Rentnerinnenblues 3 Pensioner’s Blues 3

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Noch ein „Renterinnenblues“ ! „Was will denn die schon wieder ?“, werden manche denken, nachdem ich mich zu dem Thema hier und dort schon ausgelassen habe .

Persönlich sehe ich zwei Anlässe. Zum Einen wäre jetzt mein regulärer Renteneintritt gewesen. Wie berichtet war ich früher in Rente gegangen, um auf längere Reisen gehen zu können. Zum Anderen herrscht inzwischen eine Pandemie, die unser Leben gravierend verändert hat.

Vor diesem Hintergrund mag eine Beschäftigung mit persönlichen Befindlichkeiten egozentrisch erscheinen. Das Virus hat bisher zu Erkrankungen von fast 40 Millionen Menschen geführt und über 1,1 Millionen sind gestorben. Vor Jahren habe ich „La Peste“ von Camus gelesen und fand das Schicksal der eingeschlossenen Stadtbewohner entsetzlich. Nicht im Traum hätte ich gedacht, dass etwas Vergleichbares auf globaler Ebene geschehen könnte !

Trotzdem glaube ich, dass es nachvollziehbar ist, dass man in einer solchen Lage auch die eigene Situation betrachtet. Zunächst einmal bin ich heilfroh, dass ich mein Berufsleben Ende März 2019 abgeschlossen habe. Im letzten Halbjahr hätte ich im Dauerkrisenmodus arbeiten müssen und nur wenig Konstruktives schaffen können. Sämtliche berufliche Veranstaltungen, z.B. der Besuch von Filmfestivals und meine Abschiedsfeier, wären ausgefallen. Davon abgesehen wäre es frustrierend gewesen, nach den vielen Jahren von Bord gehen zu müssen, wenn sich das Schiff gerade in Seenot befindet.

Aber dann natürlich das Reisen … Reisen ist meine Leidenschaft ! Im Frühjahr 2019 konnte ich noch ein dreimonatige Reise nach Japan, Südkorea und Taiwan unternehmen . Wie berichtet (s. oben) bremste mich mein Gesundheitszustand bald danach aus. Inzwischen geht es mir etwas besser, mal mehr mal weniger. Kleinere Reisen in Deutschland und Österreich konnte ich unternehmen. Vor allem bei meinem geliebten Wandern hatte ich nur wenige Probleme. Bei guter medizinischer Versorgung würde ich mir auch eine Reise in ein Land zutrauen, das drei bis vier Flugstunden entfernt liegt. Fernreisen gingen eher nicht.

Nun können wir alle (fast) nicht mehr reisen. Gerade schließt sich das Fenster der Reisemöglichkeiten aufgrund der steigenden Coronazahlen wieder. Noch nicht einmal innerhalb Deutschlands, von Bundesland zu Bundesland, ist problemloses Reisen möglich. Als wir vor kurzem im Hotel übernachtet haben (ja, ich habe mich getraut! ) lag an der Rezeption eine lange Liste mit deutschen Postleitzahlen. Für die Bewohner der entsprechenden Orte galt das, inzwischen ausgelaufene, bayerische Beherbergungsverbot.

Allerdings handelt es sich doch eher um ein Luxusproblem. Wichtiger als das Verreisen ist, dass die Familie und man selbst sich nicht mit dem Corona Virus ansteckt und dass man Rücksicht auf andere nimmt. Bis es einen Impfstoff gibt und wir Zugang dazu haben, werden wir auf sehr Vieles verzichten müssen. Momentan ist das aufgrund explodierender Coronazahlen wieder besonders wichtig. Gehen wir es gemeinsam an !

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Bloggen in Corona Zeiten Blogging in Corona times

Seit vier Monaten leben wir mit der Bedrohung durch das Corona Virus. Es soll hier nicht die Rede davon sein, dass die Pandemie unendliches Leid  über Millionen Menschen gebracht hat. Vielmehr konzentriere ich mich im folgenden Beitrag nur auf die Auswirkungen auf Wander-/Reiseblogger.

Wer Gefallen am Bloggen gefunden hat, möchte nach meiner Erfahrung nicht so schnell damit aufhören. Foodblogger hatten wohl kein Problem mit dem Lockdown und den noch bestehenden Reisebehinderungen, eher im Gegenteil.

Wanderblogger waren zeitweise stark eingeschränkt. Mehrtageswanderungen sind immer noch schwierig. Persönlich gehöre schon lange nicht mehr zu den Campingfans und in einem oft nur verfügbaren Mehrbettzimmer möchte ich mich nicht anstecken, daher pilgere ich in diesem Jahr nicht auf dem Jakobsweg.

Auslandsreisen sind teilweise wieder möglich. Aber sollte ich wirklich in einem vollbesetzten Flugzeug in ein stark betroffenes Land reisen und evtl. dazu beitragen, dass sich das Virus hierzulande wieder verbreitet? Reisen ist meine Leidenschaft. Ob ich mutig bin, Risiken in Kauf nehme (bin eher vorsichtig), entscheide ich selbst, aber mit meinem Verhalten evtl. anderen zu schaden, entspricht nicht dem Kant‘schen Imperativ.

Also was tun, wenn ein unheimliches Virus grassiert und das Bloggingthema behindert, weil man nicht so reisen kann wie bisher?

Eine Möglichkeit, von der ich auch Gebrauch gemacht habe, waren Rückblicke auf vergangene Reisen. Ohne Corona hätte ich über Aktuelleres statt über wunderbare, vergangenen Reise gepostet. Fragt sich nur, wie lange man zurückgehen kann. Mein Ziel ist es, Reiseeindrücke möglichst lebhaft  wieder zu geben. Nicht immer schrieb ich ein ausführliches Reisetagebuch, in der Regel nur,  wenn ich alleine unterwegs war. Und nur anhand der Fotos zu berichten, funktioniert bei mir nicht, wenn die Reise schon länger zurückliegt.

Während des Lockdowns bin ich viel im Wald spazieren gegangen und habe mehr in meiner unmittelbaren Umgebung fotografiert als je zuvor. Den Frühling abzulichten, hat mir viel Spaß gemacht, aber irgendwann war die Luft raus. Ich konnte schlichtweg keine Fotos von Bäumen, Blumen und Insekten o.Ä. mehr sehen.

