Doors in Quedlinburg East Germany

For translation please use the Google Translate Button on my site.

Last summer I visited Quedlinburg, a very beautiful place featuring 1300 half-timbered houses, i.e. the highest number in Germany. A great number of houses have been wonderfully renovated like the Town Hall Building (see first door photo). Other buildings, some of which are endangered to collapse, are still waiting to be repaired. Anyway, the Old Town of Quedlinburg is the perfect place to admire the centuries-old and marvelous half-timbered architecture.

Thank you Dan Antion for the inspiration to this posting via your wonderful Thursday Doors Challenge!

Always looking forward to your feedback.

Art Nouveau Doors in Schwabing

For translation please use the Google Translate Button on my site.

Schwabing is a district of Munich. At the turn of the 20th century, numerous Art Nouveau buildings were erected, especially in Schwabing. Around this time, Schwabing flourished as an artists‘ and bohemian quarter where many important literary figures and painters of the time lived and worked, including Erich Mühsam, Stefan George and Frank Wedekind, Paul Klee, Gabriele Münter, Wassily Kandinsky and Rainer Maria Rilke.
Source: Wikipedia

Nowadays Schwabing is largely gentrified. However, Munich is one of the strongholds of Art Nouveau in Germany and most of the surviving buildings are in Schwabing . But there are also beautiful edifices from the era to admire in the posh district of Bogenhausen.

After admiring Art Nouveau buildings in Bogenhausen and Schwabing in 2021, I went back to Schwabing this year on an, unfortunately very gloomy, January afternoon to see more buildings from the era.

Below I show the photos of the doors. Unfortunately, the entrances to the buildings were mostly parked up, but I tried to make the best of it. The first and the last door are from the Wilhelminian period but not Art Deco.

This is a contribution to Dan Antion’s Thursday Doors. Thanks Dan for hosting ! It’s good to be back to this fun challenge.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

Always looking forward to your feedback.

Lohnenswertes Lübeck: das Ende/ Worthwhile Trip to Luebeck: the End

For translation please use the Google Translate button on my site.

Nun wurde es Zeit für meine Heimfahrt. In Travemünde hatte ich wunderbare Strandwanderungen unternehmen können (Lübeck-Travemünde lohnt sich/Worthwhile trip to Luebeck-Travemünde #4 und Lübeck-Travemünde lohnt sich/Worthwhile trip to Luebeck-Travemünde #5). Auch das Wetter hatte einigermaßen mitgespielt. Nach dem Frühstück ging ich noch einmal an die Ostsee und nahm Abschied.

Zurück im Hotel las ich in der Zeitung, dass eine neue Virusvariante entdeckt worden war. Der Omikron Virus war in Südafrika aufgetreten und man wusste damals nur, dass er wesentlich ansteckender als Delta war, aber noch nicht wie gefährlich die Corona Erkrankung war und auch nicht, ob die Impfungen vor der Ansteckung schützen. Es war auch abzusehen, dass der neue Virustyp wie seine Vorgänger nach Europa gelangen würde. “Na, das kann ja heiter werden!“ dachte ich.

Um 10 Uhr checkte ich im Hotel aus und ging zum Bahnhof. Mit dem Stadtbus fuhr ich in 40 Minuten zurück nach Lübeck. Meinen Koffer ließ ich am Bahnhof im Schließfach und begab mich in die Altstadt.

Ich wollte das Lübecker Rathaus besichtigen und kam gerade noch rechtzeitig zur Führung. Coronabedingt waren wir eine eher kleine Gruppe, wie uns der Führer verriet.

Die ältesten Gebäude, zwei verbundene Kaumannshäuser, stammen vom Beginn des 14. Jahrhunderts. Das Rathaus wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert. Dennoch ist ein prächtiges Ensemble mit sehr schönen Innenräumen entstanden.
Quelle: Reiseknow How City Trip Lübeck.

