Rentnerinnenblues 2 – Pensioner’s Blues 2

Was macht eine Frührentnerin, wenn sich ihre Pläne nach dem Rentenbeginn zu zerschlagen drohen?  Gute Frage …
Wie schon berichtet Rentnerinnenblues, war ich vorzeitig in Rente gegangen, um endlich nach Lust und Laune reisen zu können.
Inzwischen hat sich ein gesundheitliches Problem ergeben, das recht unangenehm aber nicht lebensbedrohlich ist, mich aber zur Zeit definitiv am Reisen hindert. Gerade verbringe ich mehr Zeit in Arztpraxen und Krankenhäusern als mit dem Recherchieren einer individuell geplanten Reise.
Versuche nicht zur typischen Rentnerin zu mutieren. Auf keinen Fall möchte ich wie die Senioren werden, die nur noch von ihren Krankheiten erzählen.  Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht, dann antworte ich ausweichend, außer bei Freunden und guten Bekannten. Auf die Frage „Wie geht es dir ?“ in etwa „Danke und dir ?“
In der Tat verfolge ich neben dem Reisen viele andere Interessen, besuche Ausstellungen (tagsüber in Gesellschaft vieler Silberhaariger !), lese viel Belletristik, auch auf Englisch, und Fotografieren macht mir auch am Wohnort Spaß. Habe Netflix abonniert und kann zu jeder Tages- und Nachtzeit tolle Filme genießen. Auch die Oscarverleihung konnte ich bis zum frühen Morgen schauen, ohne hinterher übernächtigt zur Arbeit gehen zu müssen.

Im Grunde geht es mir immer noch recht gut. Was die Gesundheit betrifft, so ist noch nicht aller Tage Abend. Möglicherweise wird es wieder besser, aber so unbeschwert wie bisher werde ich wahrscheinlich nicht mehr reisen können.

Was folgt daraus nun für mich ? Bin schon viel gereist, habe annähernd 60 Länder besucht. In den letzten zehn Jahren war ich besonders oft unterwegs. Es ist ärgerlich, wenn es mit der Gesundheit Probleme gibt, man fühlt sich von seinem Körper im Stich gelassen. Andererseits könnte das eine Chance für etwas Neues darstellen. Ein Land nach dem anderen abzuhaken ist doch nicht das,  was ich weiterhin tun will. Intensivere Begegnungen mit den Einheimischen und ein Eintauchen in ihre Kultur würden mir  wahrscheinlich besser gefallen. Auch würde ich gerne helfen. Freiwilligenprojekte böten sich an (hoffentlich nehmen sie auch Alte !). Statt in die Ferne zu reisen, könnte ich  kürzere Touren im faszinierenden Europa unternehmen, was auch für meine Klimabilanz besser wäre.

Und wer weiß, vielleicht schaffe es durch die gewonnene Zeit, längere Texte zu verfassen. Das wäre traumhaft!

Ist es euch schon passiert, dass ihr eure Pläne nicht realisieren konntet und wie seid ihr damit umgegangen ?
Über eure Kommentare und eure Likes ich mich immer sehr.

 

What does an early retiree do when her plans threaten to be smashed after retirement. Good question…
As already reported Rentnerinnenblues, I had retired early to finally be able to travel at my whim.
In the meantime a health problem has arisen, which is rather unpleasant but not life-threatening, but at the moment definitely prevents me from travelling. At the moment I spend more time in medical practices and hospitals than I do researching an individually planned trip.
Am trying not to mutate into a typical pensioner. In no case do I want to become like those seniors who only talk about their diseases.  If someone asks me how I am, I answer evasively, except to friends and good acquaintances . When they ask me „How are you?“, like „Thank you, and you?“

In fact, I pursue many other interests besides travelling, visit exhibitions (during the day in the company of many silver-haired people !), read a lot of fiction, also in English, and photography is also fun for me at home.

Subscribed to Netflix and can enjoy great movies at any time of day or night. I was also able to watch the Oscar ceremony until the early morning without having to go to work dead tired afterwards.

As far as my health is concerned, nothing is decided yet. Maybe it will get better again, but I will probably not be able to travel as carefree as before.

