Im schwäbischen Schwarzwald: Baiersbronn 5 In the Swabian Black Forest: Baiersbronn 5

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Morgens beim ersten Blick aus dem Fenster bestätigten sich die Wetterprognosen. Wieder sah es äußerst trüb aus. Es handelte sich nicht um Hochnebel . Vorhergesagt war ein durchweg stark bewölkter Tag mit Regenchance. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn nach der gestrigen Wanderung in der Sonne ein weitere gefolgt wäre! Als wir beim Frühstück saßen, begann es leicht zu nieseln. Wir wollten aber unbedingt wandern und nicht schon wieder einen Ruhetag einlegen. Eifrig studierten wir Wanderführer und -karten sowie verschiedene Wetter-Apps. Tatsächlich wurde ein Nachlassen des Regens gegen Mittag angezeigt. Während wir den Tag entspannt mit einem weiteren Kaffee angehen ließen, entschieden wir uns für den Baiersbronner Erlebnispfad „Von Mönchen und Lehensbauern“ . Dieser Rundweg führte vom Kloster Reichenbach in einem weiten Bogen um den Ort Klosterreichenbach und versprach einen abwechselungsreichen Verlauf. Nur wenige Höhenmeter waren zu bewältigen, aber laut Höhenprofil ging es immer wieder einmal hinauf und hinunter, würde also nicht langweilig werden.

Unsere Tour starteten wir mittags am Kloster Reichenbach. Das Kloster wurde 1082 von Mönchen des Klosters Hirsau gegründet. Im Jahre 1085 wurde die Klosterkirche eingeweiht. Die Klosterkirche besteht im Wesentlichen aus einem romanischen einschiffigen und flachgedeckten Langhaus. Die Mauern der Vorhalle und die Untergeschosse der Türme datieren aus dem 11. Jahrhundert.

1603 wurde das Kloster Reichenbach reformiert und ein protestantischer Pfarrer eingesetzt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster erneut von Benedektinermönchen besiedelt. Diese mussten aber nach dem Westfälischen Frieden wieder abziehen. Heute befindet sich im Klostergebäude eine evangelische Kirche.
Quelle Wikipedia

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Nach einer kurzen Kirchenbesichtigung begaben wir uns auf den Erlebnispfad. Zunächst liefen wir durch den Kurgarten und folgten ein Stück dem Reichenbach. Vorbei an der historischen Klosterquelle erreichten wir nach kurzem Aufstieg den ersten Aussichtspunkt, den Beckenberg. Die Aussicht über das Reichenbachtal und Klosterreichenbach wäre bei klarem Wetter sicherlich beeindruckender gewesen, aber immerhin: es regnete nicht! Außerdem trafen wir nur selten auf andere Wanderer, in Corona Zeiten definitiv ein Vorteil.

Schöne Perspektiven über das Murgtal boten uns dann zwei weitere Wegpunkte „Kirchweg“ und „Am Berg“, die sich auf derselben Höhe wie der Beckenberg befanden und die wir auf einem ebenen Pfad am Waldrand erreichten. Perfekt !

In der Nähe von Heselbach wendete sich das Blatt. Wir stiegen nun ins Tal hinunter. Auf der Strecke kamen wir an einer größeren Lamaherde vorbei. Einige Tiere kamen gleich angelaufen und beäugten uns neugierig. Mir fiel auf, dass auf ihrer Weide nur noch trockenes und niedriges Gras wuchs. Das brachte mich auf eine Idee. Ich rupfte etwas Gras aus, das am Wegrand wuchs, und bot es den Lamas an. Ein süßes weißes Tier (flauschig wie in der bekannten Matratzenwerbung im Fernsehen, aber nicht so sauber !) langte eifrig zu und wenn es ein Grasbüschel verspeist hatte, hob es den Kopf und schaute mich auffordernd an.

Nach diesem netten Intermezzo überquerten wir die Bundesstraße, die S-Bahn und die Murg. Der Erlebnispfad entfernte sich sofort wieder von diesen Verkehrwegen. Allerdings wartete nun ein weiteren Aufstieg auf uns. Der Ausschilderung folgend durchqueren wir das parkartige Gelände des Ailwaldhotels. Das Hotel sah richtig nobel aus, wirkte aber verlassen. Wir trafen keinen Menschen, worüber wir hinterher ganz froh waren, als wir beim Verlassen des Areals ein Schild mit der Aufschrift „Privatgelände – Betreten nur für Hotelgäste und -personal“ sahen. Wahrscheinlich war die Wegführung nicht auf dem neusten Stand oder das Verbot galt nicht für Wanderer (?).