Die Eingangshalle ist im Stil der Neugotik gehalten und wurde 1887 umgebaut. Damals kam auch die große Freitreppe hinzu. Die Wände bestehen aus schwarzgrün glasierten Backsteinen und sind mit eindrucksvollen Gemälden verziert.

Der Audienzsaal im Erdgeschoss ist der größte Saal im Lübecker Rathaus. Hier tagte früher das Obergericht.

Von der Renaissanceausstattung des Audienzsaales ist die Saaltür des Lübecker Meisters Tönnies Evers aus dem Jahre 1573 erhalten. Sie zeigt in Reliefs das Urteil Salomos, die Gerechtigkeit und die Liebe. Es gibt zwei Türen: eine große und eine kleine. Die vor Gericht stehenden Personen, sollten im Falle einer Verurteilung den Saal durch die kleine Tür verlassen und im Falle eines Freispruches den Ausgang durch die große Tür nehmen. Dies diente zur Information für die vor dem Salal wartenden Bürger.

Der hohe eiserne Ofen aus dem 18. Jahrhundert war bis 1963 die einzige Möglichkeit, den Saal zu heizen.

Quelle: https://www.luebeck.de/de/stadtleben/tourismus/luebeck/sehenswuerdigkeiten/rathaus.html

Wir liefen weiter durch die Gänge des Gebäudes, wobei uns der Führer ein altes Fresko zeigte. Ich meine mich zu erinnern, dass es aus dem 14. Jahrhundert stammte und bei Restaurierungsarbeiten nach einem Wasserschaden vor einigen Jahren entdeckt worden war.

Nach einem Gang durch die Bürgermeisterahnengalerie und schauten wir in den Roten Saal, in dem der Lübecker Senat tagt. Dann ging es noch in den holzgetäfelten Bürgerschaftssaal aus dem 19. Jahrhundert. Dort tagen die 60 Mitglieder der Bürgerschaft, des Lübecker Stadtparlaments. Den Vorsitz führt der Stadtpräsident, der Bürgermeister und die hauptamtlichen Senatoren sitzen links davon.
Quelle: Reiseknow How City Trip Lübeck.

Auf dem Weg zum Ausgang schaute ich aus dem Fenster noch einmal auf den Marktplatz mit dem Weihnachtsmarkt.

Die Rathausführung gefiel mir richtig gut. Die Geschichte des Rathauses wurde sehr interessant präsentiert und die Innenräume des Gebäudes sind wunderschön eingerichtet. Außerdem war die Führung sehr preiswert (5 Euro – Stand November 2021). Meine Empfehlung: unbedingt teilnehmen! Über die aktuellen Termine weiß die Stadtinformation Bescheid. Man kann auch direkt am Rathauseingang nachfragen. Der Pressestelle des Lübecker Bürgermeisters danke ich herzlich für die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Fotos der Innenräume des Rathauses.

Lübeck wollte ich nicht verlassen, ohne das Teufelchen auf dem Teufelsstein am Eingang der Marienkirche gesehen zu haben. Es soll neben dem Holstentor zu den meistfotografierten Motiven in Lübeck gehören. Es geht die Sage, dass die Lübecker dem Teufel vorgeschwindelt hatten, dass statt der Marienkirche ein Weinhaus entstehen sollte. Daraufhin half der Teufel beim Bau kräftig mit, weil er sich von der Gaststätte das Einheimsen neuer Seelen versprach. Als er seinen Irrtum erkannte, wurde er wütend und schnappte sich einen riesigen Felsbrocken, um damit das Bauwerk zu zertrümern. Der Stein verfehlte die Kirche und blieb vor dem Eingang liegen, wo er sich immer noch befindet.
Quelle: Reiseknow How City Trip Lübeck.

Seit 1999 hockt der arme Teufel auf dem Teufelsstein und sieht dabei nicht sehr wütend aus. Die Plastik stammt vom Lübecker Bildhauer Rolf Goerler.