Natürlich bietet sich Corona als Thema an, aber zu lamentieren ist nicht mein Ding. Mehr oder weniger sachliche Impressionen vom Leben mit dem Virus waren mein Ziel. Schwierig ist es aber mit den Fotos, auf denen andere abgebildet sind , weil Persönlichkeitsrechte entgegenstehen.

Die ersten Wanderungen nach dem Lockdown waren ein rauschhaftes Erlebnis und darüber berichtete ich sehr gerne. Das Gleiche  gilt für Besuche in wieder geöffneten Museen. Auch auf meinen ersten Städtetrip nach Linz und Enns  war ich gespannt und habe meine Erlebnisse sehr gerne wiedergegeben. Momentan poste  ich über unseren Urlaub im überaschend schönen Fichtelgebirge.

Sehr bereichernd fand ich es, an Fotochallenges teilzunehmen. Man kann dabei viel von anderen Fotografen lernen. Auch entdeckte ich sehr schöne Bilder in meinem Archiv wieder. Derzeit fotografiere ich immer noch sehr viel. Wenn ich keine Kamera mitgenommen habe, muss das Smartphone daran glauben. Trotzdem betrachte ich mich eher als Hobbyfotografin, der es um das Festhalten visueller Eindrücke geht. Schreiben ist nach vor meine primäre Motivation zum Bloggen.

Aber wie geht es jetzt weiter? Wenn wir Glück haben, können wir vor der zweiten Welle, von deren Eintreffen ich ausgehe, noch ein bisschen reisen. Völlig unbeschwert dürfte das trotz Lockerungen aber nicht möglich sein. Ich glaube, das wir die zweite Welle gut in den Griff bekommen können, weil Regierung und Gesundheitsbehörden  besser vorbereitet sind. Aber die neuerlichen (Reise-)Beschränkungen werden für uns sehr bitter sein.

Und selbst wenn eine Impfung zur Verfügung steht, wird dann wirklich alles wie vorher ? Bis jetzt sind mehr als 620. 000 Menschen an der Pandemie gestorben und es wird noch weitere Opfer geben. Kann man danach einfach zur Tagesordnung übergehen ?

Erholung ist wichtig und auf Reisen mal etwas anderes zu erleben, ist für die meisten Menschen ein Bedürfnis. Aber momentan bin ich überhaupt nicht in der Stimmung, mich auf eine Fernreise zu begeben, selbst wenn dies möglich wäre.

Bin gerade sehr nachdenklich, auch was das Reisebloggen betrifft. Ich schreibe gerne und das Illustrieren der Berichte mit meinen Fotos stellt eine interessante Herausforderung dar, aber ist das Grund genug für die  Bloggerei ?  Vor Corona war es einfacher. Es gab unendlich viele Reisemöglichkeiten und  -ziele, die es zu beschreiben und zu bewerten galt . Habe mir oft Anregungen für eigene Touren von anderen Reisebloggern geholt. Nun befinden wir uns in einer Situation, in der wir uns vorsichtig und rücksichtsvoll verhalten und daher nicht wie bisher reisen sollten. Ist es dann richtig, andere zum Reisen zu animieren? Was meint ihr ?

Zum Schluss das Wichtigste: Passt auf euch und andere auf und bleibt bitte gesund.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

PS:   Vergesst diesen Post bitte, wenn ich irgendwann wieder von einer tollen Fernreise berichten sollte …

For four months we have been living with the threat of the Corona virus. There is no mention here of the pandemic having caused infinite suffering for millions of people. Rather, in the following article I will concentrate on the effects on hiking/travel bloggers only.

In my experience, anyone who enjoys blogging does not want to stop so quickly again. Food bloggers probably had no problem with the lockdown and the still existing travel restrictions, quite the contrary.

Hiking bloggers were at times severely restricted. Multi-day hikes are still difficult. Personally, I haven’t belonged to the camping fans for a long time and in a multi-bed room, which is often only available, I don’t want to get infected, so I won’t be pilgrimaging on the Way of St. James this year.

Travels abroad are partly possible again. But should I really travel in a fully-occupied airplane to a heavily affected country and possibly contribute to the virus spreading again in our country? Traveling is my passion. Whether I am courageous, whether I accept risks (I am rather careful), I decide myself, but to harm others with my behaviour does not comply with Kant’s imperative.

So what to do if an uncanny virus is rampant and hinders the blogging topic because you can’t travel as you do now?

One possibility I have also made use was to look back on past journeys. Without Corona, I would have posted about more current and not about wonderful past journeys. The only question is how long one can go back. My goal is to give travel impressions as vividly as possible. I did not always write a detailed travel diary, only when I was travelling alone. And to report only on the basis of the photos doesn’t work for me if the journey was long ago.

During the lockdown I walked a lot in the forest and took more pictures in my immediate surroundings than I ever intended to. To take pictures of the spring was a lot of fun, but at some point I could not take it anymore. I simply couldn’t see any more photos of trees, flowers, insects and the like.

Of course Corona is a good subject, but I am not prone to lamenting. More or less factual impressions of life with the virus were my goal. But it is difficult with the photos on which others are depicted, because of opposing privacy rights.

The first hikes after the lockdown were intoxicating experiences and I enjoyed reporting about them. The same applies to visits in museums when they were are open . I was also very excited about my first city trip to Linz and Enns and I was very happy to report my experiences. At the moment I am posting about our holiday in the surprisingly beautiful Fichtelgebirge.

I found it very enriching to participate in Fotochallenges. You can learn a lot from other photographers. I also rediscovered very beautiful pictures in my archive. Currently, I still take a lot of pictures. If I didn’t take a camera with me, I use the smartphone. Nevertheless, I consider myself more of an amateur photographer who is interested in capturing visual impressions. Writing is still my primary motivation for blogging.

But where do we go from here? If we’re lucky, we might be able to travel a little before the second wave, which I expect to arrive. But despite some easing up, completely carefree travel won’t be possible. I believe that we can handle the second wave well because the government and health authorities are better prepared. But the new (travel) restrictions will be very bitter for us.

