Top Highlight in Patagonia: Laguna de los Tres (El Chaltén)

An meinem zweiten Wandertag in El Chaltén im Januar 2017 im argentinischen Patagonien wollte ich bei besserem Wetter unterwegs sein. Bei meiner Tour zur Laguna Torre am Vortag hatte es geregnet und die Sicht war recht schlecht gewesen
https://wordpress.com/post/wanderlustig2019.wordpress.com/3935 .

Nun versprach mir die WetterApp einen sonnigen Tag. Diesen brauchte ich für die Königsetappe zur Laguna de los Tres, einer anstrengende Tagestour, bei der man mit einer unvergleichlich schönen Aussicht auf den Monte Fitzroy belohnt wird. Den Berg, der eine Hauptattraktion des Wandergebiets um El Chaltén darstellt,  hatte ich schon auf vielen Fotos bewundert und wollte ihn gerne in der Realität sehen.

Als ich morgens aufbrach war es leicht bewölkt, aber kaum hatte ich den Wanderweg erreicht, da zog es sich rasch zu und begann zu regnen. Während der ersten 1,5 Stunden konnte man den Berg überhaupt nicht sehen und meine Laune begann in den Keller zu sinken. Für den Aufstieg hatte ich die Variante über die Laguna Capri gewählt, in der sich der Fitzroy auf das Schönste spiegeln sollte. Aber natürlich war das nicht der Fall und der Ort lud auch nicht zum Verweilen ein, weil dort ein eisiger Wind pfiff.

On my second hiking day in El Chaltén in January 2017 in the Argentinean Patagonia I wanted to be on the road in better weather. During my tour to Laguna Torre the day before it had rained and the visibility had been quite bad
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Now the WetterApp promised me a sunny day. I needed that for the king’s stage to the Laguna de los Tres, a strenuous day tour where you are rewarded with an incomparably beautiful view of Monte Fitzroy. On many photos I had already admired the mountain that is a main attraction of the hiking area around El Chaltén and wanted to see it in reality.

When I set off in the morning it was slightly cloudy, but as soon as I reached the hiking trail, it quickly closed up and it started to rain. During the first 1,5 hours you couldn’t see the mountain at all and my mood started to sink into the cellar. For the ascent I had chosen the variant over the Laguna Capri, in which the Fitzroy should be reflected in the most beautiful way. But of course this was not the case and the place did not invite to stay either, because there was an icy wind whistling.

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Und dann geschah das Wunder: der Fitz Roy tauchte plötzlich aus den Wolken auf. Das sollte während des gesamten Tages so bleiben. Oft wehten zarte Wolkenschleier über die  Bergspitzen, was den Berg aber nur noch fotogener aussehen  ließ.

And then the miracle happened: the Fitz Roy suddenly emerged from the clouds. This was to last throughout the day. Often there were soft veils of cloud blowing over the mountain tops, but this only made the mountain look more photogenic.

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Die 10 km lange Strecke zur Laguna de los Tres führte lange angenehm bergauf. Das Wasser des  Rio Blanco konnte man sogar trinken, viele Wanderer füllte dort ihre Wasserflaschen vor dem kommenden Steilanstieg auf . Ein sportlicher Zeitgenosse ging das Ganze sogar im Jogging Tempo an.  Auf den letzten zwei Kilometern  ging es dann, wie schon  bei der Wanderung zur Base de las Torres im Torres  del Paine Nationalpark  https://wordpress.com/post/wanderlustig2019.wordpress.com/1071
ordentlich zur Sache. Es  waren ca. 450 hm zu bewältigen. Wie gut, dass es zwischendurch Durchhalteschilder mit der verbleibenden Entfernung gab.

The 10 km long stretch to the Laguna de los Tres led uphill for a long time in a pleasant way. One could even drink the water of the Rio Blanco, where many hikers filled up their water bottles before the coming steep ascent. A sporty contemporary even started the whole thing at jogging speed.  On the last two kilometres the action was really happening as already during the hike to the Base de las Torres in the Torres del Paine National Park
https://wordpress.com/post/wanderlustig2019.wordpress.com/1071

There were about 450 hm to master. How good that in between there were stamina signs showing the remaining distance.

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Wie froh war ich als die Bergspitzen endlich wieder in meinem Blickfeld auftauchten. Oben angekoummen war alle Mühe vergessen.  Der atemberaubende Blick auf den Berg, den Gletscher, über die Felsenlandschaft und das in verschiedenen Blautönen schimmernde Wasser der Lagune entschädigten mich überreichlich.  Ich machte es mir an einer windgeschützten Stelle mit meinem Lunchpaket bequem und staunte und fotografierte und fotografierte. Immer wenn eine Wolkenschleier über die Zinnen zog, sah es wieder anders und noch schöner aus. Zu Hause fiel es mir nicht leicht, unter den Fotos mit dem selben, fast identischen Motiv auszuwählen. In der Sonne ließ es sich gut aushalten, daher fiel es mir sehr schwer, mich von dem fantastischen Anblick loszureißen. Ich hätte noch stundenlang bleiben können. Mir stand aber ein mindestens dreistündiger Rückweg bevor, daher brach ich nach einer Stunde wieder auf.

How happy I was when the mountain tops finally reappeared in my field of vision. When I arrived at the top, all my efforts were forgotten.  The breataking view of the mountain, the glacier, the rocky landscape and the water of the lagoon shimmering in different shades of blue compensated me abundantly.  I made myself comfortable with my packed lunch in a wind-protected place and marvelled and took pictures and took pictures again. Whenever a veil of cloud moved over the peaks, it looked different and even more beautiful. At home it was not easy for me to choose among the photos with the same, almost identical motif. It was very pleasant in the sun, so it was very difficult for me to tear myself away from the fantastic view. I could have stayed for hours more. But I had at least three hours to go back, so I left after one hour.

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Nach dem ersten steilen Abstieg lief ich sehr angenehm zurück. Der Weg zog sich ein bisschen, wie immer wenn man schon etwas müde ist. Auch die Kilometerschilder denen ich nun entnahm, wie weit es noch war, nervten auf dem Rückweg eher. Allerdings gab es immer wieder eine perfekte Sicht auf den Fitzroy.

Beim Mirador Fitz Roy hatten sich mehrere Wanderer auf einem in der Sonne liegenden Baumstamm niedergelassen  Ich setzte mich dazu und genoss den wunderbaren Ausblick und die Wärme. Dabei unterhielt mich mit zwei Niederländern, die natürlich (!) sehr gut Deutsch sprachen. Sehr schnell kam das Gespräch auf Traumreiseziele. Sie schwärmten von ihrem Namibiatrip, auf dem mit einem Geländewagen gereist waren und in der Wüste übernachtet hatten. Damals dachte ich, dass dies eines meiner nächsten Reiseziele sein könnte, aber es kam anders.  Ein Grund war, dass ich diese Reise nicht alleine unternehmen könnte…

After the first steep descent I walked back very pleasantly. The way seemed a bit long, as always when you are already a little tired. Also the mileage signs, from which I took the distance I still had to go, were more like a pain on the way back. But again and again there was a perfect view of the Fitzroy.

At the Mirador Fitz Roy several hikers had settled down on a tree trunk lying in the sun. I joined them and enjoyed the wonderful view and the warmth. I talked to two Dutchmen, who of course (!) spoke very good German. Very quickly the conversation turned to dream destinations. They raved about their trip to Namibia, on which they had travelled in an off-road vehicle and spent the night in the desert. At that time I thought that this could be one of my next travel destinations, but it turned out differently. One reason was that I could not do this trip alone…

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Auf dem letzten Stück der Wanderung freute ich noch einmal über den Ausblick auf den Rio de las Vueltas und kam danach wieder im El Chaltén an. Obwohl ich fußlahm und zersaust zurückkehrte, freute ich mich, dass ich durch den Ort laufen musste, um zu meiner Unterkunft zu kommen. So dauerte es auch nicht lange, bis ich mich in einem Café niederließ und dort eine Waffel mit Dulce die Leche zum Café con leche verzehrte. Die Milchcreme mit Vanille und Zucker hatte ich sonst zu süß und zu fett gefunden, aber nach der langen Wanderung war das genau richtig.

On the last part of the hike I enjoyed the view of the Rio de las Vueltas once more and arrived back at El Chaltén. Although I returned footloose and ruffled, I was happy that I had to walk through the village to get to my accommodation. So it did not take long until I settled down in a café and ate a waffle with Dulce die Leche with a café con leche. The milk cream with vanilla and sugar I had usually found too sweet and too fat, but after the long hike it was just right.

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22 km, 10 Stunden (mit Pausen), 800 hm

Es folgt der Bericht über den letzten Wandertag in El Chaltén, an dem ich nicht nur Angenehmes erlebte …

Was habt ihr beim Wandern in traumhafter Gegend erlebt ? Wo fandet ihr es am Schönsten ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Meine Fotos zeige ich jetzt übrigens auch auf Instagram unter wanderlustig2020.

22 km, 10 hours (with breaks), 800 hm
Upcoming is  the report about the last hiking day in El Chaltén, on which not only  pleasant things happened to me …

What did you experience while hiking in a dreamlike area ? Where did you find it most beautiful ?

Looking forward to your feedback.