Auf dem Weg zum Bahnhof besorgte ich die Mitbringsel: Marzipan für T. und mich und „Lübecker Rotsporn“ (französischer Rotwein, der in Lübeck abgefüllt wird) für H.

Meine Heimfahrt verlief unspektakulär. Allerdings nervte mich eine kleine Reisegruppe im Rentenalter, die in Hamburg zu- und erst in Ingolstadt ausstieg, gewaltig. Die Leute unterhielten sich pausenlos und so laut, dass ich jedes Wort hören musste und hatten ihre Masken meistens auf Halbmast. Als sie ihre Koffer vor dem Ausstieg vorbeirollten, sah ich Gepäckanhänger von „Mein Schiff Aida“. Du lieber Himmel, die Leute hatten fünf Stunden lang mehr oder minder „unmaskiert“ in meiner Nähe gesessen und kamen von einem Kreuzfahrtschiff, einem potentiellen Superspreader! Es tröstete mich aber, dass die Schiffe von Hamburg wohl eher selten nach Südafrika fuhren, wo das neuartige Virus entdeckt worden war. Oder doch ?

Der Zug kam pünktlich in München an und bald war ich wieder zu Hause. Home sweet home!

Fazit:
Lübeck hat mir sehr gut gefallen. In die Backsteingotik verliebte ich mich geradezu. Die freundlichen, unaufgeregten Norddeutschen waren ein weiteres Plus. Wie gut auch, dass ich an die Ostsee gefahren war. Die Travemünder Strände waren noch schöner, als ich es mir vorgestellt hatte. Das Meer nach über zwei Jahren wiederzusehen, war zum Weinen schön. Die Gegend werde ich sicher wieder besuchen. Auch meinen Corona bedingt ausgefallenen Trip nach Rostock/Warnemünde möchte ich nachholen und vielleicht weiter nach Stralsund und Usedom reisen.

Sehr froh war ich, dass ich mich getraut hatte, bei steigenden Inzidenzen nach Norddeutschland zu reisen. In Lübeck gab es weniger Fälle als zu Hause, aber die 2G Regel wurde strikt eingehalten und kontrolliert (durch Impfnachweis und Personalausweis). Die Menschen hielten sich diszipliniert an die Corona Maßnahmen, versuchten auch den Mindestabstand einzuhalten. Die Maskenpflicht in der Lübecker Fußgängerzone fand ich ebenfalls richtig, auch wenn sie bei mir oft zum „Blindgang“ führte. Die Luftfeuchtigkeit war selbst an den trockenen Tagen viel höher als bei uns in München, so dass meine Brille dauerhaft beschlagen blieb. Manchmal half nur noch das Absetzen, wenn ich meine Mitmenschen nicht über den Haufen rennen wollte. Während der Reise fühlte ich mich alles in allem sicher und im Norden ging es oft entspannter zu als zu Hause.

Ps: Von der Corona Warn App bekam ich einige Tage nach meiner Rückkehr eine rote Warnung über eine Risikobegegnung am Anreisetag. Der Schnelltest beim Hausarzt verlief negativ. Aber das ist eine andere Geschichte …

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

CMMC February – Fields

For translation please use the Google Translate button on my site.

This is for CEE Neuner’s Pick a Topic from my Photo Challenge. Thank you CEE for hosting this fun challenge !
For this challenge I choose photos from Bavaria and Switzerland. Fields as such often do not look interesting in reality but their special beauty as part of the scenery may be depicted on a photo.

Always looking forward to your feedback.

Rainy Days on the Munich Way of St. James

For translation please use the Google Translate Button on my site.

Walking the Munich Way of St. James in October 2019 I often suffered heavy rain and thick fog. From time to time there was a funny looking rainbow and finally, having arrived at my destination in Lindau, I even saw the sun over Lake Constance, briefly.

This is for Lens-Artists Challenge #186 – Low-Light. Thank you, Sofia for the interesting topic and for hosting.