And even if a vaccination is available, will everything really go on as before? So far, more than 620,000 people have died from the pandemic and there will be more victims. Can we just go back to business as usual ?

Recreation is important and to experience something different when travelling is a need for most people. But at the moment I’m not in the mood to go on a long distance trip, even if it were possible.

Right now I am very thoughtful , i.a. about travel blogging. I like writing and illustrating the reports with my photos is an interesting challenge, but is that reason enough for blogging?  Before Corona it was easier. There were endless travel possibilities and destinations to describe and evaluate. Often I got suggestions for my own tours from other travel bloggers. Now we find ourselves in a situation where we have to be careful and considerate and therefore should not travel as before. Is it then right to incite others to travel ? What do you think?

Finally, the most important thing : Take care of yourself and others and please stay healthy.

Always happy about your feedback.

PS: Please forget this post, if I should tell you about a great long distance trip again sometime …

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Reisen in Corona Zeiten Travel in Corona Times

Endlich frei sein wollte ich. Nach langen Berufsjahren ging es mir darum, meinen Ruhestand zu genießen. Darunter verstand ich vor allem das entspannte möglichst lange Reisen. Meiner Wanderlust hatte ich in den letzten Jahren ausgiebig nachgegeben. Besonders bei Fernreisen hatte ich aber nie genug Zeit. Selbst wenn ich am Jahresende alle Feiertage nutzen und meinem Arbeitgeber ein paar Tage unbezahlten Urlaub abluchsen konnte, musste ich mich im Reiseland doch immer ziemlich sputen, um mein Programm zu schaffen. Das führte dazu, dass ich zwar mit großartigen Eindrücken gesättigt aber wenig erholt ins Büro zurückkam. Manchmal brachte ich auch eine Infektion oder eine Verletzung mit, z.B. einen Beinbruch, so dass ich nicht sofort an meinem Arbeitsplatz zurückkehren konnte. Dann wurde der Berg Arbeit, der sich in meiner Abwesenheit angehäuft hatte, höher und noch höher. Kurzum: keine ideale Situation ! Aber das sollte sich ändern,  als ich vor einem guten Jahr in Rente ging. Um möglichst lange gesund und fit reisen zu können,  ging ich sogar früher in den Ruhestand.

Die Reisen hatte ich in den letzten Jahren selbst geplant und organisiert, eine Herausforderung, die mir viel Spaß gemacht hatte. Meine letzte große Fernreise führte mich nach Japan, Korea und Taiwan. Etwas mehr als drei Monate reiste ich alleine durch diese Länder, so lange wie nie zuvor. Stolz war ich schon, dass ich das alles ohne Katastrophen geschafft hatte, aber manchmal war es mir trotz vieler freundlicher und hilfbereiter Menschen doch zu exotisch . Ich beschloss, beim nächsten Mal dort hin zu reisen, wo ich die Schrift lesen konnte und die Sprache ansatzweise verstand, wenn es einmal keine englische Verständigungsmöglichkeit gab.

Den Sommer 2019 wollte ich ohnehin in München und Deutschland verbringen. Auf dem Münchner Jakobs- und dem Malerweg gefiel es mir sehr gut. Im Herbst sollte es dann wieder auf Fernreise gehen, am liebsten nach Süd- oder Mittelamerika. Zu Beginn der Reise wollte ich einen Spanischkurs besuchen, um mit den Einheimischen in näheren Kontakt zu kommen als auf meiner Patagonienreise (s. hier, hier oder dort)

Diejenigen die meinem Blog schon länger folgen wissen,  das alles anders kam (s. hier). Ich schaffte es gerade noch bis nach Lanzarote (wo ich den Arzt aufsuchen musste) und dann war es erst einmal vorbei mit Reisen. Nach und nach ging es mir etwas besser, so dass ich sogar die Berlinale Ende Februar 2020 besuchen und einige Filme anschauen konnte. Gerade als ich wieder Hoffnung schöpfte, dass kleine Reisen in die Nachbarländer möglich sein könnten, kam der Corona Lockdown. Dann konnten wir alle nicht mehr reisen und in Bayern noch nicht einmal einen Ausflug unternehmen. Zwecks Eindämmung der Pandemie fand ich das aber vernünftig.

Was habe ich gelernt ? Oft  kommt es ganz anders, als man denkt. Aber ich jammere auf hohem Niveau. Ich  habe genug zu essen und ein konfortables Dach über dem Kopf. Um meinen Arbeitsplatz muss ich nicht mehr fürchten und auch nicht im Home Office kämpfen. Und solange wir gesund bleiben ist alles gut !

Schon vor Corona hatte ich gelernt, mich zu beschränken und zu Hause meinen Hobbies nachzugehen. Auch Entschleunigung hatte ich schon geübt, obwohl Geduld absolut nicht zu meinen Stärken gehört.

Trotzdem ist es hart, wenn ein Traum, den du dir jahrelang ausgemalt hast, erst einmal platzt. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Irgendwann werden wir wieder einigermaßen unbeschwert reisen können. Hoffentlich ist das vor meinem 80. Lebensjahr der Fall !

Nun begebe ich erst einmal auf einen Kurztrip unter Corona Bedingungen. Zwei Nächte in einer Ferienwohnung in Linz sind geplant. Bin sehr gespannt, wie sich das anfühlen wird  mit Maskenpflicht und Mindestabstand und auf die Stimmung im Nachbarland Österreich, das von Covid-19 nicht mehr so stark betroffen ist wie Deutschland und besonders Bayern.  Auf jeden Fall wird das eine sehr interessante Reise. Solche Reiseumstände gab es noch nie zuvor ! Und natürlich freue ich mich auf ein Stück  Original Linzer Torte.

