jogging, taking the dog for a walk or the like are the few possibilities for a change of scenery. In „our“ forest a lot has changed because of this. Crowds of people populate the paths like never before.
Many Munich residents flee from the overcrowded parks and city forests. They are heading for the mountains. Only to find themselves there in the company of numerous other city dwellers!

I have described the regulations. But how does the practice look like? We live in a time in which an eerie, highly contagious virus is threatening mankind. But it seems that many people have not yet realized this, despite the constant bombardment of information, or they do not want to admit it. Maybe one or the other feels invincible and, for whatever reason, does not want to contribute to the containment of the pandemic. One could write a longer essay on this subject. But that is not going to happen here. I would like to point out that quite a few people do not keep the minimum distance when walking, cycling, jogging etc.
So what can you do ? The unconcerned person just walks by, the cautious person, described by some as over-cautious or panicky, thinks about what she/he can do.
I noticed that my fitness app  now shows more steps for the same walk in the woods. This gave me the idea that I could do a new sport while walking: Corona Obstacle Course Walking (COCW)

Rules/tips for COCW beginners and slightly advanced
(not to be taken entirely seriously!)

  1. Do not assume that others will avoid you to keep the minimum distance. For example, do expect that a group of cyclists who cover the entire width of the path will pass you side by side or even pinch you on wider paths, i.e. pass you on both sides.
  2. Look ahead and then plan your route between the pedestrians, cyclists, joggers coming towards you, in short the moving obstacles. Calculate their direction and speed.
  3. Turn around frequently and refine your planning in relation to the obstacles coming from behind.
  4. Approach street corners or junctions in the forest carefully. Who knows how many cyclists or joggers lurk behind them and suddenly come towards you.
  5. Once you have found a course, keep watching the situation. Elderly people, especially dog owners, and children are bound to stop suddenly or change direction.
  6. Plan your avoidance possibilities, in case it is not sufficient that you walk along the outermost edge of the path. Is there a suitable thicket next to the path where you can step into or jump if necessary? Or can you continue on a meadow or a field ? Muddy sections of the path are also very safe. In the tough mud you will rarely meet the others.
  7. Re-evaluate the situation constantly. You have just gone to the side and there is now a sufficient minimum distance between you and another walker. Quickly approaching are cyclists or violently panting joggers. In these times many people start jogging who have wanted to do this for a long time. These little trained athletes often overtax themselves, are sometimes bright red in the face, but at least you can hear them when they approach. Expect that the gap created by your dodging is used to overtake. React quickly and jump to the side or wait on a wide stretch of the path until these contemporaries have passed. Thread again quickly before the next overtakers approach.
  8. Stay calm! Do not approach these people. If, for example, they take up almost the entire width of the forest path together with others or walk alone right in the middle and make no attempt to dodge, they are resistant to advice.  Only once, did I ask two cyclists who riding side by side and had just passed close to me, in a friendly manner. „Why don’t you ride behind each other?“ They continued to ride without stirring. I could still hear the woman asking the man in astonishment. „Why can’t we ride side by side?“ (!).
  9. When it gets very crowded, like at Easter, I recommend to take a less natural route, along the road, instead of through the forest or the park. There is less car traffic at the moment, so this can be a more relaxed alternative.
    Recently,  I experienced a special kind of challenge on the narrow sidewalk along a main road. There was no cycle path. But many cyclists, even in traffic-calmed down corona times, do not want to ride on the road. There were no open front gardens at this place where you could get out of the way, only high fences. When two cyclists approached me on the sidewalk, I thought of turning towards the fence and breathing in that direction. Suddenly, shortly before me two other cyclists were standing, looking at a construction site and chatting lively. So what to do ? Climbing over the fence, COCW’s premier class, was out of the question for me. I quickly convinced myself that there was no traffic and swerved onto the road.
    Conclusion:
    COCW can help you get home from the walk safe and sound. It is a demanding sport, a run around erratically moving obstacles. It requires quick reactions and a high degree of readiness to take evasive action.  Older, untrained athletes are generally at a disadvantage, their muscle coordination is less developed, so that sudden lunges are not so successful. This can be partially compensated for by accurately planned courses. This is where older citizens will benefit from their life experience. They have been on the road for a long time in their leisure time and know their fellow citizens, i.e. they can better assess their reactions.COCW offers brisk exercise in the fresh air and strengthens your fitness and immunesystem. It is a challenging  sport where you always experience something new. COCW is less suitable for relaxation.How do you experience exercise in the fresh air in Corona times?
    Looking forward to your comments and Likes.

