Coronareisejahr 2020 Corona Travel Year 2020

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Was für ein verrücktes Jahr haben wir hinter uns! Eigentlich würde ich es gerne so schnell wie möglich vergessen. Trotz weitreichender Einschränkungen habe ich doch viel Neues und Schönes erlebt und davon soll nun die Rede sein.

Das Jahr begann für mich sehr verhalten. Wie schon berichtet ( Rentnerinnenblues 2) hinderte mich mein Gesundheitszustand am Reisen.

Mitte Februar munterte mich unser Besuch der wunderschönen Schmetterlingsausstellung im Botanischen Garten München auf.

Für die Berlinale 2020 hatte ich noch ein letztes Mal eine Akkreditierung erhalten und wollte deswegen Ende Februar unbedingt nach Berlin reisen. Ich gönnte mir ein Appartment in der Nähe des Berlinale Palastes, in dem ich mich zwischen den Filmvorstellungen ausruhen konnte. Auch die Anzahl der gesehenen Filme reduzierte ich. Das Festival konnte ich so sehr genießen. Es fand unverändert statt, aber Corona zeigte sich schon deutlich am Horizont. Die Chinesische Delegation konnte nicht anreisen und generell gab es weniger asiatische Besucher. Gleich zu Beginn des Festivals hatte ich mir einen starken Schnupfen eingefangen. Als ich in einer Vorstellung einmal heftig niesen musste, setzten sich meine Nachbarn schnell weg ! Danach wollte ich mir in der Apotheke Masken kaufen, aber diese waren bereits ausverkauft.

Der Berlinale Besuch hatte mir enormen Auftrieb gegeben und ich überlegte, wie ich kurze Reisen bewerkstelligen könnte. Städtereisen nach Leipzig und Wien hätten mich interessiert. Aber dann erreichte Corona auch Europa und Reisen waren nicht mehr möglich.

Vor dem Inkrafttreten des 1. Lockdowns in Bayern unternahm ich im März noch kleinere Wanderungen bei wunderschönem Frühlingswetter , z.B. am Egglburger See und an den Osterseen. Am Tag der letzteren Wanderung waren die Schulen schon geschlossen und die Gaststätten hatten nur bis 15 Uhr geöffnet. Einige Tage später wurde der 1. Lockdown mit weitreichenden Ausgangsbeschränkungen in Kraft gesetzt.

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken!

Bis Mitte Mai waren dann keine Ausflüge möglich. Man durfte aber spazieren gehen und davon machte ich im April im heimischen Wald und in den Parks reichlich Gebrauch (siehe Kleine Fluchten in Corona Zeiten). Nie zuvor hatte ich den Ausbruch des Frühlings intensiver erlebt. Allerdings waren verständlicherweise viele Menschen im Wald unterwegs, so dass das Spaziergehen mich oft nicht entspannte (siehe COCW).

Als Anfang Mai die Ausgangsbeschränkungen in Bayern aufgehoben wurden, unternahm ich eine erste kleine Wanderung in der Nähe von Bad Wiessee am Tegernsee. Es herrschte klares Sonnenwetter, so dass ich die Berge schon von der Autobahn aus sehen konnte. Über den Anblick freute ich mich sehr, verdrückte aber auch ein paar Tränchen.

Sehr weit wanderte ich nicht, war nach dem vielen auf der Couch Sitzen überhaupt nicht fit. Die Gaststätten hatten noch geschlossen, daher setzte ich mich auf dem Rückweg an einen Bach und verzehrte meine mitgebrachte Brotzeit. Zum ersten Mal seit Monaten traute ich mich in Bad Wiessee Coffee to Go und Eis in einer Eisdiele zu holen. Damit setzte ich mich auf eine Bank am See und war rundherum glücklich. Am sonst sehr bevölkerten Seeufer waren nur wenige Spaziergänger unterwegs. Die Spielplätze hatten wieder geöffnet und das fröhliche Jauchzen der Kinder war einfach nur schön.

Ab 11. Mai durften die größeren Geschäfte und Einkaufszentren in Bayern wieder öffnen, wenn auch unter strengen Hygienevorgaben. Nachdem ich zwischenzeitlich die Waldspaziergänge etwas leid war, traute ich mich zunächst zu Fuß in ein Einkaufszentrum und dann erstmals wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Münchner Innenstadt. Mehr als eine Großpackung Einmalhandschuhe kaufte ich nicht ein, aber ich hatte gesehen, wie sich die Öffnung der Geschäfte auswirkte (s. Shopping in Corona Times).

Eine Traumwanderung führte mich Ende Mai auf die Kesselalm und bot mir grandiose Aussichten. Inzwischen durften die Gaststätten im Außenbereich wieder öffnen, so dass ich auf der Terrasse der Alm eine Leberknödelsuppe verspeisen konnte. Nach der Wanderung „belohnte“ ich mich mit Kaffee und Kuchen auf der Terrasse des für seine leckeren Kuchenspezialitäten bekannten Café Winklstüberl.

Nachdem die Museen im Juni unter Hygieneauflagen (u.A. Abstandhalten und Maskentragen) wieder öffnen durften, besuchte ich das Lenbachhaus und die Münchner Pinakotheken, feierte ein Wiedersehen mit meinen Lieblingsbildern und besuchte Ausstellungen.

Ende Juni waren Reisen nach Österreich wieder möglich. Ich fuhr mit dem Auto nach Oberösterreich, übernachtete in einer Ferienwohnung und verbrachte drei sehr schöne Tage in Linz und Enns. In Österreich waren die Infektionszahlen damals sehr niedrig, so dass es deutlich lockerer als in Deutschland zuging. Maskenpflicht bestand nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Mir war das manchmal nicht geheuer, dann trug ich den Mund-Nasen-Schutz freiwillig, z.B. in Kirchen und Museen. Obwohl in Linz einige Hauptattraktionen, z.B. das Ars Electronica Center, noch nicht geöffnet waren, genoss ich diese Reise sehr, die ich auch wie eine Erholung vom Corona Stress empfand.

Ende Juli verbrachten wir einige Wandertage im Fichtelgebirge ( s. hier und in den Fortsetzungen ) und waren sehr angenehm überrascht über die landschaftliche Schönheit der Gegend und die zahlreichen Wandermöglichkeiten. Das Fichtelgebirge und Bayreuth hatten schon lange auf meiner Wunschliste gestanden, aber wenn mich Covid-19 nicht an Fernreisen gehindert hätte, hätte ich die Gegend wohl noch lange nicht besucht.

Anfang August fuhr ich mit dem Zug in knapp zwei Stunden nach Innsbruck, vorsichtshalber in der 1. Klasse. Die Tiroler Hauptstadt hatte ich auch schon sehr lange besuchen wollen. Die perfekte Mischung aus Stadtbesichtigung und Bergwandern in der unmittelbaren, spektakulär schönen Umgebung gefiel mir wie zu erwarten sehr gut (s. hier und in den Fortsetzungen). Nicht so wohl fühlte ich mich in der Innenstadt in den Touristenmassen, die sich zwischen den vielen Baustellen dicht an dicht aneinander vorbei drückten. Das galt auch für die Gondeln mit großer Fahrgastkabine, die meistens voll besetzt waren. Da beruhigte mich der Maskenzwang nur ein wenig.