By the way I am also showing my fotos on Instagram under wanderlustig2020 now.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

 

 

 

 

 

 

Wunderbares Wandern in den spanischen Pyrenäen (3) Miraculous hiking in the Spanish Pyrenees (3)

Nach einem wochenlangen Lockdown wegen Covid-19 erfolgen nun schrittweite immer weitere Lockerungen. In Bayern sollen in der nächsten Woche die Biergärten wieder öffnen !
Die Reisefreiheit wird peu à peu zurückkehren. Mit Auslands- oder gar Fernreisen wird es aber noch dauern. Auch die Jakobswege in Spanien und Portugal werden wohl für den Rest des Jahres geschlossen bleiben.
Deswegen erinnere ich mich sehr gerne an unseren aussergewöhnlich schönen Wanderurlaub in den spanischen Pyrenäen im Sommer 2018 und poste nun den letzten Teil meines Berichts noch einmal (mit unverändertem Text und der englischen Übersetzung).

16. – 19.9.2018

Wir schließen uns einer Massenveranstaltung an und bestehen eine Ausdauerprobe. Nur der Berg geht uns verloren. Dann wären wir fast im falschen Film gelandet, sehen furiose Vorführungen und ich bestehe den absoluten Kältetest. Ich hoffe, dass mich nicht die Geier holen, und dann fehlt uns eine Machete, aber wir treffen auch auf eine Karawane. Unsere abschließende Wanderung in den Pyrenäen führt schließlich zu neuen Herausforderungen.

Morgens um 7:30 Uhr brachen wir zu unserer Wanderung im Valle de Ordesa bei Torla auf. Es wurde gerade erst hell. Die Sonne geht in Spanien ziemlich spät auf, weil dort die MEZ gilt, während es nach dem Sonnenstand eigentlich GMT geben müsste.

Wir fuhren mit dem Auto nach Torla. Das war mit über 60 km (einfache Strecke) unsere längste Fahrstrecke dieses Urlaubs. Die Fahrspur war  teilweise schmal, aber es gab auch besser ausgebaute Strecken und am frühen Samstag morgen herrschte nicht viel Verkehr. Nach einer guten Stunde kamen wir in Torla an. Auf einem riesigen Parkplatz, der schon sehr gut gefüllt war, ließen wir das Auto und stiegen in den Shuttlebus zur Pradera Ordesa. In den Sommermonaten ist die Straße für den Privatverkehr gesperrt und die Fahrt zum Wanderparkplatz ist nur per Bustransfer möglich. Als wir auf der engen Straße fuhren, die an steilen Hängen entlang führte und die nicht mit richtigen Leitplanken sondern mit Holzlatten gesichert war, war ich unendlich  dankbar, dass wir nicht selber fahren mussten. Wenn sich die Busse begegneten, verständigen sie sich vorher per Funk über die jeweilige Ausweichstelle !

Schon beim Warten auf den Bus war uns aufgefallen, dass sehr viele Wanderer unterwegs waren. Das würde sich im Laufe des Tages noch verstärken.

Beim Aussteigen  entdeckten wir eine große Bar, in der wir uns für den langen und anstrengenden Marsch, der uns bevorstand, mit einem köstlichen heißen Café con Leche und sehr leckeren Nussteilchen stärkten.

Die beliebteste  Wanderstrecke geht  leicht ansteigend am Río Arazas entlang zum Wasserfall Cola de Caballo.Wir hatten uns für die deutlich anstrengendere Variante mit einem Aufstieg von ca. 700 m auf eine Höhe von 2000 m (Senda de los Cazadores) entschieden. Danach ging es weiter über Faja de Pelay  mit einer herrlichen Sicht auf das Ordesa-Tal. Unser Ziel lag ebenfalls am Wasserfall und dann wollten wir  auf dem breiten leicht abfallenden Weg zurück zum Parkplatz wandern.

Was soll ich sagen, der Aufstieg, bei dem wir von zahlreichen Leidensgenossen begleitet wurden, die meisten, aber nicht alle, schneller waren als wir, verlief gut 2,5 Stunden in immer währenden Serpentinen ziemlich steil bergauf. Es war leicht bewölkt und in der Höhe herrschten ohnehin niedrigere Temperaturen, ideales Wanderwetter. Zwischendurch wurden wir immer wieder mit herrlichen Aussichten auf das Ordesa Tal und die gegenüberliegenden Felswände belohnt.

After a week-long lockdown due to Covid-19, further loosening is now taking place step by step. In Bavaria the beer gardens are to open again next week !
The freedom to travel will return bit by bit. But it will still take time with foreign or even long-distance travel. Also the Jacob’s ways in Spain and Portugal will probably remain closed for the rest of the year.
To relive my fond memories of our exceptionally beautiful hiking holiday in the Spanish Pyrenees in the summer of 2018  I am posting the last part of my report again (with unchanged text and the English translation).
16. – 19.9.2018

We join a mass event and pass an endurance test. But we lose the mountain. Then we almost ended up in the wrong film, watch furious performances and I pass the  test of absolute coldness. I hope the vultures don’t get me and then we are missing a machete, but we also meet a caravan. Our final hike in the Pyrenees finally leads to new challenges.

In the morning at 7:30 a.m. we set off for our hike in Valle de Ordesa near Torla. It was just getting light. The sun rises quite late in Spain, because there CET is valid, while there should be GMT according to the position of the sun.

We drove by car to Torla. That was with more than 60 km (one way) our longest driving distance of this holiday. The lane was partly narrow, but there were also better developed tracks and early Saturday morning there was not much traffic. After a good hour we arrived in Torla. On a huge parking lot, which was already very well filled, we left the car and took the shuttle bus to the Pradera Ordesa. During the summer months the road is closed for private traffic and the trip to the hiking parking lot is only possible by bus transfer. When we drove on the narrow road that led alongside some steep slopes and that was not secured with some real crash barriers but with wooden slats, I was infinitely grateful that we did not have to drive by ourselves. If the busses met each other, they communicated before by radio about the respective passing place !

Already while waiting for the bus we noticed that there were a lot of hikers on the way. This would increase in the course of the day.

When we got off the bus we discovered a big bar where we fortified ourselves for the long and exhausting march that was ahead of us with a delicious hot café con leche and very tasty nut pastry.

The most popular hiking route is a slightly ascending route alongside the Río Arazas to the waterfall Cola de Caballo. We had decided to take the more exhausting variant with an ascend of approximately 700 m to a height of 2000 m (Senda de los Cazadores). Afterwards we went on over Faja de Pelay with a wonderful view of the Ordesa valley. Our destination was also at the waterfall and then we wanted to hike back to the parking lot on the wide slightly sloping path.

What can I say, the ascent, during which we were accompanied by numerous fellow-sufferers, most, but not all, faster than us, took a good 2.5 hours in everlasting serpentines rather steeply uphill. It was slightly cloudy and at the altitude there were lower temperatures anyway, ideal hiking weather. In between we were rewarded again and again with wonderful views of the Ordesa Valley and the opposite rock faces.

Fotos zum Vergrössern bitte anklicken.
Please click on the photos to enlarge.

Eigentlich war die Steigung nicht schlimm, aber der Aufstieg dauerte unendlich lange und nach etwa zwei Stunden, als es dann steiler wurde und Kletterei mit Händen und Füßen begann, waren meine Beine so schwer, dass jeder Schritt eine Überwindung bedeutete. H. und ich sind zwar nicht die Fittesten, aber wir sind hartnäckig und waren ein bisschen stolz, als wir bis zum Mirador, dem höchsten Punkt, geschafft hatten.

Actually, the ascent wasn’t that bad, but it took endlessly long and after about two hours, when it got steeper and the climbing with hands and feet started , my legs were so heavy that every step meant overcoming. H. and I may not be the fittest, but we are persistent and were a bit proud when we reached the Mirador, the highest point.

Dort trafen wir unsere vielen Mitwanderer, denen wir im Laufe der nächsten Stunden immer wieder begegnen sollten. Wir unterhielten uns sehr nett mit einem norwegischen Ehepaar, das an einem Fjord wohnte und ähnliche Steigungen schon oft zurückgelegt hatten. Spanier waren in großen Gruppen unterwegs und unterhielten sich laut aber fröhlich. Viele Franzosen trafen wir aber kaum englischsprachige Wanderer. Vor einer deutschen Gruppe mit einem schlecht gelaunten Wanderführer, der jedesmal meckerte,  wenn sich die Gruppenmitglieder ausruhen wollten, flohen wir regelrecht. Am angenehmsten ging es sich hinter den verschiedenen spanischen Gruppen, deren Gespräche wir nur ansatzweise verstanden.

Die Wanderung verlief nun sehr angenehm an der 2000 m Höhenlinie und an dramatischen  Felswänden entlang und dann leicht abfallend Richtung Wasserfall.

There we met our many fellow hikers, whom we saw again and again in the course of the next few hours. We had a very nice conversation with a Norwegian couple who lived on a fjord and had often done similar climbs. Spaniards came in large groups and talked loud but cheerfully. Many French people we met but hardly English speaking hikers. We literally fled from a German group with a bad-tempered hiking guide who grumbled every time group members wanted to rest. The most pleasant way was walking behind the different Spanish groups, whose conversations we only partly understood.

Then,  the hiking route was very pleasant alongside the 2000 m height line and dramatic rock faces and then descending slightly to the waterfall.

Nach vier Stunden Wanderung nahmen wir unsere Brotzeit ein. Das Sitzen war herrlich. Wir hatten großen Hunger und das Essen schmeckte viel besser als sonst.

After four hours of hiking we took our snack. Sitting was wonderful. We were very hungry and the food tasted much better than usual.