Als Nächstes erreichten wir einen weiteren Aussichtspunkt, den Buckenberg, der uns eine schöne Sicht auf Klosterreichenbach und das Murgtal bot. Vorbei an Wiesen und Wäldern folgten wir dem Weg und trafen am Seidtenhof ein, der zu den ältesten Höfen im Murgtal gehört. Ein Schild informierte uns, dass die Gastronomie des Hofs im Jahr 2020 geschlossen hatte. Das war wirklich sehr schade, weil die Bauernstube und die historischen Gebäude schön rustikal und urig aussahen. Von der Terrasse bewunderten wir wenigstens den tollen Ausblick ins Murgtal. Außerdem konnte man sich aus einem Kühlschrank selbst bedienen. Hausgemachtes Eis und Getränke wurden angeboten, natürlich gegen ein Entgelt in eine Kasse. Obwohl es nicht gerade warm war, genehmigte ich mir einen kleinen Becher Himbeer-Bio-Eis. Sehr lecker ! Wenn ich wieder einmal in der Gegend bin und das Wetter schön warm ist, möchte ich auf dieser Terrasse einen köstlichen Eisbecher verspeisen. In aller Ruhe, die Aussicht genießend, und an Corona garnicht oder nur wie an ein Ereignis aus vergangener Zeit denkend …

Danach wanderten wir auf einem sanft abfallenden Weg hinunter zur Murg. Dem plätschernden Fluß folgend erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt.

9,5 km, 150 Höhenmeter

Fazit:
Eine sehr schöne, leichte Halbtageswanderung mit tollen Ausblicken, auf der es viel Neues zu entdecken gibt. Wird bei weiteren Aufenthalten in Baiersbronn wiederholt, wenn die Sonne lacht !

Einen gelungenen Abschluss dieser Wanderung bildete unser Besuch in einem nahen Café. Als wir dort ankamen, staunten wir über den fast vollbesetzten, großen Parkplatz. Am Eingang mussten wir zwar auf einen freien Platz warten, aber nach kurzer Zeit wurde uns ein Tisch zugewiesen. Bald entdeckten wir, warum es dort so voll war. Die Schwarzwälder Kirschtorte war ein Traum !

Im Nachhinein wundere ich über unsere Unbekümmertheit, die alle Gäste in dem großen Saal zu teilen schienen. Man fühlte sich auch in den Innenräumen der Gastronomie einigermaßen sicher, obwohl zu dieser Zeit (Ende September 2020) die Corona Infektionszahlen bereits am Steigen waren. Bei meinen ersten Coronaurlauben im Sommer war ich nur sehr selten drinnen eingekehrt. Im herbstlichen Schwarzwaldklima gab es meistens keine andere Möglichkeit. Wir dachten, dass schon nichts Schlimmes passieren werde, wenn die Gastwirte die Hygienemaßnahmen (Abstand und Desinfektion der Tische, maskentragende Servicekräfte) beachteten und die Gäste sich die Hände desinfizierten, ihre Kontaktdaten hinterließen sowie den Mund-Nasen-Schutz nur am Tisch absetzten. Angesteckt haben wir uns jedenfalls nicht, obwohl wir in diesem Urlaub oft mehrmals täglich Restaurants besuchten. Haben wir nur Glück gehabt ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Foto der Woche 11 Photo of week 11

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Auch in dieser Woche beteilige ich mich gerne wieder an Aequitas Blogparade.

„Bei dieser Aktion geht es darum, im Laufe einer Woche ein Foto von etwas zu schießen, über das man stolpert – es kann eine Sehenswürdigkeit sein, wenn man z. B. gerade verreist ist; das Haustier oder das neue Auto; die Brombeeren aus dem eigenen Garten; der beeindruckende Himmel nach einem Regenschauer … Und dann kann man dazu schreiben, warum man sich gerade für dieses Motiv entschieden hat – … „
Zitat aus Aequitas Challenge

Mein schönstes Erlebnis in dieser Woche war eine kleine Rundwanderung um den Egglsee bei Traumwetter. Aber zum Einen möchte ich an dieser Stelle nicht schon wieder buntes Herbstlaub zeigen und zum Anderen wollte ich zu diesem Ausflug vielleicht noch einen eigenen Post veröffentlichen.

Mein Foto stammt vom heutigen Waldspaziergang und zeigt Spuren unserer ersten Nacht mit Minusgraden.

Der Winter naht und da müssen wir jetzt durch! Wenn der Impfstoff kommt, wird wahrscheinlich alles besser.

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Street Art „Werksviertel München“

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Neulich las ich in der Süddeutschen Zeitung unter der Überschrift „Eine Reise ins Niemandsland“ einen interessanten Artikel über Street Art im „Werksviertel München“. Das brachte mich auf eine Idee.

Im Zuge des neuerlichen Lockdowns hatten wieder alle Museen geschlossen. Aber Kunstwerke kann man auch außerhalb von Kulturtempeln genießen, besonders Street Art. Praktischerweise musste ich zum „Werksviertel“ nicht einmal mit dem Auto fahren oder in ein öffentliches Verkehrsmittel einsteigen, sondern konnte das Radl benutzen. Fahrradfahren mag ich nicht besonders, aber diese Strecke konnte ich gut bewältigen.

Das Areal des „Werksviertels“ hat eine Größe von 39,5 Hektar. Hier befand sich noch in den 1980er-Jahren ein Gewerbegelände, auf dem unter anderem das Stammwerk der Kartoffelfabrik „Pfanni“, die „Optimol Ölwerke“ und der Fahrzeughersteller „Zündapp“ lagen. Bis Mitte der 1990er Jahre wurden alle Fabrikstandorte aufgegeben.

Das Pfanni- und Optimol-Gelände, das danach brach lag, wurde verpachtet und es entstand Vergnügungspark, der „Kunstpark Ost“. Bis September 1996 eröffneten dort bis zu dreißig Diskotheken. Nachfolger wurden die „Kultfabrik“ und die „Optimolwerke“, ein Kultur- und Veranstaltungszentrum bzw. ein Clubareal. Beide mussten schließlich dem Stadtentwicklungsprojekt für das neue Werksviertel weichen.

