Auf dem Schweizer Jakobsweg /On the Swiss Camino #2

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Von Märstetten nach Fischingen

Wenn es auf meiner Pilgerwanderung in der Schweiz eine Chaos-Etappe gab, dann handelte es sich um diejenige am zweiten Tag. Nachdem ich am Vortag mit pausenlosem Regen (siehe hier) zu kämpfen hatte, sollte ich nun Schwierigkeiten anderer Art begegnen.

Zunächst servierte die Bäuerin in meiner Unterkunft ein opulentes Frühstück. Dazu durfte ich mir beliebig viel Kaffee in einer Kapselmaschine zubereiten. Dementsprechend gut gestärkt begab ich mich schon um 8:30 Uhr auf die lange Etappe nach Fischingen. Ein bisschen fürchtete ich mich vor dieser Strecke, die bei maßvollen Höhendifferenzen immerhin fast 27 km betragen würde. Notfalls wollte ich, was in der Schweiz praktisch überall möglich ist, die restliche Strecke mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.

Als Erstes galt es, zurück zum Jakobsweg zu finden, den ich am Vortag verlassen hatte, um in Märstetten zu übernachten. In der Kirche hoffte ich einen weiteren Pilgerstempel zu erhalten. Das Gotteshaus hatte aber leider geschlossen. Ich spazierte durch den Ort, fotografierte noch ein historisches Fachwerkhaus und verpasste so die Abzweigung zum Bahnhof, den mir meine Gastgeberin beschrieben hatte. Möglicherweise hatte ich auch die Schweizerdeutsch sprechende Bauersfrau nicht richtig verstanden. So kam es, dass ich einen ersten Umweg rund um den Ort von ca. einem Kilometer zurücklegte.

Kurz vor dem Bahnhof sprach mich ein Mann an, der meine Jakobsmuschel am Rucksack gesehen hatte und mir erzählte, dass er schon lange auf den Camino gehen wollte. Er kam aus Sachsen, arbeitete aber schon viele Jahre als Küchenbauer in der Schweiz. Wir unterhielten uns ein bisschen über den Camino, aber dann wollte er recht genau wissen, wo ich wann hingehe und ob ich alleine wandere. Vorsichtig wie ich bin, verabschiedete ich mich schnell und ging weiter.

Danach hatte ich kein Problem, den Jakobsweg wieder zu entdecken, der allerdings als asphaltierter Fuß- und Radweg an der Straße entlang bis zum nächsten Ort Amlikon führte. Das recht trübe Wetter hellte sich nun zunehmend auf, erste Wolkenlöcher waren zu sehen. Am Nachmittag sollte es aber wieder regnen, so dass ich mich möglichst beeilen wollte.

Am Ortseingang von Amlikon bog der Jakobsweg nach Hünikon ab. Es ging durch ein idyllisches kleines Tal mit schönen Bauernhöfen auf einer kaum befahrenen Straße.

Nach Hünikon folgten weitere kleine Weiler und Gehöfte mit sehr schönen Fachwerkhäusern. Der Camino führte nun auf Feldwegen durch eine landwirtschaftlich geprägte Gegend mit Feldern und Rinderherden.

Unterwegs sah ich viele Raubvögel, die zum Teil auf Bäumen saßen und aufflogen, wenn ich mich näherte. Die Vögel hatten einen Gabelschwanz und ich meine, dass es sich um Milane handelte. Leider schaffte ich es nicht, die Tiere abzulichten. Entweder reichte das Telezoom meiner kleinen Kamera nicht oder die Lichtverhältnisse waren schwierig. Oder beides …

In Maltbach zweigte der Camino wieder ab. Als Fußweg führte er an der stark befahrenen Hauptstraße Nr. 16 entlang, allerdings nur ein kurzes Stück bis zum nächsten Ort. Leider lag die Kapelle in Kaltenbrunnen, die vom Pilgerführer als „beachtenswertes und hübsches Kleinod“ bezeichnet wurde, direkt an dieser Straße und sie war wegen Corona geschlossen. Meine Pause, die ich dort geplant hatte, legte ich trotzdem auf einer Bank an der Kirchenmauer ein. Ich war seit mehr als zwei Stunden unterwegs und musste meinen Rucksack absetzen, um die Schultern zu entspannen. Der Verkehr an der Hauptstraße bestand aber auch aus Schwerlastern, die direkt an mir vorbei donnerten, so dass ich nach einer kurzen Trinkpause wieder aufbrach.

