Tophighlight in Patagonia/Patagonien: Loma del Pliegue Tumbado (El Chaltén)

El Chaltén im Los Glaciares Nationalpark in Argentinien ist ein Wanderparadies. Die Wanderungen beginnen direkt in dem kleinen Ort und führen zu spektakulären Aussichten. Über meine Touren zur Laguna Torre und zur Laguna des los Tres hatte ich schon berichtet. An meinem dritten und letzten Tag in El Chaltén nahm ich mir die Wanderung zur Loma del Pliegue Tumbado vor. Nicht ganz sicher war ich, ob ich bis zum Gipfel wandern wollte. Die letzten 200 Höhenmeter sahen auf der Karte sehr steil aus. Die Wirtin meiner Pension hatte gesagt, dass dort der Anstieg bei starkem Wind gefährlich sei. Am zweiten Aussichtspunkt, dem Mirador de la Loma, wollte ich mich entscheiden.

Gleich morgens hätte ich merken können, dass es überhaupt nicht mein Tag war. Als ich aus der Hosteria trat, sah ich dass außergewöhnlich klares Sonnenwetter herrschte. Die Bergspitzen des Mount Fitzroy schauten hinter dem Hügelkamm bei Chalten sehr fotogen hervor. Sofort schoß ich ein Foto, aber beim nächsten Schritt riß es mich von den Beinen. Ich flog regelrecht durch die Luft und stürzte auf die linke Seite. Zunächst wußte ich nicht, was passiert war, aber dann sah ich es. Die Trottoirs sind in Argentinien sehr hoch, ca. 20 bis 25 cm, und bei den Einfahrten gibt es eine entsprechend tiefe Senke. Ein solches „Loch“ hatte ich in meiner Begeisterung übersehen. Es war mir nichts passiert außer einer leichten Prellung an der Hüfte. Auch die Kamera hatte dank der aufgesetzten Sonnenblende nur eine kleine Schramme abbekommen, die man auf den Fotos aber nicht sah.

Ungerührt stand ich auf und ging weiter. Zunächst ging es ein kleines Stück an der Straße entlang und nachdem ich eine Brücke überquert hatte, befand ich mich auf dem Weg zur Loma del Pliegue Tumbado.

Auf den ersten Kilometern ging es stetig und relativ steil bergauf und in der Sonne wurde es warm. Wie meine Mitwanderer zog ich mir bald einige Klamotten aus. Sodann folgte ein Anstieg durch einen schönen Südbuchenwald. Nachdem mich einige Wanderer überholt hatten, war ich dort ganz alleine. Außer Blätterrascheln und Vogelgezwitscher war nichts zu hören. Die friedliche Stimmung genoss ich sehr. Hinter dem Wald befand sich der erste Aussichtspunkt („Mirador“) auf einem Plateau, auf dem sogar Kühe weideten. Inzwischen pfiff ein eiskalter Wind, so dass ich gleich weiterging.

Bis zum nächsten Aussichtspunkt, dem „Mirador de la Loma“, führte der Weg stetig aber nicht dramatisch bergauf. Nun durchquerte ich in eine Art Mondlandschaft mit dickeren Felsbrocken und vielen kleinen Steinen. Dort wuchsen aber immer noch zum Teil winzige Pflanzen und Moos, so dass es sich bei genauem Hinsehen nicht um eine Einöde handelte.

Am „Mirador de la Loma“ eröffneten sich mir traumhafte Perspektiven. Zum ersten Mal konnte ich neben dem Fitz Roy auch die schroffen Bergspitzen des Cerro Torre erkennen. Letzterer hüllte sich bald wieder in Wolken, während die Sicht auf den Fitz Roy wieder bis auf ein paar fotogene Wolkenfahnen frei blieb. Das Wetter in Patagonien ist berühmt berüchtigt, kann schnell umschlagen und oft sieht man die Berge überhaupt nicht. Was für ein Glück ich hatte ! Wahrscheinlich hatte ich mein Glück zu diesem Zeitpunkt fast aufgebraucht, aber dazu später …

Panoramafotos zum Vergrößern bitte anklicken.

