Monatsmotto „Buchstaben“ – „W“ im November Moto of the month „Letter“ – „W“

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Beim Fotochallenge von Antje handelt es sich in diesem Monat um Fotos zum Buchstaben „W“.

Mein Foto zeigt einen

Wanderweg.

Abgebildet ist ein Stück des Jakobswegs von München nach Lindau, auf dem ich im Sommer/ Herbst 2019 pilgerte. In den Allgäuer Bergen hing an diesem Tag der Nebel fest. Es gab keine schöne Aussicht, aber während der Wanderung blieb es fast die ganze Zeit trocken. Erst kurz vor dem Ende der Etappe fielen ein paar Tropfen.

Während wir mit der Pandemie leben müssen, befinden wir uns auch auf einem

Weg.

Der Weg erscheint uns sehr schwierig und mühselig. Wir können das Ende noch nicht sehen und fragen uns:

warum wir das erleben müssen,
wohin der Weg uns führen wird,
wie lange es noch dauert,
wann wir unsere Normalität zurückbekommen ?

Diese Fragen kann zur Zeit niemand beantworten. Gehen wir es an wie ein geübter Wanderer, der nicht klagt, dass das Ziel noch weit entfernt ist, sondern sich auf die Wegstrecke konzentriert. Wenn er müde ist, dann macht er eine Pause, genießt die Landschaft und stärkt sich, aber dann steht er wieder auf und geht weiter. So weit wie es notwendig ist, um das Ziel zu erreichen

Wie geht es euch in der 2. Welle ? Seid ihr die Corona Krise auch zunehmend leid ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

PS: Wenn ich wieder pilgern darf, will ich nie mehr jammern, nicht über die Hitze, die Kälte, den Regen, die schlechte Ausschilderung, den langen und eintönigen Weg, den schweren Rucksack usw. usw.




von München nach Lindau

Heute vor einem Jahr One year ago today

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Wichtiger ist der heutige Nationalfeiertag, mit dem wir der deutschen Wiedervereinigung am 03.10.1990 gedenken. Für mich ist der 3. Oktober aber auch ein persönlicher Gedenktag. Genau vor einem Jahr begann ich den letzten Abschnitt des Münchner Jakobswegs, der bis nach Lindau führt. In Stötten am Auer setzte ich den Weg fort (s. hier) und kam fast bis nach Lindau (siehe dort).

Ziemlich herausfordernd war das ständige Regenwetter, aber trotzdem oder gerade weil ich immer weiter lief, wurde meine Pilgerwanderung zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken.

Meinen Vorsatz, in diesem Jahr auf einem Schweizer Jakobsweg weiter zu pilgern, konnte ich wegen der Pandemie nicht umsetzen. Aber wer weiß, was noch alles möglich ist. Andere Fernwanderwege in Deutschland kommen auch in Frage. Ich lass‘ mich überraschen ..

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Corona Pilgern: auf Belanas Spuren wandeln Corona pilgrimage: walking in Belana’s footsteps

In diesem Sommer wollte ich den Jakobsweg, dem ich im letzten Jahr bis Lindau gefolgt war, in der Schweiz fortsetzen. Wegen wieder steigender Coronazahlen traute ich mich nicht. Auf meiner Route, die in Konstanz beginnt, standen zur Übernachtung vielfach nur Mehrbettzimmer zur Verfügung und das war mir zu heikel. Und über das Campingalter bin ich schon lange hinaus …

Mir tat das aber sehr leid und da brachte mich Belana Hermine mit ihren Beiträgen zum Coronapilgern (z.B. hier) auf eine Idee. In regelmäßigen Abständen ca. jeden zweiten Tag ging ich aus dem Haus, um eine längere Strecke zu wandern und danach wieder nach Hause zurück zu kehren. So würde ich weder jemanden mit dem Virus anstecken noch mich selbst infizieren.

Dabei kombinierte ich zum Teil mehrere bekannte Wege und fügte ein neues Zwischenstück ein. Die Routen erstellte ich erstmals mit Komoot (und landete häufiger im Gebüsch!). Wir bzw. ich legten Strecken von 7 bis 21 km zurück und entdeckten in unserer Umgebung sehr viel Neues. Ich traute mich sogar auf das Gelände eines aufgegebenen Kieswerkes. Das war schon fast ein Lost Place, aber auf bayerisch: alles sauber und abgeschlossen.