My photos might not very artistic but they convey the mood and the atmosphere of my pilgrimage on this section of the trail.

Always looking forward to your feedback.

Lübeck-Travemünde lohnt sich/Worthwhile trip to Luebeck-Travemünde #5

For translation please use the Google Translate Button on my site.

An meinem letzten Tag an der Ostsee hatte ich mir eine kleine Wanderung auf der Halbinsel Priwall vorgenommen. Leider blieb das Wetter den ganz Tag lang äußerst trübe, wenn auch trocken.

Nachdem ich gegen 8:30 Uhr mein Hotel in der Kaiserallee verlassen hatte, wo sich mehrere historische Gründerzeitvillen befanden, ging ich zur Fähre nach der Halbinsel Priwall. Ich musste über die Strandpromenade durch den ganzen Ortskern laufen. Es gab eine zweite, näher gelegene Fährverbindung, die angeblich nur im Sommer betrieben wurde. Dass diese Information nicht stimmte und das Boot sehr wohl fuhr, sollte ich später sehen, fand es aber nicht schlimm, weil ich Travemünde bisher nur im Dunkeln gesehen hatte und so einen kleinen Stadtbummel einlegen konnte. Ich nutzte außerdem die Gelegenheit für einen Spaziergang durch den historischen Dorfkern.

Im Fährbüro löste ich auch ein Ticket für die Rückfahrt und bekam eine Broschüre mit dem eingezeichneten Wanderweg. Am Quai fuhr gerade wieder eine riesige Skandinavienfähre vorbei. Auf das Boot nach Priwall musste ich nicht lange warten, es verkehrt alle paar Minuten. Die Fahrt über die 240 m breite Trave dauerte nur kurze Zeit. Unterwegs gab es wunderbare Ausblicke auf Travemünde mit dem Hochhaus des Hotels „Maritim“ und den davor zwergenhaft wirkenden alten Leuchturm.

Der Rundweg führte nicht an der Ostsee entlang, aber ich wollte noch ein bisschen das Meer genießen, daher spazierte ich zunächst lange am Naturstrand entlang und wollte erst später auf den Priwallweg abbiegen.

Aber zunächst folgte ich der Promenade am Priwall Hafen . Dort wurde vor einigen Jahren eine großflächige Feriensiedlung mit Marktplatz und Lokalen errichtet. Auch die „Passat“, ein zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebautes Segelschiff und das Wahrzeichen von Travemünde, liegt dort. Ein Rundgang durch das Schiff war im November aber leider nicht möglich. Da es mir zwischen den grauen und bunten Neubauten nicht so gut gefiel, durchquerte ich das Gebiet zügig.

Am Strand waren viele Muscheln angespült worden, die von den zahlreichen Spaziergängern, vor allem den Kindern, aufgesammelt wurden. Es handelte sich um einen feinsandigen und sehr breiten Strand, so dass man gut ausweichen konnte. Eigentlich ein sehr schöner Fleck, aber im Gegensatz zur Steilküste an der ich am Vortag spaziert war, fand ich es nach einer Weile fast ein bisschen langweilig. Wahrscheinlich lag das aber auch an dem extrem diesigem Licht, das die Küste ziemlich kontrastarm aussehen ließ.

Sehr interessant waren dagegen die Informationen auf einem Schild, das an der früheren Grenze zur DDR stand. Neben teilweise tragischen Fluchtgeschichten wurde von einem jungen Mann berichtet, der dort in den 1970er Jahren am damaligen FKK Strand badete. Im Wasser lief er-unbekleidet- an der Absperrkette entlang auf das DDR-Gebiet. Besorgte Badegäste riefen ihn zurück. Er reagierte nicht. DDR-Grenzsoldaten kamen mit vorgehaltener Kalaschnikow auf den nackten Mann zu und zwangen ihn die Hände hoch zu nehmen. Er blieb so ungefähr eine halbe Stunde stehen. Erst nach einer Stunde durfte er zurückgehen. Es handelte sich um einen jungen Briten, der kein Deutsch verstand.

