Fotoprojekt Nr.17„Strände“ Photo project #17 „Beaches“

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Hurra ! Manni hat wieder ein Fotoprojekt ausgerufen. Nun handelt es sich um das Thema „Strände“. Für den Strandurlaub bin ich überhaupt nicht geeignet, gehe aber sehr gerne an der Küste spazieren. Daher habe ich einige Fotos in meinem Archiv gefunden. Leider habe ich es im vergangenen Jahr nicht ans Meer geschafft. Das soll sich in diesem Jahr, wenn möglich, ändern.

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken !

Italienische Strände in Apulien (drei Fotos) , den Cinque Terre und in Sestri Levante

Spanische Strände in Barcelona (zwei Fotos) und Tossa de Mar in der Hochsaison sowie auf Lanzarote im November (sechs Fotos)

Strände in Japan, Süd Korea (vier Fotos) und Kambodscha (zwei Fotos)

Manni danke ich ganz herzlich für das neue und, wie immer, sehr schöne Fotoprojekt. Auch wenn ich noch oft von vergangenen Reisen und Ausflügen berichten kann, so bin ich doch für Foto Challenges sehr dankbar, weil sie viel Spaß machen und mir helfen, meinen Reiseblog am Leben zu erhalten.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

PS:
Eigentlich müsste ich über meine tiefe Bestürzung über die Vorgänge im Capitol in Washington berichten. Im „Mutterland der Demokratie“ ging es zu wie in einer waschechten Diktatur. Wollen wir hoffen, dass der Irre bald ausgebremst wird! Dabei belasse ich erst einmal, zahlreiche Stellungnahmen lassen sich zur Zeit überall nachlesen.

Wunderbares Wandern in den spanischen Pyrenäen (3) Miraculous hiking in the Spanish Pyrenees (3)

Nach einem wochenlangen Lockdown wegen Covid-19 erfolgen nun schrittweite immer weitere Lockerungen. In Bayern sollen in der nächsten Woche die Biergärten wieder öffnen !
Die Reisefreiheit wird peu à peu zurückkehren. Mit Auslands- oder gar Fernreisen wird es aber noch dauern. Auch die Jakobswege in Spanien und Portugal werden wohl für den Rest des Jahres geschlossen bleiben.
Deswegen erinnere ich mich sehr gerne an unseren aussergewöhnlich schönen Wanderurlaub in den spanischen Pyrenäen im Sommer 2018 und poste nun den letzten Teil meines Berichts noch einmal (mit unverändertem Text und der englischen Übersetzung).

16. – 19.9.2018

Wir schließen uns einer Massenveranstaltung an und bestehen eine Ausdauerprobe. Nur der Berg geht uns verloren. Dann wären wir fast im falschen Film gelandet, sehen furiose Vorführungen und ich bestehe den absoluten Kältetest. Ich hoffe, dass mich nicht die Geier holen, und dann fehlt uns eine Machete, aber wir treffen auch auf eine Karawane. Unsere abschließende Wanderung in den Pyrenäen führt schließlich zu neuen Herausforderungen.

Morgens um 7:30 Uhr brachen wir zu unserer Wanderung im Valle de Ordesa bei Torla auf. Es wurde gerade erst hell. Die Sonne geht in Spanien ziemlich spät auf, weil dort die MEZ gilt, während es nach dem Sonnenstand eigentlich GMT geben müsste.

Wir fuhren mit dem Auto nach Torla. Das war mit über 60 km (einfache Strecke) unsere längste Fahrstrecke dieses Urlaubs. Die Fahrspur war  teilweise schmal, aber es gab auch besser ausgebaute Strecken und am frühen Samstag morgen herrschte nicht viel Verkehr. Nach einer guten Stunde kamen wir in Torla an. Auf einem riesigen Parkplatz, der schon sehr gut gefüllt war, ließen wir das Auto und stiegen in den Shuttlebus zur Pradera Ordesa. In den Sommermonaten ist die Straße für den Privatverkehr gesperrt und die Fahrt zum Wanderparkplatz ist nur per Bustransfer möglich. Als wir auf der engen Straße fuhren, die an steilen Hängen entlang führte und die nicht mit richtigen Leitplanken sondern mit Holzlatten gesichert war, war ich unendlich  dankbar, dass wir nicht selber fahren mussten. Wenn sich die Busse begegneten, verständigen sie sich vorher per Funk über die jeweilige Ausweichstelle !

Schon beim Warten auf den Bus war uns aufgefallen, dass sehr viele Wanderer unterwegs waren. Das würde sich im Laufe des Tages noch verstärken.