Wart  ihr schon unterwegs unter Corona Bedingungen auf Reisen und wie fandet ihr das ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Finally, I wanted to be free . After years of work, I wanted to enjoy my retirement. By this I understood above all  relaxed travelling as long as possible. I had given in to my wanderlust extensively over the last few years. But especially on long distance trips I never had enough time. Even if I took advantage of all the holidays at the end of the year and managed to wrangle a few days of unpaid leave from my employer, I always had to hurry to get my program ready. This led to the fact that I returned to the office saturated with great impressions but not fully recovered. Sometimes I also brought along an infection or an injury, e.g. a broken leg, so that I could not immediately return to my workplace. This then led to the mountain of work that had accumulated in my absence becoming higher and higher. In short: not an ideal situation ! But this was to change when I retired a good year ago. To be able to travel healthy and fit as long as possible, I even retired earlier.

I had planned and organized the trips myself in the last years, a challenge that I had really enjoyed. My last big long distance trip took me to Japan, Korea and Taiwan. For a little over three months I travelled alone through these countries, longer than ever before. I was proud that I had managed to do all this without any catastrophes, but sometimes it was too exotic for me despite the many friendly and helpful people. I decided to travel the next time to places where I could decipher the script and understand the language to some extent, when there was no way to communicate in English.

I wanted to spend the summer of 2019 in Munich and Germany anyway. I enjoyed it very much on the Munich Jakobsweg and the Malerweg. In autumn I was planning to go on a long distance trip again, preferably to South or Central America. At the beginning of the trip I wanted to take a Spanish course to get in closer contact with the locals than on my Patagonian trip (see here, here or there)

Those of you who have been following my blog for some time know that everything turned out differently (see here). I just made it to Lanzarote (where I had to see the doctor) and then it was over with travelling. Little by little I felt a little better, so that I could even visit the Berlinale at the end of February 2020 and watch some movies. Just when I started to hope again that small trips to the neighbouring countries might be possible, the Corona Lockdown came. Then we all couldn’t travel anymore and in Bavaria couldn’t even go on an excursion . But in order to contain the pandemic, I thought that made sense.

What did I learn? Often things turn out quite differently than you think. But I complain on a high level. I have enough food and a comfortable roof over my head. I don’t have to fear for my job anymore and I don’t have to fight in home office. And as long as we stay healthy, everything will be fine!

Even before Corona I had learned to limit myself and to pursue my hobbies at home. I had also practised deceleration, although patience is not one of my strengths. 

Still, it’s hard when a dream you’ve been following about for years is just about to burst. But hope springs eternal. One day, we will be able to travel more or less carefree. Hopefully this will be the case before I turn 80!

Now I am going on a short trip under Corona conditions. Two nights in a holiday flat in Linz are planned. I’m very curious how it will feel compulsory masks  nd social distancing and about the mood in the neighbouring country Austria, which is not so much affected by Covid-19 as Germany and especially Bavaria.  In any case it will be a very interesting trip. There have never been such travel circumstances before ! And of course I am looking forward to a piece of real Linzer Torte.

Have you already been travelling under Corona conditions and what did you think of it ?

I am always very happy about your feedback.

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Schwarzwald: Meine zweite Heimat Blackforest: My second homeland

Mein Vater lebte einem kleinen Ort im Schwarzwald, in einer wunderschönen Gegend, wo andere Leute ihren Urlaub verbringen. Dort habe ich nur kurze Zeit gewohnt. Aber fast 60 Jahre lang besuchte ich ihn immer wieder, manchmal nur über das Wochenende aber auch um meine Ferien im Schwarzwald zu verbringen. Oft fuhr ich alleine, brachte aber auch Freunde mit und später meine Familie.

Wir haben sehr viel zusammmen unternommen. Mit sechs Jahren brachte mir mein Vater im Titisee das Schwimmen bei. Er stellte sich ins Wasser und ich versuchte, zu ihm zu paddeln. Dabei ging er immer ein bißchen weiter weg. Schließlich stand er so tief im Wasser, dass er noch stehen konnte aber ich nicht mehr, was er mir erst verriet, als ich glücklich bei ihm angekommen war. Viele Jahre später überquerten wir den Titisee in der Breite und schwammen auch wieder zurück. Das Problem war nicht die Länge der Strecke sondern das kalte Wasser. Am gegenüberliegenden Ufer kamen wir bibbernd an und mussten uns erst einmal in der Sonne aufwärmen. Mein Vater war ein begeisterter Wassersportler und so durfte ich viel Zeit an Schwarwälder Seen und am Bodensee verbringen. Bis heute schwimme ich sehr gerne im See.

My father lived in a small village in the Black Forest, in a beautiful area where other people spend their holidays. I only lived there for a short time. But for almost 60 years I visited him again and again, sometimes only over the weekend but also to spend my holidays in the Black Forest. I often went alone, but I also brought friends and later my family.

We’ve done a lot together. When I was six years old, my father taught me how to swim in the Titisee. He stood in the water and I tried to paddle to him. He always went a little further away. Finally, he stood so deep in the water that he could still stand but I couldn’t, which he only told me when I had happily arrived at his place. Many years later we crossed the Titisee in width and swam back again. The problem was not the length of the swim but the cold water. On the opposite bank we arrived shivering and first had to warm up again in the sun. My father was an enthusiastic water sportsman and so I could spend a lot of time at Blackforest Lakes and Lake Constance. To this day I still enjoy swimming in lakes.

 

Schwarzwald

Im Sommer gingen wir sehr oft wandern. Kleinere und größere Touren durch den Wald wurden unternommen, die stets mit dem Besuch  einer urigen Bauernwirtschaft oder  eines Café in idyllischer Umgebung verbunden waren. Am liebsten aß ich Schwarzwälder Kirschtorte. Die Torte besteht aus bis zu fünf ganz frischen Schokoladenbodenschichten, die mit reichlich Kirschwasser getränkt sind, Sahne und Kirschen und schmeckt mir nur im Schwarzwald. Aus Interesse habe ich in Taiwan einen Blackforest Cake bestellt.  Den Schokoladenkuchen fand ich ganz lecker,  mit dem Original hatte er nicht das Geringste zu tun.

Auch Skifahren lernte ich als Kind im Schwarzwald. Meinen Vater besuchte ich oft im Winter und verband das mit wunderbaren Skiferien. Alpin Skifahren blieb viele Jahre meine Leidenschaft, bis ich es nach einer Rückverletzung beim Versuch Langlaufen zu lernen vorsichtshalber aufgab.