Im September musste ich wieder an meine Neujahrsvorsätze denken. Dazu hatte die Fortsetzung des Jakobswegs in der Schweiz gehört. Die Coronazahlen waren schon wieder am Steigen und in manchen Schweizer Orten am Jakobsweg würde eine Übernachtung in Mehrbettzimmer unumgänglich sein. Daher verzichtete ich in diesem Jahr lieber auf das Pilgern. Stattdessen unternahm ich mehrere „Corona Pilgerwanderungen“, d.h. Tageswanderungen direkt von zu Hause aus. Wir wanderten längere Strecken und erkundeten unsere Umgebung (s. hier).

Im Baiersbronn im Nordschwarzwald durchwanderten wir Ende September traumhaft schöne Wälder. Den Hochschwarzwald oder Südschwarzwald betrachte ich als meine zweite Heimat und hatte daher nicht erwartet, dass es mir im Schwäbischen Schwarzwald (s. auch die Fortsetzungen) so gut gefallen würde.

Mit der Rückkehr der Urlauber begann die Zahl der Corona Fälle im Laufe des Oktobers kräftig anzusteigen. Die zweite Welle rollte auf uns zu und es war abzusehen, dass wieder ein Lockdown kommen würde. Noch vor dem Inkraftreten des Lockdown „Light“ am 2. November, der zur Schließung von Gaststätten und Kultureinrichtungen führte, besuchte ich mehrere Münchner Museen und unternahm meinen jährlichen Herbstspaziergang im Englischen Garten. Am Wochenende vor dem Inkrafttreten der Maßnahmen setzte ich einen lange gehegten Plan um. Bei Goldenem Oktoberwetter folgte ich dem Isarufer nach Norden bis zum Oberföhringer Wehr und ging dann auf der anderen Flußseite durch den Englischen Garten zurück. Im Biergarten „Hirschau“ verbrachte ich eine entspannte Mittagspause mit vielen anderen Gästen, die eine der letzten Gelegenheiten eine Wirtschaft zu besuchen nutzen wollten. Eine Band spielte fetzige Pop Klassiker und animierte zum Mitsingen, aber die rechte Stimmung kam doch nicht auf.

Mehrere Herbstwanderungen unternahm ich im November bei traumhaftem Sonnenwetter. Ich umrundete den Ismaninger Speichersee, genoss den Bergblick bei der Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ bei Kleinhöhenrain, schaute noch einmal am Egglburger See vorbei und wanderte auf den Hirschhörnlkopf bei Jachenau. An letztere Wanderung werde ich lange zurückdenken, nicht nur wegen der traumhaften Ausblicke, sondern auch weil dort meine geliebte Sony RX 10 Kamera den Geist aufgab.

Mit weiter steigenden Coronazahlen wurde unsere Welt wieder enger. Den öffentlichen Nahverkehr wollte ich in dieser Lage nicht mehr benutzen. Mit dem Radl fuhr ich zum Werksviertel und bewunderte dort die beeindruckende Street Art.

Ein letztes Mal vor dem „harten Lockdown“ am 16.12.2020 (Schließung aller Geschäfte, die nicht dem täglichen Bedarf dienen und Ausgangsbeschränkungen) traute ich mich dann doch, nahm Ende November die U-Bahn und spazierte durch das Stadtzentrum (siehe hier). Inzwischen herrschte dort eine weitgehende Maskenpflicht. Meine Brille musste ich immer wieder absetzen, weil sie dauernd beschlug. Trotzdem genoss ich diesen Bummel bei schönem Herbstwetter noch einmal sehr.

Die Zahl der Corona Infektionen stieg im Dezember stetig. Die bisherige Höhepunkte wurden am 18. Dezember mit 33.777 Neuinfektionen und am 30. Dezember mit 1.129 neuen Todesfällen erreicht. In dieser Situation bleibe ich dann doch lieber zu Hause und gehe einmal täglich in „unserem“ Wald spazieren. Das tun viele andere auch, so dass sich die Wege wie im 1. Lockdown bevölkern. Sogar bei neblig nasskaltem Wetter sind die Massen unterwegs !

Nun, das war mein Jahr 2020, in dem ich fast nur „heimische“ Ziele aufgesucht habe. Obwohl ich in den letzten Jahren hauptsächlich Fernreisen unternommen hatte, gefielen mir die diesjährigen Reisen ausnehmend gut. Deutschland und Österreich haben sehr viel Schönes und Interessantes zu bieten und das Exotische fehlte mir nicht. Die Anreise waren immer recht kurz und das Reisen war sehr einfach. Was ich aber stark vermisste, war die Unbeschwertheit des Verreisens. Corona lauerte immer mehr oder minder deutlich im Hintergrund!

Natürlich betrifft meine Klage über Reisebeschränkungen ein Luxusproblem. Viel wichtiger ist, dass wir gesund bleiben und dazu möchte ich soviel wie möglich beitragen. Irgendwann, wenn Corona Geschichte ist, können wir auch wieder frei reisen! Deutsche und europäische Ziele werde ich aber nicht aus den Augen verlieren. Man wird ja auch nicht jünger …

Wenn ihr jetzt ein bisschen Aufmunterung braucht, dann verabschiedet ihr am besten das alte Jahr noch einmal mit dem etwas fiesen aber ziemlich lustigen Video mit einem Abgesang 2020 (hier ) .

Im vergangenen Jahr habe ich so fleißig gebloggt wie nie zuvor. Für die sehr erfreuliche, starke Zunahme von Klicks, Kommentaren und Likes habe ich euch, meinen treuen Lesern und Followern, zu danken. Tolle fotografische Anregungen habe ich durch die Teilnahme an Foto Challenges erhalten und es war einfach wunderbar, das Fotoarchiv gründlich durchzuforsten. Für das Ausrufen der vielen spannenden Fotoprojekte und die netten Kommentare bedanke ich mich vor allem bei Manni von Mannis Fotobude, Roland von Royusch-Unterwegs und Antje von one photo a day .

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Finale im Fichtelgebirge/Final in the Fichtel Mountains (Bayreuth)

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Wie im Wetterbericht angekündigt regnete es anhaltend während unseres letzten Tages im Fichtelgebirge. Einerseits war das sehr schade, aber andererseits bot es uns die Gelegenheit, das nahegelegene Bayreuth zu besuchen. Bayreuth stand schon lange auf meiner Wunschliste. Es liegt zwar noch in Bayern aber mit 240 km doch ziemlich weit entfernt von unserem Wohnort in München. Als wir losfuhren, rechneten wir uns allerdings nicht damit, dass es den ganzen Tag lang ohne Pause regnen und zeitweise schütten würde.