Auf dem Gelände entstehen mehr als 1000 Wohnungen, fünf Hotels (darunter auch ein Youth Hostel), Gastronomiebetriebe, Sportangebote und sogar ein Konzertsaal. Das „Werksviertel“ wird etwa 7000 neue Arbeitsplätze schaffen. Als Zwischennutzung des für das Konzerthaus vorgesehenen Geländes wurde 2019 ein 78 Meter hohes Riesenrad in Betrieb genommen (derzeit coronabedingt geschlossen).
Quelle Wikipedia

Im „Werksviertel“ angekommen staunte ich über die bereits errichteten Gebäude. Das leuchtend orange „Werk 3“, in dem es sogar Gaststätten mit Speisen zum Mitnehmen gab, und der schwarze Wolkenkratzer des Hotels „Adina“ bildeten einen spannenden Gegensatz zu den alten Werksbauten, deren Abriss im vollen Gange war. Bei meinem Streifzug über das Areal konnte ich, wie in der Süddeutschen Zeitung beschrieben, die wunderbaren Werke bekannter Street Art Künstler bewundern. Man merkte, dass hier „nicht einfach so gesprüht“ wurde, sondern dass viele Bilder vom renommierten Street-Art-Guru Loomit sozusagen kuratiert wurden. Von den diversen Stilrichtungen, den vielfältigen Farben und Formen sowie der Qualität der Kunstwerke war ich restlos begeistert ! Sehr schade ist, dass sie über kurz oder lang der Abrissbirne zum Opfer fallen werden. Wenn es euch interessiert, könnt ihr Näheres in der Süddeutschen Zeitung nachlesen.

Aber genug der Worte : nachfolgend zeige ich euch Impressionen aus dem „Münchner Werksviertel“.

Foto zum Vergrößern bitte anklicken !

Fazit:
Dem Werksviertel werde ich sicher weitere Besuche abstatten, um die Entwicklung dieses sehr interessanten Stadtteils mit zu verfolgen. Auch eine Fahrt mit dem Riesenrad steht schon lange auf meiner Wunschliste. Wenn es sich wieder dreht …

In diesem Sinne: passt gut auf euch und andere auf und bleibt gesund !

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Im schwäbischen Schwarzwald: Baiersbronn 4 In the Swabian Black Forest: Baiersbronn 4

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Endlich schönes Wetter ! Als wir morgens zum Wandern aufbrachen, hatte sich der Morgennebel aufgelöst und die Sonne lachte. Wir entschieden uns für eine Wanderung, die direkt bei unserer Unterkunft in Baiersbronn-Obertal startete. Zunächst liefen wir auf einem leicht ansteigenden Weg am Buhlbach entlang. Am leise rauschenden Bach entlang durch den Mischwald zu gehen war sehr schön. Auch blitzte immer wieder die Sonne durch die Blätter. Wunderschöne Tief- und Weitblicke rundeten das Wandererlebnis ab.

Wir kamen in den „Nationalpark Schwarzwald“ (siehe hier) und erreichten bald den Buhlbachsee, einen nach der letzten Eiszeit entstandenen Karsee. Laut Wanderführer kann man das idyllisch gelegene Gewässer umrunden. Aus Naturschutzgründen wurde dieser Weg jedoch inzwischen gesperrt. Auf dem noch zugänglichen schön angelegten Ruheplatz legten wir nur eine kurze Trinkpause ein, weil es uns auf den noch schattigen Bänken zu feucht und kühl war.
Nun stand ein steiler, oft steiniger und wurzeliger Anstieg zur Zollstockhütte an. Bald war es uns nicht mehr kalt aber wir liefen wieder einmal durch einen märchenhaft schönen Wald, in dem das Grün der Nadelbäume, der Farne und Moose auf das Allerschönste mit dem roten Buntsandstein harmonierte.

In der Nähe des Hotels „Zuflucht“, das wegen Ruhetag geschlossen war, überquerten wir die Schwarzwaldhochstraße, liefen ein Stück parallel durch den Wald und stiegen danach ins Ilgenbachtal ab. Nun befanden wir uns in der Zone, in der der Orkan „Lothar“ 1999 verheerende Schäden angerichtet hatte (genauerer Bericht folgt, wenn ich über den „Lotharpfad“ berichte), so dass unser Wanderweg teilweise zwischen Sträuchern und niedrigen Bäumen verlief. Wir befanden uns immer noch im „Nationalpark Schwarzwald“. Dieser wurde erst 2014 eröffnet und die Schonung der Natur genießt derzeit offensichtlich Priorität. Der Wanderer wird aufgefordert, die Wege nicht zu verlassen. Unser Wanderweg war auch an mehreren Stellen gesperrt, weil sich die Natur dort regenerieren sollte. Wir wurden umgeleitet, was aber gut ausgeschildert war und uns zuverlässig auf den Weg zurückführte. Bänke gab es nicht und natürlich auch keine gefällten Holzstämme, auf denen wir hätten sitzen können. Irgendwann waren wir so müde und hungrig, dass wir uns auf den kaum begangenen Weg setzten und unsere mitgebrachte Brotzeit verzehrten.