Nun blies ein starker kalter Wind. Glücklicherweise hatten schlaue Menschen beim Mirador Steine zu einer halbrunden Mauer aufgeschichtet. Dahinter ließ ich mich nieder, um mein Lunchpaket in der Sonne sitzend zu verzehren.

Es begab sich nun, dass eine Wandergruppe an meinem Rastplatz eintraf, die von einer Führerin begleitet wurde, die Englisch und Spanisch sprach. Da bekam ich mit, dass alle Mitglieder der Gruppe bis auf eine ältere Dame den Aufstieg zum Gipfel mitmachten. Ich fragte die Führerin, ob es bei dem herrschenden Wind gefährlich sei, bis oben zu gehen. Sie verneinte dies und meinte, der Wind sei nicht allzu stark (!). Zunächst folgte ich der Gruppe, konnte aber überhaupt nicht mithalten. Der Wind hatte nachgelassen und es wurde wieder ziemlich warm. Wieder zog ich eine Lage Kleidung aus und rastete ein bisschen. Trotz der traumhaft schönen Ausblicke ärgerte ich mich, weil ich nach monatelangem Training vor der Reise so wenig fit war. Der Pfad verlief nun sehr steil (ca. 200 Hm auf einen Kilometer) auf einem festgetretenen steinigen Untergrund aber man musste gut aufpassen, um die Route zu erkennen. Schwer keuchend kam ich oben an und freute mich dann doch sehr, dass ich den Anstieg gewagt hatte. Die 360 Grad Sicht über die atemberaubende Berglandschaft, die Gletscher mit ihren Lagunen , die beiden Berge und den Lago Argentino war geradezu überirdisch schön.

Nachdem ich das Panorama ausgiebig genossen hatte, machte ich mich an den Abstieg. Dummerweise wartete ich nicht auf eine Gruppe, sondern folgte einem jungen Mann, der leichtfüßig davon eilte und dem ich nicht so schnell folgen konnte. Plötzlich stand ich auf einem sehr steilen schotterigen Hang und rutschte bei jedem Schritt. Dann sah ich, dass ich vom Pfad abgewichen war, der sich weiter unten befand. Ich hangelte mich an einer Felswand entlang, bis ich dem Weg so nah gekommen war, dass ich gefahrlos hinunter steigen konnte. Mit zitternden Knien ging ich langsam weiter. Man musste gut auf den Wegverlauf aufpassen, aber sonst war der Abstieg gefahrlos möglich.

Während der gesamten Wanderung war ich übrigens nur mit einem Wanderstock unterwegs. Den zweiten Stock hatte ich gleich bei meiner ersten Wanderung in Patagonien in Einzelteile zerlegt, als ich ihn ausziehen wollten. Auch meine Wanderschuhe hatte ich nicht an diesem Tag angezogen sondern meine niedrigeren Trekking Schuhe mit der guten Profilsohle. Zurück im Buchenwald fühlte ich mich sehr beschwingt und war richtig stolz darauf, dass ich den Auf- und Abstieg auf die Loma del Pliegue Tumbado gewagt und doch recht gut gemeistert hatte. Als ich aus dem Wald kam, begann letzte steile Abstieg. Morgens hatte ich die Steigung als recht anstrengend empfunden, aber im übrigen als harmlos. Und dann rutschte ich auf einmal weg und saß überrascht auf dem Hinterteil. Offensichtlich befanden sich unter dem sandigen Boden glatte, rutschige Felsen. Mir tat ein bisschen die rechte Poseite weh, aber sonst war nichts passiert. Danach ging ich sehr vorsichtig, trotzdem rutschte ich ein weiteres Mal aus. Wahrscheinlich war ich doch erschöpfter als ich dachte. Immerhin hatte der Anstieg 1100 Hm betragen. Beim dritten Ausrutschen blieb mein linkes Bein hängen und verdrehte sich. Nun hatte ich mir wehgetan. Fassungslos blieb ich zuerst sitzen und versuchte dann aufzustehen. Ich konnte noch gehen, was gut war, da ich noch ein gutes Stück absteigen musste, aber es grauste mir davor. Mir war zum Heulen zumute. Ich wollte nur noch nach Hause, nach München, versteht sich. Gleichzeitig wusste ich, dass ich mich zusammenreißen musste, damit nicht noch mehr passierte. Die restliche Strecke absolvierte ich im Schneckengang. Ein kleinen Felsabhang rutschte ich gleich sitzend herunter.