Die selbst geplanten Routen haben mir viel Spaß gemacht. Sie verliefen nicht nur durch den Wald sondern auch auf Nebenstraßen. Ich durchquerte mehrere kleine Orte zum ersten Mal zu Fuß. Zum Teil ging der Wanderweg kilometerweit gerade aus, war also recht eintönig. Aber gerade das erinnerte mich an Strecken auf dem Jakobsweg (hier). Andererseits waren diese flachen Wegteile dazu geignet, in einem flotten Rhythmus zu laufen und dabei den Gedanken nachzuhängen.

Ganz wunderbar fand ich, dass ich direkt von der Haustür starten und ohne Wanderschuhe, -stöcke und -klamotten gehen konnte. Wasser, ein paar Nüsse, ein Schirm und natürlich die Kamera waren schnell eingepackt. Ohne Anreise los zu wandern, hat mir sehr gefallen. Das werde ich fortsetzen. Überlege schon, ob ich von München aus zu den Bergen laufe.

Ganz so wie auf Camino fühlte sich mein Corona Pilgern aber nicht an. Es gab zu wenige Kirchen, keinen Pilgerstempel und der schwere Rucksack fehlte …

Fehlt euch das Pilgern auch und was unternehmt ihr stattdessen ? Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

This summer I wanted to continue the Way of St. James in Switzerland, which I had followed to Lindau last year. Because of the increasing corona numbers I did not dare to do so. On my route, which begins in Konstanz, there were often only shared rooms available for overnight stays, and that was too delicate for me. And I have long since passed the age for camping …

But I was very sorry about that and Belana Hermine with her contributions to the Corona pilgrimage (e.g. here) gave me an idea. In regular intervals about every second day I went out of the house to hike a longer distance and then return home. So I would neither infect someone with the virus nor would I infect myself.

In doing so, I sometimes combined several known paths and added a new intermediate section. I created the routes for the first time with Komoot (aand landed in the bushes more often!). We or I covered distances of 7 to 21 km and discovered many new things in our surroundings. I even ventured onto the grounds of an abandoned gravel plant. That was almost a lost place, but in Bavarian: everything clean and shut up.

I enjoyed the self-planned routes a lot. They ran not only through the forest but also on side roads. I crossed several small villages on foot for the first time. Some of the trails went straight for miles, so it was quite monotonous. But just this reminded me of the routes on the Way of St. James (here). On the other hand, these flat parts of the path were suitable for walking in a brisk rhythm and to let my thoughts wander.

It was wonderful to start right at the front door and walk without walking shoes, sticks or clothes. Water, a few nuts, an umbrella and of course the camera were quickly packed. Hiking without having to travel I really enjoyed . I will continue that. I’m already thinking about walking from Munich to the alps.

Do you also miss pilgrimage and what do you do instead? I am always very happy about your feedback.
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Monatsmotto „Buchstaben“ R im Juni Monthly motto „letters“ R in June

Nicht gänzlich überraschend hat Antje nun das Monatsmotto „R“ ausgerufen. Der Link zu Antjes Aufruf, dem ich gerne folge, lautet wie folgt:

https://antjemauch1.wordpress.com/2020/06/04/das-monatsmotto-buchstaben-r-im-juni

Mein Foto zeigt den

Rucksack,

den ich mir nach vielen Reisen mit dem Rollenkoffer für meine Pilgerreise auf dem Jakobsweg  zugelegt hatte. Mit dem, nicht immer leicht zu tragenden, Gepäck auf dem Rücken wanderte ich im letzten Jahr in mehreren Etappen von München nach Lindau. Beim ersten Anstieg auf meiner dritten Etappe musste ich erst einmal eine Pause einlegen und ließ mich auf die nächste Bank fallen. Dort leistete mir eine sehr nette neugierige Muh Gesellschaft.