Beim Aussteigen  entdeckten wir eine große Bar, in der wir uns für den langen und anstrengenden Marsch, der uns bevorstand, mit einem köstlichen heißen Café con Leche und sehr leckeren Nussteilchen stärkten.

Die beliebteste  Wanderstrecke geht  leicht ansteigend am Río Arazas entlang zum Wasserfall Cola de Caballo.Wir hatten uns für die deutlich anstrengendere Variante mit einem Aufstieg von ca. 700 m auf eine Höhe von 2000 m (Senda de los Cazadores) entschieden. Danach ging es weiter über Faja de Pelay  mit einer herrlichen Sicht auf das Ordesa-Tal. Unser Ziel lag ebenfalls am Wasserfall und dann wollten wir  auf dem breiten leicht abfallenden Weg zurück zum Parkplatz wandern.

Was soll ich sagen, der Aufstieg, bei dem wir von zahlreichen Leidensgenossen begleitet wurden, die meisten, aber nicht alle, schneller waren als wir, verlief gut 2,5 Stunden in immer währenden Serpentinen ziemlich steil bergauf. Es war leicht bewölkt und in der Höhe herrschten ohnehin niedrigere Temperaturen, ideales Wanderwetter. Zwischendurch wurden wir immer wieder mit herrlichen Aussichten auf das Ordesa Tal und die gegenüberliegenden Felswände belohnt.

After a week-long lockdown due to Covid-19, further loosening is now taking place step by step. In Bavaria the beer gardens are to open again next week !
The freedom to travel will return bit by bit. But it will still take time with foreign or even long-distance travel. Also the Jacob’s ways in Spain and Portugal will probably remain closed for the rest of the year.
To relive my fond memories of our exceptionally beautiful hiking holiday in the Spanish Pyrenees in the summer of 2018  I am posting the last part of my report again (with unchanged text and the English translation).
16. – 19.9.2018

We join a mass event and pass an endurance test. But we lose the mountain. Then we almost ended up in the wrong film, watch furious performances and I pass the  test of absolute coldness. I hope the vultures don’t get me and then we are missing a machete, but we also meet a caravan. Our final hike in the Pyrenees finally leads to new challenges.

In the morning at 7:30 a.m. we set off for our hike in Valle de Ordesa near Torla. It was just getting light. The sun rises quite late in Spain, because there CET is valid, while there should be GMT according to the position of the sun.

We drove by car to Torla. That was with more than 60 km (one way) our longest driving distance of this holiday. The lane was partly narrow, but there were also better developed tracks and early Saturday morning there was not much traffic. After a good hour we arrived in Torla. On a huge parking lot, which was already very well filled, we left the car and took the shuttle bus to the Pradera Ordesa. During the summer months the road is closed for private traffic and the trip to the hiking parking lot is only possible by bus transfer. When we drove on the narrow road that led alongside some steep slopes and that was not secured with some real crash barriers but with wooden slats, I was infinitely grateful that we did not have to drive by ourselves. If the busses met each other, they communicated before by radio about the respective passing place !

Already while waiting for the bus we noticed that there were a lot of hikers on the way. This would increase in the course of the day.

When we got off the bus we discovered a big bar where we fortified ourselves for the long and exhausting march that was ahead of us with a delicious hot café con leche and very tasty nut pastry.

The most popular hiking route is a slightly ascending route alongside the Río Arazas to the waterfall Cola de Caballo. We had decided to take the more exhausting variant with an ascend of approximately 700 m to a height of 2000 m (Senda de los Cazadores). Afterwards we went on over Faja de Pelay with a wonderful view of the Ordesa valley. Our destination was also at the waterfall and then we wanted to hike back to the parking lot on the wide slightly sloping path.

What can I say, the ascent, during which we were accompanied by numerous fellow-sufferers, most, but not all, faster than us, took a good 2.5 hours in everlasting serpentines rather steeply uphill. It was slightly cloudy and at the altitude there were lower temperatures anyway, ideal hiking weather. In between we were rewarded again and again with wonderful views of the Ordesa Valley and the opposite rock faces.

Fotos zum Vergrössern bitte anklicken.
Please click on the photos to enlarge.

Eigentlich war die Steigung nicht schlimm, aber der Aufstieg dauerte unendlich lange und nach etwa zwei Stunden, als es dann steiler wurde und Kletterei mit Händen und Füßen begann, waren meine Beine so schwer, dass jeder Schritt eine Überwindung bedeutete. H. und ich sind zwar nicht die Fittesten, aber wir sind hartnäckig und waren ein bisschen stolz, als wir bis zum Mirador, dem höchsten Punkt, geschafft hatten.

