Innsbruck: Traumwanderung über dem Inntal/ Dream Walk above the Inn Valley

Nach der anstrengenden Hüttenwanderung wollte ich mich und vor allem meine Knie ein bisschen schonen. Außerdem würde es wieder sehr heiß werden. Im Wanderführer fand ich eine leichte Strecke (“ ausgedehnter Spaziergang“ ), den Adolf-Pichler-Weg, der mit relativ geringen Höhendifferenzen von Absam im Inntal zur Bergstation der Hungerburgbahn führte.

Von meiner Ferienwohnung im schönen Stadtteil Wilten ging ich in die Innenstadt und stieg dort in den am Samstag fast leeren Bus, der mich in 25 Minuten nach Absam brachte. An der Wallfahrtskirche, die ich natürlich kurz anschauen musste, stieg ich aus und fand nach zweimaligem Fragen den Wanderweg, der am Waldrand oberhalb des Inntals und unterhalb der Nordkette verlief. Zunächst lief ich an großen Maisfeldern vorbei, aber dann führte der Weg durch den Wald.

Nun war die erste Steigung fällig, die zum aussichtsreichen Romedikirchl hinauf führte. Die Kapelle war leider geschlosssen, aber von der Terrasse des gegenüberliegenden Wirtshauses genoss ich neben einem kühlen Getränk den zauberhaften Ausblick auf das Inntal und die Tuxer bzw. Stubaier Alpen. Direkt danach kam ich zur Burgruine Thaur. Natürlich konnte ich es nicht lassen, bis ganz oben auf den Burghügel zu steigen, auch wenn ich für den steilen Abstieg einen Wanderstock brauchte. Der traumhafte Ausblick mit den Mauerresten im Vordergrund und den Bergen in der Ferne entschädigte mich reichlich für die geringe Mühe.

Dann ging es zunächst schattenlos weiter leicht bergauf und danach glücklicherweise in den Wald. Zwischendurch freute ich mich immer wieder über die Aussicht auf die steil über mir aufragenden Berge der Nordkette. Außerdem waren trotz des Wochenendes nicht viele Leute anzutreffen, auch auf Mountainbiker sah ich nur selten. So hatte ich es mir vorgestellt und war sehr zurieden, dass meine Rechnung aufgegangen war. Nach zwei Dritteln der abwechselungsreichen Strecke legte ich eine Pause im Gasthof Rechenhof ein, wo ich es mir bei vegetarischem Pfifferlingsgoulasch mit Knödeln und alkoholfreiem Weißbier gutgehen ließ. Auch dort gab es wieder eine Aussicht zu beiden Gebirgsseiten, einfach wunderschön.

Die letzte Stunde bis zur Hungerburgbahn fand ich anstrengender. Zunächst musste ich in der prallen Sonne eine sich ziehende Steigung bewältigen und dann führte der Weg durch den Wald ziemlich lange bergab. Die Nähe zu Innsbruck machte sich außerdem durch zunehmenden Ausflugsverkehr bemerkbar. Auf dem letzten der angegebenen 11 km schwächelte ich etwas, legte mehrere Trinkpausen ein, erreichte aber schließlich die Hungerburgbahn.
11 km, 350 m Aufstieg, 120 m Abstieg, 11 km 4 Stunden

Die Bahn nach unten war um 15:30 Uhr noch nicht sehr voll, aber es war, zumindest mit Maske, unerträglch heiß im Inneren. Gut, dass die Fahrt nur sieben Minuten dauerte! Nicht verstanden habe ich bis heute, warum es in der Talstation eine Rolltreppe nach unten gibt, man aber wenn man müde und verschwitzt zurückkehrt mit Mund-Nasenschutz eine steile Treppe hinaufschnaufen muss. In einen vollbesetzten Aufzug mochte ich mich auch nicht begeben.

In der Stadt fand ich keinen Platz in einem schönen schattigen Café. Schließlich landete ich bei einem Selbstbedienungsladen mit Joghurteis, das ich eigentlich nicht sehr mag, aber es war erfrischend kalt und auf der Terrasse wehte eine angenehm kühle Brise.