In El Chaltén wollte ich noch eine Kleinigkeit einkaufen, hatte aber schon große Schwierigkeiten eine Treppe hinauf und vor allem wieder hinunter zu gehen. Das Bein wurde dann trotz reichlich Voltaren in den kommenden Tagen nicht besser. Trotzdem setzte ich mein Reiseprogramm noch neun Tage lang fort. In der Ebene konnte ich langsam gehen und die Wanderungen, die ich mir vorgenommen hatte, waren ohnehin vorbei.

Fazit:
Die mittelschwere Wanderung bietet atemberaubende Perspektiven und vor allem Gelegenheit, den Cerro Torre und den Fitz Roy gleichzeitig zu sehen. Wenn ich vernünftigerweise auf den letzten Anstieg verzichtet und eine angemessene Wanderausrüstung getragen hätte, wäre mir wahrscheinlich nichts passiert. Für besser Trainierte ist die Wanderung bis zum Gipfel aber kein Problem.
18 km, 1100 Hm

PS: Auf dieser Reise habe ich keinen Arzt konsultiert. Zu sehr fürchtete ich mich davor, dass mir geraten würde, die Tour abzubrechen. Zu Hause suchte ich gleich den Orthopäden auf. Dieser stellte einen Wadenbeinbruch fest und riet zur weitgehenden Schonung. Ich hatte noch Glück gehabt. Nach einem Schienbeinbruch hätte ich nicht mehr laufen können!

Top Highlight in Patagonia: Laguna de los Tres (El Chaltén)

An meinem zweiten Wandertag in El Chaltén im Januar 2017 im argentinischen Patagonien wollte ich bei besserem Wetter unterwegs sein. Bei meiner Tour zur Laguna Torre am Vortag hatte es geregnet und die Sicht war recht schlecht gewesen
https://wordpress.com/post/wanderlustig2019.wordpress.com/3935 .

Nun versprach mir die WetterApp einen sonnigen Tag. Diesen brauchte ich für die Königsetappe zur Laguna de los Tres, einer anstrengende Tagestour, bei der man mit einer unvergleichlich schönen Aussicht auf den Monte Fitzroy belohnt wird. Den Berg, der eine Hauptattraktion des Wandergebiets um El Chaltén darstellt,  hatte ich schon auf vielen Fotos bewundert und wollte ihn gerne in der Realität sehen.

Als ich morgens aufbrach war es leicht bewölkt, aber kaum hatte ich den Wanderweg erreicht, da zog es sich rasch zu und begann zu regnen. Während der ersten 1,5 Stunden konnte man den Berg überhaupt nicht sehen und meine Laune begann in den Keller zu sinken. Für den Aufstieg hatte ich die Variante über die Laguna Capri gewählt, in der sich der Fitzroy auf das Schönste spiegeln sollte. Aber natürlich war das nicht der Fall und der Ort lud auch nicht zum Verweilen ein, weil dort ein eisiger Wind pfiff.

On my second hiking day in El Chaltén in January 2017 in the Argentinean Patagonia I wanted to be on the road in better weather. During my tour to Laguna Torre the day before it had rained and the visibility had been quite bad
https://wordpress.com/post/wanderlustig2019.wordpress.com/3935 .