Actually, the ascent wasn’t that bad, but it took endlessly long and after about two hours, when it got steeper and the climbing with hands and feet started , my legs were so heavy that every step meant overcoming. H. and I may not be the fittest, but we are persistent and were a bit proud when we reached the Mirador, the highest point.

Dort trafen wir unsere vielen Mitwanderer, denen wir im Laufe der nächsten Stunden immer wieder begegnen sollten. Wir unterhielten uns sehr nett mit einem norwegischen Ehepaar, das an einem Fjord wohnte und ähnliche Steigungen schon oft zurückgelegt hatten. Spanier waren in großen Gruppen unterwegs und unterhielten sich laut aber fröhlich. Viele Franzosen trafen wir aber kaum englischsprachige Wanderer. Vor einer deutschen Gruppe mit einem schlecht gelaunten Wanderführer, der jedesmal meckerte,  wenn sich die Gruppenmitglieder ausruhen wollten, flohen wir regelrecht. Am angenehmsten ging es sich hinter den verschiedenen spanischen Gruppen, deren Gespräche wir nur ansatzweise verstanden.

Die Wanderung verlief nun sehr angenehm an der 2000 m Höhenlinie und an dramatischen  Felswänden entlang und dann leicht abfallend Richtung Wasserfall.

There we met our many fellow hikers, whom we saw again and again in the course of the next few hours. We had a very nice conversation with a Norwegian couple who lived on a fjord and had often done similar climbs. Spaniards came in large groups and talked loud but cheerfully. Many French people we met but hardly English speaking hikers. We literally fled from a German group with a bad-tempered hiking guide who grumbled every time group members wanted to rest. The most pleasant way was walking behind the different Spanish groups, whose conversations we only partly understood.

Then,  the hiking route was very pleasant alongside the 2000 m height line and dramatic rock faces and then descending slightly to the waterfall.

Nach vier Stunden Wanderung nahmen wir unsere Brotzeit ein. Das Sitzen war herrlich. Wir hatten großen Hunger und das Essen schmeckte viel besser als sonst.

After four hours of hiking we took our snack. Sitting was wonderful. We were very hungry and the food tasted much better than usual.

Von unserem Picknickplatz blickten wir auf den Wasserfall und für einen kurzen Augenblick sahen wir den Monte Perdido, den höchsten Berg im Nationalpark (3355 m) , und dann hatten wir ihn wieder  in den Wolken „verloren“.

From our picnic spot we looked at the waterfall and for a short moment we saw Monte Perdido, the highest mountain in the national park (3355 m), and then we „lost“ it again in the clouds.

Pyrenäen (201)

Als wir am Wasserfall ankamen, dachten wir, jetzt wäre  es nur noch ein Spaziergang  Tatsächlich liefen wir nun auf einem schönen Pfad zurück. Es ging an brausenden Wasserfällen entlang und durch einen herrlichen Wald, aber die Strecke „zog sich“.

When we arrived at the waterfall, we thought it would be just a walk from now on. In fact, we returned  on a nice path, walking  along roaring waterfalls and through a beautiful forest, but the path „dragged on“.

Pyrenäen (203)

Unsere Wanderung dauerte noch fast drei Stunden. Nach sieben Stunden war bei mir die Luft raus. Immer wenn ich dachte,  dass wir gleich auf dem Parkplatz ankommen müssten, folgte die nächste Biegung des Weges im Wald. Einige Male mussten wir kurz und sehr leicht ansteigen.  Das fanden meine erschöpften Beine überhaupt nicht lustig.  Schon mehrmals war ich acht Stunden am Tag gewandert, zum Teil auch noch wesentlich länger, aber nun war ich am Rande meiner Kräfte ! Nach siebeneinhalb Stunden (plus Pause) hatten wir es geschafft. Vor der Rückfahrt mit dem Shuttlebus gönnten wir uns noch einen Kaffee, der es schaffte, unsere Lebensgeister einigermaßen aufzupäppeln.

An diesem Tag verlieh mir mein Fitnesstracker für 40.000 Schritte den „Forrest Gump Badge“.

Nach dem Abendessen war ich so müde, dass ich auf unseren gewohnten Abendspaziergang durch das Dorf verzichtete.