Den restlichen Tag erholte ich mich im Appartment und ging immer wieder auf den Balkon, um das Bergpanorama zu bewundern. Einen schönen Sonnenuntergang erlebte ich nicht, was kein Wunder war, bei einer Sicht nach Norden. Mit der sehr abwechselungsreichen Wanderung auf dem Adolf-Pichler-Weg war ich sehr zufrieden. Die Tour führte bergauf und bergab, bot wunderbare Ausblicke und verlief zum großen Teil im schattigen Wald, was ideal an einen heißen Sommertag war. Und mich hatte diese Wanderung ausreichend gefordert …

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

After the strenuous hike to the alpine inns I wanted to take care of myself and especially my knees a little bit. Besides, it would be very hot again. In the hiking guide I found an easy route (“ extended walk“ ), the Adolf-Pichler-Weg, which led from Absam in the Inn Valley to the top station of the Hungerburgbahn with relatively small differences in altitude.

From my vacation apartment in the beautiful district of Wilten I walked to the city center and got on the bus, which was almost empty on Saturday, and took me to Absam in 25 minutes. I got off at the pilgrimage church, which I of course had to look at briefly, and after asking twice I found the hiking trail that ran along the edge of the forest above above the Inn valley and below the Nordkette.

At first I walked past large corn fields, but then the path led through the forest. Now the first ascent was due, which led up to the Romedikirchl with its beautiful views. Unfortunately, the chapel was closed, but from the terrace of the inn opposite I enjoyed a cool drink and the enchanting view of the Inn valley and the Tux and Stubai Alps. Directly after that I came to the castle ruin Thaur. Of course I couldn’t resist climbing to the top of the castle hill, even though I needed a walking stick for the steep descent. The fantastic view with the remains of the wall in the foreground and the mountains in the distance compensated me abundantly for the little effort.

Then I continued without shade uphill and then fortunately into the forest. In between, I marveled at the view of the mountains of the Nordkette, which towered steeply above me. In addition, despite the weekend, there were not many people, and I rarely saw mountain bikers. That’s how I had planned it and I was very happy that it had worked out.

After two thirds of the varied route, I took a break at Gasthof Rechenhof, where I enjoyed a vegetarian chanterelle goulash with dumplings and non-alcoholic wheat beer. Again, there was a view to both sides of the mountains, simply beautiful.

The last hour to the HungerburgbahnI i found more exhausting. First; I had to climb a longer slope in the blazing sun and then the path led downhill through the forest for quite a long time. The proximity to Innsbruck was noticeable by an increasing excursion traffic. On the last of the indicated 11 km I weakened a bit, took several drinking breaks, but finally reached the Hungerburgbahn.
11 km, 350 m ascent, 120 m descent, 11 km 4 hours

The train was not very full at 3:30 pm, but it was, at least with a mask, unbearably hot inside. Luckily, the ride took only seven minutes. To this day I have not understood why there is an escalator down in the valley station of the Hungerburgbahn, but when you return tired and sweaty with mouth and nose protection you have to puff up a steep staircase. I also did not want to take the fully occupied elevator.

In the city I did not find a seat in a nice shady café. Finally, I ended up at a self-service store with yoghurt ice cream, which I actually don’t like very much, but it was refreshingly cold and on the terrace there was a pleasantly cool breeze.

The rest of the day I spent relaxing in the apartment and kept going out to the balcony to admire the mountain panorama. I didn’t experience a beautiful sunset, which was no wonder when looking north.

With the very varied hike on the Adolf-Pichler- Weg I was very satisfied The tour went uphill and downhill, offered wonderful views and ran for the most part in the shady forest, which was ideal on a hot summer day. And this hike had challenged me enough …
11 km, 350 m ascent, 120 m descent, 11 km 4 hours
hallenged me enough …

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Innsbruck: Zauberhafter Zirbenweg/Enchanting Zirbenweg

English text see below.

Drei schöne Tage hatte ich mit Sightseeing in Innsbruck verbracht. Nun wurde es Zeit für meine erste Wanderung. Zum Einstieg hatte ich mir den Zirbenweg ausgesucht.