Kurt danach befand ich mich wieder alleine in einer Wald- und Wiesenlandschaft und erreichte dann Affeltrangen. Am Ortseingang erblickte ich eine AGIP-Tankstelle, was mich auf einen Shop mit Espressoangebot hoffen ließ. Es handelte sich aber um eine Dieseltankstelle, wo es nur Kraftstoffe und Autozubehör zu kaufen gab.

Am Ausgang des Ortes sah ich schön gestaltete Jakobswegsteine und folgte dann den Wegweisern nach Tobel. Das ging ja wie am Schnürchen ! Tatsächlich bewegte ich mich fast in dem Zeitrahmen, den das Pilgerbuch für die Strecke vorsah. Nun lief ich auf Feldwegen durch eine liebliche Bauernlandschaft, die von grünen Hügeln umrahmte wurde. Zwischen den Wolken lachte die Sonne. Auf der schattenlosen Strecke wurde mir langsam heiß.

Die Markierung der Jakobswege in der Schweiz ist ausgesprochen gut. An den wichtigsten Abzweigungen stehen große Schilder, welche die nächsten Ziele mit Wegzeiten anzeigen. Außerdem gab es auf meiner Strecke die weiße Vier auf grünem Grund mit blauer Umrandung und gelber Jakobsmuschel. Zusätzlich ist der Schwabenweg bis zum Hörnli (s. nächster Bericht) mit markanten weißen Pfosten ausgezeichnet. Dazwischen stehen an jeder Abzweigung kleine leuchtend gelbe Hinweisschilder mit stilisierten Wanderern. Manchmal sind auch separate blau-gelbe Muschelmarkierungen angebracht. Diese sind allerdings gelegentlich mit Vorsicht zu genießen. Das Camino-Wegzeichen, die strahlende Sonne, bedeutet, dass Santiago in Richtung der runden Sonnenscheibe liegt und nicht dass man den Strahlen folgen soll. Es kommt vor, dass die stilisierte Sonne in die falsche Richtung zeigt. Das lässt sich allerdings leicht durchschauen. Wenn man richtig abgebogen ist, sieht man als Bestätigung bald ein gelbes Rautenzeichen, das für die Schweizer Wanderwege steht. Zu dieser sorgfältigen und gerade zu liebevollen Ausschilderung kann man den Schweizern nur gratulieren!

Auf dem Jakobsweg nach Fischingen gelang es mir trotzdem, mich zu verlaufen. Hinter Affeltrangen sah ich schon den nächsten Ort auf einer Anhöhe. „Prima, das ist schon Tobel,“ dachte ich, „bald habe ich die halbe Strecke geschafft“. Zu meinem großen Erstaunen wies ein Wanderweg-Schild (das mit dem Wanderer, ohne weitere Angaben) kurz darauf scharf nach rechts. Zweifelnd folgte ich der Beschilderung. Der Weg führte nun immer weiter weg von „Tobel“ und als an der nächsten Kreuzung kein Schild stand, beherzigte ich nicht die oberste Wanderregel: „Wo kein Schild steht, geht es weiter geradeaus.“, sondern bog nach links in die meiner Meinung nach richtige Richtung ab. Gerne hätte ich mich bei Google Maps rückversichert, aber wie berichtet, funktionierte meine Schweizer SimCard leider nicht.

Danach kamen lange Zeit keine Schilder und mir schwante, dass ich mich verlaufen hatte. Auf einem Hof fragte ich einen Mann, der im Garten mit seinem Hund spielte, wo ich mich befand. Es stellte sich heraus, dass es nicht weit von Lommis war. Im Pilgerbuch war zwar ein Abstecher zur Jakobskirche nach Lommis beschrieben, den hatte ich allerdings nicht gehen wollen, die 27-Km- Etappe waren mir schon lang genug.