Alles in allem war es eine tolle und abwechslungsreiche Wanderung (ca. 30 km), ein richtiges Highlight, auf das man keinesfalls verzichten sollte. Es empfiehlt sich aber, das Wochenende im Ordesa Tal zu meiden.

Am nächsten Tag, dem Sonntag, legten wir eine Wanderpause im nahen Städtchen Ainsa ein. Ainsa ist mit etwas über 2000 Einwohnern der größte Ort im Landkreis Sobrarbre und hat eine sehr sehenswerten Altstadt .

Dort fand eine Fiesta statt, das ganze Dorf war auf den Beinen und viele Besucher aus der französischen Partnerstadt bevölkerten die Gassen. Zunächst wollten wir das Eco Museo besichtigen. Das Museum öffnete gerade und wir folgten einer großen Gruppe bis in einen ziemlich großem Saal, der schon gut gefüllt war. Dass so viele  Einheimische die Videoprojektion des Museums sehen wollten, kam uns „spanisch“ vor . Gerade noch rechtzeitig verließen wir den Saal, nachdem wir die französische Ankündigung eines 90 minütigen Films über einen Priester, der  während der französischen Revolution lebte, verstanden hatten. Gut, dass wir uns „auf Französisch“ verabschieden konnten.

Das Eco Museo war klein, aber die Fauna und Flora der Pyrenäen wurde auf drei Stockwerken entsprechend der Höhenlage ansprechend präsentiert. Dort bewunderten wir einen (nachgebildeten) Lammgeier. Danach schauten wir uns noch die verletzten Vögel an, die dort gepflegt werden.

Our hike still lasted almost three hours. After seven hours I was out of breath. Whenever I thought that we had to arrive at the parking lot right away, the next bend of the path followed in the forest. Some times we had to climb up short and very easy.  My exhausted legs did not find that funny at all.  Several times before I had hiked eight hours a day, sometimes much longer, but now I was at the edge of my strength ! After seven and a half hours (plus a break) we had made it. Before the return trip with the shuttle bus we had a coffee, which managed to pep up our spirits to some extent.

On this day my fitness tracker awarded me the „Forrest Gump Badge“ for 40,000 steps.

After dinner I was so tired that I decided to give up our usual evening walk through the village.

All in all, it was a great and varied hike (about 30 km), a real highlight that one should not miss. However, it is recommended to avoid the weekend in the Ordesa Valley.

The next day was a Sunday. We took a hiking break in the nearby town of Ainsa. Ainsa has a little more than 2000 inhabitants, is the biggest town in the district of Sobrarbre and the old town is very worth visiting.

There a fiesta took place, the whole village was on its feet and many visitors from the French twin town populated the alleys. First we wanted to visit the Eco Museo. The museum just opened and we followed a big group up to a rather big hall that was already well filled. The fact that so many local people wanted to see the video projection of the museum seemed to be „Spanish“ (strange) to us. Just in time we left the hall after we had understood the French announcement of a  90 minutes film about a priest who lived during the French Revolution. Good that we could say goodbye „in French“ (leave without saying goodbye).

The Eco Museo was small, but the fauna and flora of the Pyrenees was attractively presented on three floors according to the altitude. There we admired a (replicated) lamb vulture. Afterwards we took a look at the injured birds, which are cared for there.

Wir bummelten sehr gemütlich durch die Altstadt, aßen leckere Tapas und es gab mehrmals Kaffee. Ganz lassen konnten wir es aber doch nicht. Wir stiegen mit eingezogenem Kopf auf den Kirchturm mit einer wunderbaren Aussicht. Gottlob  schlugen die Glocken in diesem Moment nicht.

We strolled  through the oldtown, ate some tasty tapas and had coffee several times. But we couldn’t help walking completely and had to climb up the church tower, with our heads bowed in. On top we had a wonderful view. Thank God the bells did not strike in this moment.

Schließlich schauten wir uns auf der Plaza Mayor eine beeindruckende Vorführung von aragonesischen Jotas an. Abwechselnd gab es schmetternden Gesang und temperamentvolle Tänze.

Finally,  we watched an impressive demonstration of Aragonese Jotas on the Plaza Mayor. Alternating there was blaring singing and spirited dances.

Am Nachmittag suchten wir noch einmal den idyllischen Badeplatz am Fluss auf. Und dieses Mal tat ich es: ich ging bis zum Hals ins eiskalte Wasser! Ganz langsam watete ich hinein, aber als ich anfing zu schwimmen, blieb mir fast die Luft weg. Mehr als ein paar Züge konnte ich zwischen den Felsen ohnehin nicht machen und dann war es auch gut gewesen.