Die Grenzbefestigungen wurden nach der deutschen Einheit abgebaut, um einen verbliebenen bunt bemalten Wachturm grasten nun friedliche Schafe.

Auf der Suche nach meinem Wanderweg irrte ich dann noch eine Weile in einer verlassenen Ferienhausgegend umher. Schließlich beschloss ich, die Runde in der anderen Richtung vom Fährterminal aus zu beginnen und ging zurück. Noch einmal kam ich an der „Passat“ vorbei, begegnete einem Seebären und kehrte in einem Restaurant/Café ein. Als ich gemütlich im Warmen sitzend einen Cappuccino schlürfte, fühlte ich mich sofort viel besser. Zum Frühstück hatte ich mir koffeinfreien Kaffee bestellt, weil ich nach den Beschwerden vom Vortag vorsichtig sein wollte. Dass mir die Wanderung auf dem Priwall bisher schwergefallen war, lag eindeutig an meinem ungewöhnlich niedrigen Koffeinspiegel!

An der Autofähre fand ich dann schnell den Wanderweg, der um den südlichen Teil der Halbinsel herumführt. Zunächst passierte ich das große Gelände eines Seniorenheims, das direkt am Wasser lag und lief dann am Traveufer mit Blick auf den gegenüber liegenden Skandinavienkai. Leider lagen dort keine Fährschiffe. Die riesigen Pötte waren wohl gerade unterwegs. Nach der Südspitze von Priwall wurde der Weg richtig schön. Zunächst führte er durch ein Schilfgebiet und dann durch ein riesiges Moor, wo früher ein Flugplatz lag (?) und nun eine sehr große Wiesenfläche. Da graste dann auch noch eine Herde Wasserbüffel ! Durch ein Waldstück gelangte ich nach eineinhalb Stunden zurück zur Fähranlegestelle.

Bald war ich nach Travemünde zurückgekehrt, wo ich mich mit einem leckeren Krabbenbrötchen für den Rückweg ins Hotel stärkte. Ich bummelte sodann gemütlich an der Strandpromenade entlang und stattete auch dem Hauptstrand noch einen längeren Besuch ab. Dort blieb ich bis es dämmerte (leider ohne einen schönen Sonnenuntergang) und kehrte dann in meine Unterkunft zurück.

Insgesamt war ich immerhin 16 km gelaufen und hatte einen sehr schönen Tag verbracht, der bei besserem Wetter wohl traumhaft gewesen wäre.

Am nächsten Tag würde ich nach Lübeck zurückkehren, wo ich noch an einer Rathausführung teilnehmen wollte. Und danach sollte es mit der Bahn nach Hause gehen.

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Lübeck-Travemünde lohnt sich/Worthwhile trip to Luebeck-Travemünde #4

For translation please use the Google translate button on my site.

Travemünde ist ein Stadtteil von Lübeck und liegt 20 km entfernt an der Ostsee. Es ist normalerweise durch eine kurze Zugfahrt zu erreichen. Wegen Bauarbeiten auf der Strecke benutzte ich im November 2021 den Bus.

Auf den Aufenthalt am Meer hatte ich mich sehr gefreut. Zuletzt hatte ich mich vor zwei Jahren in Lanzarote an der Küste aufgehalten. Dementsprechend groß war meine Sehnsucht.

Morgens brach ich ziemlich früh auf. Als ich am Busbahnhof ankam, sah ich an der Haltestelle den Bus nach Travemünde stehen. Vorsichtshalber begann ich mit dem Rollenkoffer zu rennen. Der Busfahrer erzählte mir dann aber, dass noch Zeit bis zur Abfahrt blieb.