Now the WetterApp promised me a sunny day. I needed that for the king’s stage to the Laguna de los Tres, a strenuous day tour where you are rewarded with an incomparably beautiful view of Monte Fitzroy. On many photos I had already admired the mountain that is a main attraction of the hiking area around El Chaltén and wanted to see it in reality.

When I set off in the morning it was slightly cloudy, but as soon as I reached the hiking trail, it quickly closed up and it started to rain. During the first 1,5 hours you couldn’t see the mountain at all and my mood started to sink into the cellar. For the ascent I had chosen the variant over the Laguna Capri, in which the Fitzroy should be reflected in the most beautiful way. But of course this was not the case and the place did not invite to stay either, because there was an icy wind whistling.

Chalten (47)

Und dann geschah das Wunder: der Fitz Roy tauchte plötzlich aus den Wolken auf. Das sollte während des gesamten Tages so bleiben. Oft wehten zarte Wolkenschleier über die  Bergspitzen, was den Berg aber nur noch fotogener aussehen  ließ.

And then the miracle happened: the Fitz Roy suddenly emerged from the clouds. This was to last throughout the day. Often there were soft veils of cloud blowing over the mountain tops, but this only made the mountain look more photogenic.

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Die 10 km lange Strecke zur Laguna de los Tres führte lange angenehm bergauf. Das Wasser des  Rio Blanco konnte man sogar trinken, viele Wanderer füllte dort ihre Wasserflaschen vor dem kommenden Steilanstieg auf . Ein sportlicher Zeitgenosse ging das Ganze sogar im Jogging Tempo an.  Auf den letzten zwei Kilometern  ging es dann, wie schon  bei der Wanderung zur Base de las Torres im Torres  del Paine Nationalpark  https://wordpress.com/post/wanderlustig2019.wordpress.com/1071
ordentlich zur Sache. Es  waren ca. 450 hm zu bewältigen. Wie gut, dass es zwischendurch Durchhalteschilder mit der verbleibenden Entfernung gab.

The 10 km long stretch to the Laguna de los Tres led uphill for a long time in a pleasant way. One could even drink the water of the Rio Blanco, where many hikers filled up their water bottles before the coming steep ascent. A sporty contemporary even started the whole thing at jogging speed.  On the last two kilometres the action was really happening as already during the hike to the Base de las Torres in the Torres del Paine National Park
https://wordpress.com/post/wanderlustig2019.wordpress.com/1071

There were about 450 hm to master. How good that in between there were stamina signs showing the remaining distance.

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Wie froh war ich als die Bergspitzen endlich wieder in meinem Blickfeld auftauchten. Oben angekommen war alle Mühe vergessen.  Der atemberaubende Blick auf den Berg, den Gletscher, über die Felsenlandschaft und das in verschiedenen Blautönen schimmernde Wasser der Lagune entschädigten mich überreichlich.  Ich machte es mir an einer windgeschützten Stelle mit meinem Lunchpaket bequem und staunte und fotografierte und fotografierte. Immer wenn eine Wolkenschleier über die Zinnen zog, sah es wieder anders und noch schöner aus. Zu Hause fiel es mir nicht leicht, unter den Fotos mit dem selben, fast identischen Motiv auszuwählen. In der Sonne ließ es sich gut aushalten, daher fiel es mir sehr schwer, mich von dem fantastischen Anblick loszureißen. Ich hätte noch stundenlang bleiben können. Mir stand aber ein mindestens dreistündiger Rückweg bevor, daher brach ich nach einer Stunde wieder auf.

How happy I was when the mountain tops finally reappeared in my field of vision. When I arrived at the top, all my efforts were forgotten.  The breataking view of the mountain, the glacier, the rocky landscape and the water of the lagoon shimmering in different shades of blue compensated me abundantly.  I made myself comfortable with my packed lunch in a wind-protected place and marvelled and took pictures and took pictures again. Whenever a veil of cloud moved over the peaks, it looked different and even more beautiful. At home it was not easy for me to choose among the photos with the same, almost identical motif. It was very pleasant in the sun, so it was very difficult for me to tear myself away from the fantastic view. I could have stayed for hours more. But I had at least three hours to go back, so I left after one hour.