Nach Lommis ging es dann ziemlich bergauf. Kaum war die Sonne hinter einer dunkelen Wolke verschwunden, da begann es auch schon stark zu schütten. Fluchend holte ich meinen Schirm heraus und zog die Regenhülle über den Rucksack. So plötzlich wie der Regen gekommen, hörte er nach wenigen Minuten auf. Durch die dampfend schwüle Hitze ging ich weiter. Als ich in Lommis ankam, war die gesamte Gastronomie des kleinen Ortes geschlossen und die Straßen schienen menschenleer.

Nachdem ich die Kirche angeschaut hatte, wo es wenigstens einen schönen Pilgerstempel gab, folgte ich einem Hinweisschild auf dem „Grillshop“ stand. Leider stellte sich heraus, dass es sich um einen Shop für Grillzubehör ohne Bewirtung handelte. Inzwischen hatte ich beschlossen, nicht nach Tobel zurückzukehren, sondern auf einer kleinen Straße zu laufen, die direkt zum Ort St. Margarethen führte, wo ich wieder auf den Jakobsweg treffen würde. Vor dem Grillshop standen Einheimische, die ich mir nach meiner Nachfrage die nicht beschilderte Abzweigung zu der Nebenstraße beschrieben.

Nach einer Erholungs- und Snackpause auf einer Bank vor der geschlossenen Touristeninformation ging ich weiter. Die Straße führte zunächst steil bergauf aber dann angenehm hinunter durch einen schattigen Wald und vorbei an Weihnachtsbaumplantagen. Den häufig vorbeifahrenden Autos konnte ich gut auf dem Seitenstreifen ausweichen. St. Margarethen erreichte ich nach einer guten Stunde. Kurz hinter dem Ortsschild hörte ich es donnern und der Regen setzte wieder ein. Ich war nun soweit , dass ich vom Nachbarort Münchwilen mit Zug und Bus nach Fischingen fahren wollte.

An der Hauptstraße fragte ich eine Frau nach dem Bahnhof und nach einem Café. Gleich um die Ecke lag ein Restaurant. Ich betrat die kleine Außenterrasse, auf der schon eine fröhliche Männerunde vor den Gläsern saß. Die Bedienung, die bei den Gästen hockte, erhob sich seufzend, als ich eintrat. Normalerweise wäre ich sofort umgekehrt, aber ich brauchte sehr dringend eine Kaffeepause.

Als ich die Terrasse betrat, entschuldigte ich mich dafür, das ich vergessen hatte, meine Maske aufzusetzen und legte eine Strecke von vielleicht eineinhalb Metern zurück, bevor ich meinen Rucksack absetzte und mich auf einen freien Stuhl fallen ließ. „Macht nichts !“ antwortete ein älterer Mann, der eine extrem stinkende Zigarre qualmte, „In der Schweiz ist das mit der Maske nur in den feineren Restaurants ein Ding! Wir sitzen ja auch draußen.“

Auf der überdachten Terrasse vor meinem köstlich dampfenden Kaffee sitzend entdeckte ich Jakobswegschilder und die spätgotische Kapelle St. Margarethen. Während ich darauf wartete, dass es aufhörte zu regnen und meinen Kaffee genoss, plauderte ich mit den anderen Gästen, die sich als nette und hilfsbereite Menschen erwiesen und sich für meine Pilgerwanderung interessierten. Ein Mann versuchte sogar, meine SIM-Karte zu aktivieren, was leider nicht gelang. Wenn ich nicht vollständig geimpft gewesen wäre, hätte ich mich vielleicht nicht wohl gefühlt, aber so verbrachte ich eine schöne Pause. Es stellte sich heraus, dass der Weg nach Fischingen noch mehr als zwei Stunden betrug. Der Zigarrenraucher riet mir, auf dem Jakobsweg eine halbe Stunde weiter zu laufen und dann nach Sirnach abzubiegen, um mit dem Bus direkt zum Kloster Fischingen zu fahren.

Nachdem ich mich verabschiedet hatte, besuchte ich die Kapelle, fand sie ausgesprochen schön, war aber noch so fertig, dass ich den Pilgerstempel vergaß.