In the afternoon we visited the idyllic bathing place at the river once again. And this time I did it: I went into the freezing cold water up to my neck! Very slowly I waded in, but when I started to swim my breath almost stopped. I couldn’t make more than a few moves between the rocks anyway and soon I had enough.

Pyrenäen (253)

Am Montag unternahmen wir eine Rundwanderung im Valle de Chisau. Unterwegs hielten wir an einem Parkplatz, wo gutes Geierwatching möglich sein sollte. Tatsächlich entdeckten wir einige Raubvögel, die aber sehr weit oben kreisten.

On Monday we went on a circular hike in the Valle de Chisau. On the way we stopped at a parking lot where good vulture watching should have been possible. Actually, we discovered some birds of prey, but they were circling very high up.

Pyrenäen (258)

Unsere Wanderung begann in Plan, einem kleinen Örtchen, in dem wir den Weg nach Gstain nicht fanden. Die Touristeninformation war geschlossen und viele Einheimische waren auch nicht unterwegs. Wir fragten praktisch jeden Menschen, der uns begegnete, aber ohne Erfolg. Schließlich trafen wir einen sehr netten Mann, der uns, als er merkte, dass wir seine spanische Beschreibung nicht verstanden, bis zur Abzweigung begleitete. Dort waren wir schon vorbeigegangen, es gab in unserer Richtung aber kein Schild. In weniger als einer Stunde waren wir 300 Höhenmeter nach Gstain aufgestiegen und ziemlich stolz auf unsere Leistung. Hinter dem Ort ging es zunächst stark bergauf, bis wir am Mirador mit einem wunderbaren Blick auf das Tal und die umliegenden Berge ankamen.

Our hike began in Plan, a small village where we looked for the way to Gstain. The tourist information was closed and many locals were not outside . We asked practically every person we met, but without success. Finally, we met a very nice man who, when he noticed that we did not understand his Spanish description, accompanied us up to the turn-off. There we had already passed, but had been was no sign in our direction. In less than an hour we had climbed 300 meters up to Gstain and were quite proud of our performance. Behind the village we first went uphill until we arrived at the Mirador with a wonderful view of the valley and the surrounding mountains.

Auf einem als „Kräuterpfad“ bezeichneten Weg, der nun eben verlief, und wo tatsächlich Rosmarin, Thymian und Oregano wuchsen, liefen wir genüsslich mit herrlichen Ausblicken weiter. Zu unserem Etappenziel, dem Dörfchen Serveto, stiegen wir steil herab. Dort wohnten angeblich noch einige Leute. Wir sahen aber nur ein paar Katzen, die  laut maunzend auf uns zukamen. Zu meinem Schrecken ging es hinter dem Ort in der prallen Nachmittagssonne wieder anhaltend bergauf.  Wir waren nun schon über drei Stunden unterwegs und hatten uns ziemlich weit von Plan entfernt.

On a trail called  „Herbal Path“, which was now level and where rosemary, thyme and oregano actually grew, we continued our walk with great pleasure and wonderful views. We descended steeply to our next destination, the village of Serveto. Allegedly some people still lived there. But we only saw a few cats, which came loudly mewing towards us. To my horror, we went uphill again behind the village in the blazing afternoon sun. We had been on the road for more than three hours now and were getting quite far away from Plan.

Schließlich erreichten wir einen Grat, der von mehreren höheren Bergen umgeben war. Wir hatten seit Stunden keinen Menschen gesehen. Nicht wirklich beruhigt war ich , als ich feststellte, dass es auch kein Mobilfunknetz gab. Unser Pfad verlief nun an dramatischen Felswänden entlang und schlängelte sich nicht, wie in unserer Wanderbeschreibung angegeben, gemächlich bergab, sondern verlief steil und teilweise geröllig und forderte unsere ganze Konzentration. Aber dann passierte das Wunderbare: wir sahen direkt über uns kreisende Geier ! Das Fotografieren stellte sich allerdings als schwierig heraus. H. musste mich festhalten, damit ich nicht abstürzte. Aber es war sehr beeindruckend, die Tiere elegant über uns hinweg segelnd  zu erleben. Es tat mir auch nicht mehr leid, dass wir uns gegen einen Besuch der Geierfütterung in Ainsa entschieden hatten. Die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben, war viel schöner.