Not entirely surprisingly Antje has now proclaimed the monthly motto „R“. The link to Antje’s call, which I am happy to follow, is as follows:

https://antjemauch1.wordpress.com/2020/06/04/das-monatsmotto-buchstaben-r-im-juni

My photo shows the

Rucksack

which I had bought for my pilgrimage on the Way of St. James after many travels with the roller suitcase. With the luggage, which was not always easy to carry, on my back I walked in several stages from Munich to Lindau last year. On the first ascent on my third stage I had to take a break and dropped onto the next bench.  There a very nice curious moo kept me company.

Jakobsweg3 (19)

Wenn ihr wissen wollt, wie es mir beim Pilgern erging, schaut doch mal in den ersten Beitrag

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2019/08/15/auf-dem-muenchner-jakobsweg/

und wenn ihr mögt auch in die Fortsetzungen.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Meine Fotos zeige ich jetzt übrigens auch auf Instagram unter wanderlustig2020

 

If you want to know what happened to me on the pilgrimage, take a look at the first article

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2019/08/15/auf-dem-muenchner-jakobsweg/
and if you like, the sequels.

Looking forward to your feedback.

By the way I am also showing  my photos on Instagram under wanderlustig2020.

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My Year 2019 Review Mein Jahr 2019 Rückblick

Last year  I  travelled a lot. First of all, from mid-March to the end of May, I took a long-distance trip to Japan, South Korea and Taiwan. In each country I stayed for about three weeks. It was an individually planned and carried out trip on which I travelled alone.
Im vergangenen Jahr  bin ich sehr viel gereist. Zunächst habe ich von Mitte März bis Ende Mai eine Fernreise nach Japan, Südkorea und Taiwan unternommen. In jedem Land habe ich mich rund drei Wochen aufgehalten. Es handelte sich um eine individuell geplante und durchgeführte Tour, auf der ich alleine gereist bin. 

Japan had long been my dream destination. From Kyoto and Osaka I took the Shinkasen to Hiroshima and Fukuoka and then to Tokyo. I also visited Nara, Koyasan, Miyajima, Himeji and the Kawaguchiko Lakes near Fujisan. Besides the cherry blossom which I finally experienced, the trip gave me an incredibly diverse impression of the Japanese landscape and culture. Three weeks were not enough to get to know this fascinating country. I would like to return to Japan during the time of leaf colouring in autumn.

Japan war schon lange mein Traumreiseziel. Von Kyoto und Osaka fuhr ich mit dem Shinkasen nach Hiroshima und Fukuoka und dann nach Tokyo. Ich besuchte außerdem Nara, Koyasan, Miyajima, Himeji und die Kawaguchikoseen in der Nähe des Fujisan. Neben der Kirschblüte, die ich schließlich doch noch erlebte, bescherte mir die Reise unglaublich vielfältige Eindrücke der japanischen Landschaft und Kultur. Drei Wochen waren nicht genug um das faszinierende Land kennenzulernen. Zur Zeit der Laubfärbung im Herbst würde ich gerne nach Japan zurückkehren.

In April  I travelled through South Korea and visited Seoul, Gangneung, Gyeongju, Busan and Jeju Island. In the country I saw beautiful landscapes and marvellous temples. The development of culture and modern society in South Korea I found very interesting.

Durch Südkorea reiste ich im April und besuchte Seoul, Gangneung, Gyeongju, Busan und die Insel Jeju. Im Reiseland bekam ich herrliche Landschaften und wunderbare Tempel zu sehen. Sehr interessant fand ich die moderne Entwicklung von Kultur und Gesellschaft in Südkorea.

Finally, I spent three weeks in hospitable Taiwan with spectacular landscapes and colorful temples. I stayed in Taipei, Juifen, the Taroko Gorge and the Kenting National Park, Kaoshiung, Tainan and at Sun-Moon-Lake. The Yunsan National Park I could not visit due to bad weather. Maybe next time…

Schließlich verbrachte ich drei Wochen im gastfreundlichen Taiwan mit spektakulären Landschaften und farbenfrohen Tempeln. Ich hielt mich in Taipeh, Juifen, der Taroko Schlucht und dem Kenting Nationalpark, Kaoshiung, Tainan und am Sonne-Mond-See auf. Den Yunsan Nationalpark konnte ich wegen schlechten Wetters nicht besuchen. Vielleicht beim nächsten Mal …

In July I spent some days in summery London.
Im Juli verbrachte ich einige Tage im hochsommerlichen London.