Nach einem langen Abstieg, der durch von der Sonne beschienene Waldpanoramen verschönert wurde, erreichten wir die Aussichtsterrasse an der Walterhütte, die uns einen wunderbaren Blick ins Murgtal bot. Danach ging es richtig zur Sache. Wir waren von der langen Wanderung schon etwas erschöpft und hatten uns für die kurze Variante entschieden, den „Felsele Weg“. Im Wald fühlte ich mich einigermaßen sicher, weil ich mich zur Not an einem Ast hätte festhalten können. Aber dann kam ein abgeholztes Wegstück, wo es tatsächlich nur noch glatte Felsen auf dem sehr steilen Abstieg gab. Ziemlich froh war ich, als wir an der Burg Tannenfels angelangt waren, einer Ruine aus dem 13. Jahrhundert, die auf einem Buntsandsteinfelsen thront und auch aus diesem Stein gebaut wurde. Im Nachmittagslicht schien das Ensemble regelrecht rot zu leuchten. Vor dem Grün der bewaldeten Hügel sah das wieder einmal ganz wunderbar aus ! Leider war der Zugang zur Ruine gesperrt (wegen Corona?). Wenn ich alleine gewesen wäre, hätte ich vielleicht versucht, trotzdem auf der Leiter nach oben zu steigen. Aber zu zweit ist man gleich viel vernünftiger …

Durch den Kurpark von Obertal gehend kehrten wir in unsere Unterkunft zurück. Nach unserem ersten sonnigen Wandertag in Baiersbronn waren wir sehr zufrieden. Die Landschaftspanoramen mit den ausgedehnten Wäldern waren bei schönem Wetter viel eindrucksvoller. Unterwegs waren wir nicht eingekehrt und hatten nur wenige Wanderer getroffen. Während der gesamten Wanderung hatte ich nicht ein einziges Mal an Corona gedacht. Sehr erholsam !

18 km, 570 Hm

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Monatsmotto „Buchstaben“ – „W“ im November Moto of the month „Letter“ – „W“

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Beim Fotochallenge von Antje handelt es sich in diesem Monat um Fotos zum Buchstaben „W“.

Mein Foto zeigt einen

Wanderweg.

Abgebildet ist ein Stück des Jakobswegs von München nach Lindau, auf dem ich im Sommer/ Herbst 2019 pilgerte. In den Allgäuer Bergen hing an diesem Tag der Nebel fest. Es gab keine schöne Aussicht, aber während der Wanderung blieb es fast die ganze Zeit trocken. Erst kurz vor dem Ende der Etappe fielen ein paar Tropfen.

Während wir mit der Pandemie leben müssen, befinden wir uns auch auf einem

Weg.

Der Weg erscheint uns sehr schwierig und mühselig. Wir können das Ende noch nicht sehen und fragen uns:

warum wir das erleben müssen,
wohin der Weg uns führen wird,
wie lange es noch dauert,
wann wir unsere Normalität zurückbekommen ?

Diese Fragen kann zur Zeit niemand beantworten. Gehen wir es an wie ein geübter Wanderer, der nicht klagt, dass das Ziel noch weit entfernt ist, sondern sich auf die Wegstrecke konzentriert. Wenn er müde ist, dann macht er eine Pause, genießt die Landschaft und stärkt sich, aber dann steht er wieder auf und geht weiter. So weit wie es notwendig ist, um das Ziel zu erreichen

Wie geht es euch in der 2. Welle ? Seid ihr die Corona Krise auch zunehmend leid ?

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

PS: Wenn ich wieder pilgern darf, will ich nie mehr jammern, nicht über die Hitze, die Kälte, den Regen, die schlechte Ausschilderung, den langen und eintönigen Weg, den schweren Rucksack usw. usw.




von München nach Lindau

Im schwäbischen Schwarzwald: Baiersbronn 3 In the Swabian Black Forest: Baiersbronn 3

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Regentag

Wie schon berichtet herrschte an unserem dritten Urlaubstag in Baiersbronn ein regelrechtes Sauwetter: Starkregen mit Windböen während des gesamten Tages. Wir ließen es uns gut gehen, shoppten im kleinen Outletcenter, tranken Kaffeespezialitäten und bekamen mittags sogar einen Platz im Restaurant mit Forellenspezialitäten. Im Schwarzwald probiere ich immer die „Forelle Müllerin“ und dieses Fischgericht gehörte zu den besten, die ich je gegessen habe. Wir saßen sehr gemütlich in einem Kaminzimmer und waren froh, dass wir im hinteren Bereich des Raums am geheizten Ofen platziert worden waren. Mit den Gästen an den Tischen am Fenster hätte ich nicht tauschen wollen. Der Restaurantbetreiber setzte sein Corona Hygienekonzept vorbildlich um. In regelmäßigen Abständen kam ein Mitarbeiter vorbei (der Lüftungsbeauftragte ?) und riss alle Fenster für zehn Minuten auf. Eiskalte, feuchte Luft strömte in den Raum.