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Nach dem ersten steilen Abstieg lief ich sehr angenehm zurück. Der Weg zog sich ein bisschen, wie immer wenn man schon etwas müde ist. Auch die Kilometerschilder denen ich nun entnahm, wie weit es noch war, nervten auf dem Rückweg eher. Allerdings gab es immer wieder eine perfekte Sicht auf den Fitzroy.

Beim Mirador Fitz Roy hatten sich mehrere Wanderer auf einem in der Sonne liegenden Baumstamm niedergelassen  Ich setzte mich dazu und genoss den wunderbaren Ausblick und die Wärme. Dabei unterhielt mich mit zwei Niederländern, die natürlich (!) sehr gut Deutsch sprachen. Sehr schnell kam das Gespräch auf Traumreiseziele. Sie schwärmten von ihrem Namibiatrip, auf dem mit einem Geländewagen gereist waren und in der Wüste übernachtet hatten. Damals dachte ich, dass dies eines meiner nächsten Reiseziele sein könnte, aber es kam anders.  Ein Grund war, dass ich diese Reise nicht alleine unternehmen könnte…

After the first steep descent I walked back very pleasantly. The way seemed a bit long, as always when you are already a little tired. Also the mileage signs, from which I took the distance I still had to go, were more like a pain on the way back. But again and again there was a perfect view of the Fitzroy.

At the Mirador Fitz Roy several hikers had settled down on a tree trunk lying in the sun. I joined them and enjoyed the wonderful view and the warmth. I talked to two Dutchmen, who of course (!) spoke very good German. Very quickly the conversation turned to dream destinations. They raved about their trip to Namibia, on which they had travelled in an off-road vehicle and spent the night in the desert. At that time I thought that this could be one of my next travel destinations, but it turned out differently. One reason was that I could not do this trip alone…

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Auf dem letzten Stück der Wanderung freute ich noch einmal über den Ausblick auf den Rio de las Vueltas und kam danach wieder im El Chaltén an. Obwohl ich fußlahm und zersaust zurückkehrte, freute ich mich, dass ich durch den Ort laufen musste, um zu meiner Unterkunft zu kommen. So dauerte es auch nicht lange, bis ich mich in einem Café niederließ und dort eine Waffel mit Dulce die Leche zum Café con leche verzehrte. Die Milchcreme mit Vanille und Zucker hatte ich sonst zu süß und zu fett gefunden, aber nach der langen Wanderung war das genau richtig.

On the last part of the hike I enjoyed the view of the Rio de las Vueltas once more and arrived back at El Chaltén. Although I returned footloose and ruffled, I was happy that I had to walk through the village to get to my accommodation. So it did not take long until I settled down in a café and ate a waffle with Dulce die Leche with a café con leche. The milk cream with vanilla and sugar I had usually found too sweet and too fat, but after the long hike it was just right.

Chalten (104)

22 km, 10 Stunden (mit Pausen), 800 hm

Es folgt der Bericht über den letzten Wandertag in El Chaltén, an dem ich nicht nur Angenehmes erlebte …

Was habt ihr beim Wandern in traumhafter Gegend erlebt ? Wo fandet ihr es am Schönsten ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Meine Fotos zeige ich jetzt übrigens auch auf Instagram unter wanderlustig2020.

22 km, 10 hours (with breaks), 800 hm
Upcoming is  the report about the last hiking day in El Chaltén, on which not only  pleasant things happened to me …

What did you experience while hiking in a dreamlike area ? Where did you find it most beautiful ?

Looking forward to your feedback.

By the way I am also showing my fotos on Instagram under wanderlustig2020 now.

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Meine Reise durch Ostasien im Frühjahr 2019

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Einführung

Von Mitte März bis Ende Mai war ich in Japan, Südkorea und Taiwan unterwegs. Meine Erlebnisse könnt ihr in 16 Beiträgen nachlesen. Meistens habe ich am Ende des Berichts ein Fazit gezogen.