Und dann geschah es: zuerst wurde mir schwindelig, dann begann mein Herz zu rasen. Ich versuchte, ruhig weiter zu atmen. Nach und nach beruhigte sich der Pulsschlag, aber auf dem Brustkorb blieb ein unangenehmer Druck. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich beunruhigt war! Die Busfahrt zog sich in die Länge. Als ich Travemünde erreichte, ging es mir besser, aber ich war ziemlich erledigt.

Im Hotel konnte ich schon einchecken, aber mein Zimmer natürlich noch nicht beziehen. Nach einer Ruhepause am Kamin und einer Flasche eiskaltem Wassers, die mir der Hotelier spendiert hatte, fühlte ich mich wesentlich besser und begab mich auf die geplante Strandwanderung.

Mein Hotel lag nahe am feinsandigen und sehr breiten Badestrand von Travemünde, der sich etwas außerhalb des Ortszentrums befindet. Dort schaute ich mich zunächst einmal lange um und zog dann sehr gemütlich weiter.

An diesem Morgen war es ziemlich bewölkt und es herrschte praktisch kein Wellengang, aber es gab viel zu sehen, z.B. Möwen und riesige Pötte, die vom Travemünder Skandinavienkai nach Helsinki fuhren. Am anderen Ende des Strands bildete der Wolkenkratzer des Hotels Maritim eine Art fragwürdiges Wahrzeichen. Aber das Meer fand ich zum Weinen schön!

Nun begann es zu regnen, so dass ich noch einmal zum Hotel zurückging, um mir einen Schirm zu holen. Kaum hatte ich das gute Stück aufgespannt, hört es wieder auf.

Nach einer Pause in einer Imbissbude nahm ich die Küstenwanderung von Travemünde nach Norden bis Niendorf in Angriff. Wissen muss man, dass die Höhenunterschiede an der Brodtner Steilküste maximal 20 Meter betragen. Ich hatte mir also nicht zuviel zugemutet. Am Ortsende führte mich der oberhalb der Küste verlaufende Wanderweg zunächst durch einen schönen Laubwald. Es ging leicht bergauf. Vor mir lief ein (viel!) älteres Ehepaar. Ich wollte die Beiden überholen und ging einen Schritt schneller. Und da geschah es wieder: Schwindel, Herzrasen und Schwächegefühl. Sehr langsam bewegte ich mich weiter. Unterwegs setzte ich mich praktisch auf jede Bank. Es ging mir wieder etwas besser, aber mir war klar, dass ich nicht bis zum ca. vier Kilometer entfernten Niendorf laufen konnte.

Als ich den Aussichtspunkt Hermannshöhe erreicht hatte, wollte ich mit Bus oder Taxi zurück zum Hotel fahren und evtl. einen Arzt aufsuchen. Beim Surfen mit dem Smartphone stellte ich allerdings fest, dass die Praxen bis zum späteren Nachmittag geschlossen waren, also spazierte ich langsam zurück. Unterwegs eröffneten sich immer wieder sehr schöne Ausblicke auf die Steilküste. Ich sah außerdem, dass die meisten Leute am naturbelassenen Strand entlang liefen. Auf einem Schild las ich, dass es an Brodtner Steilküste nur in Travemünde und in Nienhagen Verbindungen zwischen dem Steilküstenweg und dem Strandweg gibt. Von andren Auf- und Abstiegen über den Steilhang wurde dringend gewarnt. Ich ärgerte mich ein bisschen, dass ich nicht unten am Ufer geblieben war.

Als ich wieder am Badestrand angekommen war, fühlte ich mich gut und beschloss noch ein Stück am Naturstrand zurück zu gehen. Und es war wunderschön! Eigentlich wollte ich bald umkehren, schaffte es aber erst nach einer ganzen Weile. Zuerst überquerte ich den Hundestrand, dann den FKK-Bereich und folgte danach dem Steilufer. Der Strand war mit Seegras, Steinen, Felsen und Treibgut übersät. Umgestürzte Bäume lagen am Ufer und noch lebendige Buchen klammerten sich am Klippenrand fest. In der Brandung, die dort etwas kräftiger war als im Ort, schaukelten Schwäne und Enten.