Am Nachmittag wurde mir das Relaxen in unserer Ferienwohnung zu langweilig und ich beschloss, ein bißchen in der Umgebung spazieren zu gehen. Sehr bald befand ich mich auf asphaltierten Wegen, weil sich die Pfade in Sturzbäche verwandelt hattten. Dummerweise konnte ich das Fotografieren nicht lassen, obwohl die Sicht sehr schlecht war. Zurück in der Wohnung stellte ich fest, dass meine Kamera zu viel Nässe abbekommen hatte. Trotz Trockenwischen und vorsichtig mit dem Föhn blasen funktionierte der Apparat auch am nächsten Tag nicht richtig. Das Zoom fuhr nur selten heraus, so dass ich mit Weitwinkel fotografieren musste. Die ISO-Einstellung blieb fix und die Programme ließen sich nur sporadisch ändern. Am übernächsten Tag war die Kamera glücklicherweise durchgetrocknet und alles war wieder normal.

Genießerpfad „Panoramasteig“

Am nächsten Morgen hatte der Regen aufgehört. Es sah aber stark bewölkt aus und die Wetter App konnte uns auch nicht versprechen, dass es durchgehend trocken bleiben würde. Wir entschieden uns für den „Panoramasteig“, einen weiteren Genießerpfad. Der Weg führte in großen Bögen um das Murgtal herum und bot den Vorteil, dass wir ihn bei anhaltendem Regen verkürzten und sogar mit der S-Bahn zurück zum Ausgangspunkt fahren konnten.

Vom Start des Weges in Huzenbach ging es bald in den Wald. Von den Bäumen tropfte es und ein paar Regentropfen fielen auch. Es hörte aber bald wieder auf. Der „Panoramasteig“ wies einen relativ hohen Anteil an Forststraßen auf, was mir ausnahmsweise gut gefiel. Hatte ich doch befürchte, dass sich nach dem Starkregentag die Wanderwege unpassierbar erweisen würden. Außerdem liefen wir durch idyllische Waldstücke. Das Grün der Vegetation kontrastierte auf das Schönste mit der roten Bundsandsteinerde des Wanderwegs.

Foto zum Vergrößern bitte anklicken !

Nun folgte der erste kräftige Anstieg, dem noch viele weitere folgen sollten. Immer wenn man gerade eine Steigung geschafft hatte, ging es gleich wieder bergab: im stetigen Wechsel zu einem schönen Rastplatz mit Panoramablick (schade, dass das schlechte Wetter nicht zu einer Pause einlud!), dann wieder ganz hinunter ins Murgtal , auf der anderen Talseite aufwärts zum Verlobungsfelsen und noch weiter bergauf zur Panoramahütte. Dieses Mal hatten wir mehr Glück als auf dem Satteleisteig und ergatterten einen Tisch in der urigen Hütte.

Nach dem leckeren Essen setzen wir die Wanderung fort, unermüdlich bergauf und dann wieder hinunter gehend. Zwischendurch gab es traumhafte Landschaftspanoramen zu sehen. Der Schwarzwald mit seinen ausgedehnten Wäldern, den kleinen Orten und den Wiesenlandschaften hättte aber noch schöner ausgesehen, wenn es nicht so neblig trüb gewesen wäre. Ärgerlich war auch mein Kameraproblem, das mir nicht einmal das Einstellen der Automatikfunktion erlaubte.

Eine kurze Pause mussten wir dann doch am Mäderunterstand einlegen. Dort wurde ein gemütlicher Rastplatz mit einem Weinbrunnen installiert. Wir nahmen uns zwei wassergekühlte Fläschchen lokalen Weins aus dem Brunnen und setzten uns auf die Bank. Das Brünnlein plätscherte und auf der Weide nebenan ruhte sich eine Kuhherde aus. Während wir den leckeren Wein probierten, schauten wir uns die Aussicht an. Was für ein toller Rastplatz ! Bei warmem Wetter konnte man dort wunderbar eine Brotzeit mit Wein, Käse und Brot genießen. Wir packten die Flaschen ein und gingen weiter. Der steile Abstieg, der nun folgte, verlief über Serpentinen und ließ sich gut bewältigen .

Etwas geschafft von der durchaus sportlichen Tour kamen wir wieder am Wanderparkplatz an. Trotz der mäßigen Sicht waren zufrieden mit dem Wandertag, weil es nicht geregnet hatte. Das war besser als erwartet!

16,8 km, 607 Hm

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Finale im Fichtelgebirge: Bayreuth Final in the Fichtel Mountains: Bayreuth

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Wie im Wetterbericht angekündigt regnete es anhaltend während unseres letzten Tages im Fichtelgebirge. Einerseits war das sehr schade, aber andererseits bot es uns die Gelegenheit, das nahegelegene Bayreuth zu besuchen. Bayreuth stand schon lange auf meiner Wunschliste. Es liegt zwar noch in Bayern aber mit 240 km doch ziemlich weit entfernt von unserem Wohnort in München. Als wir losfuhren, rechneten wir uns allerdings nicht damit, dass es den ganzen Tag lang ohne Pause regnen und zeitweise schütten würde.