 

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

Traumwanderung mit Alpenblick (Osterseen) Fantastic hike with alpine views (Osterseen)

Mein letzter Ausflug vor dem Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen in Bayern führte mich am letzten Montag zu den Osterseen bei Iffeldorf. Von dort lief ich bei allerschönstem warmen Frühlingswetter (bis zu 17 Grad Celsius) rund um den Großen Ostersee durch das Naturschutzgebiet  (10,5 km und ca. 100 m Höhenunterschied).

Als ich gegen 11 Uhr am Parkplatz in Iffeldorf ankam, standen dort erst zwei Fahrzeuge. Aus einem PKW stieg gerade eine Familie mit zwei Kindern. Der Montag war der erste Tag, an dem Schulen und Kitas und sämtliche Freizeiteinrichtungen (Spielplätze, Bibliotheken, Schwimmbäder etc.) geschlossen worden waren. Wir sprachen kurz miteinander (natürlich „auf Abstand“). Die Leute wollten „solange es noch geht“ zum Wandern gehen, was mir genauso ging.

Auf dem Rundweg wanderte ich gegen den Uhrzeigersinn zunächst entlang des Westufers des Großen Ostersees. Der Weg führte durch den schattigen Wald, wo schon zahlreiche Leberblümchen blühten. Bei der Privatklinik „Lauterbach“ gab es die ersten Ausblicke über den See. Wunderschön ! So ähnlich stelle ich mir die Seenlandschaften in Skandavien vor.

Kaum war ich am Ostufer des Sees angelangt, kamen mir zum ersten Mal massenhaft Spaziergänger entgegen. Das hatte seinen Grund. Nun konnte man neben dem Ausblick auf den See ein fantastistisches Bergpanorama bewundern. Allerdings musste ich nun aufpassen, dass mir die Leute, die oft in Gruppen unterwegs waren, nicht zu nahe kamen. Viele waren ins Gespräch vertieft, sprachen über die Corona Krise, achteten aber nicht auf den empfohlenen Mindestabstand. Der Rundweg war aber meistens breit genug, so dass das Ausweichen kein Problem für mich darstellte. Wenn ich im Wald bei uns zu Hause spazierengehe (was heute, am 22. März, unter gewissen Bedingungen noch möglich ist ) muss ich auf den engeren Wegen oft ins Unterholz ausweichen, wenn  Andere den Abstand nicht einhalten.

Schließlich fand ich eine Bank, auf der ich alleine sitzen und eine Brotzeit essen konnte. Ich bewunderte das Landschaftspanorama mit dem See im Vordergrund. Auf den Seewiesen grasten viele Wildgänse und im Hintergrund konnte ich die schneebedeckten Berge erkennen (Ammergauer Alpen und Zugspitzgebiet). Sehr schön !

Am Südufer gelangte ich zum einzigen Badeplatz des Großen Ostersees. Zum Baden war es zu kalt, aber viele Ausflügler genossen dort, oft in Gruppen dicht zusammensitzend, das warme Frühlingswetter. Was für eine Idylle wäre das gewesen, hätte es nicht die Mahnung gegeben, soziale Kontakte einzuschränken, um den Virus einzudämmen. Die Landschaft fand ich ganz zauberhaft, konnte sie aber doch nicht richtig genießen, weil über uns das Damoklesschwert „Corona“ schwebte.

Nach knapp drei Stunden kam ich wieder am Parkplatz in Iffeldorf an, wo es nun kaum noch freie Plätze gab. Nach einem letzten Foto des Ausblicks  über die „kleinen“ Osterseen (s.unten) fuhr ich zurück nach München.

Fazit:
Die Wanderung um den Großen Ostersee bietet viele wunderschöne Landschaftseindrücke. Es handelt sich eher um einen, nicht sehr anstrengenden, längeren Spaziergang. Wer noch etwas länger laufen will, kann die Runde um die „kleinen“ Osterseen (Fohn-, Staltacher- und Sengsee) auf ca. 13 km verlängern. Möglich ist auch eine schnelle Runde von 4 km, die nur um diese Seen herum führt. Am Parkplatz gibt es einen Kiosk mit Toilette und in Iffeldorf weitere Einkehrmöglichkeiten.

Sehr froh bin ich, das ich den Ausflug zu den Osterseen noch unternommen habe. Von dieser Tour und meinem Spaziergang in der Nähe des Egglburger Sees
https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/03/14/traumwanderung-mit-alpenblick-egglburger-see-fantastic-hike-with-alpine-views-lake-egglburg/
werde ich nun, wer weiß wie lange, zehren.