Als es gegen 15 Uhr zu dämmern begann, konnte ich mich losreißen und kehrte zurück ins Hotel. Abends ging ich im Ortszentrum essen und gönnte mir nach dem überstandenen Schrecken ein Grünkohlgericht mit Bratkartoffeln und Mettwurst. Und ein erfrischendes Bier gab es natürlich dazu.

Ein denkwürdiger Tag, aber auch ein sehr schöner!

PS: Inzwischen habe ich einen Kardiologen aufgesucht. Es ist nichts Ernstes, aber ich muss jetzt Cholesterinsenker einnehmen. Nun ja, das Alter …

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Lübeck lohnt sich/Worthwhile trip to Lübeck #3

For translation please use the Google Translate Button on my site.

Nachdem ich die Hansestadt Lübeck bisher nur im schönsten Sonnenschein gesehen hatte (siehe Lübeck #1 und Lübeck #2 ) , stellte ich am Morgen des dritten Tages fest, dass das vorhergesagte schlechte Wetter eingetroffen war. Es war sehr diesig, Nebel hing in Tröpfchen in der Luft und ließ die rot-braunen Backsteingebäude viel dunkler erscheinen. Das musste das berüchtigte norddeutsche „Schietwetter“ sein.

Nach einem ausgedehnten Frühstück begab ich mich ein bisschen widerwillig auf eine weitere Runde durch die Lübecker Altstadt. Zunächst ging es zur St. Petri Kirche, wo ich mit dem Lift auf die Aussichtsplattform fuhr. Leider herrschte nicht das beste Wetter für diese Unternehmung, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Die Fernsicht, die bis zur Ostsee gehen sollte, war nicht vorhanden. Auch zog es oben auf dem Turm ganz gewaltig. Es war feucht kalt, richtig eisig. Aber ich konnte die hohe Marienkirche und das Rathaus endlich ohne stürzende Linien und die auf dem Marktplatz aufgebauten Weihnachtsmarktbuden ablichten. Auch die Sicht auf den Dom und das nahe Holstentor gefielen mir sehr. Allerdings begab ich mich sofort wieder nach unten, nachdem ich in alle Richtungen fotografiert hatte.

Als ich die Kirche verließ, regnete es. Schnell ging ich zum Dom. Ich wählte den Weg durch die Mitte der Altstadtinsel, der wesentlich kürzer war, als derjenige am Ufer der Trave, wo ich am Vorabend herumgeirrt war.

Der Lübecker Dom war der erste große Backsteinkirchbau an der Ostsee und mit fast 132 Metern Länge eine der längsten Backsteinkirchen. 1173 wurde der Lübecker Dom von Heinrich dem Löwen gestiftet und 1247 geweiht.
Quelle: Wikipedia

Im Inneren schaute ich mir das Triumphkreuz und den Lettner mit der Kirchenuhr von Bernt Notke aus dem 15. Jahrhundert sowie die gotischen Flügeraltäre an und schlenderte in aller Ruhe durch die Kirche. Ein bisschen grauste es mir davor, nach draußen ins Naßkalte zurück zu kehren. Bald bemerkte ich, dass sich die anderen Kirchenbesucher ebenfalls ungewöhnlich lange umsahen.

Bei diesem Wetter half nur noch ein Museumsbesuch. Vom Dom war es nicht weit zum Museumsquartier St. Annen. Aber zunächst musste ich durch das „Fegefeuer“ gehen !

Das Lübecker Museumsquartier St. Annen befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen St. Annenklosters. Es umfasst neben dem St. Annen-Museum die Kunsthalle St. Annen. In der 2003 eröffneten Kunsthalle schaute ich mir eine Ausstellung moderner Kunst an. Gezeigt wurde Kunst nach 1945 aus den Sammlungen der Kunsthallen Lübeck und Rostock. Interessant war es, die unterschiedlichen Kunstströmungen aus dem Osten und dem Westen zu vergleichen.

