Camino Doors again

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If you’ve been reading my posts lately, you know that I did the Swiss Way of St. James in April. Now I’m going to show some of the doors I saw on the way.

Abbey Payerne
Abbey Payerne
In a garden
Where Audrey Hepburn married Morges Lake Geneva
Nyon Castle Lake Geneva
Shelter on the Camino

I was inspired to take these photos by Dan Antion’s terrific Thursday Doors Challenge. Thank you, Dan!

Always looking forward to your feedback.

Auf dem Schweizer Jakobsweg /On the Swiss Camino #18

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Von Payerne nach Syens bei Moudon am 20.4.2022

Morgens ging ich noch einmal auf das Gelände der Payerner Abtei. Am Vorabend waren die Kirchen schon geschlossen gewesen und ich wollte mir noch einen Pilgerstempel holen. Die Abteikirche konnte, wie das Kloster, erst nachmittags (gegen Eintritt) besichtigt werden.

Ich besuchte die Gemeindekirche. Das Innere des romanischen Baus, das im zauberhaften Morgenlicht lag, gefiel mir sehr gut, aber den Stempel suchte ich ausgiebig und vergeblich. Später las ich, dass die Touristeninformation im Ort einen schönen Stempel anbietet.

Kurz nachdem ich aufgebrochen war, erreichte ich das Ufer des Flüsschens Broye, dem ich den ganzen Tag lang folgen würde. Davor lag die katholische Kirche. Vielleicht würde es dort einen Stempel geben. Zuerst sah es nicht danach aus, aber nach einigem Suchen entdeckte ich im Halbdunkel eine Notiz, dass Pilger im Pfarrbüro nebenan nachfragen sollten. Dort erhielt ich ohne Weiteres meinen „tampon de pélérinagne“, den ersten seit zwei Tagen.

Nun begann die Flussetappe, die im Pilgerbuch als immer am Ufer entlang führend und gleichförmig beschrieben worden war. Da man nicht ständig auf die Wegbeschilderung achten musste, sollte die Strecke eine Chance zum meditativen Gehen bieten. Zu Beginn fand ich das sanfte Landschaftsbild mit der grünen Frühlingsvegetation recht hübsch und marschierte munter auf dem ebenen Weg.

Nach zwei Stunden zweigte ich in den ersten Ort Granges-Près-Marnand ab, um mir eine Kaffeepause zu gönnen. Leider fand ich wieder einmal kein geöffnetes Café. Im Supermarkt erkundigte ich mich , verstand aber die französische Erklärung nicht und hatte nicht genügend Energie um nachzufragen. Stattdessen kaufte ich ein großes Eis am Stiel, das ich Gehen aß, als ich auf die Via Jacobi zurückgekehrt war. Inzwischen war es heiß geworden auf dem schattenlosen Weg und ich fühlte einen klitzekleinen Überdruss. Der meditative Flow wollte sich nicht einstellen. Wahrscheinlich bin ich einfach nicht der Typ für solche Erfahrungen.

Dann kam mir ein älterer Mann mit seinen beiden Enkeln entgegen. Er fragte mich, ob ich auf dem Jakobsweg unterwegs sei und erzählte, dass er mit 27 (vor 40 Jahren ?) mit dem Fahrrad von seinem Wohnort in der Nähe mit dem Fahrrad nach Santiago gepilgert war. Er hatte es, obwohl er damals sehr fit gewesen war, anstrengend gefunden aber auch sehr bewegend.

Nach dieser netten Unterhaltung, bei der es auch mit meinem Französich recht gut klappte, spendierte mir der Camino noch Etwas. Am Flussufer gab es häufiger Bänke, aber diese war etwas Besonderes. Sie ging um die Ecke. Ich ließ mich nieder, konnte mich anlehnen und dabei die Füße hochlegen. Und über mir rauschten die Birkenblätter in der leichten Brise. Herrlich !