Finally, we reached a ridge surrounded by several higher mountains. We had not seen a human being for hours. I was not really reassured when I realized that there was no mobile phone network either. Our path now ran along dramatic rock faces and did not wind downhill at a leisurely pace, as we had described in our hiking description, but was steep, partly with pebbles,  and demanded all our concentration. But then the wonderful thing happened: we saw vultures circling directly above us ! But taking pictures turned out to be difficult. H. had to hold on to me, so that I did not fall down. But it was very impressive to see the animals sailing elegantly above us. I was not sorry anymore that we had decided against a visit of the vulture feeding in Ainsa. To experience the animals in their natural habitat was much nicer.

Nun begann der mühsame und zum Teil gefährliche Abstieg. Kurz nach unserem schönen Geierwatching mussten wir ein Geröllfeld an einem steilen Abhang überqueren. Die Steine waren noch nicht festgetreten und es ging hunderte von Metern ohne eine Haltemöglichkeit bergab. Extrem vorsichtig setzen wir einen kleinen Schritt vor den anderen und erreichten schließlich mit zitternden Knien wieder festen Boden. Vor lauter Schreck hatte ich unbemerkt meinen Hut fallen lassen, aber meine Lust wieder zurückzugehen war gleich Null. Nun stiegen wir sehr lange auf einem schmalen verwachsenen Pfad bergab. Nicht zum ersten Mal an diesem Tag hatte ich den Eindruck, dass diese Wanderung schon lange nicht mehr begangen wurde. Den letzten Teil des Abstiegs bewältigten wir – zu meiner großen Freude – auf einer rutschigen Schotterpiste. Unten im Tal setzte sich die Wanderung zunächst angenehm eben am Fluss entlang fort. Verlaufen konnten wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Der Weg war auch ganz gut ausgeschildert, trotzdem  fragten wir uns häufiger, wo er verlief. Wir waren in einem spanischen Dschungel gelandet. Alles war fast komplett zu gewachsen. Meine Wanderstöcke benutzte  ich, um die Pflanzen zur Seite zu schieben. Ziemlich ermattet kamen wir beim Auto in Plan an. Auf dem Hinweg hatten wir eine Bar gesehen, die höchstens 200 m weit entfernt war. Aber wir waren so müde, dass wir mit dem PKW dort hinfuhren.

Als wir gemütlich auf  der Terrasse beim Kaffee saßen, sah ich, dass wir in der  bekannten “ Bar Bruche“  gelandet waren. Wer sich für den Grund interessiert und dafür,  wie die Junggesellen von Plan und ihr findiger Priester in den 80er Jahren eine Karawane der Frauen  nach Plan geholt haben, sollte hier nachschauen

Erstaunlich fand ich, dass es in der Bar überhaupt keinen Hinweis auf die Karawane der Frauen gab, nicht mal ein Foto. Sehr geschäftstüchtig kam uns das nicht vor. Hätte sich als eine gigantische Werbung für die Bar geeignet.
29 km, ca. 6 Stunden

Am letzten Tag in den Pyrenäen beschlossen wir direkt von Laspuña aus ohne Auto wandern zu gehen. Wir stiegen zum Rio Cinco hinab und gingen bei mäßig warmen, bewölkten Wetter am Fluss entlang. Der Weg verlief recht idyllisch mit kleinen Auf- und Abstiegen zum Teil durch den Wald. Auf dieser Seite des Flusses, wo die Straße nicht entlang führte, gab es keine Picknickplätze und wir mussten lange suchen, bis wir uns ans Ufer durchschlagen konnten. Dort verbrachten wir eine sehr schöne Mittagspause, aßen unsere letzte Brotzeit und schauten noch einmal auf die umliegenden Berge, auf denen wir zum Teil sehr schön gewandert waren. Die Sicht auf das Dörfchen Torla erinnerte uns an unseren ersten Wandertag.

Now the arduous and partly dangerous descent began. Shortly after our beautiful vulture watching we had to cross a scree field on a steep slope. The stones were still loose and the slope went downhill for hundreds of meters without any possibility to hold on. Extremely carefully we put one small step before the other and finally reached solid ground again with trembling knees. I had dropped my hat in fright, but I did not feel like going back again. Then we climbed downhill on a narrow overgrown path for a very long time. It was not the first time that day that I had the impression that this hike had not been done for a long time. The last part of the descent we mastered – to my not so great pleasure – on a slippery gravel road. Down in the valley the hike continued at first pleasantly level along the river. At this point we could no longer get lost. The path was also well signposted, but we still asked ourselves more often where it went. We had landed in a Spanish jungle. Everything was almost completely overgrown. I  had to use my walking sticks to push the plants aside. Pretty tired we arrived at the car in Plan. In the village we had seen a bar, which was at most 200 m away. But we were so tired that we drove there by car.