Zunächst besuchten wir die Eremitage, die etwas außerhalb von Bayreuth liegt.
Die Eremitage, eine 1715 entstandene historische Parkanlage vor den Toren der Stadt Bayreuth, beherbergt das Alte Schloss mit Innerer Grotte und Wasserspielen. Weiterhin befinden sich das Neue Schloss mit Orangerie und dem zentralen Sonnentempel auf dem Gelände.
Quelle: Wikipedia

Trotz Dauerregen spazierten wir durch die zauberhafte Gartenanlage und auch ein bisschen durch den Landschaftpark. Besonders der Sonnentempel und die angrenzenden Gebäude faszinierten, weil sie aus bunten mosaikartigen Steinen zusammengesetzt wurden. Richtig schade war, dass alle Innenräume und die Grotte geschlossen waren. Die Räumlichkeiten sind so klein, dass die unter Coronabedingungen einzuhaltende maximale Besucherzahl zu schnell erreicht ist. Auch das Café im Sonnentempel, das einen wunderbaren Ausblick auf die Brunnenanlage und den Garten bietet, war leider geschlossen.

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken.

Danach fuhren wir in die Bayreuther Innenstadt, wo wir uns als Erstes Tickets für die nächste Führung im Markgräfliche Opernhaus holten. Das UNESCO-Weltkulturerbe ist eines der schönsten Barocktheater. Bayreuth hat es der Markgräfin Wilhelmine zu verdanken. Aktuell waren nur 28 Besucher zugelassen, für die es Platzkarten gab. Wir saßen dann sehr weit auseinander im Zuschauerraum, der 1267 Sitzplätze aufweist. Nur jede dritte Reihe war belegt. Außerdem saßen die Besucher diagonal versetzt und zueinander mit vier Sitzen Abstand. Auch H. und ich wurden so platziert. Es gab einen kurzen Film über die Historie des Opernhauses, dann erzählte der Führer etwas über die Entstehunggeschichte, und das war es dann auch schon. Für mich war das in Ordnung. Hatte ich doch überlegt, ob ich mich überhaupt in eine Filmvorführung trauen sollte. Immerhin habe ich seit Ende Februar kein Kino mehr besucht (!). Sehr schade war, dass man ohne Stativ in dem prächtigen Raum nicht ordentlich fotografieren konnte. Wenn ihr mögt, schaut doch einmal hier.

Nach dem Mittagessen beim Vietnamesen (zur Abwechselung mal keine fränkischen Knödel mit Braten) bummelten wir durch die Altstadt und schauten bei der Stadtkirche aus dem 13. Jahrhundert vorbei.

Schließlich gingen wir zum Neuen Schloss, wo wir durch den Garten flanierten.

Den Abschluss unserer Städtetour bildete das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel. Dort finden jährlich die berühmten Wagnerfestspiele statt. Natürlich ist auch diese Veranstaltung in diesem Jahr ausgefallen. Die Besichtigung des Hauses sparten wir uns, da wir nicht zu den Wagner Fans gehören.

In Bayreuth gibt es sehr viel Interessantes zu sehen. Die schöne Umgebung konnten wir am Regentag nur erahnen. Die Umgebung bietet auch Wandermöglichkeiten. Die Stadt muss ich, wenn Corona überstanden ist, noch einmal besuchen.

Fazit:
Im Fichtelgebirge hat es uns wesentlich besser gefallen als erwartet. Man kann tolle Wanderungen durch den märchenhaften Wald mit seinen spektakulären Felsformationen unternehmen. Zwischendurch sind Städtetouren nach Bayreuth und Kulmbach möglich, zwei völlig unterschiedliche Orte (siehe Kulmbach). Aber auch kleinere Orte haben ihren Charme und bieten oft Überraschendes. Habt ihr gewusst, dass der Schriftsteller Jean Paul in seiner Jugend in Wunsiedel lebte ? Oder dass Alexander von Humboldt als staatlicher Bergassessor den Bergbau in der Region Bayreuth in technischer und ökonomischer Hinsicht reorganisierte? Zahlreiche Museen können besucht werden, z.B. das Zinnfigurenmuseum in Bamberg.

Kurzum: das Fichtelgebirge ist eine landschaftliche sehr reizvolle Region mit einer sehr interessanten Historie. Die Gegend würde ich gerne wieder besuchen. Interessieren würde mich aber auch ein Wanderurlaub in der südwestlich gelegenen Fränkischen Schweiz.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Ferien im Fichtelgebirge 7 Holiday in the Fichtel Mountains 7

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Vormittag: Granitlabyrinth und Steinbruchweg

Das Fichtelgebirge besteht zu 70 % aus Granit, der schon seit dem frühen Mittelalter abgebaut wurde (Quelle: Wikipedia). Wir hatten daher beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen und fuhren nach Kirchenlamitz am Fuße des Fichtelgebirges.

Zunächst besuchten wir das in Granit-Labyrith. Das quadratische Labyrinth hat fünf Umgänge und eine Ausdehnung von 34 x 34 m. Es ist durch ein erkennbares Achsenkreuz in vier Quartiere eingeteilt, die auf dem Weg zur Mitte zu durchschreiten sind. Dieser Weg wird von 180 großen Granitquadern eingerahmt. Um zum Ziel zu gelangen, muss man immerhin vom Eingang aus 400 m zurücklegen. Im Zentrum befindet sich ein fünf Meter hoher Obelisk aus Epprechtsteingranit in den zur Besinnung anregende Sprüche eingraviert sind.
Quelle: https://www.fichtelgebirge.net/…/labyrinthe/granitlabyrinth-am-epprechtstein

Es handelt sich nicht um einen Irrgarten im klassischen Sinne. Man kann sich darin nicht verirren. Interessanterweise lief ich anfangs recht flott und glaubte, dass ich den Obelisken schnell erreichen würde, aber da landete ich oft in einer Sackgasse. Als ich anfing, mit Ruhe zu gehen und über die Blöcke hinaus nach dem Weg zu schauen, kam ich dem Ziel nach und nach näher. Was für ein Sinnbild für das Leben und eine gute Strategie zur Problemlösung !

Dann wanderten wir auf dem Steinbruchwanderweg, der in der Nähe begann. Der sanft ansteigende Weg führt, vorbei an alten Mauern und großen Abraumhalden, zu sechs ehemaligen Steinbrüchen aus dem 19. Jahrhundert, einer Pulverkammer, einem Schutzunterstand und einer Verladerampe am Fuße des Epprechtsteins
Quelle: https://www.tz-fichtelgebirge.de/de/touren/detail/5784a929975aeb1d14ee6249

Wir folgten dem ausgeschilderten Weg, nahmen aber zunächst die Abzweigung zur Burgruine Epprechtstein, die wir nach einem weiteren kurzen Anstieg erreichten. Die Aussichtsplattform auf dem verfallenen Gemäuer aus dem 12. Jahrhundert bot einen Rundumblick und einen sehr schönen Ausblick auf das Fichtelgebirge. Auch den Ochsenkopf, auf den wir am zweiten Urlaubstag gewandert waren, konnte man erkennen.