Als ich dort saß, kamen tatsächlich zwei französischsprachige Pilgerinnen vorbei, die Ersten seit ich in Fribourg gestartet war. Sie hatten auf Via Jacobi in der Nähe von Biel begonnen und wollten dieses Mal bis Genf pilgern. Genau wie ich hatten sie in Moudon keine Unterkunft gefunden und würden in Billens, etwas abseits des Jakobswegs, privat übernachten. Ihren nächsten Urlaub im Mai wollten sie wieder auf dem Camino verbringen und in 14 Tagen bis Le Puy pilgern. Als sie weitergingen, verabschiedeten wir uns mit „Bonne route!“. Die Beiden habe ich nicht wieder getroffen, hoffe aber, dass sie gut in Genf angekommen sind.

Nach meiner Entspannungspause auf der Bank ging ich erfrischt weiter und es dauerte nicht lange, bis ich Lucens erreicht hatte.

Am Ortseingang überquerte ich eine Brücke und dann verlief ich mich wahrscheinlich, obwohl das doch auf der Strecke nicht möglich sein sollte. Ich wanderte an der Straße entlang durch ein fieses, stinkendes Industriegebiet. Einen Gehweg gab es nicht, so dass ich mich mehrmals vor dem Schwerlastverkehr in Sicherheit bringen musste.

Als ich am Rande der Innenstadt ankam, zeigte ein Caminoschild zuerst in die Richtung, aus der ich gekommen war. Zurückgehen kam für mich nicht in Frage. Ich ging weiter und entdeckte die Abzweigung nach Curtilles, dem nächsten Ort auf dem Schweizer Jakobsweg. Bis dahin sollte der Weg laut Pilgerbuch leicht bergauf und dann wieder an der Broye entlang nach Moudon führen. Ich beschloss zunächst den dringend benötigten Kaffee trinken zu gehen und bog nach Lucens ab. Bald stand ich am Bahnhof und sah ich, dass das Restaurant, das mir der nette Mann unterwegs empfohlen hatte, geschlossen war.

In früheren Zeiten sind den Pilgern fernab der Heimat auf ihrer langen und oft einzigen Reise ihres Lebens sicher viele Versuchungen begegnet. Auf der Via Jacobi ist es heutzutage vor allem die Schweizer Bahn SBB. Der Weg verläuft meistens nicht weit entfernt von der Bahnstrecke. Die Bahnverbindungen sind dicht getaktet und die Züge pünktlich. Es bedarf oft moralischen Standvermögens, um eine beschwerliche noch Stunden dauernde Wanderung fortzusetzen, wenn die Zugfahrt nur einige Minuten beträgt.

Am Bahnhof war der nächste Zug nach Moudon schon angezeigt. Er ging in wenigen Minuten. Blitzschnell rechnete ich mir aus, dass ich für die 6-7 km bis Moudon, die zudem wieder an der Broye filgten, noch etwa zwei Stunden brauchen würde, klickte mich durch die Optionen im Fahrkartenautomaten, kaufte ein Ticket und schaffte es in letzter Minute, zum richtigen Gleis zu eilen.

In wenigen Minuten hatte ich Moudon erreicht. Inzwischen machte ich mir Sorgen, weil A. meine Gastgeberin, bei der ich eine kleine Ferienwohnung in Syens hinter Moudon gemietet hatte, auf meine letzte Mail mit einer Bitte um eine genaue Wegbeschreibung nicht reagiert hatte. Als ich vor dem Bahnhof stand, sah ich das nächste Wegschild, auf dem die Gehzeit bis Syens mit 1,5 Stunden angegeben war. Das war mehr, als ich erwartet hatte, und ich wollte auf jeden Fall eine Rückmeldung von A. abwarten, bevor ich weiter ging. Außerdem musste ich nun endlich einen Kaffee trinken. Nun war es schon 14:30 Uhr. Zuletzt hatte ich mein koffeinhaltiges Lieblingsgetränk zum sehr frühen Frühstück getrunken. Das war für eine Kaffeeaficionada wie mich viel zu lange her. Rund um den Bahnhof waren sämtliche Gaststätten geschlossen, aber zwei sehr nette Frauen führten mich zu einem etwas versteckt liegenden Bäckereicafé.