Dieser leicht bis mittelschwierige Panoramaweg oberhalb von Innsbruck und Hall in Tirol ist ein Klassiker unter den Tiroler Genusswanderwegen. Er bietet herrliche Tiefblicke ins Inntal und Ausblicke auf rund 400 Alpengipfel, vor allem auf das Karwendel, das direkt gegenüber liegt. Das besondere dieser Wanderroute ist ihr Namensgeber, die Zirbe: der Panoramaweg führt durch einen der größten und ältesten Zirbenbestände Europas. Die stärksten Zirben sind hier 250 Jahre alt, die älteste Zirbe sogar mehr als 700 Jahre. Der Baumbestand an der Waldgrenze ist licht.
Quelle: http://www.tirol.at/reisefuehrer/sport/wandern/wandertouren
Der Zirbenweg ist 7,5 Km lang und führt auf einer durchschnitllichen Höhe von 2000 m immer am Kamm entlang. Man fährt mit der Seilbahn von Igls zur Bergstation am Patscherkofl und läuft dann bis zur Tulfeinalm. Dann nimmt man die Glungezerbahn hinunter nach Tulfes und fährt mit dem Bus zurück zur Talstation in Igls. Es wird ein Kombiticket für die Bahn- und die Busfahrt angeboten (21,50 €, ermäßigt 18,50 €). Soweit die Theorie …

Von der Innsbrucker Innenstadt nahm ich den Bus und kam nach ungefähr 30 Minuten an der Talstation in Igls an. An der Kasse wurde mir eröffnet, dass die oberste Sektion der Glungezerbahn neu gebaut wurde. Das bedeutete, dass man von der Tulfeinalm noch 500 Höhenmeter absteigen musste, um von der Mittelstation nach Tulfes hinunterzu fahren. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, gehe ich nicht gerne bergab, habe mich dabei auch schon verletzt. Nun war ich aber schon in Igls und die Dame an der Kasse versicherte mir, dass der Abstieg über Forstwege führte und nicht steil sei. Also würde ich über den Zirbenweg wandern.

Der Zirbenweg begann kurz hinter der Patscherkoflbergstation mit einem schönen Holztor. Von Anfang an gab es wunderschöne Ausblicke auf die Nordkette, das Inntal und Innsbruck. Wie gut, dass ich mit der Wanderung gewartet hatte, bis das Wetter besser wurde! Zunächst war es sehr voll. Den schönen und relativ leichten Weg hatten sich viele Wanderer mit ihren Familien ausgesucht. Hinter dem Gasthaus Boscheneben, nach ca. 30 Minuten, zweigte der Weg links ab und führte ein Stück durch den Wald. Plötzlich war ich dort alleine unterwegs und wollte gerade umkehren, als mir Wanderer entgegenkamen, die mir versicherten, dass ich noch auf dem Zirbenweg ging. Offensichtlich hatten viele Leute nur den Weg bis zum Gasthaus genommen und würden nach einer gemütlichen Rast mit der Patscherkoflbahn zurück fahren.

Der Rest des Weges war sehr angenehm zu gehen. Er führte zum Teil leicht bergab und dann wieder etwas bergauf. Man musste nur auf einige Felsen achtgeben. Und immer wieder konnte ich nur über die zauberhafte Landschaft staunen. Die Zirben verströmten noch dazu einen leicht würzigen Duft. Die Wanderung war wirklich ein Genuss! An der Tulfeinalm kam ich nach 2:45 Stunden an. Dort ergatterte ich den letzten Sitzplatz im Freien und ließ mir bei Topfenkirschstrudel und Cappuccino gutgehen.

Alles schmeckte ausgezeichnet, aber richtig entspannen konnte ich mich nicht. Die Wanderung zur Mittelstation der Glugenzerbahn sollte eine Stunde dauern. Ich rechnete mit bis zu zwei Stunden, weil ich bergab sehr vorsichtig gehe. Um 14:45 Uhr startete ich und um 17 Uhr fuhr die letzte Bahn. Zu Beginn gab es noch einmal sehr schöne Ausblicke auf Hall in Tirol und die Umgebung. Dann ging es in Serpentinen über Forststraßen durchgehend steil bergab. Mein rechtes Knie begann zu „meckern“. Es war aber nirgends gefährlich oder rutschig. Einigen Wanderern war es zu langweilig, sie stiegen über steile Hänge direkt an der Lifttrasse hinunter. Im Zickzackmodus bewältigte ich den letzte Wiesenhang bis zur Seilbahn. Um 16 Uhr saß ich alleine (!) in einer Zweiergondel. Ich hatte tatsächlich nur eine gute Stunde gebraucht.
Ca. 11 km, bergauf 190 m, bergab 590 m, 3,75 Stunden