Danach ging es zu den sechs Steinbrüchen, die größtenteils noch sehr gut erhalten waren, auch wenn die Natur sich die Areale wieder zurück erobert hatte. Mehrere Informationstafeln vermittelten einen sehr anschaulichen Eindruck von den damaligen Arbeitsbedingungen (z.B. Mittagspause in der Regel während der Sprengungen im Schutzunterstand !).

Wanderung ca 4 km, 200 hm, 2,5 Stunden

Nachmittag: Rund um den Weißenstädter See

Nach dieser kleinen aber sehr abwechslungsreichen Wanderung fuhren wir nach Weißenstadt, wo wir zu Mittag aßen. Neben der leckeren Mahlzeit sind vor allem die Corona-Schutzmaßnahmen erwähnenswert. Auf der Gasthausterrasse standen große und sehr breite Tische. Der findige Gastwirt hatte quer durch die Mitte der Tische eine Plexiglaswand montiert und dort die Speise- sowie die Getränkekarte auf Lesehöhe aufgeklebt. Derart vor dem „bösen“ Coronavirus geschützt saßen wir einem Ehepaar direkt gegenüber. Etwas seltam war, dass wir die Leute wegen der Aufkleber nicht richtig sehen konnten !

Gut gestärkt umrundeten wir den Weißenstädter See auf dem vier Kilometer langen Uferweg. Der See ist größtenteils naturbelassen und wird von herrlichen Blumenwiesen und Bäumen, oft Birken, umrahmt. Noch einmal genossen wir auch den Ausblick zum Ochsenkopf. Das Städtchen Weißenstadt mit der Altstadt und der Lage am See und zum Fichtelgebirge gefiel mir so gut, dass ich beschloss, beim nächsten Aufenthalt im Fichtelgebirge dort nach einer Unterkunft zu suchen.

Auf der Wanderung war es immer noch heiß, bewölkte sich aber nach und nach. Man konnte das angesagte schlechte Wetter schon vorausahnen …

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Ferien im Fichtelgebirge 6 Holiday in the Fichtel Mountains 6

Nachdem wir den Schneeberg, den höchsten Berg des Fichtelgebirges, „bestiegen“ hatten, wollten wir den Frankenwald besuchen, der nordwestlich unserer Unterkunft in Himmelkron liegt.

Unsere leichte Rundwanderung führte uns 11 km lang durch die Steinachklamm bei Triebenreuth. Sie begann mit einem überraschend steilen Aufstieg, aber dann ging es abwechselnd immer ein bisschen bergab und bergauf auf Forstwegen durch den dichten Wald.

Es gab zwei Aussichtspunkte, aber den Abstecher zur Burgruine Nordeck sparten wir uns und die Sicht vom Forstmeistersprung konnten wir zwar genießen, aber das Fotografieren auf dem engen Plateau war kaum möglich, da sich eine Familie dort aufhielt. Schließlich folgte ein längerer Abstieg zum Flüsschen Steinach.

Eine Stunde lang spazierten wir dort entlang. Das Gluckern und Rauschen des Wassers, das zauberhafte Spiel von Licht und Schatten und das frische Grün der Pflanzen fand ich bezaubernd und sehr beruhigend. Diese Strecke war für mich das Highlight der Wanderung. Einige Male dachte ich „Das genießt du jetzt! Wenn tatsächlich die zweite Corona Welle kommt und es im Winter einen weiteren Lockdown gibt, dann kannst du von der Erinnerung zehren, wie wunderschön es hier war.“

Am Ende der Wanderung gingen wir durch die als „wildromantisch“ bezeichnete Steinachklamm, was wir nicht ganz nachvollziehen konnten. Weder waren die Felswände besonders hoch, noch bildeten sie eine enge Schlucht. Allenfalls für Geologen müsste die Klamm interessant sein, weil sie jahrmillionenaltes Quartzkeratophyrgestein zeigt.

Obwohl es nichts Atemberaubendes auf dem Rundweg durch die Steinachklamm zu sehen gab, haben wir diese Wanderung sehr genossen. An den Vortagen hatten wir die Highlights des Fichtelgebirges besucht, die höchsten Berge mit den besten Aussichten, die spektakulärsten Felsformationen uVm. Im schattigen Mischwald am Bach entlang zu gehen, war demgegenüber sehr wohltuend und erholsam. Mir wurde klar, was mit „Waldbaden“ gemeint war.

Anschließend fuhren wir nach Kulmbach, bummelten durch die Gassen der Altstadt und bestaunten die Mauern, Türme und Fachwerkhäuser auf einem über der Stadt gelegenen Rundweg. Zu einem Aufstieg auf die Plassenburg, die auf einem Hügel über Kulmbach liegt , konnten wir uns nicht aufraffen ! Es war aber auch sehr heiß …

Wie findet ihr das Wandern an einem Bach in einem schönen Mischwald ? Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

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Ferien im Fichtelgebirge 4 Holiday in the Fichtel Mountains 4

11.7.2020

Als nächster Berg stand  der Schneeberg an, der mit 1.053 Metern der höchste Berg im Fichtelgebirge und im gesamten Frankenland ist. Wir beschlossen, es ein bisschen ruhiger als am Vortag anzugehen und die Rundwanderung vom Wanderparkplatz am  Gasthaus Silberhaus zum Schneeberg zu verkürzen.

Zunächst ging es mäßig steil bis zur Felsformation Platte, einem beeindruckenden Meer aus stattlichen Granitblöcken mit schönem, wenn auch leicht diesigem Ausblick.

11.7.2020

Our next goal was the Schneeberg, which at 1,053 metres is the highest mountain in the Fichtelgebirge and the whole of Franconia. We decided to take it a bit quieteras on the day before and to shorten the circular hike from the hiking car park at the Silberhaus inn to Schneeberg.

At first, the path went moderately steep up the Platte rock formation, an impressive sea of stately granite blocks with a beautiful, albeit slightly misty, view.

 
2 Fichtelgebirge (148)

2 Fichtelgebirge (155)

Von dort liefen wir, auf Forstwegen und auf felsigen Pfaden bis zum „Seehaus“, wo wir nach einer  Brotzeit wie geplant umkehrten, statt noch drei Kilometer weiter zum Schneeberg hin und zurück zu gehen. Das „Dach Frankens“ wollten wir bei einer anderen Wanderung besteigen.

From there we walked, on forest tracks and rocky paths, to the „Seehaus“, where we turned back as planned after a snack, instead of walking another three kilometers to the Schneeberg and back. We wanted to climb the „Dach Frankens“ („Roof of Franconia“) on another hike. 