In einem Winter besuchte ich meinen Vater mit meinem ersten Auto, dem lila gestrichenen Käfer
Schon die Hinfahrt war recht abenteuerlich. Im Höllental machte ich Bekanntschaft mit Glatteis. Zum ersten Mal in meinem Autofahrerdasein erlebte ich, wie die Reifen blockierten und der Wagen auf die glücklicherweise leere Gegenspur schlitterte und sich das erst danach wieder zurücklenken ließ. Außerdem blieb der Käfer an der leicht ansteigenden und glatten Straße zum Haus meines Vaters hängen. Netterweise kamen zwei stämmige Männer aus einem Wagen des Roten Kreuzes zu Hilfe, die sich aber zu meinem Schrecken auf die Stoßstange des Vw stellten. Zitternd fuhr ich an und erwartete, dass jeden Moment die Stoßstange meines alten Autos mit den Helfern auf die Straße fallen würde. Aber es klappte, der Käfer fuhr wieder an.

Als echte Großstadtpflanze konnte ich mir nie vorstellen, in dem kleinen Ort im Schwarzwald leben. Vor einigen Jahren hatte mein Vater beschlossen, sein Haus, in dem er nicht mehr lebte, zu verkaufen. Ich war unterwegs in den Schwarzwald, um ihm dabei zu helfen. Als der Zug den Hang hinaufschnaufte und bei den ersten dunkelen Schwarzwaldtannen („Tännle“) vorbeifuhr, kamen mir plötzlich die Tränen. Nun realisierte ich, dass der Ort, an dem ich mich immer nur vorübergehend aufgehalten hatte, für mich eine zweite Heimat geworden war.

Diesen Beitrag widme ich meinem Vater, der heute vor zwei Jahren mit 98 Jahren gestorben ist.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

My father lived in a small village in the Black Forest, in a beautiful area where other people spend their holidays. I only lived there for a short time. But for almost 60 years I visited him again and again, sometimes only over the weekend but also to spend my holidays in the Black Forest. I often went alone, but I also brought friends and later my family.

We’ve done a lot together. When I was six years old, my father taught me how to swim in the Titisee. He stood in the water and I tried to paddle to him. He always went a little further away. Finally, he stood so deep in the water that he could still stand but I couldn’t, which he only told me when I had happily arrived at his place. Many years later we crossed the Titisee in width and swam back again. The problem was not the length of the swim but the cold water. On the opposite bank we arrived shivering and first had to warm up again in the sun. My father was an enthusiastic water sportsman and so I could spend a lot of time at Blackforest Lakes and Lake Constance. To this day I still enjoy swimming in lakes.

In summer we went hiking very often. Smaller and larger tours through the forest were undertaken, which were always combined with a visit to a rustic farmhouse restaurant or a café in idyllic surroundings. My favorite was Black Forest cake. The cake consists of up to five very fresh layers of chocolate base, soaked with plenty of cherry brandy, cream and cherries and I only like to eat it in the Black Forest. Out of interest I ordered a Black Forest Cake in Taiwan.  I found this chocolate cake quite tasty, but it had nothing to do with the original.

As a child I also learned to ski  in the Black Forest. I often visited my father in winter and combined this with wonderful skiing holidays. Alpine skiing remained my passion for many years, until I gave it up as a precaution after a back injury when trying to learn cross-country skiing.

One winter I visited my father with my first car, the purple painted beetle
Already the outward journey was quite adventurous. In the Höllental I made the acquaintance of black ice. For the first time in my life as a driver, I saw how the tyres jammed and the car slipped into the fortunately empty opposite lane, while I could only steer back afterwards. Besides, the beetle got stuck on the slightly rising and slippery road to my father’s house. Kindly, two stocky men from a Red Cross car came to the rescue, but to my horror they stood on the bumper of the Vw. Trembling, I pulled up and expected that at any moment the bumper of my old car with the helpers would fall onto the road. But it worked, the beetle started up again.

As a real big city plant, I could never imagine living in this small town in the Black Forest. A few years ago, my father had decided to sell the house he no longer lived in. I was on my way to the Black Forest to help him. As the train puffed up the slope and passed the first dark Black Forest firs („Tännle“), I suddenly had tears in my eyes. Now I realized that the place where I had always stayed only temporarily had become a second home for me.

I dedicate this article to my father, who died two years ago today at the age of 98.

Always looking forward to your feedback.

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Rentnerinnenblues 2 – Pensioner’s Blues 2

Was macht eine Frührentnerin, wenn sich ihre Pläne nach dem Rentenbeginn zu zerschlagen drohen?  Gute Frage …
Wie schon berichtet Rentnerinnenblues, war ich vorzeitig in Rente gegangen, um endlich nach Lust und Laune reisen zu können.
Inzwischen hat sich ein gesundheitliches Problem ergeben, das recht unangenehm aber nicht lebensbedrohlich ist, mich aber zur Zeit definitiv am Reisen hindert. Gerade verbringe ich mehr Zeit in Arztpraxen und Krankenhäusern als mit dem Recherchieren einer individuell geplanten Reise.
Versuche nicht zur typischen Rentnerin zu mutieren. Auf keinen Fall möchte ich wie die Senioren werden, die nur noch von ihren Krankheiten erzählen.  Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht, dann antworte ich ausweichend, außer bei Freunden und guten Bekannten. Auf die Frage „Wie geht es dir ?“ in etwa „Danke und dir ?“
In der Tat verfolge ich neben dem Reisen viele andere Interessen, besuche Ausstellungen (tagsüber in Gesellschaft vieler Silberhaariger !), lese viel Belletristik, auch auf Englisch, und Fotografieren macht mir auch am Wohnort Spaß. Habe Netflix abonniert und kann zu jeder Tages- und Nachtzeit tolle Filme genießen. Auch die Oscarverleihung konnte ich bis zum frühen Morgen schauen, ohne hinterher übernächtigt zur Arbeit gehen zu müssen.

Im Grunde geht es mir immer noch recht gut. Was die Gesundheit betrifft, so ist noch nicht aller Tage Abend. Möglicherweise wird es wieder besser, aber so unbeschwert wie bisher werde ich wahrscheinlich nicht mehr reisen können.