Von unserem Picknickplatz blickten wir auf den Wasserfall und für einen kurzen Augenblick sahen wir den Monte Perdido, den höchsten Berg im Nationalpark (3355 m) , und dann hatten wir ihn wieder  in den Wolken „verloren“.

From our picnic spot we looked at the waterfall and for a short moment we saw Monte Perdido, the highest mountain in the national park (3355 m), and then we „lost“ it again in the clouds.

Pyrenäen (201)

Als wir am Wasserfall ankamen, dachten wir, jetzt wäre  es nur noch ein Spaziergang  Tatsächlich liefen wir nun auf einem schönen Pfad zurück. Es ging an brausenden Wasserfällen entlang und durch einen herrlichen Wald, aber die Strecke „zog sich“.

When we arrived at the waterfall, we thought it would be just a walk from now on. In fact, we returned  on a nice path, walking  along roaring waterfalls and through a beautiful forest, but the path „dragged on“.

Pyrenäen (203)

Unsere Wanderung dauerte noch fast drei Stunden. Nach sieben Stunden war bei mir die Luft raus. Immer wenn ich dachte,  dass wir gleich auf dem Parkplatz ankommen müssten, folgte die nächste Biegung des Weges im Wald. Einige Male mussten wir kurz und sehr leicht ansteigen.  Das fanden meine erschöpften Beine überhaupt nicht lustig.  Schon mehrmals war ich acht Stunden am Tag gewandert, zum Teil auch noch wesentlich länger, aber nun war ich am Rande meiner Kräfte ! Nach siebeneinhalb Stunden (plus Pause) hatten wir es geschafft. Vor der Rückfahrt mit dem Shuttlebus gönnten wir uns noch einen Kaffee, der es schaffte, unsere Lebensgeister einigermaßen aufzupäppeln.

An diesem Tag verlieh mir mein Fitnesstracker für 40.000 Schritte den „Forrest Gump Badge“.

Nach dem Abendessen war ich so müde, dass ich auf unseren gewohnten Abendspaziergang durch das Dorf verzichtete.

Alles in allem war es eine tolle und abwechslungsreiche Wanderung (ca. 30 km), ein richtiges Highlight, auf das man keinesfalls verzichten sollte. Es empfiehlt sich aber, das Wochenende im Ordesa Tal zu meiden.

Am nächsten Tag, dem Sonntag, legten wir eine Wanderpause im nahen Städtchen Ainsa ein. Ainsa ist mit etwas über 2000 Einwohnern der größte Ort im Landkreis Sobrarbre und hat eine sehr sehenswerten Altstadt .

Dort fand eine Fiesta statt, das ganze Dorf war auf den Beinen und viele Besucher aus der französischen Partnerstadt bevölkerten die Gassen. Zunächst wollten wir das Eco Museo besichtigen. Das Museum öffnete gerade und wir folgten einer großen Gruppe bis in einen ziemlich großem Saal, der schon gut gefüllt war. Dass so viele  Einheimische die Videoprojektion des Museums sehen wollten, kam uns „spanisch“ vor . Gerade noch rechtzeitig verließen wir den Saal, nachdem wir die französische Ankündigung eines 90 minütigen Films über einen Priester, der  während der französischen Revolution lebte, verstanden hatten. Gut, dass wir uns „auf Französisch“ verabschieden konnten.

Das Eco Museo war klein, aber die Fauna und Flora der Pyrenäen wurde auf drei Stockwerken entsprechend der Höhenlage ansprechend präsentiert. Dort bewunderten wir einen (nachgebildeten) Lammgeier. Danach schauten wir uns noch die verletzten Vögel an, die dort gepflegt werden.

Our hike still lasted almost three hours. After seven hours I was out of breath. Whenever I thought that we had to arrive at the parking lot right away, the next bend of the path followed in the forest. Some times we had to climb up short and very easy.  My exhausted legs did not find that funny at all.  Several times before I had hiked eight hours a day, sometimes much longer, but now I was at the edge of my strength ! After seven and a half hours (plus a break) we had made it. Before the return trip with the shuttle bus we had a coffee, which managed to pep up our spirits to some extent.

On this day my fitness tracker awarded me the „Forrest Gump Badge“ for 40,000 steps.

After dinner I was so tired that I decided to give up our usual evening walk through the village.

All in all, it was a great and varied hike (about 30 km), a real highlight that one should not miss. However, it is recommended to avoid the weekend in the Ordesa Valley.

The next day was a Sunday. We took a hiking break in the nearby town of Ainsa. Ainsa has a little more than 2000 inhabitants, is the biggest town in the district of Sobrarbre and the old town is very worth visiting.

There a fiesta took place, the whole village was on its feet and many visitors from the French twin town populated the alleys. First we wanted to visit the Eco Museo. The museum just opened and we followed a big group up to a rather big hall that was already well filled. The fact that so many local people wanted to see the video projection of the museum seemed to be „Spanish“ (strange) to us. Just in time we left the hall after we had understood the French announcement of a  90 minutes film about a priest who lived during the French Revolution. Good that we could say goodbye „in French“ (leave without saying goodbye).

The Eco Museo was small, but the fauna and flora of the Pyrenees was attractively presented on three floors according to the altitude. There we admired a (replicated) lamb vulture. Afterwards we took a look at the injured birds, which are cared for there.

Wir bummelten sehr gemütlich durch die Altstadt, aßen leckere Tapas und es gab mehrmals Kaffee. Ganz lassen konnten wir es aber doch nicht. Wir stiegen mit eingezogenem Kopf auf den Kirchturm mit einer wunderbaren Aussicht. Gottlob  schlugen die Glocken in diesem Moment nicht.

We strolled  through the oldtown, ate some tasty tapas and had coffee several times. But we couldn’t help walking completely and had to climb up the church tower, with our heads bowed in. On top we had a wonderful view. Thank God the bells did not strike in this moment.

Schließlich schauten wir uns auf der Plaza Mayor eine beeindruckende Vorführung von aragonesischen Jotas an. Abwechselnd gab es schmetternden Gesang und temperamentvolle Tänze.

Finally,  we watched an impressive demonstration of Aragonese Jotas on the Plaza Mayor. Alternating there was blaring singing and spirited dances.

Am Nachmittag suchten wir noch einmal den idyllischen Badeplatz am Fluss auf. Und dieses Mal tat ich es: ich ging bis zum Hals ins eiskalte Wasser! Ganz langsam watete ich hinein, aber als ich anfing zu schwimmen, blieb mir fast die Luft weg. Mehr als ein paar Züge konnte ich zwischen den Felsen ohnehin nicht machen und dann war es auch gut gewesen.

In the afternoon we visited the idyllic bathing place at the river once again. And this time I did it: I went into the freezing cold water up to my neck! Very slowly I waded in, but when I started to swim my breath almost stopped. I couldn’t make more than a few moves between the rocks anyway and soon I had enough.

Pyrenäen (253)

Am Montag unternahmen wir eine Rundwanderung im Valle de Chisau. Unterwegs hielten wir an einem Parkplatz, wo gutes Geierwatching möglich sein sollte. Tatsächlich entdeckten wir einige Raubvögel, die aber sehr weit oben kreisten.

On Monday we went on a circular hike in the Valle de Chisau. On the way we stopped at a parking lot where good vulture watching should have been possible. Actually, we discovered some birds of prey, but they were circling very high up.

Pyrenäen (258)

Unsere Wanderung begann in Plan, einem kleinen Örtchen, in dem wir den Weg nach Gstain nicht fanden. Die Touristeninformation war geschlossen und viele Einheimische waren auch nicht unterwegs. Wir fragten praktisch jeden Menschen, der uns begegnete, aber ohne Erfolg. Schließlich trafen wir einen sehr netten Mann, der uns, als er merkte, dass wir seine spanische Beschreibung nicht verstanden, bis zur Abzweigung begleitete. Dort waren wir schon vorbeigegangen, es gab in unserer Richtung aber kein Schild. In weniger als einer Stunde waren wir 300 Höhenmeter nach Gstain aufgestiegen und ziemlich stolz auf unsere Leistung. Hinter dem Ort ging es zunächst stark bergauf, bis wir am Mirador mit einem wunderbaren Blick auf das Tal und die umliegenden Berge ankamen.

Our hike began in Plan, a small village where we looked for the way to Gstain. The tourist information was closed and many locals were not outside . We asked practically every person we met, but without success. Finally, we met a very nice man who, when he noticed that we did not understand his Spanish description, accompanied us up to the turn-off. There we had already passed, but had been was no sign in our direction. In less than an hour we had climbed 300 meters up to Gstain and were quite proud of our performance. Behind the village we first went uphill until we arrived at the Mirador with a wonderful view of the valley and the surrounding mountains.

Auf einem als „Kräuterpfad“ bezeichneten Weg, der nun eben verlief, und wo tatsächlich Rosmarin, Thymian und Oregano wuchsen, liefen wir genüsslich mit herrlichen Ausblicken weiter. Zu unserem Etappenziel, dem Dörfchen Serveto, stiegen wir steil herab. Dort wohnten angeblich noch einige Leute. Wir sahen aber nur ein paar Katzen, die  laut maunzend auf uns zukamen. Zu meinem Schrecken ging es hinter dem Ort in der prallen Nachmittagssonne wieder anhaltend bergauf.  Wir waren nun schon über drei Stunden unterwegs und hatten uns ziemlich weit von Plan entfernt.