2 Fichtelgebirge (161)

Beim  Abstieg zum Fichtelsee fanden wir den im Führer beschriebenen Weg nicht gleich und nahmen deswegen einen anderen, der direkt und kürzer dort hin führte, während der Wanderführer nur einen Abstecher vorsah. Dann passierten wir einen Wanderparkplatz an der B 303, der voll besetzt war. Erst wunderten wir uns, weil wir bisher im Fichtelgebirge nur wenige Besucher  getroffen hatten, auch am heutigen Samstag. Ein Blick auf die Karte löste das Rätsel. Dort begann der kürzeste Aufstieg zum Schneeberg . Außerdem führte eine gemütlich flache Strecke zum Fichtelsee. Auf Letzterer erreichten wir das Gewässer bald und umrundeten es zur Hälfte. Von der Brücke in der Seemitte hatten wir einen sehr schönen Ausblick über den gesamte See. In diesem Moment lockerte die Bewölkung etwas auf. Da bot sich eine kleine Kaffeepause auf der gut besuchten Terrasse des Seehotels an.

On the descent to the Fichtelsee we did not find the path described in the guide immediately and therefore took another one, which led directly and shorter there, while the hiking guide only suggested a side trip. Then we passed a parking place for hikers at the B 303, which was fully occupied. First,  we were surprised, because we had met so far only few visitors in the Fichtelgebirge, also today, on Saturday. A look at the map solved the mystery. There the shortest ascent to the Schneeberg began.  In addition a comfortable flat route led to the Fichtelsee. On the latter we soon reached the lake and circumnavigated half of it. From the bridge in the middle of the lake we had a very nice view over the whole lake. In this moment it brightened up a little bit. So we had a little coffee break on the well-visited terrace of the Seehotel. 
2 Fichtelgebirge (168)2 Fichtelgebirge (169)

Der Rückweg zum Parkplatz war länger als gedacht und  mehrere, nicht immer beschilderte Abzweigungen waren zu beachten. Auf den letzten Kilometern zog ich Google Maps zu Rate und war ziemlich erleichtert, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Highlights bot diese noch 5 km lange Strecke nicht. Oft wanderten wir  an Fichtenmonokulturen entlang.

The way back to the parking lot was longer than expected and several, not always signposted turn-offs had to be considered. On the last kilometers I used Google Maps and was quite relieved that we were on the right way. No Highlights were offered on this still 5 km long route. Often we walked along spruce monocultures.

2 Fichtelgebirge (171)

Auf der Rückfahrt zu unserer Unterkunft in Himmelkron legten wir einen Stopp in Bad Berneck ein. Die Geschäfte waren am Samstagnachmittag geschlossen, daher wirkte die Altstadt wie ausgestorben. Am historischen Marktplatz genossen wir den Ausblick auf die Ruine Hohenberneck. Zu weiteren Erkundigungen und insbesondere dem Gang zum Turm fehlte uns jedoch die Energie.

On the drive back to our lodgings in Himmelkron we stopped in Bad Berneck. The shops were closed on Saturday afternoon, so the old town looked deserted. At the historical market place we enjoyed the view of the ruins of Hohenberneck. However, we lacked the energy for further explorations and especially the walk up to the tower.

2 Fichtelgebirge (173)2 Fichtelgebirge (174)

 

„Im Fichtelgebirge habe ich schon Schöneres gesehen“ dachte ich „ Aber wir haben den Weg ein gutes Stück verkürzt, so ist ein bisschen Abwechslung verloren gegangen. Bis zum Fichtelsee hat es mir trotzdem sehr gut gefallen.“

Etwa 13km, 250 hm, ca. 3,5 Stunden

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

 

In the Fichtelgebirge I have already seen more beautiful“ I thought “ But we have shortened the trail quite a bit, so that a little change was lost. Up to the Fichtelsee I liked it nevertheless very much.“

About 13km, 250 hm, about 3,5 hours

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Ferien im Fichtelgebirge 3 Holiday in the Fichtel Mountains 3

10.7.2020

An unserem 3. Tag im Fichtelgebirge hatten wir uns die Besteigung eines weiteren „Gipfels“ vorgenommen. Es ging auf den Ochsenkopf (1.024 m). Wir starteten vom Wanderparkplatz am Gasthaus Karches, wo wir zunächst einen idyllischen kleinen See in der Morgensonne passierten.

10.7.2020

On our 3rd day in the Fichtelgebirge we had planned the ascent of another „summit“. We were going on the Ochsenkopf (1.024 m). We started from the hiking car park at the Gasthaus Karches, where we first passed an idyllic little lake lying  in the morning sun.

2 Fichtelgebirge (87)Nach einem kurzen etwas steileren Aufstieg erreichten wir den Weißmainfelsen. Noch fit stiegen wir gleich über die Leitern nach oben.

After a short, somewhat steeper ascent we reached the Weißmain rock. Still fit we climbed up the ladders to the top.

2 Fichtelgebirge (94)

Und dann ging es weiter zur Weißmainquelle. Obwohl ich viele Jahre in Frankfurt gewohnt habe, wußte ich tatsächlich nicht, wo der Main entspringt. Die Quelle des Weißen Mains sahen wir nun vor uns, die des Roten Mains liegt einige Kilometer südlich von Bayreuth. Die beiden Mainarme fließen bei Kulmbach zusammen. Der 527 km lange Fluss passiert u.a. Würzburg und Frankfurt und mündet in Mainz in den Rhein. Auch diese Quelle ist seit dem 18.Jahrhundert touristisch erschlossen. Goethe soll auch dort gewesen sein (noch ein Bezug zu unserer alten Heimat Frankfurt), der war aber schon längst weg, als wir kamen 😉. Außerdem ist die Quelle der Startpunkt des Mainwanderweges.

And then we went on to the Weißmainquelle. Although I lived in Frankfurt for many years, I actually didn’t know where the Main River originated. We saw the source of the White Main in front of us now, the source of the Red Main is a few kilometers south of Bayreuth. The two arms of the Main flow together near Kulmbach. The 527 km long river passes i.a. Würzburg and Frankfurt and flows into the Rhine at Mainz. Also the source has been touristically developed since the 18th century. Goethe is said to have been there as well (another reference to our old hometown Frankfurt), but had already left when we came 😉. The source is also the starting point of the Main hiking trail.

2 Fichtelgebirge (103)2 Fichtelgebirge (106)

Zum Ochsenkopfgipfel ging es nun eher gemächlich bergauf, allerdings auf gewohnt steinigem Pfad. Um so erstaunter waren wir als wir in der Nähe des Gipfels Mountainbiker sahen, die dabei waren, sich, bergab zu stürzen und sogar noch etwas Anlauf nehmen wollten.

To the summit of the Ochsenkopf we went now rather leisurely uphill, but on the usual stony path. We were all the more surprised when we saw mountain bikers near the summit, who were about to speed downhill and even wanted to take a run-up.