When we sat comfortably on the terrace with the coffee, I saw that we had landed in the well-known “ Bar Bruche“. If you are interested  how the bachelors of Plan and their resourceful priest got a caravan of women in the 80s, you should look here

nzz.ch/the_women_caravane-1.7761838

Amazingly that there was no reference at all in the bar to the caravan of women, not even a photo. This did not strike us as very businesslike. It would have made a great advertisement for the bar.
29 km, about 6 hours.

On the last day in the Pyrenees we decided to go hiking directly from Laspuña without a car. We descended to the Rio Cinco and walked along the river in moderately warm, cloudy weather. The path was quite idyllic with small ups and downs partly through the forest. On this side of the river, where the road did not lead along, there were no picnic areas and we had to search for a long time until we could make our way to the shore. There we spent a very nice lunch break, ate our last snack and looked again at the surrounding mountains, on which we had partly hiked very beautifully. The view of the village Torla reminded us of our first hiking day.

Auf dem Rückweg schien die Sonne und wir genossen die wunderbaren Blicke auf die Berge und den Fluss zunächst sehr. Dann kamen wir aus dem Wald und folgten dem steinigen Flussbett. Trotz der interessanten Vegetation, die wie ein riesiger Steingarten wirkte, war es uns irgendwann nur noch heiß. Besonders schlimm war das letzte Stück, als wir auf der Straße entlang gehen und nach Laspuña, das auf einem Hügel liegt, aufsteigen mussten. Im Auto war uns der Hügel bei weitem nicht so steil vorgekommen !
Ca. 20 Km, 4 Stunden.

On the way back the sun was shining and we initially enjoyed the wonderful views of the mountains and the river very much . Then we came out of the forest and followed the stony riverbed. Despite the interesting vegetation, which looked like a huge rock garden, at some point it felt only hot for us. The last part was especially bad, when we had to walk along the road and climb up to Laspuña, which is situated on a hill. In the car the hill had not seemed so steep to us by far !
About 20 km, 4 hours.

Zum Abschied fuhren wir dann doch noch mit dem Auto, in den nächsten Ort zum Kaffeetrinken.

Am nächsten Tag verließen wir die wunderschöne Gegend und fuhren nach Tossa de Mar, wo wir uns bei spätssommerlichem Wetter von den Strapazen erholten.

Fazit: So schön und so unberührt hatte ich mir die Landschaft in den Pyrenäen nicht vorgestellt. Ich würde jederzeit wiederkommen. Es gibt unzählige und großartige Wandermöglichkeiten. Geierwatching bietet sich an. Die historischen Bauten, vor allem die romanischen Kirchen, wäre eine eigene Reise wert. Die Straßen sind allerdings gewöhnungsbedürftig.

Wenn ihr euch für das Wandern in den Pyrenäen interessiert und wissen wollt, was wir vorher erlebt hatten, schaut doch mal hier

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/19/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-1-highlight-hiking-in-the-spanish-pyrenees-1/

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/25/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-2-hiking-in-the-spanish-pyrenees-2/

Über eure Kommentare und eure Likes freue ich mich.

 

Saying good bye to the Pyrenees we drove to the next village to drink coffee.

The next day we left the beautiful area and drove to Tossa de Mar, where we recovered from the strains in late summer weather.

Conclusion: So beautiful and so untouched I had not imagined the landscape in the Pyrenees. I would come back any time. There are countless and great hiking possibilities. Vulture watching is great. The historical buildings, especially the Romanesque churches, would be worth a trip on their own. But one has to get used to  the roads !

If you are interested in hiking in the Pyrenees and want to know what we experienced before, take a look here

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/19/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-1-highlight-hiking-in-the-spanish-pyrenees-1/

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/25/highlight-wandern-in-den-spanischen-pyrenaeen-2-hiking-in-the-spanish-pyrenees-2/

Looking forward to your comments and likes.

 

„Mannisfotobude“ – Fotoprojekt „Berge“/ Foto project „Mountains“

Manni hat in seinem Blog  „Mannis Fotobude“  nun zur Teilnahme an einem Fotoprojekt „Berge“ aufgerufen.

Der Link zu Mannis Aufruf lautet:

https://mannisfotobude.wordpress.com/2020/04/03/mannisfotobude-4-fotoprojekt-berge/

Das Thema kommt mir sehr entgegen. Klettern wie Manni kann ich nicht, aber Bergwandern mag ich sehr.