Dann lief ich weiter auf dem Jakobsweg, der nun sehr idyllisch am rauschenden Flüsschen Murg entlang und durch eine Parklandschaft führte. Trotz des immer wieder einsetzenden Regens empfand ich dieses Stück als sehr erholsam.

Nach einigem Suchen fand ich die richtige Bushaltestelle in Sirnach und kam nach kurzer Zeit in Fischingen an. Im Kloster Fischingen checkte ich um 17:30 Uhr ein, neun Stunden nachdem ich aufgebrochen war.

Fazit:
21 km, ca. 7,5 Stunden ohne Pausen, auf meiner Route geringe Höhenunterschiede, auf dem „normalen“ Jakobsweg bis Fischingen 380 m im Aufstieg und 230 m im Abstieg, Weg oft schattenlos.

Der auf der von mir gegangenen Strecke nicht besonders abwechselungsreiche Weg war mir persönlich mit 27 km zu lang, evtl. verkürzen und die Strecke der nächsten Etappe hinzufügen.

Nach dem Abendessen im Kloster Fischingen schaute ich mir die prächtige Klosterkirche im Barock- und Rokokostil mit der Iddakappelle an. Den Abend ließ ich mit einem würzigen Klosterbier ausklingen und hoffte, dass der nächste Pilgertag weniger chaotisch verlaufen würde.

Heute war mein Bericht etwas länger als sonst, ich hoffe, er hat euch trotzdem gefallen. Über euer Feedback freue ich immer sehr.

Auf dem Münchner Jakobsweg

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Einführung

Fasziniert und voller Bewunderung lese ich seit einiger Zeit die Berichte von Pilgern auf dem Jakobsweg. Den Camino Frances in mehreren Etappen oder den Camino Portugues am Stück zu gehen, würde mich schon reizen. Bisher haben mich beim Wandern oft kürzere Touren auf einen Gipfel mit einem tollen Ausblick interessiert. Lange Strecken mit weniger Höhenunterschieden zu gehen, würde mir vielleicht auch gefallen.

Allerdings hatte ich mich oft gefragt, ob ich eine längere Fernwanderung mit Gepäck durchhalten würde. So war die Idee entstanden, in der Nähe meines Wohnortes zu einem „Probepilgern“ aufzubrechen. Ich begab mich auf den Münchner Jakobsweg, der  in der Münchner Innenstadt an der St. Jakobskirche beginnt und über 290 km nach Lindau führt. So konnte ich, wenn es garnicht gehen würde, ohne Probleme nach Hause zurückkehren.

1. Etappe von München nach Starnberg (ca. 37 km)

Ende Juli an einem heißen Sommertag packte ich meinen Day Pack (einen Wanderrucksack besaß ich noch nicht) und nahm zu Testzwecken etwas mehr mit als ich für meine erste Zweitagestour brauchte. Der kleine Rucksack ohne einen gut sitzenden Hüftgurt wog mit Brotzeit und Getränken dann fast 9 kg und fühlte sich nicht besonders bequem an, schnitt aber nirgends ein oder drückte zu stark.
Den ersten Kilometer von der Jakobskirche über den Marienplatz zum Isartor hatte ich schon ein paar Tage vorher zurückgelegt, daher startete ich nun am Isartorplatz und überquerte zunächst die Isar.
Zuerst hatte ich den Weg mit der 2. Etappe am Kloster Schäftlarn beginnen wollen. Das Isarufer in München kannte ich doch schon. Tatsächlich war es ein neues und intensives Erlebnis von der Innenstadt zum Zoo zu Fuß und dann weiter zu laufen. Die Strecke verlief sehr idyllisch immer an der Isar, querte den Fluss von Zeit zu Zeit und folgte ihm erneut. Schließlich ging es am Isarhochufer mit schönen Ausblicken weiter und dann wieder hinab ins Naturschutzgebiet im Isartal. Obwohl der Weg größtenteils auf Schotter zusammen mit dem belebten Radweg verlief, war es dort wunderschön und im schattigen Laubwald fühlte sich das Wandern trotz großer Hitze erträglich an. Auch gab es keine nennenswerten Steigungen. Inzwischen  habe ich die erste Hälfte des Münchner Jakobswegs  zurückgelegt und die 1. Etappe mir hat bisher am besten gefallen.