2 Fichtelgebirge (107)

Auf dem Ochsenkopf bewunderten wir kurz den 1957/1958 erbauten, 191 Meter hohen Fernsehsendeturm. Mit Hilfe dieser Antenne konnte in der Zeit des Kalten Krieges auch in Teilen der DDR Westfernsehen empfangen werden. Vor der Besteigung des historischen Asenturms wollten wir uns im Selbstbedienungsrestaurant stärken. Lange hielten wir es aber nicht aus, weil es ziemlich windig war und sich zudem freche Wespen auf unseren Kuchen und vor allem das alkohofreie Weißbier stürzten. Das Besteigen des Turms war nur mit Maske möglich, hinter der ich heftig nach Luft schnappen musste. Der fabelhafte Ausblick  entschädigte mich aber reichlich für die Mühe.

On top of the Ochsenkopf we briefly admired the 191-metre high television broadcasting tower built in 1957/1958. With the help of this antenna, West German television could also be received in parts of the GDR during the Cold War. Before we climbed the historic Asenturm, we wanted to eat in the self-service restaurant. But we couldn’t stand it for long, because it was quite windy and cheeky wasps were attacking our cake and especially the non-alcoholic wheat beer. Climbing the tower was only possible with a mask, behind which I had to gasp for air. But the great view compensated me  for the effort.

2 Fichtelgebirge (116)2 Fichtelgebirge (111)2 Fichtelgebirge (117)

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Auf den Ochsenkopfgipfel führen zwei Seilbahnen. Daher war es bald ziemlich belebt. Wir wählten den im Wanderführer „als anfangs steil“ beschriebenen Weg. Tatsächlich musste man zu Beginn mit Händen und Füssen zwischen den Felsen hinabklettern. Fand ich aber nicht so schlimm. Sehr viel beschwerlicher war das anschließende lange, zum Teil steile Bergabgehen. Nach einer Weile schmerzte mein Knie und ich zog vorsichtshalber meine orthopädischen Knieschützer an. Ich ärgerte mich, dass wir nicht die Talfahrt mit dem Sessellift genommen hatten. Aber das wäre gegen meinen Wanderstolz gegangen. Beim nächsten Mal würde ich es anders halten und lieber noch ein Stück länger laufen.

Two cable cars lead to the summit of Ochsenkopf. So it was soon quite busy. We chose the path described in the hiking guide „as steep at the beginning“. In fact, at the beginning we had to climb down between the rocks with hands and feet. But I didn’t think it was that bad. Much more arduous was the following, long and partly steep downhill walk. After a while my knee hurt and I put on my orthopaedic knee pads as a precaution. I was annoyed that we had not taken the chairlift downhill. But that would have gone against my walking pride. Next time I am going to do it differently and I would rather walk a bit longer.

2 Fichtelgebirge (123)

Unten in  Bischofsgrün legten wir unsere Mittagspause ein. Auf einer schönen Gasthausterrasse ließen wir es uns gutgehen. Der Wind wehte nun sehr stark, war aber nicht kalt. Wir fragten uns, ob es uns das Essen vom Teller wehen würde, was aber glücklicherweise nicht geschah.

Dann ging es noch einmal bergauf und über Stock und Stein,  was wir aber kaum mitbekamen, weil wir dem idyllischen Mainlehrpfad folgten.

Down in Bischofsgrün we had our lunch break. On a beautiful terrace of an inn we pampered ourselves. The wind blew very strong, but was not cold. We wondered if it would blow the food off our plates, which fortunately did not happen.

Then we went uphill and over hill and dale, which we hardly noticed, because we followed the idyllic Main nature trail.

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Zum Schluss durften wir noch einmal einen Forstweg in der prallen Sonne begehen. Wo war bloss dieser schöne Wind geblieben ? Nun wehte nicht einmal ein kleines Lüftchen. Am Rand des schnurgeraden Wegs wuchsen wenigstens zahlreiche Blumen, u.a. wie überall im Fichtelgebirge, der hochgiftige Fingerhut.

At the end we had to walk on a forest path in the blazing sun once again. Where had the nice wind gone?  Now not even a little breeze blew. At the edge of the dead straight way at least numerous flowers grew, among others like everywhere in the Fichtelgebirge, the highly poisonous foxglove.

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Von den Strapazen erholten wir uns schließlich auf der Terasse des Gasthauses Karches mit leckerem Eis und Blick auf den See.

Finally, we recovered on the terrace of the Karches Inn with having delicious ice cream and a view of the lake.

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320 hm, 10 km, Wanderzeit laut Führer 3,15 Stunden (!)

„Schon wieder ein toller und abwechselungsreicher Wandertag,“ dachte ich „und überhaupt nicht öde !“

Wart ihr schon einmal von einem Urlaubsziel positiv überrascht und wo war das ? Auf euer Feedback freue ich mich immer sehr.

320 hm, 10 km, hiking time according to guide 3, 15 hours (!)

„Another great and varied day of hiking,“ I thought, „and not dull at all!“

Have you ever been positively surprised by a holiday destination and where was that ?

Always very much looking forward to your feedback.

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Ferien im Fichtelgebirge 2 Holiday in the Fichtel Mountains 2

9.7.2020

Morgens sah das Wetter ziemlich trübe aus, aber es hatte immerhin aufgehört zu regnen. Einen Moment überlegten wir, ob wir Bayreuth besuchen sollten. Aber schließlich waren wir zum Wandern da und wollten nicht schon wieder besichtigen, wie am Vortag. Außerem verhieß uns die Wetter-App eine Wetterbesserung, zumindest sollte es trocken bleiben.  Also fuhren wir zur Freilichtbühne Luisenburg, dem Ausgangspunkt unserer Tour.

In der Freilichtbühne Luisenburg finden jeden Sommer die Luisenburg Festspiele vor der Kulisse des Felsenlabyrinths statt (natürlich nicht in diesem Jahr !) . Es handelt sich um eines der ältesten deutschen Freilufttheater.
Quelle Wikipedia

Zu Beginn der Wanderung liefen wir, wie im Wanderführer empfohlen, durch das Felsenlabyrinth, ein Meer aus Granitblöcken, das seit dem 18. Jahrhundert touristisch erschlossen ist, u. a. wurde es von Goethe besucht. Mehrere Besucher haben sich durch Inschriften auf den riesigen Felsblöcken verewigt.

Der Eintritt betrug 9 € (ermäßigt 8 €), was ich recht teuer fand. Da wußte ich aber noch nicht, dass für das Geld Viel geboten wurde. Der Pfad führte zunächst an malerischen moosbedeckten Felsen vorbei, aber dann begann eine arge, zum Teil steile Kletterei und Krabbelei, die ich recht anstrengend fand. Der Malerweg in der Sächsischen Schweiz, auf dem wir im letzten Herbst gewandert waren, wies einige sehr enge Stellen zwischen den Felsen auf. Das Felsenlabyrinth toppte diese Erfahrung noch. Auch ohne den Tagesrucksack konnten wir uns zum Teil nur mühsam hindurch lavieren. Ein Felsen hing so tief, dass ich auf den Knien weiter kroch. Nicht lustig fand ich, dass sich an dieser Stelle eine Pfütze befand ! Außerdem  musste man sehr aufpassen,damit man auf dem noch nicht getrockneten Weg nicht ausrutschte. Kurzum, ich war heilfroh, als wir am Ende des Labyrinths angelangt waren und erleichtert, dass unser Wanderweg dort weiter führte und wir nicht zurück klettern mussten.