Wie sehe ich das nun, wenn ich die gesamte Reise betrachte ?

Meine Tour dauerte neun Wochen. Drei Wochen verbrachte ich in jedem Land. Mir war von vornherein klar gewesen, dass ich nicht viel Zeit in Japan hatte, wo es unendlich viel zu erleben und zu sehen gibt. In Südkorea und Taiwan hielt mich dagegen länger auf als die meisten Reisenden. Ziel war ein entspannteres Reisen.

Beeindruckendes

Die Länge der Reise bot mir eine außergewöhnliche Chance viel zu besichtigten und zumindest ansatzweise etwas über die Kultur des Reiselandes zu erfahren. Zusammenzufassen, was mich in den Ländern besonders beeindruckt hat, ist fast unmöglich.

In Japan fand ich alle besuchten Orte und deren Sehenswürdigkeiten so toll, dass ich nicht sagen kann, was mir am besten gefallen hat.
Es war mir vergönnt, die zauberhafte Kirschblüte (Sakura) mit den entzückten Einheimischen, auch beim Hanami Picknick, zu sehen Kirschblüte in Hiroshima und Fukuoka im März 2019 Japanreise im April 2019

Bei meinem Aufenthalt an den Fuji Seen hatte ich unglaubliches Glück mit dem Wetter. Der Fuji hüllt sich oft in Wolken. Die majestästische Schönheit des Berges durfte ich drei Tage lang bewundern. Auch Ansichten jenseits der Postkartenidylle konnten meine Faszination nicht trüben.

Darüber hinaus habe ich die Freundlichkeit und höfliche Rücksichtnahme der Japaner sehr geschätzt und das überaus ästhetische Design in vielerlei Hinsicht, z.B. in den Tempelgärten, beim Geschirr und der Anrichtung von Speisen.
Unglaublich durchdacht, ja geradezu liebevoll, ist auch die Organisation für die Reisenden, die genauen Beschilderungen auf den Bahnhöfen (auf dem Boden sind die Waggonnummern der Züge aufgemalt und diese halten, auf die Minute pünktlich, genau dort) und im Zug (an jedem Sitz ist die Lage der nächsten Toilette, des Mülleimers etc. verzeichnet), das immer gegenwärtige Servicepersonal, das z.B. auf dem Weg nach Koyasan an der Bergstation der Zahnradbahn steht und jeden Touristen anspricht, um ihm die passende Bushaltestelle zu zeigen. Es ist kaum möglich, sich zu verlaufen und wenn es doch einmal passiert, dann gibt es immer jemanden der bereitwillig hilft. Als ich vom Flughafen Narita nach Seoul fliegen wollte, war die Metroverbindung wegen einer technischen Störung unterbrochen. Mehrere Einheimische,  alle ohne Englischkenntnisse, halfen mir den alternativen Weg zu finden, der ein mehrfaches Umsteigen mit Richtungsänderungen erforderte, indem sie mich nacheinander ein Stück begleiteten.

Nach Japan möchte ich auf jeden Fall noch einmal reisen, am liebsten während der Laubfärbung im Herbst.

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Korea beeindruckte mich mit wunderbaren Landschaften und prächtigen Tempeln. Auf den sorgfältig angelegten Wanderwegen, wo es sogar mit Jute verkleidete Felsen gab, konnte ich oft beides zusammen genießen. Die Wege führten häufig an idyllisch gelegenen Tempeln vorbei. Beim Wandern habe ich sehr sportliche und oft ältere Koreaner getroffen, die mir außerdem sehr freundlich begegneten, mir Süßigkeiten und Energydrinks schenkten Wandern in Südkorea. Zu entdecken gab es auch die spannende Silla Kultur, die ich vor meiner Reise nicht kannte, mit Zeugnissen vom 1. bis zum 7.  Jahrhundert in der ehemaligen Hauptstadt Gyeongju Gyeongju: ein „Museum ohne Mauern“ in Südkorea

Wenn ich noch einmal nach Südkorea komme, würde ich mich gerne näher mit der innovativen und kreativen modernen Architektur und Kunst befassen. Auch das Nebeneinander von Tradition und Moderne könnte durchaus spannend sein.