On a trail called  „Herbal Path“, which was now level and where rosemary, thyme and oregano actually grew, we continued our walk with great pleasure and wonderful views. We descended steeply to our next destination, the village of Serveto. Allegedly some people still lived there. But we only saw a few cats, which came loudly mewing towards us. To my horror, we went uphill again behind the village in the blazing afternoon sun. We had been on the road for more than three hours now and were getting quite far away from Plan.

Schließlich erreichten wir einen Grat, der von mehreren höheren Bergen umgeben war. Wir hatten seit Stunden keinen Menschen gesehen. Nicht wirklich beruhigt war ich , als ich feststellte, dass es auch kein Mobilfunknetz gab. Unser Pfad verlief nun an dramatischen Felswänden entlang und schlängelte sich nicht, wie in unserer Wanderbeschreibung angegeben, gemächlich bergab, sondern verlief steil und teilweise geröllig und forderte unsere ganze Konzentration. Aber dann passierte das Wunderbare: wir sahen direkt über uns kreisende Geier ! Das Fotografieren stellte sich allerdings als schwierig heraus. H. musste mich festhalten, damit ich nicht abstürzte. Aber es war sehr beeindruckend, die Tiere elegant über uns hinweg segelnd  zu erleben. Es tat mir auch nicht mehr leid, dass wir uns gegen einen Besuch der Geierfütterung in Ainsa entschieden hatten. Die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben, war viel schöner.

Finally, we reached a ridge surrounded by several higher mountains. We had not seen a human being for hours. I was not really reassured when I realized that there was no mobile phone network either. Our path now ran along dramatic rock faces and did not wind downhill at a leisurely pace, as we had described in our hiking description, but was steep, partly with pebbles,  and demanded all our concentration. But then the wonderful thing happened: we saw vultures circling directly above us ! But taking pictures turned out to be difficult. H. had to hold on to me, so that I did not fall down. But it was very impressive to see the animals sailing elegantly above us. I was not sorry anymore that we had decided against a visit of the vulture feeding in Ainsa. To experience the animals in their natural habitat was much nicer.

Nun begann der mühsame und zum Teil gefährliche Abstieg. Kurz nach unserem schönen Geierwatching mussten wir ein Geröllfeld an einem steilen Abhang überqueren. Die Steine waren noch nicht festgetreten und es ging hunderte von Metern ohne eine Haltemöglichkeit bergab. Extrem vorsichtig setzen wir einen kleinen Schritt vor den anderen und erreichten schließlich mit zitternden Knien wieder festen Boden. Vor lauter Schreck hatte ich unbemerkt meinen Hut fallen lassen, aber meine Lust wieder zurückzugehen war gleich Null. Nun stiegen wir sehr lange auf einem schmalen verwachsenen Pfad bergab. Nicht zum ersten Mal an diesem Tag hatte ich den Eindruck, dass diese Wanderung schon lange nicht mehr begangen wurde. Den letzten Teil des Abstiegs bewältigten wir – zu meiner großen Freude – auf einer rutschigen Schotterpiste. Unten im Tal setzte sich die Wanderung zunächst angenehm eben am Fluss entlang fort. Verlaufen konnten wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Der Weg war auch ganz gut ausgeschildert, trotzdem  fragten wir uns häufiger, wo er verlief. Wir waren in einem spanischen Dschungel gelandet. Alles war fast komplett zu gewachsen. Meine Wanderstöcke benutzte  ich, um die Pflanzen zur Seite zu schieben. Ziemlich ermattet kamen wir beim Auto in Plan an. Auf dem Hinweg hatten wir eine Bar gesehen, die höchstens 200 m weit entfernt war. Aber wir waren so müde, dass wir mit dem PKW dort hinfuhren.

Als wir gemütlich auf  der Terrasse beim Kaffee saßen, sah ich, dass wir in der  bekannten “ Bar Bruche“  gelandet waren. Wer sich für den Grund interessiert und dafür,  wie die Junggesellen von Plan und ihr findiger Priester in den 80er Jahren eine Karawane der Frauen  nach Plan geholt haben, sollte hier nachschauen

Erstaunlich fand ich, dass es in der Bar überhaupt keinen Hinweis auf die Karawane der Frauen gab, nicht mal ein Foto. Sehr geschäftstüchtig kam uns das nicht vor. Hätte sich als eine gigantische Werbung für die Bar geeignet.
29 km, ca. 6 Stunden

Am letzten Tag in den Pyrenäen beschlossen wir direkt von Laspuña aus ohne Auto wandern zu gehen. Wir stiegen zum Rio Cinco hinab und gingen bei mäßig warmen, bewölkten Wetter am Fluss entlang. Der Weg verlief recht idyllisch mit kleinen Auf- und Abstiegen zum Teil durch den Wald. Auf dieser Seite des Flusses, wo die Straße nicht entlang führte, gab es keine Picknickplätze und wir mussten lange suchen, bis wir uns ans Ufer durchschlagen konnten. Dort verbrachten wir eine sehr schöne Mittagspause, aßen unsere letzte Brotzeit und schauten noch einmal auf die umliegenden Berge, auf denen wir zum Teil sehr schön gewandert waren. Die Sicht auf das Dörfchen Torla erinnerte uns an unseren ersten Wandertag.

Now the arduous and partly dangerous descent began. Shortly after our beautiful vulture watching we had to cross a scree field on a steep slope. The stones were still loose and the slope went downhill for hundreds of meters without any possibility to hold on. Extremely carefully we put one small step before the other and finally reached solid ground again with trembling knees. I had dropped my hat in fright, but I did not feel like going back again. Then we climbed downhill on a narrow overgrown path for a very long time. It was not the first time that day that I had the impression that this hike had not been done for a long time. The last part of the descent we mastered – to my not so great pleasure – on a slippery gravel road. Down in the valley the hike continued at first pleasantly level along the river. At this point we could no longer get lost. The path was also well signposted, but we still asked ourselves more often where it went. We had landed in a Spanish jungle. Everything was almost completely overgrown. I  had to use my walking sticks to push the plants aside. Pretty tired we arrived at the car in Plan. In the village we had seen a bar, which was at most 200 m away. But we were so tired that we drove there by car.

When we sat comfortably on the terrace with the coffee, I saw that we had landed in the well-known “ Bar Bruche“. If you are interested  how the bachelors of Plan and their resourceful priest got a caravan of women in the 80s, you should look here

nzz.ch/the_women_caravane-1.7761838

Amazingly that there was no reference at all in the bar to the caravan of women, not even a photo. This did not strike us as very businesslike. It would have made a great advertisement for the bar.
29 km, about 6 hours.

On the last day in the Pyrenees we decided to go hiking directly from Laspuña without a car. We descended to the Rio Cinco and walked along the river in moderately warm, cloudy weather. The path was quite idyllic with small ups and downs partly through the forest. On this side of the river, where the road did not lead along, there were no picnic areas and we had to search for a long time until we could make our way to the shore. There we spent a very nice lunch break, ate our last snack and looked again at the surrounding mountains, on which we had partly hiked very beautifully. The view of the village Torla reminded us of our first hiking day.

Auf dem Rückweg schien die Sonne und wir genossen die wunderbaren Blicke auf die Berge und den Fluss zunächst sehr. Dann kamen wir aus dem Wald und folgten dem steinigen Flussbett. Trotz der interessanten Vegetation, die wie ein riesiger Steingarten wirkte, war es uns irgendwann nur noch heiß. Besonders schlimm war das letzte Stück, als wir auf der Straße entlang gehen und nach Laspuña, das auf einem Hügel liegt, aufsteigen mussten. Im Auto war uns der Hügel bei weitem nicht so steil vorgekommen !
Ca. 20 Km, 4 Stunden.

On the way back the sun was shining and we initially enjoyed the wonderful views of the mountains and the river very much . Then we came out of the forest and followed the stony riverbed. Despite the interesting vegetation, which looked like a huge rock garden, at some point it felt only hot for us. The last part was especially bad, when we had to walk along the road and climb up to Laspuña, which is situated on a hill. In the car the hill had not seemed so steep to us by far !
About 20 km, 4 hours.

Zum Abschied fuhren wir dann doch noch mit dem Auto, in den nächsten Ort zum Kaffeetrinken.

Am nächsten Tag verließen wir die wunderschöne Gegend und fuhren nach Tossa de Mar, wo wir uns bei spätssommerlichem Wetter von den Strapazen erholten.

Fazit: So schön und so unberührt hatte ich mir die Landschaft in den Pyrenäen nicht vorgestellt. Ich würde jederzeit wiederkommen. Es gibt unzählige und großartige Wandermöglichkeiten. Geierwatching bietet sich an. Die historischen Bauten, vor allem die romanischen Kirchen, wäre eine eigene Reise wert. Die Straßen sind allerdings gewöhnungsbedürftig.

Wenn ihr euch für das Wandern in den Pyrenäen interessiert und wissen wollt, was wir vorher erlebt hatten, schaut doch mal hier

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/19/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-1-highlight-hiking-in-the-spanish-pyrenees-1/

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/25/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-2-hiking-in-the-spanish-pyrenees-2/

Über eure Kommentare und eure Likes freue ich mich.

 

Saying good bye to the Pyrenees we drove to the next village to drink coffee.

The next day we left the beautiful area and drove to Tossa de Mar, where we recovered from the strains in late summer weather.

Conclusion: So beautiful and so untouched I had not imagined the landscape in the Pyrenees. I would come back any time. There are countless and great hiking possibilities. Vulture watching is great. The historical buildings, especially the Romanesque churches, would be worth a trip on their own. But one has to get used to  the roads !