9.7.2020

In the morning the weather looked quite dull, but at least it had stopped raining. For a moment we considered whether we should visit Bayreuth. But finally we were there for hiking and didn’t want to visit it again like the day before. Besides, the weather app promised us a weather improvement, at least it should stay dry.  So we drove to the open air theater Luisenburg, the starting point of our tour.

Every summer, the Luisenburg open-air theatre hosts the Luisenburg Festival against the backdrop of the rock labyrinth (not this year, of course!). It is one of the oldest German open-air theatres.
Source Wikipedia

At the beginning of the hike we walked, as recommended in the hiking guide, through the rock labyrinth, a sea of rocks consisting of granite blocks, which has been developed for tourism since the 18th century, among others it was visited by Goethe. Several visitors have immortalized themselves through inscriptions on the huge boulders.

The entrance fee was 9 € (reduced 8 €), which I found quite expensive. But then I did not know yet that there was a lot offered for the money. First the path led past picturesque mossy rocks, but then a lot of climbing and crawling began, which I found quite exhausting. The Malerweg in Saxon Switzerland, on which we hiked last fall, had some very narrow places between the rocks. But the rock labyrinth topped this experience. Even without the daypack, we could hardly navigate through the labyrinth. One rock hung so low that I crawled on my knees. I did not find it funny that there was a puddle on this spot ! Besides, one had to be very careful not to slip on the not yet dried path. In short, I was very happy when we reached the end of the labyrinth and I was relieved that our hiking trail continued there and that we didn’t have to climb back.

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Der Weg führte nun an mehreren mit Leitern versehenen Felsformationen vorbei. Auf den Kaiserfelsen und der Burgsteinfelsen stiegen wir hinauf. Letzterer bot eine atemberaubende Rundumsicht. Danach sparten wir uns den Umweg zum Habersteinfelsen.

The path now led past several rock formations equipped with ladders. We climbed up the Kaiserfelsen and the Burgsteinfelsen. The latter offered a breathtaking panoramic view. Therfore,  we saved the detour to the Habersteinfelsen.

 

Zum Vergrößern bitte anklicken. Please klick to enlarge.

Weiter ging es zur 945 m hohen Kösseine. Der Weg führte nun durch einen Märchenwald moosbedeckter Granitfelsen. Allerdings machten wir hier auch erstmals Bekanntschaft mit dem typischen Fichtelgebirgswanderweg. Dieser besteht aus großen Felsblöcken, die im Idealfall nicht so sehr hoch sind, und vielen Wurzeln der namensgebenden Fichten. Bergauf ist es kein Problem, dass man sich dort seinen Pfad suchen muss, bergab fand ich es schon schwieriger.

We went on to the 945 m high Kösseine. The path now led through a fairytale forest of moss-covered granite rocks. However, here we made acquaintance with the typical Fichtelgebirge hiking trail for the first time. It consists of large boulders, which are ideally not very high, and many roots of the spruces that give the name to the Fichtelgebirge. Uphill it is no problem that you have to find your path there, downhill I found it
already more difficult. 

DSC06306Zur Kösseine waren nur 4 km ausgeschildert, aber nach dem anstrengenden Labyrinth kam uns die Strecke unverhältnismäßig lang vor. Als es am Ende noch steil bergauf ging, freuten wir uns über die sorgfältige Ausschilderung,  die das Näherkommen des Gipfels im Hundertmeterabständen angab.

Auf der Terrasse des Gipfellokals verbrachten wir eine ausgiebige Mittagspause.  Nun schien die Sonne. Wie gut, dass wir doch zum Wandern aufgebrochen waren !

Only 4 km were signposted to Kösseine, but after the exhausting labyrinth the route seemed disproportionately long to us. At the end, when it was also going steeply uphill, we were happy about the careful signposting, which indicated the approaching of the summit at distances of hundreds of meters.

On the terrace of the summit restaurant we spent an extensive lunch break. Now the sun was shining. How good that we had gone hiking !

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Der Rückweg führte uns an einer weiteren Felsformation, dem Püttnerfelsen, vorbei.

The way back led us past another rock formation, the Püttner Rock.

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Dann kamen wir in den Ort Kleinwendern, in dem uns der Wanderführer „mehrere Gasthäuser“ versprochen hatte. Darauf freuten wir uns, weil wir inzwischen reif für einen Nachmittagskaffee waren. Tatsächlich fanden wir nur ein Landhotel, das coronabedingt nur für Hotelgäste geöffnet war. Etwas frustriert stiegen wir die Fahrstraße am sonnigen Hang hinauf. Als wir endlich im Wald angekommen waren, verließ uns die bis dahin ausgezeichnete Markierung. Wir wussten nicht, welche Abzweigung wir nehmen sollten. Nach einer Trinkpause einem Blick in die Wanderkarten und zu Google Maps landeten wir auf einem schattenlosen Forstweg, auf dem wir die letzten 3 km entlang schlappten.

An der Freilichtbühne hatten wir schon morgens ein Gasthaus gesehen. Zum Abschluss des Wandertages ließen wir es uns dort bei Kaffee und Kuchen gut gehen.  „Sehr schöne Waldlandschaft“ , dachte ich “ und langweilig war es mir heute überhaupt nicht!“

Then we came to the village Kleinwendern, where the hiking guide had promised us „several inns“. We were looking forward to this, because we were ready for an afternoon coffee. Actually, we only found a country hotel that was open for hotel guests only due to  corona. A little frustrated we climbed up the road on the sunny slope. When we finally arrived in the forest, the until then excellent marking left us. We did not know which turnoff we should take. After a drinks break and a look at the hiking maps and Google Maps we landed on a shadeless forest road, on which we walked the last 3 km.

Near the open air theater we had already seen an inn in the morning. At the end of the hiking day we enjoyed coffee and cake there. „Very beautiful forest landscape,“ I thought, „and I wasn’t bored at all today!“

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12,6 km, 300 Hm, 4 Stunden (laut Wanderführer, wir haben viel länger gebraucht !)
12,6 km, 300 Hm, 4 hours (according to the hiking guide, we had taken much longer !)

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Auf euer Feedback freue ich mich immer sehr.
Always looking forward to your feedback.

 

Ferien im Fichtelgebirge Holiday in the Fichtel Mountains

Einführung

In den letzten Jahren folgte ich meiner Reiseleidenschaft und reiste so oft wie möglich durch die große weite Welt. Deutsche Ziele hatte ich hintenangestellt. Nahe Orte konnte man immer noch später „im Alter“ besuchen, wenn alles andere zu beschwerlich wurde. Allerdings verschob sich dieser Zeitpunkt immer weiter nach hinten, je älter ich wurde.