Als ich bei Cappuccino und Schokoladenéclair saß, meldete sich A. Wir telefonierten und sie bot mir an, mich vom Bahnhof abzuholen. Dazu konnte ich natürlich nicht nein sagen.

Nach dem Kaffeetrinken musste ich noch die Kirche besuchen. Nach Moudon würde ich nicht zurückkehren, weil Syens auf der Fortsetzung der Via Jacobi lag. Die gotische Kirche Saint- Etienne gefiel mir sehr gut. Ohne meine Mitfahrgelegenheit wäre ich dort sicher etwas länger geblieben.

Bevor ich mich mit A. traf, ging ich noch einkaufen, um mir abends Spaghetti mit Tomatensoße zu kochen. Und ein leckeres Quöllfrisch, Appenzeller Bier, besorgte ich auch, obwohl ich dazu noch ein weiteres Geschäft aufsuchen musste, weil der erste Laden einer bekannten Schweizer Supermarktkette, keinen Alkohol mehr führt.

Während ich auf dem Bahnhofsparkplatz auf A. wartete, gingen zwei Frauen mit Rucksäcken vorbei. Ihre außergewöhnlich kleinen Jakobspilgermuscheln entdeckte ich erst, als sie schon weitergegangen waren und ich sie nicht mehr ansprechen mochte.

Meine Unterkunft entpuppte sich als wunderschön im Grünen und am Flüsschen Le Brits gelegen. Von meiner Ferienwohnung ging es direkt auf eine schöne Gartenterrasse, wo ich erst einmal ausgiebig von blühenden Pflanzen umgeben in der Sonne sitzend relaxte. Abends kochte ich und freute mich sehr, einmal nicht essen gehen zu müssen.

Fazit:
16 Km bis Lucens (26 km bis Syens), 4 Stunden, keine Höhenunterschiede
Leichte Wanderung , die mittellange Strecke erfordert aber wegen der fehlenden Abwechselung Durchhaltevermögen, eine der ganz wenigen Etappen, die ich gerne in Begleitung eines Gesprächspartners gegangen wäre. Im Sommer bei Sonnenschein mangels Schatten nicht zu empfehlen. Übernachtung in Moudon rechtzeitig buchen, weil die Möglichkeiten sehr begrenzt sind.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Auf dem Schweizer Jakobsweg /On the Swiss Camino #17

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Von Fribourg nach Payerne am 19.04.2022

Obwohl ich früh aufgewacht war, zog ich erst um 9:30 Uhr los. Trotz des sonnigen Frühlingswetters herrschten morgens nur knapp 6 ° C. Nachdem ich durch eine Unterführung am Bahnhof gelaufen war, ging es bergauf durch ein Wohnviertel und schon bald wurde mir warm. In den nächsten eineinhalb Stunden führte mich der Jakobsweg immer in die Nähe von Orten und Hauptverkehrsstraßen über asphaltierte und Betonplattenwege.

Ich hatte mich für die Variante nach Moudon über Payerne entschieden. Bis Payerne war der Weg im Pilgerführer als abwechselungsreich beschrieben. Für die Fortsetzung, die sehr lange und eher eintönig immer am Flussufer der Broye entlang führte, sollte Durchhaltevermögen gefragt sein. Ich wollte mich schonen und hatte mir diese Strecke ausgesucht, weil sie weitgehend eben verlief. Auf diese Etappe war ich sehr gespannt.

Nachdem ich ein großes Pilgerkreuz aus dem 18. Jahrhundert passiert hatte, fand ich den Abzweig nach Payerne. Kurz danach überquerte ich die Autobahn A 12, die für mich die Krönung der verkehrsreichen Wegführung an diesem Tag darstellte.

Aber danach lief ich lange auf weichem Untergrund durch den Wald. Unzählige Frühlingsblüten, vor allem Buschwindröschen und Schlüsselblumen, sah ich auf dem Waldboden. Weil die meisten Bäume noch kein Laub gebildet hatten, fiel helles Licht in den Wald. Andererseits gab es kaum Schatten, so dass es mir im Laufe der Zeit ziemlich warm wurde. Bald konnte ich mich über die erste Aussicht auf die schneebedeckten Berge freuen, wobei ich bis heute nicht weiß, um welches Gebiet es sich handelt (die Schweizer Berge bei Crans-Montana ?).