If you are interested in hiking in the Pyrenees and want to know what we experienced before, take a look here

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/19/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-1-highlight-hiking-in-the-spanish-pyrenees-1/

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/25/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-2-hiking-in-the-spanish-pyrenees-2/

Looking forward to your comments and likes.

 

Breathtaking Scenery in Lanzarote (2)

On sunday the weather looked much better. Contrary to the previous day https://wanderlustig2019.wordpress.com/2019/11/29/unterwegs-auf-lanzarote-1/
it was only slightly cloudy and became more and more beautiful in the course of the day.

First I drove to El Golfo at the southwest coast of the island. In a bay close to the small idyllic village there is a popular excursion destination, the Charco de los Clicos. It is a volcanic crater half of which has slided into the sea. In front of a black lava beach lies the green shining lagoon lake. The whole thing is framed by a red slope. At the beginning of the path that led to Charco de los Clicos I put on my hiking boots. But this would not have been necessary, because after five minutes I arrived at the Mirador, which offers a breathtaking view of the colorful landscape.

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Then I drove along the coast to Yaiza. The most famous stop on the wild cliff coast is at the so-called Hervideros. There the waves crash with great force against the rocks of deep black lava, shooting up through holes in the rocks. The churned up white spray and the light blue sea offer a very nice colour contrast to the lava rocks. One can walk around in the area and look at some places on rock balconies into the spray.

DSC04436Meanwhile already a little hungry I drove to Yaiza. The little town, which had already been awarded several times as the most beautiful Spanish village, presented itself with picturesque Canarian architecture, and was polished and renovated in an exemplary way. But first I wandered through the village that was deserted on Sunday. The restaurants were closed. Finally, I discovered a very well frequented bar at the main street, where one could also choose from some hot dishes at the bar. The local people also took the food home with them. My stewed chicken with vegetables and potatoes tasted excellent and I even got a seat at the table of an English couple with whom I had a very nice conversation.

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Well strengthened I went to THE highlight of a visit to Lanzarote, the National Park Timanfaya with the Fire Mountains (Montanas del Fuego).

The following excerpt from Wikivoyage (translated from German) tells the story of its origin:
On September 1st, 1730, the earth broke up near the village of Timanfaya, a mountain was formed, from whose summit flames shot up into the air. It was the beginning of a huge volcanic eruption, which lasted for 6 years. In the course of it, 11 villages were destroyed together with the most fertile farmland of the island Lanzarote. In the earth, a fissure of a length of 14 km was formed at the edges of which lava fields were originated. The longest lava flow had a length of more than 20 km and finally reached the sea at Arrecife.
During this natural spectacle that was accompanied by numerous seaquakes, a major part of the population of Lanzarote lost its livelihood …
In 1824, another volcanic eruption occurred, the last one for the time being, its centre was located on the edge of the present National Park …“.

You cannot visit the national park on your own. It is necessary to strictly protect the sparse, nascent and extremely sensitive lichen cultures on the lava. Moreover, the ground is often undermined and there are dangerous crevices in the lava.

By car, after having paid the entrance fee (currently 10 €), one drives without any possible stops to the visitor centre „Islote de Hilario“, where one parks the car.

On the way to the national park you can also go on  a short ride on a dromedary. I had already tried camel riding once before.  The rocking gait of the animals had not appealed to me and so I gladly renounced the pleasure.

The Visitors Center is located on a hill. There is also a panorama restaurant with huge windows and that was of course again designed by the artist Cesar Manrique from Lanzarote. Demonstrations of the strong earth heat prevailing at this place are shown. A dry tuft of plants is placed in a crevice of the earth that immediately goes up in flames. You can also admire the natural volcanic grill behind the restaurant. The barbecue is grilled over a walled hole in the ground using only the natural heat of the earth. In the restaurant you can order meat and fish prepared in this way. Supposedly this is very tasty, but I did not want to spend so much time with eating.
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From the Visitors Center buses depart for a thirty-minute round trip on the „Ruta de los Volcanes“. The route runs for 14 km through a small part of a huge area. The bus stops briefly at prominent points, but one is not allowed to get out. After all this, my expectations were quite low when I sat down in the fully occupied bus, luckily on the best side for taking pictures, on the right in the direction of travel.

During the explanations in English and Spanish played from a tape, there were repeatedely parts from the chronicle of the priest of Yaiza. Don Curbelo witnessed the catastrophe of 1730 and described it very impressively. An extract from his chronicle of the catastrophe follows (translated from german)

“… On September 1, 1730, between 9 and 10 in the evening, the earth suddenly opened at Timanfaya, two hours‘ walk from Yaiza. A huge mountain was formed.
Already in the first night and flames shot out of its summit, which continued to burn for 19 days. A few days later, a new gorge opened and the lava flow spilled over Timanfaya, Rodeo and part of Mancha Blanca.
The lava flowed northwards, at first like bubbling water, later viscous like honey. However, on 7 September, a huge rock rose from the depths with ominous thunder, forcing the lava to turn its flow westward and northwest. There it destroyed the towns of Maretas and Santa Catalina.
On September 11th, the violence of the lava was renewed. It covered and burned the village of Mazo, and for eight days afterwards it fell into the sea as a fiery cataract with a terrible roar, so that dead fish swam to the surface in huge quantities or were thrown to the shore. After that everything calmed down and the eruptions stopped.
However, on October 18th, three new gullets broke open directly above the burnt Santa Catalina, from which heavy clouds of smoke streamed out and spread over the whole island. They carried enormous amounts of ash and sand with them and thick drops of water fell down everywhere. The darkness, ashes and smoke caused by these droplets of water drove away the inhabitants of Yaiza and its surroundings several times.
But they returned again when the eruptions were not followed by any further eruptions. On October 28, when these events had lasted for ten days,
cattle all over the region dropped dead, choked by the stinking fumes.
From 1st to 20 November smoke and ash continuously erupted from the craters, and on 27 a lava flow rolled down the slopes at enormous speed. On 1st  December it reached the sea and formed a solidified island. On 16 December, the lava suddenly changed its course, no longer flowing into the sea, but buried the village of Chupadero and destroyed the fertile plain of Uga.
On 7 January 1731, new eruptions occurred, which destroyed the former craters again. Lava erupted from two openings, accompanied by dense clouds of smoke,
where red and blue lightning bolts raged. In addition it thundered like thunderstorms, which was very frightening for the inhabitants, since they knew no thunderstorms on their island.
On 10 January a high mountain piled up, which collapsed again the same day. Stones and ashes rained on the island and lava streams flowed over the Malpaís into the sea.
On 7 March, several volcanoes arose, rising in a row from east to west.
On 4 June, three craters opened at once in the Timanfaya region. They quickly merged into a single volcanic cone, from which a lava flow was released into the seaflowed. Ashes and lightning shot out of a side crater, white steam escaped from another one in a way that had never been seen before. By the end of June, all the coasts on the west side of the island were covered with huge quantities of dead fish, many species of which had never been seen before. Northwest of Yaiza, smoke and flames rose from the sea with violent detonations.
In October and November new eruptions disturbed the inhabitants. On 25 December the earth shook and on 28 December a lava flow shot out of a newly formed cone, destroying another village and a chapel near Yaiza …“

When the priest had to leave the island, the notes broke off, but the eruptions continued for another five years.

We slowly rolled through a landscape that seemed out of this world. The lack of vegetation, the various shapes and colours of the rocks and the silhouettes of the volcanoes were of extraterrestrial beauty. Timanfaya is often compared to a lunar landscape. I found that it looked more like the red planet, Mars. On the one hand I was very impressed by the dramatic volcanic landscape, I would have liked to shout „Wow“ several times, on the other hand after hearing the report of the eyewitness  I could vividly imagine how the rural population must have suffered from the never ending apocalyptic natural catastrophe in the 18th century. The volcanic eruptions have changed Lanzarote permanently. Large fertile areas were covered by a high layer of lava and were lost for agriculture.

But see for yourself how breathtaking this landscape looks.

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After the bus trip was over much too fast, I had coffee and cake in the restaurant and enjoyed once again the view over the spectacular volcanic landscape.
Finally, I visited the very informative exhibition about volcanism in general and in Lanzarote  at the visitors centre in Mancha Blanca and then made my way back.
By the way, the national park authority also offers guided free hiking tours for a small number of visitors. These can be booked online exactly one month in advance but they are supposed to be always fully booked immediately.

Before I returned to Costa Teguise, I visited the Fundacion Cesar Manrique, the house of the artist that was converted to an art museum. This extraordinary sight and further works of Manrique are reserved for a separate report.

Have you ever been in a volcanic landscape and how did you like it?

Looking forward to your comments and likes.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

Tophighlight in Taiwan: Taroko-Schlucht

Einführung

Die Tarokoschlucht liegt im gleichnamigen Nationalpark in der Nähe der Ostküste von Taiwan. Die Schlucht wurde durch den Fluss Liwu tief in die oft aus Marmor bestehenden Felsen eingegraben. Eine  wunderschöne Mäanderlandschaft ist so entstanden. Es handelt sich um eine der schönsten Gebirgslandschaften in Taiwan.