Zunächst besuchten wir die Eremitage, die etwas außerhalb von Bayreuth liegt.
Die Eremitage, eine 1715 entstandene historische Parkanlage vor den Toren der Stadt Bayreuth, beherbergt das Alte Schloss mit Innerer Grotte und Wasserspielen. Weiterhin befinden sich das Neue Schloss mit Orangerie und dem zentralen Sonnentempel auf dem Gelände.
Quelle: Wikipedia

Trotz Dauerregen spazierten wir durch die zauberhafte Gartenanlage und auch ein bisschen durch den Landschaftpark. Besonders der Sonnentempel und die angrenzenden Gebäude faszinierten, weil sie aus bunten mosaikartigen Steinen zusammengesetzt wurden. Richtig schade war, dass alle Innenräume und die Grotte geschlossen waren. Die Räumlichkeiten sind so klein, dass die unter Coronabedingungen einzuhaltende maximale Besucherzahl zu schnell erreicht ist. Auch das Café im Sonnentempel, das einen wunderbaren Ausblick auf die Brunnenanlage und den Garten bietet, war leider geschlossen.

Fotos zum Vergrößern bitte anklicken.

Danach fuhren wir in die Bayreuther Innenstadt, wo wir uns als Erstes Tickets für die nächste Führung im Markgräfliche Opernhaus holten. Das UNESCO-Weltkulturerbe ist eines der schönsten Barocktheater. Bayreuth hat es der Markgräfin Wilhelmine zu verdanken. Aktuell waren nur 28 Besucher zugelassen, für die es Platzkarten gab. Wir saßen dann sehr weit auseinander im Zuschauerraum, der 1267 Sitzplätze aufweist. Nur jede dritte Reihe war belegt. Außerdem saßen die Besucher diagonal versetzt und zueinander mit vier Sitzen Abstand. Auch H. und ich wurden so platziert. Es gab einen kurzen Film über die Historie des Opernhauses, dann erzählte der Führer etwas über die Entstehunggeschichte, und das war es dann auch schon. Für mich war das in Ordnung. Hatte ich doch überlegt, ob ich mich überhaupt in eine Filmvorführung trauen sollte. Immerhin habe ich seit Ende Februar kein Kino mehr besucht (!). Sehr schade war, dass man ohne Stativ in dem prächtigen Raum nicht ordentlich fotografieren konnte. Wenn ihr mögt, schaut doch einmal hier.

Nach dem Mittagessen beim Vietnamesen (zur Abwechselung mal keine fränkischen Knödel mit Braten) bummelten wir durch die Altstadt und schauten bei der Stadtkirche aus dem 13. Jahrhundert vorbei.

Schließlich gingen wir zum Neuen Schloss, wo wir durch den Garten flanierten.

Den Abschluss unserer Städtetour bildete das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel. Dort finden jährlich die berühmten Wagnerfestspiele statt. Natürlich ist auch diese Veranstaltung in diesem Jahr ausgefallen. Die Besichtigung des Hauses sparten wir uns, da wir nicht zu den Wagner Fans gehören.

In Bayreuth gibt es sehr viel Interessantes zu sehen. Die schöne Umgebung konnten wir am Regentag nur erahnen. Die Umgebung bietet auch Wandermöglichkeiten. Die Stadt muss ich, wenn Corona überstanden ist, noch einmal besuchen.

Fazit:
Im Fichtelgebirge hat es uns wesentlich besser gefallen als erwartet. Man kann tolle Wanderungen durch den märchenhaften Wald mit seinen spektakulären Felsformationen unternehmen. Zwischendurch sind Städtetouren nach Bayreuth und Kulmbach möglich, zwei völlig unterschiedliche Orte (siehe Kulmbach). Aber auch kleinere Orte haben ihren Charme und bieten oft Überraschendes. Habt ihr gewusst, dass der Schriftsteller Jean Paul in seiner Jugend in Wunsiedel lebte ? Oder dass Alexander von Humboldt als staatlicher Bergassessor den Bergbau in der Region Bayreuth in technischer und ökonomischer Hinsicht reorganisierte? Zahlreiche Museen können besucht werden, z.B. das Zinnfigurenmuseum in Bamberg.

Kurzum: das Fichtelgebirge ist eine landschaftliche sehr reizvolle Region mit einer sehr interessanten Historie. Die Gegend würde ich gerne wieder besuchen. Interessieren würde mich aber auch ein Wanderurlaub in der südwestlich gelegenen Fränkischen Schweiz.

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Rund um Baiersbronn 1 Around Baiersbronn 1

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Wie schon berichtet verbrachten wir Ende September einige Tage im Nordschwarzwald und zwar in Baiersbronn. Von unserer idyllisch am Fluss Murg und am Waldrand gelegenen Ferienwohnung (in einem Hochhaus!) starteten wir entweder direkt zum Wandern oder erreichten nach kurzen Anfahrten die Wanderparkplätze.

Das Wetter bot uns ein reiches Potpourri, viele Wolken, heftigen Regen mit Temperatursturz aber auch Sonnenschein. Wenn es auch etwas bitter war, dass einige Tage vor unserer Ankunft noch sommerliche Temperaturen geherrscht hatten, war wir doch recht zufrieden. Nur an einem Tag regnete es so stark und anhaltend, dass wir nicht wandern konnten.