Leicht abfallend führte mich die Via Jacobi danach zu einem Bächlein. Auch dort bedeckten wunderschöne Blüten den Waldboden. Kurz nachdem ich begeistert blühende Zweige an einem Baum vor dem strahlend blauen Himmel fotografiert hatte, begann ein kurzer, aber äußerst steiler Aufstieg. An einem Punkt hatte ich sogar Angst, mit dem Rucksack nach hinten zu kippen. Danach befand ich mich auf einem schräg abschüssigen Pfad wieder und war sehr froh, dass der Untergrund trocken war. Quer über dem Weg lag ein umgestürzter Baum, wobei ich den Fortgang der Strecke nur daran erkannte, dass dahinter Stufen den Hang hinauf führten. Schwer atmend und mit zitternden Beinen erreichte ich schließlich die Höhe. Nun rief ich St. Jakob an und bat ihn um eine Bank. Und was kam bald darauf ? Einer von diesen opulent ausgestatteten Schweizer Rastplätzen im Wald mit Schutzhütte und Grillstelle. In der Tat: Camino provides !

Dort ließ ich mich nieder. Nach fast drei Stunden Rucksackwanderung war ich reif für eine Pause und eine ausgedehnte Brotzeit. Ich schälte das aus dem Hotel mitgenommene Osterei, aß die Reste meiner Verpflegung von der Zugfahrt und mein letztes Schokoladenei musste daran glauben. Dazu trank ich eine Menge Wasser. Alles war perfekt, nur der Kaffee fehlte!

Frisch gestärkt brach ich wieder auf. Zum nächsten Ort Noréaz ging es angenehm bergab durch den frischen grünen Wald und bald sah ich wieder ein herrliches Bergpanorama.

Der Ort präsentierte sich leider ohne Restaurants oder Cafés, aber am Ortsausgang kam ich an einem Haus mit einem großen Schild vorbei, auf dem Getränke und Kuchen angeboten wurden. Es sah nicht nach einem geöffneten Lokal aus, aber ich war kaffeedurstig genug, um an der Haustür zu klingeln.

Die Dame des Hause öffnete und antwortete mir, dass es keinen Kaffee gäbe, aber meine Wasserflasche, die ich in der Hand hielt, wollte sie mir füllen. Ich nahm dankend an und fragte, ob sich in der Nähe ein geöffnetes Café befinde. Das war nicht der Fall und so kochte mir Madame schließlich einen aromatisch starken Kaffee und wollte nicht einmal Geld annehmen. Wir unterhielten uns ein bisschen und sie berichtete, dass sie schon häufiger vorbeiziehende Pilger mit Kaffee verpflegt hatte. Richtig nett!

Vorbei an schönen Gärten mit frühlingshaften Blüten, ging es danach kurz steil hinab nach Moulin de Prez. Unten überquerte ich den Bach L’Arbogne, dem ich eine Weile folgte. Auf einem Felsen sah ich den Turm der Burgruine Montagny.

Ab Les Arbognes, einem Ort mit einem Sägewerk, wenigen Häusern und einem (wegen Ruhetag geschlossenen) Restaurant, lief ich auf der wenig befahrenen Straße. Der Verkehr nahm in Cousset zu, aber gleich am Ortseingang war eine Abzweigung auf dem Jakobsweg ausgeschildert. So zeigte es auch mein GPX-Track an. Ich wollte lieber dem Pilgerführer glauben und lief auf dem Bürgersteig durch den Ort. Auch hatte ich auf eine Einkehrmöglichkeit gehofft, aber da gab es wieder nichts. Das Bahnhofshotel hatte geöffnet, aber die Gaststätte war geschlossen. Am Ortsausgang führte die Umgehung zurück auf meine Strecke. Bald darauf sah ich schon den Turm der Wallfahrtskirche Notre-Dame de Tours. Nun schon etwas müde schleppte ich mich über die Stufen hinauf zu dem Gotteshaus. In der Kirche war es angenehm kühl, aber ein Pilgerstempel wurde nicht angeboten.