Die Straße (Highway No. 8) führt direkt durch die  Taroko-Schlucht. Den Nationalpark besucht man ohne eigenes Fahrzeug mit einem Hop-On Hop-Off Bus, der von Hualien bis nach Tianxiang fährt. Der Tagespass kostet 250 NT$ (etwa 7,5 €). Der Bus fährt nur ca. alle 50 Minuten, so dass eine Tagestour zu den schönsten Punkten nur sehr zügig zu bewältigen ist. Ich nahm den 2. Bus  um 8:30 Uhr vom Bahnhof in Hualien und die letzte Verbindung zurück,  die in Tianxiang schon um 17 Uhr losgefahren war. Wenn man nur einen Tag Zeit hat, empfiehlt es sich, den ersten Bus um 7:00 Uhr zu benutzen.

Shakadang Trail

Auf meinem Ausflug ging ich zunächst auf dem Weg in der Shakadang Schlucht, einem Seitenarm der Taroko Gorge (hin- und zurück ca. 4 km und 1,5 Stunden, zahlreiche Fotostops miteingerechnet)  mit spektakulären Felsformationen aus Marmor auf einem in den Felsen geschlagenen Weg. Dort musste man des öfteren den Kopf einziehen !

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Yanzikou

Dann ging es mit dem Bus  zur Schwalbengrotte (Yanzikou). Auf der Fahrt bewunderte ich die unglaubliche Schönheit der Berg- und Flusslandschaft. Je weiter der Bus in die Schlucht fuhr,  desto höher wurden  Berge, desto tiefer der Abgrund.  Die Taroko Gorge wird von den steilen grünen Hängen der bis zu 3000 m hohen Bergen eingerahmt. Zudem hingen Nebelschwaden sehr fotogen im Bereich der Gipfel.

 

Der Pfad zur Schwalbengrotte führt direkt neben der Straße durch einen Tunnel für Fußgänger. Es wird dringend empfohlen, auf diesem Weg Schutzhelme zu tragen. Häufige Steinschläge haben schon zu ernsten Verletzungen und sogar Todesfällen geführt. Unser Busfahrer hatte uns darauf nicht hingewiesen und war an der Verleihstation der Helme vorbeigefahren. Die Passagiere aus unserem Bus trugen daher keine Helme. Ich hatte ein  mulmiges Gefühl.
Man lief ca. 20 Minuten direkt an der Taroko Schlucht entlang, die hier sehr eng war, mit einer wunderbaren Aussicht auf die gegenüberliegenden von der Erosion „durchlöcherten“ Felsen,  in der sich z.T. Schwalbennester befanden. Die Aussicht auf die durch Erosion entstandenen Kunstwerke der Natur war so atemberaubend, dass es mir nichts ausmachte,  den Weg an der nicht sehr befahrenen Straße wieder zurück gehen zu müssen, weil es keinen Rundweg gab. So konnte ich die Felsformationen ein weiteres Mal bestaunen.

Baiyan Trail

Danach fuhr ich zum Endpunkt der Bustour nach Tianxiang und ging zum Start des 1 km enfernten Baiyan Trail (2,1 km einfache Strecke). Einen solchen Wanderweg war ich noch nie gegangen. Er führte durch acht unbeleuchtete Tunnel. Der erste Tunnel, mit dem der Trail begann, war der längste mit ca. 800 m. Mit der Handytaschenlampe konnte man die Tunnel ganz gut begehen. Nur der letzte Tunnel war extrem dunkel, wenn auch nicht nicht sehr lang. Um die Orientierung nicht zu verlieren, taste ich mich am  Geländer weiter, das wie in allen Tunneln an der Felswand angebracht war. Zwischendurch gab es immer wieder eine hinreißende Landschaft zu bestaunen, u.a. steil herabschießende Wasserfälle.

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In einer Höhle am Ende des Trails (2,1 km einfache Strecke) befand sich der Water Curtain. Schon am Eingang tropfte es gewaltig. Ich kehrte recht bald um, weil ich keinen richtigen Regenschutz dabei hatte und Kamera und Handy nicht einfach draußen stehen lassen konnte. Auch wurden die Steine, über die man ins Innere ging, immer glitschiger.

Auf dem Rückweg wollte ich eigentlich noch den Lushi Trail gehen, aber mir lief die Zeit davon.  Als der Bus beim Schrein des Ewigen Frühlings (Changchun Shrine) ankam, hatte es zu regnen begonnen. Daher knipste ich nur ein paar Fotos und entschied mich, den Ausflug auf dem Rückweg am Qixingtan Beach ausklingen zu lassen.

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Fazit:
Mein Besuch in der Taroko Schlucht war eines der schönsten Erlebnisse auf meiner Taiwan Reise. Die Highlights der Taroko Gorge kann man an einem Tag anschauen.
Am nächsten Tag wäre ich gerne noch einmal zurückgekehrt, um weitere, auch längere, Wanderungen zu unternehmen und die grandiose Landschaft noch einmal zu genießen. Es regnete aber leider fast ununterbrochen.
Wenn man nicht auf den Shuttlebus angewiesen sein möchte, empfiehlt es sich ein Fahrzeug zu mieten. Allerdings könnte es zum Teil mit Parkplätzen für PKW eng werden.

Habt ihr schon einmal eine wunderschöne Landschaft erlebt,  die euch nachhaltig beeindruckt hat ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Traumsafari in Uganda im Murchinson Nationalpark

Intermezzo

Nach vier Beiträgen über die Berlinale 2019  (zuletzt Meine Berlinale 2019 Tag 3 ) möchte ich euch und mir etwas Abwechselung gönnen.
Im Januar 2018 reiste ich mit meiner Tochter nach Uganda, wo wir auf Safari gingen.
Einer der Höhepunkte war unser wunderbarer Aufenthalt im Murchinson Nationalpark.

Im Folgenden zeige ich euch ein paar Fotos: zunächst von unserer Safari am Morgen, von der  Bootsfahrt auf dem Nil und von unserer Wanderung zur Spitze der Murchinson Falls.

Jeepsafari

MurchinsonSafari (11)MurchinsonSafari (14)

Da gab es mehr Touristen als Löwen !
Und dann haben wir meine Lieblingstiere gesehen.

MurchinsonNilfahrt (2)MurchinsonNilfahrt (3)

MurchinsonSafari (16)MurchinsonSafari (15)

 

Fahrt auf dem Nil

MurchinsonNilfahrt (11)

MurchinsonNilfahrt (1)MurchinsonNilfahrt (5)

MurchinsonNilfahrt (4)

Wanderung

Die Fälle sind nur 42 Meter hoch, aber bei der feuchten Hitze und weil wir vor Sonnenaufgang aufgestanden waren, fanden wir es trotzdem anstrengend. Belohnt wurden wir durch sehr schöne Ausblicke auf die herabstürzenden Wassermassen.

MurchinsonNilfahrt (12)MurchinsonNilfahrt (13)MurchinsonNilfahrt (14)

Im Murchinson Nationalpark verlebten wir einen sehr abwechslungsreichen Tag und die Möglichkeiten zur Beobachtung von Tieren waren außerordentlich gut.

Wenn ihr  ein weiteres Highlight  unserer Ugandareise sehen möchtet, schaut doch mal hier Traum Reiseerlebnis: Gorillatracking in Uganda

Über eure Kommentare, die Berichte über eure Traumreiseerlebnisse und eure Likes freue ich mich sehr.

Tophighlight : Wandern in Patagonien

Wetterbedingungen in Patagonien

Das Wetter in Patagonien ist zu Recht berüchtigt: es ist unberechenbar, selbst im Sommer muss mit empfindlichen Kälteeinbrüchen gerechnet werden, peitschende Regengüsse sind an der Tagesordnung, Windgeschwindigkeiten erreichen Orkanstärke.

Jahrelang hatte ich mich, da häufig vom Wetterpech verfolgt Reisepech: Das Wetter ! nicht getraut,  in diese Gegend mit ihren spektakuläre Landschaften zu reisen. Im Januar 2017 wagte ich es schließlich, gut ausgestattet mit wind- und wasserfestem Equipment, und das Wetter war tatsächlich extrem wechselhaft und wies alle genannten Phänomene auf.  Aber immer wieder, besonders an den spektakulärsten Punkten, erlebte ich plötzlich ausgesprochen traumhaftes Wetter !

Parque Nacional Torres del Paine Chile

Im Torres del Paine National Park hielt ich mich drei Tage lang auf. Weitere Informationen über den Nationalpark gibt es auf  https://torresdelpaine.com/en/

Das allerschönste Erlebnis war meine Wanderung zur Base de las Torres. Ich hatte mir eine Hotelunterkunft am  Eingang des Nationalparks am Rio Serrano mit Blick auf die Cuernos gegönnt, die wie alle anderen recht teuer war. Außerdem hatte ich  mich nur für diesen Teil meiner Reise für einen Mietwagen entschieden. Ansonsten war ich in Patagonien mit den sehr guten Bussen  unterwegs. Regelrechten Horror hatte ich vor dem Befahren der Straßen im Nationalpark mit dem Mietwagen gehabt, da es dort nur mehr oder minder üble Schotterpisten gibt. Im Großen und Ganzen stellt sich das als aufregend aber nie als gefährlich dar. Es gab immer genug Platz zum Ausweichen. Um zu den Ausgangspunkten der Wanderungen zu kommen, hätte ich ohne ein eigenes Fahrzeug auch Transfers im Hotel buchen können. Von den hohen Preisen einmal abgesehen, wollte ich aber lieber unabhängig sein, meine Touren je nach Wetter kurzfristig planen.  Im Torres del Paine gibt es auch Mehrtageswanderungen. Die meisten Wanderer gehen den W-Treck in vier bis fünf Tagen und übernachten in Campamentos oder Refugios (einfache Campingplätze und Berghütten). Ich hatte mich für Tagestouren entschieden.

