Auf den französischen Jakobsweg!

… werde ich mich jetzt doch begeben.

For translation please use the Google Translate Button on my site.

Vor ein paar Tagen war ich mir nicht sicher, ob ich in diesem Sommer ab der französischen Grenze weiter pilgern werde (Vor dem französischen Jakobsweg). Nachdem ich wider Erwarten noch einige Übernachtungen buchen konnte, bin ich nun eine Woche lang abgesichert. Außerdem sind die Coronazahlen in Frankreich leicht zurückgegangen (steigen aber aktuell wieder …). Schließlich habe ich mich gerade zum 4. Mal impfen lassen und werde mich überwiegend im Freien aufhalten. Sicher werde ich mich in den Innenräumen oft mit einer Maske schützen, auch dort wo es nicht vorgeschrieben ist. Kurzum: ich möchte es versuchen.

Zunächst fahre ich mit dem Zug nach Genf und dann am nächsten Morgen mit Öffentlichen Verkehrsmitteln nach Compesières. Von dort ist es nur eine kurze Strecke bis zur Grenze. Auf der französischen Seite beginnt die Via Gebennensis, die über 345 Km nach Le Puy führt. Ich möchte soweit wie möglich gehen, bin mir aber alles andere als sicher, dass ich das schaffe. Schön wäre es schon, weil die Hin- und Rückreise zum Pilgern natürlich immer länger wird. Als ich 2019 mit dem Münchner Jakobsweg begann, fuhr ich in einer halben Stunde zum Start des Weges in die Münchner Innenstadt. Nach Genf brauche ich jetzt schon sieben Stunden mit dem Zug.

Also, bald geht es los! Der Rucksack ist gepackt. Unter Aufbietung aller minimalistischen Winkelzüge habe ich auf knapp 9 Kilo, inklusive Snacks und Getränke (2 l), reduziert. Weniger geht wirklich nicht mehr, es sei denn, ich wechsele die Klamotten gar nicht mehr und verzichte auf Regenschutz, Stöcke, Knieschoner, Medikamente etc. All das ist nicht wirklich anzuraten.

Um mein Knie zu schonen, habe ich auch Ultra Light Rucksäcke ausprobiert, weil mein Deuter immerhin 1,8 Kilo Leergewicht aufweist. Allerdings bin ich mit den Tragesystemen und vor allem den schmalen Hüftgurten nicht zurechtgekommen, welche das Gewicht nicht optimal verteilen. Auf ein Schulter-/Rückenproblem beim Tragen des Rucksacks lege ich keinen Wert.

Bin schon ein bisschen aufgeregt und hoffe, dass das Meiste klappt. Wie immer werde ich die ausführlichen Berichte über mein Caminoabenteuer später verfassen, aber von unterwegs kleine Stimmungsbilder senden.

Über euer Feedback freue ich immer sehr.

Auf den französischen Jakobsweg! erschien zuerst auf Wanderlustig.

Vor dem französischen Jakobsweg

For translation please use the Google Translate Button on my site.

Erstes Jakobswegschild auf französischem Boden

Momentan frage ich mich, ob ich mein demnächst geplantes Jakobswegprojekt, der Via Gebennensis soweit wie möglich von der französischen Grenze nach Le Puy zu folgen, verschieben soll.

Bis vor kurzem stiegen die Coronazahlen in Frankreich rapide, das hat sich wohl abgeflacht. Allerdings könnte das auch daran liegen, dass es seit dem Nationalfeiertag am 14. Juli keine verlässlichen Zahlen gibt. Wie dem auch sei, vorsichtshalber habe ich mich vor kurzem zum 4. Mal impfen lassen. Auch diese Dosis habe ich gut vertragen.

Einigermaßen beruhigt fing ich an, die Unterkünfte zu buchen. Die erste befindet sich sogar in Carouge, dem italienisch anmutenden Viertel bei Genf, das mir beim ersten Besuch im April so gut gefallen hatte. Frohgemut reservierte ich noch weitere Bleiben, alle wie immer stornierbar. An einer Stelle hatte ich mich mit den Daten vertan, was ich nicht als problematisch ansah, war es aber doch, weil ich ausgerechnet in Yenne, wo ich den ersten Ruhetag einlegen wollte, nun nur noch eine Unterkunft für eine Nacht bekam. Und in Chaumont, wo ich am 3. Pilgertag übernachten wollte, habe ich immer noch nichts gefunden, obwohl ich schon mehrere französischsprachige Nachfragen verschickt habe.

Mir ist schon klar, dass ich nicht für die gesamte Dauer der Pilgerwanderung vorbuchen kann und sollte. Man weiß schließlich nie, wie man vorwärts kommt und was alles passieren kann. Aber ich bin ein Controllfreak, daher es fällt mir schwer, mich auf mein Glück oder St.Jakob zu verlassen. Dazu kommt, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nicht im Mehrbettzimmer schlafen kann und mit der momentanen Ansteckungsgefahr durch Corona würde ich das auch nicht wollen. Auf dem Schweizer Jakobsweg habe ich erlebt, dass es schwierig wurde, kurzfristig zu buchen, als die Herbstferien begonnen hatten. Und in Frankreich haben die Sommerferien angefangen. Sichere Unterkünfte für eine knappe Woche, inklusive zwei Nächte für die Pilgerpause, würde ich schon gerne haben, bevor es losgeht.

Nun warte ich erst einmal ab, ob nicht doch noch positive Antworten kommen, und dann sehe ich weiter. Es würde mir jedenfalls sehr leid tun, wenn ich stornieren müsste. Oder ich ändere meine Planung noch einmal und pilgere erst ab Le Puy auf der Via Podiensis. Dort soll es mehr Unterkünfte geben. Allerdings sind dort auch mehr Pilger unterwegs. Und auf den großen Pilgerrummel lege ich keinen Wert, würde die Strecke daher lieber außerhalb der Hochsaison gehen. Wie man es dreht und wendet: es bleibt schwierig.

Was meint ihr ? Wozu ratet ihr mir ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Vor dem französischen Jakobsweg erschien zuerst auf Wanderlustig.