Between June and October I hiked in several stages on the Munich Way of St. James from Munich to Lindau. My first Way of St. James, which will not be my last !

In mehreren Etappen wanderte ich zwischen Juni und Oktober auf dem Münchner Jakobsweg von München nach Lindau. Mein erster Jakobsweg, der nicht mein letzter sein wird !

In September we hiked five days on the Malerweg with countless steps through the fantastic landscape of the Elbe Sandstone Mountains. Afterwards we visited Český Krumlov in Bohemia.

Fünf Tage wanderten wir im September auf dem Malerweg mit unzähligen Stufen durch die fantastische Landschaft des Elbsandsteingebirges. Im Anschluss besichtigten wir Český Krumlov in Böhmen.

In November/December I learned Spanish in Lanzarote, looked at the unique landscape and undertook several hikes.
Im November/Dezember lernte ich Spanisch auf Lanzarote, schaute mir die einzigartige Landschaft an und unternahm mehrere Wanderungen.

2019 was an incredible year of travel for me. I do not yet know what will happen in 2020. But as Monaco Franze (in a TV series from Munich from the 80’s) said: “ A bissel was geht immer („A little something is always possible“) ! I will make sure of that.

2019 war ein unglaubliches Reisejahr für mich.  Wie es 2020 weitergeht, weiß ich noch nicht. Aber wie schon Monaco Franze (in der Fernsehserie aus München aus den 80er Jahren) sagte : “ A bissel was geht immer!“ Dafür werde ich sorgen.

Looking  forward to your comments and likes.
Auf eure Kommentare und Likes freue ich mich.

Auf dem Münchner Jakobsweg

Einführung

Fasziniert und voller Bewunderung lese ich seit einiger Zeit die Berichte von Pilgern auf dem Jakobsweg. Den Camino Frances in mehreren Etappen oder den Camino Portugues am Stück zu gehen, würde mich schon reizen. Bisher haben mich beim Wandern oft kürzere Touren auf einen Gipfel mit einem tollen Ausblick interessiert. Lange Strecken mit weniger Höhenunterschieden zu gehen, würde mir vielleicht auch gefallen.

Allerdings hatte ich mich oft gefragt, ob ich eine längere Fernwanderung mit Gepäck durchhalten würde. So war die Idee entstanden, in der Nähe meines Wohnortes zu einem „Probepilgern“ aufzubrechen. Ich begab mich auf den Münchner Jakobsweg, der  in der Münchner Innenstadt an der St. Jakobskirche beginnt und über 290 km nach Lindau führt. So konnte ich, wenn es garnicht gehen würde, ohne Probleme nach Hause zurückkehren.

1. Etappe von München nach Starnberg (ca. 37 km)

Ende Juli an einem heißen Sommertag packte ich meinen Day Pack (einen Wanderrucksack besaß ich noch nicht) und nahm zu Testzwecken etwas mehr mit als ich für meine erste Zweitagestour brauchte. Der kleine Rucksack ohne einen gut sitzenden Hüftgurt wog mit Brotzeit und Getränken dann fast 9 kg und fühlte sich nicht besonders bequem an, schnitt aber nirgends ein oder drückte zu stark.
Den ersten Kilometer von der Jakobskirche über den Marienplatz zum Isartor hatte ich schon ein paar Tage vorher zurückgelegt, daher startete ich nun am Isartorplatz und überquerte zunächst die Isar.
Zuerst hatte ich den Weg mit der 2. Etappe am Kloster Schäftlarn beginnen wollen. Das Isarufer in München kannte ich doch schon. Tatsächlich war es ein neues und intensives Erlebnis von der Innenstadt zum Zoo zu Fuß und dann weiter zu laufen. Die Strecke verlief sehr idyllisch immer an der Isar, querte den Fluss von Zeit zu Zeit und folgte ihm erneut. Schließlich ging es am Isarhochufer mit schönen Ausblicken weiter und dann wieder hinab ins Naturschutzgebiet im Isartal. Obwohl der Weg größtenteils auf Schotter zusammen mit dem belebten Radweg verlief, war es dort wunderschön und im schattigen Laubwald fühlte sich das Wandern trotz großer Hitze erträglich an. Auch gab es keine nennenswerten Steigungen. Inzwischen  habe ich die erste Hälfte des Münchner Jakobswegs  zurückgelegt und die 1. Etappe mir hat bisher am besten gefallen.