Am ersten Tag wanderten wir bei bewölktem aber trockenen Wetter auf dem Sankenbachsteig, der vom deutschen Wanderinstitut als Premiumweg ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde der Wanderweg zum „Genießerpfad“ entwickelt. Diese Wege wurden von den Schwarzwälder Wanderorten so gestaltet, dass sie größtenteils über Naturwege führen, dem Wanderer viel Abwechselung, schöne Ausblicke, attraktive Rastplätze und Einkehrmöglichkeiten bieten.
Quelle: Baiersbronner Wanderguide

Wir parkten an der Talstation des inzwischen aufgegebenen Sessellifts. Am Eingang des Steigs befindet sich eine mit Holz und Stein gestaltete Miniwasserfalllandschaft mit Rastplatz, die bei schönerem Wetter zu einem ersten Verweilen eingeladen hätte. Stattdessen fotografierte ich nur kurz (s. Foto 1, Gesamtansicht mit H. im Vordergrund möchte ich nicht zeigen). Zunächst folgte der Weg dem munter plätschernden Sankenbach. Es ging vorbei am Wildgehege, wo sich aber keine Tiere blicken ließen. Zum Ausgleich kamen wir an einer Weide mit Schottische Hochlandrindern vorbei, die zu meinen Lieblingstieren gehören.

Nach einem kurzen Aufstieg durch den moosbewachsenen Wald erreichten wir den Sankenbachsee. Der Sankenbachsee gehört zu den in der letzten Eiszeit entstandenen Karseen. Nachdem er bereits seit mehreren tausend Jahren verlandet war, wurde er 1980/81, wieder künstlich aufgestaut. Der stillen Schönheit des Sees, in dem sich die umliegenden Wälder spiegelten, tat das keinen Abbruch.

Nach einer Snack- und Trinkpause, die wir auf dem mit Holzbänken und -liegen ausgestatteten Rastplatz verbrachten, stiegen wir zu den oberhalb des Sees gelegenen Sankenbachwasserfällen hinauf. Es ging nun sehr steil über einen steinigen, wurzeligen und moosbewachsenen Pfad nach oben. Mir graute es vor dem Rückweg, da ich nicht gerne steil bergab laufe. Der Sankenbachfall stürzt in mehreren Stufen mehr als 40 m über die Karwand am Sankenbachsee. Das Wasser des Hauptfalls fiel sehr dekorativ vor einer Buntsandsteinwand hinab, die von sattgrüner Vegetation eingerahmt wurde .

Der Wasserfall führt nicht viel Wasser. Von einem Holzsteg über dem Fall kann aber mittels eines Holzschiebers das zulaufende Wasser im kleinen oberhalb liegenden Becken anstauen. Nach dem Öffnen des Schiebers stürzt das angesammelte Wasser dann eine Zeit lang in verstärktem Schwall hinab.
Quelle Wikipedia

Tatsächlich konnten wir den Mechanismus in Gang setzen und es strömte kurz etwas mehr Wasser. Fototechnisch hätte das nur etwas gebracht,wenn man den Fall von unten aufgenommen hätte. Zum Heruntergehen fehlte mir allerdings die Lust. Am besten wäre es, wenn es einen entsprechenden Hinweis unterhalb desWasserfalls gäbe. Dann könnte man sich aufteilen, sofern man nicht alleine wandert, in einen Vorausgehenden, der oben den Schieber bedient, und den Fotografen, der unten wartet bis der Schwall kommt. So oder so fanden wir den Wasserfall im märchenhaft schönen Wald sehr schön. Freudig überrascht war ich auch dass der Sankenbachsteig danach in der Höhe fortgesetzt wurde und ich mir eine Schlitterpartie nach unten sparen konnte.

Nun wanderten wir eine ganze Weile stetig bergauf, zunächst auf schmalen Pfaden. Obwohl das Wandern nun anstrengte, war ich restlos begeistert von der traumhaften Waldlandschaft. Moosbewachsene Bundsandsteinfelsen und steinige rotbunte Pfade im dichten Mischwald boten die schönsten Farbkontraste.

Auf Schotterwegen ging es nach dem höchsten Punkt wieder nach unten zur Wasenhütte, wo wir eine Trinkpause einlegten und ein paar Nüsse und Datteln verzehrten. Dort saß schon ein Einheimischer, mit dem wir ins Gespräch kamen. Er erzählte uns u.A., dass gerade in der Baiersbronner Gegend alle Hotels ausgebucht seien. Das sollte uns noch beschäftigen. Viele gute Restaurant gehören dort zu einem Hotel. Wenn die Hausgäste im Restaurant essen, dann ist unter Corona Bedingungen schnell alles ausgebucht. Jedenfalls haben wir es nur einmal mittags am Regentag in ein Wunschrestaurant geschafft. An unserem Hochzeitstag aßen wir Pasta beim Italiener.

Von der Wasenhütte führte eine kurze Strecke in 30 Minuten zu unserem Etappenziel, der Glasmännle Hütte. Wir widerstanden der Versuchung und folgten brav dem Sankenbachsteig. Dieser führte zunächst steil bergab bis zur Michaelskirche bei Friedrichstal. Nachdem wir uns in der kleinen Gartenanlage bei der auf einem kleinen Hügel stehenden Kapelle (leider geschlossen) mit Teich und Blumenrabatten entspannt hatten, ging es sofort wieder bergauf zum Stöckerkopf. In Serpentinen verlief der schweißtreibende Aufstieg nun immer weiter nach oben. Zum ersten Mal war ich froh über das trübe Wetter. Bei warmem Sommerwetter wäre dieser Aufstieg eine Herausforderung gewesen. „Von wegen Genießerpfad !“, dachte ich mehrmals. In der Glasmännlehütte an der Bergstation des ehemaligen Sesselliftes ließen wir es uns mit Brotzeit, Kaffee und Kuchen gut gehen. An der windgeschützten Hüttenwand konnten wir sogar noch draußen sitzen und den Blick auf Baiersbronn genießen.