An der Talstation nahm ich den direkten Bus nach Innsbruck und fuhr nicht über Igls zurück. In meiner Ferienwohnung relaxte ich ausgiebig und freute mich über meine wunderbare Wanderung. Die Wetter App prognostizierte weiterhin schönes Sommerwetter, also würde ich am nächsten Tag wieder wandern. Nach dem leichten Einstieg würde ich mir nun eine Route mit mehr Höhenmetern aussuchen.

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken !

For three beautiful days I had done sightseeing in Innsbruck. Now it was time for my first hike. For the start I had chosen the Zirbenweg.

This easy to moderately difficult panoramic trail above Innsbruck and Hall in Tyrol is a classic among the Tyrolean pleasure trails. It offers magnificent views down into the Inn valley and views of around 400 Alpine peaks, especially of the Karwendel, which lies directly opposite. The special feature of this hiking route is its namesake, the Swiss stone pine: the panorama trail leads through one of the largest and oldest stands of Swiss stone pine in Europe. The strongest Swiss stone pines here are 250 years old, the oldest Swiss stone pine even more than 700 years. The tree population at the timberline is light.
Source: http://www.tirol.at/reisefuehrer/sport/wandern/wandert
ouren

The Zirbenweg is 7.5 km long and leads along the crest at an average altitude of 2000 m. You take the cable car from Igls to the top station at Patscherkofl and then walk to the Tulfeinalm. Then you take the Glungezerbahn down to Tulfes and the bus back to the valley station in Igls. A combined ticket for the train and bus ride is offered (21,50 €, reduced 18,50 €). The reality was different …

I took the bus from downtown Innsbruck and arrived at the valley station in Igls after some 30 minutes. At the ticket office I was informed that the second section of the Glungezerbahn was newly built. This meant that you had to descend 500 meters in altitude from the Tulfeinalm to go down from the middle station to Tulfes. As you may have noticed, I don’t like to go downhill, I have already injured myself. But now I was already in Igls and the lady at the ticket office assured me that the descent was on forest tracks and not steep. So I would hike on the Zirbenweg.

The Zirbenweg started shortly after the Patscherkoflbergstation with a beauitful wooden gate. From the beginning there were beautiful views of the Nordkette, the Inn valley and Innsbruck. How good that I had waited with the hike until the weather got better! First it was very crowded. Many hikers and their families had chosen the beautiful and relatively easy path. Behind the Boscheneben Inn, after about 30 minutes, the trail turned left and led a bit through the forest. Suddenly I was alone there and was about to turn back when hikers came towards me, who assured me that I was still walking on the Zirbenweg. Obviously many people had only taken the way to the inn and would return with the Patscherkoflbahn after a comfortable rest.

The rest of the way was very pleasant to walk. It led partly slightly downhill and then again moderately downhill. You only had to watch for some rocks. And again and again one could only marvel at the enchanting landscape. The Swiss stone pines also exuded a slightly spicy scent. The hike was really a pleasure.

I arrived at the Tulfeinalm after 2:45 hours and got the last seat outside. Everything tasted excellent, but I couldn’t really relax. The hike to the middle station of the Glugenzerbahn should take one hour. I reckoned with up to two hours, because I walk downhill very carefully. I started at 14:45 and at 17:00 the last cable car was going to leave. At the beginning there were once again very nice views of Hall in Tirol and the surrounding area. Then it went in serpentines over forest roads continuously steeply downhill. My right knee started to „grumble“. But the trail was not dangerous or slippery. Some hikers found it too boring, they climbed down steep slopes directly at the lift track. In zigzag mode I managed the last meadow slope up to the cable car. At 16:00 I was sitting alone (!) in a two-person gondola. I really only needed a good hour.
About 11 km, uphill 190 m, downhill 590 m, 3.75 hours

At the valley station I took the direct bus to Innsbruck and did not return via Igls. In my vacation apartment I relaxed extensively and was happy about my wonderful hike. The Weather App predicted further nice summer weather, so I would hike again the next day. After the easy start I would now choose a route with more altitude gain.

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