Über einen Wiesenpfad erreichte ich Corcelles, wo ich es wieder besser wusste und der stark befahrenen Hauptstraße folgte. Der Verkehr störte mich schließlich so sehr, so dass ich mit Hilfe des GPX-Tracks abzweigte und nach einer kleinen Steigung auf dem über einen Wiesenpfad verlaufenden Jakobsweg landete. Die letzten Kilometer zogen sich fürchterlich, aber schließlich kam ich doch in meiner Unterkunft am Bahnhof von Payerne an.

Fazit:
22 Km, 180 m Aufstieg, 320 Abstieg, 6,5 Stunden ohne Pausen
Sehr abwechselungsreiche Etappe, nachdem man Fribourg und Umgebung passiert hat, weitgehend naturnah, die Frühlingsvegetation im Wald gefiel mir ausgesprochen gut. Wenige Einkehrmöglichkeiten, daher besser Proviant und Wasser mitnehmen. Für mich persönlich eine lange Strecke, bei durchschnittlicher Fitness unproblematisch.

Auf dem Weg zum Abendessen spazierte ich zu den beiden Kirchen auf dem Gelände der Abtei von Payerne. Das Kloster gehörte im Jahr 962 zu den ersten Tochterklöstern von Cluny. Schließlich mussten die Mönche das Kloster im Jahr 1536 während der Reformation verlassen. Teile des Konventsgebäudes wurden abgerissen oder umgewidmet. 1926 wurde der Komplex sorgfältig restauriert.
Quelle: Rother Pilgerführer, Jakobswege Schweiz

Einen wunderschönen Blick auf die Kirchen hatte ich vom Fenster meines Hotelzimmers. Allerdings schlugen die Kirchturmuhren die ganze Nacht lang jeweils zur vollen Stunde, erst die eine und dann die andere!

Auf euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Wo geht es hier nach Santiago? Which way to Santiago?

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Die Markierung der Jakobswege in der Schweiz ist ausgesprochen gut. An den wichtigsten Abzweigungen stehen außerdem große Schilder, welche die nächsten Ziele mit Wegzeiten anzeigen.

Außerdem ist die weiße Vier auf grünem Grund mit blauer Umrandung und gelber Jakobsmuschel ausgeweisen. Das Camino-Wegzeichen, die strahlende Sonne, bedeutet, dass Santiago in Richtung der runden Sonnenscheibe liegt und nicht dass man den Strahlen folgen soll. Der Jakobsweg führt nur in eine Richtung und zwar nach Santiago. Das Schild mit der 4, das in die andere Richtung weist, zeigt also nicht den Camino an.

Es kommt manchmal vor, dass die stilisierte Sonne in die falsche Richtung zeigt. Auf dem abgebildeten Wegweiser weist das Symbol sogar in beiden Richtungen nach Santiago. Für alte Camino Hasen wie mich war das natürlich kein Problem: bin einfach in Richtung meines Tagesziels Payerne abgebogen. Und da ich für den Weg meistens eine um ein Drittel längere Zeit brauche, bedeutete das noch einen ziemlich langen Wandertag …

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Which Way: Via Jacobi in Switzerland

Back on the Way of St. James I have had very nice weather so far. The spring vegetation looks lovely but does not offer enough shadow for hiking.

But the weather forecast says the sunny days will be over soon …

This is for Alive and Trekking’s fun challenge. Thank you San for hosting.

Always looking forward to your feedback.

Bald geht es wieder los !/ Soon I will be on my Way again!

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Im letzten Sommer und Herbst pilgerte ich etwa 280 km mit dem Rucksack auf dem Schweizer Jakobsweg, der Via Jacobi, von Konstanz/Kreuzlingen bis nach Fribourg. Unterwegs erlebte ich traumhafte Landschaften, aber das Pilgern war auch recht anstrengend. Obwohl ich mein linkes Knie soweit wie möglich schonte, z.B. bei langen Abstiegen den Bus nahm, kam ich im Herbst humpelnd in Fribourg an.