Ein Lieblingsziel ist Südtirol. Neben unzähligen guten Wandermöglichkeiten bietet es spektakuläre Landschaften und auf den Hütten wird sehr leckeres Essen und echt italienischer Kaffee serviert.

Eine landschaftliche Offenbarung erlebten wir in den spanischen Pyrenäen: wunderbare wilde Berglandschaften, in denen man sogar Geier antrifft. Immer wieder kamen wir an jahrhundertealten Einsiedeleien und romanischen Kirchen vorbei, die schon alleine einen Urlaub gerechtfertigt hätten. Leider fehlte z.T.  die Infrastruktur: wenige Einkehrmöglichkeiten und keine Wanderbusse.

Am schönsten fand ich die Rocky Mountains im Westen Kanadas, habe aber nur wenige Fotos gefunden.

Eigentlich dachte ich, dass ich von den landschaftlichen Highlights in den Nationalparks im Südwesten der USA keine Fotos zeigen könne. Die Gegend haben wir vor mehr als 30 Jahren bereist. Damals fotografierte ich, wie viele andere, Landschaften mit Diafilm. Meine Dias habe ich vor kurzem digitalisieren lassen und mit ein bisschen Nachbearbeitung sehen die Bilder nicht so schlecht aus.

In Europa ist die Berglandschaft um Bariloche im argentinischen Patagonien als Touristenziel  nicht so bekannt wie z.B. der Nationalpark Torres del Paine oder das Wandergebiet um El Chaltén. Völlig zu Unrecht: um den See Nahuel Huapi , der so groß ist wie der Bodensee und an dem neben Bariloche aber nur ein weiterer kleinerer Ort liegt, befindet sich der Nationpark „Nahuel Huapi“ mit märchenhaft schönen Landschaften. Und in Bariloche gibt es Restaurants, Cafés, Schokoladengeschäfte und Bier, das nach dem deutschemReinheitsgebot gebraut wird, eine Infrastruktur die nach mehren Wochen Patagonienreise sehr angenehm war.

Den Fuji-san habe ich erst kürzlich präsentiert,

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/04/fuji-san-heute-vor-einem-jahr-one-year-ago-today/

daher möchte ich euch heute stilisierte Berge in japanischen Zengärten zeigen.

Danke an Manni für das schöne Thema und ich bin gespannt, was als Nächstes  kommt.

In his blog „Mannis Fotobude“ Manni has now called for participation in a photo project „mountains“.

The link to Manni’s call is

https://mannisfotobude.wordpress.com/2020/04/03/mannisfotobude-4-fotoprojekt-berge/

This subject very congenial for me. I cannot climb like Manni, but I am  really fond of  mountain hiking.

One of my favourite destinations is South Tyrol. Apart from countless good hiking possibilities, it offers spectacular landscapes and the huts serve very tasty food and real Italian coffee.

We experienced a scenic revelation in the Spanish Pyrenees: wonderful wild mountain landscapes where you can even watch vultures. Again and again we passed centuries-old hermitages and Romanesque churches that would have justified a holiday on their own. Unfortunately, the infrastructure was partly missing: few places to eat und drink and no hiking buses.

The Rocky Mountains in the west of Canada were the most beautiful for me, but I only found a few photos.

Actually, I thought that I could not show any photos of the scenic highlights in the national parks in the southwest of the USA. We have travelled this area more than 30 years ago. At that time I photographed, like many others, landscapes with slide film. I recently had my slides digitized and with a little post-processing the pictures do not look so bad.

In Europe, the mountain landscape around Bariloche in Patagonia, Argentina, is not as well known as the Torres del Paine National Park and the hiking area around El Chaltén. Quite wrongly: around the lake Nahuel Huapi , which is as big as Lake Constance and where besides Bariloche there is only one other smaller town, there is the national park „Nahuel Huapi“ with fairy-tale landscapes. And in Bariloche there are restaurants, cafés, chocolate shops and beer is brewed according to the German purity law, an infrastructure I found very pleasant after several weeks of travelling in Patagonia.

I recently presented the Fuji-san,

https://wanderlustig2019.wordpress.com/2020/04/04/fuji-san-heute-vor-einem-jahr-one-year-ago-today/

so today I would like to show you stylised mountains in Japanese Zen gardens.

Thanks to Manni for the beautiful theme and I am curious what will be next.

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Südtirol (25) - Kopie

Südtirol (57)

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Südtirol (110) - Kopie

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Pyrenäen (33)

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Japan Zengarten Tofuki-ji Tempel