Was folgt daraus nun für mich ? Bin schon viel gereist, habe annähernd 60 Länder besucht. In den letzten zehn Jahren war ich besonders oft unterwegs. Es ist ärgerlich, wenn es mit der Gesundheit Probleme gibt, man fühlt sich von seinem Körper im Stich gelassen. Andererseits könnte das eine Chance für etwas Neues darstellen. Ein Land nach dem anderen abzuhaken ist doch nicht das,  was ich weiterhin tun will. Intensivere Begegnungen mit den Einheimischen und ein Eintauchen in ihre Kultur würden mir  wahrscheinlich besser gefallen. Auch würde ich gerne helfen. Freiwilligenprojekte böten sich an (hoffentlich nehmen sie auch Alte !). Statt in die Ferne zu reisen, könnte ich  kürzere Touren im faszinierenden Europa unternehmen, was auch für meine Klimabilanz besser wäre.

Und wer weiß, vielleicht schaffe es durch die gewonnene Zeit, längere Texte zu verfassen. Das wäre traumhaft!

Ist es euch schon passiert, dass ihr eure Pläne nicht realisieren konntet und wie seid ihr damit umgegangen ?
Über eure Kommentare und eure Likes ich mich immer sehr.

 

What does an early retiree do when her plans threaten to be smashed after retirement. Good question…
As already reported Rentnerinnenblues, I had retired early to finally be able to travel at my whim.
In the meantime a health problem has arisen, which is rather unpleasant but not life-threatening, but at the moment definitely prevents me from travelling. At the moment I spend more time in medical practices and hospitals than I do researching an individually planned trip.
Am trying not to mutate into a typical pensioner. In no case do I want to become like those seniors who only talk about their diseases.  If someone asks me how I am, I answer evasively, except to friends and good acquaintances . When they ask me „How are you?“, like „Thank you, and you?“

In fact, I pursue many other interests besides travelling, visit exhibitions (during the day in the company of many silver-haired people !), read a lot of fiction, also in English, and photography is also fun for me at home.

Subscribed to Netflix and can enjoy great movies at any time of day or night. I was also able to watch the Oscar ceremony until the early morning without having to go to work dead tired afterwards.

As far as my health is concerned, nothing is decided yet. Maybe it will get better again, but I will probably not be able to travel as carefree as before.

What does this mean for me? I have travelled a lot, visited nearly 60 countries. Especially in the last ten years I was on the road very often. It is annoying when health problems occur,  you  feel abandoned by your body. On the other hand, this could be a chance for something new. Ticking off one country after the other is not what I want to do anymore. More intensive encounters with the locals and an immersion in their culture would probably please me more. I would also like to help. Volunteer projects would be a good idea (hopefully they will also take old people!). Instead of travelling far away, I could do shorter tours in fascinating Europe, which would also be better for my climate balance.

And who knows, maybe the time gained will enable me to write longer texts. That would be fantastic!

Has it already happened to you that you were not able to realize your plans and how did you deal with it?
Looking forward to
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Two Winters Zweimal Winter

At the moment, I can often stroll through the forest in beautiful sunny weather and meanwhile at winterly temperatures. Unfortunately, there has not been much snow this winter yet.
Last year we experienced Bad Aussee (Austria) in a completely different way:  it did not stop snowing once during our four-day stay. For winter hiking there was rather too much snow and we could not enjoy the view of the mountains either. But the area looked enchanted under the snow cover. However, it was quite slippery, but at least one fell softly !

Momentan kann ich häufig bei schönem Sonnenwetter und inzwischen auch winterlichen Temperaturen durch den Wald spazieren. Leider ist in diesem Winter bisher kaum Schnee gefallen.
Ganz anders haben wir im letzten Jahr Bad Aussee (Österreich) erlebt, wo es während unseres viertägigen Aufenthalts nicht ein einziges Mal aufhörte zu schneien. Zum Winterwandern lag eher zu viel Schnee und die Aussicht auf die Berge konnten wir auch nicht genießen. Aber die Gegend sah unter der Schneedecke wie verzaubert aus. Allerdings  war es ziemlich glatt, aber wenigstens fiel man weich !

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Whatever one thinks of the effects of climate change, one thing is certain, the weather has become more unpredictable.
How do you like the winter this year ? What do you like, what do you like less?

Was immer man von den Auswirkungen des Klimawandels hält, eines ist sicher, das Wetter ist unberechenbarer geworden.
Wie findet ihr den Winter in diesem Jahr ? Was gefällt euch, was weniger ?

Looking forward very much to your comments and likes.
Auf eure Kommentare und Like freue ich mich immer sehr.

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Rentnerinnenblues

Ein bisschen habe ich mich bisher bemüht,  zu verbergen,  dass ich nicht mehr die Jüngste bin. In meinen Posts habe ich wenig Persönliches erwähnt, aber ein paar Hinweise auf mein Alter gab es schon. Da wäre zum Beispiel meine Furcht vor dem Wandern auf  steil bergabführenden und gerölligen Pfaden. Jüngere Leute rutschen aus und stehen ungerührt wieder auf. Ich habe mich in den letzten Jahren einige Male verletzt. Außerdem konnte ich nie berichten, dass ich auf meinen Reisen abends ausgegangen bin. Möglicherweise pflege ich auch einen altmodischen Schreibstil. Und mein richtiger Vorname hätte mich sofort verraten. Vielleicht sind euch noch weitere Indizien aufgefallen.

Angeblich ist man ja nur so alt, wie man sich fühlt. Nun möchte ich mich outen, auch wenn es mir etwas schwerfällt.   Seit Anfang letzten Jahres bin ich in Rente. Bin ein bisschen früher gegangen, als ich die Möglichkeit dazu bekam. Im Job hatte ich sehr viel Spannendes erlebt und eine sehr interessante Tätigkeit ausgeübt. Aber es war auch oft sehr stressig und kostete immer wieder viel Kraft. Bin außerdem eine begeisterte Reisetante und plante,  viel und solange zu reisen, wie es mir gut ging.