Über eure Kommentare und eure Likes freue ich mich immer sehr.
Und bitte passt gut auf euch auf !

 

My last excursion before the partial curfew in Bavaria came into effect led me to the Osterseen near Iffeldorf last Monday. From there I walked in the most beautiful warm spring weather (up to 17 degrees Celsius) around the Große Ostersee through the nature reserve (10.5 km and about 100 m difference in altitude).

When I arrived at the parking lot in Iffeldorf at about 11 a.m., there were only two cars. A family with two children just got out of one vehicle. Monday was the first day when schools and day-care centres and all leisure facilities (playgrounds, libraries, swimming pools etc.) were closed. We talked to each other briefly (of course „at a distance“). The family wanted to go hiking „while it still works“, which was the same for me.

On the round trip I hiked counterclockwise first along the western shore of the Große Ostersee. The path led through the shady forest, where already numerous liverworts were blooming. Near the private clinic „Lauterbach“ I had my first views over the lake. Marvellous ! I imagine the lake landscapes in Scandavia to be similar.

As soon as I arrived at the eastern shore of the lake, masses of walkers met me for the first time. That had its reason. Now one could admire a fantastic mountain panorama besides the view on the lake. But now I had to take care that people, who were often walking in groups, did not come too close to me. Many were absorbed in conversation, talking about the Corona crisis, but did not pay attention to the recommended minimum distance. But the hiking trail was mostly wide enough, so that stepping aside was no problem. When I walk in the forest at home (which is still possible today, 22 March, under certain conditions) on the narrower paths I often have to step into the undergrowth,  when others do not keep the distance.

Finally,  I found a bench where I could sit alone and eat a snack. I admired the landscape panorama with the lake in the foreground. Many wild geese grazed on the lake meadows and in the background I could see the snow-covered mountains (Ammergau Alps and Zugspitz area). Very beautiful !

On the south shore I reached the only bathing spot of the Große Ostersee. It was too cold for bathing, but many excursionists enjoyed the warm spring weather,  often sitting closely together in groups. What an idyll that would have been, if there had not been the warning to restrict social contacts in order to contain the virus. I found the landscape quite enchanting, but I could not really enjoy it, because the sword of Damocles „Corona“ hovered over us.

After almost three hours I arrived back at the parking lot in Iffeldorf, where there were hardly any free spaces left. After a last photo of the view over the „small“ Easter lakes (see below) I drove back to Munich.

Conclusion:
The hike around the „Großer Ostersee“ offers many beautiful landscape impressions. It is rather a longer, but not very exhausting stroll. If you want to walk a little further, you can extend the walk around the „small“ Osterseen (Fohn-, Staltacher- and Sengsee) to about 13 km. It is also possible to do a fast round of 4 km, which only leads around these lakes. There is a kiosk with a toilet at the car park and further refreshment facilities are in Iffeldorf.

I am very glad that I still made the trip to the Osterseen. From this tour and my walk near the Egglburger See
https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/03/14/traumwanderung-mit-alpenblick-egglburger-see-fantastic-hike-with-alpine-views-lake-egglburg/
I will  have to live on for who knows how long.

I am always very happy about your comments and your likes.
And please do take good care of yourself !

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

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Happy Birthday, kleiner Blog! Happy Birthday, little Blog!

For translation please use the Google Translate Button on my site.

2. Bloggeburtstag – 15.03.2020

Heute vor zwei Jahren habe ich meinen ersten Blogbeitrag veröffentlicht. Der Blog hat sich im letzten Jahr noch einmal sehr erfreulich weiter entwickelt, vor allem wenn man bedenkt, dass ich auf Social Media ansonsten nicht unterwegs bin.

Nach zwei Jahren würde ich meine Seite gerne übersichtlicher gestalten. Technisch bin ich allerdings überhaupt nicht interessiert. Mit komplizierten und detaillierten  Fachbüchern zu Word Press mag ich mich nicht befassen. Ausschau halten werde ich nach einem praxisnahen Seminar/ Kursus.

Das  Bloggen macht mir nach wie vor sehr viel Spaß. Euch, meinen treuen Followern und interessierten Lesern, danke ich sehr herzlich. Eure Likes weiß ich sehr zu schätzen und sehr dankbar bin ich allen, die sich die Mühe machen, einen Kommentar zu verfassen. Eure Beiträge finde ich spannend und sehr lehrreich. Eure Fotos haben mir viel in Sachen Bildgestaltung beigebracht. Fotografisch möchte ich mich weiterentwickeln, aber ohne schweres Equipment durch die Gegend schleppen zu müssen.