Ich lief bis zum Kloster Schäftlarn, wo ich mir in der Klosterkirche den ersten Stempel holte. Das Kloster wurde erstmals im 8. Jahrhundert errichtet. Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert im Barock-Rokoko-Stil von bedeutenden Baumeistern prächtig ausgestattet. Barockkirchen würde ich auf dem Münchner Jakobsweg immer wieder besuchen. Obwohl ich ältere Kirchen, z.B. gotische, lieber mag, begann ich die üppig ausgestatteten barocken Gotteshäuser mit der Zeit zu schätzen. Sie passen gut in die Landschaft. Auch war es ein schönes Gefühl als erschöpfte Wanderin in eine helle und prächtige Kirche einzutreten.

Den Pilgerpass für den Münchner Jakobsweg gibt es nur nach einem Aussendegottesdienst in der Jakobskirche, zu dem man sich spätestens zwei Wochen vorher anmelden muss. Ich hatte es nicht rechtzeitig geschafft, mir den Pass zu holen. Daher musste einstweilen mein Wanderführer für die Stempel herhalten.

Im Klostergasthof Schäftlarn konnte ich nicht bleiben, dort war ausgebucht. Deswegen musste ich noch einen relativ steilen, aber nur einen Kilometer langen, Weg nach Ebenhausen gehen. Inzwischen lief ich so ziemlich „auf dem Zahnfleisch“. Das Tragen des schweren Rucksacks hatte meine Füße stärker als vorgestellt belastet. Meine Fußsohlen brannten nach 23 Kilometern wie Feuer. Auftreten konnte ich am Ende nur noch unter Schmerzen. Dem Rücken ging es gut. An den Hüften ziepte es ein bisschen, das ging aber nach ein paar Dehnübungen am Abend weg.  Insgesamt war ich von meiner Konstitution positiv überrascht, beschloss aber am nächsten Tag statt bis Herrsching am Ammersee nur 14 km bis nach Starnberg zu laufen.

Recht gut erholt und mit „voll vertapten“ Fuẞsohlen starte ich meinen zweiten Wandertag. In Ebenhausen hatte ich Probleme, den Weg zu finden, was aber auch daran lag, dass ich mich an das oft verblichene kleine blaue Wanderzeichen mit der gelb strahlenden Muschel gewöhnen musste, dass oft hinter dichtem Laubwerk verborgen war. Nach und nach lernte ich, dass der Weg auf der Strecke lange identisch mit dem König-Ludwig-Weg verlief, so dass ich mich notfalls auch an dieser Beschilderung orientieren konnte.

Die Etappe verlief fast nur auf kleinen, zumindest am Feiertag, nicht befahrenen Straßen, die wenig Schatten boten. Zwischendurch gab es eine Reihe Apfelbäume,  blühende Feldblumen und eine wenig idyllisch an der Autobahn gelegene kleine Kapelle zu sehen, die mir aber gut gefiel.

Der Jakobsweg ging dann hinunter zum Starnberger See, dessen Ufer man auf den letzten Kilometern bis Starnberg folgt. Unterwegs lagen wunderbare historische Villen, die sich hinter hohen Hecken versteckten, so dass schöne Fotos leider nicht möglich waren.
Ich war ganz froh, als es sich schließlich bewölkte. Es fielen sogar ein paar Regentropfen, aber von dem angekündigten Gewitter blieb ich verschont. Am Nachmittag fuhr ich mit der S-Bahn zurück.

Fazit:
Nach 37 km Wandern mit Gepäck  kam ich etwas fußlahm aber doch erstaunlich fit zu Hause an. Ich wollte den Jakobsweg auf jeden Fall weitergehen, plante aber als nächstes eine Tagestour ohne Rucksack von Starnberg über das berühmte Kloster Andechs nach Herrsching. Sowohl der Start als auch das Ziel waren für mich mit S-Bahnen zu erreichen. Das wollte ich mir gönnen.  Danach würde es dann in mehrtägigen Etappen weitergehen .

Wart ihr schon auf einem Jakobsweg wandern und wie ging es euch?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

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