Danach folgte ein richtiggehendes Kontrastprogamm. Ich schaute mir sakrale Kunst des Mittelalters an, die in den Klostergebäuden präsentiert wird. Das St. Annen Museum verfügt über die größte Anzahl mittelalterlicher Flügelaltäre in Deutschland. Viele stammen aus Lübecker Kirchen. Die in den Kreuzgewölben wunderbar präsentierte Sammlung fand ich sehr beeindruckend, auch wenn diese Kunstrichtung nicht gerade mein Fall ist. Sehr gut gefiel mir aber der Passionsaltar von Hans Memeling vom 1491.

Danach ging es weiter in eine kleine Sonderausstellung über den Lübecker Maler Hans Kemmer, der Meisterschüler von Lucas Cranach dem Ältere gewesen sein soll, mit einem sehenswerten Vergleich der Gemälde beider Künstler.

Es folgten gefühlte 20 Themenräume mit Rats-, Zunft- und Kirchensilber, alten liturgischen Gewändern, Beispielen zur Lübecker Wohnkultur etc. Obwohl das für sich durchaus interessant war, strich ich nun die Segel. Meine Aufnahmefähigkeit war erschöpft.

Als ich das Museum verließ, regnete es nicht mehr. Es hatte sich sogar etwas aufgehellt. Durch die südliche Altstadt ging ich zum Traveufer. Die St. Petri Kirche war aus dem Nebel aufgetaucht, nun konnte ich sie fotografieren. Ich schlenderte zurück zum Hotel, wo ich mich eine Stunde lang ausruhte.

Um 15 Uhr startete ich wieder, um das berühmte Café Niederegger zu besuchen. Lübeck ist die deutsche Marzipanstadt und das vor 200 Jahren gegründete Café des Marzipanfabrikanten Niederegger ist die Institution. Direkt gegenüber dem Rathaus werden unendlich viele Marzipanspezialitäten verkauft. Im Laden im Erdgeschoss herrschte ein ziemlicher Andrang, so dass ich schnell in den ersten Stock hinauf ging, wo sich das Kaffeehaus befindet. Es war gut besucht, aber längst nicht so überlaufen wie ich befürchtet hatte. Eine sehr freundliche, unaufgeregte Kellnerin brachte mir ein Stück Marzipan-Nusssahne-Torte und einen Café Crème. Marzipan mag ich gerne, normalerweise würde es mir aber nicht auf dem Kuchen schmecken, wäre mir zu süß und zu fett. Dieses Kuchenstück war gar köstlich, sehr frisch und schmackhaft und das Marzipan zerging auf der Zunge !

Anschließend ging ich noch kurz durch das kleine Marzipanmuseum im Niederegger, wo die Geschichte des Marzipans und des Hauses Niederegger dargestellt wird.

Vorbei am Lübecker Marzipanspeicher, wo die Süßigkeit ebenfalls erworben werden kann, ging ich zurück zu meiner Unterkunft.

Abends war ich noch so gut gesättigt, dass ich mir nur ein leckeres Fischbrötchen von einer Imbissbude holte. Später setzte ich mich in die Hotelbar, wo ich beim Bier relaxte, Tagebuch schrieb und den nächsten Tag plante. Ich würde in den 20 Km entfernten Lübecker Vorort Travemünde fahren und dort zweimal übernachten. Auf das Spazierengehen am Meer freute ich mich schon sehr. Nach zwei Jahren !

Die Wettervorhersage war nicht gut, es sollte auch regnen. Zur Not würde ich die Ostsee eben bei Wind und Wetter genießen. Das alles etwas anders kam, werde ich berichten (Lübeck-Travemünde lohnt sich #4).

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.