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Im Gamcheon Cultural Village Busan

Taiwan hat mir wegen der traumhaften Landschaften, u.a. in der Tarokoschlucht und im Kenting Nationalpark sehr gut gefallen. Bei besserem Wetter hätte ich außerdem in den Alishan Forest Recreation fahren können, was wegen einer Straßensperrung nicht möglich war Taiwan, die Zweite.
Dort muss es magisch schön sein. Sollte ich noch einmal in die Gegend kommen, hole ich den Besuch nach.
Ganz wunderbar fand ich die reizenden Taiwaner, die mir z.T. schon zu Hilfe eilten, wenn ich noch nicht einmal darum gebeten hatte.
Auch für die farbenfrohen Tempel in Taiwan konnte ich mich noch einmal begeistern, obwohl ich in Japan und Korea schon so viele besucht hatte.

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Nachdenkliches

Allerdings wurde es mir oft zu viel. Es waren einfach zu viele Eindrücke zu verarbeiten. Zwischen den Besichtigungen hatten ich vor allem in Korea längere Wanderungen geplant, was so nicht möglich war Meine andere Südkoreareise
In Taiwan verhinderte oft die Regenzeit mit  sturzbachartigen Niederschlägen längere Aufhalte in der Natur Taiwan, die Zweite

So lange war ich seit vielen Jahren nicht mehr unterwegs gewesen. Als Reisepartnerin bin ich ziemlich ungeeignet, weil ich oft spontan meine Pläne ändere, noch einen Umweg gehe, etwas anderes weglasse oder verschiebe. Viele Reisen hatte ich daher schon alleine zurückgelegt und das auch meistens sehr genossen.
In Ostasien gab es wenig Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme. Viele Asiaten bleiben gerne unter sich und sind in Gruppen unterwegs. Auch traf ich sehr selten auf alleinereisende Frauen. Vor allem in Korea aber auch in Taiwan gab es auch nur wenige westliche Touristen.
In den zweieinhalb Wochen zwischen dem Besuch des Bulguksa Tempels in Korea und der Taroko Schlucht in Taiwan begegnete ich keinem einzigen Deutschen. Ich begann meine Landsleute regelrecht  zu vermissen …  Im Taroko Nationalpark quatschte ich deutschsprachige Reisende an, um mich wieder einmal in meiner Muttersprache über Reiseeindrücke austauschen zu können.
Oft habe ich in Hotels übernachtet, aber auch in Hostels und in Guesthouses war die Atmosphäre nicht kommunikativer. Gemeinsame Aufenthaltsräume wurden nicht  genutzt.
Kurzum, ich fühlte mich oft ziemlich einsam. Gut, dass es WhatsApp gibt und die Möglichkeit kostenlos nach Hause zu telefonieren!
Was das für künftige Reisen bedeutet, überlege ich noch. Zu Beginn einer Süd- oder Mittelamerikareise könnte ich einen Sprachkurs buchen (endlich richtig Spanisch lernen!) und mich erst einmal im Land akklimatisieren. Gruppenreisen mag ich nicht, aber zwischendurch einen Reisebaustein zu buchen, wäre eine Option .

Fazit:

Eine faszinierende Reise mit sehr vielfältigen Eindrücken, viel gelernt über die durchaus unterschiedlichen Kulturen in Ostasien, verlief zum Teil anders als erwartet, habe mich selber noch besser kennenlernt, viel Stoff zum Nachdenken und nachhaltiges Interesse an den besuchten Ländern gewonnen.

Wart ihr schon in Ostasien unterwegs und wie hat es euch gefallen ? Wie waren eure Erfahrungen mit dem Alleinreisen ?

Über eure Likes und Kommentare freue ich mich immer sehr.