Und wie geht es mir jetzt ? Von allen Seiten höre ich gut gemeinte Ratschläge. So soll ich das Leben in vollen Zügen genießen (Warum nicht in leeren ?), alles tun, was mir Spaß macht und nachholen, wozu ich während meines Arbeitsleben nie genügend Zeit hatte. Wenn ich jemanden treffe, lautet die erste Frage immer „Wohin reisen Sie/reist du als Nächstes?“

Mein Rentnerinnendasein begann ich mit einer Reise nach Ostasien (Japan, Südkorea und Taiwan) Meine Reise durch Ostasien im Frühjahr 2019
Es war unglaublich wohltuend, einmal nicht durch die Reiseländer hetzen zu müssen. Ich plante mir Zeit zu lassen, mich zu erholen und den Aufenthalt zu genießen. Möglicherweise hatte ich mir aber die falschen Länder für diesen Plan ausgesucht. So faszinierend und vielfältig meine Reiseeinddrücke waren, es gab vor allem in Japan und Südkorea wenig attraktive Möglichkeiten,  einen Tag oder mehrere abzuhängen, in der Natur zu relaxen oder im Café zu sitzen o.Ä. Wahrscheinlich lag es auch an mir. Mein Reise- und Besichtigungstempo konnte ich noch nicht wesentlich reduzieren. Im Grunde reiste ich nicht anders als während der vielen Jahre vor Rentenbeginn nur wesentlich länger !

Zurück in der Heimat begann mein neuer Alltag. Am ersten Wochentag saß ich wie gewohnt frühmorgens auf dem Sofa und las Zeitung. Natürlich war ich ohne Wecker um 6 Uhr aufgewacht. Ich schaute auf die Uhr. Oh, es war schon spät. Als ich gerade aufspringen wollte, fiel mir ein, dass nicht mehr ins Büro gehen musste. „Sehr schön,“ dachte ich und nahm mir ein weiteres Stück Zeitung vor. Nach einer Weile wurde ich unruhig. So funktionierte das nicht. Ich machte mich fertig und ging zum Einkaufen. Wie erwartet, war es Montag morgen im Supermarkt angenehm leer. Ich freute mich, dass ich in Ruhe einkaufen gehen konnte und nicht an der Kasse anstehen musste. Zum Wochenende war viel verkauft worden, deswegen wurden gerade die Regale aufgefüllt. Das Personal hatte aber seine liebe Mühe mit den meist silberhaarigen Kunden, die überall im Weg standen. Als frischgebackene Rentnerin bemühte ich mich, die arbeitende Bevölkerung nicht zu nerven. Künftig würde ich auf das Einkaufen am Montagmorgen verzichten.

Auch gewöhnte ich mich nach und nach an den veränderten Tagesablauf. Eine Renovierung stand schon länger an und es tat gut, dabei zu sein und nicht nur morgens den Handwerkern die Tür zu öffnen.  Dann gab es auch weitere Reisevorhaben, die vorbereitet werden mussten, was ohne Berufstätigkeit sehr viel entspannter ablief.

Mein nächstes großes Projekt war das Wandern auf dem Jakobsweg. Den Sommer wollte ich ohnehin in Deutschland verbringen und im Sinne eines „Probepilgerns“ bot sich der Jakobsweg von München nach Lindau an, der in der Nähe meines Wohnorts beginnt. Schon länger hatte ich mich für das Pilgern auf dem Camino interessiert, war aber nicht sicher gewesen,  ob ich mit Gepäck wandern konnte. Würden der Rücken und die Füße Mehrtageswanderungen aushalten ? Grundsätzlich konnte ich diese Herausforderungen besser als erwartet bewältigen. Nur das Wetter (die Sommerhitze und der Regen im Herbst) machten mir zu schaffen. Gelernt habe ich, dass ich meine Etappen bei anstrengendem Wetter gelegentlich abkürzen werde und auch Ruhetage einlegen muss, wenn ich länger unterwegs bin. Kein Problem, als Rentnerin habe ich nun viel Zeit !

Inzwischen ist leider ein gesundheitliches Problem aufgetreten, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Derzeit kann ich keine Fernreisen planen. Unternehmungen in unserer Region sind eingeschränkt aber nicht unmöglich. Eigentlich wollte ich in diesem Jahr nach Costa Rica oder noch einmal nach Südamerika reisen. Und Pilgern auf dem Camino Frances oder dem Schweizer Jakobsweg  war vorgesehen.

Wie es weitergeht, weiß ich derzeit nicht. Zwischenzeitlich übe ich mich in Geduld. Sehr schwierig für mich ! Aber ich bleibe dran … Gerade habe ich einen Schmöker von über 1000 Seiten gelesen, der schon seit langer Zeit auf meinem Kindle gespeichert war. Und ich komme endlich dazu, meine Fotos aus dem letzten Jahr zu bearbeiten. Vornehmen könnte ich mir jetzt auch meine digitalisierten Dias und versuchen, sie zu verbessern. Habe Ausstellungen besucht und den gekauften Katalog tatsächlich gelesen, nicht nur durchgeblättert. Es gibt viel zu tun und es ist schön, wenn man Zeit hat, seinen Interessen nachzugehen.

Froh bin ich,  dass ich viele Traumreiseziele besucht und damit nicht bis zum Rentenbeginn gewartet habe. Aber jetzt „schaun mer mal“ . Auf meiner Agenda stehen einige Kurzreisen, z.B. noch einmal nach Wien, um Ausstellungen zu besuchen, oder wie schon lange geplant nach Leipzig oder nach Linz.

Im Blog werde ich weiterhin von meinen Reisen berichten, mit Hilfe meiner Reisetagebücher und Fotos auch über meine schönsten vergangenen Touren. Evtl. gibt es, auch nicht ganz ernst gemeinte, Berichte über die Tücken des Rentnerdaseins. Langweilig wird es hoffentlich nicht werden !

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

Warum blogge ich ?

Nach gut eineinhalb Jahren ist es Zeit, meine Motivation und meine Erfahrungen als Bloggerin Revue passieren zu lassen und zu hinterfragen.