Traumwanderung zur Base de las Torres

Zur Base de las Torres, dem Highlight im Nationalpark,  wollte ich bei möglichst schönem Wetter wandern. Beim Blick aus dem Fenster am frühen Morgen entdeckte ich riesige Pfützen und dunkle Wolken zogen gerade heran. Am Vortag hatte sich ein plötzlicher Wettersturz ereignet und ich hatte nicht schnell genug meine Regenkleidung überziehen können, so dass ich völlig durchnässt und ordentlich durchgepustet worden war. Ich beschloss, wieder schlafen zu gehen und später je nach Wetter eine kleinere Wanderung zu unternehmen.  Als ich gegen 7 Uhr wieder hinaus schaute,  hatte es sich schon beträchtlich aufgehellt. Schnell prüfte ich den Wetterbericht, wonach es bald schöner werden sollte und sogar sonnig. Ich überlegte kurz. Die Wanderung würde mindestens 8 Stunden dauern, der Startpunkt der Wanderung lag am anderen Ende des Nationalparks, würde ich das überhaupt schaffen ? Das Gute am Sommer in Patagonien ist aber, dass es Tageslicht bis ca. 22 Uhr gibt.  Kurzentschlossen packte ich alles ein, auch mein Regenzeug, frühstückte schnell und fuhr gegen 8 Uhr los. Ich konnte es nicht glauben, auf der Fahrt wurde das Wetter laufend schöner. Wie beim Fahren am Vortag schwankte meine Stimmung beim Autofahren ständig zwischen: „Es kann doch nicht wahr sein, dass diese Piste immer noch enger und steiler wird und die Schottersteine wieder größer, wow diese Landschaft ist überwältigend, aber diese großen Schlaglöcher sind neu, die sind durch den Regen heute Nacht entstanden. Wahnsinn, diese Farben des Himmels und der Lagos,  Grün und Blau in allen Schattierungen und das kontrastierende  Gelbbraun der Vegetation, einfach wunderschön ! … “

Fotografieren konnte ich leider nicht, mit dem Autofahren war ich ziemlich beschäftigt. Aber ein Guanako am Straßenrand im Gegenlicht hatte ich doch  erwischt.

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Nach der Abzweigung zum Wanderparkplatz musste ich noch einmal tief durchatmen,  als es über eine nur mit Holzplanken lose (?) belegte enge Brücke ging, aber natürlich stellte das kein Problem dar. Für die ca. 50 km lange Fahrstrecke hatte ich fast zwei Stunden gebraucht. Mit der Höchstgeschwindigkeit von 60 km/ h war ich aber auch nie gefahren. Vom Parkplatz bis zum Hotel Las Torres  war es noch fast eine halbe Stunde zu laufen, bis die Wanderung begann. Ich ahnte nun schon, dass ich an diesem Tag keinesfalls alleine unterwegs sein würde. Heerscharen von Wanderern bewegten sich in Richtung meines Ziels. Vor meiner Reise hatten mich viele gefragt, ob mir das nicht zu gefährlich sei, alleine wandern zu gehen. Während meiner Wanderungen in Patagonien war das überhaupt kein Problem. Die Sommersaison in Patagonien ist kurz und der Tourismus konzentriert sich auf wenige Ziele. Einsam in Not geraten konnte ich da wirklich nicht !

Zu Beginn ging es langsam aber stetig bergauf. Bis zum Refugio Chileno konnte man mit dem Pferd reiten. In den ersten Minuten lief ich direkt hinter einem Pferdehinterteil, dann verliefen der Wander- und der Reitweg gottlob getrennt.

Die Aussicht ins Tal über die unberührte Landschaft war wunderschön. Allerdings wurde es in der Sonne nun auch immer heißer und ich war nicht die Einzige, die eine  Auszieh- und Eincremepause einlegte.

Hinter dem Refugio Chileno begann der Weg anzusteigen, um kurz darauf wieder bergab zu verlaufen. Dies wiederholte sich mehrere Male, so dass ich kaum an Höhe gewann. In der Wanderbeschreibung hatte ich gelesen, dass der finale Aufstieg von 300 Höhenmetern erst auf dem letzten Kilometer der 9 km langen Strecke zu bewältigen war. Nach einer letzten Trink- und Snackpause (mit warmem Cola, köstlich ! Wirkt aber bei mir wie ein sehr guter Kaffeeersatz ) am Campamento Torres wurde der Weg sehr steil und felsig. Das letzte Stück führte mitten durch ein riesiges Geröllfeld aus groben Felsbrocken und nahm einfach kein Ende.  Dort waren auch zahlreiche Wandergruppen unterwegs, die entgegenkamen oder überholen wollten, so dass man oft ausweichen musste. Auf allen Vieren und mit letzter Kraft zog ich mich an den Felsen hoch. Meine bewährte Strategie beim Wandern, mit kleinen Schritten auch im steilen Terrain langsam immer weiter zu gehen, versagte und ich musste mehrmals schwer atmend stehen bleiben. Zwischendurch konnte ich immer mal wieder die Spitzen der Torres sehen und das motivierte. Nach knapp vier Stunden erreichte ich schließlich das Ziel.

Und dann als ich an der Lagune mit Blick auf die Torres angekommen war, war die ganze Plage vergessen. Es war einfach wunderschön, die Torres wirkten unglaublich majestätisch in der großartigen Gebirgslandschaft und jeder Schritt dorthin hatte sich gelohnt. Darin  war ich mir mit meinen zahlreichen Wandernachbarn einig. Es machte mir auch nichts aus, dass es dort oben so voll war, dass man sich am „Kodak Point“ für das berühmte Foto vor der Lagune mit den Bergspitzen anstellen musste, um alleine auf das Bild zu kommen.

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Trotz strahlendem Sonnenschein konnte man sich an der Base de las Torres nicht sehr lange aufhalten. Durchgeschwitzt wie ich war, begann ich bald zu frieren. Und mir stand auch noch der lange Rückweg bevor. Den steilen Abstieg über das Geröllfeld bewältigte ich sehr vorsichtig. Dann ging es natürlich wieder stetig bergab und bergauf und das blieb so bis fast ganz zum Schluss der Strecke. Obwohl sich nun im Nachmittagslicht immer wunderschöne Ausblicke eröffneten, zog sich der Rückweg gewaltig. Im Refugio Chileno bekam ich den dringend notwendigen Koffeinschub und dann ging es zurück ins Tal.

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torres del paine (137)Auf dem letzten Kilometer war ich so fertig, dass ich es nicht schaffte, meinen offenen Schnürsenkel  zu binden. Als ich am Parkplatz ankam, war es schon 18:30 Uhr und ich fragte mich, wie ich die fast zweistündige Rückfahrt über die Schotterpiste bewälltigen sollte. Aber dann passierte ein weiteres Wunder. Ein warmes Abendlicht verzauberte die Landschaft noch zusätzlich. Aufgrund der späten Stunde herrschte auch nur wenig Verkehr. Das Beste waren die zahlreichen Guanakos. Zwei Tieren jagten leichtfüssig an einem abschüssigen Hang entlang, Staubfahnen im Gegenlicht hinter sich herziehend. Ein magisches Bild!

Fazit: Die Wanderung zur Base de las Torres war trotz aller Anstrengung und der langen Anfahrt ein berauschendes Naturerlebnis. Obwohl es dort in der Hochsaison sehr voll werden kann, unbedingt empfehlenswert !

Kurze Wanderungen im Nationalpark Torres del Paine

Im Torres del Paine habe ich die folgenden kürzeren Wanderungen unternommen.

Vom Parkplatz zum Mirador Cóndor (einfache Strecke 40 Minuten, toller Ausblick, aber sehr stürmisch auf dem Mirador)

Vom Parkplatz zum Wasserfall Salto Grande und weiter zum Mirador Cuernos mit Ausblick zum Lago Nordernsköld (einfache Strecke 1 Stunde, leicht, Guanakoherden gesehen)

Am Lago Grey entlang zum Mirador Grey  (einfache Strecke ca. 1 Stunde, toller Ausblick auf den Gletscher und die auf dem See treibenden Eisberge)

Vom Lago Grey zum Mirador Ferrier (knackige 700 Höhenmeter, je 2 Stunden für Auf- und Abstieg, wegen schlechten Wetters nur bis zur Hälfte gegangen, wunderbarer Blick aber auch schon von dort).

Bewertung Torres del Paine Nationalpark

Im Torres del Paine Nationalpark habe ich atemberaubende Landschaften gesehen. Der Zugang zu den Wanderwegen war oft stressig. Das konnte ich aber beim Anblick der Berge, Gletscher, Seen, die in ständig wechselndes Licht getaucht wurden und immer wieder neu bestaunt werden konnten, schnell vergessen. Der Aufenthalt dort gehört unbedingt zu einer Patagonienreise.

Um so mehr kann man danach das Wandern in El Chaltén genießen. Den Ort erreicht man mit dem Bus von El Calafate in drei Stunden, wobei die Fahrt ein weiteres schönes Landschaftserlebnis bietet. Die Treks beginnen im Ort und  bieten reichtlich Gelegenheit zum Schauen in die wunderschöne Gegend. Dazu möchte ich einen weiteren Bericht schreiben.