Zu Hause war ich bald wieder beschwerdefrei. Mein Orthopäde meinte aber, dass beide Menikusseiten angerissen sind und ich bei Fernwanderungen wieder mit Schmerzen rechnen muss.

So schnell gebe ich aber nicht auf! In der nächsten Woche möchte ich den Camino fortsetzen. Der Jakobsweg von Fribourg nach Genf und dann zur Schweizer Grenze, ist zwar immer noch rund 150 km lang, das Pilgern ist aber nicht mehr mit großen Steigungen verbunden. Gleich zum Beginn werde ich eine flachere Variante wählen. Der Weg führt danach lange fast eben am Ufer des Genfer Sees entlang.

Nun probiere ich es einfach. Und wenn es nicht geht, nehme ich den Zug nach Hause. Operieren lassen kann ich mich später immer noch.

Ich traue mich kaum, mich auf die Pilgerwanderung zu freuen. In der jetzigen Situation kann doch so Vieles dazwischen kommen. Die Coronainzidenz in der Schweiz sinkt stetig, ist viel niedriger als zu Hause. Allerdings sind auch die Coronamaßnahmen aufgehoben, was ich ein bisschen gruselig finde. Maske werde ich sicher oft freiwillig tragen.

Das Wetter soll mich jedenfalls nicht schrecken. Die Schweiz ist so gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen, dass ich einzelne Strecken zur Not auch fahren kann. Und meine Ruhetage in Lausanne und Genf werde ich auch bei schlechtem Wetter genießen.

Wenn ich in der nächsten Woche in Fribourg ankomme, möchte ich zunächst mit dem Bus ein Stück zurückfahren nach San Antoni, wo ich im Oktober aufgegeben habe, um dann die zehn Kilometer nach Fribourg nachzuholen. Der Weg führt über die historische Stadtbefestigung durch die Altstadt zur Kathedrale, wo ich mir nach dem letzten im vorigen Jahr nun noch einmal den ersten Pilgerstempel holen möchte.

In den nächsten Tagen werde ich beginnen, meinen Rucksack zu packen. Eigentlich kann ich ziemlich viel tragen, ohne dass es meinen Rücken überanstrengt. Aber wegen des Knies, das durch jedes zusätzliche Gramm stärker belastet wird, werde ich mir bei jedem Teil überlegen, ob ich es wirklich brauche und mein Gepäck mit Hilfe der Küchenwaage reduzieren.

Bin wirklich gespannt, ob alles klappt. Berichten werde ich auf jeden Fall.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Camino Doors

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Walking the Swiss Camino in August and October 2021 I definitely saw many beautiful doors. But I only took some photos. When I continue my pilgrimage next spring or summer this won’t happen again. Being a regular now at the fun challenge Thursday Doors by Dan Antian I will watch out for doors on the Camino.
Thank you very much Dan, for hosting!

The last photo was taken in Lucerne. On the station square stands a part of the portal of the station building, which burned down in 1971, and was placed like a triumphal arch to commemorate the old edifice, which was not rebuilt.

On the Schwabenweg near Rapperswil
Hermitage of Saint Brother Klaus in the Ranft Gorge/Klause des Heiligen Bruder Klaus
Ranftschlucht
Pilgrim’s Hostel/ Pilgerherberge Brienzwiler
B & B Castle/Schloss Riggisberg
Station Lucerne
Bahnhof Luzern

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https://slfinnell1965.files.wordpress.com/2022/01/2022-thursday-doors-badge.jpeg

Corona Reisejahr 2021 / Corona Travel Year 2021 #2

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In der ersten Jahreshälfte 2021 hatte ich einige Ausflüge unternommen, ging zum Wandern, hatte Schlossparks, Museen und Münchner Stadtviertel besucht (Corona Reisejahr 2021 #1) , aber Verreisen war „dank Corona“ erst im zweiten Halbjahr möglich.

Rucksackreise in Bayern

Endlich vollständig geimpft traute ich mich Ende Juni wieder Öffentliche Verkehrsmittel in größerem Umfang zu benutzen und im Hotel zu übernachten. Mit dem Rucksack wanderte ich vier Tage im Bayerischen Voralpenland von Bernried am Starnberger See über Kochel nach Mittenwald, benutzte für einzelne Strecken aber auch Bus und Bahn.

