Wieder in Genf/ Back in Geneva

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Um den Jakobsweg in Frankreich fortzusetzen, reiste ich zunächst nach Genf. Nach knapp sieben Stunden im klimatisierten Zug warf mich die Hitze fast um. Trotzdem ließ ich es mir nicht nehmen, vom Bahnhof kurz ans Ufer des Genfer Sees zu spazieren, bevor ich zum Hotel in Carouge weiter fuhr. Ich wollte nachschauen, ob der Jet d’Eau sprudelte und noch einmal den Ausblick auf den Montblanc genießen. Die berühmte Fontäne schoss prächtig in die Höhe, aber der Berg war kaum erkennbar, sah fast aus wie eine weiße Wolkenbank.

Mehr zu Genf findet ihr in meinem Bericht zum Besuch im April.

Am nächsten Tag startete ich mein neues Pilgerabenteuer auf dem französischen Jakobsweg (Bericht folgt).

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Wieder in Genf erschien zuerst auf Wanderlustig.

Auf den französischen Jakobsweg!

… werde ich mich jetzt doch begeben.

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Vor ein paar Tagen war ich mir nicht sicher, ob ich in diesem Sommer ab der französischen Grenze weiter pilgern werde (Vor dem französischen Jakobsweg). Nachdem ich wider Erwarten noch einige Übernachtungen buchen konnte, bin ich nun eine Woche lang abgesichert. Außerdem sind die Coronazahlen in Frankreich leicht zurückgegangen (steigen aber aktuell wieder …). Schließlich habe ich mich gerade zum 4. Mal impfen lassen und werde mich überwiegend im Freien aufhalten. Sicher werde ich mich in den Innenräumen oft mit einer Maske schützen, auch dort wo es nicht vorgeschrieben ist. Kurzum: ich möchte es versuchen.

Zunächst fahre ich mit dem Zug nach Genf und dann am nächsten Morgen mit Öffentlichen Verkehrsmitteln nach Compesières. Von dort ist es nur eine kurze Strecke bis zur Grenze. Auf der französischen Seite beginnt die Via Gebennensis, die über 345 Km nach Le Puy führt. Ich möchte soweit wie möglich gehen, bin mir aber alles andere als sicher, dass ich das schaffe. Schön wäre es schon, weil die Hin- und Rückreise zum Pilgern natürlich immer länger wird. Als ich 2019 mit dem Münchner Jakobsweg begann, fuhr ich in einer halben Stunde zum Start des Weges in die Münchner Innenstadt. Nach Genf brauche ich jetzt schon sieben Stunden mit dem Zug.

Also, bald geht es los! Der Rucksack ist gepackt. Unter Aufbietung aller minimalistischen Winkelzüge habe ich auf knapp 9 Kilo, inklusive Snacks und Getränke (2 l), reduziert. Weniger geht wirklich nicht mehr, es sei denn, ich wechsele die Klamotten gar nicht mehr und verzichte auf Regenschutz, Stöcke, Knieschoner, Medikamente etc. All das ist nicht wirklich anzuraten.

Um mein Knie zu schonen, habe ich auch Ultra Light Rucksäcke ausprobiert, weil mein Deuter immerhin 1,8 Kilo Leergewicht aufweist. Allerdings bin ich mit den Tragesystemen und vor allem den schmalen Hüftgurten nicht zurechtgekommen, welche das Gewicht nicht optimal verteilen. Auf ein Schulter-/Rückenproblem beim Tragen des Rucksacks lege ich keinen Wert.

Bin schon ein bisschen aufgeregt und hoffe, dass das Meiste klappt. Wie immer werde ich die ausführlichen Berichte über mein Caminoabenteuer später verfassen, aber von unterwegs kleine Stimmungsbilder senden.

Über euer Feedback freue ich immer sehr.

Auf den französischen Jakobsweg! erschien zuerst auf Wanderlustig.

Bald geht es wieder los !/ Soon I will be on my Way again!

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Im letzten Sommer und Herbst pilgerte ich etwa 280 km mit dem Rucksack auf dem Schweizer Jakobsweg, der Via Jacobi, von Konstanz/Kreuzlingen bis nach Fribourg. Unterwegs erlebte ich traumhafte Landschaften, aber das Pilgern war auch recht anstrengend. Obwohl ich mein linkes Knie soweit wie möglich schonte, z.B. bei langen Abstiegen den Bus nahm, kam ich im Herbst humpelnd in Fribourg an.

Zu Hause war ich bald wieder beschwerdefrei. Mein Orthopäde meinte aber, dass beide Menikusseiten angerissen sind und ich bei Fernwanderungen wieder mit Schmerzen rechnen muss.

So schnell gebe ich aber nicht auf! In der nächsten Woche möchte ich den Camino fortsetzen. Der Jakobsweg von Fribourg nach Genf und dann zur Schweizer Grenze, ist zwar immer noch rund 150 km lang, das Pilgern ist aber nicht mehr mit großen Steigungen verbunden. Gleich zum Beginn werde ich eine flachere Variante wählen. Der Weg führt danach lange fast eben am Ufer des Genfer Sees entlang.

Nun probiere ich es einfach. Und wenn es nicht geht, nehme ich den Zug nach Hause. Operieren lassen kann ich mich später immer noch.

Ich traue mich kaum, mich auf die Pilgerwanderung zu freuen. In der jetzigen Situation kann doch so Vieles dazwischen kommen. Die Coronainzidenz in der Schweiz sinkt stetig, ist viel niedriger als zu Hause. Allerdings sind auch die Coronamaßnahmen aufgehoben, was ich ein bisschen gruselig finde. Maske werde ich sicher oft freiwillig tragen.

Das Wetter soll mich jedenfalls nicht schrecken. Die Schweiz ist so gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen, dass ich einzelne Strecken zur Not auch fahren kann. Und meine Ruhetage in Lausanne und Genf werde ich auch bei schlechtem Wetter genießen.

Wenn ich in der nächsten Woche in Fribourg ankomme, möchte ich zunächst mit dem Bus ein Stück zurückfahren nach San Antoni, wo ich im Oktober aufgegeben habe, um dann die zehn Kilometer nach Fribourg nachzuholen. Der Weg führt über die historische Stadtbefestigung durch die Altstadt zur Kathedrale, wo ich mir nach dem letzten im vorigen Jahr nun noch einmal den ersten Pilgerstempel holen möchte.

In den nächsten Tagen werde ich beginnen, meinen Rucksack zu packen. Eigentlich kann ich ziemlich viel tragen, ohne dass es meinen Rücken überanstrengt. Aber wegen des Knies, das durch jedes zusätzliche Gramm stärker belastet wird, werde ich mir bei jedem Teil überlegen, ob ich es wirklich brauche und mein Gepäck mit Hilfe der Küchenwaage reduzieren.

Bin wirklich gespannt, ob alles klappt. Berichten werde ich auf jeden Fall.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.