Was waren eure schönsten Landschaftserlebnisse beim Wandern ? Welche Treks sollte man nicht verpassen?

Über eure Kommentare und eure Like freue ich mich sehr.

Traum Reiseerlebnis: Gorillatracking in Uganda

Wir wandern im Winterwunderland rund um Bad Aussee. Was für ein Gegensatz zu unseren ersten Januartagen 2018 in Uganda.

Seit meiner Kindheit hatte  ich von einer Safari in Afrika geträumt. Zum Jahresende 2017 war es soweit: wir begaben uns auf eine abenteuerliche Reise nach Uganda.  Das absolute Highlight des Trips war der Besuch bei den Berggorillas im Bwindi Impenetrable National Park, den wir heute vor einem Jahr unternahmen.

Früh am Morgen fuhren wir zum Treffpunkt im Nationalpark. Berggorillas sind streng geschützt, was sicher auch der Forschung von Diane Fossey („Gorillas in the Mist“) zu verdanken ist. Insgesamt leben nur noch etwa 900 Tiere im Bwindi Park sowie in den Nationalparks in Ruanda und der Republik Kongo. Berggorillas werden nicht in Zoos gehalten .

Im Bwindi Park leben ca. 400 Tiere, etwa 40 davon, die alle in Familien leben, sind habituiert. Sie werden von den Rangern allmählich über mehrere Jahre an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt. Wilde Gorillas fliehen normalerweise in panischer Angst vor Menschen.  Besuchergruppen dürfen die habituierten Affen nur für eine Stunde besuchen, um sie nicht zu sehr zu stören.

Die Gorillapermits sind sehr begrenzt (auf einige Dutzend pro Tag im Bwindi, daher müssen sie Monate vorher gebucht werden) und alles andere als billig (600 $ pro Besucher in Uganda in der Hauptsaison, 1500 $ in Ruanda!). Letztendlich zahlt der Besucher für ein zutiefst beeindruckendes Erlebnis, spendet aber vor allem für den Erhalt des Nationalparks und den Schutz der Berggorillas.

Ein bisschen skeptisch war ich aber schon. Würden wir die Gorillas überhaupt finden oder nur lange und erfolglos durch den Dschungel stapfen?  Von einer Stunde Wanderung bis zu sechs Stunden war die Rede und eine Garantie, dass man die Gorillas zu sehen bekam und sich ihnen nähern konnte, wurde natürlich nicht gegeben.

Zu Beginn wurden wir in Gruppen eingeteilt. Die Tracker spüren die Tiere auf. Sie wissen, wo die Gorillas am Vorabend ihre Schlafnester gebaut haben und folgen den einzelnen Familien, wenn sie am Vormittag aufbrechen.

Wir hatten Glück bei der Einteilung, unsere Gorillafamilie  „Oruzogo“ würde sich voraussichtlich in relativ geringer Entfernung aufhalten. Für den Hinweg wurde mit einer Gehzeit von 1,5 Stunden gerechnet. „Gehen“ war in diesem Zusammenhang allerdings ein Euphemismus. Im dichten Regenwald ging es auf einem kaum erkennbaren Pfad steil bergab. Immer wieder mussten unsere Begleiter mit der Machete den Weg von Schlingpflanzen befreien.

Der Bwindi Park liegt in einer Höhe von ca. 2600 bis 3000 Metern. Durch das feucht-kalte Tropenklima triefte der Wald auch in Trockenzeit nur so vor Nässe und der Lehmboden hatte sich in eine veritable Schlitterbahn verwandelt.

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Ich war die einzige in unserer zwölfköpfigen Besuchergruppe, die einen Träger gebucht hatte. Der junge Mann namens Michael sollte allerdings nicht mich tragen, sondern  festhalten, wenn es steil und glatt bergab ging. In den letzten Jahren hatte ich einige zwar harmlose Stürze erlebt , die aber im Gegensatz zu früher oft zu ernsten Verletzungen (Beinbrüche o.Ä.) geführt hatten. Das passierte leider auch, wenn ich vor der Reise ein Kraft- und Fitnesstraining absolviert hatte. Nun war ich heilfroh, dass ich Michael die Hand reichen konnte, wenn es steil und glatt nach unten ging. Allerdings wollte er mich auch den Hang heraufziehen, wenn es bergauf ging, was ich dankend ablehnte. So schlimm stand es mit mir noch nicht !

Nach einer guten halben Stunde blieben wir erst einmal stehen. Unser Guide sprach in sein Walkie Talkie mit den Tracker, um den Weg zu  „unserer“ Familie zu finden. Trotz einer fetten Ladung Moskitospray und einer fast völligen Körperbedeckung mit Hut, langärmeliger Oberbekleidung, langen Hosen, die in dieWanderschuhe gesteckt worden waren, Handschuhen und Halstüchern hatten wir alle Mühe, die Myriaden von Insekten abzuwehren, die sich auf uns stürzen wollten.

Schließlich ging es weiter, steil bergauf und dann wieder herunter auf der lehmigen und immer schmaler werdenden Rutschbahn. Einige junge Leute rutschten aus und standen ungerührt wieder auf. Begleitet wurden wir von mehreren bewaffneten Wächtern. Ich dachte, dass es nicht nur darum gehen konnte, Tierangriffe abzuwehren und fürchtete mich ein ganz kleines bißchen.

Und dann war es soweit: wir mussten unsere Rucksäcke, den Proviant und die Getränke sowie unsere Wanderstöcke zurücklassen. Es ging darum, die Affen, zu deren Rastplatz wir nun herabstiegen, nicht zu irritieren. Der Guide bat uns außerdem, nicht mit Blitz zu fotografieren und uns möglichst ruhig zu verhalten.

Jetzt wurde es noch unwegsamer und wir liefen durch ein hohes Dickicht von Schlingpflanzen. Nur kurz fragte ich mich, ob da nicht irgendwo meine Horrortiere, die Schlangen, auf uns warteten.

Wir trafen bald auf die Gorillafamilie, zunächst auf einzelne Mitglieder, aber dann zeigte uns unser Guide noch weitere, die in der hohen Vegetation tiefenentspannt relaxten. Sie lagen dort und steckten sich genüsslich, die am nächsten wachsenden Blätter in den Mund und mampften oder sie schliefen aneinandergeschmiegt. Wir sahen Weibchen, einige halbwüchsige Affen, die umhersprangen und ein bisschen kletterten, und ein Jungtier, das sich an seine Mama kuschelte. Der Silberrücken der Gruppe richtete sich nur halb auf, als wir ankamen und ließen sich dann zurück auf seinen Ruheplatz fallen. Ab und zu gab er ein tiefes Grummeln von sich und unser Guide antworte dann mit einem ähnlichen Geräusch. Das hörte sich ein bisschen so an, als ob sich zwei alte Freunde unterhalten.

Wir folgten unserem Guide, der uns rund um den Rastplatz führte, und uns bis auf ca. 1,5 Meter an die Affen heran ließ. Nur wenn man näher als etwa drei Meter an den Silberrücken herantreten wollte, winkte er ab. Keiner von uns hatte erwartet, dass wir den Gorillas so nahe kommen würden. Die Begeisterung in der Gruppe, die aber nur leise geäußert wurde, war entsprechend groß.

Es war ein unglaubliches Erlebnis die total entspannten Gorillas zu beobachten, die es nicht zu kümmern schien, dass zwölf Besucher sich in ihrer unmittelbaren Nähe aufhielten und dabei wie wild fotografierten. Die Affen schauten uns entweder direkt an, interessiert und auch ein bisschen skeptisch, oder sie drehten gelangweilt den Kopf weg. Diese eindrucksvolle Gelassenheit hatte ich den Gorillas überhaupt nicht zu getraut und ich war einfach überwältigt. Das ging so weit, dass ich irgendwann gar nicht mehr fotografieren konnte,  sondern nur noch gucken wollte.

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Berggorillas haben übrigens ein flauschigeres Fell als die Tieflandgorillas aus dem Zoo und sie wirkten so knuffig, dass man Lust bekam, sie zu streicheln, was aber gottlob niemand tat.

Mit den Insekten hatten wir übrigens kein Problem mehr, die umschwirrten in dichten Wolken die Gorillas, die das Ganze in stoischer Ruhe hinnahmen.

Viel zu schnell war unsere „Besuchszeit“ vorbei. Das Jungtier gab noch eine drollige Abschiedsvorstellung. Es hangelte sich durch das Dickicht, stürzte auf den weichen Untergrund und kletterte immer wieder hoch.

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Nach knapp vier Stunden kamen wir ziemlich erschöpft aber sehr glücklich wieder am Ausgangspunkt an. Zum Abschluss wurde jedem Teilnehmer ein „Gorilla Tracking Certificate“ mit dem Namen der „getrackten“ Gorillafamilie verliehen.

Fazit: Das Gorilla Tracking im Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda  gehörte zu meinen eindrucksvollsten Reiseerlebnissen. Es tat mir um keinen einzigen Dollar leid, den ich für den Erhalt dieser faszinierenden Tiere und ihren Schutz vor Wilderern ausgegeben hatte. Besonders beeindruckt war ich von der Ruhe und Friedfertigkeit der Gorillas, die ich nicht erwartet hatte.

Nach meiner Rückkehr aus Uganda habe ich in Stresssituationen oft gedacht :

„Sei so gelassen wie ein Gorilla !“

Wart ihr schon einmal auf Safari und was war euer schönstes Erlebnis ?

Über eure Komentare und Likes freue ich mich.