Am ersten Tag, auf der Strecke am Starnberger See und an den Osterseen bis nach Kochel, sah das Wetter bedrohlich aus, glücklicherweise regnete es nicht (Wieder auf Reisen 1).

Starnberger See Seeshaupt Bayern

Das Highlight war meine Wanderung am folgenden Tag von der Kesselberg Paßhöhe auf den Herzogstand bei sehr schönem Wetter mit traumhaften Aussichten. Nur auf dem Gipfel bewölkte es sich vorübergehend (Wieder auf Reisen 2).

Auf dem Buckelwiesenweg von Wallgau nach Mittenwald genoss ich wunderschöne Landschaftseindrücke. Auf dem schattenlosen Weg setzte mir allerdings die Sommerhitze zu.

Am letzten Tag wanderte ich auf den Mittenwalder Hausberg, den Kranzberg, mit fantastischen Ausblicken in Bergwelt.

Wandern in der Fränkischen Schweiz

Ende Juli hatte H. ebenfalls den vollständigen Impfschutz erreicht. Das nutzten wir für eine Woche Wanderurlaub in der Fränkischen Schweiz, die sich in Bayerns Norden befindet (s. ab hier: Ferien in der Fränkischen Schweiz 1).

Wir unternahmen kürzere und längere Tageswanderungen, schauten uns eine Wallfahrtskirche, Burgen, eine Höhle, sowie Fachwerkhäuser an und bewunderten die typischen Felsformationen. Danach erholten wir uns in unserer gemütlichen Pension beim köstlichen und sehr vielfältigen Kuchenangebot und beobachten die Ziegenherde an einem steilen Felsen direkt gegenüber .

Schweizer Camino von Konstanz nach Brunnen

Anfang August war die Zeit reif für die Fortsetzung des Jakobswegs in der Schweiz. Trotz bescheidener Wetteraussichten machte ich mich auf den Weg. In der Schweiz stiegen die Coronazahlen stetig. Anfang August betrug die 7-Tage-Inzidenz August schon über 70, was damals als hoch galt. Ich wollte aber die Pilgerwanderung in der Schweiz nicht schon wieder verschieben wie im Jahr 2020.

Zwar gab es dann Tage mit viel Regen und mancher schöne Ausblick entging mir, aber das Pilgern durch die wunderbare Schweiz mit ihren liebvoll restaurierten Häusern, den vielen Kapellen, dem Weg, der über historische Pilgerpfade führte, war möglich und gefiel mir sehr. Auch blieb es an einigen Tagen trocken, wurde sogar richtig schön (Näheres: Auf dem Schweizer Jakobsweg #1 bis #6 ). Zum Abschluss gönnte ich mir einen Tag in der Traumstadt Luzern.

Leipzig, Quedlinburg und Eisenach

In Ostdeutschland waren die Inzidenzen Ende August relativ niedrig, in Leipzig lag sie z.B. unter 30. Daher begab ich mich auf die schon seit längerer Zeit geplante Städtereise. Der Sommer war wirklich verregnet im letzten Jahr. Zwei Tage verbrachte in jeder Stadt und an einem schüttete es jeweils! Trotzdem war ich sehr beeindruckt vom reichen kulturellen Erbe der besuchten Orte.

In Leipzig sah ich die Schauplätze der Montagsdemonstrationen im Herbst 1989 und bewunderte den Mut der Bevölkerung, der zum Ende des DDR Regimes führte (s. Street Art Mural). Auch die vielen sorgfältig restaurierten historischen Gebäude begeisterten mich.

In der Welterbestadt Quedlinburg konnte ich Stiftskirche mit dem Quedlinburger Domschatz, die Altstadt mit Kirchen, Stadtmauer und über 1300 Fachwerkhäusern aus mehreren Jahrhunderten besuchen.