Bloggen in Zeiten des Coronavirus

Hallo kleiner Blog,

im letzten Jahr haben wir sehr viel miteinander erlebt und es gab viel zu berichten (https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/01/09/my-year-2019-review-mein-jahr-2019-rueckblick/).

Auf unserer langen Ostasienreise habe ich dir erklärt, dass ich mehr in Europa und sogar in Deutschland reisen möchte. Nun sieht es so aus, als ob wir wegen des Corona Virus erst einmal, und wer weiß wie lange, überhaupt nicht mehr reisen können. Auch andere Lieblingsbeschäftigungen z.B. Kino- und Museumsbesuche, werden zunehmend eingeschränkt. Wie es mit dem Wandern weitergeht, weiß der Himmel.

Aber deinen Geburtstag feiern wir auf jeden Fall nach, wenn alles vorbei ist ! Ich stelle mir vor, dass wir in einer Bar z.B. in Padua einen herrlich duftenden Cappuccino zu einer Brioche con Crema genießen. Dir bestelle ich natürlich eine Arranciata. Wir freuen uns über die lebhaften Italiener, die sich mit Küsschen  und Umarmungen begrüßen und ihre lauten Gespräche  mit zahlreichen Gesten unterstreichen.

Dann besuchen wir das Grab des Hl. Antonius in der Basilica. Dort gehen wir mit den anderen Besuchern hinter dem Begräbnisaltar vorbei,  berühren den Sarkophag des Heiligen mit den Händen, bleiben einen Moment stehen und beten, dass es der Menschheit  gut gehen möge.

Danach kaufen wir uns köstliches Gelato. Du darfst ausnahmsweise soviele Kugeln essen, wie du möchtest. Wir nehmen das Eis auf die Hand (ohne vorher Hände gewaschen zu haben !) setzen uns auf den Platz vor der Basilika und genießen die Abendstimmung und den lebhaften Touristenbetrieb. Das wird sehr schön !

Einstweilen werden wir über vergangene Reisen und vielleicht auch über etwas Neues berichten. So schnell wird das wohl nicht langweilig werden.

Ich freue mich auf ein wunderbares drittes Jahr mit dir. Für heute alles Liebe und Gute

deine Inga

2nd blog birthday – 15.03.2020

Two years ago today I published my first blog post. The blog has continued to develop over the past year, especially considering that I am not otherwise on the go on social media.

After two years I would like to arrange my site more clearly . Technically, however, I am not interested at all. I do not like to deal with complicated and detailed textbooks on Word Press. Therefore, I will look for a practical seminar/course.

I still enjoy blogging very much. I thank you, my loyal followers and interested readers, very much. Your Likes I really appreciate  and I am very grateful to all of you who take the trouble to write a comment. I always find your contributions exciting and very instructive. Your photos have taught me a lot about image composition. Photographically, I would like to develop further, but without having to carry heavy equipment around.

Blogging in times of the coronavirus

Hello little blog,

last year we have experienced a lot together and there was a lot to report (https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/01/09/my-year-2019-review-mein-jahr-2019-rueckblick/).

During our long trip through East Asia I explained to you that I would like to travel more in Europe and even in Germany. Now it seems that because of the corona virus we cannot travel at all for who knows how long. Also other favourite activities, e.g. visits to the cinema and museums, are increasingly restricted. Heaven knows how hiking will continue.

But, we will celebrate your birthday after everything is over ! I imagine that we enjoy a wonderfully fragrant cappuccino with a brioche con crema in a bar, for example in Padua. Of course,  I would order arranciata for you. We are happy about the lively Italians who greet each other with kisses and hugs and underline their conversations with numerous gestures.

Then we visit the grave of St. Anthony in the Basilica. There we pass with the other visitors behind the funeral altar, touch the saint’s sarcophagus with our hands, stop for a moment and pray that humanity may prosper.

Afterwards,  we buy delicious gelatos. For once, you may eat as many scoops as you like. We take the ice cream in our hands (without having washed our hands before !), sit down on the square in front of the Basilica and enjoy the evening atmosphere and the lively tourist activity.  This is going to be a great experience.

In the meantime we will report about past journeys and maybe also about new topics. We will probably not get bored soon.

I am looking forward to a wonderful third year with you. For today all the best and love

your Inga

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)