What does this mean for me? I have travelled a lot, visited nearly 60 countries. Especially in the last ten years I was on the road very often. It is annoying when health problems occur,  you  feel abandoned by your body. On the other hand, this could be a chance for something new. Ticking off one country after the other is not what I want to do anymore. More intensive encounters with the locals and an immersion in their culture would probably please me more. I would also like to help. Volunteer projects would be a good idea (hopefully they will also take old people!). Instead of travelling far away, I could do shorter tours in fascinating Europe, which would also be better for my climate balance.

And who knows, maybe the time gained will enable me to write longer texts. That would be fantastic!

Has it already happened to you that you were not able to realize your plans and how did you deal with it?
Looking forward to
your comments and your likes.

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Nachmittag in Lanzarotes Inselhauptstadt Arrecife

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Während meines Aufenthaltes in Costa Teguise auf Lanzarote besuchte ich einen Intensivsprachkurs. Das bedeutete täglich drei bis vier Stunden Unterricht, zum Teil als Privatstunde. Danach war Entspannung mit Spaziergängen am Strand o.Ä. angesagt und schließlich waren umfangreiche und zum Teil grammatikalisch schwierige Hausaufgaben zu erledigen. Bei diesem von mir selbst so gewählten Programm blieben mir die Wochenenden und zwei Tage am Ende meines Aufenthaltes, um Fahrten zu den Sehenswürdigkeiten und Wanderungen zu unternehmen.

Einmal hatte ich morgens nur zwei Stunden Gruppenunterricht und das musste ich einfach ausnutzen, um in das nahegelegene Arrecife zu fahren.
Laut Fahrplan fuhren die Busse alle 20 Minuten und die Fahrt dauert nur eine Viertelstunde (Preis 1,40 Euro einfache Fahrt). Sowohl auf meiner Hin- als auch auf meiner Rückfahrt schienen Busse ausgefallen zu sein, so dass die Fahrt eher eine gute Stunde dauerte,  was aber nicht tragisch war.

In Arrecife gibt nur wenig Historisches zu sehen. Die Attraktion der Stadt liegt eher in der entspannten Atmosphäre und der herrlichen Lage am Meer. Auch gibt es hier die Chance, einheimisches Leben zu beobachten, während sich die hauptsächlich britischen und deutschen Besucher in den drei große Touristenorten Playa Blanca, Puerto del Carmen und Costa Teguise unter ihresgleichen bewegen. Lanzarote wird jährlich von 2,5 Millionen Touristen besucht. Dem stehen knapp 150.000 Inselbewohner gegenüber, wovon etwa 60.000 in Arrecife leben.

Ein Nachmittag in Arrecife ist perfekt geeignet, um am gepflegten Strandstrand Playa del Reducto mit dem Gran Hotel (einziges Hochhaus auf der Insel, das Cesar Manrique angeblich wegen eines Auslandsaufenthaltes nicht verhindern konnte) zu promenieren oder zu baden. Man kann das kleine historische Museum in der Festung Castillo de San Gabriel besuchen (Beschriftungen in der Ausstellung nur auf Spanisch, aber vor dem Eingang erklärt eine freundliche Dame in mehreren Sprachen, was es zu sehen gibt !) und dort den herrlichen Ausblick auf Stadt und Meer genießen, die Kirche Iglesia de San Gines anschauen und an der beschaulichen Lagune Charco San Gines Essen gehen oder eine Bar besuchen. Schließlich hat man Gelegenheit, in „richtigen“ Geschäften rund um die Fußgängerzone an der Calle Leon y Castillo  einzukaufen, die nicht nur den üblichen Badetouristenkram führen. In der Ecke gibt es auch noch einzelne historische Gebäude.

In der Inselhauptstadt verbrachte ich einen entspannten Nachmittag. Nur mit dem Shopping klappte es nicht. Ich hatte nicht berücksichtigt, dass in Arrecife eine ausgedehnte Siesta eingehalten wird. Die Geschäfte in der Fußgängerzone waren von ca. 13  bis 17 Uhr geschlossen.  Solange wollte ich nicht bleiben, meine Hausaufgaben für den nächsten Tag warteten!

Nachfolgend füge ich Impressionen meines Besuchs von Arrecife an, der Ende November bei allerschönstem Wetter und ca. 23 Grad Celsius stattfand.
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Habt Ihr schon eine Inselhauptstadt auf den Kanaren besucht und was habt Ihr erlebt ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.