Ganz oben auf meiner Liste hatte die Welterbestätte Wartburg in Eisenach gestanden. 1521/22 hielt sich der Reformator Martin Luther als „Junker Jörg“ hier versteckt und übersetzte während dieser Zeit das Neue Testament der Bibel ins Deutsche. Im Lutherhaus in Eisenach wurde die Bibelübersetzung anschaulich und interaktiv vermittelt. Man konnte sogar einzelne Passagen an den Bildschirmen mitübersetzen (natürlich nur mit Einmalhandschuhen). Im 16. Jahrhundert exitierte keine einheitliche, hochdeutsche Sprache nur viele verschiedene Dialekte. Durch Luthers Bibelübersetzung wurde die Heilige Schrift nicht nur zugänglicher für die breite Bevölkerung sondern Luther legte die Grundlage für die deutsche Standardsprache (Wartburg und Luther).

Schweizer Jakobsweg von Brunnen nach Fribourg

Das Pilgern auf dem Schweizer Jakobsweg im August hatte mir so gut gefallen, dass ich den Weg in Brunnen am Vierwaldstätter See Anfang Oktober fortsetzte. Zunächst zögerte ich noch, weil sich die Corona Infektionen in der Schweiz wieder auf relativ hohem Niveau bewegten, aber als sie im Oktober leicht gesunken waren und ich las, dass genau auf die Maskenpflicht geachtet wurde und in jeder Unterkunft und allen Restaurants 3G galt, was streng kontrolliert wurde, zögerte ich nicht mehr.

In neun Tagen lief ich auf dem Camino bis nach Fribourg. Einen Ruhetag verbrachte ich am Brienzer See und einen weiteren nach dem Jakobsweg humpelnd in Fribourg. Über meine Erlebnisse, die vielen Höhen und wenige Tiefpunkte habe ich ausführlich berichtet (beginnend: Auf dem Schweizer Jakobsweg #7). Auf dem Schweizer Jakobsweg möchte ich in diesem Jahr über Lausanne und Genf bis zur Schweizer Grenze weiter ilgern, am liebsten im Frühjahr, wenn es Corona zulässt.

Im November stiegen die Inzidenzzahlen in Bayern immer weiter. Einzelne Gebiete, welche die Schwelle von 1000 erreicht hatten, mussten in den Lockdown gehen, und in München lag die Zahl bei 720, mit steigender Tendenz. Dazu kam, dass für alle Freizeitangebote, also auch für Museen und Kinos, 2 G plus (Zugang nur für Geimpfte oder Genesene mit aktuellem Test) galt. Ich beschloss, Corona ein Stück weit auszuweichen und unternahm eine Kurzreise nach Lübeck und Travemünde in Norddeutschland, wo die Inzidenzwerte mit unter 200 vergleichsweise moderat waren.

Was ich dort erlebte, werde ich noch berichten. Nur soviel: ich verliebte mich in die Backsteingotik der Welterbe Stadt Lübeck, besuchte sehr interessante Museen und naschte vom berühmten Lübecker Marzipan. In Travemünde konnte ich nach zwei Jahren endlich wieder am Meer spazieren gehen, ein auch bei trübem Herbstwetter wunderschönes und berührendes Erlebnis.

Fazit:
2021 war ein besonderes aber trotzdem sehr ereignisreiches und schönes Reisejahr für mich. Die meisten Ziele suchte ich dann auf, wenn es coronabedingt günstig war. Der vollständige Impfschutz und mein Rentnerinnenstatus ermöglichten mir das. Weil ich mich viel an der frischen Luft aufhielt und mich eher etwas strenger als erforderlich an die Coronamaßnahmen hielt, fühlte ich mich auch sicher.

Alle Orte hatte ich schon länger aufsuchen wollen und es gefielt mir ausnahmslos sehr gut. Obwohl es stimmt, dass es in Deutschland und in den Nachbarländern unendlich viel Wunderbares zu sehen und zu erleben gibt, hoffe ich doch sehr, dass bald wieder Auslandsreisen in weiter entfernte Länder möglich werden. Europäische Länder würden mir schon reichen …

Abschließend danke ich euch, meinen treuen Lesern und Followern, für euer stetiges Interesse an meinen Reiseberichten und das immer sehr nette Feedback. So macht das Schreiben von Blogposts richtig Spaß!

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.