Während meiner ausgiebigen Ostasienreise im letzten Jahr begann schon ein Umdenken. Damals beschloss ich, mehr in Europa zu reisen und evtl. sogar in meinem Heimatland.  Zwischen Juli und Oktober 2019 pilgerte ich dann auf dem Jakobsweg München-Lindau  und im September wanderten wir auf dem Malerweg im Elbsandsteingebirge. Sehr angenehm überraschte mich vor allem die wilde schöne Felslandschaft in der Sächsischen Schweiz. Das hatte ich in Deutschland so nicht erwartet.

Dann kam für mich alles anders als gedacht und durch Corona änderte sich die Situation noch zusätzlich. Deutschlandreisen waren mit einem Mal äußerst attraktiv. Also beschlossen wir, „es“ im Juli zu tun. In einem Hotel wollten wir aber nicht übernachten. In einer Ferienwohnung schien uns das Ansteckungsrisiko kleiner. Zunächst suchte ich eine Bleibe in den deutschen Alpen. Auf diese Idee waren offensichtlich schon viele andere gekommen. In den oberbayerischen Bergen war schon vor Monaten keine vernünftige Unterkunft mehr zu bekommen.

Als eine Urlaubsregion, von der ich schon viel Gutes gehört hatte, kam das Fichtelgebirge in Frage. Aber ich fragte mich schon, ob es dort nicht etwas langweilig war. Der höchste Berg, der Schneeberg, wies gerade einmal 1050 Hm auf. Wenn ich von meinem Wohnort in München zu einem Tagesausflug aufbreche, kann ich tolle Panoramen mit „richtigen“ Bergen bestaunen !

Auch in den Urlaubsorten im Fichtelgebirge waren sämtliche in Frage kommenden Wohnungen belegt. Wir buchten schließlich eine sehr schöne Wohnung im oberfränkischen Himmelkron im Landkreis Kulmbach (aktuelle Coronafälle: 0 !). Himmelkron erwies sich als idealer Ausgangspunkt für unsere Ausflüge. Sowohl das Fichtelgebirge als auch der Frankenwald, Kulmbach sowie Bayreuth waren schnell zu erreichen.

8.7.2020

Nach einer kurzen Anfahrt von 2,5 Stunden trafen wir in Himmelkron ein . Sogleich fing es an zu regnen. Das fing gut an ! Mir fiel ein dummer Spruch von früher ein „Warum an den Gardasee fahren, wenn man im Schnürlregen (d.h. langanhaltender Nieselregen) im Bayerischen Wald (o.Ä) Urlaub machen kann ?“

Nachdem ich die Wohnung großflächig mit Desinfektionsmittel besprüht hatte, liefen wir mit dem Regenschirm in das Ortszentrum von Himmelkron, wo es einige historische Gebäude zu sehen gab, u.a. die Stiftskirche aus dem 13. Jahrhundert (barockisiert im 17.Jh)  mit zum Teil erhaltenen Kreuzgang und Ritterkapelle/Krypta. Über eine schöne alte Brücke am Weißen Main, der uns noch des öfteren begegnen sollte, erreichten wir die  Baille-Maille-Lindenallee.

Die erste Lindenallee wurde im 17. Jahrhundert angelegt. Dort wurde Paille-Maille, ein Vorläufer des Croquet, gespielt. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Bäume von preußischen Soldaten abgeholzt. Im Jahr 1986 wurden mit Hilfe von Spenden aus der Bevölkerung wieder 160 Bäume angepflanzt.
Quelle Wikipedia

Unter dem Blätterdach läßt es sich trefflich flanieren. Man kann Schutz vor Sonne oder Regen suchen. Auch Skulpturen moderner Kunst sind dort ausgestellt. Wir liefen bis zu einer weiteren Mainbrücke und kehrten dann leicht durchnässt zurück in unsere Wohnung.

Dort planten wir unsere Wanderung am nächsten Tag. Wir wollen vom Felsenlabyrinth Luisenburg über die Kösseine und zurück laufen. Hoffentlich wurde das Wetter besser …

Introduction

In the last years I followed my passion for travelling and travelled as often as possible through the big wide world. German destinations I had put behind. Nearby places could still be visited later „in old age“, when everything else became too difficult. However, the older I got, the later this point in time became.

During my extensive trip to East Asia last year a rethinking began. At that time I decided to travel more in Europe and maybe even in my home country.  Between July and October 2019 I then made a pilgrimage on the St. James‘ Way from Munich to Lindau and in September we hiked on the Malerweg in the Elbe Sandstone Mountains. I was very pleasantly surprised by the wild and beautiful rocky landscape in Saxon Switzerland. I had not expected this in Germany.

Then everything came for me differently than expected and with Corona the situation changed even more. All of a sudden, travelling in Germany became very attractive. So we decided to do „it“ in July. But we did not want to stay in a hotel. In a holiday flat the risk of infection seemed to be smaller. First I was looking for a place to stay in the German Alps. Obviously many others had already had this idea. In the Upper Bavarian mountains there was already months ago no more reasonable accommodation to get.

As a vacation region, from which I had already heard a lot of good things, the Fichtelgebirge came into question. But I already asked myself whether it was not a little boring there. The highest mountain, the Schneeberg, was only 1050 m high. When I leave my home town in Munich for a day trip, I can admire great panoramas with „real“ mountains !

Also in the holiday resorts in the Fichtelgebirge all apartments in question were occupied. We finally booked a very nice apartment in the Upper Franconian town Himmelkron in the Kulmbach district (current Corona Falls: 0 !). Himmelkron proved to be the ideal starting point for our excursions. The Fichtelgebirge as well as the Frankenwald, Kulmbach and Bayreuth were within easy reach.

8.7.2020

After a short drive of 2.5 hours we arrived in Himmelkron. Immediately it began to rain. That started well ! I remembered a stupid saying from the past: „Why go to Lake Garda, when you can spend your holiday in the Bavarian Forest (or similar) in the Schnürlregen (i.e. long lasting drizzle) ?

After spraying the apartment with disinfectant, we walked with the umbrella to the center of Himmelkron, where there were some historical buildings to see, among others the collegiate church from the 13th century (baroque in the 17th century) with partly preserved cloister and knight’s chapel/krypt. Over a beautiful old bridge at the White Main, which we should still meet several times, we reached the Baille-Maille-Lindenallee.

The first linden tree avenue was created in the 17th century. Paille-Maille, a forerunner of Croquet, was played there. At the end of the 18th century the trees were cut down by Prussian soldiers. In 1986, with the help of donations from the population, 160 trees were planted again.
Source Wikipedia

Under the leaf canopy one can stroll splendidly. It is perfect to seek shelter from sun or rain. Sculptures of modern art are also exhibited there. We walked up to another bridge over the Main river and returned to our apartment slightly soaked.

There we planned our hike for the next day. We wanted to walk from the rock labyrinth Luisenburg over the Kösseine and back. Hopefully the weather became better …

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Plant ihr Urlaub in Deutschland ? Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

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