Schreiben war schon immer ein Hobby.  Vor allem auf meinen Reisen habe ich ausführlich Tagebuch geschrieben (Von anderen schriftstellerischen Versuchen soll hier nicht die Rede sein.).  Etwas zu veröffentlichen,  bot mir einen zusätzlichen Anreiz. Meine Themen wählte ich nach meinen eigenen Interessen aus. Ich reise sehr gerne und liebe es, ins Kino zu gehen. Sehr gut möglich, dass ich mich damit nicht gerade in einer attraktiven Nische befinde !

Meine Tochter hatte mich gewarnt, dass Aufmerksamkeit in sozialen Medien sehr schwer zu bekommen und zu halten ist, aber natürlich träumte ich von einer gewaltigen Resonanz auf meine Beiträge.

Mein erster Post befasste sich mit meinen Erlebnissen auf der Berlinale 2018 (ist inzwischen gelöscht) und generierte einen Aufruf und einen Like. Bei den folgenden Berichten aus Berlin war es ähnlich. Ein Post wurde garnicht aufgerufen. Zu dieser Zeit beschrieb ich hauptsächlich meine Erfahrungen als Akkreditierte, wie es mir erging auf der Berlinale. Es gab ausführliche Texte und sehr wenige Fotos. Da ich neu im Geschäft war, hatte ich die Wichtigkeit nicht erkannt und zwischen den Kinovorstellungen nicht geknippst.

Tatsächlich fotografiere ich sehr gerne, aber nicht auf professionellem Niveau. Durch meine Beschäftigung mit anderen Blogs habe ich viel über Bildaufbau o.Ä. gelernt. Das ist weiterhin so und es gefällt mir sehr. Auch das Lesen von Blogs war und ist sehr lehrreich und davon abgesehen oft ziemlich spannend und informativ.

Bei meinen nächsten Beiträgen verwendete ich  mehr Fotos. Letztendlich ist das immer noch so. Es ist gut, ein Foto zu posten, wenn es aussagekräftig ist und man spart sich eine umständliche und evtl. missverständliche Beschreibung. Leider gerät dabei der Text etwas ins Hintertreffen. Schreiben aber war und ist, was mir am meisten Spaß macht.

Nach und nach erhielt ich mehr Aufrufe, auch Likes und Kommentare. Aber ist das der Grund, warum ich blogge ? Irgendwo habe ich gelesen, dass Likes das Belohnungszentrum im Gehirn ansprechen (Und das ohne Kalorienzufuhr !). Und ich freue mich tatsächlich sehr über Likes, habe aber den Verdacht , dass es so sein könnte  wie bei allen Belohnungen.  Man hält sie für erstrebenswert solange sie ausstehen oder knapp sind, aber danach ist es nicht mehr so wichtig. Aber soweit ist es bei meinem Blog noch lange nicht …

Kommentare sind etwas anderes. Sie bedeuten, dass jemand  sich mit einem Beitrag befasst hat und dir eine Rückmeldung dazu gibt. Es entsteht der Austausch, den ich für den eigentlichen Sinn der Bloggerei halte. Sehr schön finde ich auch, dass ich zwar nicht hunderte Follower habe, aber dass relativ viele meine Beiträge sehen und darauf reagieren.

Aus kommerziellen Gründen blogge ich nicht. So Einnahmen zu erzielen, hielte ich für recht mühselig. Auch möchte ich mir den Spaß am Hobby nicht verderben. Wenn ich z.B. Fristen einhalten müsste, um bestimmte Beiträge zu posten, würde das doch stark „nach Arbeit riechen“. Und, hoffentlich trete ich niemand zu nahe, mein Eindruck bei sogenannten gesponserten Beiträgen ist oft zwiespältig. Würde der*die Autor*in so positiv über ein Produkt schreiben, wenn es nicht kostenlos zur Verfügung gestellt worden wäre? Persönlich versuche ich,  jegliche, auch kostenlose, Werbung für Hotels, Veranstalter etc. zu vermeiden, indem ich die Namen nicht nenne. Bewerten kann ich ja auf einschlägigen Portalen, z. B. bei Amazon und Google.

Mich beschäftigt zur Zeit der Ton, in dem ich meine Beiträge schreiben sollte. Zu Beginn meiner Bloggerei stellte ich meine persönlichen Erlebnisse in den Vordergrund. Ich wollte weder Festival- noch Reiseführer schreiben. Von der Wiedergabe persönlicher Empfindungen habe ich mich ein Stück weit entfernt. Wen interessiert es schon, ob ich keine Zeit zum Essen hatte und dann – oh Wunder! – Hunger bekam?   Ist eigentlich banal.

Andererseits sehe ich immer wieder zum Teil äußerst erfolgreiche Blogbeiträge wo genau das wiedergegeben wird und zwar extensiv. Je ausführlicher  ein*e Blogger*in   (gesundheitliche) Probleme schildert und Tränenausbrüche erwähnt, desto besser scheint es zu gefallen. Ob echte Anteilnahme oder ein Anklang von Voyeurismus dahinter steckt, kann ich nicht beurteilen. So zu schreiben, wäre ohnehin nicht mein Stil, aber ich frage ich mich schon, ob ich den Focus neben der sachlichen Information wieder ein bißchen mehr auf Persönliches legen soll. Bei negativen Erlebnissen bleibt es mir jedenfalls wichtig, ein Stück zurückzutreten und das Ganze auch von außen zu betrachten, nach dem Motto „Was ist da denn wieder passiert ? Bedauerlich, aber nicht der Weltuntergang.“

Eine Bloggerin, die ich sehr schätze, hat einmal sinngemäß Folgendes geschrieben. Beim Bloggen soll man sich nicht verbiegen. Publiziere so, wie du es dir gefällt. Mach‘ dein Ding. Diejenigen, die es interessiert, werden dich finden und bleiben. Bis dahin habe viel Geduld.

Persönlich werdend verrate ich euch hiermit, dass Geduld überhaupt nicht zu meinen Stärken gehört. Solange mir das Bloggen Spaß macht, werde ich aber auf jeden Fall weitermachen !

Warum bloggt Ihr ? Was ist euch wichtig  und macht Spaß ?

Über eure Kommentare und Likes freue ich mich immer sehr.

 

 

 

 

 

 

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