Den folgenden steilen felsigen Abstieg, der so garnicht mein Ding war, habe ich schon fast verdrängt. Angeblich hätte es auch eine leichtere Variante gegeben, aber die sahen wir nicht. Durch den weiterhin idyllischen Wald führte der ausgeschilderte Pfad mehr oder minder steil nach unten. Mehrmals landeten wir auf einer Forststraße (leichte Variante ?), folgten dieser ein ganz kleines Stück und dann zeigte unser Wegzeichen (ein Schwarzwälder Bollenhut) erneut in den dunkelen Wald, wo es wie gehabt weiter ging.

Am Parkplatz kamen etwas erschöpft an, waren aber sehr zufrieden mit unserer sehr schönen und abwechselungsreichen Wanderung auf dem Sankenbachsteil.
14 km, 482 Hm#

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Wir fuhren zurück zum Ortszentrum von Baiersbronn. Inzwischen schien sogar die Sonne und die Temperatur betrug sagenhafte 18 Grad. Wir nutzen die Gelegenheit (die in unserem Urlaub nicht wieder kommen sollte ) und verspeisten ein leckeres Eis auf einer Caféterrasse.

Noch eine Frage, besonders an die Schwaben unter euch:
Eigentlich wollte ich die Posts über unseren Wanderurlaub in Baiersbronn „Im Schwäbischen Schwarzwald“ nennen. Baiersbronn und Umgebung liegen in Württemberg und nicht weit von Stuttgart entfernt. Auch gab es in den Gaststätten oft Schwäbische Gerichte zu essen, z.B. Maultaschen mit Kartoffelsalat. Gelernt habe ich inzwischen, dass Württemberg und Schwaben nicht deckungsgleich sind. Aber zu der Frage, wo Schwaben liegt, konnte ich nichts Genaues finden. Wißt ihr, ob Baiersbronn sich in Schwaben befindet?

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Heute vor einem Jahr One year ago today

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Wichtiger ist der heutige Nationalfeiertag, mit dem wir der deutschen Wiedervereinigung am 03.10.1990 gedenken. Für mich ist der 3. Oktober aber auch ein persönlicher Gedenktag. Genau vor einem Jahr begann ich den letzten Abschnitt des Münchner Jakobswegs, der bis nach Lindau führt. In Stötten am Auer setzte ich den Weg fort (s. hier) und kam fast bis nach Lindau (siehe dort).

Ziemlich herausfordernd war das ständige Regenwetter, aber trotzdem oder gerade weil ich immer weiter lief, wurde meine Pilgerwanderung zu einem ganz besonderen Erlebnis.

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Meinen Vorsatz, in diesem Jahr auf einem Schweizer Jakobsweg weiter zu pilgern, konnte ich wegen der Pandemie nicht umsetzen. Aber wer weiß, was noch alles möglich ist. Andere Fernwanderwege in Deutschland kommen auch in Frage. Ich lass‘ mich überraschen ..

Über euer Feedback freue ich mich immer sehr.

Nasser Nordschwarzwald Rainy Northern Black Forest

Regen, Regen und nochmals Regen ! Es schüttet nun schon fast 24 Stunden und dabei wehen kräftige Windböen, so dass die Nässe auch von der Seite und nicht nur von oben kommt. Die Temperatur ist einstellig und nähert sich schon dem Gefrierpunkt.

Zwei Tage sind wir nun im Nordschwarzwald bei Baiersbronn gewandert (darüber wird zu berichten sein). Es blieb weitgehend trocken und zum Wandern war die Temperatur recht angenehm. Nachdem ich schon sehr oft im Hoch- oder Südschwarzwald war ( s. hier) wollte ich schon lange einmal in den Nordschwarzwald fahren. Und wenn nicht jetzt, zu Corona Zeiten, wann dann …

Bei unseren bisherigen Wanderungen gefiel mir die Landschaft sehr gut. Sie ist etwas lieblicher als im Hochschwarzwald. Und meine geliebten dunklen Schwarzwaldtannen passen auch sehr gut in den Mischwald.

Nur das Wetter muss wenigstens etwas besser werden …

(Fortsetzung folgt).

Rain, rain and rain again ! It’s been pouring for almost 24 hours now and stronss of wind are blowing, so that the wetness also comes from the side and not only from above. The temperature is in the single digits and is already approaching freezing point.

For two days we have been hiking in the Northern Black Forest near Baiersbronn (I am going to report about that). It remained mostly dry and for hiking the temperature was very comfortable. After having been in the Black Forest very often (see here) I wanted to go to the Northern Black Forest for a long time. And if not now, at Corona times, when …

On our hikes I liked the landscape very much. It is a bit more lovely than in the Southern Black Forest. And my beloved dark Black Forest firs also fit very well into the mixed forest.

Only the weather has to get a little better …

(to be continued).

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