Ich lief bis zum Kloster Schäftlarn, wo ich mir in der Klosterkirche den ersten Stempel holte. Das Kloster wurde erstmals im 8. Jahrhundert errichtet. Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert im Barock-Rokoko-Stil von bedeutenden Baumeistern prächtig ausgestattet. Barockkirchen würde ich auf dem Münchner Jakobsweg immer wieder besuchen. Obwohl ich ältere Kirchen, z.B. gotische, lieber mag, begann ich die üppig ausgestatteten barocken Gotteshäuser mit der Zeit zu schätzen. Sie passen gut in die Landschaft. Auch war es ein schönes Gefühl als erschöpfte Wanderin in eine helle und prächtige Kirche einzutreten.

Den Pilgerpass für den Münchner Jakobsweg gibt es nur nach einem Aussendegottesdienst in der Jakobskirche, zu dem man sich spätestens zwei Wochen vorher anmelden muss. Ich hatte es nicht rechtzeitig geschafft, mir den Pass zu holen. Daher musste einstweilen mein Wanderführer für die Stempel herhalten.

Im Klostergasthof Schäftlarn konnte ich nicht bleiben, dort war ausgebucht. Deswegen musste ich noch einen relativ steilen, aber nur einen Kilometer langen, Weg nach Ebenhausen gehen. Inzwischen lief ich so ziemlich „auf dem Zahnfleisch“. Das Tragen des schweren Rucksacks hatte meine Füße stärker als vorgestellt belastet. Meine Fußsohlen brannten nach 23 Kilometern wie Feuer. Auftreten konnte ich am Ende nur noch unter Schmerzen. Dem Rücken ging es gut. An den Hüften ziepte es ein bisschen, das ging aber nach ein paar Dehnübungen am Abend weg.  Insgesamt war ich von meiner Konstitution positiv überrascht, beschloss aber am nächsten Tag statt bis Herrsching am Ammersee nur 14 km bis nach Starnberg zu laufen.

Recht gut erholt und mit „voll vertapten“ Fuẞsohlen starte ich meinen zweiten Wandertag. In Ebenhausen hatte ich Probleme, den Weg zu finden, was aber auch daran lag, dass ich mich an das oft verblichene kleine blaue Wanderzeichen mit der gelb strahlenden Muschel gewöhnen musste, dass  oft hinter dichten Laubwerk verborgen war. Nach und nach lernte ich, dass der Weg auf der Strecke lange identisch mit dem König-Ludwig-Weg verlief, so dass ich mich notfalls auch an dieser Beschilderung orientieren konnte.

Die Etappe verlief fast nur auf kleinen, zumindest am Feiertag, nicht befahrenen Straßen, die wenig Schatten boten. Zwischendurch gab es eine Reihe Apfelbäume,  blühende Feldblumen und eine wenig idyllisch an der Autobahn gelegene kleine Kapelle zu sehen, die mir aber gut gefiel.

Der Jakobsweg ging dann hinunter zum Starnberger See, dessen Ufer man auf den letzten Kilometern bis Starnberg folgt. Unterwegs lagen wunderbare historische Villen, die sich hinter hohen Hecken versteckten, so dass schöne Fotos leider nicht möglich waren.
Ich war ganz froh, als es sich schließlich bewölkte. Es fielen sogar ein paar Regentropfen, aber von dem angekündigten Gewitter blieb ich verschont. Am Nachmittag fuhr ich mit der S-Bahn zurück.

Fazit:
Nach 37 km Wandern mit Gepäck  kam ich etwas fußlahm aber doch erstaunlich fit zu Hause an. Ich wollte den Jakobsweg auf jeden Fall weitergehen, plante aber als nächstes eine Tagestour ohne Rucksack von Starnberg über das berühmte Kloster Andechs nach Herrsching. Sowohl der Start als auch das Ziel waren für mich mit S-Bahnen zu erreichen. Das wollte ich mir gönnen.  Danach würde es dann in mehrtägigen Etappen weitergehen .

Wart ihr schon auf einem Jakobsweg wandern und wie ging es euch?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

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